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Waldemar Kaden: Unter den Olivenbäumen. Süditalienische Volksmärchen
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Carl Velten: Märchen und Erzählungen der Suaheli
Emil Karl Blümml: Schwänke und Schnurren des französischen Bauernvolkes
R.O. Waldburg: Beiträge aus der Bukowina
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Märchen - Emil Karl Blümml: Schwänke und Schnurren des französischen Bauernvolkes

Der geprellte Betrüger

Ein Mann starb und hinterliess seinem Sohne Tignosello grosse Reichtümer. Trotz seiner Kränklichkeit führte er ein lustiges Leben und warf das Geld zum Fenster hinaus, wollte sich aber nicht bestehlen lassen.

Als im August die Ernte beendet war und Tignosello seine Scheuern gefüllt hatte, empfing er eines Tages den Besuch des Pfarrers. »Du bist so reich,« rief dieser »und lässt ... weiterlesen


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Der kleine und der grosse Mönch

Einst lebten zwei Mönche, ein grosser und ein kleiner, zu Bégard. Der grosse war reich und hatte viele Felder und Ochsen, aber wenig Verstand. Der kleine Mönch hatte nur ein Feld und einen Ochsen, aber viel Verstand. Die Mütter beider wohnten nicht weit vom Kloster.

Eines Tages sprach der grosse Mönch zum Kleinen: »Wir haben kein Fleisch mehr; ein Ochse muss getötet werden.« ... weiterlesen


Johann und Peter

Einst lebte eine arme Frau, die zwei Söhne, namens Johann und Peter, hatte. Peter, der das Elend zu Hause sah, trat in die Dienste eines Bauern. – »Wieviel Lohn willst du?« frug ihn dieser. – »Hundert Taler.« – »Du sollst sie haben. Aber höre zunächst meine Bedingung: derjenige, der sich von uns beiden beim ersten Streit ärgern wird, dem wird das Kreuz zerbrochen.« ... weiterlesen


Das dumme Hänschen

Eine Frau, die bei Doullens wohnte, hatte einen Sohn, namens Johann oder besser Hänschen, den die Bewohner des Ortes nicht mit Unrecht das dumme Hänschen nannten. Eines Tages füllte sie einen Korb mit Butter, befahl ihrem Sohn, diese am Markt zu Doullens zu verkaufen und dafür ein Ferkel zu erstehen. »Da hast du noch eine Börse mit Geld, damit bestreite alles. Halte dich am Weg nicht ... weiterlesen


Die Schafsleber

Einst kehrte ein Soldat aus dem Krieg zurück. Am Wege begegnete er einen Mann, der ihm vorschlug, mit ihm zu ziehen. Der Soldat willigte ein. Die zwei Gefährten kamen an einer Schafherde vorbei. »Halt,« rief der Mann dem Soldaten zu, »hier hast du dreihundert Franken, kaufe ein Schaf dafür. Wir werden dann eine Mahlzeit daraus bereiten.«

Der Soldat nahm das Geld und ging zum ... weiterlesen


Mutter und Sohn

Einst lebte eine Frau, die einen Sohn hatte. Ihr Zusammenleben war gut. Beider Vermögen bestand aus einer Schafherde. Der Sohn entwickelte stets grossen Appetit und seine Mutter war über seine Gefrässigkeit oft untröstlich. Er war so dumm, dass man dümmer nicht mehr sein konnte und die Mutter ersah zu ihrem Schmerz, dass er zu gar nichts tauge.

Eines Tages schickte sie ihn mit dem ... weiterlesen


Gribouille

Schon in seiner Jugend zeigte sich Gribouille in seiner wahren Gestalt. Eines Tages häufte er alle Tische, Bänke und Stühle, die ihm zugänglich waren, aufeinander, um den Mond zu fangen, der beim Fenster hereinsah.



* * *



Eines Tages befahl ihm seine Mutter, die Kuh auf die Weide zu führen. – »Was wird sie denn dort tun?« frug er. – »Grasbüschel ... weiterlesen


Die Tabakprise

Wie viele andere, schnupfte auch einst eine Frau. Eines Tages begab sie sich in den Tabakverschleiss und verlangte um zwei Sous Schnupftabak. Der Verkäufer antwortete ihr aber: »Ich habe keinen mehr.« – »Gar nichts mehr?« frug sie. – »Nein,« war seine Antwort. – »Dann seid so gut und lasst mich wenigstens zur Tabaksbüchse riechen,« bat sie. – »Sehr gerne, wenn ... weiterlesen


Wie Hänschen Jacqueline heiratete

Hänschen liebte Jacqueline, die Tochter eines Bauern im Nachbarort. Ihr glaubt wohl, dass er glücklich war, nicht wahr? Aber er war es nicht, denn Jacqueline war reich und er arm.

Eines Tages jedoch fasste er Mut, zog seine besten Kleider an und begab sich zur Wohnstätte seiner Schönen, um von ihrem Vater ihre Hand zu erbitten. Wie es jedoch zu erwarten war, bei ruhigem Nachdenken ... weiterlesen


Der närrische Johann

Die Mutter des närrischen Johann schickte ihn eines Tages in den Marktflecken, dass er Mehl und Cider einkaufe. »Wenn du zurückkehrst, wirfst du die Sachen auf diesen Platz,« fügte sie noch hinzu.

Nachdem er zurückgekehrt war, schüttete er das Mehl auf die Erde, ebenso goss er den Cider aus. Er war nämlich einfältig und fasste alles, was man ihm sagte, wörtlich auf. – »Wo ... weiterlesen


Der Esel von Montastruc

Nördlich der Kirche zu Montastruc liegt der Gemeindeteich, in dem die Bauern ihre Rosse tränken und die Weiber ihre Wäsche waschen. An einem Dezembertage gegen sechs Uhr Abends spiegelte sich der Mond im Teich und ein Mann liess seinen Esel saufen. Während der Tränke verfinsterte sich der Himmel, sodass es Nacht wurde und erschrocken rief der Mann: »Ach Gott! Ach Gott! Mein Esel hat den ... weiterlesen


Die Gefallsüchtige und ihre Freunde

Ein Mädchen hatte drei gute Freunde zu Liebhabern, von denen sie jeder gerne geheiratet hätte. Eines Abends kam der eine zu ihr und begrüsste sie mit den Worten: »Guten Tag, liebe Freundin. Ihr seht heute ganz verändert aus.« – »O, mir ist nicht recht wohl. Ich war heute beichten und da hat mir mein Beichtvater eine Busse gegeben, mit der ich nichts rechtes anzufangen weiss.« ... weiterlesen


Literaturververzeichnis

8. P. Sébillot, Littérature orale de la Haute-Bretagne. Paris 1881. S. 106 ff. – 9. Sébillot 110 f. – 10. Sébillot 112 ff. – 11. Sébillot 135. – 12. Sébillot 137 ff. – 13. Sébillot 142 ff. – 14. Sébillot 147 ff. – 15. Sébillot 153 ff. – 16. Sébillot 159 ff. – 17. Sébillot 91 ff. – 18. Sébillot 96 ff. – 27. Jean ... weiterlesen


Haltet fest

Einst lebte ein junger Mühlknecht, der höchst unglücklich war. Sein Herr prügelte ihn, gab ihm schlechte Kost und keinen Lohn. Endlich verliess ihn die Geduld. – »Gott befohlen, lieber Herr. Ich stelle mich nun auf eigene Füsse.« – Tatsächlich pachtete er sich eine Windmühle, hatte aber kein Glück damit. Der Wind blies im ersten Jahre kaum und es regnete furchtbar viel. Er ... weiterlesen


Der genarrte Priester

Einst lebten ein Mann und eine Frau. Er hiess Pettaro und ging oft auf die Jagd. Eines Tages fing er zwei Häschen und zur selben Zeit war der Pfarrer bei ihm. Als Pettaro nach Hause kam und es erfuhr, befahl er seiner Frau für den Fall, dass der Pfarrer wiederkäme, ihn durch eines der Häschen, welchem sie am Halse einen Brief befestigen sollte, holen zu lassen. Gleichzeitig hängte er aber ... weiterlesen


Peter der Maulaffe

Ein armer Mann hatte einen Sohn, den er infolge seines Elends kaum ernähren konnte. Der Knabe zeichnete sich gerade nicht durch seine Klugheit aus und wurde von seinen Eltern oft geschlagen. Eines Tages rannte er, um sich den Schlägen zu entziehen, vom Hause mit dem festen Vorsatz, nicht mehr zurückzukehren, fort. Er suchte sich einen Posten. Zunächst ging er zu einem Bäcker eines ... weiterlesen


Pipète

Einst lebten ein Mann und eine Frau, die schon sehr alt waren, jedoch kein Vermögen besassen. Sie hatten zwei Söhne, von denen sie den älteren, Anton, in den Dienst gaben, den jüngeren, Pipète, jedoch zu ihrer Unterstützung zuhause behielten.

Anton hatte kein Glück. Er handelte mit seinem Herrn, einem bösartigen Mann, aus, dass er täglich soviel Brot essen könne, als man mit ... weiterlesen


Weissfuss

Einst lebte ein Mann, namens Weissfuss, der sich vom Gutsbesitzer Geld entlehnt hatte. Der Herr, der keinen Heller seines Geldes sah und es müde war, länger zuzuwarten, sagte eines Tages zum Weissfuss, dass er an einem bestimmten Tag kommen werde, um sich das Geld zu holen. Am festgesetzten Tag kam er auch. Weissfuss hatte gerade einen Topf voll Erdäpfel am Feuer stehen und während sie zu ... weiterlesen


Die sechs Genossen

Sechs Bauern fanden sich eines abends zusammen. – »Ich wünsche schon lange«, sagte der Eine, »das Meer zu sehen. Bisher hat sich mein Wunsch noch nicht erfüllt. Wollt ihr morgen mit mir gehen, die ungeheuere Wassermasse, von der man so viel wunderbares berichtet, anzusehen?« – Alle waren damit einverstanden und so machten sie sich am nächsten Tag auf den Weg. Bald sahen sie ... weiterlesen


Klebe an!

Zwei arme Leute, Johann und Johanna, wohnten in der Nähe des Schlosses eines Edelmannes. Einer der Knechte des Herrn war der Liebhaber von Johanna, der Frau des Johann und da Johann ihrer Liebschaft im Wege stand, so wollten sie ihn entfernen.

Eines Tages sagte der Knecht zum Edelherrn: »Lieber Herr, Johann sagte, dass er imstande wäre, euer Gehölze in drei Tagen umzuhauen und auf ... weiterlesen


Die neugierige Frau

Marianne, die grösste Schwätzerin zu Piéve, verheiratete sich. Sie war jedoch nicht nur geschwätzig, sondern auch neugierig, was ihr zum Verhängnis wurde. In der Brautnacht sogar stand Marianne vom Bette auf und öffnete das Fenster, um die Zahl der jungen Leute zu erfahren, welche sie niedersangen.

Einige Tage nach der Hochzeit sprach ihr Mann, Buzetto, zu ihr: »Ich gehe in die ... weiterlesen


Wahrheit und Lüge

Einst lebte eine Frau, die, nachdem sie Witwe geworden war, sich wieder verheiratet hatte. Eines Tages, während ihr Gatte seinem Berufe nachging, besuchte sie ein Mann. Auf ihre Frage, von wo er komme, antwortete er: »Aus dem Jenseits.« – »So, so, da weisst du wohl auch etwas vom Peter?« – Er erzählte ihr nun, dass es dem Peter, ihrem früheren Mann, sonst sehr gut gehe, nur in ... weiterlesen


Das waren wir, meine Herrn

Drei junge Burschen gingen einst nach Paris, um die Sprache zu erlernen. Als sie in der Nähe der Stadt waren, sprach der Eine:

»Wartet hier auf mich! Ich gehe hinein, um zu horchen und werde euch dann alles Gehörte getreulich berichten.«

Er hörte Pariser sprechen, die gerade sagten:

»Das sind wir gewesen, meine Herren.«

Er kehrte zu seinen Gefährten zurück ... weiterlesen


Der schlaue Fuchs

Ein schlauer Landmann wollte sich eines Tages als Diener in einem Schloss verdingen. Er erklärte dem Pförtner, was er wolle und bat, dem Herrn vorgestellt zu werden. Der Pförtner versprach, es zu tun, nur frug er ihn vorher um seinen Namen. – »Warum wollt ihr meinen Namen wissen?« – »Weil ich alle Leute des Schlosses kennen muss« – »Ihr werdet mich doch auch so ... weiterlesen


Das Landschiff

Einst lebte ein, trotz seines Reichtums tief unglücklicher König, der eine Tochter hatte, die so schön wie der Tag und so weise wie eine Heilige war. Tag und Nacht dachte der König daran, ein Schiff zu besitzen, dass sich am Lande bewegen könne. Aber niemand in der Welt konnte ihm ein solches herstellen.

Endlich liess er in seinem ganzen Land austrommeln, dass er dem, der ihm ein ... weiterlesen


Der Holzhauer und der verbrühte Wolf

An einem Winterabend bereiteten Katharina und ihr Mann, der Holzfäller war, ihre Sauerampfersuppe. Er steckte Holz in den Ofen, blies, schürte, schalt seine Frau aus und warf von Zeit zu Zeit einen lüsternen Blick auf den grossen Topf mit der Sauerampfersuppe. Das Holz wollte jedoch nicht brennen, bald war das Zimmer von Rauch erfüllt und man musste die Türe öffnen, um ihn abziehen zu ... weiterlesen


Der Schuster und die Diebe

Ein armer Schuster hausierte von Ort zu Ort und rief: »Wer hat Schuhe zum ausbessern!« Seine Lage erschien ihm als eine sehr traurige und beständig schimpfte er über die Reichen. »Ihnen geht es zu gut und mir zu schlecht«, rief er oft aus.

Eines Tages empfand er, als er bei einer Höckerin vorbei kam, Lust auf ein Stück Topfen. – »Wieviel kostet dieser Topfen-Käse?« ... weiterlesen


Der Schleifer und die Tiere

Eines Abends bat ein Schleifer vor einem Haus um Nachtherberge. Da er nicht wohlhabend aussah, so riss man sich nicht um ihn und sagte ihm, dass es im Hause nicht sicher sei, da wilde Tiere kommen und ihn auffressen könnten. – »Das macht nichts,« sagte er und legte sich ins Kelterhaus. – Bei Anbruch des Tages kam ein Wolf daher. – »Du willst mich fressen?« sagte der ... weiterlesen


Die Frauen

Einst lebten ein Mann und eine Frau. Sie waren vermögend und hatten einen Sohn im heiratsfähigen Alter. Doch da er von den Mädchen seiner Gegend alles wusste, so hatte er zu ihnen und ihrer Unberührtheit, wollte er doch nur eine Jungfrau zur Frau haben, kein Vertrauen. Was tat nun der Jüngling? Er reiste in eine andere Gegend, um ein Mädchen zu suchen, das noch kein Mann berührt hatte. ... weiterlesen


Der Müller und sein Herr

Vier Jahre schon hatte der Müller seinem Herrn den Pachtzins nicht bezahlt, denn er war schrecklich arm. Als eines Tages der Herr von der Jagd zurückkehrte, war er schlecht gelaunt, da er nichts geschossen hatte und als er die Kuh des Müllers begegnete, legte er darauf an und tötete sie. Des Müllers Frau sah es und lief schreiend und jammernd ins Haus: »Ach, ach! Wir sind geschlagene ... weiterlesen


Der dumme Junge

Einst lebte eine Witwe, die nur einen Sohn hatte. Sie wollte ihn ein Handwerk lernen lassen und gab ihn daher zu einem Tischler in die Lehre, aber da er faul und dumm war, so tat er immer das Entgegengesetzte dessen, was er tun sollte und zerbrach alles, sodass ihn schliesslich der Meister davonjagte.

Als ihn seine Mutter kommen sah, rief sie: »Ich bin sehr betrübt! Da wir arm sind, ... weiterlesen


Die goldenen Knöpfe

Es war einmal eine pfiffige Frau, deren Mann Strassenwärter war. Einst arbeitete er auf der Reichsstrasse und fand ein mit Gold gefülltes Felleisen. Er ging heim und sprach zu seiner Frau:

»Ich habe einen hübschen Ledersack, in dem sich schöne Knöpfe befinden, gefunden. Mit diesen Knöpfen kann ich nun lange Zeit meine Hosen zuknöpfen.«

»Lass' sie ansehen«, rief die ... weiterlesen


Der Priester ohne Glück

Einst lebte ein Priester, der ein Feinschmecker war. Einst übergab er seiner Köchin drei Rebhühner, die sie ihm zubereiten sollte. Als sie gekocht waren, kostete die Köchin ein Stück und da es gut war, ass sie das ganze Rebhuhn. Sie versuchte dann das zweite und ass es ebenfalls, sodass nur mehr eines überblieb. Da dachte sie sich: »Was macht der Pfarrer mit einem Rebhuhn allein? Ich ... weiterlesen


Der geschickte Guyon

Einst lebten zwei Brüder, von denen der Ältere beschränkt und dumm, der Jüngere aber gescheit und vernünftig war. Der Ältere hiess Job, der andere Guyon. Job wollte in die Welt ziehen, das Glück zu suchen. Er zog fort und diente einige Zeit in einem Schloss, kehrte aber dann krank und verdrossen zurück, fehlte ihm doch ein Hautstreifen auf der Ferse.

Guyon zog ebenfalls fort, in ... weiterlesen


Hirsekorn

Einst lebten zu Lacouture ein Bauer und eine Bäuerin, die, obwohl sie schon sieben Jahre verheiratet waren, noch immer kein Kind hatten. Eines Tages, als sie in der Backstube Teig knetete, dachte sie bei sich: »Ach Gott, wann werde ich einen Sohn bekommen?« – »Aber, liebe Mutter, du hast ja einen.« – »Wo bist du, liebes Kind, ich höre dich wohl, aber ich sehe dich nicht.« ... weiterlesen


Die drei Liebhaber Paulinens

Drei Freunde liebten sich einst außerordentlich, einer würde für den andern sein Leben hingegeben haben. Trotzdem verbargen sie sich etwas. Sie liebten nämlich alle drei dasselbe Mädchen, Pauline und keiner sagte seinem Freunde davon etwas.

Peter, Karl und Franz erklärten sich brieflich an ein und demselben Tag, da jedoch das Mädchen keinen wollte, so schrieb sie dem ersten, dass ... weiterlesen


Die zwei Mädchen

Einst lebten ein Mann und eine Frau, die eine Tochter hatten, die so schön wie der Tag war. Die Frau starb und der Mann heiratete eine andere Frau, die eine Tochter hatte, die so hässlich wie die Nacht war. Als die zwei Mädchen grösser waren, sagte die Stiefmutter, die das hübsche Mädchen nicht leiden konnte und sie wohl jeden Tag zwanzigmal schlug, zu ihrem Mann: »Du musst fortgehen und ... weiterlesen


Der faule Hans

Einst lebte ein sehr geiziger und grosssprecherischer Mann, der eines Tages einen äusserst faulen Meier, den man deshalb den faulen Hans nannte, in seine Dienste nahm. Einmal wollte der Herr auf seinem Meierhof nachsehen, bestieg daher sein Pferd und fand, als er bei der Wohnungstür anlangte, den faulen Hans auf der Erde liegend vor.

»Guten Tag, Herr.« – »Guten Tag, fauler ... weiterlesen


Tartaro und der Narr

Einst lebten ein Mann und eine Frau, die einen sehr boshaften und närrischen Sohn hatten. Da er nichts als Bosheiten ausübte, so beschlossen sie, ihn in den Dienst zu geben, womit er einverstanden war.

Er ging vom Hause weg und trottete so lange seines Weges, bis er in eine andere Gegend kam, wo er seine Dienste anbot. In einem Haus, wohin er kam, benötigte man gerade einen Burschen, ... weiterlesen


Der Arme und der Reiche

Einst lebte ein reicher Mann, der schon seit langer Zeit einen Armen bei sich beschäftigte. – »Ich muss dich belohnen,« sagte eines Tages der Reiche. »Sage mir, was du willst.« – »Wenn du mir, lieber Herr, eine Kuh kaufen würdest, so würde mir die sehr wohl anstehen.« – Die Kuh wurde gekauft und der Arme erhielt sie. Drei Tage nachher ging der Reiche auf seine Wiesen ... weiterlesen


Die Einwohner von Sainte-Dode

Die Bewohner von Sainte-Dode galten seit jeher für sehr einfältig und man schiebt ihnen allerhand in die Schuhe.

Einmal kamen die Bewohner von Sainte-Dode darauf, dass sie beim Feld- und Weinbau und bei der Pferdezucht eigentlich zu wenig verdienen. Und da die Sache besprechenswert war, so kamen die Männer, Frauen und Kinder vor der Kirchentüre zusammen.

»Bewohner von ... weiterlesen


Der Meisterdieb

Einst lebte eine Frau, die nur einen Sohn hatte. Jeden Tag ging sie in die Kirche und bat die heilige Jungfrau Maria um Rat, was ihr Sohn werden solle. Da sie laut sprach und jeden Tag dasselbe, so fiel es endlich dem Messner auf und eines Tages, als ausser ihr und ihm niemand in der Kirche war, schlüpfte er hinter die Statue der hl. Maria mit der Absicht, die Frau zu foppen.

Sie kniete ... weiterlesen


Die geprellten Diebe

Einst lebte eine Frau, die gerne Braten ass und gerne trank. Eines Tages, als ihr Mann fortgegangen war, bereitete sie wieder einen Braten zu, vergass aber das Türfenster zu zu machen, durch das ihr die Kuh zusah. Zu jener Zeit konnten aber die Tiere noch sprechen und so fürchtete die Frau, dass sie die Kuh verrate. Sie verjagte die Kuh, aber immer kehrte diese wieder; sie warf ihr daher eine ... weiterlesen


Die drei Besen

Einst lebte eine Frau, die drei Jungen hatte. Bevor sie starb, gab sie jedem einen Besen und sprach: »Bewahrt die Besen wohl auf, denn sie sind das einzige, das ich euch hinterlassen kann. Geht jeder eures Weges und sobald ihr euer Glück gemacht habt und euch wieder trefft, so verbrennt die Besen.«

Als die Mutter gestorben war, trennten sich die drei Brüder und verdangen sich als ... weiterlesen


Die Schuhschnallen des Pfarrers

Es lebte einst ein sehr gelehrter und reicher, aber nicht im gleichen Masse freigebiger Pfarrer. Sonst war er der beste Mann der Welt, er besuchte die Kranken und wäre auch zehn Meilen weit gerannt, um ihnen das heilige Viaticum zu bringen.

Dieser Pfarrer besass zwei schöne, silberne Schnallen, die seine Schuhe zierten. Er hielt viel darauf. Wie stellte es nun Scambaronu an, der sie ... weiterlesen


Hänschen

Einst lebte ein Weber namens Hänschen, der äusserst schlau und klug war. Er wohnte bei seiner Mutter, einer alten Witwe, die eben so klug wie ihr Sohn war. Er war nicht stolz darauf, dass er gescheiter als die Nachbarn war, trotzdem geriet er in Zorn, wenn er sie Dummheiten begehen sah und wollte dann, dass jeder so vernünftig handeln sollte wie er.

Seine Mutter sagte ihm oft: ... weiterlesen


Courtebotte und seine Flöte

Einst lebten ein Mann und eine Frau, die obwohl sie schon fünfzehn Jahre verheiratet waren, noch immer kein Kind hatten. Wohl zwanzigmal im Tage riefen Frau und Mann: »Herr, schenke uns einen Sohn, nichts anderes als einen Sohn, selbst wenn er nur so gross wie ein Stiefel ist.«

Gott erhörte endlich ihre Bitte und schenkte ihnen nach fünfzehn Jahren und neun Monaten einen Sohn, der ... weiterlesen


Peter Berzilié

Eines Tages ging der Wilddieb Peter Berzilié auf die Fuchsjagd. Er nahm seine Flinte und richtete sich im Gipfel eines hohen Baumes des Bois-Robert häuslich ein. Es war Winter und fror. Unser Wilddieb sass zitternd auf seinem Beobachtungsposten, den Fuchs, der diesen Tag nicht kommen wollte, zu erwarten. Bald wurde er ganz starr und das Gewehr entfiel seinen Händen. Er glitt nun am Stamm ... weiterlesen


Johanna und Brimboriau

Ein Bettler ging in einem Dorfe von Haus zu Haus und klopfte auch an der Türe eines Hauses an, in dem Brimboriau mit seiner Gattin, Johanna, wohnte. Letztere, die allein zu Hause war, öffnete: »Was willst du?« – »Ein Stück Brot.« – »Wohin gehst du?« – »Ins Paradies.« – »So! Könntest du da einen Laib Brot und Lebensmittel für meine Schwester, die schon lange ... weiterlesen


Der Bastelicaner und sein Esel

Ein Bastelicaner zog eines Nachts mit seinem Esel, der mit Käse beladen war, seines Weges. Der Himmel war mit Wolken bedeckt und nur von Zeit zu Zeit zerstreute sie ein heftiger Wind. Unsere Wanderer kamen zu einem kleinen Fluss und suchten eine Furt. Da bekam der Esel Durst und begann zu trinken. Doch gleichzeitig verdeckte eine Wolke den Mond und es wurde stockfinster.

»Das elende ... weiterlesen


Rindon

Einst lebte eine Frau, die eine grosse Menge Garn gesponnen hatte. Sie wollte gerne eine Leinwand daraus weben lassen, aber die Leineweber arbeiten bekanntlich nicht umsonst. Während sie noch darüber nachdachte, trat ein Mann ein. – »Ich webe dir das Garn zu Leinwand,« sagte er, »und zwar umsonst, wenn du, ich lasse dich dreimal raten, meinen Namen erraten kannst. Bringst du es nicht ... weiterlesen


Der Pächter und sein Diener

Einmal suchte ein Arbeiter Arbeit. Er stellte sich einem Pächter vor und wurde aufgenommen, doch setzte man als Bedingung fest, dass dem ersten, dem irgend etwas nicht recht wäre, die Nase abgeschnitten würde.

Der Pächter schickte seinen Knecht fort, mit dem Befehl, ein Haus, das er ihm jedoch nicht näher bezeichnete, abzudecken. Er ging fort und deckte zunächst das Dach eines ... weiterlesen


Der geschickte Etienne

Einst lebte ein König, der eine Tochter hatte, die so schön wie der Tag war. Eines Sonntags fand sie, als sie zur Kirche ging, eine Wanze auf ihrem Nacken. Die Königstochter fing sie und sperrte sie in ein Kästchen und nährte sie jeden Morgen und Abend mit ihrem Blute. Die Wanze wurde immer grösser und grösser und war wie ein kleiner Hund, als sie starb. Was tat nun die Prinzessin? Sie ... weiterlesen


Die Bastelicaner bei den Riesen

Einst, es ist schon lange her, waren die Einwohner von Bastelica nicht so gross und stark wie heute. Man erzählt, dass die grössten Schwächlinge des Landes, sowohl an Körper als Geist, dort wohnten, aber trotz ihrer Minderwertigkeit keinen Spott vertrugen und daher mit den benachbarten Ortschaften stets Kämpfe führten.

Sie wurden jedoch immer besiegt und zweifelten überhaupt daran, ... weiterlesen


Die silberne Ziege

Ein König, der einst sein Reich durchwanderte, bemerkte eines Tages über einer Haustüre folgende Worte:



Geld gilt überall,

Geld macht alles.



Die Behausung gehörte einem Mann, der durch seine Arbeit und seinen Fleiss reich geworden war und der nun glaubte, dass ihm mit Hilfe seines Geldes nichts unmöglich sei.

Der König trat ins Haus und frug ... weiterlesen


Jakob der Dieb

Eine Frau hatte einen ungezogenen Sohn, der ein Taugenichts war und nichts arbeiten wollte. Als er in dem Alter war, sich einen Beruf zu erwählen, frug ihn seine Mutter, was er werden wolle. – »Ein Dieb,« war die Antwort. – »Bei Gott und der heiligen Jungfrau, das ist doch kein Beruf. Das erlaube ich nicht.« – »So befrage die heilige Jungfrau. Wenn sie so sagt wie ich, ... weiterlesen


Petiton

Einst lebte eine Witwe, die nur einen Sohn, namens Petiton, hatte. Dieser war schon zwanzig Jahre alt, war aber so vertrauensselig, dass man ihn schon mehr als hundertmal angeschmiert hatte, aber trotzdem war er unverbesserlich.

»Lieber Sohn,« sagte eines Tages seine Mutter zu ihm, »heute ist zu Layrac Jahrmarkt und du wirst sofort dort hingehen, um unser schönes Ochsenpaar zu ... weiterlesen


Touéno-Bouéno

Einst lebte zu Croque-Pou eine arme, alte Wittwe, die mit ihrem Sohn eine elende Hütte bewohnte. Der Sohn hiess Anton (Touéno), war fünfzehn Jahre alt und ging wie ein Schaf mit gesenktem Kopf durch die Strassen. Er sprach nie etwas und war gar nicht einnehmend. Die Bewohnerinnen des Ortes hiessen ihn Touéno-Bouéno und seine Mutter sagte oft zu ihm: »Wie dumm du doch bist, armer Junge!« ... weiterlesen


Bénédicité

Einst lebten arme Leute, die einen Sohn, namens Bénédicité hatten. Achtzehn Jahre alt war er schon, doch noch nie vom Bette aufgestanden. Eines Tages sprach sein Vater zu ihm: »Bénédicité, steh auf. Es ist endlich einmal Zeit, dass du ans arbeiten denkst.«

Bénédicité stand auf und verdingte sich als Knecht bei einem Bauern in der Umgebung. Als Lohn bedingte er sich eine Ladung ... weiterlesen


Der Kurat

Einst lebte ein Kurat, der eine Mühle besass. Im selben Lande herrschte ein König, der eines Tages den Kuraten zu sich berief und zu ihm sprach: »Ein Priester weiss viele Dinge und soll auch viel wissen. Beantworte mir daher drei Fragen: Wie viele Wege führen in den Himmel, was hin ich wert und was denke ich mir? Kannst du mir das bis zu einer bestimmten Frist nicht sagen, so musst du ... weiterlesen


Der kluge Bastelicaner

Ein Bastelicaner hatte eine Frau und eine Mühle. Letztere trug ihm nichts ein und erstere, man findet das selten, gab ihm immer Recht. Eines Tages sprach er zu ihr: »Ich werde meine Mühle verkaufen; sie wirft uns beinahe nichts ab, während, wenn wir eine Kuh hätten, uns die Milch unsere Nahrung und das Kalb, das wir alle Jahre erhalten würden, Geld liefern würde.« – »Du hast ... weiterlesen


Der Schmied aus Fumel

Zu Nérac lebte einst ein König, namens Heinrich IV. Er war überaus reich, freigebig, kühn und gerecht. Dennoch war er nicht glücklich. Tag und Nacht sagte er zu sich: »Die Galeerensklaven leiden nicht so wie ich. Ich habe eine Tochter, schöner als der Tag und gelehrter als eine Heilige, aber sie ist so traurig, so traurig, dass sie niemand zum Lächeln brachte und deshalb heisst sie ... weiterlesen


Der Holzkammhändler

Einst lebte ein Holzkammhändler. Mit seinem kleinen Karren, dem ein Esel um sechs Franken vorgespannt war, besuchte er Jahrmärkte und Wochenmärkte und verkaufte dort seine Holzkämme, seine Ochsenstacheln, Hacken und Mützen.

Eines Tages als er nach Mirande zum Jahrmarkte zog, stiess er auf Reineke Fuchs, der zu Füssen eines Hühnerstalles stand und vor Hunger beinahe starb. – ... weiterlesen


Die sechs Brüder

Ein Vater hatte sechs Söhne. Fünf waren immer nackt und der sechste hatte keine Kleider. Als alle erwachsen waren, sprach eines Tages der Vater zu ihnen: »Gehen wir in die Stadt und kaufen wir uns Schiessgewehre.«

Als sie beim Händler waren, sprach er zu ihnen: »Wählet.« Fünf wählten sich Gewehre ohne Lauf, der sechste zog eines ohne Hahn vor. Als sie in ihr Dorf zurückkehrten, ... weiterlesen


Die drei Geschenke

Es lebte einmal ein kleiner Knabe, dessen Mutter gestorben war und dessen Vater sich wieder verheiratet hatte. Aber seine Stiefmutter konnte ihn nicht leiden und so gab sie ihm zur Nahrung alte, schimmelige Brotkrusten. Ging er auf die Felder hinaus, so warf er sie immer in die Quelle, damit sie sich aufweichten.

Eines Tages kauerte er wieder beim Wasser, da ging ein armer Mann vorbei und ... weiterlesen


Die Steckrübe

Einst lebte ein Priester, der, wenn er die heilige Messe las, immer farzen musste. Er sagte einst zu seiner Haushälterin: »Ich weiss nicht, was ich habe; so oft ich die Messe lese, farze ich.« – »Da müsst ihr euch rückwärts eine Steckrübe hineinstopfen«, riet ihm die Frau.

Der Pfarrer befolgte ihren Ratschlag. Bis zum Evangelium ging es gut. Aber in dem Moment, wo er sich ... weiterlesen


Die Tauschgeschäfte Johann Baptists

Einmal lebten zwei Eheleute namens Johann Baptist und Margarete. – »Johann Baptist,« sagte eines Tages Margarete, »warum tust du nicht so, wie unser Nachbar? Der tauscht beständig alles um und gewinnt auf diese Art eine Menge Geld.« – »Aber,« entgegnete Johann Baptist, »wenn ich verliere, wirst du mich auslachen.« – »Durchaus nicht, man kann ja doch nicht immer ... weiterlesen


Johann und Johanna

Johann Kerbrinic und Johanna Kerboule'h waren, wie man zu sagen pflegt, ein Paar, wie sie nicht besser zu einander passten. Er war ein guter Arbeiter, geliebt und geschätzt von seinem Herrn und der ganzen Pfarre. Mehrere Meilen in der Runde hatte er nicht seinesgleichen, was das Säen, Ernten und Dreschen betraf. Wohl war er nicht der schlauesten einer, aber was tut das?

Nachdem er lange ... weiterlesen


Der dumme Hans

Einst lebte eine Frau, die einen so einfältigen Sohn hatte, dass man ihn nur den dummen Hans nannte. Eines Tages ging seine Mutter fort, ihre Wäsche zu waschen und sagte ihm: »Dummer Hans, bewache das Haus und koche Fleisch. Wann der Fleischtopf siedet, dann brenne den Kohl ein.« – »Ja, Mutter, ich werde es schon machen.« – Die Mutter ging weg. Als der Fleischtopf sott, nahm ... weiterlesen


Merlicoquet

Merlicoquet hatte Ähren gelesen und klopfte nun an eine Türe. – »Wer ist draussen?« – »Merlicoquet.« – »Tritt ein. Was willst du, lieber Freund?« – »Hebt mir diese drei Ähren auf. Ich hole sie mir später wieder ab.« – Man hob die Ähren auf. Einige Zeit nachher kam Merlicoquet wieder. – »Ich bitte um meine Ähren.« – »Deine Ähren hat die ... weiterlesen


Der gedankenlose Peter

Eines Tages schickte eine Frau ihren Sohn Peter zur Stadt, dass er eine Pinte Öl hole. Da die Flasche, die sie ihm mitgab, gross und der Junge etwas einfältig war, so schärfte ihm die Mutter ein, ja nicht mehr als eine Pinte zu bringen. Um das nicht zu vergessen, sprach er am Wege immer vor sich hin: »Nur eine Pinte! Nur eine Pinte!«

In einem Felde an der Strasse säte ein Mann ... weiterlesen


Der Hase des hl. Petrus

Unser Herrgott erging sich eines Tages mit dem hl. Petrus in der Nähe von Amiens. Plötzlich kam ein grosser Hase daher, der unsern Herrgott beinahe umgeworfen hätte. – »Welch grosser Hase!« schrie er. – »Gross, das ist wahr, aber ich habe letztes Jahr noch einen viel grösseren gesehen,« rief Petrus. – »Wie gross war er denn?« – »Wie ein Pferd.«

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Spuck in deine Hände

Einst baute man einen Glockenturm. Die dort beschäftigten Arbeiter liessen sich in einer kleinen Kufe, die an Stricken befestigt war, herab.

Als man eines Tages einen Maurer auf diese Art herabliess, schrie der, welcher oben den Strick hielt, als die Kufe etwa die Mitte des Weges erreicht hatte: »He, Peter, der Strick entschlüpft mir.« – »Spucke in deine Hände,« schrie Peter ... weiterlesen


Hänschens Reise

Einst lebte eine Frau, die einen Sohn namens Hänschen hatte, der dümmer als eine Türschwelle war. Eines Tages befahl ihm seine Mutter, einen Sack Getreide in die Mühle zu schaffen. »Passe jedoch auf, dass der Müller nicht mehr als eine Handvoll für den Scheffel nimmt. Damit du es nicht vergisst, wiederholst du am Weg beständig: eine Handvoll für den Scheffel.« – »Ja, Mutter. ... weiterlesen


Der Schnappsack

Einst lebten eine Witwe und ihr Sohn, die Tag und Nacht arbeiten mussten, um ihr Leben kärglich zu fristen. – »Mutter«, sprach eines Tages der Sohn, »das kann so nicht fortgehen. Du bist alt, hüte unser Häuschen, während ich, jetzt einundzwanzig Jahre alt, in die Welt hinausziehe, um das Glück zu suchen. Wenn ich reich werde, dann soll es auch dir an nichts fehlen.« – ... weiterlesen


Die wunderbare Violine

Ein junger Bursche namens Johann verdingte sich eines Tages auf einem Bauernhof als Viehhirte. Nach drei Jahren verliess er den Dienst und verlangte von seinem Herrn seinen Lohn. Dieser entnahm seiner Börse drei Heller und gab sie Johann, der fröhlich seines Weges zog. Nach drei Tagen kam er zu einem Kreuzweg, wo ein schmutziger, zerlumpter Alter sass, der ihm zurief: »Gib mir, um ... weiterlesen


Warum die Frau die Hauswirtschaft führt

In der guten, alten Zeit und die ist schon lange verschwunden, war der Mann nicht mehr als die Frau. Sie besorgten abwechselnd die Haushaltungsgeschäfte und die Männer beklagten sich darüber nicht, denn damals war es eben so der Brauch.

Zu der Zeit lebte in Warloy ein Schuhmacher, namens Johann, der die Flasche mehr liebte als den Knieriemen. Er verbrachte den grössten Teil seiner ... weiterlesen



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Märchen vom Autor Emil Karl Blümml: Schwänke und Schnurren des französischen Bauernvolkes

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