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Märchen - Oskar Dähnhardt: Naturgeschichtliche Volksmärchen

Fliege und Spinne

In alten Zeiten gab es auf Erden nur einen König; dem waren nicht nur die Menschen, sondern auch alle Tiere untertan. Damals hatte man noch kein Feuer und mußte nach Sonnenuntergang im Dunkeln weilen und frieren. Man wußte wohl, daß in den Tiefen der Hölle Feuer sei, aber niemand wagte es von dort zu holen. Da versprach der König, daß der, der ihm Feuer aus der Hölle schaffen würde, mit ... weiterlesen


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Warum die Bäume nicht mehr reden

Vor alters konnten die Bäume reden. Jetzt haben sie zwar auch eine Seele, was man daran erkennt, daß sie wachsen, Blüten und Früchte bringen, wozu ein abgehauener Baum nicht mehr imstande ist; die Sprache aber ist ihnen genommen. Und das ist so zugegangen:

Ein Bauer ging in den Wald, um Holz zu hauen. Der erste Baum, den er abhieb, war eine Tanne, aber aus ihrem Innern scholl ihm eine ... weiterlesen


Der Regenpfeifer

An einem Sabbat vergnügte sich das Christuskind mit anderen Kindern und formte Vögel aus Lehm. Nachdem sie sich schon ein Weilchen damit belustigt hatten, kam zufällig ein Sadduzäer bei ihnen vorbei, der war sehr alt und sehr streng und schalt die Kinder, daß sie sich an einem Sabbat mit etwas beschäftigten. Er ließ es aber nicht einmal beim Schelten bewenden, sondern ging zu den ... weiterlesen


Die Elster und die Krähe

Die Elster hatte einst die Krähe zu einem Gastmahl in den Wald eingeladen, um dort im dunklen Dickicht Tannenmoos zu fressen. Aber der Krähe gefiel es nicht, und sie sagte: ›O weh, o weh, liebe Elster, dein Gastmahl ist ja gar nichts wert. Da ist doch das meinige anders, wenn wir vor die Scheune des reichen Bauern fliegen; – aber freilich muß man sich dort beim Picken ... weiterlesen


Warum die Bachstelze einen zitternden Schwanz hat

Eines Tages, ich weiß nicht mehr, wie lange es her ist, hatten die Vögel den vierfüßigen Tieren den Krieg erklärt. Als nun die Schlacht geschlagen werden sollte, befand sich die Bachstelze in der vordersten Reihe, und kurz ehe der Kampf begann, blickte sie sich noch einmal um und wollte sehen, wie stark das Heer der Ihrigen sei. Aber ach! Fast alle ihre Kampfgenossen waren winzig klein im ... weiterlesen


Wie der Adamsapfel entstand

Als sie Christus kreuzigten, da riefen sie einen Meister herbei, damit er das Kreuz verfertige, und auch einen Zigeuner, damit er vier Nägel mache, womit sie Christum ans Kreuz nageln könnten. Weder der Meister noch der Zigeuner machte dagegen eine Einwendung, trotzdem sie wußten, daß man Christum kreuzigen wolle. Der Meister verfertigte das Kreuz, so wie es ihm die Juden befohlen hatten, und ... weiterlesen


Die warmen Quellen

Als die Mutter Gottes vor den Juden fliehen mußte, konnte sie dem Jesuskind kein Wasser zum Bade wärmen. Sie badete es überall, wo sie eine Quelle fand, segnete diese jedesmal und ließ sie warm werden. Seitdem gibt es die warmen Quellen auf Erden, in einer jeden ist einst das Jesuskind von seiner Mutter gebadet worden.


Die Schwalbe

Es war einmal eine Kammerjungfer, die war sehr stolz und schnippisch, wie manche sein können; sie ging an Werktagen in dunkelblauem Seidenkleide mit weißem Besatz an der Brust. Unter anderen Sachen nahm sie von ihrer Herrin ein Garnknäuel, eine Nadel und eine Schere. Das merkte die Frau und setzte ihr zu, sie sollte bekennen, daß sie es gestohlen hätte. Das wollte sie nicht, sondern schwur, ... weiterlesen


Eule, Taube und Fledermaus

Taube und Eule reisten einmal zusammen und kamen zur Abenddämmerung an einen alten Schuppen, wo sie zu übernachten beschlossen. In diesem alten Schuppen hauste der Häuptling eines Fledermaus-Stammes mit seiner Familie, und als er die Fremden bemerkt hatte, lud er sie ein, mit ihm zu Abend zu speisen. Als die Eule genug von den leckeren Speisen und starken Getränken genossen hatte, erhob sie ... weiterlesen


Hans und der Teufel

Der Teufel trat einst zum klugen Hans und sprach: ›Komm, laß uns unsere Kraft messen! Wer dem anderen so die Hand drücken kann, daß er schreit, der soll gewonnen haben.‹ ›Wohl‹, sprach Hans, ›mag's drum sein! Ich möchte aber nicht, daß es bei Tage geschehe; denn wenn ich schrie und es gingen Leute vorbei, so schämte ich mir die Augen aus dem Kopfe.‹ So ... weiterlesen


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