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Märchen - M. Brusot: Keltische Volkserzählungen

Der Kobolde Rache

In einem der verflossenen Jahrhunderte lebte ein Landmann mit Weib und Kind auf der Farm von Pantannas. Zu jener Zeit pflegten die Kobolde häufig einzelne Wiesen aufzusuchen, die zu seinem Besitz gehörten. Er aber hegte in seiner Brust einen gewaltigen Groll gegen diese »lärmende, ungestüme und verderbliche Sippe«, wie er sie nannte, und oftmals sann er einem Mittel nach, um sie von seinen ... weiterlesen


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Der verschwundene Jüngling

Die Kobolde waren wundersame Wesen aus einer dunklen und geheimnisvollen Welt. Sie bewohnten oder durchzogen in früheren Zeiten einen großen Teil unseres Landes, soweit wir darüber von verschiedenen Seiten unterrichtet sind.

Man muß sie als winzig kleine Wesen sich vorstellen, ähnlich den Kindern von Rhys Dwfn. Unsere Älterväter glaubten von ihnen, daß sie in großer Anzahl ihren ... weiterlesen


Olwen und Einion

Einstmals trieb ein junger Hirt seine Herde einen Berg hinan. An jenem Tage, wie an so manchem schon bevor, herrschte ein dichter Nebel. Obgleich er nun mit der Gegend gar wohl vertraut war, verlor er dennoch seinen Weg und ging bald vorwärts und bald rückwärts, durch so manche lange Stunde.

Schließlich gelangte er an eine tiefergelegene, abschüssige Stelle, wo er vor sich kreisrunde ... weiterlesen


Geschichte vom verlorenen Kinde

In einem Farmhause, das noch heute in der Gemeinde Llanfabon zu sehen ist und Berth Gron genannt wird, lebte einstmals eine junge Witwe mit ihrem einzigen Kinde. Nachdem sie ihren Gatten verloren hatte, war in ihrer Einsamkeit dieser junge Sohn, Griff mit Namen, ihr einziger Trost geworden.

Er war etwas über drei Jahre alt und ein stattliches Kind für sein Alter.

Zu jener Zeit ... weiterlesen


Eilians Flucht

Ein alter Mann und sein Weib lebten dereinst zu Garth Dorwen vor langer, langer Zeit. Sie begaben sich einmal nach Carnarvon zur Messe, um eine Dienstmagd zu heuern; es war dies gerade am Allerseelentag. Es war Brauch bei den jungen Männern und Mädchen, die sich verdingen wollten, zur Zeit der Messe sich dort auf einer kleinen grünen Anhöhe aufzustellen, die noch jetzt die »Maes« genannt ... weiterlesen


Die Fee von Bedgelert

Am nordwestlichen Ende des Pfarrdorfes Bedgelert befindet sich eine Gegend, die von den alten Dorfbewohnern das »Feenland« genannt wird und die sich vom Cwm Hafod Ruffyd, längs dem Abhang des Berges Drws y Coed, bis zum Llyn y Dywarchen hin erstreckt.

In früheren Zeiten pflegten die Leute dieser Gegend viel Vergnügen und Unterhaltung darin zu finden, in Mondnächten der bezaubernden ... weiterlesen


Das Kastell am Ynys Geinon Rock

Es ist ein wunderliches Bauwerk, jenes alte Kastell auf der Spitze des Ynys Geinon Rock. Es gab eine Zeit, wo die Leute Furcht empfanden, sich in seine Nähe zu begeben, besonders bei Nacht. Denn es lag die Gefahr nahe, daß man dort von den Bendith y Mamau angegriffen wurde.

Man erzählte sich, daß ihrer eine große Menge dort hausten. ... Auch behaupteten die alten Leute, daß irgendwo ... weiterlesen


Die Jungfrau vom See

Als der ereignisvolle Kampf, den im 12. Jahrhundert die Fürsten von Süd-Wales um die Unabhängigkeit ihrer Gebiete führten, nahe bei seinem Ende angelangt war, lebte in Blaensawde, bei Llandeusant in Carmarthenshire, die Witwe eines Landmannes, der in jenen verderblichen Kriegen gefallen war.

Diese Witwe besaß einen einzigen Sohn, den sie liebevoll großzog. Die Vorsehung wachte über ... weiterlesen


Koboldmärchen

Der Grund des Sees Llyn Cynnwch, auf dem Landgute Nannau, birgt in seiner Tiefe den Herdstein vom Hause des Dôl y Clochyd. Dieser Grund wurde von dem Geliebten eines Mädchens namens Siwsi erforscht, als er auf dem Wege zu ihr von Nannau aus, wo er Knecht war, sich einst verirrte.

Der arme Jüngling fiel dabei in den See und sank tiefer und tiefer, bis er bemerkte, daß es klarer zu ... weiterlesen


Der Fischer und die Meermaid

Einstmals wurde ein armer Fischer mit einer Meermaid bekannt, in einer Höhle an der Meeresküste. Bei seinem ersten Erscheinen war sie in ein Angstgeschrei ausgebrochen, doch sowie sie sich etwas beruhigt, erteilte sie ihm den Rat, sich davon zu machen, um ihrem Bruder aus dem Wege zu gehen, am nächsten Tage aber frühzeitig wiederzukehren.

Auf seinem Heimwege fiel der Fischer ins Meer, ... weiterlesen