WISSENSWERTES

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Märchen - David Brauns: Japanische Märchen und Sagen

Der Glühwurm

In dem aufsprießenden Geäst einer Lotospflanze, die in einem Sumpfe stand, saß die Tochter einer Feuerfliege als unscheinbarer, kleiner Wurm. Niemand beachtete sie, und so verbrachte sie einsam ihre Tage; indessen machte sie sich nichts daraus, denn sie dachte bei sich, wenn die Zeit gekommen wäre, wo sie erwachsen sei, dann müßte ihr Loos sich wenden, und während sie jetzt allein in ... weiterlesen


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Mosoo

Vor grauen Jahren lebte in China ein sehr frommer und braver Mann mit Namen Mosoo. Er besaß eine Hütte und ein Gärtchen nebst ein paar Feldstücken und arbeitete unverdrossen, um seine bejahrte Mutter so gut als irgend möglich zu verpflegen. Gewillt, sich ganz der Erfüllung seiner Pflichten gegen die Mutter zu widmen, war er ledig geblieben, obwohl seine Mutter selber ihn oft angetrieben ... weiterlesen


Die Fuchshochzeit

Es lebte einst ein Ehepaar weißer Füchse, und die hatten einen Sohn, so nett und glatt, wie nur je einer zu sehen war, schneeweiß, wie seine Eltern. Als der junge Fuchs erwachsen war, da sagte ihm sein Vater: »Jetzt will ich mich aufs Altentheil setzen und dir das Regiment des Hauses überlassen. Suche du dir eine Frau und fang an, selbst zu wirthschaften; mit Rath und Hilfe will ich dich ... weiterlesen


Der Wunderkessel

In einer der Provinzen im inneren, bergigen Theile von Japan, in Joschiu, lebte ein Priester in einem kleinen Tempel. Derselbe kramte einst in dem alten Gerümpel, das in den Winkeln umherlag, und da zog ein alter eiserner Wasserkessel, der wohl lange, lange Jahre das Tageslicht nicht mehr gesehen, seine Aufmerksamkeit auf sich. Der Priester nahm ihn in die Hand, besah ihn von allen Seiten, und ... weiterlesen


Der bestrafte Verrath des Tanuki

Die Jäger hatten viele Jahre einen Wald so stark beschlossen daß zuletzt alles Wild daraus entschwunden war. Kein Hase ließ sich blicken, Hirsche und Eber gab es schon lange nicht mehr, und selbst der wilden Taube, welche sonst so hübsch in allen Zweigen gurrte und ihr Nest in jede dichtbelaubte Krone baute, war der Garaus gemacht. Nur drei Thiere waren übrig geblieben und hausten allein ... weiterlesen


Der neidische Nachbar

Vor langen, langen Jahren lebte in einem Dorfe ein altes Ehepaar. Sie waren stets ehrlich und brav gewesen, und da ihnen die Götter das Glück, Kinder zu haben, versagt hatten, so schenkten sie ihre Liebe einem kleinen Hündchen, das sie besaßen. Sie hätschelten und pflegten das Thierchen, als ob es ihr Kind wäre, und der Hund war dafür so dankbar und treu, daß er sich keinen Augenblick ... weiterlesen


Das Mädchen mit dem Holznapfe

Vor langen, langen Jahren lebte in der Provinz Yamato1 in einem kleinen Dorfe ein Ehepaar, das ehedem gute Tage gesehen hatte. Geachtet und geehrt hatte dasselbe in Wohlstand und Behaglichkeit gelebt, doch das Unglück war über sie gekommen und hatte sie gänzlich verarmen lassen. Da es ihnen nun unerträglich war, in so traurig veränderten Verhältnissen angesichts ihrer Freunde und ... weiterlesen


Die Qualle

Ihr wundert euch vielleicht, warum die Qualle nackt umherschwimmt und weder ein Gehäuse noch eine Schale hat? Das war in alter Zeit nicht so; da hatte sie eine Schale gleich anderen Muschelthieren, aber sie verlor sie durch ihre eigene Schuld, und wie das zuging, das will ich euch erzählen.

Die Meeresprinzessin Otohime in Riugu, von der ihr schon im Märchen von Uraschimataro gehört ... weiterlesen


Der Hase und der Tanuki

Mitten zwischen hohen Bergen, aber nicht weit von einem größeren Flusse, lebte einst ein alter Bauer mit seiner Frau. Der große Wald, der rings um seine Wohnung sich weit, weit hin ausdehnte, gewährte ihm fast seinen ganzen Lebensunterhalt, denn täglich ging er dahin, um dies oder jenes zu sammeln, das nachher in seiner eigenen Wirtschaft verbraucht oder von ihm verkauft wurde. Bei seinen ... weiterlesen


Des Tanuki Scherflein

Einst lebte in einem Dorfe der Landschaft Hidatschi, die sich längs der östlichen Meeresküste im Norden von der Hauptstadt Tokio ausbreitet, ein frommer Priester, der mit Wohlthun und steter Bethätigung der Liebe zu seinen Nächsten still, aber vergnügt seine Tage verbrachte. Anspruchslos, wie er war, klagte er nie, daß die Götter ihm keine von den Priesterstellen gewährt hatten, welche ... weiterlesen


Schippeitaro

In alten Zeiten war es Sitte, daß die tapfersten jungen Krieger in Japan auf Abenteuer auszogen; ähnlich wie die fahrenden Ritter unserer Vorzeit, jedoch nicht so hoch zu Rosse, durchstreiften sie das Land, und wo sie einem ihrer Zunft begegneten, da kämpften sie mit ihm, bis einer der Streiter dem anderen den Sieg und die größere Waffentüchtigkeit zuerkannte. Wo sie aber böse Räuber und ... weiterlesen


Kwakkiÿo

In einer fernen, bergigen Gegend wohnte einst eine sehr arme Familie, bestehend aus einem alten Ehepaare und ihrem Sohne; aber, so kümmerlich sie auch ihr Leben fristeten, sie waren bei saurer Arbeit stets vergnügt und wohlgemuth, und als der Sohn erwachsen und ein tüchtiger Arbeiter geworden war, da heirathete auch er ein gutes, fleißiges Mädchen der Nachbarschaft, das ihm alsbald ein ... weiterlesen


Die Warze und die Kobolde

Einst lebte in einem Dorfe ein herzensguter, fröhlicher Mann, der sich mühevoll seinen Lebensunterhalt verdiente, dabei aber immer lustig und guter Dinge war. Auf der rechten Wange hatte er eine große, häßliche Warze, die ihn sehr verunzierte, doch machte er sich nicht viel daraus, und wenn ihn die Leute dann und wann wohl darüber neckten, so fing er mit ihnen zu lachen an und kränkte ... weiterlesen


Uraschimataro

Es war einmal ein frommes Ehepaar, das hart an der Küste wohnte und sich vom Fischfange nährte. Ein einziger Sohn war das Glück der beiden Alten, und da derselbe sehr wohl gerathen und brav war, so klagten sie nie über ihr hartes Tagewerk, sondern verbrachten in Zufriedenheit ihre Lebenstage. Der Sohn hieß Uraschimataro, das bedeutet: Sohn der Meeresinsel. Er wuchs zu einem schönen, ... weiterlesen


Jiraiya

Jiraiya1 war der Sohn eines Daimio2 im östlichen Japan; dieser sein Vater, Fürst einer großen Provinz, hatte einen erbitterten Krieg gegen einen benachbarten Daimio zu führen, welcher ihn schließlich in einer großen Schlacht besiegte und erschlug, alle seine Krieger tötete oder in die Flucht trieb und das ganze Erbe Jiraiyas an sich riß. Dieser war gezwungen, als Flüchtling die ... weiterlesen


Kätzchens Entführung

Es war einmal ein wunderhübscher Kater, der hatte ein Fell wie Seide und kluge, grasgrüne Augen, die im Dunkeln weithin leuchteten. Der Kater hieß Gon und sein Herr war Musiklehrer. Er hatte das Thier so lieb und war so stolz auf ihn, daß er sich um alles in der Welt nicht von ihm hätte trennen mögen.

Ganz ebenso wie dem Musiklehrer ging es einer jungen Dame in der Nachbarschaft, ... weiterlesen


Die Krabbe und der Affe

Es war einmal eine Krabbe, die wohnte an der Schattenseite eines Berges in einer netten kleinen Höhle. Sie hielt dieselbe reinlich, wie es einer guten Hausfrau geziemt, und nährte sich durch Fleiß und Arbeitsamkeit redlich. Eines Tages sah sie auf dem Wege gekochten Reis liegen, der wahrscheinlich von einem Wandersmanne zurückgelassen war, welcher hier seine Mahlzeit gehalten hatte. ... weiterlesen


Der Sperling mit der durchschnittenen Zunge

Vor grauen Jahren lebte tief im Gebirge ein altes Ehepaar. Obgleich die beiden eigentlich wenig zu einander paßten, denn der Mann hatte ein gutes, braves Gemüth, die Frau aber besaß einen zänkischen, neidischen Charakter, so hausten sie doch ziemlich einträchtiglich zusammen und waren in Ehren alt geworden.

Eines Tages saß der Greis, wie er dies oft zu thun pflegte, vor seiner ... weiterlesen


Momotaro

Vor langen, langen Jahren lebte in einem Dorfe ein altes Ehepaar. Trotz ihrer Armuth hätten die beiden alten Leute recht zufrieden leben können, wenn sie nur Kinder gehabt hätten. Aber die fehlten ihnen, und so sehr sie sich dieselben auch Zeit ihres Lebens gewünscht hatten, so war ihnen doch dieser Wunsch versagt geblieben. So verbrachten sie ihre Tage einsam und allein und grämten sich ... weiterlesen


Die dankbaren Füchse

Zwei Freunde trafen auf einem Spaziergange Kinder, welche einen jungen Fuchs gefangen hatten. Sie hielten das Thier in Stricken gebunden und erklärten, es in ihrem Dorfe verkaufen zu wollen; ein junger Mann habe ihnen ein hübsches, blankes Geldstück dafür versprochen. Der eine der Freunde beschloß sogleich, den Fuchs zu kaufen und bot den Kindern noch mehr dafür; der andere spottete ... weiterlesen


Oschoo

Oschoo war der Sohn frommer und fleißiger Fischersleute, die ihn zu einem braven Manne und tüchtigen Arbeiter in ihrem Gewerbe auferzogen. Als seine Eltern alt und schwach wurden, war er ihre einzige Stütze und wußte durch unverdrossenen Eifer sie vor jeglichem Mangel zu schützen. Seine Ehrlichkeit und sein freundliches Wesen machten ihn bei Jedermann beliebt, und Niemand war in der ganzen ... weiterlesen


Die Spatzenhochzeit

In einem Walde, weit ab von der Heerstraße, lebte einst ein wohlhabender Spatz, der von seinen Nachbaren geehrt und von seiner Frau und seinen Kindern sehr geliebt wurde.

Einer seiner Söhne, der stattliche Tschiotaro, war ein sehr vergnügter Bursch; weit in den Wald hinaus zu fliegen, das war seine Luft, und wenn er dann nach Hause kam, so erzählte er seine Erlebnisse in so drolliger ... weiterlesen


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