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Die Bewerbungsmappe als angemessener Rahmen
Beitrag von redaktion
Bei einer Bewerbung kommt es immer auch darauf an, großen Wert auf Sorgfalt und einen sauberen, korrekten Auftritt zu legen. Da dieser Auftritt hierbei schriftlich erfolgt, gilt es somit, Rechtschreibfehler ebenso zu vermeiden wie Knicke, Eselsohren und Flecken. Damit alle Unterlagen ordentlich und sorgfältig abgegeben werden können, bietet die Bewerbungsmappe den idealen Rahmen. Mit ihren Vorrichtungen sorgt sie dafür, dass alle Dokumente übersichtlich und knitterfrei abgeheftet werden können und somit einwandfrei beim Unternehmen ankommen können. Doch auch bei dieser Bewerbungsmappe gilt es einige Dinge zu beachten.

Die Wahl der richtigen Mappe

Bewerbungsmappen können fix und fertig im Kaufhaus, dem Schreibwarenladen oder auch im Internet gekauft werden, in der Regel sind aus dickerem Karton und mit der Aufschrift "Bewerbung" versehen, manche kommen auch ohne diese Aufschrift aus. Klassischerweise sind die Bewerbungsmappen in dezenten Farben, wie etwa Schwarz, Grau, Beige, Dunkelblau oder Bordeauxrot gehalten. So wird eine seriöse Wirkung garantiert ohne langweilig zu wirken. Gerade bei kreativen Berufen (und eigentlich auch ausschließlich dort) ist es zudem möglich, eine eigene Bewerbungsmappe zu gestalten. Dazu kann zum Beispiel eine gekaufte Mappe modifiziert werden - etwa durch Umwickeln mit Lederbändern - oder eine komplett eigene angefertigt werden. Doch auch hier gilt bei aller Kreativität: Weniger ist mehr. Die Bewerbungsmappe sollte auf keinen Fall zu überladen oder gar kitschig werden. Bunte Blumendekor, Glitzerstaub und Ähnliches sind also tabu. Wer sich in einem "normalen" Betrieb bewerben möchte, der sollte am besten zu fertigen Bewerbungsmappen greifen und auch innerhalb der Mappe und bei der Gestaltung des Layouts weitestgehend auf Farben verzichten. Sollen dennoch etwa farbliche Trennstriche eingesetzt werden, so empfiehlt es sich, diese auf die Farbe der Bewerbungsmappe abzustimmen.
Absolute No Gos sind Lose Blätteransammlungen, Schnellhefter und Klarsichthüllen. Die landen in der Personalabteilung - häufig sogar ungesehen - meist direkt in der Ablage "Abgelehnt!".

Inhalte und richtige Anordnung innerhalb der Mappe

In der Mappe selbst sind Vorrichtungen angebracht, um die Unterlagen sorgfältig einheften zu können. Die korrekte Reihenfolge lautet dabei wie folgt:

1. Bewerbungsanschreiben, aus rechtlichen Gründen lose eingelegt - denn die Bewerbungsmappe mit Inhalten gehört dem Bewerber und kann zurück geschickt werden, das Anschreiben bleibt jedoch beim Unternehmen. Durchaus lohnenswert kann eine Investition in hochwertige Bewerbungsmappen sein, die mit einer Klarsichtfolie und/oder einem Einschubfach ausgestattet sind, in die/das das Anschreiben ordentlich und knitterfrei geheftet werden kann.
2. Deckblatt, gegebenenfalls mit Lichtbild
3. Lebenslauf, falls das Bewerberfoto nicht auf dem Deckblatt untergebracht wurde, wird es an den Lebenslauf geheftet
4. ggf. vorhandene Referenzen
5. falls bereits vorhanden: Arbeitszeugnisse, die chronologisch rückwärts angeordnet werden
6. Zeugnis der Berufsqualifizierung (also Abgangszeugnis der Schule, Abschlusszeugnis der Hochschule oder auch Abgangszeugnis der Ausbildung)

7. evtl. Nachweise über Weiterbildungen, Zertifikate und Auszeichnungen
8. Wahlweise ein Anlagenverzeichnis - empfehlenswert ist dieses Verzeichnis dann, wenn die Anlagen besonders umfangreich sind, innerhalb des Anschreibens werden dann nur Anlagen vermerkt


Darauf sollte man unbedingt achten

Die Bewerbungsmappe sollte knitterfrei und ohne Eselsohren abgegeben werden - das gilt auch für die Unterlagen und den Kuvert, in der sie versendet wird. Die Reihenfolge der Unterlagen einzuhalten bringt den Vorteil, dass somit eine Struktur gewahrt wird, an die auch die Unternehmen gewöhnt sind. So haben sie einen schnellen Zugriff auf immer genau die Dokumente, die gerade benötigt werden oder überprüft werden sollen. Innerhalb der einzelnen Dokumente, zumindest innerhalb derer, die man selbst angefertigt hat, sollte darauf geachtet werden, dass eine einheitliche Schriftart und -größe verwendet wird, damit ein stimmiges Gesamtlayout entsteht. Die Ausdrucke werden auf etwas dickerem, weißem Papier und niemals doppel- sondern nur einseitig angefertigt, die Rückseite bleibt leer. Am besten nutzt man zum Drucken einen Laserdrucker, so dass die Tinte nicht verschmieren kann. Vor dem Drucken sollte man alle Unterlagen noch einmal genauestens auf Schreib- und Tippfehler Korrektur lesen, bzw. sie gegenlesen lassen und alle etwaigen Fehler verbessern - denn solche kommen bei den Unternehmen gar nicht gut an. Das Anschreiben wird nicht eingeheftet, sondern nur lose eingelegt, allerdings wird es - genau wie der Lebenslauf auch - handschriftlich unterschrieben und datiert.

Bevor die Bewerbungsmappe dann versendet werden kann, sollte noch einmal überprüft werden, ob alle Unterlagen vorhanden, in der richtigen Reihenfolge eingeordnet und auf dem neuesten Stand sind. Die Zeugnisse sollten dabei immer nur als (gegebenenfalls beglaubigte) Kopien und niemals als Originale eingeheftet werden. Mappe, Bewerberfoto und alle Unterlagen sollten bei für jede einzelne Bewerbung neu - und niemals doppelt verwendet werden, selbst dann nicht, wenn eine Bewerbungsmappe zurückgeschickt worden ist. Personaler halten regelmäßig viele verschiedene Bewerbungen in der Hand, so dass ihr geschultes Auge schnell auch kleinste Knicke und Spuren erkennen können - die nun einmal auftauchen, wenn eine Bewerbung gelesen wird, selbst wenn sie noch so klein sind.

Was, wenn keine Antwort kommt?

Hat man drei Wochen nachdem die Bewerbungsmappe versendet worden ist noch keine Antwort erhalten, darf man getrost im Unternehmen anrufen und höflich nachfragen. Wurde in einer Stellenausschreibung ausdrücklich darauf hingewiesen, von Nachfragen abzusehen, so sollte man diesem Wunsch auch Folge leisten. Wenn allerdings nach sechs Wochen dann immer noch keine Antwort eingegangen ist, so darf man auch in einem solchen Fall zum Hörer greifen.