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Märchen - Alexander Eliasberg: Sagen polnischer Juden

Die verkaufte Sünde

In der Stadt Ostrog lebten zwei Juden, die ihre Geschäfte stets zusammen betrieben. Sie waren auch sonst gute Freunde. Einmal hörten sie, daß eine Fürstin im Innern Rußlands zu einem sehr wohlfeilen Preise Leinwand zu verkaufen habe. Also reisten sie hin. Wie sie ankamen, wollte sie die Fürstin anfangs nicht empfangen; darum ließen sie ihr sagen, daß zwei jüdische Kaufleute angekommen ... weiterlesen


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Die gestohlenen Brautkleider

Unter den nächsten Anhängern des heiligen Rabbi Levi-Jizchok von Berditschew war ein Mann, der in einem Dorfe bei Berditschew wohnte. Dieser Mann wollte einmal seine Tochter verheiraten und besuchte natürlich zuvor Rabbi Levi-Jizchok, daß er ihn segne. In der Nacht von Sonntag auf Montag gruben Diebe einen unterirdischen Gang in sein Haus und stahlen die ganze Aussteuer der Braut. Am Montag ... weiterlesen


Seelenwanderung

In den Tagen des heiligen Rabbi Baal-Schem lebte in Miedziborz ein Talmudgelehrter, der Tag und Nacht studierte. Er war sehr arm und lebte mit seiner ganzen Familie von der Mildtätigkeit anderer Leute. Sein Weib, das sehr fromm war, verlangte von ihm niemals, daß er sich nach einem Verdienst umsehe, denn sie wollte nicht, daß er sein Studium aufgebe. Als aber die Kinder erwachsen waren, sagte ... weiterlesen


Rasche Reise nach Wien

Der heilige Rabbi Lejb Sores kam einmal für sechs Wochen in die Stadt Buntusch bei Mohilew in Rußland. Er war ständig auf der Wanderung. In Buntusch wohnte er bei einem sehr reichen Pächter. Als die Stadtleute seine Gottesfurcht sahen, gewannen sie große Achtung vor ihm.

An einem Freitagnachmittag, als Rabbi Lejb aus dem Bade nach Hause gekommen war, bat er den Pächter, er möchte ... weiterlesen


Der störrische Rabbi

Rabbi Schmelke von Nikolsburg hatte in seiner Jugend einen Freund, der sehr gelehrt und gottesfürchtig war. Dieser Freund wurde später Rabbiner von Janow. Der Rabbi war sehr fromm und diente eifrig dem Herrn, doch er hatte einen Fehler: er war sehr starrköpfig. Was er sich einmal in den Kopf geschlagen, konnte ihm kein Mensch auf der Welt ausreden.

Einmal verheiratete dieser Rabbi ... weiterlesen


Der Zaddik als Makler

Der heilige Rabbi Levi-Jizchok von Berditschew war immer darauf bedacht, die Dornen aus dem jüdischen Garten auszureißen; so oft er hörte, daß jemand seinem Nächsten unrecht getan hatte, wandte er alle Mittel an, um den Schlechten auf den richtigen Weg zu bringen und ihn durch Weisheit und Predigt zu bekehren.

Ein kleiner Makler sah auf einem Markte einen Wagen mit Waren, für die ... weiterlesen


Blutschande

Einmal sagte der heilige Israel Baal-Schem zu seinen Schülern: »Wir wollen in die Stadt fahren, um einen Trauernden zu trösten, der ein Bastard und ein frommer Gelehrter ist.«

Die Sache verhielt sich so: Es starb ein reicher Mann und hinterließ einen Sohn und eine Tochter; beide waren unverheiratet, und die ganze Erbschaft fiel ihnen zu. Und der Böse Trieb verführte den Jüngling, ... weiterlesen


Rosse helfen nicht

Ein gewisser Reb Eliohu aus Saklikow hörte einmal in seiner Jugend sagen: wenn einer will, daß sein Gebet zum Herrn hinaufsteige, so muß er zusammen mit dem heiligen Israel Baal-Schem Wort für Wort beten. Reb Eliohu tat so: er stellte sich einmal neben Baal-Schem, als dieser betete, und sprach Wort für Wort mit. Doch bei der Stelle im 32. Psalm: »Rosse helfen nicht, und ihre große Stärke ... weiterlesen


Das verzauberte Pferd

Der heilige Rabbi Baal-Schem kam auf einer seiner Reisen in ein Dorf, wo ein Pächter, der sein eifriger Anhänger war, wohnte. Der Pächter ließ für den Gast ein feines Mahl bereiten. Während des Mahles unterhielt sich Baal-Schem mit ihm über seine Wirtschaft und fragte ihn: »Hast du gute Pferde?« Und als der Pächter das bejahte, schlug der Rabbi vor: »Wollen wir in den Stall gehen und ... weiterlesen


Der gefährliche Geburtstag

In Alt-Konstantinow lebte ein Mann, der keine Kinder hatte. Er gehörte zu den Anhängern des heiligen Israel Baal-Schem und bat ihn mehrmals, daß er ihm einen Sohn vom Himmel erflehe. Einmal sagte ihm der Heilige, daß er ein Kind haben werde, und er möchte ihn sofort nach der Geburt davon benachrichtigen. Als das Kind zur Welt kam, begab sich der Mann zu Baal-Schem, um es ihm zu melden; er ... weiterlesen


Baal-Schem als Ehestifter

Der heilige Rabbi Awrohm-Jaakow von Sadagora erzählte einmal folgende Geschichte:

Vor Zeiten, als Polen noch von eigenen Königen regiert wurde, hatte jeder Gutsherr auf seinem Gute die gleiche Gewalt wie ein Kaiser. Er tat, was er wollte, wie Gutes so auch Böses. Er durfte strafen und er durfte begnadigen. In einem Dorfe wohnte um diese Zeit ein jüdischer Pächter, der dem Gutsherrn ... weiterlesen


Die Seuche von Stanow

Die Einwohner der Stadt Stanow schickten einmal zum heiligen Israel Baal-Schem Boten mit der Bitte, er möchte zum Herrn – gelobt sei sein Name – beten, daß die Seuche, die in der Stadt wütete, aufhöre. Die Boten merkten, daß Baal-Schem selbst nach Stanow kommen wollte; darum begaben sie sich nach Hause und schickten dem Rabbi einen Brief, in dem sie ihm schrieben, daß sie ihn ... weiterlesen


Von der wahren Gastfreundschaft

Der heilige Rabbi Levi-Jizchok von Berditschew kam einmal nach Lemberg. Er ging zu einem reichen Manne und bat ihn, er möchte ihm erlauben, in seinem Hause zu übernachten. Der reiche Mann wußte nicht, wen er vor sich hatte, und sagte, daß es in Lemberg doch genug Gasthäuser gäbe. Der Rabbi bat ihn noch einmal um Nachtquartier und sagte, daß sein Geldbeutel ihm nicht erlaube, in einem ... weiterlesen


Der gottgefällige Tanz

Der heilige Baal-Schem, seligen Angedenkens, saß einmal Freitag abends mit seinen Schülern beim Mahl, mit dem der Einzug des Sabbats gefeiert wird. Er pflegte bei solchen Mahlzeiten mit seinem ganzen Wesen bei Gott, gesegnet sei sein Name, zu sein. Er war nicht mehr auf dieser Welt, sondern alle seine heiligen Gedanken waren beim Allmächtigen. Kaum war der Segensspruch über den Wein ... weiterlesen


Von übertriebener Frömmigkeit

Es war einmal ein alter, reicher Mann, der einen einzigen Sohn hatte. Als er die Stunde nahen fühlte, wo er von der Welt Abschied nehmen mußte, rief er seinen Sohn herbei und sagte ihm: »Mein geliebter Sohn! Dank dem Ewigen kann ich dir ein großes Vermögen hinterlassen, von dem du und die Deinigen euer ganzes Leben lang genug zu essen und zu trinken haben werdet. Ich will dir aber noch ein ... weiterlesen


Die drei Geschichten des Rabbi Levi-Jizchok

Ein Mann mußte einmal aus seiner Stadt fliehen, weil er dem Gutsherrn den Pachtzins nicht bezahlen konnte. Er ließ seine ganze Familie (er hatte auch viele unverheiratete Töchter) zurück und verbrachte zwölf Jahre als Lehrer in der Fremde. Als er zwölf Jahre von seiner Heimat weggeblieben war und mit dem Stundengeben neunhundert Rubel verdient hatte, beschloß er, heimzureisen und seine ... weiterlesen


Vom Disputieren

Als der fromme und gelehrte Rabbi Jechiel als Rabbiner nach Horodnja berufen wurde, begleitete ihn der heilige Israel Baal-Schem auf seiner Reise zum Amtsantritt. Sie fuhren an einem Donnerstagabend ab. Unterwegs verirrten sie sich. Es war sehr finster, und Baal-Schem stieg vom Wagen und ging den Weg suchen. Etwas später stieg auch Rabbi Jechiel vom Wagen und machte sich ebenfalls auf die Suche ... weiterlesen


Rabbi Mojsche-Lejbs Trauermusik

Rabbi Mojsche-Lejb von Sassow verhalf einmal einem armen Brautpaare zur Heirat. Bei der Hochzeit war er sehr lustig. Als die Spielleute eine neue Weise anstimmten, sagte er, er möchte gerne, daß man diese Weise bei seiner Beerdigung spiele. Es vergingen viele Jahre, und alle vergaßen die Worte des Rabbi. Am Tage, an dem er starb, fuhren dieselben Spielleute zufällig nach Brody, um bei einer ... weiterlesen


»Sollst leben!«

Als der heilige Rabbi Jaakew-Jizchok von Lublin berühmt wurde, begannen die Chassidim aus der ganzen Gegend, zu ihm zu fahren. So stahl sich auch ein junger Mann hinter dem Rücken seiner Frau und seiner Schwiegereltern aus dem Hause und fuhr zum Sukkosfeste nach Lublin. Als er zum Rabbi kam und ihn begrüßte, sagte ihm dieser: »Du sollst hier nicht bleiben, sondern sofort nach Hause ... weiterlesen


Die verschmähte Braut

Es war einmal ein frommer Chossid, der oft zum Rabbi Israel von Kozienice, den man gewöhnlich der Kozienicer Maggid nennt, zu fahren pflegte; und der heilige Rabbi liebte ihn sehr. Der Mann hatte keine Kinder, und er bat oft den Rabbi von Kozienice, er möchte ihm vom Himmel Kinder erflehen. Der Rabbi gab ihm aber darauf niemals Antwort. Das Weib dieses Mannes war darob sehr betrübt, und sie ... weiterlesen


Brot für Seelenheil

Als der heilige Rabbi Menachem-Mendel von Romanow in seiner Jugend in der Stadt Pristik lebte, litt er mit seiner jungen Frau große Not. Und sooft der Rabbi fastete, fastete auch die Frau mit. Der Rabbi saß den ganzen Tag im Bethause und studierte, und die Frau spann und ernährte mit dem Verdienst sich und die Ihrigen. Einmal traf es sich, daß sie drei Tage nacheinander nichts verdient ... weiterlesen


Das Verdienst des Buchbinders

Der heilige Rabbi Elimelech von Lezaisk war einmal krank und hatte während der Krankheit einen sehr langen Ohnmachtsanfall. Seine Seele kam damals in den Himmel. Im Himmel wurde ihm gesagt, daß die Seelen, die von der Erde hinaufkommen, zuallererst in die Lehrstätte des seligen Rabbi Schmelke geschickt werden. Also ging auch Rabbi Elimelech zu dieser Lehrstätte. Vor der Türe traf er einen ... weiterlesen


Noch ein Fall von Seelenwanderung

Rabbi Jizchok Luria, der Begründer der Kabbala, war einmal zu einer Hochzeit geladen. Der Bräutigam war ein berühmter junger Gelehrter, ein sehr frommer Mann, heilig und rein von Sitten, ausgezeichnet durch Gottesfurcht und alle Tugenden. Nach der Trauung war ein großes Festmahl. Als der Neuvermählte sich ein Stückchen Huhn nahm, blieb ihm ein Knochen im Halse stecken, so daß er daran ... weiterlesen


Vom Selbstlob

Als der berühmte Rabbi Schmelke als Rabbiner in die Stadt Nikolsburg berufen wurde und diesen Ruf annahm, bat er die Vertreter der Gemeinde, daß man ihm gleich nach seiner Ankunft zwei Stunden Ruhe gönnen möchte; dann erst werde er die Gemeindemitglieder empfangen und mit ihnen reden, wie es beim Einzuge eines neuen Rabbiners in eine Stadt Sitte ist. Die Leute willigten darauf ein und ... weiterlesen


Baal-Schem und der Zauberer

Nachdem Baal-Schem die Braut auferweckt hatte, blieb er noch über den Sabbat in Berlin, wo man ihm die größten Ehren erwies. Am Sonntag früh reiste er ab, und die ganze Gemeinde gab ihm das Geleite. Am Dienstag gegen Abend hielt er vor einem Wirtshause und wollte da einkehren. Der Wirt schien sehr bekümmert, und es brannten viele Lichter in seiner Stube. Er begrüßte den Rabbi, den er ... weiterlesen


Schwur gegen Schwur

Unter den Anhängern des heiligen Rabbi Arje-Lejb von Schpola, der gewöhnlich der Schpoler Sejde (Großvater) genannt wird, war ein Chossid, der keine Kinder hatte. Der Mann verfolgte den Rabbi immerwährend mit seinen Bitten, daß er ihm vom Himmel Kinder erflehe. Doch der Schpoler Sejde wies ihn immer zurück. Der Chossid kam einmal wieder nach Schpola und nahm sich vor, den Rabbi nicht eher ... weiterlesen


Starkes Gottvertrauen

Der heilige Maggid Dojw-Ber von Mizricz strafte einmal einen Chossid vor der ganzen Gemeinde, weil er zu wenig Gottvertrauen zeigte. Der Chossid sagte: »Lehrt mich, Rabbi, wie man Gottvertrauen erlangt, vielleicht werde ich es lernen können.« Der Rabbi antwortete darauf: »Fahre nach Hause und bereite dich auf eine weite Reise vor; dann komme wieder her, und ich schicke dich an einen Ort, wo ... weiterlesen


Der Gast aus dem Heiligen Lande

Ein junger Mann, der mit dem heiligen Rabbi Israel Rishiner von Sadagora verwandt war, verlor sein ganzes Vermögen. Er begab sich zum Rabbi und bat ihn, er möchte ihm einen Empfehlungsbrief an seine Chassidim geben. Der Rabbi wollte das aber nicht tun und sagte ihm: »Es ist nicht recht, wenn man aus den Verdiensten seiner Vorfahren Nutzen zieht. Ich will dir lieber einen Brief an meinen ... weiterlesen


Noch eine Reise ins Heilige Land

Rabbi Wolf Kizes, ein Schüler des heiligen Baal-Schem, wollte einmal ins Heilige Land reisen. Er ging zu seinem Meister, um von ihm Abschied zu nehmen. Baal-Schem gab ihm seinen Segen für die Reise und sagte ihm folgende Worte: »Reb Wolf, seid vorsichtig in Eurer Rede und überlegt Euch, was ihr antwortet.«

Reb Wolf Kizes machte sich auf den Weg und ging auf ein Schiff. Das Schiff ... weiterlesen


Das Gebet um Speise

Der heilige Rabbi Sussje von Annopol pflegte nach dem Morgengebet niemals seinen Dienern zu befehlen, daß sie ihm sein Essen bringen; er setzte sich einfach hin und sagte: »Schöpfer der Welt! Sussje ist hungrig und will essen. Laß ihm sein Essen geben.« Sobald seine Diener diese Worte hörten, brachten sie ihm das Essen. So hatte es der alte Rabbi eingeführt.

Einmal verabredeten ... weiterlesen


Eine Bekehrung

Rabbi Pinchos von Korez hatte in vielen Städten Anhänger, die durch jährliche Zahlungen für seinen Lebensunterhalt sorgten. Der Rabbi stellte alljährlich eine Liste zusammen mit den Beiträgen, die jeder einzelne zu zahlen hatte, und zwei seiner Schüler bereisten mit dieser Liste die Städte und Dörfer und sammelten die Gelder ein. Einmal setzte der Rabbi auf seine Liste statt eines ... weiterlesen


Die geheimnisvollen Handschriften

Reb Adam hatte einen Sohn, und zu dem sprach er vor seinem Tode folgendes: »Ich hinterlasse dir sehr wertvolle Handschriften, du bist aber noch nicht würdig, in ihnen zu lesen. Darum sollst du nach der Stadt Okup reisen und dort einen Menschen aufsuchen, der Israel heißt und vierzehn Jahre alt ist. Und ihm sollst du die Handschriften anvertrauen. Und wenn du die Gnade findest, wird er mit dir ... weiterlesen


Rabbi Mojsche-Lejb und das verlassene Kind

Einmal, am Vorabend des Versöhnungstages, versammelte sich die ganze Gemeinde des Rabbi Mojsche-Lejb ins Bethaus. Doch der Rabbi selbst kam nicht. Er hatte aber ein für allemal befohlen, daß man auf ihn niemals mit dem Beten warten solle. Darum stimmte man das Kol-Nidrej-Gebet ohne ihn an. Später erschien der Rabbi doch. Die Leute forschten nach, warum er so spät gekommen war und das so ... weiterlesen


Das Gleichnis vom Ofenheizer

Als der heilige Rabbi Sussje noch ein junger Mann war, verkehrte er viel mit den Anhängern des heiligen Rabbi Dojw-Ber von Mizricz. Er verbrachte ganze Tage in Wäldern und Einöden, sang Psalmen, tat Buße mit großer Inbrunst und heißer Andacht. Er war mit seinem ganzen Herzen und allen seinen Gedanken ständig mit dem Herrn, gelobt sei sein Name, und diente ihm mit seiner ganzen Liebe Tag ... weiterlesen


Von der Macht des Arztes

Ein Wilnaer Jude kam einmal zum großen und heiligen Rabbi Dojw-Ber von Mizricz, den man gewöhnlich der Maggid von Mizricz nennt. Der Mann gehörte nicht zu den Chassidim und glaubte nicht an die Wunderkraft des Maggids. Da er aber viel von seiner Weisheit gehört hatte, besuchte er ihn, um ihn zu prüfen. Kaum war er eingetreten, als der heilige Maggid ihm sagte:

»Merke dir, mein Kind, ... weiterlesen


Wie Baal-Schem ins Heilige Land reisen wollte

Der heilige Baal-Schem wollte mit seiner Tochter und mit Rabbi Hirsch Soifer ins Heilige Land reisen und kam gerade vor dem Pessachfeste in Konstantinopel an. Da ihn dort noch niemand kannte, wurde er nirgends eingeladen und hatte nichts, um das Fest begehen zu können. Am Vorabend des Festes fragte ihn seine Tochter: »Was werden wir an den Feiertagen tun? Wir haben ja nichts von den Sachen, ... weiterlesen


Bekehrung eines Angebers

In einer Stadt lebte einmal ein Angeber, von dem alle Leute sehr zu leiden hatten. Der Angeber war beim Gutsherrn, dem die Stadt gehörte, sehr beliebt. Er fürchtete sich aber, allein durch die Stadt zu gehen, weil er in der Stadt nur Feinde hatte. Darum gab ihm der Gutsherr zwei Kosaken, die ihn überall zu begleiten hatten.

Einmal erfuhr der Angeber von einer Sache, von der er wußte, ... weiterlesen


Die Fürbitte des Trunkenbolds

Über alle Juden war einmal eine grausame Verfolgung hereingebrochen, und aus allen Städten eilten Abgesandte zum heiligen Rabbi Boruch von Miedziborz, dem Enkel des heiligen Baal-Schem, damit er vom Allmächtigen Hilfe für das Volk Israel erflehe. Und Rabbi Boruch befahl ihnen, sofort in ein gewisses Dorf, einige Meilen von Miedziborz entfernt, zu fahren und dort einen Mann aufzusuchen, der ... weiterlesen


Durch die Hinterpforte

Zum heiligen Rabbi Pinchos von Korez kam einmal ein junger Mann, der schwer lungenleidend war. Seine Krankheit war von Tag zu Tag schlimmer geworden, so daß er sich in größter Lebensgefahr befand. Dieser Mann hatte schon verschiedene heilige Rabbis besucht, doch keiner von ihnen hatte ihm geholfen. Rabbi Pinchos gab dem Mann seinen Segen und versicherte ihn, daß er nun gesund werden würde. ... weiterlesen


Das Gebet um Messias

An einem Jom-Kippur kam der heilige Baal-Schem nicht zu der frühen Morgenstunde ins Bethaus, wie er es sonst zu tun pflegte, und die ganze Gemeinde betete nicht, sondern wartete auf seine Ankunft. Erst als es schon recht spät am Tage war, kam er ins Bethaus, setzte sich auf seinen Platz und legte seinen Kopf auf das Betpult, ohne zu beten. Nach einer Weile hob er den Kopf und legte ihn dann ... weiterlesen


Der Prozeß gegen Gott

In den Tagen des heiligen Rabbi Elimelech von Lezaisk erließ der Kaiser von Österreich ein Gesetz, nach dem jeder Jude, der seine Tochter verheiratete, eine Abgabe von vierhundert Gulden an die Staatskasse zu zahlen hatte. Es ist aber bekannt, daß vierhundert Gulden um jene Zeit ein ganzes Vermögen bedeuteten, und daß ein Mann, der vierhundert Gulden besaß, zu den Reichen gezählt wurde. ... weiterlesen


Auferweckung der toten Braut

Der heilige Rabbi Baal-Schem war einmal mit seinen Leuten auf der Reise. Da befahl er plötzlich, einen neuen, ihnen unbekannten Weg zu fahren, und niemand begriff, was er vorhatte. So fuhren sie eine ganze Woche, und an einem Mittwochabend hielten sie bei einem Wirtshause, wo sie auch zur Nacht blieben. Der Wirt fragte sie, wer sie seien, und Baal-Schem antwortete: »Ich bin ein berühmter ... weiterlesen


Der Wundertäter Adam

Es war einmal ein Meister des göttlichen Namens (Wundertäter) namens Reb Adam. Er hatte in einer Höhle Handschriften gefunden, die allerlei verborgene Geheimnisse der Thora enthielten. Er war aber sehr arm: er wohnte mit seinem Weibe in einem einzigen Kämmerchen, und beide hatten fast nichts anzuziehen. Einmal sagte das Weib: »Was soll ich anziehen, um ins Bethaus zu gehen?« Und er ... weiterlesen


Eine Märtyrerin

In der Stadt Tetjew lebte einmal ein sehr geachteter Mann namens Reb Schabsaj. Und er hatte keine Kinder. Er gehörte zu den Nächsten des heiligen Israel Baal-Schem, und es versteht sich, daß er bei jedem seiner Besuche den Baal-Schem bat, er möchte ihm vom Himmel Kinder erflehen. Baal-Schem wies ihn jedesmal zurück und sagte ihm, er solle nicht um Kinder bitten. »Wenn ich wüßte,« sagte ... weiterlesen


Seelen der Märtyrer

In der Stadt Pawlicz war einmal, unserer großen Sünden wegen, eine durch falsche Anschuldigungen hervorgerufene große Judenverfolgung, und viele unserer heiligen Rabbis wurden erschlagen. Die Rabbis aus den anderen Städten entflohen, denn die Verfolgung war sehr grausam. Auch Rabbi Dovid von Korobatsch wollte nach der Walachei entfliehen. Als er unterwegs nach Miedziborz zum heiligen Rabbi ... weiterlesen


Die ausgeschüttete Suppe

Als der heilige Rabbi Menachem-Mendel bei seinem Lehrer, dem heiligen Rabbi Elimelech, studierte, war er noch niemandem als Wundertäter und Mann des heiligen Geistes bekannt. An einem Sabbat saß er mit den übrigen Jüngern an der Tafel des Meisters. Als der Diener die Suppe auftrug, nahm Rabbi Elimelech die Schüssel und schüttete die ganze Suppe aus. Rabbi Menachem-Mendel erschrak und rief ... weiterlesen


Die Friedhofsvergrößerung

In einer Stadt lebte ein von allen geachteter Mann namens Reb Jossje. Keine Gemeindeangelegenheit wurde ohne seinen Rat unternommen, auch war er Vorstand der Beerdigungsbrüderschaft. Reb Jossje gehörte zu den Anhängern des heiligen Rabbi Israel von Rishin, den er mehrmals im Jahre besuchte und ohne dessen Rat er nichts unternahm. In der gleichen Stadt lebte ein sehr reicher alter Mann, der ... weiterlesen


Die wunderbare Lichtanzündung

Rabbi Jehoschua-Heschel von Opatow kam einmal auf einer Reise in die Nähe der Stadt Mohilew. Und er sagte zu seinen Begleitern: »Wollen wir in die Stadt hineinfahren, um die fromme Frau Mirjam, die Schwester der heiligen Brüder Rabbi Schmelke und Rabbi Pinchos, zu begrüßen.« Die Begleiter des Rabbi eilten voraus und kamen ins Haus zu der frommen Frau. Als sie den Lärm hörte, fragte sie, ... weiterlesen


Von den falschen Messias

Ein Freidenker spottete einmal in Gegenwart des heiligen Rabbi Levi-Jizchok über die Tannaïm und sagte, daß selbst Rabbi Akiba den Aufrührer Bar-Kochba für den Messias gehalten und ihm seine Kleider nachgetragen habe. Der Rabbi erzählte darauf folgendes Gleichnis:

»Es war einmal ein Kaiser. Er hatte einen einzigen Sohn, den er wie seinen Augapfel liebte. Dieser Sohn aß einmal von ... weiterlesen


Der vergessene Brief

Der heilige Baal-Schem kam einmal auf einer Reise in ein Wirtshaus in der Nähe der Stadt Brody. Der Pächter des Wirtshauses gehörte zu seinen Anhängern und bereitete ihm daher einen sehr schönen Empfang und rüstete ein feines Mahl für Baal-Schem und alle seine Reisegenossen. Alle verbrachten die Nacht in diesem Wirtshause, und am nächsten Morgen, nach dem Essen, sagte Baal-Schem zum ... weiterlesen



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Märchen vom Autor Alexander Eliasberg: Sagen polnischer Juden

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