WISSENSWERTES

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R.O. Waldburg: Zwei Märchen aus der Bukowina
Josef Virgil Grohmann: Sagen-Buch von Böhmen und Mähren
Otto Knoop: Polnische Märchen aus der Provinz Posen
Pauline Schullerus: Rumänische Volksmärchen aus dem mittleren Harbachtal
P.C. Asbjørnsen: Norwegische Märchen und Schwänke
Raimund Friedrich Kaindl: Ruthenische Märchen und Mythen aus der Bukowina
Yrjö Wichmann: Wotjakische Sprachproben
Heinrich Zschalig: Die Märcheninsel. Märchen, Legenden und andere Volksdichtungen von Capri
David Brauns: Japanische Märchen und Sagen
Oskar Dähnhardt: Naturgeschichtliche Volksmärchen
Georg Widter und Adam Wolf: Volksmärchen aus Venetien
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T. Braga: Contos tradicionaes do povo portuguez
T. von Held: Märchen und Sagen der afrikanischen Neger
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Märchen - Theodor Vernaleken: Kinder- und Hausmärchen dem Volke treu nacherzählt

Die drei Wunderfische

Ein Fischer, welcher schon viele Tage durch nichts gefangen hatte, machte sich abermals zum See auf, um die Netze auszuwerfen. Er hatte zwar wenig Hoffnung, allein er mußte es versuchen, denn Weib und Kinder schrieen nach Brot.

Der Fischer warf das Netz in's Wasser, und als er dasselbe herauszog, lag ein Stein darin. Zum zweitenmal zog der Fischer einen ersäuften Eber hervor; dann warf ... weiterlesen


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Hans löset Räthsel

Drei Krieger, welche des Dienstes überdrüssig waren, verließen einst das Heer mit einem andern, Namens Hans, den sie verleitet hatten, ihnen zu folgen, indem sie ihm wunderbare Dinge vorspiegelten. Da sich die vier Ausreißer bei Tage auf der Straße nicht sehn lassen durften, so wanderten sie zur Nachtzeit.

Eines Abends kamen sie in einen großen Wald, machten vor demselben Halt und ... weiterlesen


Der Kropfige

Vor Zeiten lebte eine Mann, welcher drei Söhne hatte, von denen einer, Namens Hans, seine fünf Sinne nicht ganz beisammen hatte. Da der Vater die Absicht hegte, seine Söhne sollten, wie er, die Welt kennen lernen, so machte er ihnen den Vorschlag, die Heimat zu verlassen, um sich dann in der Fremde den Unterhalt selbst zu verschaffen und sich etwas zu ersparen. Sie nahmen den Vorschlag mit ... weiterlesen


Der Wunderschimmel

In einem Städtchen wohnte vor Zeiten ein armer Mann. Die Arbeit ging ihm aus, und er gerieth dadurch in das äußerste Elend. Eines Tages ging er in einen nahegelegenen Wald und wollte sich erkundigen, ob ihn der Jäger nicht als Holzfäller brauchen könne. Doch er bekam eine abschlägige Antwort und wollte eben trostlos heimkehren, als ihm ein Weidmann begegnete, der ganz grün gekleidet war, ... weiterlesen


Wie Hans sein Weib findet

Hans wanderte einst in die Welt, um gute Menschen zu finden. Da kam er in einen großen Wald. Müde legte er sich unter eine Eiche nieder und bald war er eingeschlafen. Als er wach wurde, schien die Sonne; er sprang auf, nahm aus seinem Brotsack ein Frühstück und ging dann tiefer in den Wald. Der wollte aber kein Ende nehmen, und es wurde ihm bange um's Herz. Als er die dritte Nacht in dem Wald ... weiterlesen


Die schönste Braut

Vor vielen Jahren lebte ein Vater, der hatte drei Söhne; der erste hieß Christoph, der zweite Philipp und der dritte Gottschalk. Mit den zwei älteren war er recht zufrieden, denn sie waren thätig und halfen dem Vater arbeiten, so gut sie nur konnten; aber der jüngste war ein Dummerjan. Den ganzen lieben Tag steckte er hinter dem Ofen, und niemand konnte ihn recht leiden, obgleich er keinem ... weiterlesen


Der verfluchte Garten

Es lebte einst ein König, der drei Söhne hatte, von denen der jüngste, der Ludwig hieß, schöner war als die anderen, weshalb ihn auch seine beiden Brüder nicht leiden konnten. Als eines Tages früh der älteste Sohn in das Zimmer des kranken Vaters trat, um sich nach dem Befinden desselben zu erkundigen, erzählte ihm dieser: »Mir ist im Traume eine weiße Gestalt erschienen, die sagte, ... weiterlesen


Die wunderbare Rettung

Vor vielen Jahren lebte ein König, der ein großes Reich beherrschte. Einst rüstete er sich zu einem Jagdzuge; da er aber, um in das Jagdrevier zu gelangen, über's Meer fahren mußte und die Jagd auch mit vielen Gefahren verbunden war, so sagte er bei der Abfahrt zu seiner Gemahlin: »Da ich bei dieser Jagd umkommen könnte, dieselbe auch lange dauern dürfte, müssen wir uns ein Merkmal ... weiterlesen


Die geraubte Königstochter

Es lebte einst ein mächtiger König, welcher eine ebenso reiche als schöne Gemahlin hatte. Diese gebar ihm ein Mädchen. Als aber der Tag der Taufe kam, wußte der König nicht, wen er zur Taufpathin nehmen solle. Da erschien am Vorabende eine weiße Frau, die sich hiezu antrug, und die Eltern nahmen das Anerbieten freudig an, denn sie dachten das Kind werde von der Zauberin reich mit ... weiterlesen


Die drei Müller

Es lebte einst ein reicher Müller, welcher drei Söhne hatte, die das Handwerk ihres Vaters lernten. Nachdem ihre Lehrzeit beendigt war, wurden sie freigesprochen. Sie blieben noch einige Jahre im väterlichen Hause, und dann zogen sie in die Fremde, um die Welt kennen zu lernen.

Nachdem sie ein schon ziemlich großes Stück Weges zurückgelegt hatten, erreichten sie einen dichten Wald, ... weiterlesen


Witi

Ein armer Bauer hat drei Söhne gehabt, zwei gescheite und einen dummen. Dieser hat Hansl geheißen und ist von seinen Brüdern immer deshalb gehänselt worden. An einem Sonntag hat einmal der Vater gesagt: »Meine lieben Söhne, ihr seid jetzt alt genug, geht und schaut euch (›eng‹) in der Welt ein wenig um; wer das Gescheiteste heimbringt, der bekommt das Haus.« »Schon recht«, ... weiterlesen


Wie ein Schafhirt reich wurde

Ein Hirt weidete auf der Wiese seine Schafe. Es war ein heißer Sommertag, und die Herde verlief sich in den benachbarten Wald, um vor der Hitze geschützt zu sein. Als sich der Hirt vergebens bemüht hatte, die Schafe zusammenzutreiben, wurde er zornig, und die Herde sich selbst überlassend, ging er fort in die weite Welt. –

Unser Schäfer war das Gehen gewohnt, daher dauerte es ... weiterlesen


Di drei Dosna (Dosen)

S' war a moal an oami bluadoami Beirinn, de hot a Madl ghabt und dös hot Annamia'l1 ghaßa. A mal wia d'Annamia'l in d'Schul gonga r'is, is a rechta'n 'oama olda Dattl2 daherkema und hots bitt' um a bissa'l was. Da Annamia'l dö e als wia woachherzi woa, hot a d'aboamt3, wal n'a d'andan ali ausgheanzt4 ham und is heagonga und hot eam von Brot was zun Fruahstuck ghabt hot, d'greßari Hälfti ... weiterlesen


Alles glaubt der König doch nicht

Es war einmal ein König, welcher alles glaubte, was man ihm erzählte. Er versprach demjenigen, der ihm etwas sagen würde, was er nicht glauben könnte, die Hand seiner Tochter und seinen Thron. Da kamen Leute aus allen Weltgegenden und schwatzten ihm allerlei Lügen vor, die er alle glaubte. Nun reiste einst ein Handwerksbursche durch das Land, welches dieser König beherrschte, und hörte, ... weiterlesen


Die hüpfende Schlafhaube

Es war einmal ein König, der hatte drei Söhne. Da kam eines Tages ein Jude und zeigte ihm ein sehr feines Halstuch, und sagte, wenn sich der König ein solches verschaffen könne, so wolle er seinen Kopf verlieren. »Gut«, sagte der König, »du setzest viel ein, darum will ich auch viel einsetzen und eines meiner drei Königreiche sei dein, wenn ich die Wette verliere; wo nicht, so fällt ... weiterlesen


Drei Prinzessinnen erlöst

Einst regierte in einem großen Reiche ein König, welcher drei Töchter hatte, die er sehr liebte. Eines Tages gingen sie spazieren und kamen nicht mehr zurück. Der König war darüber außer sich und sandte Boten aus, um seine drei Töchter zu suchen; aber vergebens. Die Boten kehrten zurück, ohne die geringste Spur aufgefunden zu haben. Nun entschloß sich der König, demjenigen, der die ... weiterlesen


Das Geschenk des Windes

Es lebte einmal ein Bauer mit seiner Frau in der größten Armut. Der Bauer war ein sehr gutmüthiger Mann, seine Frau dagegen so boshaft, daß sie ihn um Kleinigkeiten oft prügelte, und zwar nach Noten. Eines Tages schickte sie den geduldigen Mann mit Getreide in die Mühle; der Müller, der ihre Armut kannte, mahlte ihnen das Getreide umsonst. Als der Bauer nach Hause ging, erhob sich ein ... weiterlesen


Für einen Kreuzer hundert

Es war einmal eine Witwe, welche einen Sohn hatte, den sie christlich erzog und auch fleißig in die Kirche schickte. Da hörte der Knabe einst in der Predigt die Worte: »Wer den Armen etwas gibt, dem zahlt es Gott hundertfach zurück.« Sogleich gab der Knabe einen Kreuzer in den Klingelbeutel und hoffte nun von Tag zu Tag, daß Gott zu ihm kommen werde, um ihm hundert Kreuzer zurückzuzahlen. ... weiterlesen


Die drei weißen Tauben

Es war einmal eine Mutter, welche einen braven Sohn mit Namen Hansl hatte. Als dieser neunzehn Jahre alt war, ging er in die weite Welt, um sich einen Dienst zu suchen. Eines Abends verirrte er sich in einem ungeheuren Walde, aus welchem er sich nicht mehr heraus finden konnte. Da erblickte Hansl plötzlich in der Ferne ein Licht, auf welches er sogleich zuging. Er fand eine alte baufällige ... weiterlesen


Die dreizehn Brüder

Ein armer Jäger hatte seit langem kein Wild erlegen können; Pulver und Blei waren verschossen, und eben wollte er mit der letzten Kugel seinem Leben ein Ende machen. Da flog über ihm etwas Schwerfälliges auf. Der Jäger läßt erschrocken sein Gewehr fallen, sieht hinauf und bemerkt hoch auf einem Baume ein riesengroßes Nest. Vielleicht sind Eier in dem Neste, dachte er und stieg hinauf. Und ... weiterlesen


Moriandl, Zuckerkandl

Es war einmal ein Bauer und eine Bäuerin. Diese hatten zwei Kinder, einen Knaben mit Namen Zuckerkandl und ein Mädchen mit Namen Moriandl. Mutter und Vater liebten ihre Kinder sehr und gaben ihnen alles, was zu ihrer Wohlfahrt nothwendig war. Die Eintracht und der Friede ward in diesem Hause niemals gestört, so daß man weit und breit das Leben dieser Familie als Muster des häuslichen ... weiterlesen


Herr Kluck

Einst wanderten zwei Brüder durch einen großen Wald, und da gesellte sich noch ein Reisender zu ihnen. Die drei wurden warm und beschlossen, sich nicht voneinander zu trennen und nur in jener Stadt zu bleiben, wo alle drei Arbeit finden würden. Weil sie aber in keiner Stadt alle zugleich beschäftigt werden konnten, so reisten sie immer wieder weiter. Durch das viele Reisen ging aber ihr Geld ... weiterlesen


Eins schlägt zwölf, zwölf schlagen neun und vie

Es lebte einst ein König, der hatte eine schöne Tochter. Von weit und breit zogen die Prinzen hin, um sie zu freien. Doch sie wollte nicht heiraten und ließ sich von ihren Freiern ein Räthsel aufgeben; wenn sie es auflösen konnte, verfiel der Wagehals dem Tode und wurde gehängt.

Ein benachbarter Königssohn hörte von der wunderlichen Prinzessin, und nahm sich vor, sein Glück zu ... weiterlesen


Die drei Eier

Es lebten einmal zwei Schwestern, von denen jede ein kleines Mädchen hatte. Bald starb die eine von ihnen, und die andere mußte das Kind der verstorbenen Schwester zu sich nehmen. Sie war aber selbst arm und hatte kaum Brot und Kleider für sich und ihre Tochter. Deshalb mußte das Mädchen den Unterhalt sauer verdienen und fast alle Arbeiten im Hause verrichten.

Eines Tages gab ihr die ... weiterlesen


Die Erlösung aus dem Zauberschlafe

Es lebte einmal ein Graf, der sehr reich war. Eines Tages ritt er sammt seiner Frau auf das Feld, um seine Saaten in Augenschein zu nehmen. Alles war zu seiner größten Zufriedenheit schon ziemlich herangewachsen und beide ritten wieder nach Hause. Unterwegs erhob sich ein großer Sturm und trieb dem Grafen den Staub so in die Augen, daß er nichts mehr sah. Zu Hause ließ er den Arzt holen, ... weiterlesen


Die Jungfrau auf dem gläsernen Berge

Es war einmal ein armes Weib, das hatte einen Sohn, der hieß Hans. Dieser ging einst in den Wald, und als er eine Weile gegangen war, kam er zu einem Teiche. Kaum näherte er sich dem Ufer, so sprangen drei wunderschöne Frauen aus dem Wasser, warfen die Hemden über und flogen, in Enten verwandelt, schreiend davon. Die mittlere der drei Frauen hatte dem Hans besonders gefallen. Er ging nach ... weiterlesen


Der klingende Baum

Es war einmal ein Königssohn, der nach dem Tode seines Vaters die Regierung führte. Durch seine Heirat kam er mit seiner Mutter in Feindschaft, weil er sich nicht diejenige genommen hatte, welche ihr gefiel. Nicht lange nach der Hochzeit mußte der König in den Krieg ziehen, welcher drei Jahre dauerte. Seine Frau hatte unterdessen zwei schöne Knaben geboren. Die Mutter des Königs wollte sich ... weiterlesen


Der Schneider und der Jäger

Ein Schneidergeselle, der seines Handwerks überdrüssig war, wanderte in die Welt hinaus. Als er die erste Tagreise zurückgelegt hatte, kam er in einen dunklen Wald und hörte hier jemanden singen. Er ging näher hinzu und sah einen Jäger, der neben einem Baume saß und sich ein Liedchen sang. Der Schneider fragte den Jäger, warum er hier im Walde müßig sitze, statt seinem Geschäfte ... weiterlesen


Der erlöste Zwerg

Ein Tagelöhner ging eines Morgens in einen Wald, um Holz zu sammeln. Da begegnete ihm ein Bettler, der mühselig auf Krücken einherhumpelte und ihn fragte: »Wie weit ist es noch bis zum nächsten Dorfe?« Der Tagelöhner antwortete: »Es ist wohl nur eine halbe Stunde, aber du wirst es vor einer Stunde nicht erreichen.« Der Bettler dankte und fragte weiter: »Möchtest du mir nicht einen ... weiterlesen


Der Wunschfetzen, die Goldziege, die Hutsoldaten

Es war einmal ein Schuster, der war sehr arm und hatte nichts als eine Frau und eine alte Ziege. Er konnte sich in der Heimat nichts mehr verdienen und beschloß deshalb fortzureisen. »Höre, liebe Frau«, sagte er eines Tages zu ihr: »Du siehst, daß ich mir hier nichts verdienen kann, und ich bin daher willens, morgen fortzureisen. Schlachte unsere Ziege, damit ich unterwegs etwas zu essen ... weiterlesen


Der Wunderbaum

Es war einmal ein Bauer, der hatte drei Söhne, von denen aber einer sehr dumm war und daher von allen der dumme Hansl genannt wurde. Alles, was er unternahm, mißglückte ihm, und alles, was er ergriff, fiel zur Erde. Sein Vater meinte, er könne ihn durch Prügel gescheit machen, und prügelte ihn nach jedem dummen Streich, doch es half nichts. Eines Tages wuchs in dem Orte auf einmal ein ... weiterlesen


Die neun Vögel

Einst lebte ein König, welcher eine Tochter hatte, die sehr grausam war. Schon in ihrer Jugend war sie sehr blutdürstig. So schnitt sie z.B. den Vögeln, die sie gefangen hatte, die Zunge oder Füße ab, ließ sie dann fliegen, oder brannte ihnen die Augen aus. Wo sie einem Thiere etwas zu Leide thun konnte, that sie es. Als sie älter wurde, vermehrte sich auch ihre Grausamkeit, und sie wagte ... weiterlesen


Der Waldkater

Es war einmal ein Köhler, der hatte nichts als ein Weib mit einem Kinde, das erst ein paar Tage alt war. Dieses war noch nicht getauft, und der Köhler beschloß, sich um einen Pathen umzusehen. Weil er im Walde wohnte, so mußte er in das nächste Dorf gehen, um sich einen Gevatter auszubitten, und er machte sich deshalb in seinem Sonntagsgewande auf den Weg. Dort angelangt, ging er ... weiterlesen


Der Zaubertopf und die Zauberkugel

In einem Dorfe lebte vor Zeiten ein armer Kirchendiener, der nur mit Mühe sein und seiner Familie Leben fristete. Seine Frau handelte mit Eiern, die sie nach der nahe gelegenen Stadt trug, wo sie für den Erlös Nahrungsmittel kaufte. Aber plötzlich verlor sie fast alle Hühner, und sie sah sich genötigt, auch das letzte noch zu verkaufen. Am nächsten Morgen ging sie nach der Stadt, mit einem ... weiterlesen


Die Mundkur

Vor vielen Jahren lebte ein König, der einen sehr großen Mund hatte. Diese Bescherung hatte er von einer Hexe für einen ihr nicht erfüllten Wunsch erhalten. Da der König über seinen häßlichen Mund sich immer mehr ärgerte, so beschloß er, die Hand seiner Tochter demjenigen zu geben, der ihn von seinem Übel befreien würde.

Da lebten nun in einem Dorfe, nahe der Residenzstadt, ... weiterlesen


Der blöde Peter

Es war einmal ein Knabe, den man allgemein den blöden Peter nannte. Seine Eltern waren frühzeitig gestorben, und so war er aufgewachsen, ohne etwas gelernt zu haben. Er verstand nur wie ein Singvogel zu schlagen, und ahmte den Gesang der Lerchen täuschend nach.

Eines Tages hatte Peter einen gewaltigen Hunger, er ging deshalb in ein Bauernhaus und begehrte zu essen. Die Bäuerin gab ihm ... weiterlesen


Der Trommler

Einst wurde eine Stadt von einem Feinde hart bedroht. Die Einwohner derselben flüchteten sich daher alle, so daß die Soldaten nichts fanden, als einen kleinen Knaben, welchen seine Eltern in der Eile zurückgelassen hatten. Die Soldaten brachten diesen Knaben zu ihrem Könige, welcher ihn bei sich behielt und erziehen ließ. Nachdem der Knabe herangewachsen war, fragte ihn der König, zu was er ... weiterlesen


Die sieben Raben

Es war einmal ein Weib, das sieben Söhne und eine Tochter hatte. Die Söhne machten der Mutter durch ihre Naschhaftigkeit vielen Verdruß. Als sie einst Krapfen buk, mausten ihr die sieben einen nach dem andern von der Schüssel. Da gerieth die Frau in Zorn und sprach: »Verdammte Jungen, ihr stehlet ja wie die Raben, möchte euch doch der Böse in solche verwandeln und euch mir vom Halse ... weiterlesen


Der schwarze Vogel

Ein Mann hatte zwölf Söhne und eine sehr schöne Tochter. Diese war das Herzbinkl ihrer Mutter, während die Söhne sehr streng von ihr behandelt wurden. Deshalb beschlossen die Söhne ihre Eltern zu verlassen und in der Fremde ihr Glück zu suchen. Sie wußten, daß ihr Vater sie nicht fortlassen würde und hielten daher ihren Plan geheim. Sie sparten einiges Reisegeld und warteten nur auf ... weiterlesen


Besenwurf, Bürstenwurf, Kammwurf

Auf einem Schlosse lebte einst ein Graf Namens Rudolf, dessen Gemahlin ein goldenes Kreuz auf der Stirn hatte. Ihre Tochter Adelheid hatte dasselbe Zeichen auf der Stirn. Als sie 20 Jahre alt war, starb plötzlich ihre Mutter, und die Trauer und der Schmerz des Grafen und seiner Tochter war nun grenzenlos. Nachdem die Mutter beerdigt war, verschlossen sich der Vater und sein Kind in ihre ... weiterlesen


Der Betenkrämerhansl

Es war einmal ein Bauer und eine Bäuerin, die hatten einen Sohn, welcher Hansl hieß. Als er groß war, hätte er in eine Lehr kommen sollen, weil er aber schon von klein auf nichts nutz war, so hat ihn niemand in die Lehr nehmen wollen. Seine Eltern haben sich darüber sehr gekränkt und sind auch bald darauf gestorben. Jetzt war unser Hansl allein und hat sich nicht zu helfen gewußt. Da ist ... weiterlesen


Der kleine Schneider

Es war einmal ein armer Taglöhner, der sich mit seiner Frau und seinen drei Kindern nur kümmerlich durchbrachte. Als der älteste Sohn vierzehn Jahre alt war, kam er zu einem Schlosser in die Lehre; ebenso der zweitälteste. Als aber an den jüngsten, Namens Hans, die Reihe kam, war er noch viel zu schwach, um in die Lehre zu gehen und mußte also einstweilen seines Vaters Gänse ... weiterlesen


Der Hund und der Wolf

Es war einmal eine Bauernfamilie, welche unter ihren Hausthieren auch einen Hofhund hatte, Namens Sultan. Als der Hund alt geworden war, jagte ihn der Bauer fort, indem er meinte, daß derselbe seinen Dienst nicht mehr pünktlich versehen könne. Ganz niedergeschlagen, mit gesenktem Kopfe, verließ der Hund das Dorf und klagte für sich: »So belohnt man meine Treue in dem beschwerlichen Dienste; ... weiterlesen


Die sieben Rehe

Es war einmal ein Graf, der besaß viele Wälder und hatte eine zahlreiche Dienerschaft. Er war sehr gottesfürchtig und hatte schon manchen Sieg erfochten. In den Tagen des Friedens war es sein größtes Vergnügen, dem Wilde nachzujagen, wobei er sich von seinem Gefolge oft ganz weit entfernte. Eines Tages, als er wieder auf einer Jagd war, sah er in der Ferne ein weißes Reh mit ... weiterlesen


Die zwei Schusterssöhne

Einmal ging ein Schuster fischen und fing drei Karpfen, jeden von zehn Pfund. Als er nach Hause ging, verlor er einen Fisch und als dieser rief: »Halt an!« so sagte der Schuster: »Dich mag ich nicht, weil du schreien kannst«, und ging weiter. Mit dem zweiten Fisch geschah dasselbe. Als er aber endlich den dritten verlor und wieder sagte, er wolle ihn nicht, da rief der Fisch: »Nimm mich mit ... weiterlesen


Die Judasteuflin

Es lebte einst ein Ritter mit seiner Gemahlin viele Jahre in stiller Eintracht und Thätigkeit. Sie hatten nur den sehnsüchtigen Wunsch, einen Erben zu hinterlassen. Oft saß der Ritter in dem Walde, welcher seine Burg umgab, bei einem großen Stein und weinte bittere Thränen, so daß ihn schon jedermann in der Umgebung den Schmerzensritter nannte.

Als er einst nach seiner Gewohnheit bei ... weiterlesen


Hondidldo

Es war einmal ein Bauer, der hatte drei Söhne, von denen der eine dümmer als der andere war. Der erste ward Didldei, der zweite Didldob und der dritte, welcher der dümmste war, Hondidldo geheißen. Der Bauer hatte in seinem Garten einen wunderschönen Apfelbaum, und da bemerkte er eines Tages, daß ihm eine Menge Äpfel gestohlen waren. Darum beschloß er, heint genau acht zu geben, wer denn ... weiterlesen


Sie tanzen nach der Pfeife

Es lebte einmal ein Ehepaar, welches drei Söhne hatte. Zwei derselben galten für die schönsten Burschen des Ortes; ihrem Bruder, der bucklich war, thaten sie aber allen nur möglichen Schabernack an. Dieser ließ sich anfangs alles gefallen, doch die Brüder trieben es immer ärger, so daß er genöthigt war, das Weite zu suchen.

Der Buckliche ging traurig fort und wanderte den ganzen ... weiterlesen


Der Brautwerber

Es war einmal ein König, der hatte eine sehr schöne Tochter. Als sie heiratsfähig war, sandte er Boten durch das Land, welche verkündeten, daß nur der die Prinzessin bekomme, welcher die von ihr vorgelegten Fragen beantworten werde. Es versuchten nun viele ihr Glück, aber keiner konnte die Fragen beantworten. Da lebte in einem Dorfe ein Bauer, der hatte drei Söhne. Zwei davon waren weit ... weiterlesen


Winterkölbl

Es lebte einmal ein armer Holzhauer mit seiner Frau und seinem kleinen Töchterlein an einem großen Walde. Er wußte oft nicht, womit er den Hunger der Seinigen stillen sollte, und nahm sich deshalb vor, seine Tochter in den Wald zu führen und dort zu verlassen.

Als er wieder einmal für sich und seine Familie nichts zu essen hatte und auch keine Arbeit bekommen konnte, nahm er das Kind ... weiterlesen


Da Seppl mit di goldenen Hoar

'S woar a mal an oarme Baua und a Beirin, dö hom an Suhn g'hobt und der hot Seppl g'hoaß'n. Wia da Bui greßa woa'n is, is's eana r'a bessa gonga, und da Seppl is i d'Stodt gonga und hot si a feams Roß kafa wölln. Wia r'a am Roßmoak kema is, is a reicha Herr do g'west und dea hot d'schensten Roß z'sommkaft, daß fir'n Seppl goa kan's do mehr g'west is. Wa'l owa dea reichi Herr an Knecht ... weiterlesen


Der Fischerssohn

Es war einmal ein armer Fischer, der sollte der Königin Fische zu ihrem Geburtstage bringen. Er saß den ganzen Tag am Ufer des Flusses und fischte, fing aber keinen einzigen. Voll Verzweiflung ging er in den Wald und wollte sich erhängen. Da kam ihm ein Jäger entgegen, der war der Teufel; der Fischer aber erkannte ihn nicht. Der Jäger fragte diesen, warum er so traurig sei. Der Fischer ... weiterlesen


Der Hirt und die Zwerge

Es war einmal ein König, welcher einen alten, kränklichen Schafhirten hatte. Als dieser starb, brauchte man einen andern Hirten, denn die Schafe konnten unmöglich ohne Hüter bleiben. Der König ließ daher in seinem Lande bekannt machen, daß der alte Schäfer gestorben sei und er einen neuen in Dienst nehmen werde. Zu der Zeit kam ein junger Hirt in die Stadt, ließ sich beim Könige melden, ... weiterlesen


Der pfiffige Hans

Vor vielen, vielen Jahren lebte einmal ein Mann, der einen Sohn hatte. Als derselbe größer ward, mußte er sich bei fremden Leuten als Hirt verdingen. Eine geraume Zeit hatte er sich und seinen Vater ernährt, als er plötzlich Lust zum Wandern bekam. Nichts konnte Hansen mehr abhalten; nur draußen meinte er, könne er sein Glück machen. Er machte sich daher auf die Strümpfe und wanderte in ... weiterlesen


Die zwei Schwestern

In einem Dorfe lebte eine Frau, welche bei den Nachbarn wegen ihres Stolzes und ihrer Hartherzigkeit wenig beliebt war. Sie hatte zwei Töchter, von denen die ältere ganz der Mutter glich, die jüngere aber durch Einfachheit. Güte und Dienstfertigkeit die allgemeine Liebe der Dorfbewohner genoß; nur die Neigung ihrer Mutter und Schwester konnte sie nicht erlangen. Um sie los zu werden, ... weiterlesen


Die drei Aufgaben

Einst lebte in einer großen Stadt ein mächtiger König, welcher eine einzige Tochter hatte. Als diese das achtzehnte Jahr erreicht und noch kein Bräutigam sich eingefunden hatte, dachte der König, es wäre am besten, die Tochter irgend einem Manne zu geben, der die Aufgaben löst, welche der König ihm geben würde. Zu dem Zwecke ließ der König den in seiner Residenzstadt befindlichen, ... weiterlesen


Der Hund und die Ammer

In einem Dorfe wurde einst eine Hochzeit gehalten, bei welcher man gut schmauste. Der Hund des Bräutigams bekam aber nicht das mindeste und litt großen Hunger. Voll Verdruß ging er in den Garten, der zu dem Hause gehörte, legte sich dort nieder und knurrte. Da kam eine wachsgelbe Ammer dahergeflogen, setzte sich auf einen Baum und blickte auf den Hund herab, der eine traurige Miene machte. ... weiterlesen


Kruzimugeli

Es war einmal ein König, der wünschte sich zu verheiraten, aber er hatte beschlossen, keine andre zur Gemahlin zu nehmen, als eine, welche pechschwarzes Haar und eben solche Augen habe; ob von hoher oder niederer Herkunft, das galt ihm gleich. Er ließ daher eine Aufforderung im ganzen Lande ergehen, es sollten sich alle Mädchen, mit den oben angegebenen Eigenschaften, bei ihm ... weiterlesen


Die Ziege und die Ameise

Ein Bauer hatte eine Ziege, die er über alles liebte. Da sprach er eines Tages zu seinem Sohne Karl: »Hoalt ma di Goaß owa guat, sunst wird da da Kopf ogschlagn.« Der Knabe that, was ihm befohlen war, ließ von der Ziege Wiesen abfressen, Wald abfressen, den Teich aussaufen u.s.w. und trieb dann frohen Muthes seine Ziege nach Hause. Daselbst angekommen, fragte der Bauer die Ziege: »No Goaß, ... weiterlesen



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