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Zu einem Stück Marmor vom Quell der Peirene in Korinth

- Gedicht von Rudolf G. Binding

Zu einem Stück Marmor vom Quell der Peirene in Korinth

Da Bellrophon dem Pegasus den Zaum
aufzwang als ihn Peirene lächelnd tränkte,
entfloss mit weißen Flocken roter Schaum
dem Rachen, wo ihn fasste das Gebiss
und ungewohnter Stahl die erste Wunde riss.

Geheimnisvolles Blut! Vermählt der Erde
Bewahren sich geheimnisvolle Kräfte.
Unbändig, gleich dem sonnenfrohen Pferde,
dem es entstammt, drängt ewig es zum Licht.
Die Erde fing es auf, jedoch sie trank es nicht.

Denn als in weißen Marmor Menschenhand
die Quelle einschloss, die ihr heilig ward,
selbst durch den Stein zum Licht den Weg es fand.
Geäder, rötlich, sein das Weiß durchstrebt:
Das Blut des Pegasus das drinnen lebt.

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