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Nachwirkung

- Gedicht von Alfred Meißner

Nachwirkung

Sie ist gegangen, die Wonnen versanken,
Nun glühen die Wangen, nun rinnen die Tränen,
Es schwanken die kranken,
Die heißen Gedanken,
Es pocht das Herz in Wünschen und Sehnen.
Und hab ich den Tag mit Andacht begonnen,
Tagüber gelebt in stillem Entzücken,
So leb ich jetzt träumend,
Die Arbeit versäumend
Von dem, was sie schenkte in Worten und Blicken.
So hängen noch lang nach dem Scheiden des Tages
In säuselnder Nachtluft, beim säuselnden Winde
Die Bienlein wie trunken
Und wonneversunken
An zitternde Blüten der duftigen Linde.

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