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Entstehung und Bedeutung von Märchen

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Johann Georg von Hahn: Griechische und Albanesische Märchen
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Märchen - Otto Sutermeister: Kinder- und Hausmärchen aus der Schweiz

Der Schneider und der Schatz

Ein Schneider, der gern in Samt und Seide prangte, den Jungfrauen schön tat und am liebsten war, wo es recht toll und lustig herging, war einmal zu einem Taufschmaus über Feld gegangen. Als er nun um Mitternacht sich auf den Heimweg machte, da merkte er, daß er diesmal zu tief ins Glas geguckt hatte, und geriet alsbald weit von der Straße ab.

Nicht lange, so sah er rechts und links ... weiterlesen


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Der Bräutigam auf dem Wasser

Ein Jüngling saß in einem Nachen auf einem breiten, reißenden Strom und ruderte nach dem jenseitigen Ufer, denn dort stand seine Braut und wartete auf ihn. Als er in die Mitte des Stromes kam, vernahm er einen jämmerlichen Hilferuf; und als er hinblickte, da war es ein altes Weib, das war verunglückt und kämpfte mit den Wellen, die es ins nasse Grab hinunterschlingen wollten. Er kehrte ... weiterlesen


Die Erlösung

Ein Jäger schritt durch einen dunkeln Wald und geriet unversehens so tief in das Dickicht hinein, daß er nicht mehr wußte, ob es Tag- oder Nachtzeit war. Da sah er eine bleiche Nebelgestalt daher kommen, die winkte ihm und streckte ihm ihre weiße Hand entgegen. Erst war der Jäger erschrocken und meinte nichts anderes, als daß es ihm an das Leben gehen müßte. Aber bald faßte er wieder ... weiterlesen


Die beiden Hirten

Es waren einmal zwei Hirten, die trieben ihre Herden auf ungleiche Weiden. Der eine ließ sein Vieh nur auf steinigem, unfruchtbarem Boden grasen, damit es nicht im Überfluß mutwillig werde und ihm das Hüten erschwere. Das ertrugen aber die armen Tiere nicht lange; sie magerten und schwachten so ab, daß sie ihm endlich einmal auf dem Flecke liegen blieben. Dafür wurde der Hirte zur Strafe ... weiterlesen


Der junge Herzog

Es war einmal ein junger Herzog, der war so fromm und gottesfürchtig, daß er am liebsten gleich gestorben und nach dem Himmel gewandert wäre. Seine Mutter aber hätte ihn gern an eine Prinzessin verheiratet, und weil er denn auch ein guter Sohn war, so willigte er endlich in den Wunsch seiner Mutter ein und setzte den Tag seiner Hochzeit fest.

Am Hochzeitsmorgen erschien aber ein ... weiterlesen


Die Geisterküche

Ein Siegrist hatte einen Sohn, der war so wild und unbändig, daß der Vater mit sich zu Rate ging, wie er seinen Übermut dämmen könnte. Fürs erste stellte er einen Strohmann in den Kirchturm und schickte dann den Knaben bei Nacht in den Turm hinauf, noch die Uhr aufzuziehen. Aber der Junge schlug einfach den Popanz über die Stiege hinunter und brachte ihn lachend in die Stube herein ... weiterlesen


Der Wanderbursche auf der Tanne

Zwei Wanderburschen waren schon einen ganzen Tag miteinander gelaufen und hatten noch kein Dorf erreicht; da blieb ihnen keine andere Wahl, als im Walde zu übernachten. Der eine erkletterte eine Tanne und band sich mit seinem Strumpfbändel zum Schlafe fest; der andere legte sich dahinter ins Gestäude. Um Mitternacht kam aber eine Schar Hexen zum Baum gefahren und hielten ihren Tanz. Und als ... weiterlesen


Der Glasbrunnen

Auf einem Schlosse wohnte eine Jungfrau, die war so schön, man konnte auf der Welt nichts Schöneres sehn. Sie hatte dunkelbraune Haare, und ihre Augen waren so glänzend schwarz, daß man fast so wenig darein blicken konnte, wie ins liebe Sonnenlicht. Die Jungfrau hatte aber ein hochmütiges Herz, und alle Freier, die auf das Schloß kamen, wies sie schnöde von hinnen; und wenn es die ... weiterlesen


Der Schweinehirt

Vor hundert Jahren war in einem großen Königreich ein kleiner Schweinehirt; der saß eines Mittags müd am Feld und sah in der Ferne die Pflüger sitzen beim Imbiß, wo sie fleißig löffelten und abschnitten und einschenkten, derweil er selbst einen gewaltigen Hunger empfand und doch vor Abend nichts kriegen sollte. Da sprach er zu sich selbst: »O daß ich doch ein Bauer wäre gleich ... weiterlesen


Aschengrübel

Ein kleines Mädchen hatte seine beiden Eltern früh verloren; sie hatten ihm nichts hinterlassen, als nur ein wunderschönes, strahlendes Kleid und dazu ein Testament; kein Mensch wußte aber, wo dieses hingekommen war. Also nahm das Mädchen das Kleid in ein Tüchlein und suchte sich einen Dienst. Es mußte froh sein, endlich in einem vornehmen Haus eine Unterkunft zu finden, wo es die ... weiterlesen


Das Kornkind

Ein Bauer ging durch den Wiesengrund hinter dem Dorf dem Hügel zu, auf welchem das Kornfeld lag. Es war Frühling, das erste grüne Gras sproßte gerade hervor, und von den Bäumen fielen die Blüten darauf wie eitel Schneeflocken; am Abhang sah er die Reben weinen, und als er auf der Höhe angekommen war, standen die Halme auf dem Acker da, daß es eine helle Freude anzusehen war. Dem Bauer ... weiterlesen


Der Teufel als Schwager

Ein Handwerksbursche kam auf seiner Wanderschaft an einem Abend in eine Herberge, und weil er sich schon ein paar Tage hintereinander müde gelaufen hatte, wollte er nun auch wieder ein paar Tage rasten. Er bedachte aber nicht, daß der Beutel die Kosten nicht vertrug, und als der Wirt, der davon Wind bekam, eines Abends sagte: »Guter Freund, Ihr seid wohl jetzt nicht mehr müde, also seid so ... weiterlesen


Das schneeweiße Steinchen

Es war einmal ein Hirtenbube, der mußte alle Tage auf dem Berge3 Geißen und Schafe hüten. Dabei konnte er singen wie ein Vogel und jodeln, daß man's weit und breit im Tal unten hörte. Eines Tages bekam er Durst und suchte lange auf der ganzen Weide herum nach einem Trunk Wasser; endlich fand er unter einer hohen Tanne ein Weiherlein. Da kniete er nieder und schlürfte begierig das Wasser in ... weiterlesen


Der Wittnauer Hans

Der Wittnauer Hans war noch ganz klein, als sein Vater in einem Steinbruch zu Tode fiel; und nicht lange danach starb auch seine arme Mutter, die ihr liebes Leben lang sich mit Spinnen abgearbeitet hatte. Sie hatte aber dem Hans noch einen guten Rat gegeben, bevor sie die Augen schloß, und den führte er auch gleich an dem nämlichen Tag noch aus, da sie die Mutter beerdigt hatten. Er machte ... weiterlesen


Die Schlangenkönigin

Eines Tages fand ein Hirtenmädchen auf einem Felsen eine kranke Schlange liegen, die eben am Verschmachten war. Das dauerte das Mädchen, und es reichte ihr den Milchkrug hin, den es an der Hand trug. Die Schlang ließ sich nicht zweimal einladen, sie lappte begierig von der Milch und erholte sich zusehends, bis sie endlich wieder so viele Kräfte gewonnen hatte, daß sie davon kriechen konnte. ... weiterlesen


Junker Prahlhans

Ein König hatte einen jungen Edelknecht, den man Junker Prahlhans nannte, weil er immer viel versprach und wenig hielt. Es lebte aber auch am Hofe des Königs ein Spaßmacher, und dieser wollte den Prahlhans bessern. Das ging aber auf folgende Weise:

Eines Tages hätte der König gerne gebratene Vögel gegessen und sprach zum Junger: »Hans geh hinaus in den Wald und schieße mir zehn ... weiterlesen


Riesenbirne und Riesenkuh

In alten Zeiten gab es in unserm Lande Birnen, die waren tausend Mal größer als die jetzigen; das waren die »überwelschen«. Wenn so eine überwelsche Birne abgefallen war, wurde sie in den Keller gerollt und da zapfte man ihr den Saft ab. Zwei Männer sägten mit der Waldsäge den Stiel ab und fuhren ihn in die Sägemühle, wo die Bretter für das Täferholz daraus geschnitten ... weiterlesen


Der Fuchs und die Schnecke

Meister Fuchs hatte einmal an einem warmen Sommertag in der Schwägalp gelagert; da erblickte er neben sich eine Schnecke. Der trug er flugs eine Wette an: wer von ihnen beiden schneller nach St. Gallen laufen könne. Topp, sagte die Schnecke und machte sich ohne Verzug auf den Weg – zwar ein wenig langsam, denn das Haus auf dem Rücken nahm sie gewohnheitshalber auch mit. Der Fuchs ... weiterlesen


Die Hennenkrippe

Ein Büble und ein Mädchen, die, um Erdbeeren zu pflücken, ausgegangen waren, verirrten sich im Walde. Es fiel die Nacht ein und die zwei armen Geschöpfe wußten nun gar nicht mehr, wo aus und wo ein. Plötzlich schimmerte ihnen ein Licht entgegen, und sie liefen eilends über Stock und Stein auf dasselbe zu und kamen in die Hütte der Waldfänkin. Sie klagten der Wilden Frau, daß sie sich ... weiterlesen


Der starke Hans

Es war einmal eine große Frau, die große Beth, die hatte einen Buben, der, obschon er erst sieben Jahre alt war, schon der starke Hans hieß. »Wir sind arme Leute«, sagte die Mutter einst zu ihm, »drum mußt du beizeiten arbeiten und fremdes Brot essen lernen. Die Bauern nehmen ohnedies nur starke Leute in den Dienst. Geh also in den Wald und bringe mir eine tüchtige Tracht Holz heim, dann ... weiterlesen


Die drei Sprachen

In der Schweiz lebte einmal ein alter Graf; der hatte nur einen einzigen Sohn, aber er war dumm und konnte nichts lernen. Da sprach der Vater: »Höre, mein Sohn, ich bringe nichts in deinen Kopf, ich mag es anfangen wie ich will. Du mußt fort von hier; ich will dich einem berühmten Meister übergeben, der soll es mit dir versuchen.«

Der Junge wurde in eine fremde Stadt geschickt und ... weiterlesen


Der faule Hans

Ein Reisender langte in dunkler Nacht bei einer Herberge an und verlangte, daß ihn der Hans ohne Verzug heute abend noch durch den Wald fahre, der gleich hinter der Herberge anfing; denn der Hans war der Hausknecht und Kutscher in einem. Er griff es also an und fuhr mit dem Reisenden davon. Als sie an einer einsamen Stelle im Walde anlangten, wo es auch mitten im Tag nie hell wurde, verspürten ... weiterlesen


Der Bärenprinz

Ein Kaufmann wollte einmal auf den Markt gehen; da fragte er seine drei Töchter, was er ihnen nach Hause bringen sollte. Die älteste sagte: »Ich möchte Perlen und Edelsteine.«

»Mir«, sagte die mittlere, »kannst du ein himmelblaues Kleid kaufen.« Die jüngste aber sprach: »Auf der Welt wäre mir nichts lieber als eine Traube.« Als nun der Kaufmann auf den Markt kam, da sah er ... weiterlesen


Die drei Raben

Es war einmal ein Mädchen, das hatte seinen Vater, so lang es denken mochte, immer nur traurig gesehen. Endlich konnte es nicht mehr anders und fragte ihn nach der Ursache seiner Traurigkeit; und da vernahm es, daß es drei Brüder gehabt, die der Vater einst im bösen Zorn zu Raben verwünscht habe. Von dem Augenblick an fand es daheim keine Ruhe mehr, und sobald es unbemerkt davon gehen ... weiterlesen


Der einfältige Geselle

Drei wandernde Gesellen kamen überein, sie wollten alle Dinge gemeinsam haben; Speis und Trank, Nutzen und Schaden wollten sie miteinander teilen. Zwei davon hatten's aber hinter den Ohren und hielten heimlich zusammen, daß sie den dritten, der ein einfältiger Geselle war, über den Löffel balbierten.

Als sie ein paar Tage miteinander gegangen waren, kamen sie in eine einsame Gegend ... weiterlesen


Die drei Schwestern

Auf den Fideriser Heubergen stand ein kleines Häuschen, in welchem drei Schwestern wohnten. Eine von ihnen war schneeweiß, schön und gut; die andere eine böse schwarze Hexe; die dritte halb weiß und halb schwarz, halb gut und halb bös. Wenn die Hexe den Leuten im Tal Unheil anrichten wollte, und die Gute es durch Rat und Warnung zu verhindern suchte, dann trat allemal die Mittlere zwischen ... weiterlesen


Goldig Betheli und Harzebabi

Lebte einst, niemand weiß vor wie langer Zeit, eine Frau, die dem Betheli, ihrem Stiefkinde, recht bös war, dagegen ihrem eigenen, dem Babi, alles nachsah, selbst das Gröbste. Babi hatte immer Recht, Betheli immer Unrecht; Babi behielt immer den Vorzug, bekam die Haut voll zu essen, was es nur wollte und ging hoffärtig gekleidet daher, während Betheli oft hungerte, daß ihm fast die Ohren ... weiterlesen


Die Schlüsseljungfrau

Es war einmal ein Schustergeselle, den nannte das ganze Dorf einen Sonderling; denn so oft abends die Vesperglocke läutete, legte er sein Handwerksgeschirr auf die Seite und begab sich auf seine einsamen Spaziergänge, ohne sich um seinesgleichen zu bekümmern. Damit verhielt es sich aber so: Dem Gesellen war das Leben in dem abgelegenen Dorfe schon lange verleidet, und er sann hin und her, ... weiterlesen


Der Schneider und der Riese

Vor Zeiten war einmal ein Riese, der machte sich auf den Weg, ob er einen fände, der ihm an Mut und Stärke gleich wäre. Er kam auf einen Berg, und wie er da zur Kurzweil einen schweren Stein von der Felswand brach und ihn in die Tiefe schleuderte, begann von unten herauf einer zu brummen; und alsbald erhob sich ein gewaltiger Kerl, den hatte der Riese am Kopf getroffen und aus dem Schlaf ... weiterlesen


Die Käsprobe

Ein junger Hirt bekam Lust zu heiraten. Nun kannte er drei Schwestern, die waren alle gleich schön und waren ihm auch alle gleich gewogen, so daß er nicht mit sich einig werden konnte, welche unter ihnen er zu seiner Braut erwählen sollte. Das bemerkte endlich seine Mutter. »Soll ich dir gut zu Rat sein«, sagte sie zu ihm, »so lade alle drei Schwestern miteinander zu dir und stelle ihnen ... weiterlesen


Das Knöchlein

Vor vielen Jahren wohnte ein böser Mann in einer Sennhütte und brachte daselbst wie die andern Hirten mit seinem Vieh den Sommer zu. Er war jähzornig und übermütig, und einen armen Jungen, der bei ihm diente, quälte er auf jede erdenkliche Weise mit schwerer Arbeit, rauhen Worten und grausamen Schlägen.

Eines Tages trug er ihm ein Geschäft auf, zu welchem der Knabe nicht genug ... weiterlesen


Der Haarige

Es war einmal ein König auf der Jagd. Da kam er zu einem hohlen Baum, an dem wollten die Hunde nicht vorbei; sie bellten und sprangen herum und waren nicht wegzubringen; und als der König herzusah, da saß in dem hohlen Stamm eine wunderschöne Jungfrau, die war ganz nackt und blickte ihn erschrocken an. Da nahm er seinen Mantel, warf ihn über die Jungfrau und tat einen Pfiff, und auf den ... weiterlesen



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Märchen vom Autor Otto Sutermeister: Kinder- und Hausmärchen aus der Schweiz

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