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Märchen - Ernst Tegethoff: Französische Volksmärchen 1

Die Herzmäre

Es wäre zu weitläufig, wenn wir erzählen wollten, wie der Burggraf von Coucy für die schöne Herrin von Fayel entbrannte, wie er sich ihr näherte und Erhörung fand, wie dann eine neidische Späherin den Verdacht ihres Gatten erweckte, und wie dieser vor Eifersucht fast verging, ohne jedoch eine greifbare Spur in die Hand zu bekommen. Eines Tages sagte der Herr von Fayel zu seiner Gattin, ... weiterlesen


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Der Fischfang des Wolfes

Ihr Herren! Es war um jene Zeit, da der Sommer zu Ende geht, um dem rauhen Winter Platz zu machen. Reinhart der Fuchs war in seinem Bau; er hatte nichts zum Beißen und zum Brechen und wußte nicht, woher er etwas nehmen sollte. Der Not gehorchend machte er sich also auf den Weg und strich durch ein Binsengestrüpp zwischen dem Wald und dem Fluß, bis er die Landstraße erreichte. Dort ... weiterlesen


Bertha mit den großen Füßen

König Pippin von Franken warb, dem Rate seiner Barone folgend, um die ungarische Königstochter Bertha mit den großen Füßen. Das ungarische Königspaar nahm die Werbung an und sandte die Jungfrau in der Begleitung ihrer alten Amme Margiste, deren Tochter Aliste und ihres Hofmeisters Tybert an den Hof des Frankenherrschers. An einem schönen Augusttage fand in Paris die Hochzeit statt, und ... weiterlesen


Die Manekine

Es lebte einst ein weiser und gerechter König, der über ganz Ungarn herrschte; seine Gattin war eine armenische Königstochter von hoher Schönheit und übermenschlicher Güte, lange hätte man wandern müssen, um ihresgleichen zu suchen. In ihrer zehnjährigen Ehe hatte die Königin nur einer Tochter das Leben geschenkt, welche Joie hieß, weil durch ihre Geburt das ganze Land erfreut ... weiterlesen


Parthonopeus und Meliur

König Chlodwig jagte einst mit seinem Neffen Parthonopeus im Ardennerwalde. Ein Eber floh vor dem Jüngling und lockte ihn immer tiefer in den Wald hinein. In der Irre tappend gelangte er schließlich zum Ufer des Meeres. Hier fand er eine herrlich geschmückte Barke liegen. Der Jüngling hoffte, auf diesem Schiffe an den Hof seines Oheims zurückkehren zu können oder doch zum wenigsten zu ... weiterlesen


Hüon von Bordeaux

Karl der Große hielt zu Pfingsten Hof in Paris, denn er wünschte wegen seines hohen Alters noch bei Lebzeiten sein Reich auf einen Nachfolger zu übertragen. Er schlug seinen Sohn Karlot als Nachfolger vor, und die Barone erklärten sich einverstanden. Der Verräter Amauri stellte das Fernbleiben der Brüder Hüon und Gerard als Unbotmäßigkeit dar und erbot sich, sie zur Aburteilung an den ... weiterlesen


Die Geburt des Schwanritters

Es geschah einmal, daß der König Oriant, welcher ein mächtiger und ruhmvoller Herrscher war, mit der Königin Beatrix, seiner Gemahlin, am Fenster seines Schlosses saß. Und sie blickten auf die Straße; da gewahrte der König eine Frau, welche zwei Kinder trug, die Zwillinge zu sein schienen. Der König sagte zur Königin: »Frau, es wundert mich sehr, daß wir kein Kind haben. Seht da, die ... weiterlesen


Iwein

Als König Artus einst zu Carduel das Pfingstfest beging, erzählte Kalogreant seine letzte Abenteuerfahrt zur Wunderquelle von Broceliande, welche für ihn einen schlimmen Ausgang genommen hatte. König Artus hörte den Bericht und schwur, er wolle am Johannistage das nämliche Abenteuer bestehen, aber Iwein, der das Mißgeschick seines Vetters Kalogreant rächen wollte, brach in aller Stille ... weiterlesen


Robert der Teufel befreit Rom von den Türken

In ihrer Verzweiflung, kein Kind vom Himmel zu erhalten, vergaß sich einst die Herzogin der Normandie soweit, eines vom Teufel zu erbitten, und sie gebar einen Sohn von außergewöhnlicher Stärke und Schönheit, der den Namen Robert erhielt. Aber bald zeigte sich die höllische Herkunft des Knaben: er biß seine Ammen, erschlug seine Erzieher und mißhandelte die Priester. Sein Vater suchte ... weiterlesen


Cleomades und das hölzerne Pferd

Im Lande Afrika herrschten einst drei reiche Könige. Ihre Länder waren benachbart und die Könige waren einander freundschaftich zugetan. Sie waren aber alle drei erfahren in der schwarzen Kunst und in der Sternkunde. Melocandis und Baldigant waren weise, edel, schön und ritterlich, aber den dritten, welcher Crompart hieß, verunzierte ein Buckel, seine Augen lagen tief im Kopf und das Kinn ... weiterlesen


Parzival in der Graalsburg

Parzival gedachte einst seine Mutter aufzusuchen und gelangte auf dem Wege an einen Strom, den keine Brücke überspannte. Er ritt eine Zeitlang flußaufwärts, bis ihm ein großer Felsblock den Weg versperrte. Der Jüngling schaute sich um und sah eine Barke auf dem Strome abwärts gleiten, in welcher zwei Männer saßen, und er blieb stehen, um zu warten, bis sie in seine Nähe käme. Aber ... weiterlesen