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Grundlagen der deutschen Grammatik und Rechtschreibung

Tipp von Redaktion
Die deutsche Sprache gilt als besonders schwer. Das hat auch mit der komplexen Grammatik und den zahlreichen Ausnahmen von dem dichten Regelgeflecht zu tun. In diesem kurzen Überblicksartikel können wir deshalb nur die allerwichtigsten Bausteine der deutschen Sprache vorstellen.

1. Satzbau

Deutsche Sätze können sehr kurz sein, sie bestehen aber immer wenigstens aus zwei Elementen, dem Subjekt und dem Prädikat. Das Subjekt ist der Handelnde, wobei es sich dabei nicht unbedingt um einen Menschen handeln muss, auch Tiere oder Sachen können die Funktion des Subjekts übernehmen. Das Prädikat beschreibt dagegen die Handlung selbst.

Beispiel:

Klara spielt.

Der Hund bellt

Die Glocke läutet.

Klara, der Hund und die Glocke nehmen in diesen kurzen Beispielsätzen jeweils die Rolle des Subjekts wahr, während die drei Verben spielen, bellen und läuten die Handlung beschreiben, also als Prädikate dienen.

Die meisten Sätze verfügen darüber hinaus noch über ein Objekt, das Informationen über das Ziel der Handlung liefert. Dabei gilt für den Satzbau folgende Grundregel:

Subjekt - Prädikat - Objekt

Der Satz wird also mit dem Subjekt begonnen, auf das das Prädikat und danach das Objekt folgen.

Beispiel:

Klara spielt mit ihrer Freundin.

Die Verneinung einer Handlung erfolgt regelmäßig durch die Einfügung des Negationspartikels "nicht" nach dem Prädikat.

Beispiel:

Der Hund bellt nicht.

Klara spielt nicht mit ihrer Freundin

Komplexere Sätze enthalten darüber hinaus weitere Elemente, insbesondere Attribute, die das Subjekt oder das Objekt näher beschreiben.

Beispiel:

Klara hat eine kluge Freundin.

2. Wortarten

Die deutsche Sprache kennt zehn verschiedene Wortarten:

Substantive, Adjektive, Verben, Adverbien, Artikel, Pronomen, Konjunktionen, Präpositionen, Interjektionen und Numerale.

Substantive und Adjektive werden oftmals unter dem Oberbegriff Nomen zusammengefasst. Nomen sowie Pronomen, Artikel und Numerale werden dekliniert. Das heißt, sie ändern ihre Form in Abhängigkeit von den grammatischen Kategorien Genus (Geschlecht), Kasus (Fall) und Numerus (Zahl). Adjektive können darüber hinaus gesteigert werden, dabei werden die Formen Positiv (schnell), Komparativ (schneller) und Superlativ (am schnellsten) unterschieden. Auch Verben ändern ihre Form in Abhängigkeit von ihrem Bezug im Satzbau. Sie werden konjugiert. Adverbien, Interjektionen, Konjunktionen und Präpositionen ändern ihre Stammform dagegen nicht.

Substantive können weiblich, männlich oder sächlich sein und Beschreiben Menschen oder Dinge (z.B. Frau, Mann, Auto). Verben werden auch "Tun-Wörter" genannt, weil sie unsere Handlungen beschreiben (essen, gehen, sprechen, etc.). Adjektive geben die Eigenschaften von Menschen und Dingen wieder (z.B. klug, groß, schlank). Adverbien beschreiben dagegen unsere Handlungen näher (Sie läuft schnell, er geht langsam).

Die übrigen Wortarten sind weniger wichtig und können hier leider nicht erörtert werden.

Substantive und substantivierte Verben werden groß geschrieben, alle anderen Wortarten werden dagegen klein geschrieben, es sei denn, sie stehen am Anfang eines Satzes.

3. Satzzeichen

Zu den wichtigsten Satzzeichen zählen Punkt, Komma, Fragezeichen und Ausrufezeichen. Aussagesätze werden mit einem Punkt abgeschlossen. Kommata werden vorwiegend dazu verwandt Haupt- und Nebensätze oder Einschübe abzutrennen. Fragezeichen schließen einen Fragesatz ab, während Ausrufe, Aufforderungen und Befehle mit einem Ausrufezeichen abgeschlossen werden.

4. Fälle

Im deutschen werden vier Fälle von einander unterschieden: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ.

Der Nominativ ist der erste Fall und stellt die Grundform dar. In der Schul-Grammatik wird auch vom Wer-Fall gesprochen, weil so nach dem ersten Fall gefragt wird:

Beispiel:

Das Haus steht am Fluss.

Wer steht am Fluss?

Der Genitiv als der zweite Fall beschreibt, in welcher Beziehung ein Nomen zu anderen Elementen eines Satzes steht. Er wird auch als Wessen-Fall bezeichnet.

Beispiel:

Das Dach des Hauses am Fluss ist undicht.

Wessen Dach ist undicht?

Der Wortstamm des Dativ geht auf das lateinische Verb "dare" zurück, das geben bedeutet. Der dritte Fall wird so bezeichnet, weil er oftmals den Empfänger einer Handlung beschreibt. Nachdem Dativ wird mit dem Pronomen "wem" gefragt.

Beispiel:

Petra gibt Claudia ein Buch.

Wem gibt Petra ein Buch?

Der Akkusativ ist der vierte Fall, der Wortstamm leitet sich vom lateinischen "accusare" her, was mit "anklagen" übersetzt wird. Schüler lernen zur Bestimmung des Akkusativ oft den "Wen- oder Was-Test" kennen, da mit Hilfe dieser beiden Pronomen nach dem Akkusativ gefragt wird.

Beispiel:

Claudia hat das Buch verliehen.

Was wurde verliehen?

Petra hat Claudia getroffen.

Wen hat Petra getroffen?

5. Zeitformen

Im Deutschen werden folgende Zeitformen unterschieden: Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II.

Das Präsens beschreibt die Gegenwartsform eines Verbs. Es wird zur Schilderungen von Vorgängen genutzt, die aus Sicht des Erzählers im "Hier und Jetzt" geschehen.

Beispiel:

Ich gehe gerade den Kurfürstendamm entlang.

Das Präteritum, auch als Imperfekt oder erste Vergangenheitsform bezeichnet, beschreibt Situationen und Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen und zwischenzeitlich abgeschlossen sind. In der Schriftsprache ist es die vorherrschende Zeitform in Erzählungen. In der gesprochenen Sprache gibt es dagegen starke regionale Unterschiede. Im süddeutschen Raum, insbesondere in Bayern sowie in Österreich, wurde das Präteritum in der gesprochenen Sprache weitestgehend durch das Perfekt verdrängt. In Norddeutschland wird das Präteritum dagegen auch bei der mündlichen Kommunikation genutzt.

Beispiel:

Ich ging am Samstag den Kurfürstendamm entlang.

Das Perfekt wird auch als "vollendete Gegenwart" bezeichnet und beschreibt ein abgeschlossenes Ereignis in der Vergangenheit mit Gegenwartsbezug oder einen erreichten Zustand. In Süddeutschland ist es die vorherrschende Zeitform in der mündlichen Sprache.

Beispiel:

Vor fünf Minuten bin ich den Kurfürstendamm entlang gegangen.

Ich habe gestern zu viel getrunken und leide heute immer noch unter Kopfschmerzen.

Das Plusquamperfekt wird auch "vollendete Vergangenheit" genannt und genutzt, um Ereignisse zu beschreiben, die rückblickend noch vor einem anderen Ereignis in der Vergangenheit stattfanden.

Beispiel:

Ich hatte sehr lange geübt, bevor ich den gesamten Kurfürstendamm in zehn Minuten zurücklegen konnte.

Futur I und Futur II beschreiben Ereignisse in der Zukunft. Futur I ist dabei die einfache Zukunft.

Beispiel:

Ich werde morgen nach Berlin fahren.

Futur II wird genutzt, um abgeschlossenen Ereignisse in der Zukunft zu prognostizieren.

Beispiel:

Kommenden Samstag werde ich den gesamten Kurfürstendamm in zehn Minuten zurückgelegt haben.
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