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1. Pfingstsonntag 1882.

- Gedicht von Josef Mauthner

1. Pfingstsonntag 1882.

1.

Das ist doch ein schöner, erlesener Tag
Ein sonniger Maitag zu Pfingsten,
Er bringt als Erlöser von göttlichen:
Schlag Erholung und Trost dem Geringsten.

Frühglockengeläute, du kündest den Text
Der ewigen Frühlingslegende,
Dieweil ich im Bette verflucht und verhext
In Schmerzen mich winde und wende.

Wenns draußen im Walde urmächtig rumort
In heiligen, zeugenden Wonnen,
Erscheint mir das Leben tiefnächtig umflort,
Als hätte mein Sterben begonnen.

Da taumelt ein müder, enttäuschter Phantast
Vergab auf zerbröckelndem Steige,
Dort blühet die Freude auf schwellendem Ast,
Dort brütet die Lust im Gezweigs. —

Was soll drum mein Seufzer dem klingenden Fest?
Du solltest ihn, Schöpfer, mir wehren,
Heut piepsen allorten die Jungen im Nest,
Da könntest du leicht mich entbehren!

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