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Schlachtgesang

- Gedicht von Karl Mastalier

Schlachtgesang

Auf in das Feld zum Streite!
Des Krieges Donner rollen daher.
Denkt auf verlaßner Bräute
Und Kinder weiche Thränen nicht mehr!
Sieg oder Tod sei die Losung der Krieger!
Ruhm und Unsterblichkeit krönet die Sieger.
Auf, an des Helden Seite
Ist weder Siegen, noch Sterben zu schwer.

Schon bricht der Dämmrung Schleier;
Schon blitzt der Tag von den Waffen zurück:
Auf! in dem Busen Feuer,
Und Sieg und Tod im männlichen Blick!
Hauet euch Bahn durch die feindlichen Glieder!
Dort an des Sieges Ziel sehn wir uns wieder.
Fort! jeder Schritt ist theuer:
Er gilt des Vaterlands Freiheit und Glück.

Horch, wie aus ehrnen Schlünden
Des Todes heulend Feldgeschrei schallt!
Horch, wie zerstreut von Winden
Der Schlachtsturm vom Gebirg wiederhallt!
Noch ist es heiß im gewaltigen Kampfe,
Noch steckt der Tag hinter`m schweflichten Dampfe;
Laß uns die Feinde finden
O Sonne! bis sie den Frevel bezahlt.

Ha! wie er flieht der schwache,
In Furcht und Angst verworrene Haus!
Heut ist der Tag der Rache,
Verfolgt des Sieges, glänzenden Lauf!
Laßt uns die Aerndte der Lorbeern erst mähen:
Morgen dann zählen wir unsre Trophäen;
Da für gerechte Sache
Nähm` ich`s mit hundert Feinden noch auf!

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