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Portugiesisch – die portugiesische Sprache
Die portugiesische Sprache ist eine romanische Sprache der übergeordneten indogermanischen Sprachfamilie. Ihre engere Sprachfamilie ist das Iberoromanische, zu dem auch Spanisch, Katalanisch und weitere Sprachen gehören. Ihr gemeinsamer Ursprung ist das Galicisch-Portugiesische aus dem ersten Jahrtausend n. Chr. Portugiesisch ist eine der Weltsprachen mit mehr als 240 Millionen Muttersprachlern, von denen die meisten in Brasilien leben.

Verwandtschaft des Portugiesischen mit anderen Sprachen

Parallelen bestehen zu Spanisch und Katalanisch, des Weiteren zu Italienisch, Französisch und Rumänisch sowie allen anderen (weniger bedeutenden) romanischen Sprachen. Die größten Ähnlichkeiten gibt es grundsätzlich bei der Grammatik und der Syntax, mit dem Spanischen decken oder ähneln sich stark viele Worte. Große Unterschiede gibt es wiederum in der Aussprache. Spanier und Portugiesen können einander jedoch mit etwas Übung verstehen, an manchen Orten werden die beiden Sprachen nebeneinander verwendet.

Portugiesische Phonetik

Zur komplexen phonetischen Struktur gehören neun Vokale und fünf nasale Vokale, zehn Diphthonge und fünf nasale Diphthonge sowie 25 Konsonanten. Die konsonantischen Phoneme sind sehr differenziert, sie können bilabial, dental, labiodental, alveolar, postalveolar, guttural und velar gesprochen werden. Die Betonung richtet sich nach der Stellung bestimmter Konsonanten und Vokale, gezählt wird eher als im Spanischen oder Französischen der Akzent.

Alphabet

Das Alphabet verwendet die 23 Grundbuchstaben des lateinischen Alphabets (ohne Umlaute) und außerdem Buchstaben mit Diakritika: Á, Ã, À, É, Ê, Ç, Í, Ô, Ó, Õ, Ú und Ü.

Grammati

Männliche Substantive enden in der Regel auf -o, weibliche auf -a, wobei es seltenere Ausnahmen gibt. Artikel zeigen das Geschlecht an, o für männlich und a für weiblich. Der Plural entsteht durch das Anhängen eines -s nach Vokalen und vielen Konsonanten, nach den Konsonanten -z, -r und -n jedoch durch -es. Wiederum gibt es einige Sonderregeln, so die Änderung des auslautenden -m vor einem Plural-s zu -n (aus „o homem“ wird „os homens“). Ein auslautendes -l wird zu einem -i im Plural vokalisiert („o animal“ wird zu „os animais“). Substantive lassen sich durch Suffixe (Nachsilben) in ihrer Bedeutung verändern: Mit dem Anhängen von -ão wird beispielsweise eine Sache vergrößert. Aus o nariz (der Nase) wird mit o narigão eine Riesennase. Für die Verkleinerung der Nase gibt es das Suffix -inho (männlich) oder -inha (weiblich), sodass o narizinho ein Näschen ist. Es gibt die bestimmten Artikel o und a sowie für die Mehrzahl os und as, die wie im Deutschen ein Wort auch substantivieren können (das Wissen heißt o saber). Die unbestimmten Artikel sind um / uma (Plural uns / umas). Adjektive werden meistens dem Substantiv nachgestellt und können gesteigert werden, wobei es unregelmäßige Formen gibt. Verben gibt es in drei Konjugationen. Eine Besonderheit des Portugiesischen ist der persönliche Infinitiv mit einer Personalendung „mostro-te“ = „ich zeige es dir“). Die Anrede kann tu oder o senhor / a senhora lauten, außerdem gibt es você als Kurzform von vossa mercê (übersetzt mit Euer Gnaden), das unserem „Sie“ entspricht und in Brasilien so alltäglich verwendet wird, dass sich Brasilianer praktisch durchweg siezen. Allerdings ist dieser Gebrauch nicht komplett mit dem deutschen „Sie“ gleichzusetzen.

Wortschatz

Als romanische Sprache basiert Portugiesisch ursprünglich auf dem Lateinischen, Spuren anderer Sprachen sind auch festzustellen. Sie stammen vielfach von der Urbevölkerung der südlichen iberischen Halbinsel, auf der sich auch das heutige portugiesische Staatsgebiet befindet. Dort lebten in vorantiker Zeit Iberer, Lusitaner und Konii, hinzu kamen als Siedler die Phönizier, Karthager und Keltiberer. Aus dem überwiegend lateinischen (eigentlich vulgärlateinischen) Wortschatz wurde durch verschiedene Prozesse das moderne Portugiesisch. Dazu gehören die Nasalierung, die Palatalisierung (Anpassung vor Vokalen), die Lenisierung (schwächere Konsonanten zwischen Vokalen), die Geminatenvereinfachung (Reduktion von Doppelkonsonanten) und die Dissimilation (Entähnlichung benachbarter ähnlicher Laute). Auch aus dem Arabischen hat das Portugiesische rund 1.000 Worte entlehnt, selbst aus Afrika, Asien und von südamerikanischen Indiosprachen lassen sich Einflüsse nachweisen. Die Betrachtung der Entlehnungen aus anderen Sprachen ist durchaus interessant:

Vorrömische Lehnwörter

Wenige Wörter aus vorrömischer Zeit leiten sich aus der Sprache damaliger Urvölker ab. Von den Iberern, Lusitanern und Konii weiß man nicht genau, was möglicherweise entlehnt wurde, etwas sicherer sind sich die Sprachforscher bei Ableitungen von den Phöniziern, Karthagern und Keltiberern. Bei den Keltismen sind die Wörter vielleicht auch über das Lateinische in die portugiesische Sprache gelangt.

Wahrscheinliche Iberismen sind:


  • Strom oder Bach: arroio

  • junges Kaninchen: caçapo

  • Bett: cama

  • Butter: manteiga

  • Achselhöhle: sovaco


Keltismen:


  • Kuhweide: bostar von keltiberisch boustom = Kuhstall und altgalicisch busto = Kuhbauernhof

  • Galle oder Gallapfel: bugalho

  • Joch: canga von cambos = krumm

  • Bienenstock: colmeia von colmos oder leonesisch cuelmo = Stroh, Halm und bretonisch coloff = Stängel, Stiel

  • Reiher: garça, bretonisch auch kerc’heiz

  • Radpflug: lavego

  • Sommer: samos, altirisch sam

  • gepflügter Acker: seara, spanisch serna, altgalicisch senara, altirisch sain


Praktisch alle genannten Wörter aus dem Keltischen sind in weiteren romanischen Sprachen ebenfalls zu finden. Das legt nahe, dass schon die Römer sie aus dem Keltischen entlehnten. Danach gelangten sie über das römische Latein ins Portugiesische.

Phönizismen:


  • Masche oder Netz: malha

  • Karte: mapa

  • Sack: saco


Diese Wörter gibt es ebenfalls in weiteren romanischen Sprachen. Wiederum könnten die Römer sie aus dem Phönizischen entlehnt haben, danach gingen sie vom römischen Vulgärlatein ins Portugiesische über.

Lateinische Erbwörter

Da Portugiesisch vom Vulgärlatein abstammt, ist die Herkunft dieser Lehnwörter relativ gut zu belegen. Ihre Transformation ins Portugiesische hat eine lange Geschichte. Sie begann während der römischen Besetzung in vorchristlicher Zeit und dauerte über Jahrhunderte an. Latein hatte mindestens bis ins frühe Mittelalter, als es in Portugal noch lange amtliche Schriftsprache war, einen großen Einfluss auf die portugiesische Sprache. Bei den Wörtern der lateinischen Schriftsprache spricht man von Buchwörtern, die sich gegenüber ihrem lateinischen Ursprung wenig verändert haben. Die aus der gesprochenen lateinischen Sprache übernommenen Erbwörter hingegen wurden stark verändert. Beispiele für lateinische Lehnwörter sind:


  • Mond: lateinisch luna, durch Nasalierung dann altportugiesisch lũa und später neuportugiesisch lua

  • Hundert: lateinisch centum, durch Palatalisierung dann altportugiesisch und schließlich neuportugiesisch cem

  • machen: lateinisch facere, altportugiesisch fazer, neuportugiesisch fazer

  • Stärke oder Kraft: lateinisch fortia, portugiesisch força

  • Schmerz: lateinisch dolor, dann durch den Wegfall von nasalen oder lateralen Einzelkonsonanten zwischen Vokalen altportugiesisch door, neuportugiesisch dor

  • gut: lateinisch bonus, wiederum durch Konsonantenwegfall altportugiesisch bõo, neuportugiesisch bom

  • Ring: lateinisch ānellus, portugiesisch anel

  • taub: lateinisch mūtus, dann durch Lenisierung (schwächere Konsonantenstärke zwischen den Vokalen) portugiesisch mudo

  • See: lateinisch lacus, portugiesisch lago

  • dicke Bohne: lateinisch faba, portugiesisch fava

  • Tropfen: lateinisch gutta, dann durch Geminatenvereinfachung (einfachere Doppelkonsonanten) portugiesisch gota

  • sündigen: lateinisch peccare, wiederum durch Geminantenvereinfachung portugiesisch pecar

  • Languste: lateinisch locusta, dann durch Dissimilation (Entähnlichung benachbarter ähnlich klingender Laute) portugiesisch lagosta

  • Grab: lateinisch campāna, dann durch Vokaldissimilation altportugiesisch campãa, neuportugiesisch campa

  • erinnern: lateinisch memorāre, dann durch Konsonantendissimilation altportugiesisch nembrar, neuportugiesisch lembrar

  • Seele: lateinisch anima, portugiesisch alma

  • Platz: lateinisch locālem, altportugiesisch logar, neuportugiesisch lugar


Germanismen

  • kuscheln oder etwas im Bett verstauen: agarimar

  • brechen: britar, abgeleitet aus suebisch briutan, im Altenglischen als brēotan, im Mittelhochdeutschen als briezen zu finden

  • Erbse: ervanço, aus dem gotischen arweits abgeleitet

  • Funke: fona, das ursprünglich aus dem Suebischen stammt

  • Dudelsack: gaita aus dem gotischen gaits für Ziege

  • Lerche: laverca aus dem suebischen laiwerka

  • elegant: loução (veraltet auch für „hochmütig“), abgeleitet aus dem gotischen flautjan eigentlich für prahlen

  • Handschuh: luva aus dem gotischen lōfa

  • schieben: trigar aus dem gotisch þreihan eigentlich für widersprechen


Arabismen

Im Portugiesischen lassen sich rund tausend Wörter arabische Lehnwörter finden. Beispiele wären:


  • Blattsalat: alface von arabisch al-khass

  • Kissen: almofada von arab. al-mukhadda

  • Lager: armazém von al-mahazan

  • Olivenöl: azeite von az-zait

  • Flasche: garrafa von garrafâ

  • Wildschwein: javali von ǧabalí oder altarab. ǧabalī (جبلي), das auch für bergig steht


Lehnwörter aus Afrika, Asien und von südamerikanischen Indios

Durch die Entdeckungen und Kolonialisierungen gelangten auch aus diesen Weltregionen Wörter ins Portugiesische:


  • Tee: chá vom chinesischen cha

  • Mango: manga vom malaiischen mangga

  • Ananas: abacaxi von der Tupi-Sprache (brasilianische Indios)

  • Banane: banana von Banane aus der Kongo-Sprache Wolof

  • wilde Feier: farra aus der afrikanischen Bantusprache

  • Schimpanse: chimpanzé aus dem Bantu

Portugiesische Literatur

Die portugiesische Literatur hat eine sehr große Geschichte vor allem hinsichtlich der Poesie. Zu den größten Dichtern gehört Luís de Camões (1524 – 1580), sein Hauptwerk sind „Die Lusiaden“. Man schreibt ihm eine ähnliche Bedeutung wie Goethes Faust zu, es gibt auch ein dem deutschen Goethe-Institut entsprechendes Instituto Camões. Der 10. Juni – Todestag des Nationaldichters – ist Portugals Nationalfeiertag.

Dialekte

Das Standardportugiesisch heißt Estremenho, Dialekte entstanden vielfach durch die Verbreitung der Sprache während der portugiesischen Kolonialzeit ab dem 15. Jahrhundert. Es gibt ein brasilianisches und ein afrikanisches Portugiesisch. Auch in Südportugal haben sich eigene Dialekte entwickelte, die sich aber weniger vom Standard-Portugiesisch unterscheiden und zu diesem ähnliche differenziert sind wie etwa Bayerisch oder Sächsisch zum Hochdeutsch.

Verbreitung

Portugiesisch verbreitete sich ab dem 15. Jahrhundert weltweit, als Portugal Kolonien in Brasilien, Afrika und Asien eroberte. Das Kolonialreich überdauerte in Teilen bis ins Jahr 1975. Dadurch wurde Portugiesisch die Amtssprache von mehreren heute unabhängigen Staaten, so Brasilien, Angola, Mosambik, São Tomé und Príncipe, Kap Verde, Guinea-Bissau sowie natürlich in Portugal. Außerdem ist es vielfach Minderheiten- oder Zweitsprache. Es entstanden zudem rund 20 Kreolsprachen auf portugiesischer Basis. Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde Portugiesisch durch Auswanderungen aus Portugal zu einer bedeutenden Minderheitensprache in Nordamerika und einigen westeuropäischen Staaten. In einigen Staaten ist es eine zweite Amtssprache, so in Osttimor, Macau und Äquatorialguinea. In Brasilien sprechen rund 190 Millionen Menschen Portugiesisch, in anderen spanischsprachigen Ländern Südamerikas wird es unterrichtet. In Paraguay leben über 120.000 Portugiesisch-Muttersprachler. In Venezuela und Guyana ist es eine wichtige Minderheitensprache. In der Karibik und Nordamerika gibt es größere portugiesischsprachige Bevölkerungsgruppen. In Europa sprechen es die über 10 Millionen Einwohner Portugal, rund 10 % der Menschen in Luxemburg und Andorra sowie Minderheiten in Frankreich, Belgien, Deutschland, der Schweiz, Spanien und auf Jersey. In Afrika ist es südlich der Sahara wichtig, in Angola, Mosambik, São Tomé und Príncipe, Äquatorialguinea, Kap Verde und Guinea-Bissau leben rund 33 Millionen Muttersprachler. Als Minderheitensprache ist Portugiesisch im Kongo, in Malawi, Südafrika, Sambia, Namibia und Simbabwe wichtig. In Afrika sind auch die portugiesischen Kreolsprachen sehr verbreitet. In Asien wird es in Osttimor, Macau und einigen indischen Bundesstaaten gesprochen.

Offizieller Status

Die CPLP – Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Staaten – ist eine Organisation von Staaten mit der Amtssprache Portugiesisch. In der EU ist es ebenso wie in der Afrikanischen Union und dem Mercosul offizielle Amtssprache.

Geschichtliche Entwicklung

Die portugiesische Sprache entstand ab dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert aus dem Vulgärlatein, das römische Legionäre und Siedler in den Südwesten der iberischen Halbinsel trugen. Später entwickelte sich daraus eine eigene Sprache. Schriftliche Dokumente auf Portugiesisch liegen seit dem 11. Jahrhundert vor. Rund 400 Jahre später war eine ausgereifte Sprache entstanden, wie die portugiesische Literatur seit dem 15. Jahrhundert belegt. Einflüsse auf die portugiesische Sprachentwicklung seit der christlichen Zeitrechnung hatte auch die germanische Völkerwanderung ab dem frühen 5. Jahrhundert n. Chr., als Stämme der Westgoten und Sueben mit dem beginnenden Zusammenbruch des weströmischen Reiches auf das Gebiet der iberischen Halbinsel vordrangen. Deren Wortschatz ist in sehr rudimentärer Form noch nachweisbar. Die suebische Sprache etwa trug dazu bei, dass sich das Galicisch-Portugiesische anders als das Spanische entwickelte. Mit der Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Mauren im frühen 8. Jahrhundert wurde Arabisch zur Verwaltungssprache, allerdings blieb die Bevölkerung bei ihrem iberomanischen Dialekt. Das Arabische hatte daher eher geringe Einflüsse auf das Portugiesische. Jedoch konnte sich mit dem Mozarabisch eine romanische Schriftsprache mit arabischen Schriftzeichen entwickeln. Nach der Reconquista (Vertreibung der Mauren) blieb eine arabische Minderheit im Süden der iberischen Halbinsel, arbeitete vorwiegend im Handwerk und in der Landwirtschaft und trug in diesen Bereichen in gewissem Umfang zum portugiesischen Wortschatz bei. Als die Grafschaft Portugal 1095 unabhängig und 1139 zum Königreich geworden war, trug der normierende Einfluss des Königshofes zur Sprachentwicklung bei. Die erste Universität in Portugal gründete König Dionysius im Jahr 1290 (Lissaboner Estudo Geral). Schon ab 1296 ersetzten die königlichen Kanzleien Latein als Amtssprache durch Portugiesisch. Auch die höfische Kultur Südfrankreichs nahm bis zum 13. Jahrhundert einen gewissen Einfluss auf das Sprachgebiet Portugals. Durch die Reconquista-Bewegung (Rückeroberung von den Mauren) gelangte Portugiesisch immer weiter nach Süden, um 1250 war der komplette Westen der Iberischen Halbinsel galicisch-portugiesisches Sprachgebiet. In der Renaissance etwa ab 1550 gelangten lateinische, griechische, italienische und spanische Lehnwörter in die portugiesische Sprache. In dieser Phase wurde aus dem seit dem 12. Jahrhundert entstandenen Altportugiesischen das Neuportugiesische. In den schon vor 1550 eroberten portugiesischen Kolonien (Brasilien, São Tomé und Príncipe) und in abgelegenen portugiesischen Gegenden hielt sich jedoch das Altportugiesische in Teilen bis heute.

Unterschiede zwischen europäischem, brasilianischem und afrikanischem Portugiesisch

Zwischen den portugiesischen Sprachvarianten gibt es einige Unterschiede im Vokabular, in der Aussprache und in der Syntax. Sie sind in der Umgangssprache deutlicher als in der Amts- und Literatursprache. Die Sprecher der jeweiligen Dialekte verstehen sich aber gut. Teilweise gibt es einzelne ältere Wörter auch im jeweils anderen Sprachgebiet, sie werden nur unterschiedlich häufig benutzt. Ein Beispiel wäre das portugiesische Wort für Teppich:


  • Brasilien: tapete, weniger häufig alcatifa

  • Portugal: alcatifa, weniger häufig tapete


Bei modernen Worten hingegen gibt es deutliche landesspezifische Unterschiede, wie das Beispiel Autobus zeigt:


  • Brasilien: ônibus

  • Portugal: autocarro


Signifikantere Unterschiede in der Orthografie wurden durch eine Sprachreform (Acordo Ortográfico) im Jahr 2009 eliminiert. Auch in der Aussprache gibt es Unterschiede zwischen einzelnen Sprachgebieten. So sprechen die Brasilianer das o in Worten wie anônimo, Antônio oder Amazônia geschlossen aus, die europäischen Portugiesen und die portugiesischsprachigen Afrikaner hingegen offen. Sie schreiben die Worte daher auch anders, nämlich nicht mit ô, sondern mit ó (anónimo, António, Amazónia).

Pidgins auf portugiesischer Basis

Pidgins sind Mischsprachen. Sie entstehen, wenn zwei verschiedene Sprachen aufeinandertreffen, wie das unter anderem durch die portugiesischen Eroberungen im Mittelalter geschah. In Afrika und Asien wurden portugiesischbasierte Pidgins bis ins 18. Jahrhundert zur lingua franca (Verkehrssprache), die selbstständig ihre Lexik und Grammatik erweiterte. Typische Beispiele wären:


  • Crioulo Sotavento (Kriolu) und Barlavento (Criol) auf Kap Verde

  • Fá d’Ambô in Äquatorialguinea

  • Crioulo / Kriol im Senegal und in Guinea-Bissau

  • Kreolsprachen von Diu und Vaipim, Kristi sowie Língua da Casa in Indien

  • Macaista in Macau

  • Cristão/Papiá Kristang in Malaysia und Singapur

  • Papiamentu in Aruba und auf den Niederländischen Antillen

  • Burgher in Sri Lanka

  • Forro, Angolar und Lunguyê in São Tomé und Príncipe


Aus Spanisch und Portugiesisch entstanden Hybriddialekte, so Barranquenho in Portugal, A Fala in Spanien und Portuñol in Uruguay.

Portugiesisch lernen

Portugiesisch gehört nicht zu den zehn schwersten Sprachen der Welt, es rangiert in etwa gleichauf mit Spanisch, Italienisch und Französisch. Je nach verwendeter Technik (Kurs an der Volkshochschule oder moderne Technik mit App, CD und interaktivem Online-Klassenraum) dauert der Spracherwerb für die grundlegende, alltägliche Verständigung zwischen rund sechs Wochen bis zu einem Jahr.

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