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Märchen - Vermischte friesische Märchen und Sagen

Der unbekannte Feind

Als es einmal hieß, der Krieg zwischen Münster und Ostfriesland werde bald wieder ausbrechen, waren viele Fälinger bei der Heuernte.

Es war ein heißer Tag, und die Fälinger hatten einen großen Kupferkessel voll Buttermilch mitgenommen, den sie bald geleert hatten. Der saure Geruch hatte nun eine Hummel durch das Deckelloch hineingelockt, die nun mit Gebrumm im Kessel herumflog und ... weiterlesen


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Die Fälinger wollen Licht in ihr Rathaus tragen

Die Fälinger hatten einst ein Rathaus (andere erzählen auch, eine Kirche) gebaut und dabei vergessen, Fenster einzusetzen. Nun hielten sie alle eifrig Rat, wie sie der Finsternis abhelfen könnten.

Der eine schlug vor, das Dach abzudecken, damit das Licht von oben hineinkäme, ein zweiter riet, die Giebelwand abzureißen, ein dritter wollte sogar das ganze Haus umgebaut haben.

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Was der Kiebitz rief

Im Frühjahr, als der Kiebitz wieder seinen Einzug gehalten hatte, waren einst einem Schäfer sechs Schafe verlorengegangen, fünf weiße und ein schwarzes.

Auf der Suche nach seinen verlorenen Tieren, hörte der Schäfer den Kiebitz rufen: »Kiewitt! Kiewitt!« und er glaubte nichts anderes zu hören als »Fief witt! Fief witt!«

Erfreut fragte er den Vogel, der, wie er meinte, ... weiterlesen


Der Basilisk

Ein Reisender hatte unterwegs seine Taschenuhr verloren. Erst im nächsten Dorfkrug bemerkte er seinen Verlust. Beim Essen erzählte er von seinem Mißgeschick und beschrieb dem Wirte seine Uhr. Ein Fäling, der desselben Weges, aber später als der Reisende, dahergekommen war, hörte mit zu. Als der Reisende nun geendet hatte, sagte er mit allen Anzeichen innerlichen Entsetzens: »So 'n Dinges ... weiterlesen


Das Ei vom Pferd

Ein Fälinger reiste einst mit seinem jungen Sohn durch die Frieslande. Da fiel dem Jungen ein Fohlen auf, das mit der Stute auf einer Weide graste.

»Vader, wor kummt dat Hiesfahl her?« fragte er neugierig, und der Alte antwortete: »Ut 'n Ei.« Da bettelte der Junge: »Vader, koop mi ok 'n Peermo'er, de Eier leggt, ik will ok 'n Hiesfahl.« Der Vater kaufte eine alte Mähre und nahm sie ... weiterlesen


Die Fälinger wollen einen ostfriesischen Turm ums

Die Münsterländer hatten einst beschlossen, den ihnen am nächsten liegenden ostfriesischen Kirchturm zu zerstören. Mit zehn Ochsengespannen – denn Pferde hatten sie damals noch nicht – und einem langen starken Tau gingen sie eines Nachts auf Vandalenfahrt aus.

Es ist nicht mehr bekannt, ob der Anschlag dem Turm in Völlen oder auch in Steenfelde gegolten hat.

Als sie ... weiterlesen


Was er gesucht hat

Hinnerk und seine Frau sind beide eigentlich ein paar gute Leute, aber echt ostfriesische 'Stiefkoppen'. Daß sie dabei oft etwas hart aneinandergeraten, ist erklärlich, denn keiner kann doch dem andern recht geben, wenn man es selbst anders meint. Das wäre ja ganz undenkbar bei beiden.

So kommt es denn oft vor, daß sie 'düll upnanner' sind und dann sagt lange keiner ein Wort zu dem ... weiterlesen


So müßt ihr blasen

Zwei adlige Eheleute waren nicht wenig stolz auf ihre Ahnen aber noch viel mehr auf ihre eigentümliche Gesichtsbildung, und beide waren es mit gleichem Recht, denn dem Manne stand der Mund zur rechten Seite, der Frau aber zur linken.

Sie hatten nur einen einzigen Sohn, der, wenn er auch die Vorzüge der Eltern nicht geerbt hatte, sich doch wieder einer eigentümlichen Schönheit erfreute, ... weiterlesen


Die Fälinger wollen einen Balken in ein Haus trag

Als die Fälinger ihr erstes Steinhaus bauten, wollte es ihnen nicht gelingen, einen Balken durch die Haustür zu schaffen, denn sie versuchten immer wieder, ihn quer hindurchzutragen. Als sie sich lange vergeblich abgemüht hatten, sahen sie, wie ein Lünink, ein Sperling, einen Strohhalm der Länge nach, das eine Ende voran, in sein Nest trug.

Nun wußten sie, wie sie es anzufangen ... weiterlesen


Hängen spielen

(a) Die Fälinger waren nur so lange ehrliche Handelsleute, wie man ihnen scharf auf die Finger sah. Schlechtes Ellenmaß, doppelter Preis und falsches Rechnen waren bei ihnen die Regel. Die Ostfriesen aber waren ihnen zu schlau und zahlten es ihnen doppelt heim. Es kam nicht selten vor, daß ein unehrlicher Handelsmann einige Wochen im 'Turm' (Ortsgefängnis) verbringen mußte, auch waren schon ... weiterlesen


Wie die Fälinger ihre Kirche verschoben haben

(a) De Fälings sünd ok insmal mit all Mann bigahn un hebben hör Kark verschuven wullt. Se setten de Foten to Schrapp un hollen mit de Hannen de Müür van sük un fangen an to tellen: »Haal een, haal twee, haal dree!«

Nu hett dat averst regent un de Grund is hellsk glerig, so dat se bi elkemal Toschuven torügglieden un schüün to liggen kamen. Do seggen se: »He – e geiht! He ... weiterlesen


Mit Brille lesen

In der »guten alten« Zeit war es, da kommt ein biederer Landbewohner zu einem Uhrmacher und Brillenverkäufer in der Stadt. Brillen waren damals noch das Vorrecht studierter Leute und der ganz alten Leute. Menschen, die noch in den sogenannten besten Jahren standen, empfanden es fast als eine Schande, öffentlich mit Gläsern vor den Augen gesehen zu werden Aber Hinnerk-Ohm hatte vielfach ... weiterlesen


Die unheimliche Begegnung

Da dienten einst bei einem Bauern in Overledingen neben mehreren Mägden zwei Knechte, ein Großknecht und ein Kleinknecht. Es war aber der Kleinknecht ein wahrer Knirps, ein richtiger Dreikäsehoch, und wie sich sein Körper denkbar langsamst entwickelte, so bewegte er sich auch insgesamt überaus träge, und in seinem Hirn war Herr Langsam Meister. Daher hatte man ihm zu seinem Taufnamen Gerd ... weiterlesen


Die Flintenmahlzeit

Bald nachdem der Alte Fritz Ostfriesland in Besitz genommen hatte, kam ein hochgestellter preußischer Beamter – ob nun ein Kammerrat oder Kammerpräsident weiß ich nicht, ich erzähle nur vom Hörensagen – nach Aurich, um dort sein Amt anzutreten.

Er wollte Land und Leute kennenlernen, und so kam er eines Tages auf einer Inspektionsreise auch ins Reiderland. Spätabends ... weiterlesen


Doktor Martin Luther

»Sie sollen also, wie Sie wissen, als Zeuge vernommen werden. Wie ist ihr Vorname?«

»Jürn, Herr Amtsrichter.«

»Vatername?«

»Ja, mien Vader hett Christian heten, Christian Snieder sään de Lü an hum.«

»Ich meine den Stammnamen.«

»Och so, Buskohl, Jürn Buskohl heet ik.«

»Alter?«

»In 't ... weiterlesen


Eine ordentliche Mahlzeit

Einmal kommt der Wolf, gänzlich ausgehungert, zum Fuchs und fragt ihn, ob er nicht wisse, wo er eine ordentliche Mahlzeit bekommen könne.

»Fraag dar günt de olle Mähr«, entgegnet Renke, »wat se för hör Fohl fraggt.«

»Du hast gut reden«, meint der Wolf, »wie aber kann man das erfahren?«

»Dat steiht groot un breet unner hör Achterhoof schreven«, sagt der Fuchs ... weiterlesen


Der Wolf will sich einen Wintervorrat anlegen

Im Spätherbst kommt der Wolf zum Fuchs und fragt ihn, ob er nicht Rat wisse, wie man zu einem Fleischvorrat für den Winter kommen könne.

»För de starke Wulf, is 't ja man 'n Bigahn, an 'n fette Oss to raken«, höhnt der Fuchs, »'man för mi hollt dat wat sturder.' Wenn ich deine Stärke besäße, würde ich mich nicht 'bi dit kolle natte Weer' auf dem Felde herumtreiben, sondern ... weiterlesen


Meyer auf dem Ziegenhandel

Der Gerber Meyer in der Stadt hatte ein respektables Vermögen und daher auch einen ansehnlichen Bauch, welches er beides seiner Ehehälfte zu danken hatte, welche ihm als reiche Witwe ihre Hand gab. Dies erkennt Meyer auch dankbar an, und er ist um die Gesundheit seinen etwas älteren Frau zärtlich besorgt.

Kürzlich hat der Doktor seiner Frau Ziegenmilch verordnet. Sogleich macht sich ... weiterlesen


Kühe sind teurer als Frauen

(a) Ein fremder Bauer hatte einst in einem Dorf einen Hof übernommen. Er war fleißig und umgänglich und bald mit allen Nachbarn gut Freund.

Nach einem Jahr starb ihm seine beste und schönste Kuh. Das ging ihm sehr nahe, aber seiner Frau noch mehr. Sie betrübte sich darüber so sehr, daß sie krank wurde und starb.

Der Bauer betrauerte sie aufrichtig, seine Nachbarn trösteten ... weiterlesen


Die Fälinger und der Maushund

Die Fälinger wurden einst von einer überaus schlimmen Mäuseplage heimgesucht, und in ihrer Not wußten sie weder aus noch ein. Da kam ein Fremder durch ihr Land, und als er die Leute so klagen hörte, sagte er: »Ik will jo 'n Muushund verkopen, de sall jo de Musen wall wegfangen!«

Da waren die Fälinger über die Maßen froh, und sie versprachen ihrem Retter goldene Berge. Am ... weiterlesen


Die Fälinger graben einen Brunnen

(a) Einmal gruben die Fälinger einen Brunnen. Als er fertig war, lag ihnen der herausgegrabene Sand im Wege. Einer schlug vor, ein großes Loch zu graben und die Erde hineinzuwerfen. Sie gruben ein Loch und schütteten den Brunnensand hinein, aber nun blieb ein noch größerer Haufen Erde übrig. Da schalt der Bürgermeister die Arbeiter und sagte: »Nu is 't all miß. Hadden dat Lock so grote ... weiterlesen


Wie sie einen Holzblock transportierten

Die Fälinger wollten einmal Bretter schneiden. Nun lag der Holzblock auf der einen Seite des Hauses und die Sägekuhle auf der anderen. Da wußten sie nicht, wie sie den Block auf die Kuhle bringen sollten. Schließlich holten sie einen Zimmermann namens Ocke, der von allen als der klügste galt.

Der gab ihnen den Rat, den Block über das Haus zu ziehen, hinauf ginge es zwar schwer, aber ... weiterlesen



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