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Lenz

- Gedicht von Adolf Frey

Lenz

Es naht uns der Maie, das freudige Kind,
Er führt an der schimmernden Hand
In Wonnen stolzierend ein lieblich Gesind
Übers grünende, sonnige Land.
      Veilchen und Primeln und grüner Klee,
      Lilien, weißer als wirbelnder Schnee,
            Sind seine Gesellen.

Es sprudeln die Quellen immerzu
Und plaudern am blumigen Hang,
Frau Freude schlüpft in die Wanderschuh
Und wandert die Welt entlang.
      Sehnlich jubelt die Nachtigall
      In den lachenden, schmetternden Schall
            Schwirrender Finken.

Strahlende Sonne, goldener Tag,
In Wäldern schattige Ruh!
Wir wollen wandern zum blühenden Hag,
Wir wandern, ich und du!
      Sag mir, was sich im Herzen regt,
      Sag mir, was mir die Sinne bewegt –
            Bist du es, Liebe?

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