Wissenswertes

+ Lyrik
+ Epik
+ Dramatik

Anzeigen




A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Märchen - Waldemar Kaden: Unter den Olivenbäumen. Süditalienische Volksmärchen

Wasser und Salz

Man singt und sagt da ein wunderschön Märchen!

Es war einmal ein König, der hatte drei Töchter. Wie er mit diesen Töchtern eines Tages bei Tische saß, sagte er: »Will doch einmal sehen, wer von euch dreien mich am liebsten hat.« Sagt die älteste: »Vater, ich liebe Euch wie meine Augen.« Sagt die zweite: »Vater, ich liebe Euch wie mein Herz.« Aber die jüngste sagte: »Ich ... weiterlesen


Anzeigen




Pappelröschen

Es war einmal ein Fürst, der hatte eine Tochter, in die er ganz vernarrt war. Das Mädchen war von der sanften Art, sie liebte nicht Feste und Vergnügungen, sie liebte einzig einen Rosenstock. Dieser Rosenstock trug jedes Jahr eine Rose und im Kelche derselben erwuchs ein Samenkorn. Eines Tages hatte sie nicht Acht gegeben: es fliegt ein grüner Vogel herbei, setzt sich auf die Rose, pickt den ... weiterlesen


Die Strafe der Hexe

Eine Mutter hatte eine Tochter, welche Röschen hieß. Röschen war gut und fleißig und gehorchte der Mutter in allem, was sie ihr befahl. Eines Tages sagte die Mutter: »Röschen, nimm den Korb und schütte den Kehricht fort.« Röschen, gehorsam wie immer, ging, den Kehricht in ein Loch zu werfen. Sie versah es aber, und der Korb fiel gleicherweise in das Loch. Da fing sie an zu jammern, ... weiterlesen


Die Alte vom Garten

Zwei Frauen gingen an einem Kohlgarten vorüber und es kam sie die Lust an, etwas Kohl zu entwenden. Die eine derselben hatte zwar Bedenken und meinte: »Wer weiß, ob uns nicht jemand sieht.« Die andere ging nachzuschauen und rief alsbald: »Komm nur, 's ist kein Wächter da!« – »Niemand da? So komme ich.«

Sie traten ein, schnitten sich zwei schöne Bündel Kohl, trugen ihn ... weiterlesen


Der geraubte Schleier

Da lebte einmal ein Jüngling, der führte schon lange ein recht armseliges Hundedasein und war verzweifelt an sich und der Welt. Eines Tages, wie er so gar nichts zu essen hatte, auch noch keinen Tropfen Wasser getrunken, setzte er sich am Strande des Meeres nieder, zu warten, ob ihm nicht irgendwie das Glück blühe. Wie er so eine Zeit lang gesessen, näherte sich ihm ein Mann aus dem ... weiterlesen


Der Albanese

Man erzählt von einem Kräutersammler, dem war das Glück so abhold, daß er nicht einmal mehr Kräuter finden konnte und nicht wußte, wovon leben. Er hatte aber drei Töchter, wovon die jüngste Rosa hieß. Zu dieser Rosa sagte er eines Tages: »Willst du nicht mit mir kommen, um Kräuter zu suchen, vielleicht bin ich glücklicher mit dir.« So ging die Tochter mit ihm. Aber so sehr auch sie ... weiterlesen


Der Zauberer Virgil

Es war einmal ein mächtiger und starker Zauberer, der hieß Virgil. Viel besser als irgendjemand auf der Welt verstand er die schwarze Kunst und wußte alle Geheimnisse. In seiner Jugend hatte er sich einmal verheirathet, war aber übel dabei gefahren, denn seine Frau war eine von den schlimmsten, war voll Fehler und Laster, ränkesüchtig, trotzig und stolz. Dabei war sie wol schön, doch ... weiterlesen


Die drei Märchen des Papagaien

Es war einmal ein reicher Kaufmann, dem kam die Lust sich zu verheirathen, und er fand denn eine Frau, die war so schön wie der junge Tag, so gütig wie die Sonne, und liebte ihren Mann über alle maßen. Eines Tages kam der Kaufmann verdrießlich nach Hause, die Frau wollte wissen, was er habe. Er seufzte und sprach: »Ich muß eine weite Reise in Geschäften machen und soll dich hier allein ... weiterlesen


Die Kaiserin Trebisonda

Es war einmal ein Meerfischer, der wünschte sich seit langem schon einen Sohn, seiner Frau aber schien das Mutterglück versagt zu sein, und so hatten sie an nichts mehr Freude. Nach Jahren endlich ward ihre Bitte erhört und sie bekamen einen wunderschönen Sohn. Wie es nun kam, wer weiß das? Aber nach der Geburt des Kindes drehte sich das Glücksrad, sodaß der Vater kein einziges Fischlein ... weiterlesen


Die weiße Zwiebel

Ein reicher Vater, Herr vieler vieler Güter, war am Sterben. In der letzten Stunde rief er seinen einzigen Sohn, den er über alles geliebt hatte, und sprach zu ihm: »Mein theuerer Sohn, mit mir geht es zu Ende. Alles, was ich besessen, ist jetzt dein, genieße es in Frieden. Höre aber eine Warnung: Hüte dich vor der weißen Zwiebel.« Dies gesagt, starb er.

Der Jüngling hatte viele ... weiterlesen