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März

- Gedicht von Rudolf G. Binding

März

März. Schmächtiger. Aus Fronnacht
erwecktes Zart. O Lächeln
noch zwischen Macht und Ohnmacht.

Die blassen Säfte steigen
im Baum der Sonne nach
zu schlafenden Gezweigen.

Und bleich im Ungewissen
liegt Feld still neben Brache
ruht Wald in Düsternissen.

Der Lerche blauer Dom
ist noch nicht aufgerichtet.
Doch wilder jagt der Strom.

Die Wasser drängt’s zu Meeren
und heimlich hoch im Grau
zieht es von Vogelheeren.

Nichts blickt zurück. Was stockt
ist stilles Sich-ermannen
im stummen Ruf der lockt.

Und um dich ist es schwer
und leicht von Schlaf und Schauern
von Lächeln und Begehr.

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