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Märchen - Albert Wesselski: Der Hodscha Nasreddin

.[Dschahan wollte einmal Matrose werden]

Dschahan wollte einmal Matrose werden; darum ging er auf ein Schiff. Der Kapitän sprach zu ihm: »Dschahan, was kannst du leisten?« »Herr Kapitän, ich kann von unten nach oben steigen und von oben nach unten.« Da sagte der Kapitän: »Gut; klettere den Mastbaum hinauf.« »Nein, Herr Kapitän; der ist mir zu hoch. Ich kann nicht hinaufsteigen; aber ich werde dir zeigen, wie man etwas im ... weiterlesen


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.[Dschahan hatte schon öfters darüber nachgedach

Dschahan hatte schon öfters darüber nachgedacht, wo wohl die Schweine wüchsen, und auf welchen Bäumen. Und gar zu gern hätte er so einen mit kleinen Schweinchen behangenen Baum gesehn: vielleicht könnte er dann auch ein kleines Zweiglein erhaschen, das, in die Erde gesteckt, mit der Zeit zu einem großen Schweinchenbaum wachsen würde. Aber nie gelang es ihm, einen solchen Baum zu sehn, ... weiterlesen


.[Als die Mutter Dschahans eines Tages krank war]

Als die Mutter Dschahans eines Tages krank war, befahl ihm der Arzt, etwas Urin von ihr aufzuheben; am nächsten Tage werde er kommen und den Urin untersuchen. Der Arzt kam auch, und Dschahan beeilte sich, ihm das Gefäß zu zeigen. Der Arzt wunderte sich, es bis zum Rande voll zu finden, aber Dschahan erklärte ihm die Sache, indem er sagte: »Meiner ist auch dabei; der meinige ist oben.«


.[Die Mutter Dschahans hatte ein mageres Schweinch

Die Mutter Dschahans hatte ein mageres Schweinchen; Dschahan aber hatte großen Appetit auf Schweinfleisch und fragte beständig: »Mutter, wann schlachten wir denn eigentlich das Tier, das Borsten hat und grunzt?« Da antwortete die Mutter immer: »Sobald ihm das Fett vom Hintern tropft.« Da aber Dschahan dies nie sah, ärgerte er sich über das faule Tier; er ging hin, kaufte Fett und ... weiterlesen


.[Dschahan war einmal mit einer Henne in der Hand]

Dschahan war einmal mit einer Henne in der Hand auf dem Wege zu seinem Herrn, um sie ihm zu schenken; aber etliche Räuber rissen sie ihm aus der Hand und entflohen. Dschahan nahm sich vor, sich zu rächen. Nachdem er den Ort, wo sie wohnten, ausfindig gemacht hatte, ging er, als Mädchen verkleidet, hin, und es gelang ihm, in ihrem Hause als Magd Aufnahme zu finden.

Als nun die Räuber ... weiterlesen


.[Es war einmal ein Junge, der Dschahan hieß]

Es war einmal ein Junge, der Dschahan hieß, und der sagte zu seiner Mutter: »Gib mir einen Centime.« Sie antwortete: »Wozu?« »Damit ich mir Bohnen kaufe.« »Bohnen haben Schalen.« »Dann werde ich mir Nüsse kaufen.« »Die haben auch Schalen.« »Dann werde ich mir Erbsen kaufen.« »Gut,« sagte die Mutter und gab ihrem Dschahan drei Centimes; und er ging hin und kaufte sich ... weiterlesen


.[Dschahan fuhr einst mit seinem Gemüsekarren zur

Dschahan fuhr einst mit seinem Gemüsekarren zur Stadt. Auf dem Wege sah er vor sich einen Herrn, der keine Anstalten machte, ihm auszuweichen. Dschahan rief etliche Male laut: »Geh aus dem Wege!«; aber der Herr rührte sich nicht, und Dschahan konnte nicht mit seinem Gefährte ausweichen, da der Weg abschüssig und schmal war. Drum warf Dschahans Karren den Herrn um, und so kam es, daß ... weiterlesen