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Literarische Epoche: Barock

Tipp von Redaktion
Als Barock wird üblicherweise die Epoche der europäischen Kunstgeschichte verstanden. Sie beginnt gegen Ende des 16. Jahrhunderts und reicht bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts. Parallel zu diesen Daten wird auch in der deutschen Literaturgeschichte die Zeit als Barock bezeichnet. Begriffe wie Barockliteratur oder Literatur des Barocks sind im deutschsprachigen Raum häufig anzutreffen. Darunter verstehen Literaturwissenschaftler die literarische Produktion dieses Zeitraumes in Europa, allen voran in Deutschland, Spanien und Italien.

Schwierig wird es jedoch, wenn die sogenannte Barockliteratur mit Werken aus Frankreich oder auch England verglichen wird. In beiden Ländern werden zu dieser Zeit typische "barocke" Merkmale verwendet. Die Literatur wird jedoch nicht als französische oder englische Barockliteratur bezeichnet. Für die französische Literatur aus der Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts werden die Begriffe "klassisch" oder "klassizistisch" genutzt. Es ist also wichtig zwischen den Begriffen "Barockliteratur" und "barocken Merkmalen in der Literatur" zu unterscheiden.

Im deutschsprachigen Raum kann der Übergang von der Renaissance zum Barock erstaunlich gut festgemacht werden. Das Buch "von der Deutschen Poeterey" von Martin Opitz aus dem Jahre 1624 gilt als Beginn der Barockliteratur. Auch das Ende des Barock wird an einem bestimmten Zeitpunkt festgemacht. Durch die Initialisierung der "Aufklärung" in Johann Christoph Gottscheds "Theater Reform" (ab. Ca. 1730) wird der Beginn der nachfolgenden Epoche, der Aufklärung, signalisiert.

Weltbild und Philosophie in der Zeit der Barockliteratur


Um die Entstehung der barocken Motive nachvollziehen zu können, ist es notwendig, einen kurzen Blick auf das zeitgenössische Umfeld zu werfen. Dazu eignet sich die Philosophie hervorragend, da sie einen guten Überblick über das damals herrschende Weltbild bietet.

Zu den bekanntesten, zeitgenössischen Vertretern gehören:


Francis Bacon (1561-1626)
Die Aussage "Wissen ist Macht" wird häufig mit Bacon verbunden. Doch auch der Grundsatz "Interpretation statt Antizipation" oder die empirische Methode sind auf ihn zurückzuführen. Grundsätzlich wird Bacon eine starke Zwiespältigkeit nachgesagt. Seine größte Hinterlassenschaft war, die Menschheit zum Denken anzuregen. Er stellte gezielte Fragen an die Natur und versuchte diese durch Experimente zu erklären und beantworten.

Rene Descartes (1596-1650)
Descartes wird vor allem die Tendenz zur Selbstreflexivität zugeschrieben. Aber auch der Ausspruch "cogito, ergo sum" (Ich denke, also bin ich) stammt von ihm. Sein Gedankengang war vereinfacht in etwa: wer an etwas zweifelt, der denkt. Wer denkt muss zwangsläufig existieren. Die Evidenz des Seins war bewiesen. Dadurch sagte Descartes aus, dass nur wer an allem zweifelt, eine sichere Basis für logische Schlüsse finden kann.

Vor allem diese zwei Philosophen und Wissenschaftler haben, in Kombination mit etlichen anderen Beitragenden, dafür gesorgt, dass im 17. Jahrhundert ein starkes Denken in Antagonismen und Dualismen, aber auch ein Hinterfragen von sämtlichen Dingen eingesetzt hatte.

Barocke Merkmale in der Literatur


In einer Zeit des Krieges war zu Beginn des Barock der Alltag der Menschen stark durch Gewalt, Zerstörung und Tod bestimmt. Von diesen negativen Gefühlen ausgehend, aber auch durch den Wechsel im Denken der Menschen, haben sich drei Motive durchgesetzt, welche im Barock dominierten:

Memento Mori
Übersetzt bedeutet dies: Bedenke, dass du sterben musst. Der Tod wird stärker in den Mittelpunkt gerückt, als das Leben an sich. Bei dem Memento Mori Motiv wird das starke Bewusstsein über den eigenen Tod in den Mittelpunkt gerückt. Häufige Wiederholungen von Erinnerungen an den kommenden oder nahenden Tod sind ein Ausdruck dessen.

Carpe Diem
Übersetzt bedeutet dies: Nutze / Genieße den Tag. Dieses Motiv steht in klarem Kontrast zu dem Memento Mori Motiv. Das Carpe Diem Motiv geht auf den römischen Dichter Horaz (65 - 8 v. Chr.) zurück. Mit seiner Hilfe wird in der Barockliteratur dazu aufgerufen, den Tag bewusst zu erleben und zu genießen. Es wird vermittelt, dass der Tod und die eigene Vergänglichkeit nicht die große Bedeutung haben, wie zu dieser Zeit häufig vermittelt und wahrgenommen wurde. In der Literaturgeschichte ist es allerdings stark umstritten, ob man Carpe Diem tatsächlich als eines der zentralen Motive des Barocks betrachten darf oder nicht.

Vanitas
Übersetzt bedeutet dies: Eitelkeit oder auch Nichtigkeit, Misserfolg oder Vergänglichkeit der Welt. Ähnlich wie beim Memento Mori Motiv steht hier die Beschäftigung mit der Vergänglichkeit des Menschen und dem Tod im Vordergrund. Die große Unterscheidung liegt allerdings darin, dass beim Vanitas Motiv die Nichtigkeit des Menschen in den Vordergrund gesetzt wird. Um das Vanitas Motiv zu zeigen, werden häufig bestimmte Symbole wie ein umgekipptes Weinglas, eine aufgeklappte Taschenuhr oder auch ein Totenkopf verwendet.

In Kombination dienen diese drei Motive dazu, vor dem nahenden Tode zu ermahnen, der Nichtigkeit alles Irdischen zu gedenken, dennoch das Leben zu genießen. Daraus resultierend wird eine verstärkte Zuwendung zu dem (christlichen) Glauben empfohlen.

Arten der Literatur des Barocks


Die literarischen Werke des Barock können in drei große Gattungen eingegliedert werden.

Lyrik des Barocks


Das Gedicht war die beliebteste Literaturform des Barocks. Das Sonett, meist mit dem Versmaß "Alexandriner mit 6-hebigen Jamben" wurde am meisten genutzt. Es war von äußerst großer Bedeutung, dass Ästhetik und Wohllaut gut eingesetzt wurden. Dazu konnten unterschiedliche Stilmittel verwendet werden. Zu diesen zählen Anaphern, Metaphern, Antithetik, Hyperboli, Allegorien oder Repetitio. Metaphern und Symbole wurden auch eingesetzt um durch bildliche Darstellungen immaterielle Dinge wie Diesseits und Jenseits, den nahenden Tod oder auch die Rolle des Menschen darzustellen.

Zu den bekanntesten Lyrikwerken des Barocks zählen unter anderem "Es ist alles eitel" von Andreas Gryphius oder "Geh aus, mein Herz, und suche Freud" von Paul Gerhardt.

Prosa des Barocks


In den Prosawerken lässt sich meist die christliche Prägung der Autoren erkennen. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass zu dieser Zeit drei Konfessionen bekannt waren. Der Katholizismus, der Lutherismus sowie der Calvinismus, welche zum Teil äußerst unterschiedliche Ansichten zu den einzelnen Konfessionen und vor allem möglichen Übertritten vertraten, was sich auch in den Prosawerken häufig fassen lässt.

Die verwendeten Motive und Stilmittel sollen durchgängig zur Verbesserung der schlechten Realität auffordern. Als Aussage lässt sich meist eine bessere Ordnung und ein besseres Leben bei und mit Gott und dem Glauben fassen.

Zu den bekanntesten Werken gehört der Schelmenroman "Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen aus dem Jahre 1668.

Die Barockpredigt


Auch in den Predigten des Barocks lassen sich unterschiedliche Glaubensbekenntnisse und Einstellungen fassen. Gemein hatten alle, dass nicht nur die Bibel, sondern auch antike Werke gepredigt wurden. Probleme aller Art wurden behandelt. Dabei wurden Vergleiche, Schwänke aber auch Sprichwörter verwendet.

Vor allem Abraham a Sancta Clara ist als einer der bekanntesten katholischen Prediger des Barocks zu nennen. Aber auch Georg Scherer ist ein bekannter Vertreter, der in seinen Predigten gegen die Reformation gekämpft hat. Von Bedeutung ist weiters der polnische Prediger Piotr Skarga.

Wichtige Vertreter der Barocken Literatur


Andreas Gryphius (1616-1664)
Andreas Gryphius, mit bürgerlichem Namen Andreas Greif, ist vor allem für seine Sonette über das Leiden und die Nichtigkeit des Lebens bekannt. Als Sohn eines protestantischen Lehrers wurde er früh mit religiöser Intoleranz konfrontiert. Nach einem Studium in Danzig folgte eine Arbeitsstelle als Hauslehrer auf dem Gut der Familie Schönbroners. Dort konnte er in dessen reichhaltiger Bibliothek seine Bildung im Selbststudium fortsetzen um im Anschluss auf der Universität Leiden zu studieren, wo er unter anderem mit dem Gedankengut von Rene Descartes in Verbindung trat. Eine Reise quer durch ganz Europa folgte, bevor er wieder nach Schlesien zurückkehrte.

Während all dieser Zeit entstanden seine zahlreichen Werke, die das Leid und den Verfall in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges aber auch die Religionsverfolgungen thematisieren. Zu seinen bekanntesten Werken gehören: Es ist alles eitel; Menschliches Elende, Tränen des Vaterlandes oder Catharina von Georgien.

Paul Gerhardt(1607-1676)
Paul Gerhard war ein evangelisch-lutherischer Theologe und ist vor allem für seine lyrischen Werke bekannt. Bereits seit seiner Kindheit, aber auch durch sein Studium an der Universität Wittenberg kam er früh in Kontakt zur Lutherischen Lehre. Zu seinen Lehrern gehörten aber auch Dichter wie August Buchner. Seine Kindheit mit Erfahrungen von Krieg, Krankheit und Tod hat sein Wirken geprägt. Er behandelt neben diesen Themen auch noch das Ehe- und Familienleben oder die christliche Kirche.

Zu den bekanntesten Werken gehören: Geh aus, mein Herz, und suche Freud; Befiehl du deine Wege; oder Kirchenlieder wie: Wie soll ich dich empfangen; Fröhlich soll mein Herze springen oder Ich steh an deiner Krippen hier.

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1622-1676)
Aus einer verarmten Adelsfamilie stammend gehörte er in seiner Jugendzeit dem Militär an. Mit seinem Übertritt zum katholischen Glauben und nach seiner Hochzeit trat er ins Zivilleben ein. Erst in seinen letzten Lebensjahren widmete er sich seiner Tätigkeit als Schriftsteller. Er ist vor allem dafür bekannt, in seinen Werken Anagramme, welche aus seinem Namen gebildet wurden, verwendet zu haben.

Sein bekanntestes Werk ist Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch. Aber auch das Rathstübel Plutonis oder Die verkehrte Welt sind zu nennen.

Abraham a Sancta Clara (1644-1709
In Wien unter dem Namen Johann Ulrich Megerle geboren, aber unter seinem Ordensnamen bekannt geworden ist der der katholische Geistliche und Prediger Abraham a Sancta Clara. Er ist vor allem durch seine zahlreichen Predigten bekannt geworden, die kraftvoll, derb, unterhaltsam und doch zugleich hintersinnig und intolerant beschrieben werden können. Er wird von Literaturwissenschaftlern als Begründer der deutschen Schriftsprache angesehen. Zu seinen bekanntesten Predigen gehören: Merck´s Wienn! Das ist: des wüthenden Tods umständige Beschreibung aber auch Auff, auff, ihr Christen! Das ist: eine bewegliche Anfrischung der christlichen Waffen wider den Türckischen Bluet-Egel.

Johann Valentin Andreae (1586-1654)
Als Universalgelehrter kann der Theologe, Schriftsteller und Mathematiker Johann Valentin Andreae gelten. Er ist vor allem für die christliche Utopie "Christianopolis" bekannt. Er gilt auch als Schöpfer des Mythos der Rosenkreuzer Legende. Auch zahlreiche Predigten und sonstige Schriften sind überliefert. ER ist vor allem für seine Kritiken und Reformprogramme an und für die Kirche und die Gesellschaft bekannt.

Jakob Bidermann (1578-1639)
Jakob Bidermann glänzte bereits in jungen Jahren durch Intelligenz. Er wurde im Alter von 8 Jahren im Gymnasium aufgenommen, mit zwanzig war er voll in seinem Studium verankert und leitete nebenbei ein Schultheater. Bereits 1607 erhielt er eine Professur für Rhetorik. Seine Dramen handeln stets von dem besseren Leben mit Gott und der Abkehr von der Welt. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören: Cosmarchia oder Welt-Herrschaft; Utopia; Heroum Epistolae.

Sigmund von Birken (1626-1681)
Nach einem abgebrochenen Studium der Rechtswissenschaften verfasste Sigmund von Birken bereits im Alter von 19 Jahren sein erstes größeres Werk "Fortsetzung der Pegnitzschäferei". Er wirkte Zeit seines Lebens meist als Dichter und Erzieher. Zu seinen Hinterlassenschaften gehören neben zahlreichen Gedichten auch historische Aufzählungen und Erzählungen aber auch eine umfangreiche Korrespondenz mit Zeitgenossen, welche heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt wird.

Jakob Böhme (1575-1624)
Sehr philosophisch geprägt sind die barocken Werke von Jakob Böhme. Er arbeitet mit dem Gedanken der Freiheit, führte aber auch verschiedene Dualismen ein. Am wichtigsten ist jedoch, der Gedanke, dass der Widerspruch ein notwendiges Moment in allen Erscheinungen der Wirklichkeit vorhanden ist. In Kombination mit kritischen Gedanken zu Gott und Religion, prägte er so die Zeit des Barocks mit. Sein bekanntestes Werk ist Aurora.

Anton Ulrich von Braunschweig (1633-1714)
Anton Ulrich von Braunschweig wird häufig als einer der ersten aufgeklärt-absolutistischen Herrscher im Barockzeitalter genannt. Der Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel war von hoher Bildung, allgemein interessiert und selbst als Lyriker und Romanautor tätig. Vor allem seine Romane prägten den Barocken Stil und gelten als Vorreiter des deutschen historischen Romans. Vor allem Octavia, römische Geschichte ist diesbezüglich zu nennen.

Paul Fleming (1609-1640)
Für seine Lyrik bekannt wurde der deutsche Arzt Paul Fleming. Nach dem Genuss des Werkes "von der deutschen Poeterey" von Martin Optiz war Fleming auch als Schriftsteller tätig. Er schrieb vor allem Sonette und behandelte hier viele Orte, welche er auf seinen Reisen besucht hatte, aber auch Liebeslieder sowie Gedichtsammlungen in Deutsch und Latein. Zu den bekannten Werken gehören: Klagegedichte über das unschuldigste Leiden und Tod unseres Erlösers Jesu Christi; Teutsche Poemata.

Catharina Regina von Greiffenberg (1633-1694)
Zu den bedeutendsten weiblichen Vertretern des Barock zähl Catharina Regina von Greiffenberg. Im Adel geboren musste sie nach dem Tode sowohl ihres Vaters als auch ihres Ehemannes ihre Heimat verlassen und übersiedelte nach Nürnberg, wo sie in verstärkten Kontakt mit Sigmund von Birken kam. Ihr Austausch an Briefen ist heute noch erhalten, und zeigt, dass von Birken ihre Werke maßgeblich mitbearbeitet hat. Zu ihren bekannten Gedichten gehören: Leben, Lehre und Wunderwerke Christi; Sieges-Seule der Buße und Glaubens / wider den Erbfeind Christliches Namens.

Friedrich Freiherr von Logau (1605-1655)
Ebenfalls adeliger Herkunft war Friedrich Freiherr von Logau. Sein Studium der Jurisprudenz blieb ohne Abschluss. Er gilt als Verfasser von mehr als 3000 Epigrammen, in denen er Verfehlungen wie Heuchelei oder Habsucht tadelte. Aber auch der Krieg und die Kirche wurden kritisch betrachtet. Seine Gedichte sind in der Gesamtausgabe zusammengefasst und beinhalten mit "Drey-Tausend", "Anderen Tausend" und "Zu-Gabe" in Summe sogar 3560 Epigramme.

Martin Optiz (1597-1639)
Martin Optiz gilt als der Begründer der deutschen Barockliteratur. Mit seinem Werk "das Buch von der Deutschen Poeterey" prägte er eine ganze Epoche. Nach einem Studium von Philosophie und Jura war Opitz als Hauslehrer bei einem kurpfälzischen Geheimrat tätig, wechselte später in die Niederlande. Durch seine neuen Betrachtungen von Sprache, Stil und Verskunst konnte die deutsche Poesie eine neue, formale Grundlage erhalten. Zu seinen Gesetzen der Poesie gehören unter anderem: Eine strenge Betrachtung des Versmaßes unter Berücksichtigung des natürlichen Wortakzents; Eine Ablehnung unreiner Reime; Ein Verbot von Wortverkürzungen sowie ein Verbot von Fremdwörtern. Als Thema gab Opitz die Gegenüberstellung von Vergänglichkeit und Ewigkeit vor.

Johan Rist (1607-1667)
Neben Paul Gerhardt gilt Johann Rist als der bedeutendste protestantische geistlicher Dichter des Barocks. Er gilt als der Schöpfer zahlreicher Kirchenlieder wie: Brich an, du schönes Morgenlicht; Hilf Herr Jesu, lass gelingen oder Werde munter, mein Gemüte. Neben den Liedern schuf er zahlreiche Gedichte, in welchen er für ethische und moralische Ideale eintrat. Zu seinen Werken gehören unter anderem: Die alleredelste Belustigung; Die alleredelste Erfindung; Das alleredelste Leben; Sabbathische Seelenlust.

Angelus Silesius (1624-1677)
Lyriker, Theologe und Arzt steht auf dem Lebenslauf von Angelus Silesius. Der evangelische, polnische Adelige schrieb seine ersten Gedichte bereits in seiner Schulzeit. Nach seinem Studium in Straßburg und Leiden war er neben seiner Tätigkeit als Arzt auch weiterhin schriftstellerisch tätig. 1653 bekannte er sich zur römisch-katholischen Kirche und trat in seinen Werken auch öffentlich für sie ein. Zu seinen Werken gehören: Christliches Ehrengedächtnis des Herrn Abraham von Franckenberg; Geistreiche Sinn- und Schlussreime; Sinnliche Beschreibung Der Vier Letzten Dinge.

Philipp von Zesen (1619-1689)
Der Sohn eines lutherischen Pastors gilt neben Sigmund von Birken als einer der ersten deutschen Berufsschriftsteller. Vor allem sein autobiographischer Roman "Die Adriatische Rosemund" hatte großen Einfluss auf die Barockliteratur und gilt als der erste große deutsche Roman dieser Zeit. Neben dem Schaffen seiner eigenen Werke war Philipp von Zesen auch stark als Übersetzer tätig, wobei hier sämtliche vorstellbaren Themen vorhanden sind. Zu seinen Werken gehören weiters: Melpomene; Deutscher Helicon, Leo Begicus; Assenat. Ihm ist auch das Werk "Kurtze Doch grundrichtige Anleitung zur Höfligkeit" von Hans Adolph von Alewein gewidmet, in welchem er Dankesworte schreibt.

Daniel Casper von Lohenstein (1635-1683)
Von allgemein hoher Bildung war der Adelige Daniel Casper von Lohenstein. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Jurist und Diplomat, war nebenbei allerdings auch unglaublich produktiv als Dichter tätig. Vor allem Trauerspiele, welche stark durch den französischen Klassizismus geprägt sind, sind von ihm bekannt. Der Roman "Großmüthiger Feldherr Arminius" gehört zu den Höhepunkten barocker Romankunst. Zu seinen sonstigen Werken gehören: Cleopatra; Ibrahim, Redender Totenkopf, Agrippina oder Sophonisbe.

Überblick über die einzelnen Epochen:

+ Epoche Renaissance

+ Epoche Barock

+ Epoche Aufklärung

+ Epoche Sturm und Drang

+ Epoche Klassik

+ Epoche Romantik

+ Epoche Biedermeier

+ Epoche Realismus

+ Epoche Moderne

+ Epoche Naturalismus

+ Epoche Expressionismus

+ Epoche Postmoderne
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