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Märchen - Klaus Hammer: Französische Feenmärchen des 18. Jahrhunderts

Jeanne-Marie Le Prince de Beaumont: Prinz Désir

Es war einmal ein König, der liebte eine Prinzessin sehr heftig. Sie konnte sich aber nicht vermählen, weil sie bezaubert war. Er zog eine Fee zu Rate, damit er vernähme, wie er es anstellen solle, von dieser Prinzessin geliebt zu werden. Die Fee sagte zu ihm: »Ihr wißt, die Prinzessin hat eine große Katze, die sie sehr lieb hat. Sie muß sich mit demjenigen vermählen, welcher so ... weiterlesen


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Charles Perrault: Die schlafende Schöne

Es waren einmal ein König und eine Königin, die hatten keine Kinder und waren darüber gar sehr betrübt. Sie reisten zwar in alle möglichen Bäder, sie sparten nicht mit Gelübden und Wallfahrten; aber nichts wollte helfen. Endlich wurde die Königin dennoch guter Hoffnung und kam mit einer Tochter nieder. Eine schöne Tauffeier wurde ausgerichtet, und um diese Tochter recht glücklich zu ... weiterlesen


Antoine Hamilton: Dornenblüt

Die schöne und unglückliche Scheherezade hatte mit dieser Erzählung die neunhundertneunundneunzigste Nacht seit ihrer Vermählung geendigt, und der Sultan hatte sich, seiner klugen Gewohnheit getreu, vor Tagesanbruch aus seinem Bett erhoben, um sich vor seinen Ministern in den Staatsrat zu begeben.

Als er fort war, sagte Dinarzade, die bei all ihrer Voreiligkeit das beste Mädchen von ... weiterlesen


Sieur de Préchac: Prinz Unvergleichlich

Es waren einmal ein König und eine Königin, die ein sehr stilles und zurückgezogenes Leben führten. Ein junger Prinz und eine liebenswürdige Prinzessin waren die Frucht ihrer Liebe. Dieser Prinzessin hatte man den Namen Belle-main, Schönhändchen, gegeben, weil sie in der Tat die schönsten Hände hatte, die es gab. In den Zeiten, wo diese Familie lebte, war es üblich, zu der Niederkunft ... weiterlesen


Jacques Cazotte: Die Schöne durch Zufall

Ein König von Astrachan starb und hinterließ zum Thronerben einen minderjährigen Prinzen, der unter die Vormundschaft seiner Mutter kam. Diese Königin hatte alle mögliche Zärtlichkeit für ihren Sohn. Sie ließ ihn niemals aus den Augen; er mußte sogar nah an ihrem Bett schlafen.

Da sie viel an Schlaflosigkeit zu leiden hatte, sorgte sie dafür, immer eine beträchtliche Anzahl ... weiterlesen


Jean-Jacques Rousseau: Königin Fantasque

»Es war einmal ein König, der sein Volk liebte. ..« – »Das fängt doch gerade so an wie ein Märchen!« unterbrach ihn der Druide. »Und ist auch eins«, antwortete Jalamir. »Es war also einmal ein König, der sein Volk liebte und folglich auch von seinem Volke angebetet wurde. Er hatte sich die größte Mühe gegeben, um Minister zu finden, die ebenso dachten als er selbst: Aber er ... weiterlesen


Charles Perrault: Riquet mit dem Schopfe

Es war einmal eine Königin, die bekam einen Sohn, der so häßlich und ungestalt war, daß man lange nicht wußte, ob er eine menschliche Gestalt hätte oder nicht. Eine Fee, die bei seiner Geburt gegenwärtig war, versicherte indes, daß er demungeachtet durch seinen Verstand sehr liebenswürdig werden würde, und sie setzte hinzu, daß er vermöge des Geschenkes, welches sie ihm verliehen ... weiterlesen


Jeanne-Marie Le Prince de Beaumont: Prinz Chéri

Es war einmal ein König, der ein so rechtschaffener Mann war, daß ihn seine Untertanen den guten König nannten. Einmal, da er auf der Jagd war, warf sich ein kleines weißes Kaninchen, welches die Hunde töten wollten, in seine Arme. Der König liebkoste dieses kleine Kaninchen und sagte: »Weil es sich unter meinen Schutz begeben hat, so will ich, es solle ihm niemand etwas zuleide ... weiterlesen


Claude-Philippe de Caylus: Prinz Kurzbein und Prin

Es waren einstens ein König und eine Königin von einer außerordentlichen Torheit, die aber einander über die Maßen liebten. Außer den Schmeichlern ihres Hofes schrieb jedermann diese Liebe ihrer beiderseitigen Torheit zu. Sie mögen nun gewesen sein, wie sie wollen, sie waren fürstliche Personen, und in diesem Falle ging alles gut, um so mehr, da zu den Zeiten der Feen die Könige weiter ... weiterlesen