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Märchen - Paul Hambruch: Südseemärchen

Balu und die Dens

Der Mond Balu sah eines Abends auf die Erde hinab; sein Licht leuchtete sehr hell, weil er wissen wollte, ob dort unten noch irgend jemand auf war. Denn wenn die Menschen alle schliefen, pflegte er mit seinen drei Hunden zu spielen. Er nannte sie Hunde, die Menschen nannten sie Schlangen, und sie hießen Giftviper, Schwarze Schlange und Tigernatter. Als Balu mit den drei Hunden auf die Erde ... weiterlesen


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Der Emu Dinewan und die Krähen Wahn

Der Emu Dinewan machte einmal mit seinen beiden Frauen, den Krähen Wahn, einen Ausflug. Unterwegs bemerkten sie, daß die Wolken sich zusammenballten und es bald Regen geben würde. Da trugen sie schnell einige Rindenstücke herbei und machten sich eine kleine Hütte. Und als es anfing zu regnen, schlüpften sie hinein, um nicht naß zu werden. Dinewan wollte seinen Frauen aber einen Possen ... weiterlesen


Der Ibis und der Mond

Der Ibis Muregu hatte lange als Einsiedler gelebt. In der Einsamkeit hatte er sich viele Bumerangs, Keulen, Speere, Schilde und Decken aus Opossumfell angefertigt. Die Waffen hatte er schön mit einem Opossumzahn beschnitzt und die Decken auf der Innenseite prächtig bemalt. Dann hatte er sich aus einem Emuknochen eine Nadel gemacht, sie eingefädelt und die Decken mit Opossumsehnen ... weiterlesen


Die Fliegen Bunnyyarl und die Bienen Wurrunnunnah

Die Bunnyyarl und Wurrunnunnah waren Verwandte und lebten zusammen im selben Orte. Die Wurrunnunnah waren fleißig und arbeiteten tüchtig, um rechtzeitig viele Vorräte einzusammeln und sie für die böse Zeit der Hungersnot aufzuspeichern. Die Bunnyyarl bekümmerten sich jedoch nicht um die Zukunft; sie vergeudeten die Zeit mit Spielen und Possentreiben und dachten gar nicht daran, ebenfalls ... weiterlesen


Woher der Frost kommt

Die Meamei oder Plejaden lebten einst auf der Erde. Es waren sieben Schwestern und wegen ihrer Schönheit berühmt. Sie hatten langes Haar, das bis zu den Hüften herabfiel, und ihre Körper waren mit Eiszäpfchen besät. Ihre Eltern lebten irgendwo weit in den Bergen und blieben dort, sie wanderten nicht umher, wie es die Töchter zu tun pflegten. Wenn die Schwestern auf die Jagd gingen, ... weiterlesen


Die Blutblume

In der Nacht war Wimbakobolo geflohen und hatte Purleemil, die Verlobte des Tirlta, mitgenommen. Nun war das Geschrei im Lager des Fluß-Stammes groß; die Alten versammelten sich und beratschlagten, wie sie ihn wohl wieder einsangen könnten. Während sie so beisammen saßen, kamen die jungen Leute herbei und erzählten, daß die Spuren der Flüchtigen nach dem großen Boulka-See führten, wo ... weiterlesen


Der Kranich und die Krähe

Der Kranich war ein großer Fischer. Er pflegte die Fische unter den Baumstämmen im Flusse mit den Füßen herauszujagen und eine große Anzahl auf diese Weise zu fangen.

Als er eines Tages wieder eine große Menge Fische am Ufer beisammen hatte, kam die Krähe herbei, welche damals noch ganz weiß war. Sie bat den Kranich um einige Fische.

»Warte noch ein wenig,« sagte der ... weiterlesen


Die Entstehung der Sonne

In alten Zeiten gab es noch keine Sonne; nur Mond und Sterne leuchteten am Himmel. Damals lebten auf der Erde auch keine Menschen, sondern nur Vögel und Tiere, die viel größer waren als heute.

Eines Tages gingen der Emu Dinewan und der Kranich Brälgah auf der großen Ebene am Murrumbidjee spazieren. Sie fingen an sich zu zanken und kriegten miteinander das Prügeln. Brälgah lief in ... weiterlesen


Wie die Blumen wieder in die Welt kamen

Als Byamee die Erde verlassen hatte und nun hoch oben auf dem Oobi-Oobi-Berge im fern-fernen Bullimah-Land wohnte, da welkten alle Blumen, die auf den Ebenen, Abhängen und Bäumen wuchsen, und gingen ein. Keine einzige kam wieder. Und als keine Blumen mehr zu sehen waren, war die Erde wüst und leer. Daß es jemals welche gegeben hatte, wurde zum Märchen, das die Alten im Stamm den Jungen ... weiterlesen


Die sieben Schwestern Meamei

Wurunnah war den ganzen Tag über auf der Jagd gewesen und kam abends müde und hungrig nach Hause ins Lager zurück. Er bat seine alte Mutter um etwas Grassamenbrot, doch sie antwortete, es wäre nichts mehr übrig geblieben. Nun sagte er zu den andern schwarzen Gesellen, sie möchten ihm einigen Grassamen geben, damit er sich selber ein Brot backen könne. Sie wollten ihm jedoch nichts abgeben. ... weiterlesen