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Märchen - Mite Kremnitz: Rumänische Märchen

Der Erbsenkaiser

Es war einmal, wie's keinmal war, wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt.

Es war einmal ein Nichtsnutz, der war so arm und dürftig, daß er nicht einmal so viel zu essen hatte, um Wasser darauf trinken zu können. Nachdem er durch alle Länder gewandert war, kehrte er etwas vernünftiger heim. Er war in der Fremde durch viele Nöthe durchgeschlüpft, hatte mit dem Kopf an die ... weiterlesen


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Der Morgenstern und der Abendstern

Es war einmal, wie's keinmal war, wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt!

Es war einmal ein Kaiser und eine Kaiserin, die hatten keine Kinder. Darum suchten sie alle Zauberer und Hexen auf, alle alten Weiber und Sterndeuter, aber ihrer Aller Kunst wurde zu Schanden, denn Keiner wußte ihnen zu helfen. Schließlich legten sie sich auf's Fasten, auf's Beten und Almosengeben, bis ... weiterlesen


Tellerchen

Es war einmal, wie's keinmal war, wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt.

Es war einmal ein Mann und eine Frau. Der Mann hatte einen Sohn von seiner ersten Frau und die Frau eine Tochter von ihrem ersten Mann. Dies Teufelsgeschöpf von einem Weibe konnte den Sohn des Mannes nicht mit Augen sehen. Eines Tages sagte sie ihm:

»Mann! wenn Du den Jungen nicht von hier ... weiterlesen


Die Kaisertochter und der Fischer

Es war einmal, wie's keinmal war, wär's nicht gewesen, würde es nicht erzählt.

Es war einmal ein Fischer, nicht gar so sehr und nicht all zu arm; er war aber jung, mit so einem gedrehten Schnurrbart, weißt Du, und ansehnlich. So oft er mit Fischen am kaiserlichen Hof vorbeiging, schickte die Kaisertochter und ließ ihn rufen, kaufte Fische von ihm und gab ihm zehn Mal mehr Geld, als ... weiterlesen


Waldröschen

Es war einmal, wie's kein Mal war, wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt. Als die Wölfe sich mit den Schafen im Stall zur Ruhe legten, die Schäfer mit den Kaisern und den Königen auf grüner Flur tafelten, als eine Sonne unter und die andere aufging.

Es war einmal ein Mann, meine lieben, guten Leute. Dieser Mann wäre jetzt, – daß ich nicht lüge – wahrhaftig, ... weiterlesen


Der arme Junge

Es war, was gewesen ist, wäre es nicht gewesen, würde es auch nicht erzählt.

Es war einmal eine Wittwe, die war so arm, daß nicht einmal die Fliegen in ihrem Hause blieben,. und diese Wittwe hatte zwei Kinder, einen Knaben und ein Mädchen. Der Knabe war solch tapferer Junge, daß er den Schlangen die Zunge aus dem Munde herausgerissen hätte, das Mädchen aber war so schön, daß die ... weiterlesen


Jugend ohne Alter und Leben ohne Tod

Es war einmal, wie's keinmal war, wär's nicht gewesen, würde es nicht erzählt; seitdem der Floh an einem Fuß mit 99 Pfund Eisen beschlagen wurde und in den Himmelsraum sprang, um uns die Märchen zu holen.

Es war einmal ein großer Kaiser und eine Kaiserin, beide jung und schön, und da sie sich Kindersegen wünschten, thaten sie Alles, was dazu nöthig ist, nämlich: sie gingen zu ... weiterlesen


Der Wundervogel

Es war einmal, wie's keinmal war, wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt.

Es war einmal ein guter, frommer Kaiser, der hatte drei Söhne. Außer vielen anderen Wohlthaten, die er den Bewohnern seines Kaiserreichs erwies, erbaute er auch eine Klosterkirche, von der Wunder erzählt wurden. Er schmückte sie mit Gold und kostbaren Steinen und mit all dem, was die Bauleute jenes ... weiterlesen


Die Stimme des Todes

Es war einmal, wie's einmal war, wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt.

Es war einmal ein Mann, der bat jeden Tag zum Herrgott, daß er ihm Reichthümer geben solle. Seine vielen und häufigen Gebete fanden den lieben Herrgott eines Tages in guter Laune, und er erhörte sie. Nun er reich geworden war, wünschte er nicht mehr zu sterben, und so beschloß er, von Land zu Land zu ... weiterlesen


Die Fee der Morgenröthe

Es war einmal, was einmal war, wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt.

Es war einmal ein Kaiser, ein großer und mächtiger Kaiser; sein Reich war so groß, daß Keiner wußte, wo es anfing und wo es aufhörte. Einige meinten, es sei ohne Grenzen, Andere jedoch sagten, daß sie sich dunkel erinnerten, von alten Leuten gehört zu haben, daß der Kaiser einstmals mit seinen ... weiterlesen


Mutters Hänschen

Es war einmal, was einmal war, wäre es nicht gewesen, würde es auch nicht erzählt.

Es war einmal ein Mann, der hatte ein Kind. Von sieben, die ihm der liebe Gott geschenkt hatte, war dies das Siebente, also von Geburt an dazu bestimmt, ein Glückskind zu sein. Man hatte ihn Johann getauft, weil alle Tölpel und Glückspilze Johann heißen.

Unser Mann liebte nun das Hänschen, ... weiterlesen


Das Beutelchen mit zwei Dreiern

Es war einmal ein alter Mann und eine alte Frau. Die Alte hatte eine Henne und der Alte einen Hahn; die Henne der Alten legte zweimal täglich, und sie aß eine Menge Eier, dem Alten aber gab sie kein einziges. Eines Tages verlor der Alte die Geduld und sagte: »Hör', Alte, Du lebst wie im Schlaraffenland, gieb mir doch auch mal ein paar Eier, daß ich wenigstens einen Geschmack davon ... weiterlesen


Das verwunschene Schwein

Es war einmal, wie's keinmal war, wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt. Seitdem der Floh an einem Fuß mit neun und neunzig Pfund Eisen beschlagen wurde und in den Himmelsraum sprang, um uns die Märchen zu holen – seit auf die Wand die Fliege schrieb, der, der's nicht glaubte, ein Lügner blieb.

Es war einmal ein Kaiser, der hatte drei Töchter. Und da er in die ... weiterlesen


Mogarzea und sein Sohn

Es war einmal ein junges Menschenkind, das hatte weder Vater noch Mutter. Alles, was ihm von den Eltern geblieben war, stand unter Vormundschaft. Als der Junge die ungerechten Vorwürfe der Vormünder nicht mehr aushalten konnte, ging er in die weite Welt und schlug einen Pfad ein, der führte in eine weite Waldwiese hinein, auf langem Steg ging er weiten Weg.

Als er dann Abends müde ... weiterlesen


Iwan mit dem Ränzel

Es war einmal ein Russe, der hieß Iwan. Und dieser Russe war schon Soldat, als er zu denken anfing. Und da er ein Paar Dienstzeiten hinter einander abdiente, war er schließlich alt geworden. Seine Vorgesetzten sahen ein, daß er seiner Soldatenpflicht genügt hatte, und entließen ihn darum mit Gewehr und Allem, damit er hinginge, wohin er wollte, und gaben ihm noch zwei Batzen Zehrgeld mit ... weiterlesen


Die beiden Stiefschwestern

Es war einmal ein alter Witwer, der hatte eine Tochter; er heirathete zum zweiten Mal und nahm eine Witwe zur Frau, die ebenfalls eine Tochter hatte. Die Tochter der Witwe war häßlich, faul, eigensinnig und böswillig; da sie aber der Mutter Tochter war, gefiel sie sich darin wie die Krähe in der Schlinge und schob Alles auf die Tochter des Alten. Die Tochter des Alten war aber schön, ... weiterlesen


Stan Bolovan

Es war einmal, was einmal war, wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt.

Am Rande des Dorfes, wo die Ochsen der Bauern das Heckenthor einbrechen und die Schweine der Nachbarn unter den Zäunen die Erde aufwühlen, stand einmal ein Haus; in diesem Hause wohnte ein Mann, und der Mann hatte eine Frau; die Frau aber war traurig den ganzen Tag.

»Liebe Frau, was quält Dich, ... weiterlesen


Die Alte und der Alte

Es war einmal ein Alter und eine Alte, die hatten bis in ihr Alter nicht ein einziges Kind gehabt, und das kam ihnen schwer an, weil sie gar keine Hülfe hatten, nicht einmal um das Feuer anzumachen; denn wenn sie vom Felde kamen, mußten sie zuerst damit beginnen, Feuer anzuzünden, und dann das Essen herrichten.

Eines Tages, als sie sich so mühten und mit einander beriethen, ... weiterlesen


Die Zwillingsknaben mit dem goldenen Stern

Es war einmal, was einmal war; wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt.

Es war einmal ein Kaiser. Dieser Kaiser herrschte über eine ganze Welt, und in dieser Welt lebte ein alter Hirt mit seiner alten Hirtin, und die hatten drei Töchter: Anna, Stana und Laptitza.1

Anna, die älteste der Schwestern, war so schön, daß die Schafe zu weiden aufhörten, wenn sie in ihre ... weiterlesen


Die schlaue Ileane

Es war einmal, was einmal war, wäre es nicht gewesen, wurde es nicht erzählt.

Es war einmal ein Kaiser, der hatte drei Töchter, von denen die älteste schön war, die mittlere schöner, die jüngste, Ileane, aber so schön, daß sogar die heilige Sonne stehen blieb, um sie zu sehen und sich an ihrer Schönheit zu erfreuen.

Eines Tages erhielt der Kaiser Nachricht und Kunde von ... weiterlesen


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