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Der Imperativ in der deutschen Sprache

Tipp von Redaktion
Der Imperativ stellt die Befehls- beziehungsweise Aufforderungsform in der deutschen Sprache dar. Er dient dazu, eine Handlungsaufforderung zu formulieren und richtet sich dementsprechend in fast allen Fällen an eine andere Person. Hieraus ergibt sich zunächst, dass der Imperativ vor allem in der 2. Person Singular sowie in der Höflichkeitsform (3. Person Plural mit Sie) funktioniert . Es gibt auch einen Imperativ in der 1. Person Plural, der den Sprechenden mit einschließt.


Der Imperativ bildet nicht eine bestimmte Form der Aussage , sondern dient vielmehr der Darstellung einer bestimmten Sprechweise. Hierbei reichen die darstellbaren Aussagen von harten Befehlen bis hin zu sanften Aufforderungen. Dies ist stark von der Betonung sowie vom Kontext abhängig. Das Verb steht im Imperativ immer ganz vorn im Satz.


Ob ein Punkt oder ein Ausrufezeichen am Ende steht, entscheidet über die Nachdrücklichkeit. Weiterhin lässt sich ein Imperativ durch Einschübe wie bitte, bitte mal und so weiter entschärfen. Umgekehrt lassen Einschübe wie gefälligst oder sofort die Aufforderung schärfer klingen .


Der Imperativ im Singular


Im Singular richtet sich der Imperativ an eine Person. Er dient als eindeutige Handlungsaufforderung. Grundsätzlich entfehlt das Nennen des Personalpronomens, also beispielsweise des du. Das Personalpronomen ergibt sich aus dem Imperativ selbst.

Es gibt keinen Imperativ in der 1. oder 3. Person Singular. Der Imperativ funktioniert im Singular also nur bei der Ansprache eines Gegenübers beziehungsweise einer Gruppe.


Richtet sich der Imperativ an ein bekanntes Gegenüber, welches geduzt würde, wird der informelle Imperativ verwendet . Hierbei gelten ein paar Regeln in fast allen Fällen. Die Einschränkung, dass diese in fast allen Fällen gelten, muss gemacht werden, denn der Imperativ in der deutschen Sprache ist sehr unregelmäßig. Ein einheitliches Regelwerk zum Bilden des Imperativs existiert daher bis dato nicht.


allerdings gilt beispielsweise stets, dass die Endung -st bei entsprechend konjugierten Verben (in der 2. Person Plural Präsens) weg fällt.


Beispiel : Du kochst die Suppe. / Koch die Suppe.

Beispiel: Du spielst die Gitarre. / Spiel die Gitarre.


Weiterhin gilt, dass bei Verben, bei welchen in der Konjunktion ein Umlaut verwendet würde, dieser im Imperativ nicht auftritt . Enthält die Grundform des Verbs den Umlaut bereits (hören; stören; mähen), bleibt dieser allerdings erhalten.


Beispiel: Du stößt die Kugel an. / Stoß die Kugel an.


Beispiel: Du bläst die Kerze aus. / Blas die Kerze aus.


Bei Verben, bei denen der Stammvokal vom e zum i oder ie wird, wird dies auch im Imperativ übernommen.


Beispiel: Du liest. / Lies. (les-en)


Beispiel: Du gibst. / Gib. (geb-en)


Wenn der Präsensstamm des Verbs auf d oder t endet, wird immer ein -e angehängt. Auch wird immer ein -e angehängt, wenn der Präsensstamm mit einem Konsonanten und einem m oder n endet. Ausnahmen sind die Konsonantenfolgen m-m/n, n-m/n, l-m/n, r-m/n und h-m/n. Bei ch-n/m wird ein e angehängt!


Dieses -e ist bei anderen Formen optional und wird zumeist nur in der Schriftsprache oder beim Ausdruck besonderer Höflichkeit verwendet.


Beispiel: Du wart-est. / Warte. (wart-en)


Beispiel: Du atm-est. / Atme. (atm-en)


Beispiel: Du rechn-est. / Rechne. / (rechn-en)


Beispiel: Du nimm-st. / Nimm. / (nehm-en)


Weiterhin wird bei Verben, die in der Grundform auf -eln oder -ern enden, auf verschiedene Formen des Imperativs zurückgegriffen. Umgangssprachlich entfallen sowohl das -e am Ende als auch das e in -eln oder -ern oft. Dies führt zu drei verschiedenen Formen des Imperativs bei entsprechenden Verben.

Beispiel: Fei-e-re. / Fei-re. / Fei-er. (feiern)


Beispiel: Krau-e-le. / Krau-le. / Krau-el. (kraulen)


Die Verben sein, werden und haben werden folgendermaßen zum Imperativ in der 2. Person Singular:

  • Sei leise.

  • Werd erwachsen.

  • Hab Geduld.


Der Imperativ im Plural


Im Plural kann der Imperativ in der 1. oder 3. Person gebildet werden. Die Personalpronomen wir beziehungsweise Sie (Höflichkeitsform) bleiben erhalten.


In nahezu allen Fällen ist der Imperativ gleichlautend zum Infinitiv des Verbs. Eine Ausnahme bildet sein - hier wird seien verwendet. Der Imperativ in der 1. Person Plural bezieht den Sprechenden mit in die Handlungsaufforderung mit ein.


Beispiel: Gehen wir los!


Beispiel: Essen wir jetzt.


Der Imperativ in der Höflichkeitsform kommt ohne das Sie nicht aus. Er wird ebenso gebildet wie in der 1. Person Plural.


Beispiel: Seien Sie bitte still.


Beispiel: Fahren Sie sofort rechts ran!


Allgemeines zum Imperativ


Die Betonung ist wichtig. Je schneller und schärfer der Imperativ ausgesprochen wird, desto unhöflicher oder drängender wirkt er. Einschübe machen einen Imperativ in seiner Bedeutung noch deutlicher .


Außerdem gilt, dass bei zusammengesetzten Verben (zu-hören; mit-machen; auf-machen) der erste Wortteil ans Ende des Satzes fällt.


Beispiel: Mach bitte die Tür auf.



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