A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


zurück zu Rudolf G. Binding

Schicksal

- Gedicht von Rudolf G. Binding

Schicksal

Mit finsterem Unbild
verhängt sind die Tage.
Die Erde, die Mutter,
wendet sich schaudernd
vom Wahnsinn der Kinder,
ohne Umarmung
kalt sie erwürgend.

Öde umstarrt rings.
Keimt noch ein Lachen
selige Träne
zartes Erschüttern
Sehnsucht und Träume
Liebe und Schmerz?

Leichen von Völkern
in Menschenleibern
grausam verzaubert
fahren langsam
ohne Verkündung

nachtwärts zum Dunkel,
Meer des Vergessens,
Letzten und Ekel,
Winter und Heimfall.

Anzeigen