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Frühlingsabend

- Gedicht von Victor Blüthgen

Frühlingsabend

Wenn die Sonne untergeht,
Wird es still im Garten.
Wind, der über Tag geweht,
Denkt: Jetzt will ich warten.

Vogel, der zu Neste ging,
Duckt das Köpfchen nieder:
Fliegt ein dunkler Schmetterling
Heimlich um den Flieder.

Gehn die Kinder all zur Ruh,
Wilden wie die braven,
Guckt der Mond vom Himmel zu,
Spricht: Nun sollt ihr schlafen.

Singt wohl eine Nachtigall
In die Blütenbäume -
Weht ein süßer Widerhall
Durch die Kinderträume.

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