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Literarische Epoche - Expressionismus

Tipp von Redaktion
Der Begriff Expressionismus wurde 1911 durch den deutschen Schriftsteller und Publizisten Kurt Hiller geprägt. Darunter versteht man eine literarische Epoche, die von 1905 bis 1926 andauerte und von antibürgerlichen sowie antinationalistischen Gefühlen bestimmt sind und sich auf subjektive und existentielle Themen von großer gesellschaftlicher Relevanz ausrichtet. Trotz der relativ eindeutigen zeitlichen Einordnung entstehen auch nach beziehungsweise seit Ende des Zweiten Weltkriegs weiterhin bedeutsame Werke in der expressionistischen Tradition.

Besonders typisch ist aber gerade die Abhandlung jener politischer Thematiken, die in der wilhelminischen Zeit aktuell waren, darunter die Großstadtproblematik während der damaligen Industrialisierung, Repressionen oder die Auswirkungen des familiären und gesellschaftlichen Patriarchats.

Außerdem gilt es anzumerken, dass der Expressionismus über eine große Stilvielfalt verfügt, weshalb sich die Bezeichnung nur schwerlich als klar definierter Epochenbegriff verwenden lässt.

Der Name der Epoche

Der Begriff Expressionismus leitet sich von den lateinischen Wörtern ex und premere ab, was zusammen soviel wie ausdrücken bedeutet. Darüber hinaus beschreibt der Name der Epoche jedoch auch, dass etwas von innen nach außen gekehrt wird. Somit ist der Expressionismus als Ausdruckskunst zu verstehen, die es den zugehörigen Autoren ermöglicht, ihre innere Wirklichkeit, die eigene, subjektive Wahrnehmung, in die Außenwelt zu tragen und der Gesellschaft zugänglich und verständlich zu machen. Dazu bedienen sie sich nicht nur bestimmter Inhalte, sondern auch innovativer Techniken wie assoziativer Sprechtechniken und dem Aufbrechen der typischen Syntax.

Der Hintergrund des Expressionismus

Autoren, die sich dem Expressionismus angehörig fühlen, streben nach einer Auflehnung gegen die Enthumanisierung der Industrialisierung. Dieser Protest fungiert gleichzeitig als Warnung vor dem Verlust zwischenmenschlicher Werte wie Rücksicht sowie der Moral. Die Industrialisierung suggeriert ihnen Anonymität, den Trubel der Großstädte sowie die zunehmende Bedeutung der Maschinen. Verstärkt werden diese Sorgen durch das schwierige politische Klima in Deutschland angesichts des Ersten Weltkriegs sowie der nachfolgenden Auflagen des Vertrags von Versailles aus dem Jahre 1919. Dieser führte in der Weimarer Republik zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen und destabilisierte die politische Landschaft.

Expressionisten berufen sich in dieser Zeit der Entmenschlichung auf das Wesentliche, welches sie durch die eigene Intuition zu finden glauben. Schlüsselbegriffe wie der Geist der Utopie (Ernst Bloch) oder die Wesensschau (Edmund Husserl) demonstrieren die Besinnung auf als elementar wahrgenommene menschliche Gefühle, die Ablehnung der Typisierung der Person sowie den Umgang mit Pathos.

Die junge Generation des Expressionismus prangert insbesondere auch soziale Missstände an und setzten sich für eine Erneuerung ein, die schöpferische und geistige Freiheit bringen sollte. Hinzu kommt die Angst vor einem drohenden Chaos, einer Dystopie, die die Welt ans Ende bringt und düstere Zukunftsvisionen erkennen lässt.

Der Frühexpressionismus (bis 1914)

Vertreter des Frühexpressionismus kommen vorwiegend aus der bürgerlich-gebildeten Schicht. Insofern mag es widersprüchlich wirken, dass sich die Epoche gegen das Bildungsbürgertum richtet. Tatsächlich aber zielt der Frühexpressionismus darauf ab, die erstarrten Strukturen dieser Kreise zu lösen und neue Konventionen zu etablieren.

Wichtige Repräsentanten dieser frühen Strömung sind vor allem Zeitschriften wie Der Sturm (1910-1932) von Herwarth Walden, Der Brenner (1910-1954) von Ludwig von Ficker oder Die Aktion (1911-1932) von Franz Pfemfert.

Der frühe Expressionismus versucht, alte Werte zu ersetzen, zu provozieren und den Status Quo infrage zu stellen. Anstöße für die Orientierungslosigkeit, die von der Bewegung in der zunehmend industrialisierten Welt wahrgenommen wird, sind die Verstädterung, die unaufhaltsame Entwicklung der Verkehrs- und Kommunikationstechnologien sowie eine damit verbundene Reizüberflutung.

Als geografisches Zentrum der Epoche gilt Berlin, die wichtigste Großstadt der Zeit. Das Leben beziehungsweise der Alltag dort wird von expressionistischen Autoren als verwirrend, eng und bedrückend angesehen, was zu einer zwischenmenschlichen Entfremdung führt. Diese wiederum gipfelt in Angst, Nervosität und Hektik. Um diesen negativen Empfindungen entgegenzuwirken, drücken sich die Expressionisten in verdringlichten Bildern, mythologischer Projektion oder einer sukzessiven Aneinanderreihung von Eindrücken im parataktischen Sprachmuster aus.

Ein weiteres Element, dass sich durch die expressionistische Literatur zieht, ist der Realitätsverlust des literarischen Protagonisten. Diese wird vorangetrieben durch die Reizüberflutung der großen Stadt und das immense Tempo in Berlin. Auf diese Weise vermag es der Protagonist nicht mehr, all diese Eindrücke zu einem großen Ganzen zusammenzufügen, sodass er dies alles nur noch als fragmenthafte Einzelstücke aufnimmt und sein Ich und die ihn umgebende Welt zusehends in zwei getrennte Einheiten zerfallen. Nahezu perfekt illustrieren dies die Gedichte von August Stramm, die oftmals sogar nur einzelne Wörter scheinbar zusammenhanglos aneinanderreihen.

Auf diese Weise bricht der Dichter mit den damaligen etablierten Konventionen der Literatur.

Noch deutlicher wird diese Ablehnung, vor allem jene der ursprünglichen Wert- und Moralvorstellungen, bei Gottfried Benn. Seine Morgue-Gedichte zeichnen sich dadurch aus, Kranke, Hässliche und Abstoßende derart detailliert und eingehend zu beschreiben wie selten zuvor. Benn wendet sich damit gegen die bürgerlichen Geschmacksnormen, will provozieren, schockieren und revolutionieren. Gleichzeitig verleiht er auch jenem Spektrum literarischen Ausdruck, das bislang ein eher unbeachtetes oder gar verschmähtes Dasein fristen musste: dem Hässlichen. So gelingt es Benn, die Wirklichkeit in ihrer Gesamtheit abzubilden.

Neben einer Kritik der Gesellschaft oder gar der gesamten Zivilisation spielt auch die Behandlung des Wahnsinns eine zentrale Rolle im literarischen Expressionismus. Der Wahnsinnige nimmt dabei die exakt entgegengesetzte Rolle zum so verachteten Bürger ein. Indem er diese kontrastiert, verkörpert er die absolute Wunschfantasie des Expressionisten, frei von gesellschaftlichen Normen, Konventionen oder Ketten.

Die expressionistische Poesie bedient sich zudem zahlreicher Allegorien, Bildverdichtungen oder Typisierungen.

Durch den Dichter Georg Kaiser besteht auch eine Verbindung der expressionistischen Literatur mit dem Film. Sein Werk Von Morgens bis Mitternachts aus dem Jahre 1920 wurde noch im selben Jahr verfilmt. Damit stellt es den Auftakt filmisch umgesetzter Dramaturgien des Expressionismus dar.

Der Expressionismus zwischen 1914 und 1925

Krieg war bereits vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein Thema, das häufig im Expressionismus aufgegriffen wurde. Vor dem Ersten Weltkrieg repräsentiert der Krieg ein Motiv der Überwindung des Status Quo.

Nach Kriegsbeginn drehen sich expressionistische Gedichte allerdings in erster Linie um Erlebnisse und Erfahrungen der jeweiligen Autoren an der Front. Subjektive Darstellungen werden weiterhin genutzt, nun aber zusätzlich datiert, zumeist entlang der Chronologie des Krieges.

Zahlreiche Autoren fallen im Krieg, sodass der expressionistische Schöpferkreis spürbar dezimiert wird.

Der Krieg als Motiv erfährt eine Wandlung vom düstere, dystopischen Wandelsbringer. Das Kriegselend und das Grauen der Frontlinien werden für expressionistische Autoren Realität. Daraus entsteht ein zunehmender Pazifismus. Die Industrialisierung ist weiterhin intensiver Kritik ausgesetzt, treibt sie doch die Massenvernichtung des Krieges voran.

Düster-morbide Darstellungsweisen von Krieg weichen explizit linksradikalen Elementen, wenngleich die wahre Aussage noch immer schwer fassbar bleibt.

Politisch aktive Autoren dieser Strömungen sind beispielsweise Ernst Toller oder Ernst Barlach. Es ist anzumerken, dass die Expressionisten den kriegsbedingten Wandel weitestgehend geschlossen vollziehen. Vereinigungen bilden sich, darunter Der Charon, der in verschiedenen Zeitungen seine Positionen einem größeren Kreis an Menschen zugänglich macht.

Zeitschriften wie Der Sturm, Der Brenner, Die Aktion, Das neue Pathos oder Die Brücke treiben den politischen Aktivismus heran, doch die expressionistischen Autoren gehen davon aus, ihre angestrebte Menschheitserneuerung durch ihr Dichterwort erreichen zu können. Diese idealistische bis naive Einstellung bewegt zahlreiche Schriftsteller dazu, sich vom Expressionismus abzukehren.

Strömungen wie der Dadaismus oder die Neue Sachlichkeit sind die Folge dieser Resignation. Eine Weiterentwicklung des Expressionismus kann im Surrealismus gesehen werden. Friedrich Dürrenmatt gilt als ein beispielhafter Autor dieses Übergangs.

Andere, darunter Bertolt Brecht, sehen den Expressionismus zu diesem Zeitpunkt bereits als passé an.

Das Ende der Epoche des Expressionismus

Durch die Politisierung des Expressionismus und den Zeitschriften als seinem Sprachrohr zentriert sich die Stilrichtung im Sozialismus. Beliebte Themen sind Frieden und pazifistische Bestrebungen sowie eine internationale Brüderschaft aller Sozialisten. Während das Ideal der Erneuerung in den Hintergrund tritt, wird der Sozialismus das neue. Der wachsende Nationalismus wird daher von den Expressionisten als ernsthafte Bedrohung wahrgenommen, steht er ihrem politischen Gedankengut doch krass entgegen. Andere hingegen schließen sich der NSDAP an (Emil Nolde) oder setzen sich für die Anerkennung des Expressionismus als "Deutsche Kunst" ein (Maximilian Rosenberg).

Erste Repressalien bekommen die Expressionisten 1933 zu spüren, als die Nazis am 10. Mai die Werke zahlreicher Autoren verbrennen, die ihnen ein Dorn im Auge sind.

Vier Jahre später beginnt die aktive Verfolgung expressionistischer Autoren. Auch wenn mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus nahezu keine expressionistischen Werke veröffentlicht werden, kann der Niedergang der literarischen Epoche nicht eindeutig an den einhaltenden Faschismus geknüpft werden.

Bereits seit 1925 erscheinen ohnehin kaum noch expressionistische Schriften. Zumindest aber hat der Expressionismus durch den Nationalsozialismus auch keine Chance mehr auf ein Wiederaufglimmen. Nicht zuletzt die Verfolgung expressionistischer Schriftsteller ist dafür verantwortlich, denn die Gesellschaft hat sich inzwischen so stark gewandelt, dass die expressionistischen Ideale und Merkmale kaum noch auf die herrschende Gesellschaft angewandt werden können. Überhaupt gelingt es den Vertretern des Expressionismus nie, klare künstlerische Ziele zu formulieren. Die Autoren verlangen zwar, das etwas passiert und die gegenwärtigen Zustände verändert, allerdings wissen sie nicht, was genau eintreten sollte. Dieser vage Charakter in einer Zeit extremen politischen Klimas

Stilistische Merkmale der expressionistischen Literatur

Der Protagonist eines expressionistischen Werkes versucht häufig, dem eigenen Alltag zu entkommen, da dieser mit Rationalität und Langeweile verbunden ist. Es findet eine Flucht in Rausch- oder Traumwelten statt. Er sucht Erfahrungen, die ihm sinnliche Erlebnisse verschaffen, sodass er sich auf elementare Empfindungen besinnen kann.

Viele expressionistische Schöpfungen werden von einem Gefühl der Orientierungslosigkeit durchzogen, das die Reaktion der Autoren auf die Explosion der Großstädte und die damit verbundene Fülle an intensiven Reizen darstellt.

In seiner revolutionären Art strebt der Expressionismus nach der Aufhebung bürgerlicher Wertevorstellungen seiner Zeit, der alte Mensch gilt als verlogen, spießig und folglich überholt. An seine Stelle soll der neue Mensch treten. In diesem Ablösungsvorgang liegt ein Generationenkonflikt begründet, der politische Züge annimmt. Somit sehen sie Krieg beinahe als notwendiges Instrument zum Wandel, Mittel zum Zweck, das durch sein inhärentes Chaos einen Knall auslöst und damit die alte, verkrustete Gesellschaft aus ihrer Lähmung reist. Die folgende Zerstörung wird für einen Neuanfang genutzt.

Immer wiederkehrende Themen des Expressionismus sind der Tod und das Ende der Welt, was sich auch im Herbeisehnen quasi-apokalyptischer Zustände äußert. Vor allem jüngere Autoren sahen darin die sicherste Möglichkeit, der erstarrten Denkweise ihrer Lehrer ein Ende setzen zu können, um so die eigenen umwälzerischen und veränderungsaffinen Vorstellungen der Welt zur Realität zu machen.

Bereits bekannte Umstände stellen Expressionisten in einem verfremdeten Umfeld dar, sie eröffnen damit neue Perspektiven und verschieben die Wahrnehmung der Welt. Auch diese Methoden zielen darauf ab, sich von den festgefahrenen politischen, sozialen und ästhetischen Normen der Vergangenheit zu lösen.

Geprägt ist die expressionistische Ästhetik von filmischen Inspirationen. Diesem Medium entlehnen die Autoren Techniken wie Schnitt und Montage. So sammeln sie verschiedenste Motive, Schnipsel oder gar nur einzelne Wörter und fügen diese anschließend ganz neu zusammen. Genutzt werden können tatsächlich nicht nur Inhalte, sondern gleich die gesamte sprachliche Ebene. Durch die Konstruktion einzelner Worte zu einem bestimmten Bild lässt dieses sich im Anschluss ebenso leicht wieder zerstören, wie es aufgebaut wurde. Solche Bilder präsentieren die Autoren zumeist voneinander getrennt. Anstatt sie zu verbinden, werden sie aneinandergereiht und bleiben logisch voneinander getrennt. Ähnlich eines Regenwurms stehen die einzelnen Teile für sich und können auch so überleben, wie es Alfred Döblin beschreibt.

Noch dazu bringt diese Wortkunst die Isolation und Entfremdung expressionistischer Autoren angesichts der Industrialisierung und der rasenden Urbanisierung zum Ausdruck.

Oftmals hat die expressionistische Sprache einen eher rudimentären Charakter. Die Regeln der Syntax werden missachtet, stehen sie doch für ebenjene Konventionen, die die Autoren gerade abschaffen zu versuchen. Manchmal reduzieren sie ihren sprachlichen Werkzeugkasten auf nur einige wenige Wortarten, sodass gewisse Schöpfungen lediglich aus Verben und Substantiven bestehen. In einem telegrammartigen Stil verzichten sie auf Satzzeichen. Das Ganze versinnbildlicht die empfundene Abwesenheit einer Ordnung und erhöht das sprachliche Tempo der Texte.

Literarische Stilmittel des Expressionismus



  • Neologismen

  • Ironie

  • umfangreiche Metaphorik

  • Ellipsen

  • schnelle Sprache durch die Aneinanderreihung von Substantiven und die Verwendung von Bewegungsverben

  • Enjambements


Die verschiedenen Formen des Expressionismus in der Literatur

Innerhalb der expressionistischen Stilrichtung gibt es viele Kunstformen. Lyrik, Prosa, Drama oder auch Zeitschriften gleichermaßen haben dem Expressionismus seine heutigen Konturen gegeben. Ihnen allen gemeinsam ist die Implementierung neuartiger sprachlicher Formen und Techniken. Auch der Bewusstseinsstrom, also die schnelle Aneinanderreihung aller Gedanken des Protagonisten, werden in expressionistische Schöpfungen eingebaut, insbesondere Filme.

Besonderen politischen Einfluss kommt Zeitschriften zu, die im Übergang der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus zum Sprachrohr der Anhänger des Expressionismus werden. Sie propagieren den Sozialismus und wenden sich somit gegen den aufkeimenden Nationalismus, eine Haltung, die schon in den Anfangsjahren des Expressionismus charakteristisch für die Stilrichtung war.

Lyrik und Prosa fußen auf der Auflösung altbekannter, starrer Zusammenhänge und streben stattdessen danach, etwas nie Dagewesenes zu kreieren.

Mithilfe der sogenannten Stationentechnik stellen Dramen Handlungen dar, die voneinander vollkommen unabhängig agieren. Unter der Stationentechnik versteht man die lose Aneinanderreihung einzelner Szenen und Bilder. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist die Verbindung zu ein und demselben Protagonisten.

All diese Formen sind des Weiteren durch eine revolutionäre Stimmung des Aufbruchs geprägt.

Wichtige Autoren des Expressionismus


Dramatiker:

  • Georg Kaiser

  • Ernst Toller

  • Ferdinand Bruckner


Lyriker:

  • Gottfried Benn

  • Kurt Heynicke

  • Georg Kulka

  • Maximilian Rosenberg

  • August Stramm


Erzähler/Essayisten:

  • Alfred Döblin

  • Leonhard Frank

  • Kurt Hiller

  • Maria Lazar


Künstler, die in Verbindung mit dem Expressionismus standen:

  • Franz Kafka (vor allem sein Werk Gespräch mit dem Beter)

  • Hans Fallada (Der junge Goedeschal)

  • Bertolt Brecht (Baal, Trommeln in der Nacht)

  • Friedrich Dürrenmatt (Ein Engel kommt nach Babylon)

  • Max Frisch


Bedeutende Werke des Expressionismus



  • Gottfried Benn: Morgue und andere Gedichte (1912)

  • Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz (1929)

  • Herrmann Hesse: Der Steppenwolf (1927)

  • Georg Heym: Der Gott der Stadt (1910)

  • Georg Kaiser: Von morgens bis mitternachts (1912)

  • Else Lasker-Schüler: Ein alter Tibetteppich (1910)

  • Filippo T. Marinetti: Futuristisches Manifest (1909)

  • Kurt Pinthus: Menschheitsdämmerung (Sammelband, 1919)

  • Ernst Toller: Die Wandlung (1919)

  • Georg Trakl: Grodek (1914)

  • Jakob van Hoddis: Weltende (1911)

  • Herwarth Walden: Der Sturm (Zeitschrift, 1910-1932)


Die Rolle der Geschlechter im Expressionismus

Als literarische Stilrichtung des frühen 20. Jahrhunderts wird der Expressionismus nahezu gänzlich von Männern dominiert. Dementsprechend basiert das Verständnis expressionistischer Autoren vom Bild des Menschen auch auf jenem des Mannes. Umso bemerkenswerter ist das Schaffen der deutsch-jüdischen Dichterin und Zeichnerin Else Lasker-Schüler. Große Bekanntheit erlangte sie 1911 mit ihrem Gedichtband Meine Wunder, der von Motiven wie Liebe, Orientalik oder Religiosität durchzogen ist.

Ihr Schaffen beeinflusste auch Gottfried Benn entscheidend, als sie sich 1912 trafen. Zwischen den beiden entstand in der Folge eine tiefe Freundschaft. Künstlerisch ließ sich Benn von Lasker-Schülers freiem Umgang mit der lyrischen Form sowie ihren sprachlichen Neuschöpfungen inspirieren.

Überblick über die einzelnen Epochen:

+ Epoche Renaissance

+ Epoche Barock

+ Epoche Aufklärung

+ Epoche Sturm und Drang

+ Epoche Klassik

+ Epoche Romantik

+ Epoche Biedermeier

+ Epoche Realismus

+ Epoche Moderne

+ Epoche Naturalismus

+ Epoche Expressionismus

+ Epoche Postmoderne
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