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Staatsanwalt/-anwältin
Beitrag von redaktion
Staatsanwälte arbeiten an Landes- oder Oberlandesgerichten sowie auch am Bundesgerichtshof. Dort sind sie für die Verfolgung von Straftaten zuständig, erheben Anlage und vertreten diese Anklage.

Die Aufgaben eines Staatsanwalts/einer Staatsanwältin

Sofern ein ausreichend starker Verdacht einer Straftat vorliegt, sind Staatsanwälte dafür zuständig, das entsprechende Ermittlungsverfahren einzuleiten. Zunächst werden dabei die Ermittlungen selbst durchgeführt, also etwa Beweise gesammelt, Tatorte analysiert und Zeugen befragt. Im nächsten Schritt entscheiden die Staatsanwälte dann darüber, ob Anklage erhoben wird, ein Strafbefehlsantrag eingereicht wird oder die Ermittlungen eingestellt werden. Kommt es zur Anklage, sind sie es, die vor Gericht die Anklageschrift einreichen und diese in der Hauptverhandlung verteidigen. Generell sind sie also dafür zuständig, dafür zu sorgen, dass Strafverfahren gesetzeskonform durchgeführt werden. Zudem sind Staatsanwälte an der Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen (also etwa Haftstrafen, Geldbußen, Sozialstunden) und an Begnadigungsverfahren beteiligt.

Die Ausbildung zum Staatsanwalt/zur Staatsanwältin

Der erste Schritt auf dem Weg zum Staatsanwalt ist ein Jurastudium an einer Universität. Nach dem ersten Staatsexamen wird dann ein meist zweijähriges Referendariat, zum Beispiel in einer Kanzlei oder bei Gericht absolviert, anschließend folgt das zweite Staatsexamen. Erst danach kann sich als Staatsanwalt beworben werden, allerdings muss zunächst eine "Probezeit" absolviert werden, die in der Regel drei Jahre dauert, ehe man zum Staatsanwalt auf Lebenszeit berufen werden kann.

Tipps für die Bewerbung als Staatsanwalt/-anwältin

(Angehende) Staatsanwälte sollten natürlich einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn sowie die Fähigkeit, analytisch und gründlich zu arbeiten, mitbringen. Zudem können sie in ihrem Lebenslauf Studien-/Forschungsschwerpunkt, das Thema ihrer Abschlussarbeit sowie deren Kernthesen kurz anführen.