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Märchen - Johann Wilhelm Wolf

Der getreue Paul

Der König von Spanien ging eines Tages auf die Jagd, aber es war kein Wild zu sehen weit und breit. Da hörte er im Walde etwas jammern und als er hinzu kam, war es ein armes Knäbchen das weinte. Er nahm das Kind in seinen Mantel, trug es mit sich in sein Schloß und ließ es mit seinem eigenen Sohne erziehen. Der hieß Ferdinand, das Knäbchen bekam den Namen Paul. Als die Beiden achtzehn ... weiterlesen


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Das graue Männchen

Es war einmal ein reicher Bauer. Weil er aber schon alt war und kein Kind hatte, ward er traurig und dachte: "Ich weiß doch nicht, für wen ich eigentlich schaffe." Er ließ nun die Sachen gehen wie sie wollten und bald war mehr als die Hälfte seines Vermögens fort. Auf einen Tag lud er Holz im Walde ab, da kam ein klein grau Männlein und fragte ihn, warum er so traurig sei? Als er nun ... weiterlesen


Der Fischerssohn, der Rappe...

In einem großen Walde lag ein großer See, daran wohnte ein Fischer mit seiner Frau. Gott hatte ihnen fünf Söhne geschenkt, einer schöner als der andere. Jeden Tag, sobald der Morgen anbrach, zog der Fischer zu dem See und warf seine Netze aus und Abends zog er sie ein und stets hatte er sie voll guter, schöner Fische. Es war als ob ein besonderer Segen auf seiner Arbeit ruhe; der schien von ... weiterlesen


Der Hasenhirt.

*Der Hasenhirt.Es war einmal ein König von Portugal, der hatte eine sehr schöne Tochter und die hatte so viel Freier, dass sie sich ihrer nicht zu entschlagen wußte, und dass die Wahl ihr mit jedem Tage schwerer wurde, denn jeden Tag kamen ihrer einige Dutzende mehr in der Hauptstadt an. Da ließ der König endlich ein Gebot ergehen: wer ihm einen goldenen Apfel brächte, der solle die ... weiterlesen


Von den achtzehn Soldaten

Johann Wilhelm WolfVon den achtzehn SoldatenAchtzehen Soldaten, nämlich ein Feldwebel, ein Sergeant, ein Korporal, ein Tambour und vierzehn Gemeine waren zusammen auf einer einsamen Wacht.Weil nun der Dienst sehr hart und das Traktement schlecht war, so tat sich die ganze Wachtmannschaft zusammen und beschloss, zu desertieren, nur der Feldwebel, der ein alter Soldat war und zwei Feldzüge ... weiterlesen


Das treue Füllchen

Hans hatte sich beim Müller verdungen um drei Ohrfeigen, welche er dem Müller geben dürfte. Der Müller wäre ihn aber bald gern wieder los gewesen, hieß ihn in den Brunnen steigen und die Knechte, ihm einen Mühlstein nachwerfen. Aber der Mühlstein fiel dem Hans auf die Schultern, so dass sein Kopf durch das Loch schaute und Hans rief, als er aus dem Brunnen kam: "Seht meinen schönen ... weiterlesen


Des Todten Dank

Es war einmal ein reicher Kaufmann, der hatte einen einzigen Sohn und handelte in die Türkei. Jedes Jahr fuhr er auf einem großen Schiff ins Morgenland, und wenn er wiederkam, war es immer mit den kostbarsten Gütern beladen. Als er nun ein alter Mann geworden war und ihm das Seereisen zu beschwerlich vorkam, dachte er, er könne es doch wohl mit seinem Sohn probiren und ihn einmal statt seiner ... weiterlesen


Der Fischerssohn, der Rappe und der Schimmel

Johann Wilhelm WolfDer Fischerssohn, der Rappe und der SchimmelIn einem großen Walde lag ein großer See, daran wohnte ein Fischer mit seiner Frau. Gott hatte ihnen fünf Söhne geschenkt, einer schöner als der andere. Jeden Tag, sobald der Morgen anbrach, zog der Fischer zu dem See und warf seine Netze aus und Abends zog er sie ein und stets hatte er sie voll guter, schöner Fische. Es war als ... weiterlesen


Der goldene Hirsch

Johann Wilhelm WolfDer goldene HirschEin König hatte seine größte Freude an großen stolzen Soldaten und schönen weißen Schilderhäuschen und konnte es ums Leben nicht ausstehn, wenn Namen oder Sprüche oder Reimchen auf die Schilderhäuschen geschrieben waren; das hatte er bei Todesstrafe verboten.In seiner Leibgarde hatte er einen Soldaten, der war der größte Mann im Lande, so dass für ... weiterlesen


Die Leichenfresserin

Der König von England hatte eine wunderschöne Tochter, die sprach zu ihm: "Vater, wenn ich zwanzig Jahr alt bin, so sterbe ich, dann will ich hinausgetragen sein in das alte Kapellchen vor der Stadt; da sollt ihr mich in meinem Sarge hineinstellen und jede Nacht eine Schildwache dabei." Wie sie gesagt, so geschah's: sie starb auf ihren zwanzigsten Geburtstag und der König ließ ihren Willen ... weiterlesen


Das goldene Königreich

Ein reicher Herr hatte einen einzigen Sohn. Als dieser zwanzig Jahre alt war, sprach er: "Vater, ich will reisen und die Welt sehn." Der Alte war damit zufrieden, gab ihm einen Wagen und Pferde, einen Bedienten, viel Geld und noch mehr gute Lehren und der Jüngling zog dahin.Eines Abends kamen sie in einen großen Wald, und weil es dunkel war gerieten sie vom Wege ab und gelangten zu einem ... weiterlesen


Der Hasenhirt

Es war einmal ein König von Portugal, der hatte eine sehr schöne Tochter und die hatte so viel Freier, daß sie sich ihrer nicht zu entschlagen wußte, und daß die Wahl ihr mit jedem Tage schwerer wurde, denn jeden Tag kamen ihrer einige Dutzende mehr in der Hauptstadt an. Da ließ der König endlich ein Gebot ergehen: wer ihm einen goldenen Apfel brächte, der solle die Prinzessin haben. Nun ... weiterlesen


Fürchten lernen

In einem Dorf war ein Mann, der war nur ein Bauer, aber Geld hatte er genug und einen einzigen Buben dazu. Auf den hielt er große Stücke und dachte, er wolle ihn was Rechtes lernen lassen für sein Geld, damit er einen gelehrten Sohn an ihm bekäme. Also ging er zum Schulmeister und ward einig mit ihm über das Lehrgeld, daß der Peter außer der gewöhnlichen Schule noch alle Tage seine ... weiterlesen


Das weiße Hemd, das schwere...

Ein König hatte eine Frau genommen, die war zwar von hoher Geburt, aber nicht von hohem Sinn und brach ihm ihre Treue jeden Tag. Nach einem Jahre gebar sie dem König einen Sohn, der war weiß und roth gleich Milch und Blut und wurde mit jedem Tage schöner. Je mehr er heranwuchs, um so mehr zeigte er sich seines Vaters würdig; er war einer der klügsten und zugleich der edelsten und ... weiterlesen


Das Schneiderlein und die drei Hunde

Das Schneiderlein und die drei HundeEin armes Schneiderlein hatte zu Hause nichts zu verlieren und ging auf Reisen. Es war schon lange marschiert, da kam es eines Tags in einen großen dunkeln Tannenwald und es pfiff und sang und war von Herzen vergnügt. Als es eine kurze Strecke in dem Walde gegangen war, kam ein großer Hund dahergelaufen, der bot dem Schneiderlein die Zeit und fragte, ob es ... weiterlesen


Das Kind vom Grabe

In der Türkei lebte ein Kaufmann, der war sehr reich und hatte Alles, was er sich nur wünschte, nur hatte er keine Kinder und das war doch sein höchster Wunsch. Nach einigen Jahren starb seine Frau und da war er denn recht unglücklich; er fühlte sich so einsam und verlassen in der Welt, dass er des Lebens fast müde war und sein einziger Trost blieb, dass er jeden Abend an das Grab seiner ... weiterlesen


Die drei Königskinder

Ein König hatte nur einen Sohn, der war so alt geworden, daß er heirathen konnte. Er wollte aber keine aufgedrungene Prinzessin, sondern eine Frau nach seinem Gefallen und darum zog er im Lande umher und ließ sich alle Mädchen vorführen. Unter allen gefiel ihm keins besser, als eine Bauerntochter, die hieß Marie. Als er jedoch bei ihren Ältern um sie anhielt, sagte der Vater rundheraus ... weiterlesen


Der Jüngling im Feuer und die...

Zwei blutarme Leute hatten ein Kind, das war ein Knäbchen und war gar schön und gut, so daß sie ihre größte Freude an ihm erlebten. Das dauerte aber nicht lange, da starb der Mann und der armen Frau ging es herzlich schlecht und sie kam in bittere Noth. Darüber grämte sie sich so sehr, daß sie sich hinlegte und ihrem Manne nachstarb. Also stand das arme Kind ganz mutterseelenallein in der ... weiterlesen


Der Metzgergesell

Eines armen Sauhirten Sohn hatte die Metzgerei gelernt, weil er höher hinauswollte als sein Vater und nicht zufrieden damit war, die Stelle von dem Alten zu erben. Da der Junge nun ausgelernt und es zu etwas Rechtem in seinem Handwerk gebracht hatte ging er hinaus auf die Wanderschaft. Als er noch nicht weit von seinem Ort weg war und über eine große Heide ging, sah er einen gefallenen Ochsen ... weiterlesen


Odenwälder Lügenmärchen

der erste hat keinen Wipfel, der andre hat keinen Ast, der dritte hat keine Wurzel. Nun weiß ich nicht, auf welchen ich steigen soll; steig ich auf den der keinen Ast hat. Wie ich hinauf komm,



seh ich ein kleines Löchelein,

da schlupf ich hinein;

steht ein Ständer mit Buttermilch drein


Der Kaiserssohn und sein Pate

Der Kaiser Joseph war schon sehr alt und hatte noch immer keine Kinder. Da sagte er eines Tags in seiner Betrübnis darüber: wenn er einen Buben bekäme, dann solle der ärmste Mann, der ihm begegne, bei dem Kind zum Gevatter stehen, und siehe da, es war noch kein Jahr vergangen, so hatte er schon einen kleinen Buben. Alsbald ging er aus, um einen Paten zu suchen, und als ihm in der Stadt nur ... weiterlesen


Hans ohne Furcht

Ein armer Schuster hatte einen Sohn, der hieß Hans und war der wildeste und unerschrockenste Bube im ganzen Dorf. Sein Vater tat ihn zum Pfarrer, um ihn ein wenig zähmen zu lassen, aber der Pfarrer richtete nicht viel mit ihm aus. Als gute Worte und Ermahnungen nichts halfen, sprach endlich der Pfarrer zum Glöckner: "Zahm muss er werden und sollt er das Leben dabei einbüßen. Nimm ihn den ... weiterlesen


Wie der Teufel auf der Flöte blies

Dem Teufel fiel einmal in der Hölle die Zeit lang und er wollte eine Lustfahrt auf die Erde machen. Damit er aber nicht allein sei (denn das ist seine Leidenschaft nicht, er liebt die Gesellschaft sehr) nahm er sein jüngstes Söhnchen mit, ein kleines, schwarzes, neugieriges Nestquackelchen. Sie fuhren durch eine Felsenhöhle heraus und kamen in einen Wald. Da gefiel es dem kleinen Teufelchen ... weiterlesen


Die Mandelkörbchen

Ein Bauer hatte drei Söhne, die mußten tüchtig arbeiten und ihrem Vater Geld verdienen helfen. Eines Tages schickte er sie in den Wald zum Roden, aber anstatt zu arbeiten, spielten die zwei ältern mit Glickern. Als es gegen Mittag ging, wollten sie schnell noch ein wenig nachholen, doch da brach dem einen die Hacke und dem andern die Axt. Da standen sie nun und lamentirten, denn sie wußten ... weiterlesen


Das Mandelkörbchen

Ein Bauer hatte drei Söhne, die mussten tüchtig arbeiten und ihrem Vater Geld verdienen helfen. Eines Tages schickte er sie in den Wald zum Roden, aber anstatt zu arbeiten, spielten die zwei ältern mit Glickern. Als es gegen Mittag ging, wollten sie schnell noch ein wenig nachholen, doch da brach dem einen die Hacke und dem andern die Axt. Da standen sie nun und lamentierten, denn sie wussten ... weiterlesen


Des Toten Dank

Johann Wilhelm WolfDes Toten DankEs war einmal ein reicher Kaufmann, der hatte einen einzigen Sohn und handelte in die Türkei. Jedes Jahr fuhr er auf einem großen Schiff ins Morgenland, und wenn er wiederkam, war es immer mit den kostbarsten Gütern beladen. Als er nun ein alter Mann geworden war und ihm das Seereisen zu beschwerlich vorkam, dachte er, er könne es doch wohl mit seinem Sohn ... weiterlesen


Die getreue Frau

Johann Wilhelm WolfDie getreue FrauEin König hatte eine Tochter, die war überaus schön und klar und hatte eine gar feine und zarte Haut; wenn sie roten Wein trank, konnte man sehen, wie er ihr durch den Hals herunter lief. Die Welt war so erfüllt mit dem Ruf von ihrer Schönheit, dass selbst des Sultans Sohn aus der Türkei kam und um ihre Hand anhielt. Sie wollte jedoch nichts von ihm wissen ... weiterlesen


Das beste Essen von der Welt

Es wurde einmal vor Alters in einem Dorfe erzählt, der Pfarrer habe am Sonntage in der Predigt gesagt, weiße Rüben und Hammelfleisch wäre das beste Essen auf der Welt. Das hörten denn auch drei Männer aus dem Ort, die hießen Christoph, Max und Caspar, und die nahmen sich vor, sie wollten einmal sehn, ob das auch mit dem Essen die Wahrheit wäre. Weil sie aber keinen Acker und auch keine ... weiterlesen


Die dreizehn verwünschten...

Drei Handwerksburschen waren des Arbeitens müde, ließen sich ihren Lohn auszahlen und gingen auf die Wanderschaft. Vorm Thor standen drei andere Handwerksburschen, welche grade in die Stadt gehn wollten. "Wohinaus ihr Brüder?" frugen sie. "Auf die Wanderschaft, denn in der Stadt ist's schlecht,



Kein Brod im Schrank,

Wasser zum Trank."


Die fünf Fragen

Ein armer Hirte hatte einen einzigen Sohn und kein Kind außer ihm, da war es kein Wunder, daß der Knabe verzogen wurde. Alles was er nur wollte, geschah und so wuchs er ganz ins Wilde hinein, that nichts und lernte nichts. Als er zwölf Jahre alt war, wurde ihm das einsame Leben auf dem Felde zu langweilig und er sprach: "Ich gehe betteln, da verdiene ich auch mein Brod und komme zugleich in ... weiterlesen


Grünus Kravalle

Der König von Eiland hatte einen Sohn der hieß Jakob, der war nicht zum Besten gerathen. Tag und Nacht saß er im Wirthshaus und spielte Karten und verspielte Alles, was er um und an hatte. Als dieß verloren war, bestahl er seines Vaters Schatzkammer, die Kleiderkammer, die Wäschkammer, kurz Alles was ihm unter die Finger kam, war hin, so daß die königliche Familie in Noth gerieth. Der ... weiterlesen


Die schlechten Kameraden

Ein Schuster und ein Schneiderlein gingen mitsammen auf die Wanderschaft; sie gelobten einander treu beizustehn, zusammen zu halten in Freud und Leid und was der Eine hätte, müsse auch der Andere haben. Sie fanden aber nirgendwo Arbeit und da ihnen das Fechten nicht länger behagte, so nahmen sie Dienst unter den Soldaten. Es war nämlich schon seit langer Zeit Frieden und kein Krieg zu ... weiterlesen


Der Pfiffigste

Ein Kaufmann hatte einen Sohn, der war sehr verzogen und gewohnt, nur seinem eignen Willen zu folgen. Als er fünfundzwanzig Jahr alt war, schickte sein Vater ihn nach London um dort die Kaufmannschaft noch besser zu lernen, denn dort gibt es viele und überaus reiche Kaufleute. In London ging der Jüngling eines Abends über die Straße, da begegnete ihm ein wohlgekleidetes Mädchen, welches ein ... weiterlesen


Von den achtzehen Soldaten

Achtzehen Soldaten, nämlich ein Feldwebel, ein Sergeant, ein Corporal, ein Tambour und vierzehen Gemeine waren zusammen auf einer einsamen Wacht.



Weil nun der Dienst sehr hart und das Traktement schlecht war, so that sich die ganze Wachtmannschaft zusammen und beschloß, zu desertiren, nur der Feldwebel, der ein alter Soldat war und zwei Feldzüge mitgemacht hatte, wollte Nichts ... weiterlesen


Die Königstochter im Berge Muntserrat

Johann Wilhelm WolfDie Königstochter im Berge MuntserratEs war einmal ein König der hatte drei Söhne. Als er schon bei Jahren war, verfiel er in eine Krankheit und es wurde von Tag zu Tag schlimmer mit ihm, bis endlich die Ärzte erklärten, es sei ihm nicht mehr zu helfen. Vergebens bot er Geld und Gut im Überfluss aus, wenn einer ihn retten könne, es schien kein Kraut für ihn gewachsen.Da ... weiterlesen


Das allzeit zufriedene Knäbchen

Zwei Bauersleute hatten ein Kind, und wie es denn in der Welt geht, wo nur eins ist, da wird's verzogen. Die Ältern hatten aber kein Auge für die Fehler des Bübchens und nannten es immer nur ihr allzeit zufriedenes Kind. Eines Tages war eine Hochzeit im Ort, dazu waren die Bauersleute auch eingeladen und da sie nirgendwo allein hingingen, so nahmen sie auch ihr allzeit zufriedenes Kind mit. ... weiterlesen


Vom Räuberhauptmann Hans...

Ein armer Bauersmann hatte einen Sohn. Als dieser etwa fünfzehn Jahre alt war, schickte er ihn in die Stadt, da solle er sich einen Dienst suchen und ein Handwerk lernen. Der Junge ging seines Wegs daher, als ihm ein feiner Herr begegnete und ihn fragte: "Wohin geht die Reise?" "In die Stadt, wo ich mir einen Meister suchen soll", sprach der Junge. "So gehe mit mir, ich lehre dir ein Handwerk, ... weiterlesen


Die Königstochter im Berge...

Es war einmal ein König, der hatte drei Söhne. Als er schon bei Jahren war, verfiel er in eine Krankheit, und es wurde von Tag zu Tag schlimmer mit ihm, bis endlich die Ärzte erklärten, es sei ihm nicht mehr zu helfen. Vergebens bot er Geld und Gut im Überfluß aus, wenn einer ihn retten könne, es schien kein Kraut für ihn gewachsen.



Da träumte ihm eines Nachts, weit ... weiterlesen


Der Vogel Phönix

Es war einmal ein König und der war krank und alle Ärzte kamen darin überein, daß er nicht zu retten sei, als wenn er den Vogel Phönix singen hörte. Der König hatte aber drei Söhne, die rief er vor sich und sprach zu ihnen: "Wer von euch mir den Vogel Phönix bringt, dem schenke ich das ganze Königreich." Da zogen sie alle drei aus und blieben zusammen, bis sie an einen Baum kamen, der ... weiterlesen


Das Schneiderlein und die drei...

Ein armes Schneiderlein hatte zu Hause nichts zu verlieren und ging auf Reisen. Es war schon lange marschirt, da kam es eines Tags in einen großen dunkeln Tannenwald und es pfiff und sang und war von Herzen vergnügt. Als es eine kurze Strecke in dem Walde gegangen war, kam ein großer Hund dahergelaufen, der bot dem Schneiderlein die Zeit und frug, ob es ihn mitnehmen wolle? "Ich will dich ... weiterlesen


Die Zwerchpfeife

Johann Wilhelm WolfDie ZwerchpfeifeEs war einmal ein König, der seine Freude an schönen Soldaten hatte. Unter seinen Truppen war aber ein besonders großer und schöner Mann, den er so hoch hielt, dass er ihn nie auch nur einen Tag in Urlaub lassen wollte; dagegen gab er ihm Geld und Essen, so viel er verlangte. Das gefiel dem Soldaten nicht übel, aber er zechte und verschwendete so über alle ... weiterlesen


Die zwölf Brüder

Es war einmal ein armer Mann, der hatte zwölf Buben und Nichts zu essen für sie. Da sagten die Buben ihrem Vater Adies und ließen sich anwerben als zwölf Husaren in einer Schwadron, und der Rittmeister hatte seine Freude an ihnen, weil sie gar wackere Soldaten waren. Eines Tags aber hatte der Jüngste Etwas versehen und ward vom Corporal darob geschlagen. Er erzählte es seinen Brüdern, und ... weiterlesen


Der Geiger und seine drei...

Ein Graf hatte einen Geiger in seinem Schlosse, der spielte gar schön und vertrieb ihm manche böse Laune. Plötzlich starb aber der Graf, und da hatte der arme Geiger kein Brod mehr, denn die Erben wiesen ihn aus dem Schlosse und er konnte betteln gehn. Da geigte er vor den Thüren der Reichen und der Armen und bekam wohl auch Geld und Brod, aber es kam ihm doch hart an, da er es viel besser ... weiterlesen


Der Kaiserssohn und sein Pathe

Der Kaiser Joseph war schon sehr alt und hatte noch immer keine Kinder. Da sagte er eines Tags in seiner Betrübniß darüber: wenn er einen Buben bekäme, dann solle der ärmste Mann, der ihm begegne, bei dem Kind zum Gevatter stehn, und siehe da, es war noch kein Jahr vergangen, so hatte er schon einen kleinen Buben. Alsbald ging er aus, um einen Pathen zu suchen, und als ihm in der Stadt nur ... weiterlesen


Der Schäferssohn und...

Es war einmal ein Schäfer, der hütete seine Schafe Tag für Tag auf einer Wiese vor einem verhexten Walde, in den er sich nie zu gehen getraute. Eines Tags war ihm seine Pfeife ausgegangen, und da er Feuer schlagen wollte, merkte er, daß er seinen Stahl verloren hatte. Zugleich sah er, daß vor ihm der ganze Wald in Flammen stand. Nach Hause laufen konnte er nicht und Feuer mußte er haben, ... weiterlesen


Der Hinkelhirt

Es war einmal ein König von Oranien, der war Wittmann und hatte einen einzigen Sohn. Eines Tages sah er das Bildniß der Tochter des Königs von Siebenstern, das gefiel ihm so gut, daß er sie zu heirathen beschloß; er übergab also seinem Sohn die Verwaltung des Reichs und machte sich auf die Brautfahrt, noch in seinen alten Tagen. Als er schon eine gute Zeit unterwegs war, kam er eines Abends ... weiterlesen


Der Traum des Wolfes

Der Wolf lag in einer Nacht in seinem Loche, da klang es ihm im linken Ohr. "Das bedeutet eine hochzeitliche Speise" sprach er, ließ morgens alle Brocken liegen, welche er noch übrig hatte und marschierte weg. Da kam er auf eine Wiese, wo zwei Widder weideten; er ging zu ihnen und sprach: "Einen von euch muss ich fressen." "Herr wie du willst", sprach der älteste von den Widdern, "wir können ... weiterlesen


Das Unglaubliche

Johann Wilhelm WolfDas UnglaublicheEs war ein Edelmann, der fuhr nicht anders, als mit vier Pferden aus und tat dabei so stolz, als ob er der König oder gar der Kaiser von Deutschland wär. Das ärgerte einen Bauern, welcher neben dem Edelhof wohnte und sechs Pferde hatte. Als der Edelmann es ihm zu bunt machte, spannte er seine Sechs an seinen großen Heuwagen und fuhr stets hinter dem Edelmann ... weiterlesen


Des Gockels Hochzeit

Johann Wilhelm WolfDes Gockels HochzeitAls der Weltschluss geschlossen war und alle Tiere geschaffen waren, da paarten sie sich und der Gockel hielt Hochzeit mit dem Hinkel. Er hatte aber viel Gäste dazu geladen, alle Hinkel von fern und nahe. Als das Gastmahl vorüber war, führten die jungen Eheleute ihre Gäste in ihre Gärten und Wälder und der Gockel sprach stolz: "Das Alles gehört mein." ... weiterlesen


Das Schloss des Todes

Ein armer Mann hatte viel Kinder und demnach auch viel Gevattersleute. Da schenkte ihm seine Frau in seinen alten Tagen noch ein Knäbchen. Er sprach: "Wüsste ich jetzt nur, wen ich zu Gevatter bitten soll!" Die Frau sprach: "Den Ersten Besten, der dir vor der Tür auf der Landstraße begegnet." Da ging der Mann hinaus, es war noch ganz früh, so dass die Sonne mit ihm herauskam, und schritt auf ... weiterlesen


Wie der Teufel auf der Flöte blies

Dem Teufel fiel einmal in der Hölle die Zeit lang und er wollte eine Lustfahrt auf die Erde machen. Damit er aber nicht allein sei (denn das ist seine Leidenschaft nicht, er liebt die Gesellschaft sehr) nahm er sein jüngstes Söhnchen mit, ein kleines, schwarzes, neugieriges Nestquackelchen. Sie fuhren durch eine Felsenhöhle heraus und kamen in einen Wald. Da gefiel es dem kleinen Teufelchen ... weiterlesen


Von der schönen Schwanen...

In Frankreich war ein junger Jägerbursch, der war der beste Schütze weit und breit, aber an einem Tage ging er bis zum Abend im Wald herum und konnte nicht zum Schuß kommen. So kam er endlich mitten in der Wildniß an einen großen schönen See, darauf schwamm ein Schwan, blank und silberweiß wie er noch keinen gesehen hatte. Er legte rasch seine Armbrust an und zielte auf den Vogel, da rief ... weiterlesen


Vom Stiefelputzer Hinkelbrühe

Ein Handwerksbursche konnte nirgendwo Arbeit finden, da ging er endlich in das Schloss und verdingte sich dem König als Stiefelputzer. Der König fragte ihn: "Wie heißt du denn?" "Ich heiße Vorgestern" sprach er. "Das ist ein sonderbarer Name" sprach der König.Als er den folgenden Morgen der Prinzessin ihre Schuhe blank gewichst brachte, fragte sie ihn: "Wie heißt du denn?" "Ich heiße ... weiterlesen


Von einem Pfarrer, der allzu kräftig predigte

Es war einmal ein Bauer, der war so dumm, dass er sein eignes Haus im Orte nur daran kannte, dass ein Kirschbaum vor der Tür stand. Jeden Morgen, wenn er aufs Feld zur Arbeit ging, gab seine Frau ihm ein Stück Brot, damit musste er umspringen bis zum Abend. Kam einmal ein armer Handwerksbursche daher und bat ihn um ein Almosen: "Ich habe nur ein Stück Brot, da ist es", sprach der Bauer, "aber ... weiterlesen


Die Schlange im brennenden Wald

Es war in einem heißen Sommer, da zündeten zwei Hirtenknaben ein Feuerchen im Walde an, um sich Kartoffeln zu braten. Aber das Feuer erfasste das dürre Laub, dann das dürre und endlich auch das grüne Holz, und da der Wind heftig wehte, so stand bald der ganze Wald in Flammen. Am Rande des Waldes arbeitete ein Bauer auf seinem Felde. Als er dem Feuer so zusah, wie es an den Bäumen ... weiterlesen


Die erlöste Schlange

Johann Wilhelm WolfDie erlöste SchlangeEin Bauer ging eines Morgens in aller Frühe ins Feld zur Arbeit. Die Sonne stieg auf und es wurde immer heißer, da legte er sein Wams ab und neben sich auf die Erde. Als die Glocke Elf schlug, wollte er es wieder anziehen um nach Hause zu gehen, da sah er zu seinem Schrecken, dass eine Schlange darauf lag. Er schüttelte das Wams, doch sie war nicht ... weiterlesen


Von einem Pfarrer, der allzu...

Es war einmal ein Bauer, der war so dumm, daß er sein eignes Haus im Orte nur daran kannte, daß ein Kirschbaum vor der Thür stand. Jeden Morgen, wenn er aufs Feld zur Arbeit ging, gab seine Frau ihm ein Stück Brod, damit mußte er umspringen bis zum Abend. Kam einmal ein armer Handwerksbursche daher und bat ihn um ein Almosen: "Ich habe nur ein Stück Brod, da ist es", sprach der Bauer, "aber ... weiterlesen


Der graue Wackenstein

Ein armer Bauersmann hatte nur einen einzigen Sohn, den erzog er christlich und ehrlich, wie es sich gebührt. Als der Knabe aber größer und größer wurde, da wurde ihm seines Vaters Haus zu enge und er wollte in die weite Welt. Sein Vater war ganz trostlos darüber und gab ihm die himmelsbesten Worte, er solle im Lande bleiben und sich redlich nähren, aber das half alles nichts, er blieb ... weiterlesen


Das Schloß des Todes

Ein armer Mann hatte viel Kinder und demnach auch viel Gevattersleute. Da schenkte ihm seine Frau in seinen alten Tagen noch ein Knäbchen. Er sprach: "Wüßte ich jetzt nur, wen ich zu Gevatter bitten soll!" Die Frau sprach: "Den Ersten Besten, der dir vor der Thür auf der Landstraße begegnet." Da ging der Mann hinaus, es war noch ganz früh, so daß die Sonne mit ihm herauskam, und schritt ... weiterlesen


Das goldne Königreich

Ein reicher Herr hatte einen einzigen Sohn. Als dieser zwanzig Jahre alt war, sprach er: "Vater, ich will reisen und die Welt sehn." Der Alte war damit zufrieden, gab ihm einen Wagen und Pferde, einen Bedienten, viel Geld und noch mehr gute Lehren und der Jüngling zog dahin.



Eines Abends kamen sie in einen großen Wald, und weil es dunkel war geriethen sie vom Wege ab und ... weiterlesen


Die Räuberhöhle im Walde

Wer weiß, wozu das gut ist, rief der Schäferjunge, als ihn sein Vater mit viel Prügeln und keinem Geld in die weite Weit schickte, weil die Schafe aus der Hürde gebrochen waren.



So wanderte er drei Tage immer seiner Nase nach und kam in einen großen Wald. Da pfiffen die Vöglein so lustig und er pfiff mit ihnen bis es Abend wurde, da flogen die Vöglein in ihre Nester, aber ... weiterlesen


Die Prinzessin von Tiefenthal

Zur Zeit als es noch schöner in der Welt war wie heutzutage, geschah es, daß ein Wachtmeister des Soldatenlebens müde wurde und desertirte. Im ersten Wirthshaus über der Gränze machte er Halt, denn er war scharf geritten und müde, das war sein Pferd auch. Er saß nicht lange im Zimmer, da trabte etwas über die Landstraße daher und hielt vor dem Wirthshaus: als er herausschaute, waren es ... weiterlesen


Die Prinzessin von Tiefental

Johann Wilhelm WolfDie Prinzessin von TiefentalZur Zeit als es noch schöner in der Welt war wie heutzutage, geschah es, dass ein Wachtmeister des Soldatenlebens müde wurde und desertierte. Im ersten Wirtshaus über der Grenze machte er Halt, denn er war scharf geritten und müde, das war sein Pferd auch. Er saß nicht lange im Zimmer, da trabte etwas über die Landstraße daher und hielt vor ... weiterlesen


Der graue Wackenstein.

Johann Wilhelm WolfDer graue Wackenstein.Ein armer Bauersmann hatte nur einen einzigen Sohn, den erzog er christlich und ehrlich, wie es sich gebührt. Als der Knabe aber größer und größer wurde, da wurde ihm seines Vaters Haus zu enge und er wollte in die weite Welt. Sein Vater war ganz trostlos darüber und gab ihm die himmelsbesten Worte, er solle im Lande bleiben und sich redlich nähren, ... weiterlesen


Die eisernen Stiefel

Ein König hatte ein großes Schloss, darin wohnte er mit seiner Frau. Sie waren aber gar nicht glücklich darin, denn sie hatten wohl Reichtümer genug, Dienerschaft die Menge und große Ställe voll Pferde, aber das Beste und Schönste fehlte ihnen, sie hatten keine Kinder. Das machte ihnen ihr Leben recht bitter und das Herz oft so schwer, dass sie weinen mussten. Aber es schien ihnen noch ... weiterlesen



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Märchen vom Autor Johann Wilhelm Wolf

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