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Svend Grundtvig: Dänische Volksmärchen
Mary Frere: Märchen aus der indischen Vergangenheit
Otto Knoop: Sagen aus Kujawien
T. von Held: Märchen und Sagen der afrikanischen Neger
Josef Haltrich: Deutsche Volksmärchen aus dem Sachsenlande in Siebenbürgen
Clara Stroebe: Nordische Volksmärchen
Albert Wesselski: Der Hodscha Nasreddin
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Märchen - Karl Knortz: Irländische Märchen

Sculloge

Lange Zeit, ehe die Dänen in Irland einfielen, lebte in Muskerri ein reicher Mann, der ein fleißiger Bearbeiter seines Landgutes war. Da er stets sparsam gewesen war, so hinterließ er seinem Sohne nach seinem Tode mehrere Kisten und ein Dutzend große Strümpfe voll Goldstücke. Dieser dachte nun durchaus nicht daran, seinen Reichthum zu vermehren, sondern seine einzige Sorge war, sein Erbe ... weiterlesen


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Die Nixe von Gollerus

Eines schönen Sommermorgens stand Dick Fitzgerald am Hafen von Smerwick und rauchte behaglich sein Pfeifchen.

»Diesen Morgen sollte sich ein jeder folgende zum Muster nehmen,« sprach er leise zu sich selber. Daß er keine Gesellschaft hatte, schien ihm übrigens nicht recht zu sein; denn er fuhr fort: »Was ist eigentlich der Mensch in der weiten Welt ohne Frau? Eine Flasche ohne einen ... weiterlesen


Moruach oder Die Nixen

Die männlichen Nixen sind durchaus keine angenehmen und anziehenden Gesellen und es ist daher kein Wunder, daß ihre Töchter sehr häufig eine Verbindung mit den Söhnen der Landbewohner vorziehen. Sie haben Schweinsaugen, ihr Haar und ihre Zähne sind grün wie der Rücken eines Laubfrosches und ihre Nase ist so roth wie ein Hahnenkamm. Letztern Umstand haben tiefgelehrte Naturforscher ihrer ... weiterlesen


Jack Barrett

Jack Barrett, der Spielmann, ging einst mit seinem Sohne über Land und kam gegen Abend in ein alleinstehendes Haus und bat um Obdach. »Gott segne dich,« sagten sie, als sie eintraten und einen alten Mann erblickten. »Seid gesegnet,« erwiderte er, ohne den Namen Gottes dabei zu erwähnen; »wie geht es dir, Jack Barrett?«

»Danke für gütige Nachfrage,« sprach der Geiger; »aber ... weiterlesen


Die Geschichte von drei Geistern, welche Fußball

Es war einmal eine arme Wittwe, die hatte einen einzigen Sohn, den sie fort in die weite Welt schicken mußte, da sie zu Hause kein Brod für ihn hatte. Derselbe ging nun von Haus zu Haus und suchte Obdach und Arbeit.

Nun kam er einstens zu einem reichen Bauern, der sprach zu ihm: »Wenn du eine Nacht in dem Schloß nebenan schlafen willst, so sollst du am nächsten Morgen hundert Guineen ... weiterlesen


Conan in Ceasch

Als sich Fion und seine Leute eines Tages auf der Jagd befanden, wurden sie von einem Zwerge eingeladen, mit ihm in seine Hütte zu gehen. Trotzdem sie wußten, daß ihm nicht zu trauen war, gingen sie doch mit, da es ihr Grundsatz war, keiner Gefahr auszuweichen. Sie aßen und tranken bis zum Abend und dann wies der Zwerg Jedem ein besonderes Schlafzimmer an. Kaum hatte sich Fion niedergelegt, ... weiterlesen


Die Königin von Sciana Breaca

Fion, der Sohn Cumhail's, hatte sich eines Tages verirrt und war auf einen großen Wiesenplan gekommen, auf dem er die zwölf Söhne von Bawr Sculloge Ball spielen sah. Sobald diese ihn sahen, liefen sie ihm entgegen und begrüßten ihn als den Beschützer der Unterdrückten und als Vertheidiger der Insel gegen die Fremden und luden ihn ein mitzuspielen.

Als das erste Spiel, bei dem sich ... weiterlesen


Hans der Herr und Hans der Knecht

Es war einmal ein armes Ehepaar, das hatte drei Söhne, und der jüngste davon hieß Hans. Als diese eines Tages auf dem Felde waren und Kartoffeln einsammelten, warf der Aelteste seinen Karst weg und rief: »Was habe ich von diesem elenden Leben? Ich gehe fort in die weite Welt; vielleicht finde ich anderswo mein Glück!«

»Bruder, ich gehe mit!« sagte darauf der Zweite freudig; der ... weiterlesen


Wie der Killarney-See entstand

Ein fremder Ritter war in das Thal von Killarney gekommen und hatte sich in die Tochter eines dortigen Landmannes verliebt.

Das Mädchen liebte ihn ebenfalls, aber sie hatte keine Lust, ihre Heimat zu verlassen, um mit ihm fortzuziehen.

Nun kam er eines Abends in das Haus ihrer Eltern und hielt um die Hand des Mädchens an, die ihm auch nicht versagt wurde. Da sie nicht zugegen ... weiterlesen


Gearoidh Jarla

Der berühmte irländische Held Gearoidh Jarla wohnte in einem prächtigen Schlosse bei Mullaghmast, von wo aus er seine Feldzüge gegen die räuberischen Engländer in's Werk setzte. Er war nicht allein ein tapferer Feldherr, sondern auch ein tüchtiger Zauberer und konnte sich in irgend eine Gestalt verwandeln.

Da seine Frau um seine Geheimnisse wußte, äußerte sie eines Tages den ... weiterlesen


Die Geschichte von zwei Buckligen

Am Coolgarrow-Berge wohnte ein armer, ehrlicher Mann, der sich, da ihm sein verwachsener Körper keine schweren Arbeiten erlaubte, mit dem Flechten von Stühlen und Bienenkörben ernährte. Als er eines Abends vom Markte in Enniscorthy nach Hause ging und, um den Weg abzukürzen, einen Fußpfad durch den Wiesengrund einschlug, fühlte er sich auf einmal so müde, daß er sich niedersetzen ... weiterlesen


Donaghadee

Donogha lebte mit seiner Frau Vauria im alten Königreiche Kerry.

Er war ein fauler Gesell und sie konnte ihre Zunge nicht recht im Zaume halten, und so kam es denn, daß es ihnen stets an Nahrungsmitteln fehlte, wohingegen sie des Zankes und Streites mehr als genug hatten.

Nun saß Donogha einst an einem Sommertage vor der Hausthüre und rauchte ruhig und gelassen sein ... weiterlesen


Herr und Knecht

Billy Mac Daniel war ein lustiger, junger Mann, der sich nur vor dem Durste fürchtete. Den ganzen Tag dachte er nur an's Trinken und wer dafür bezahlte, war ihm völlig gleichgültig.

Nun ging er einst kurz nach Weihnachten auf einen Abend nach Hause und da es ihn schauderhaft fror und sein Weg ein weiter war, so sprach er laut zu sich selber: »Ein Tropfen guten Branntweins könnte ... weiterlesen


Fann Mac Cuil und der schottische Riese

Da der große irländische Riese Fann Mac Cuil bereits vierzig Jahre alt geworden war, ohne Einen gefunden zu haben, der ihm an Stärke gleichkam, so war er so stolz wie ein Pfau und glaubte Jedem eine unaussprechliche Ehre zu erweisen, wenn er ein Wort mit ihm spreche. Er hatte eine große und starke Festung im Moore von Allen, wo er sich mit seinen Leuten mit allerlei Kriegsspielen die Zeit ... weiterlesen


Der braune Bär von Norwegen

Es war einmal ein König, der hatte drei wunderschöne Töchter, und als er eines Tages mit ihnen ihm Garten spazieren ging, fragte er sie, wen sie sich zum Gemahl wünschten.

»Ich will den König von Ulster,« erwiderte die Aelteste rasch; »und ich den König von Münster,« sagte die Zweite, und die Dritte wünschte sich den »Braunen Bär von Norwegen«, wofür sie aber ausgelacht ... weiterlesen


Die böse Stiefmutter

Es war einmal ein König, der hatte zwei liebe Kinder, einen Sohn und eine Tochter, die aber sehr schlecht behandelt wurden, da seine zweite Frau ein sehr böses Weib war. Eines Tages, als er auf die Jagd geritten war, trat die Stiefmutter zu dem kleinen Mädchen und hielt in der einen Hand einen Becher mit Gift und in der andern einen scharfgeschliffenen Dolch und zwang sie, zu schwören, nie ... weiterlesen


Des Priesters Abendessen

Sachverständige wollen behaupten, daß die »guten Leute« oder Elfen Engel seien, die wegen ihres anstößigen Betragens den Himmel verlassen mußten und nun theilweise je nach ihren Sünden auf und unter der Erde wohnten. Doch man weiß darüber nichts Gewisses. Wenn man Abends ihre lustigen Tänze beobachtet und sieht, wie leicht und munter sie über die Grashalmen springen, so drängt sich ... weiterlesen


Die Elfen-Amme

In der Nähe von Coolgarrow wohnte ein armes Ehepaar, das drei Kinder hatte. Die Frau war zwar eine sehr tüchtige Hausfrau und scheute vor keiner Arbeit zurück, aber vom Kirchengehen war sie keine besondere Freundin und die langen Predigten ihres Priesters hielt sie für unverzeihliche Zeitverschwendung. Während nun eines Tages ihr Mann nebst den beiden ältesten Söhnen der Messe beiwohnte, ... weiterlesen


Ochs, Kuh und Kalb

Vor mehreren Jahrhunderten lebte auf der Insel Durzy in der Nähe der Bantry-Bai eine Familie, auf deren Wiesengrund beständig ein schwarzer Ochse nebst einer Kuh graste, welch letztere die Milch für die ganze Haushaltung lieferte. Diese Kuh bekam nun einstens ein Kalb und da sie jetzt nicht mehr so viel Milch liefern konnte, so schlug sie das Dienstmädchen eines Tages ganz jämmerlich. ... weiterlesen


Jim Doyle im Elfenpalast

Als Jim Doyle einst spät in der Nacht nach Hause ging, sah er auf einmal ein hellerleuchtetes Schloß dicht vor sich, in dem es sehr lustig herging. Muthig trat er durch die offene Thür ein und sah sich in einem großen Saale, wo sich die Elfen mit ihrem Könige und der Königin versammelt hatten und ein Glas nach dem andern leerten. Die Kleider, die sie anhatten, waren längst aus der Mode, ... weiterlesen


Eine probate Kur

Richard hatte den Beinamen »der Taugenichts« nicht ohne Grund erhalten; denn wenn sich sein Vater und sein Bruder auf dem Felde abquälten, hielt er sich in den Wirthshäusern auf und vertrank und verspielte Alles bis auf den letzten Rock. Seine größte Freude bestand jedoch im Tanzen, worin er solche bewunderungswerthe Geschicklichkeit erlangt hatte, daß ihm seine Verwandten Vieles hingehen ... weiterlesen


Der König mit den Pferdeohren

Eine Geschichte, wie ich sie jetzt erzähle, hört man nicht jeden Tag. Sie stammt von dem alten Schulmeister Tom Kennedy, der sie in einer vergessenen Geschichte Irlands gelesen haben will.

Es war einmal ein König Namens Lora Lonshach, der ließ sich jedes Jahr einmal das Haar schneiden; und da man nie darnach den Barbier den Palast verlassen sah und auch sonst nichts mehr von ihm ... weiterlesen


Die Milch der weißen Kühe

Vor vielen, vielen Jahren, als Irland noch so dicht mit Wald bewachsen war, daß man auf den Baumspitzen bequem von Kilmealshal bis zur Lady-Insel gehen konnte, lebte in Enniscorthy ein Ritter mit einem Sohne und drei verheirateten Töchtern. Diesem ward eines Tages durch den Thurmwärter angezeigt, daß sich eine große Anzahl schwerbewaffneter Fremder dem Schlosse nähere und allem Aussehen ... weiterlesen


Giolla na Choricean Gobhar oder der Mann in dem Zi

Vor langer, langer Zeit lebte in der Umgegend von Enniscerthy eine alte Wittwe, die war so arm, daß sie ihrem einzigen Sohn keine Kleider geben konnte und gezwungen war, ihn in ein kleines Loch neben dem Feuerherde zu setzen und mit warmer Asche zu umhüllen. Je größer er ward, desto tiefer mußte sie die Grube machen; doch endlich fand sie zufällig ein Ziegenfell und band es ihm um die ... weiterlesen


Der vorzeitige Prophet

Vor ungefähr hundert Jahren lebte ein Mann in Irland, der sich außer der Landwirthschaft auch noch mit dem Studium der Astrologie beschäftigte. Nun geschah es, daß zur Zeit, als sein jüngster Sohn einen Monat alt war, einer seiner Knechte zu ihm gelaufen kam und ihm Folgendes erzählte:

»Herr, ich habe heute ein Wunder gesehen. Als unsere schwarze Kuh bei dem großen Dornbusch ... weiterlesen


Goban Saor oder der kluge Baumeister

Der König von Münster wollte sich einst ein großes Schloß bauen lassen und sandte deswegen seinen Sohn an Goban Saor, der als geschickter Baumeister weit und breit bekannt war. Dieser versprach auch, die Arbeit zu übernehmen; da er jedoch sehr gut wußte, daß frühere irländische Fürsten ihre Arbeiter umbringen ließen, damit sie späterhin keinen zweiten ähnlichen Palast bauen ... weiterlesen


Jakob und seine Kameraden

Es war einmal eine alte Wittwe, die war so arm, daß sie nicht wußte, wie sie sich und ihren einzigen Sohn bis zur Zeit der Kartoffelernte ernähren sollte. Da sagte eines Abends Jakob zu ihr:

»Mutter, schlachte unser letztes Huhn und backe mir einen Kuchen, denn ich will fort in die weite Welt, um mein Glück zu suchen, und wenn ich es gefunden habe, so eile ich zurück und theile es ... weiterlesen


Die drei Kronen

Es war einmal ein König, der hatte drei Töchter. Die beiden ältesten waren sehr stolz und eingebildet, aber die jüngste war desto besser in jeder Beziehung. Nun kamen eines Tages drei Prinzen, um sie zu heiraten, und zwei davon waren gerade desselben Charakters wie die ältesten; nur der jüngste war ein ganz liebenswürdiger, anspruchsloser Jüngling.

Als diese drei Paare einst mit ... weiterlesen


Der Imhiquin-See

Das Bett des Imhiquin-Sees war früher eine schöne Ebene, in der ein großes Schloß stand. Dicht dabei befand sich eine Quelle, in der sich zuweilen in mondhellen Nächten drei wunderschöne Jungfrauen badeten. Als der Herr des Schlosses davon hörte, versteckte er sich eines Abends hinter einen Felsen und wartete unbemerkt auf die Ankunft der lieblichen Mädchen. Dieselben erschienen auch ... weiterlesen


Königliche Lehren

Als der Häuptling Bonna Dearriga auf dem Sterbebette lag, ließ er seinen Sohn Illan, der seiner braunen Haare wegen gewöhnlich Donn genannt wurde, zu sich rufen und gab ihm folgende Lehren:

»Bring' nie ein Thier vom Markte zurück, wenn dir ein anständiger Preis dafür geboten wird.«

»Ziehe nie schlechte Kleider an, wenn du bei einem Freunde um Unterstützung ... weiterlesen


Knocksheogowna, oder der Berg des Elfen-Kalbes

In Tipperary befindet sich ein Hügel von sehr auffallender Gestalt. Seine Spitze sieht aus wie eine conische Nachtmütze, die man nachlässig auf den Kopf gesetzt hat. Dieser Platz diente von jeher den Elfen zum Aufenthalte und man kann es ihnen daher nicht verargen, daß es ihnen keine große Freude machte, als sie sahen, wie er allmälig bebaut und bewohnt wurde. Das Brüllen des ... weiterlesen


St. Patrick und die Druiden

Der König hatte am Bealteine1-Abend seine vornehmsten Ritter in Tara versammelt und der Hauptpriester der Druiden stand bereit, das heilige Feuer anzuzünden, als der König ein anderes Feuer auf einem östlichen Hügel bemerkte.

»Wer erlaubt sich,« rief er wüthend aus, »sein Feuer anzuzünden, ohne daß wir mit dem unsrigen zuerst das Zeichen dazu gegeben haben?«

»König,« ... weiterlesen


Der Wechselbalg

Die Frau eines Matrosen gebar einst während der Abwesenheit ihres Mannes einen Knaben und wollte ihn nicht eher taufen lassen, als bis ihr Gemahl zurückgekehrt sei. Die Frauen der Nachbarschaft baten sie zwar tagtäglich, sie solle doch die Taufe nicht aufschieben, denn wer wisse, was dem Kinde sonst passiren könne; aber sie ließ sich einmal nicht bereden und sprach: »Mein Mann muß jeden ... weiterlesen


Das nächste Mal werde ich klüger sein!

Hans war bereits zwanzig Jahre alt geworden und hieß noch immer der dumme Hans, weil er auch nicht eine einzige gescheidte That nachweisen konnte. Da sprach seine Mutter eines Tages zu ihm: »Höre, Hans, es ist endlich einmal an der Zeit, daß du mir dann und wann ein wenig hilfst; gehe also heute in die Stadt auf den Markt und kaufe eine Sichel, damit ich das Korn abschneiden ... weiterlesen


Der Teufel und der Steuerempfänger

Der Teufel und der Steuerempfänger gingen eines Morgens aus, um eine Wette zu entscheiden, die sie am Abend vorher beim Punsche gemacht hatten. Sie wollten nämlich ausfinden, wer bis gegen Abend das werthvollste Geschenk erhalten habe; doch war es keinem erlaubt, Etwas anzunehmen, was ihm der Eigentümer nicht gutwillig gab.

Zuerst kamen sie an ein Haus, in dem eine Frau ihre faule ... weiterlesen


Das Schloß der Ungewißheit

Ein junger Königssohn, der für das Waffenhandwerk weder die nöthige Stärke noch Vorliebe besaß, aber ein tüchtiger Sänger war, durchzog mit seiner Harfe das Land und kam in das Schloß eines berühmten Gruagach oder Zauberers. Derselbe saß in einem langen, seidenen Talare auf seinem reichgeschmückten Thron und ihm zur Seite saß seine schöne Tochter, in deren Haar die kostbarsten ... weiterlesen


Eine Geistergeschichte

Eine alte Frau, die wegen ihrer Mildthätigkeit weit und breit berühmt war, war gestorben und ihre Verwandten hatten zu ihrem Seelenheile zahlreiche Messen lesen lassen. Doch schienen dieselben nicht viel genützt zu haben, denn eines Abends erschien ihr Geist dem Kammermädchen und wünschte unter Thränen mit ihr zu sprechen.

»Was läßt dir im Grabe keine Ruhe?« fragte sie ... weiterlesen


Der verwunschene See

In dem Westen Irlands befindet sich ein See, in dem viele junge Leute das Leben verloren haben und deren Leichname nie mehr gefunden wurden. Nicht weit davon wohnte ein junger Bauer, Namens Boderick Keating, der sich in Bälde mit der schönen Peggy Honan verheiraten wollte.

Als dieser einstmals mit einigen Kameraden in Limmerick gewesen war und den Brautring gekauft hatte, neckten ihn ... weiterlesen


Die drei Schwestern

Es war einmal eine alte Frau, die hatte drei Töchter und die älteste sagte eines Tages zu ihr: »Mutter, gib mir ein Stück Brod und laß mich fortziehen, um anderswo in der Welt mein Glück zu suchen.« Die Mutter versprach es ihr und fragte sie am nächsten Morgen, als sie reisefertig vor sie trat, ob sie nicht lieber das halbe Brod mit ihrem Segen, als das ganze mit ihrem Fluch haben wolle. ... weiterlesen


Die Eierschalen-Brauerei

Frau Sullivan war eine unglückliche Frau, denn sie glaubte, ihr jüngstes Kind sei von Elfen geraubt und durch ein anderes ersetzt worden; und zu diesem Glauben war sie vollkommen berechtigt, denn ihr rechtmäßiges Kind war ein schöngewachsener, blauäugiger Sohn gewesen, statt dessen sie eines Morgens ein zum Gerippe abgemagertes, häßliches und beständig schreiendes Kind in der Wiege ... weiterlesen


Wie die Insel »Man« entstand

Fion Mac Cuil verfolgte einst einen rothhaarigen schottischen Riesen, der ihm jedoch bald einen großen Vorsprung abgewann.

Da der Irländer fürchtete, Jener würde bald am See sein und alsdann hinüber nach England schwimmen, so griff er in die Erde, riß ein großes Stück heraus und schleuderte es ihm nach. Fion irrte sich jedoch dabei hinsichtlich der Entfernung so sehr, daß er den ... weiterlesen


Shannon

Vor langer, langer Zeit befand sich in Ossori ein Brunnen, an dessen Rand ein Vogelbeerbäumchen stand. Sobald die Beeren reif waren, fielen sie in das Wasser und wurden von den Lachsen darin verzehrt. Diese bekamen alsdann rothe Flecken und wurden »Lachse der Weisheit« genannt. Jeder, der einen solchen Fisch aß, erhielt, wie einst Fion, der Sohn Cumhail's, die Gabe der Allwissenheit. Aber ... weiterlesen


Nora

Die Tochter der Hebamme Nora war ein unglückliches Mädchen. Länger als ein Jahr hatte sie das Bett wegen eines geschwollenen Beines gehütet und kein Doktor des ganzen Landes hatte ihr Linderung verschaffen können.

Nun kam eines Abends der König der Elfen zu ihrer Mutter und bat sie, ihm nach seinem Palaste zu folgen, wo seine Frau ihrer bedürfe. Ehe sie sich jedoch zu ihm auf's ... weiterlesen


Die Legende von Loch na Piasta

In dem großen Teiche neben der Brücke von Thuar hauste ein schrecklicher Drache, der das ganze Land ringsherum verheerte und nur von Menschenfleisch lebte. Sein Athem war so stark, daß er ein Pferd auf die Entfernung von drei Meilen anziehen konnte und so war denn kein lebendes Wesen vor ihm sicher.

Da gingen die Leute einstmals zum Könige und baten ihn, er möge ihnen doch einen ... weiterlesen


Der Schatzgräber

Brian Neill war ein armer Schneider, der von Dorf zu Dorf wandern und sich bei den Bauern sein Brot sauer verdienen mußte. So kam er denn einstens in das Haus der Frau Rooney und da diese gerade sehr viel Arbeit für ihn hatte, so ward ihm gleich gesagt, er möge nur ruhig einige Wochen da bleiben. Dies war ihm sehr lieb und er flickte nicht allein die zerrissenen Kleider, sondern half auch bei ... weiterlesen


Das Geister-Pferd

Morty Sullivan war ein junger Mann von lockeren Sitten. Alle Ermahnungen seiner Eltern fruchteten nichts und die Thränen, die sie über ihren ungerathenen Sohn weinten, waren unzählig.

Eines Tages verschwand er und Niemand konnte sagen, wohin er gegangen war. Seine Eltern starben vor Gram und wurden von fremden Händen in's Grab gelegt.

Nach dreißig Jahren kehrte Sullivan wieder ... weiterlesen


Der Flaschenberg

Mick Purcell war ein armer Landmann, der in der Nähe von Mallow wohnte. Er schlug sich kümmerlich mit seiner Familie durch und wenn er am Ende des Vierteljahres seinem Miethsherrn den Zins für sein kleines Ackerland bezahlen konnte, so konnte er schon zufrieden sein und war es gewöhnlich auch. Einst aber starben alle seine Hühner und Schweine und es blieb ihm von allem seinem Vieh nur noch ... weiterlesen


Tiis

Ein alter Jäger in Kund konnte das Läuten der Kirchenglocken nicht ertragen und er zog daher nach Funen, woselbst er von den Gebräuchen des neueingeführten Christenthums nicht belästigt wurde.

Nun begegnete ihm eines Tages ein Mann aus seiner alten Heimat, bei dem er sich nach seinen alten Nachbarn erkundigte und ihn dann bat, einen Brief mitzunehmen.

»Es ist ein kleines ... weiterlesen


Der kleine Schuh

»Hast du je von einem Zwerg gehört?« fragte der junge Coote die kleine Molly.

»Gewiß, sehr oft,« erwiderte sie, »mein Vater hat oft davon erzählt.«

»Hast du schon selber einen gesehen?«

»Nein; aber mein Großvater sah einst einen und fing ihn.«

»Fing ihn? Erzähle doch.«

»Mein Großvater kam einst mit seinem Pferde, das bei der Arbeit krank ... weiterlesen


Wie St. Eloi von seinem Stolze kurirt wurde

Ehe St. Eloi Priester ward, war er ein reicher Goldschmied, der sich auch zuweilen mit dem Anfertigen von Hufeisen beschäftigte. Den ganzen Tag prahlte er, daß ihm Niemand auf der ganzen Erde an Geschicklichkeit gleichkomme und daß er es mit Jedem aufnehmen wolle.

Nun kam eines Tages ein Reisender vor sein Haus und fragte ihn, ob er ihm nicht erlauben wolle, seinem Pferde ein ... weiterlesen


Die Wundermelodie

Maurice Connor war der tüchtigste Flötenspieler in ganz Münster. Es gab kein Lied, das er nicht kannte und was das merkwürdigste war, er konnte einen Tanz spielen, der Alles um ihn auf die Füße brachte und im Takte mithüpfen machte. Nie wurde eine Hochzeit oder Kindstaufe gefeiert, bei der er nicht eingeladen war, und da er blind war, so führte ihn seine alte Mutter gewöhnlich ... weiterlesen


Ein Kobold in Eselsgestalt

Der gute alte Patrik Henry pflegte einen großen Theil des Jahres Geschäfte halber in Dublin zuzubringen und da er seine Familie gewöhnlich mitnahm, so blieben nur seine Knechte und Mägde zurück, um das Haus zu bewachen. In diesem Hause schien es aber nicht recht geheuer zu sein, denn jede Nacht klopfte es an die Küchenthüre und dann wurden die Teller und Schüsseln so durcheinander ... weiterlesen


Cauth Morrisy

Als ich ein junges Mädchen von fünfzehn Jahren war, verließ ich meine Heimat, um mir in der Fremde einen Dienst zu suchen. Die erste Nacht brachte ich im Hause einer Bäuerin zu, die gerade damit beschäftigt war, Flachs zu trocknen. Sie hieß mich an's Feuer sitzen und gab mir ein großes Stück Brot nebst einem Klumpen harter Butter. Als ich nun letztere an's Feuer hielt, um sie weich zu ... weiterlesen


Der geborgte See

Ein junger Häuptling machte einst der Tochter eines angesehenen Fürsten in Westmeath den Hof; diese aber war sehr stolz und sagte ihm, sie würde ihn nicht eher heiraten, als bis er einen schönen See vor seinem Schlosse habe. Dies war natürlich eine unangenehme Antwort.

Die Umgebung seines Schlosses war zwar ein Thal und daher für einen See sehr günstig, aber woher sollte das Wasser ... weiterlesen



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Märchen vom Autor Karl Knortz: Irländische Märchen

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