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Märchen - Yrjö Wichmann: Volksdichtung und Volksbräuche der Tscheremissen

Der wolf

Ein wolf begegnet, während er dahinläuft, dem schneider-russen und sagt: »Russe, ich fresse dich!« Der russe sagt: »Halt! Erst nehme ich mass, um dir einen überzieher zu nähen.« Der russe fasst den wolf beim schwanz und beginnt mit dem arschinmass zu prügeln, aber der wolf befreit sich und läuft dem russen davon.

Dann begegnet der wolf einem widder und sagt zu ihm: »Widder, ... weiterlesen


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Das laufen des hasen

Ein hase soll über das eis gelaufen sein. Beim laufen ist er ausgeglitten und hingefallen. Der hase ist böse geworden und sagt: »Ah, bist du, eis, stark?« Das eis sagt: »Wenn ich nicht, wer denn dann?« Der hase sagt: »Wenn du stark wärest1, schmölzest du nicht in der sonne! Die sonne ist doch gewiss stärker.«

Von hier läuft der hase zur sonne und fragt: »Sonne, sonne, bist du ... weiterlesen


Der habicht

Es wird erzählt, dass früher einmal ein habicht eine quelle aufgegraben habe. Als er die quelle gegraben hatte, badete sich der habicht schön und begab sich weg, um zu fressen. Nachdem er zum fressen weggegangen, kam eine krähe und wälzte sich in der quelle und beschmutzte sich. Der habicht, nachdem er gegessen, und die krähe sollen zu zweit zu Gott gegangen sein, um zu erzählen, ... weiterlesen


Der hase

Ein hase setzte sich einem schaf auf den rücken und rennt über das eis. Das schaf fiel auf das eis nieder. »Au, au, eis, bist du stark?« sagt der hase. Das eis antwortet und sagt: »Ich bin nicht stark, Gott ist stark.« Der hase rennt den berg hinan und ruft: »Gott! bist du stark?« Gott wird zornig und stösst ihm mit einer heissen ofenkrücke ans ohr, auf seinen schwanz aber wirft er ein ... weiterlesen


Der bär

Eine tscheremissenfrau brachte zur mahlzeit nudelsuppe auf das erntefeld, und ist ein bär entgegengekommen. Er streckt seine tatze vor und kommt brummend auf die frau los. Die frau sieht auf die tatze des bären: ein grosser ast ist in die tatze gegangen. Die frau zieht den ast heraus, und der bär ist gar erfreut, nimmt der frau den suppeneimer und giesst die suppe heraus, geht aber mit dem ... weiterlesen


Der blättermagen

Einmal vor alten zeiten haben, sagt man, auch die tscheremissen ein buch in tscheremissischer sprache gehabt. Ein tscheremisse hat einer kuh brühhäcksel in der stube gemischt und hat seine kuh zum füttern hereingebracht. Aber jenes tscheremissische buch hat der tscheremisse aus irgendeinem grunde auf den rand des ofens gelegt und hat vergessen zu nehmen. Während die kuh brühhäcksel ... weiterlesen


Das kind, das nicht gehen konnte

Ein lahmes kind hat bis zu seinem zwölften jahre gesessen. Sechs jahre hat es wirklich gesessen, aber sechs jahre hat es betrügerischerweise gesessen. Dann haben seine angehörigen1 erfahren, dass es lügnerisch getan hat, als ob es sitzen müsse. Verdutzt haben sie nicht gewusst, was tun sollten. Als seine angehörigen zur arbeit gegangen waren, hat sich das lahme kind heimlich ein ... weiterlesen


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