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Märchen - Gerdt von Bassewitz

Wieder daheim

Als der Maikäfer seinen Spruch gesprochen hatte, war es den Kindern ganz dunkel vor Augen geworden; sie fühlten, wie der Boden sich unter ihnen auftat und wie sie in eine fast unendliche Tiefe hinabsausten. Sehen konnten sie nichts, und hören konnten sie nur ein ungeheures Brausen und Summen. Krampfhaft hielten sie einander umklammert und konnten weiter nichts denken, als daß sie sich nur ... weiterlesen


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Der Ritt auf dem großen Bären

Ja, das war ein Ritt! Von der Geschwindigkeit entstand ein Summen und Brausen um die vier Reiter, daß man denken konnte, ein Sturm käme daher. Helle Funken stoben dem Bären aus dem Rachen und glühten hinter ihm als eine schimmernde Lichtbahn durch den pechdunkeln Weltenraum. Dicht aneinandergeschmiegt saßen sie, tief auf das weiße Bärenfell gebeugt; kein Wort konnten sie sprechen. ... weiterlesen


Die Weihnachtswiese

Hier waren noch niemals Kinder gewesen; es war ein unbeschreibliches Glück für die beiden kleinen Reisenden, daß ihnen die Nachtfee erlaubte, dies zu sehen. Der Maikäfer durfte übrigens auch mit, denn es wäre doch leicht möglich gewesen, daß der große Bär ihn tottrat oder vielleicht gar auffraß, wenn er mit ihm eine Weile allein geblieben wäre. Ganz bescheiden krabbelte also der ... weiterlesen


Der Kampf mit dem Mondmann

Auf dem Monde war eigentlich alles sonderbar und wunderlich; aber auf dem Gipfel des Mondberges war es doch am allerseltsamsten. Bäume standen da, die gar nicht wie Bäume, sondern wie Baumgespenster aussahen. Grauweiß waren sie und ganz gebeugt unter der Last einer uralten Asche, die wohl einst nach großen Stürmen auf dem Monde wie Schnee auf ihre Zweige niedergefallen sein mochte. Jeder ... weiterlesen


Die Ankunft der Kinder im Schloß...

Alle Gäste der Nachtfee waren nun eingetroffen, und nur das Sandmännchen fehlte noch in dem großen Kreise. Es war sonst immer sehr pünktlich, und daher wunderte sich die Nachtfee und wollte eben ein Sternchen damit beauftragen, einmal durch das große Wolkenfenster die Milchstraße entlang zu gucken, ob denn der Sandmännchenschlitten noch nicht zu sehen sei, da kam plötzlich der ... weiterlesen


Der Flug nach der Sternenwiese

"Nanu!" sagten die anderen Maikäfer, die gerade unter der großen Kastanie ein Konzert abhielten, "hat der hochnäsige Geigensumsemann doch ein paar Kinder gefunden, mit denen er zum Mond fliegt?"



Sie waren so erstaunt, daß in ihr Brummkonzert ein ganz falscher Takt kam. Die drei aber flogen so schnell, daß die Hemdchen der Kinder wie kleine Fahnen in der Luft flatterten. ... weiterlesen


Das Schloß der Nachtfee

In einem gewaltigen Saal ihres Schlosses empfing die Nachtfee ihre Gäste zum Mitternachts-Kaffeeklatsch. Himmelhohe, silberne Säulen trugen eine ungeheure Wolkenkuppel, von wehenden Nebeln wie von zarten Fahnen umschwebt. Der Boden war aus tiefblauem Kristall, so durchsichtig wie das Wasser des

Meeres, wenn es ganz still liegt. Durch weite Eingänge zwischen den Säulen sah die Nacht ... weiterlesen


Die Schlittenfahrt auf der Milch...

Das war ein seltsames Kutschieren!



Noch nie sind Kinder so schön gefahren, wie Peterchen und Anneliese in Sandmanns Mondschlitten auf der Milchstraße zum Schoß der Nachtfee fuhren!



Aus einem leise leuchtenden Schaum war der Weg unter ihnen, glänzender als frischer Schnee und zarter als der Schaum der klarsten Wellen. Lautlos glitt der Schlitten auf diesem ... weiterlesen


Das Beinchen

"Keine Zeit verlieren!" hatten die Sternchen gerufen. Nun hieß es also, schnell das Beinchen zu holen!



Peterchen machte sich denn auch sofort ans Werk, kletterte an der Birke herauf und knüpperte es von dem Nagel, an dem es tausend Jahre gebaumelt hatte, während Anneliese unten, die Ärmchen reckend, auf den Zehen stand, um das berühmte Urgroßvater-Beinchen in Empfang zu ... weiterlesen


Die Geschichte der Sumsemanns

"Sumsemann" hieß der dicke Maikäfer, der im Frühling auf einer Kastanie im Garten von Peterchens Eltern hauste, nicht weit von der großen Wiese mit den vielen Sternblumen. Er war verheiratet gewesen; aber seine Frau war nun tot. Ein Huhn hatte sie gefressen, als sie auf dem Hofe einherkrabbelte am Nachmittag, um einmal nachzusehen, was es da im Sonnenlicht zu schnabulieren gab. Für die ... weiterlesen


Das Osternest

Hoppla!. .. hoppla!. .. holterdiepolter!. .. ging's durch die Mondgegend, daß nur so die Steinchen stiebten. Ja, waren es eigentlich Steinchen? Es klang manchmal wie Glas, wenn der Bär mit seinen Tatzen so ein Stück Mondkruste abschlug, und sah aus wie Zucker; manchmal knisterte es wie Schnee und staubte um die Reiter her, daß sie die Augen zumachen mußten, und manchmal war der Boden glatt ... weiterlesen


In der Kinderstube

So war der letzte Sumsemann denn auch eines schönen Abends in das Schlafzimmer von Peterchen und Anneliese geraten, als die Kinder gerade von der dicken Minna zu Bett gebracht wurden.



Peterchen hatte natürlich sein Gebrumm gehört und wollte ihn greifen. Gut war nur, daß Minna die Jagd nicht erlaubte, denn sonst wäre Sumsemann vielleicht in eine schlimme Lage geraten. Sie war ... weiterlesen


Die Mondkanone

Ein bissel unheimlich sah es doch in der Schlucht aus. Da waren so finstere Schatten und so sonderbar geformte Steine, daß man sich eigentlich hätte fürchten können, wenn man Zeit dazu gehabt hätte. Wenn man aber keine Zeit dazu hat, dann fürchtet man sich eben nicht. Das ist eine alte Geschichte. "Halt Petz!" rief das Sandmännchen plötzlich. Der Bär war noch so im Lauf, daß er auf ... weiterlesen


Die Sternenwiese

Auf der Sternenwiese wohnt das Sandmännchen, das eine sehr wichtige Persönlichkeit im Himmelsraum ist und viele Ämter hat. Es muß den Sternen Unterricht im Singen geben, und es muß aufpassen, daß sie am Tage, wenn sie noch nicht am Himmel stehen, ihre Strahlen ordentlich putzen. Lauter kleine, silberhaarige Mädchen sind die Sterne. Jedes Kind auf der Erde hat sein Sternchen. Und wenn das ... weiterlesen