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An Elwina

- Gedicht von Alexander Puschkin

An Elwina

Elwina, holdes Lieb, laß deine Hand mich fassen!
Befreie von dem Druck des Lebensalpes mich!
Wie lange mußt du noch von dem Geliebten lassen,
Wann seh ich wieder dich?

Soll nimmer ich mit dir den Blick der Liebe tauschen,
Hüllt meine Jugend mir in ewige Nacht der Harm?
Wird nie das Morgenrot uns Selige belauschen
Entschlummert Arm in Arm?

Elwina, warum darf ich nicht zur Mittnachtstunde
Umfangen deinen Leib in trunkenem Genuß,
Dir nicht ins Auge schaun, nicht glühn nach deinem Munde
Und tauschen Kuß um Kuß!

Warum nicht, stumm vor Glück, dein Stammeln, Stöhnen, Lachen
Vernehmen, wenn du lebst im Taumel höchster Lust,
Zu neuen Wonnen nicht mit dir, o Lieb, erwachen
Entschlummert Brust an Brust?


Uebersetzt ins Deutsche von:
Friedrich Fiedler (1859-1917)

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