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Pronomen - Fürwörter in der deutschen Grammatik

Tipp von Redaktion
Pronomen√ Das Pro für das Nomen, also das Fürwort! Was steckt dahinter? Der Stellvertreter des Nomen ist ein selbständiges Satzglied

Das Pronomen steht für etwas; denn pro bedeutet für und nomen bedeutet Wort oder Objekt. Somit ist das Pronomen ein Stellvertreter für ein besonderes Wort.

Erstes Beispiel: Isabel hat heute Geburtstag. Sie hat heute Geburtstag.

Somit wird deutlich, dass das Pronomen hier für Isabel steht. Wer hat Geburtstag, die Person Isabel = also sie.

Oder auch: Hast Du meinen Schal gesehen? Ja, er liegt auf der Flurkommode.

Hier wird für den Schal ein Stellvertreter benutzt, der lautet er.

Der Nomenbegleiter

Um die Fürwörter - also die Pronomen korrekt einsetzen zu können ist es wichtig zu erkennen, dass ein Nomen selten allein steht. Die sogenannten Nomenbegleiter. Diese haben immer dasselbe Geschlecht (Genus) wie das Word (Nomen:

  • Weiblich (feminin) die = die Frau, die Blume, die Sonne

  • Männlich (maskulin) der = der Mann, der Mond, der Stern

  • Sächlich / neutral (neutrum) das = das Kind, das Herz, das Bild


Die Fälle der Nomenbegleiter

Und diese Nomen haben immer den selben Fall (Kasus). Die einzelnen Fälle werden dazu hier als Beispiel benannt. Das macht den Einsatz der Nomenbegleiter leichter:

1. Fall heißt Nominativ. Das Fragewort lautet "wer/was" darum wird dieser Fall auch als "Werfall" bezeichnet. Für das Pronomen bedeutet dies:

Der Mann ist stark. Der Mond scheint hell. Immer wird die Frage voran gestellt: Wer ist bzw. wer scheint und somit wird der Nomenbegleiter deutlich.

2. Fall heißt Genitiv. Das Fragewort lautet "wes" bzw. "wessen" - es handelt es sich also um den sogenannten "Wesfall." Das Beispiel hier:

Die Tochter des Bäckers ist vom Pferd gefallen - wessen Tochter? Die Tochter des in der Vereinfachung neigen Menschen dazu, die Tochter vom Bäcker zu sagen, grammatikalisch ist es jedoch unkorrekt.

3. Fall heißt Dativ. Das Fragewort lautet "wem." Im Unterschied zum Akkusativ; dem Wenfall ist hier sehr genau aufzupassen. Er winkt der Frau denn die Frage lautet, wem winkt er.

4. Fall heißt Akkusativ. Das Fragewort lautet "wen/was." Die Frau liebt den Mond. Fragestellung: Wen liebt die Frau; den oder auch die Blume liebt den Sand. Wen liebt sie? ... genau; den Sand.

Die unterschiedlichen Pronomen

Regelmäßig im Einsatz sind die Personalpronomen - das sind die persönlichen Fürwörter. Im nachfolgenden sind diese: Ich, du, er, sie, es, wir ihr, sie.

Wenn wir über uns selbst sprechen, verwenden wir diese Personalpronomen in der ersten Person Einzahl (Singular) und Mehrzahl (Plural) = Ich und wir.

Dazu gibt es diese Beispiele:

Ich koche meine Suppe.

Ich backe einen Kuchen.

Mir schmeckt dieser Kuchen nicht.

Wir haben eine Einladung erhalten.

Man kann uns dazu noch eine Antwort geben.

Das persönliche Fürwort in der 2. Person Einzahl (Singular) = Du und in der der zweiten Person Mehrzahl (Plural) = Ihr.

Es ist sehr wichtig, diese Personalpronomen gut einzusetzen und dabei nicht: Du - Dich - Ihr zu verwechseln.

Beispiel: Ich gebe dich das Besteck = ist falsch. Es muss heißen: Ich gebe dir das Besteck.

Oder: Das Buch ist mir = das ist falsch. Es muss heißen: Das Buch gehört mir. Oder: Es ist meins.

Zum Überblick der Personalpronomen gibt es einfache Listen:

a. Einzahl (Singular) deklinierte Personalpronomen:

Fall/Kassus 1. Person 2. Person 3. Person 3. Person 3. Person

männlich weiblich sächlich

1. Nominativ

wer oder was ich du er sie es

2. Genitiv

wessen meiner deiner seiner ihrer seine

3. Dativ

wem mir dir ihm ihr ihm

4. Akkusativ

wen oder was mich dich ihn sie es

b. Mehrzahl (Plural) deklinierte Personalpronomen:

Fall/Kassus 1. Person 2. Person 3. Person

1. Nominativ

wer oder was wir ihr sie

2. Genitiv

wessen unser euer ihrer

3. Dativ

wem uns euch ihnen

4. Akkusativ

wen oder was uns euch sie

Diese Personalpronomen sind für die Sprache elementar. Bei der Aus- und Weiterbildung der Sprache stellen sie einen großen Teil dar. Diese Personalpronomen gehören zu den veränderlichen Wortarten: Sie zeigen ins besondere an: wer ICH bin, als Sender des Satzes und wer DU/IHR/SIE als Empfänger seid.

Gleichwohl sind die anderen Pronomen nicht außer acht zu lassen.

In der Übersicht stellen sich wie folgt dar:

  • Das Possessivpronomen: Mein, dein, sein, unser, euer, ihr

  • Das Demonstrativpronomen: Der, die, das, dieser, diese, dieses, jener, jene, jenes, derjenige, diejenige, dasjenige, derselbe, dieselbe, dasselbe, solcher, solche, solches

  • Das Relativpronomen: Der, die, das, welcher, welche, welches

  • Das Interrogativpronomen: Wer? Wie? Was? Welcher? Welche? Welches?

  • Das Indefinitpronomen: Jeder, jede, jedes, alle, alles, einige, wenige, etliche, ein paar, jemand, keiner, niemand, man, mancher, mehrere

  • Das Reflexivpronomen: ich kümmere mich, du kümmerst dich, er kümmert sich, wir kümmern uns, ihr kümmert euch, sie kümmern sich


Im Einzelnen gibt es noch diese Erklärungen zu den Pronomen:

1. Das Possesivpronomen

Das Possessivpronomen ist das besitzanzeigende Fürwort. Es steht immer im Zusammenhang mit einem Artikel (dem Besitz), deshalb wird es häufig als Artikel vor einem Nomen genutzt: Das ist mein Mantel.

Diese Art des Possessivpronomen nennt die Grammatik auch Possessivpronomen Begleiter. Sie stehen immer wie ein Artikel (der, die das) vor dem Nomen. Darum sind sie auch als Possessivartikel bekannt.

Mein Mantel - Dein Hemd - Sein Hund - Ihr Auto - Unser Haus

Das Possessivpronomen wird auch als Ersatz eingesetzt für ein vorher genanntes Nomen.

Beispiel: Wem gehört der Mantel? Das ist meiner.

2. Das Demonstrativpronomen

Das Demonstrativpronomen weist auf Dinge hin, es heißt hinweisendes Fürwort. Es hebt die Wichtigkeit des Nomens, also der Sache und oder der Person besonders hervor.

Demonstrativpronomen sind im Einzelnen:

Der, die, das, dem, den, dessen, deren, derer, jener, welcher.

Demonstrativpronomen werden sehr betont ausgesprochen und haben somit eine stärke Bedeutung als der reine Artikel.

Beispiel: Kennst Du dieses Gemüse dort? Das habe ich noch nie gesehen!

Die Demonstrativpronomen werden noch spezieller unterschieden, und zwar:

Der / Die / Das werden als Stellvertreter eingesetzt, dabei stehen sie für einen kompletten Satzinhalt oder für eine Sache.

Beispiel: Wo hast Du denn dieses schöne Kleid her? Das habe ich in Paris gekauft. Oder: Was hältst Du denn von den neuen Nachbarn? Mit denen will ich nichts zu tun haben.

Besondere Beachtung finden wir bei dem Demonstrativpronomen das. Es wird in der Verbindung mit dem Verb sein benutzt und weist somit auf eine Person, einen Gegenstand oder eine Sache hin. Zur Verstärkung des Wortes wird dann zusätzlich noch ein Adverb* hinzugefügt.

*Adverb bedeutet ein Umstandswort, welches Auskunft gibt über die Umstände, also den Ort, die Zeit, die Dauer und den Grund oder die Art und Weise einer Handlung.

Im Besonderen sind das die Worte: Hier, da, dort.

Für den Einsatz des Demonstrativpronomens gibt es folgende Beispiele:

Wer ist das Kind dort? Das ist Finn, unser neues Nachbarkind. Oder: Wem gehören die Schuhe dort? Das sind meine.

3. Das Relativpronomen

Das Relativpronomen leitet immer einen Nebensatz ein. Diese Relativsätze beziehen sich meist auf ein Nomen (Objekt/Gegenstand/Sache), welches hier als Bezugswort eingesetzt wird.

Um Relativsätze korrekt zu bilden, muss zuerst das Relativpronomen bestimmt werden. Dazu sind zwei Faktoren zu beachten:

Das Bezugswort (die Frau) gibt den Numerus (die Zählform) vor; also Einzahl (Singular) oder Mehrzahl (Plural) plus Genius (Geschlecht) also weiblich, männlich oder sächlich.

Beispiel: Die Frau liebt das Meer. Sie kommt aus dem Norden. Die Frau, die das Meer liebt, kommt aus dem Norden.

Das Bezugswort: Die Frau ist weiblich, Einzahl (Singular)

ODER:

Die Leute schwärmen für die Kunst. Sie kommen aus Potsdam.

Die Leute, die aus Potsdam kommen, schwärmen für die Kunst.

Das Bezugswort: Die Leute sind Mehrzahl (Plural)

Die Bildung von Relativsätzen unter Einsatz der Relativadverben "wo" und "wohin."

Das Bezugswort soll etwas Zeitliches benennen oder etwas Räumliches zum Ausdruck bringen, dann wird das Relativadverb "wo" genutzt. Geht es um einen Ortswechsel wird das Realtivadverb "wohin" zum Einsatz kommen.

Beispiel: Lasst uns zum Italiener essen gehen. Dort schmeckt es so wunderbar.

Lasst uns zum Italiener essen gehen, bei dem schmeckt es so wunderbar.

Lasst uns zum Italiener essen gehen, wo es so wunderbar schmeckt.

Anton Kutscher möchte nach Potsdam reisen. Sein Bruder ist auch dorthin gefahren.

Anton Kuschten möchte nach Potsdam reisen, wohin sein Bruder auch schon gefahren ist.

Das Relativpronomen was im Einsatz

Relativsätze, die sich auf einen kompletten Satz beziehen, werden immer mit dem Relativpronomen "was" begonnen:

Die Großeltern machen eine sehr lange Reise, was die Enkel total ärgerte.

4. Das Interrogativpronomen

Das Interrogativpronomen ist das fragende Fürwort. Hier kommen alle W-Fragewörter zum Einsatz. Bei diesen besonderen Pronomen, den W-Fragern ist besonders zu beachten, dass Sätze mit ihnen niemals mit JA und NEIN beantwortet werden können. Grundsätzlich sind diese Fragepronomen an eine ausführlichere Antwort gebunden.

Wer oder Was sind die Interrogativpronomen, die Personen und Nomen (Dinge) ersetzen. Sie können ausschließlich in Einzahl (Singular) eingesetzt werden.

Beispiel: Wer geht mit zum Italiener? Was hast Du gestern gegessen?

Als Begleiter eigenen sich folgende Interrogativpronomen: Welche Bluse ziehst du an? Welcher neue Film gefällt Dir besonders? Welches Bild von Picasso ist Dein Favorit?

Weiterhin ist bei diesem Interrogativpronomen zu beachten, dass das eigenständige Fragewort "welches" einen Satz ohne Nomen leiten kann.

Beispiel: Welches ist Dein Lieblingswein? Welches sind Deine Lieblingsmusiker?

5. Das Indefinitpronomen

Die Indefinitpronomen bilden eine Untergruppe der Pronomen. Sie beschreiben Individuen deren Identität unbestimmt sind, daher kommen die unbestimmten Pronomen jeder, jede, jedes und nichts zum Einsatz. Gleichwohl gilt dies auch für unbestimmte Sachverhalte und Dinge, mit den Pronomen alle, alles, irgendein, jegliche, sämtliche, keine und so weiter.

Indefinitpronomen werden als Begleiter und auch als selbständige Nomen verwendet. Dies sind im Einzelnen:

  • alle

  • alles

  • anderer, andere, anderes

  • einige

  • etliche

  • etwas

  • irgendein, irgendeine, irgendeines

  • irgendein, irgendeine, irgendeines

  • jeder, jede, jedes

  • jeglicher, jegliche, jegliches

  • kein, keine, kein

  • nichts

  • mancher, manche, manches

  • sämtlicher, sämtliche, sämtliches


Beispiel: Alles kann, nichts muss. ODER: Möchtest Du noch etwas essen? Nein, Dankeschön, ich möchte nichts.

Als selbständige Indefinitpronomen stehen für Personen:

  • Einer

  • Eine

  • Eines

  • Irgendjemand

  • Irgendwer

  • Jemand

  • Niemand

  • Jedermann

  • Man


Bei den oben genannten Indefinitpronomen ist auch noch zu beachten, dass sie alleinig in der Einzahl (Singular) gebraucht werden dürfen.

Beispiel: Einer für alle und niemand für jedermann.

Besondere Beachtung findet noch das Indefinitpronomen "man" es kann sowohl für die weiblich Form "Frau" als auch für die männliche Form "Mann" stehen.

Beispiel: Darf man hier parken?

6. Das Reflexivpronomen

Das Reflexsivpronomen wird als das rückbezügliche Fürwort (Pronomen) bezeichnet, es bezieht sich immer auf ein Ding / Objekt im selben Satz - darauf; also rückbezüglich.

Beispiel: Ich habe mich verspätet. UND: Melden Sie sich bitte.

Außerdem sind diese Reflexivpronomen besonders, da sie nicht ohne Reflexivverben stehen können. Des Weiteren verweisen Reflexsivpronomen auf das Nomen (Subjekt) des selben Satzes (rückbezüglich) und sind damit identisch.

Das Reflexsivpronomen kennt nur eine Form und zwar: sich! Es wird im 3. Fall Dativ (wem) und im 4. Fall Akkusativ (wen oder was) immer in der 3. Person Singular und Plural verwendet. In den anderen Personen steht das Personalpronomen.

Beispiel:

  • Reflexivpronomen / Personalpronomen

  • Dativ / Akkusativ

  • ich mir / mich

  • du dir / dich

  • er/sie/es sich

  • wir uns

  • ihr euch

  • sie sich


Das Reflexivpronomen sich steht im 4. Fall (Akkusativ) bei diesen Verben:

ärgern - interessieren - bedanken - beeilen - erklären - setzen - schämen - verlieben - freuen - verspäten - hinhocken - küssen - schlagen

Im 3. Fall (Dativ) mit der Frage nach wem, steht das Reflexivpronomen immer in der Verbindung mit sich etwas:

ansehen - denken - ausmalen - vorstellen - überlegen - leisten können - anziehen - ausziehen - wünschen

Der Einsatz der Pronomen

Die Pronomen (Fürwörter) sind für die deutsche Sprache extrem wichtig. Der richtige Einsatz erfordert das Wissen den jeweils richtigen Fall (Kasus) einzusetzen, dabei das entsprechende Geschlecht (Genus) zu benennen und auch noch die Anzahl (Numerus) zu verwenden. Es ist in der Aus- und Weiterbildung am Anfang leichter, die Möglichkeiten auswendig zu lernen.

Mir und mich zu verwechseln, das passiert immer wieder. Hinzukommen Mundart sprachliche, landestypische Redensarten, die beispielsweise das Relativpronomen ungewöhnlich einsetzen.

Beispiel: Weißt du wo der Eimer steht? Ja sicherlich, da wo die Besen sind.

Der Einsatz der vielen Pronomen ist wirklich einer Herausforderung. Wer Deutscht lesen möchte, sich sprachlich weiterbildet, der kann mit kleinen Hilfestellungen und Tabellen - wie oben gezeigt - einen guten Weg finden.

Groß- oder Kleinschreibung

Grundsätzlich gilt, dass alle Pronomen klein geschrieben werden. Alle, jeder, jene, irgendwer erscheinen manchmal wie Substantive, weil sie als Stellvertreter stehen, dennoch sind diese Fürwörter klein zu schreiben.

Die besonderen Eigenschaften von Pronomen

Pronomen werden immer eingesetzt, um andere Worte, Namen und Nomen zu ersetzen. Sie sind sogenannte Stellvertreter. Pronomen werden eingesetzt, um Sätze interessanter zu machen, Wiederholungen zu vermeiden.

Beispiel: Lara hat heute ihr Abitur bestanden. Sie feiert das.
Pronomen können Sätze verbinden.
Beispiel: Ich gehe mit dem fahrbaren Korb zum Einkaufen. Der Korb gehört mir. Ich gehe mit meinem fahrbaren Korb zum Einkaufen.
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