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Märchen - M. Toeppen: Aberglauben aus Masuren

Sage vom Goldapper Berge

In alter Zeit stand auf dem Goldapper Berge ein schönes Schloß, von einem mächtigen Herrn bewohnt, den aber Jedermann fürchtete, weil er als ein grausamer Räuber bekannt war. Das Gegentheil von ihm war seine Tochter (nach Andern waren es zwei), die das im Stillen gut zu machen suchte, was er übel gethan hatte. Als indeß seine Gewaltthätigkeiten und Ungerechtigkeiten ihr Maß erreicht ... weiterlesen


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Der Tartarenberg bei Lick

Als die Tartaren in Preußen einfielen (1656, 1657) und das Land weithin plündernd, mordend und brennend durchzogen, schonten sie doch der kräftigsten Männer, die ihnen in die Hände fielen, um sie mit sich in die Gefangenschaft zu schleppen. Nach der Eroberung von Lick wurde eine Schaar gefangener Männer gebunden fortgeführt nach dem nächsten Walde, wo die Tartaren auf einem Berge Rast ... weiterlesen


Teufelsaustreibung zu Claussen

Folgende Begebenheit ist in den Kirchenakten zu Claussen überliefert.

Anno 1640 hat Pfarrer Wisniewski aus einem römisch-katholischen Weibe, so vom Teufel besessen gewesen, am zweiten Sonntag nach Trinitatis nach gehaltener Predigt, da die Gemeine das Lied: »Ein' feste Burg ist unser Gott,« mit großer Andacht gesungen, den Teufel Kobold ausgetrieben, der sie zu allem Bösen ... weiterlesen


Der Name der Stadt Ortelsburg

Die Stadt Ortelsburg, früher Ortolfsburg, trägt ihren Namen zu Ehren ihres Gründers, des Comturs zu Elbing und obersten Spittlers Ortolf von Trier. Die pragmatisirende Sage will es anders.

Das Schloß Ortelsburg soll einst von einem Jäger, welcher Ortels geheißen, beim Verfolgen eines Hirsches in dem damaligen Urwalde, ganz wüst, ohne Bewohner und nur von wenigen Häusern umgeben, ... weiterlesen


Sage vom Schlosse Puppen

Bei Puppen, wo in früheren Jahrhunderten die prächtigste aller herrschaftlichen Jagdbuden stand, ist ehemals ein Schloß gewesen; es ist aber längst versunken. Nur steigen noch zu Zeiten drei schöne Jungfrauen in weißen Kleidern aus der Erde hervor und lassen ihren zauberischen Gesang durch die Nacht erschallen. Mancher hat sie gesehen und gehört, aber Niemand wagt es, ihnen zu ... weiterlesen


Sage von dem Berge bei Grodzisko

Einst stand auf dem Berge bei Grodzisko (zwischen Angerburg und Goldapp) eine Feste, die ein stolzer Ritter mit seinem Sohne bewohnte, und Beide nährten sich vom Raube. Bei einem Ueberfalle vorüberziehender Kaufleute wurde der Sohn erschlagen. Als die Knechte nun die Leiche nach Hause brachten, fluchte der Alte allen Menschen und schwur, so viele zu morden, als er nur im Stande wäre; was er ... weiterlesen


Sage von dem Berge bei Pietraschen

Auf dem Berge bei Pietraschen (südlich von Goldapp) stand einst eine Feste. Sie verschwand, und es ließ sich allnächtlich eine weiße Gestalt auf dem Berge sehen, die niederkniete und betete, wie man sagt, um die Sünden ihres Vaters, des Besitzers der versunkenen Feste, zu sühnen. In einer Nacht sah ein verirrter Hirte dort das Mädchen beten und nahte ihm, worauf sich die Gestalt erhob, ... weiterlesen


Sage von den Goldbergen

Ein Bauer versuchte das Fräulein im Goldberge zu erlösen, indem er, wie es ihm aufgetragen worden war, sechs Wochen hindurch täglich für sie beten wollte. Dieses that er nun auch eine Zeit lang ganz gewissenhaft. Einst aber, als er eben wieder betete, trug es sich zu, daß ein Stück seines Viehes ihm vom Hofe laufen wollte. Darüber unterbrach er das Gebet, und der Erlösungsversuch wurde ... weiterlesen


Sagen vom Teufelswerder

Ueber die Sagen, welche sich an das Teufelswerder im Spirdingsee knüpfen, berichtet Pisanski im Jahre 1749 folgendes:

»Das gemeine Volk in dasiger ganzen Gegend giebt vor, daß die häufig daselbst erscheinenden Gespenster die Gelegenheit zu dieser Benennung gegeben haben. Und die Historien oder Mährlein sind unzählig, die man daselbst von teuflischen Larven, die bald unter dem ... weiterlesen


Sage von den Goldbergen bei Neidenburg []

In den Goldbergen ist nicht bloß ein Schloß, sondern eine ganze Stadt versunken. In alter Zeit kamen öfter zwei Fräulein aus denselben hervor. Eins derselben bat einen Bauer aus Zimnawoda, sie zu erlösen, gab ihm auch Mittel und Wege dazu an und bestellte ihn zu diesem Behufe auf einen bestimmten Tag an den Berg. Als er dahin kam, drang ein Heer von Reitern aus dem Berge auf ihn ein und ... weiterlesen


Sage von den Goldbergen bei Neidenburg

Auf dem höchsten Gipfel der Goldberge (nordöstlich von Neidenburg) steht eine vielhundertjährige Kiefer, von der aus man den ewig grünen Forst ringsum weithin übersehen kann. Bei dieser Kiefer hat sich früher öfters die schönste Jungfrau gezeigt, welche der Erlösung harrend aus ihrem unterirdischen Palaste durch eine brunnenartige, noch jetzt vorhandene Einsenkung sich zum Tageslicht ... weiterlesen


Der Tannenberger See

Bei Tannenberg liegt ein See, dessen Wasser in früheren Zeiten wunderbare Heilkräfte besaß. Viele Augenkranke wallfahrteten dorthin und kehrten gesund zurück. Selbst die Blinden erlangten durch die wunderbare Kraft des Wassers den Gebrauch des Gesichtes. Dies dauerte eine lange Zeit. Aber da lebte einmal eine Edelfrau, die hatte ein Schoßhündchen und liebte es über die Maßen. Dieses ... weiterlesen


Die Mahren

Zwei Handwerksburschen wanderten durch die Welt und kehrten einmal in ein Wirthshaus ein, um da zu nächtigen. Der Gastwirth aber hatte drei Töchter, die waren alle Mahren und mußten allnächtlich ausgehen, die eine um Menschen, die andere um Vieh, die dritte um Holz zu drücken. Die Wanderer lagen zusammen auf einer Streu, aber der eine konnte nicht schlafen, und als es um Mitternacht war, ... weiterlesen


Der Stand der Unschuld

Vor grauen Jahren lebte ein Mensch, dessen Heimath und Wohnort das unendliche Meer war, das er auf einem Pfahl (słupek) von einem Ende zum andern befuhr. Eines Tages trieben die Wogen ihn ans Land, und dort fand er zu seinem Erstaunen ein Wesen, wie er es bis dahin noch nie gesehen hatte, – einen Menschen. Dieser wunderte sich nicht minder über das wunderbare Aussehen des ... weiterlesen


Sage von der Insel Gilm

Auf der Insel Gilm im Dobenschen See, nahe bei dem Dorfe Doben selbst, stand in alten Zeiten eine Feste, an welche sich ebenfalls alte Sagen geknüpft haben. Wir ersehen dies aus einer im Jahre 1794 von dem Angerburger Probst Pisanski abgefaßten Beschreibung der Insel Gilm, in welcher folgende Stelle vorkommt:

»Schließlich ist noch anzumerken, daß der gemeine Mann allhier von diesem ... weiterlesen


Strafe der Unzucht in Kehl

Zu Kehl, einem Dorfe am Mauersee, etwa eine halbe Meile von Angerburg gelegen, hat sich der Teufel im Jahre 1564 gar schrecklich bewiesen.

Vier Personen, die schon vorher in verdächtigem Umgange mit einander gelebt hatten, begaben sich am Tage der unschuldigen Kindlein (28. December) von Branntwein berauscht in ein kleines nach polnischer Weise aus Holz erbautes Häuschen und ... weiterlesen


Die Schuldigen in Johannisburg

In Johannisburg starben vor einiger Zeit der Landrath, der Bürgermeister und der Executor schnell hintereinander, und gleich darauf schlug das Gewitter in den Laden des Kaufmanns M. Man erzählte nun folgende Geschichte.

Als der Landrath vor den ewigen Richter kam, so fragte ihn dieser, warum er die Menschen so geplagt hätte, mit schweren Abgaben und auf andere Weise. Der Landrath ... weiterlesen


Die Krügerin zu Eichmedien

Eine Krügerin zu Eichmedien (zwischen Rhein und Rastenburg) war so gottlos, den Bauern öfters zwei Stof Bier statt eines anzuschreiben. Die Bauern aber merkten das, und als es nun zur Bezahlung kam, hielten sie ihr den Betrug vor und sprachen zu ihr: Wollt ihr zu Gott kommen, so müßt ihr recht thun. Andere sprachen: Sie hat zu Gott nicht Lust, sondern zum Teufel. Die Krügerin aber fing ... weiterlesen


Die Andacht in der Kirche

Es war einmal ein Mann, der sehr ungern in die Kirche ging; auf jede Aufforderung zum Kirchenbesuch erwiederte er: Diejenigen, welche regelmäßig in die Kirche gehen, sind nicht immer die besten Menschen, auch in der Kirche wird viel gesündigt, vornehmlich dann, wenn man nicht einem innern Zuge, sondern der Gewohnheit dahin folgt. Eines Sonntags kam er jedoch auch zufällig hinein. Er sieht ... weiterlesen


Sage vom Schwenty-See

Der Abfluß des Schwenty-See's, an welchem die Kurkener Mühle liegt, geht in die Alle. Am Ausfluß desselben aus dem Schwenty-See, also oberhalb der Kurkener Mühle, liegt die alte Schleuse. Die Alle durchschneidet eine Reihe kleiner Seen, unter andern den Kernos-See bei Kurken. Oberhalb des Kernos-See's, links von der Alle liegt der Dillik-See bei Lindenwalde.

An der alten Schleuse ... weiterlesen


Geizbauch

Als der Hochmeister Friedrich von Sachsen aus dem Lande gezogen war (1507), da saß ein Pfleger zu Passenheim, den die Unterthanen seines Schindens wegen den Geizbauch nannten. Der verbot den Fischern, welche das Recht hatten zu ihres Tisches Nothdurft in den herrschaftlichen Seen zu fischen, dem Gewerbe nachzugehen. Die Bauern beriefen sich auf ihre Gerechtigkeit, aber vergebens, und fischten ... weiterlesen


Sage von der Burg bei Neu-Bagnowen

Bei Neu-Bagnowen am Janower-See zwischen Sensburg und Sorquitten erhebt sich ein Hügel mit einem Wallringe, welchen das Volk Schlößchen (zameczek) oder Schwedenschanze nennt. Von demselben gehen mehrere Sagen.

Zwei Fischer, welche an dem Schlößchen spät Abends vorbeikamen, sahen einen Soldaten ohne Kopf zweimal um den Wall herumgehen und dann plötzlich verschwinden.

... weiterlesen


Sage von den Irrbergen bei Neidenburg

Die Mainagóri (Laub auf dem Berge) oder Irrberge, nicht weit von den Goldbergen gelegen, sollen ihren deutschen Namen von folgender Begebenheit erhalten haben.

Die Kriegsnoth des Jahres 1807 trieb die Bewohner Wallendorfs und anderer benachbarter Dörfer in die Mainagóri. Es herrschte aber in der ganzen Gegend große Hungersnoth. Da fand ein Mädchen am Fuße der genannten Berge eine ... weiterlesen


Der Name der Stadt Sensburg

Die Stadt Sensburg hieß früher Segensburg und hat ihren Namen unzweideutig von dem Segen, welchen der Mensch allen seinen Unternehmungen wünscht. Daneben hat sich aber folgende Wappensage gebildet.

Ein gewaltiger Bär machte die Gegend um Rastenburg unsicher. Die Bürger der Stadt, von der wir hier reden, (die also wohl damals noch keinen, oder doch einen andern Namen gehabt haben ... weiterlesen


Sage von der Burg am Satint-See

An der schmalsten Stelle des zwischen Seesten und Weißenberg gelegene Satintsees erhebt sich ein Hügel und auf demselben noch die Ueberreste eines alten Wallringes. Dort soll ein Schatz vergraben sein. Ein Bauer aus dem nahen dicht am See gelegenen Pfaffendorf erfuhr die Mittel zur Hebung desselben, erhielt aber zugleich die dringende Warnung, ja nicht zu lachen, was ihm auch unterwegs ... weiterlesen


Sage von der Kirche auf dem Berge bei Wiersbowen

Auf dem Berge bei Wiersbowen (nordöstlich von Lick) soll einst eine Kirche gestanden haben. Als dieselbe verfiel, versank die Glocke in dem anstoßenden Bruche. Hier aber wurde sie später aufgefunden und an Polen verkauft, welche sie zu Ratzken für den öffentlichen Gebrauch verwendeten.

Nach einer Sage soll auf dem Berge bei Wiersbowen Skumands, des historisch bekannten ... weiterlesen


Sage vom Goldberge in dem Przezdrzedschen Walde

In dem Przezdrzeschen Walde, Kirchspiel Kruklanken, Kreis Angerburg, findet man einen Berg, nahe bei dem Fluße »Lupiner« liegend. In demselben schien es den Leuten, die fischten, sowohl am Tage wie in der Nacht, als ob ein Klang ertöne, wie wenn man Geld mit einer Schaufel rührt und Karossen fahren, oder als ob die wilde Jagd da wäre. Deshalb wurden die Wirthe vermocht, indem sie glaubten, ... weiterlesen


Sage von dem Teufelsberg in der Borkener Heide

In der Heide Borken, Kirchspiel Knopken, Kreis Angerburg, nicht weit von dem großen Gute Lekuk, wird ein Berg »Teufelsberg« genannt. Für diese Benennung ist folgender Anhalt: Aus diesem Berge soll ein Wirth gewohnt haben, der sowohl an Lebensunterhalt wie an Geld arm war. Seine Gebäude waren so schlecht, daß sie schon zusammenfielen; kein Mensch wollte ihm helfen, und er konnte aus eigenem ... weiterlesen


Der Name der Stadt Passenheim

Die nächstfolgenden an den Namen einzelner Orte angeknüpften Sagen sind offenbar bloße Spiele des Witzes, aber doch zum Theil recht alt und zum Theil an richtige Voraussetzungen geknüpft, weshalb wir sie nicht übergehen.

Passenheim, gegründet von dem Comthur zu Elbing und obersten Spittler Siegfried Walpot von Bassenheim und ihm zu Ehren benannt, soll nach der schon von Hennenberger ... weiterlesen



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Märchen vom Autor M. Toeppen: Aberglauben aus Masuren

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