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Etwas vom Fluchen.

- Gedicht von Georg Bötticher

Etwas vom Fluchen.

Ich will`s nicht zu beschönigen suchen:
Aber was nützen – tut das Fluchen!
Nicht nur, daß es die Brust befreit
Von Ärger, Zorn und Verdrießlichkeit,
Nein – – mit gehörigem Takt und Verstand
Und dem nötigen Nachdruck angewandt,
Und, versteht sich, an den richtigen Stellen –
Hilft`s auf dem Fleck in vielen Fällen.
Zum Beispiel: Ich siegle ein Paket
Und halte, wie es ja häufig geht,
Den Lack etwas lange ins Kerzenlicht – – –
Dabei acht ich aufs Petschaft nicht,
Das bekommt plötzlich Lust zu rollen,
(Was es nicht hätte bekommen sollen!)
Rollt und rollt und würde entwischen,
Führ ich nicht mit einem Fluch dazwischen . . .
(Muß schon ein Fluch sein, denn ein Gebet,
Ein noch so schönes, kam ja zu spät!)
Freilich, und das sieht ein jeder ein,
Ein etwas kräftiger Fluch muß es sein;
Mit einem »Sakra« ist nichts getan,
Der hält das Petschaft noch nicht an.
Aber ein »Himmelundkruzifigen,
Lausding elendiges, bleibst gleich liegen!«
Da liegt`s mit einmal mäuschenstill,
Ganz still – – bestreit mir`s, wer da will!
Ich hab`s verschiedene Mal probiert:
Nicht um ein Haar mehr hat sich`s gerührt..
Ich will`s nicht zu beschönigen suchen,
Aber was nützen – – tut das Fluchen.

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