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Märchen - K.W. Woycicki: Volkssagen und Märchen aus Polen

Hans

Hans war ein junger Knecht. Einmal fuhr er mit seinem Ochsengespann durch den Wald. Da sprach eine unsichtbare Stimme zu ihm:

»Hans, höre, wie Du glücklich und reich werden kannst! Suche die Weide auf der Wiese, die grüne Weide, die noch niemals das Krähen des Hahnes und das Gemurmel der Quelle gehört hat. Schneide einen Zweig von der Weide ab und mach Dir eine Pfeife daraus. Wenn ... weiterlesen


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Der Windreiter

Ein Zauberer zürnte einem jungen Knechte. Voll Wut ging er in des Knechts Hütte und steckte ein neues, scharfes Messer in die Schwelle. Dabei sprach er die Zauberworte: »Sieben Jahre soll der Bursche auf dem schnellen Sturmwind reiten, durch die weite Welt getragen.«

Geht der Bursche auf die Wiese, legt das frische Heu in Haufen. Da erhebt sich plötzlich ein Sturmwind, reißet die ... weiterlesen


Der Teufelstanz

Wenn der Sturmwind sich im Kreise dreht und den trockenen Sand herumfegt, so ist das ein Tanz des bösen Geistes. Dann mach alle Fenster zu, denn der Böse kann Dir in die Knochen fahren. Hast Du aber Mut und willst Du Deine Seele hingeben für Gold und Reichtum, so nimm ein neues scharfes Messer und wirf es mitten in den Ringeltanz.

Es war einmal ein junger Bauer, dem hatte der Teufel ... weiterlesen


Das Hasenherz

Auf einer Insel mitten in der Weichsel stand vor Jahren ein großes Schloß, von Mauern rund umgeben, und viele Fähnlein wehten darauf im Winde. Dort wohnte ein Ritter, ein tapferer und berühmter Krieger, der in vielen Kämpfen Ruhm und Ehre erworben hatte.

In unterirdischen Kerkern waren die Gefangenen eingesperrt. Täglich mußten sie zur Arbeit: die Mauern ausbessern, den Garten ... weiterlesen


Die Pest

Es saß einmal ein Bauer draußen auf dem freien Felde. Die Sonne glühte wie Feuer. Sieht er von weitem, daß etwas herankommt; sieht nochmal hin – und es ist ein Weibsbild! Es war ganz in ein weißes Gewand gehüllt und schritt wie auf langen Stelzen einher. Der Mann erschrak und wollte fliehen; aber das Gespenst hielt ihn mit seinen dürren Armen auf.

»Kennst Du die Pest? Ich ... weiterlesen


Der böse Blick

Es wohnte einmal ein reicher Edelmann in einem schön gemauerten Hause nicht weit vom Ufer des Weichselstromes. Alle Fenster des Hauses, das die Leute den weißen Hof nannten, gingen nach dem Wasser hin, nicht ein einziges zeigte die Landstraße oder die geräumigen Scheunen. Eine lange Lindenallee, die nach dem Edelhofe führte, war mit Gras und Unkraut bewachsen; daran konnte man leicht ... weiterlesen