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Die schwäbischen Sänger. An Goethe.

- Gedicht von Justinus Kerner

Die schwäbischen Sänger. An Goethe.

Die Nachtigall im frischen Hain
Singt wohl gar schöne Weisen,
Doch ist der Vogel nicht allein
Ob solcher Kunst zu preisen.
Kein König ist im freien Wald,
Wo bunt ringsum Gesang erschallt.

Da singet jeder seine Weis`
Nach seinem eignen Schnabel,
Ob Nachtigall, ob Fink er heiß`,
Wenn schön nicht, doch passabel.
Die Wachtel bleibt beim Wachtelschlag,
Fink nicht wie Lerche singen mag.

So ist`s im schwäb`schen Sängerhain;
Preis, Sänger dir von Thule!
Doch hör` es unterm Leichenstein:
Bei uns gibt`s keine Schule,
Mit eignem Schnabel jeder singt,
Was halt ihm aus dem Herzen springt.

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