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Literarische Epoche - Aufklärung

Tipp von Redaktion
Ein erster Überblick
Die Zeit der Aufklärung begann um das Jahr 1700. Diese Epoche zeichnete sich dadurch aus, dass die Menschen anfingen, rational zu denken und sich dem Fortschritt hinzugeben. Wissen galt als Macht und war etwas Positives. Alles bisher dagewesene wurde in Frage gestellt und überprüft. Gegen Ende des Jahrhunderts, um 1780, zeichnete sich zudem eine Reformbewegung ab. Ein zentraler Aspekt der Aufklärung ist dabei die Vernunft. Diese richtete sich gegen alte und festgesetzte Dogmen und begründete ein Denken des Widerstandes. Vorurteile wurden bekämpft und es entwickelte sich ein gesteigertes Interesse für den Naturwissenschaften. Der Verstand und die Vernunft waren der Schlüssel zu einer besseren Welt. Das Naturrecht wurde wieder in den Fokus gerückt und die Religion strebte nach mehr Toleranz. Begriffe wie Emanzipation, Bildung und Menschenrechte standen verstärkt im Vordergrund. Ebenso begannen die Menschen, die Frauenrechte stärken zu wollen. Diese Strömungen fanden sich natürlich auch in der Kunst und Literatur wieder sowie im politischen Geschehen.

Entstanden ist die Epoche der Aufklärung als Gegenströmung zum Mittelalter. Hier herrschten vornehmlich Dunkelheit und düsterer Aberglaube. Die Zeiten der Hexenverbrennung sollte ein Ende haben. Es sollte mehr um Wahrheit, Erkenntnis und Helligkeit gehen. Ein positiver Blickwinkel war gefragt. Fortschritt, kausales Denken und der Sieg der Vernunft sind zentrale Elemente der Aufklärung. Daneben entstand der Wunsch nach Freiheit, Emanzipation, Mündigkeit und Unabhängigkeit. Die Gedanken der Menschen wurden optimistischer und es entfiel die Frage nach einem Leben nach dem Tod. Die Aufklärung war gekennzeichnet durch den Niedergang des Adels und den Aufstieg des Bürgertums, nicht zuletzt begünstigt durch einen neuen Zugang zu Wissen.

Mit Bildung zu neuer Vernunft

Eine Voraussetzung für die Verbreitung der aufklärerischen Ideologien war die Lesefähigkeit der Bevölkerung. In protestantischen Ländern wurde der Bezug zur Bibel gefördert. Im Katholizismus wurde die sogenannte Erbauungsliteratur zusehends bekannter. In Mittel- und Westeuropa wurde die Schulpflicht eingeführt. Auch Mädchen durften am Schulunterricht teilnehmen. Eine weitere Wissensverbreitung erfolgte über die immer regelmäßiger erscheinenden Zeitungen und deren größeren Verbreitungsgrad. Zudem entwickelten sich die "belle lettres", sogenannte Volksbücher, die auch dem bürgerlichen Publikum zugänglich waren. Wissen wurde mehr und mehr auch der breiten Masse und dem einfachen Mann zugänglich gemacht. Dies galt auch für das akademische Wissen. Schriften wurden zunehmend auch in den verschiedenen Landessprachen verfasst. Dies galt vor allem für England und Frankreich. Auch Deutschland folgte und übersetzte nach und nach lateinische Schriften ins Deutsche. Anfang des 19. Jahrhunderts folgte eine schrittweise Reformierung des Bildungssystems. Es entstehen die Bereiche der Technik, der Naturwissenschaften, der Sozial- und der Geisteswissenschaften.

Die Moral in der Aufklärung

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Epoche der Aufklärung war zudem die Moral. Shaftesbury verfasste 1696 das Stück "Inquiry Concerning Virtue or Merit". Hierin wurde die These vertreten, dass der Mensch an sich durch einen harmonischen Umgang mit seiner Umwelt zu größtem Glück findet. In Anlehnung an dieses Werk schrieb Francis Hutcheson eine Moralpsychologie mit dem Titel "Moral Sense". Das Bild der Moral wandelt sich. In dem Roman "Man of Feeling" von Henry Mackenzies aus dem Jahr 1771 treten erstmals Männer auf, die daran zerbrechen im Widerspruch mit der Welt zu leben. Großes Glück erfahre der, der für andere Menschen lebt. Die neuen Helden sind von nun an schwach, weich und offenherzig.

Auch die Sicht der Liebe ändert sich. Die Protagonisten handeln nicht mehr aus reiner Verschlagenheit, sondern haben die Liebe selbst als oberstes Ziel erklärt. Eine Liebesheirat geht einer Vernunftehe vor. Auch die Rolle von Mann und Frau bekommt eine neue Definition. Sie treten in ihrer natürlichen, "gottgegebenen" Form auf, bei welcher die Rolle der Frau die doch noch eher passivere ist. Dennoch sind Frauen stark und verteidigen sich, wenn nötig auch mit Waffengewalt. Auch lehnen sie sich gegen ihre Eltern auf. Ein galantes Verhalten von 1660 bis 1720 erlaubte es der Frau, sich auf Augenhöhe mit dem Mann zu unterhalten. Ab 1720 wird die Frau mehr zum schwachen Geschlecht und zu einer schutzbedürftigen Person. Etwas später folgen die Regeln des Anstandes. Frauen haben nun bescheiden und zurückhaltend zu sein.

Weitere gesellschaftliche Änderungen sind der Rückgang demonstrativer Gewalt in Form von öffentlichen Hinrichtungen. Auch in der Erziehung gibt es einen Wandel. Es gilt nun als pädagogisch wertvoll, seinen Kindern eine Moral anzuerziehen, die zu einem moralischen Empfinden führt. Das Privatleben wird nicht mehr länger hinter verschlossenen Türen gehalten. Der Adel gibt sich offen und nahbar und stellt seine Gefühle, auch gegenüber den eigenen Kindern, öffentlich zur Schau. Das schickliche Benehmen weicht einer intensiven Bindung zur Familie und den Gefühlen. Die zur Schau gestellte Perfektion und Oberflächlich verschwindet. Es entstehen ferner neue Gruppierungen und Gesellschaften. Ziel ist es, Gleichgesinnte zu finden und eine Seelenverwandtschaft zu teilen.

Die Gründung von Gesellschaften

Auch wissenschaftliche Gesellschaften wurden gegründet, wie die "Royal Society" und die "Académie des sciences". Ludwig XIV. förderte gezielt die materielle Unabhängigkeit von frühaufklärerischen Literaten. Dies stellte Voltaire fest. So erhielten die Gesellschaften eine staatliche Unterstützung. Die Akademien hatten das Ziel, ihre Erkenntnisse wechselseitig zu erweitern. Zu dieser Zeit wurde auch die "Akademie in Berlin" gegründet. Diese hatte den Zweck, die Sprach- und Geisteswissenschaften zu fördern und naturwissenschaftliche Erkenntnisse zu sammeln. Die Welt wurde von nun an als Gesamtheit und Einheit gesehen. Alle Menschen waren gleich und sollten sich wie Brüder fühlen. Auch gab es sogenannte literarische Gesellschaften. Diese hatten ein festes Regelwerk. Hier war es zum Beispiel nicht erwünscht, dem anderen ins Wort zu fallen oder thematisch abzuschweifen. Kritik sollte sachlich vorgetragen werden. Es wurden rücksichtsvolle und respektvolle Diskussionen geführt, bei denen jeder seinen Standpunkt vertreten durfte.

Neben den öffentlichen Organisationen entstanden auch sogenannte Freimaurerlogen und Geheimgesellschaften. Diese agierten fernab von Kirche und Staat. Diese Logen setzten sich aus einem gebildeten Bürgertum zusammen und vertraten die Gedanken der aufgeklärten Vernunft. Die Bewegung wuchs stetig und war bald schon in ganz Europa vertreten. Die Mitglieder waren gleichberechtigt und frei von jeder Konfession. Ein bekannter Orden war der "Illuminatenorden", welchem auch Freiherr Knigge angehörte. Auch Goethe, Herder und Karl August waren Teil dieses Bundes. Die aufklärerischen Theorien wurden schon bald als sehr radikal gewertet und es kamen die ersten Verbote. Später wurde der Orden als ursächlich für die Französische Revolution gesehen.

Politische und wirtschaftliche Entwicklungen

In wirtschaftlicher Hinsicht änderte sich nach und nach die politische Verfassung. Es war der Beginn der Industriellen Revolution. Die Wirtschaft war im Umbruch, da die Unternehmer und Kaufleute sich vermehrt externer Impulse bedienten und offen gegenüber Neuerungen waren. Das Bürgertum wurde zusehends gebildeter mit einem steigenden Wunsch nach Reformen. Die Erfolge der Kaufleute wurden als Gewinn für die Gemeinschaft anerkannt. Grundsätzlich wandelte sich die Politik von einem Absolutismus hin zu einer demokratischen Denkweise. Eine Ständegesellschaft bestehend aus Adel, Klerus, Bauern und Bürgertum wurde nicht mehr so klar voneinander abgegrenzt. Der Wunsch nach einer Gewaltenteilung entstand.

Lesezirkel und Publikationen

Es entwickelten sich Lesezirkel und eine Salonkultur. Dies waren Orte eines regen Gedankenaustauschs zwischen Gelehrten. Die Ausrichtung fand meist durch die Frauen statt. Sie bestimmten den Kreis der Geladenen und nahmen an diesen Veranstaltungen aktiv teil. Die Zirkel boten zudem die Möglichkeit, sich durch Sammelabonnements Zugang zu derzeit teuren Lektüren zu verschaffen. Bücher wurden im Kollektiv gelesen und besprochen. Es entstand eine Leserevolution mit sogenannten Periodika. Hier erschienen kleinere Essays und Traktate. Berühmte Beispiele frühaufklärerischer Frauen waren unter anderem Friederike Caroline Neuber, Luise Adelgunde Gottsched und Christiana Mariana von Ziegler.

Durch den neuen Trend nach Publikationen entstand auch eine erhöhte Nachfrage. Ziel der Schriften war es vor allem, die Kritikfähigkeit der Bevölkerung sowie deren soziale Verantwortung zu stärken. Es entstanden die Rede- und Pressefreiheit als grundlegende Menschenrechte. Im Vordergrund stand nach wie vor das vernunftgeleitete Denken. Recht wurde definiert als etwas, das öffentlich vertretbar sei. Hierzu schrieb Kant " Alle auf das Recht anderer Menschen bezogenen Handlungen, deren Maxima sich nicht mit Publizität verträgt, sind unrecht."

Aufklärung hatte zunächst noch den Hintergrund, vor allem naturwissenschaftliche Fakten zu verbreiten. Dies formierte sich mit der Zeit dahingehend, auch politisch, moralisch und religiös aufgeklärter zu sein. Man versuchte alle Gesellschaftsschichten zu erreichen. Für die Verbreitung waren mehr und mehr die patriotisch-gemeinnützigen Gesellschaften verantwortlich, die vor allem ein gemeinnütziges Wissen teilten. In Deutschland waren diese Gesellschaften in erster Linie reformorientiert. In Frankreich wurde der Kurs langsam politisch radikal. Es standen demokratische Grundsätze im Raum wie Gleichheit, Brüderlichkeit und Freiheit. Ein Mitgliedereid verlangte "frei zu leben oder zu sterben".

Die Hugenotten und Friedrich der Große

In Deutschland wurde eine zunehmend tolerante Religionspolitik betrieben. Dies fand auch Platz in dem "Edikt von Potsdam", verfasst von dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Daraufhin zogen knapp 20.000 Hugenotten nach Deutschland. Dies wiederum verhalf der Region zu einem ordentlichen Wirtschaftsaufschwung. Auch kulturell war dieser Zuzug eine enorme Bereicherung. Die französische Sprache löste nach und nach die Lateinische ab. Besonders in der gebildeten Gesellschaftsschicht standen die französische Kultur und Sprache hoch im Ansehen. Dies hatte wiederum Einfluss auf die Umgangsformen und die Essgewohnheiten. Berlin und Potsdam wurden zu zentralen Orten der europäischen Aufklärung mit einem hohen Anteil an Hugenotten in den Akademien.

Friedrich der Große wurde zum "Sinnbild des aufgeklärten Monarchen". Er korrespondierte mit Voltaire, war äußerst belesen und musisch begabt. Er selbst wurde als begnadeter Schriftsteller gesehen. Religiös betrachtet war er ungebunden und ein Freigeist. Er gestattete es den Menschen, sich frei für eine Konfession zu entscheiden. Er selbst betitelte sich als "Ersten Diener des Staates". In der Judikative sprach er sich gegen die Folter aus und war für die Abmilderung des Strafregimes. Auch war er kein Vertreter der Todesstrafe. Mit diesen Beispielen war Friedrich II. einer der prägnantesten Repräsentanten der Aufklärung.

Das Ende einer Epoche

Gegen Ende der Aufklärung und damit gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Theorien des vernunftorientierten Handelns zunehmen in Frage gestellt. Es wurde vielfach eingewandt, dass die Gefühle den Menschen leiten und nicht alleine der Verstand. Aus dieser Kritik entstand später die Epoche der Romantik. Die Vernunft bilde nicht den ganzen Menschen ab. Der Mensch würde nur auf den Verstand reduziert werden. Auch der Glaube in neue Techniken und Wissenschaften wurde kritisiert. Die Aufklärung als Allheilmittel aller Probleme stand in Frage.

Wichtige Daten
Der Zeitraum der Aufklärung wird auf die Jahre von 1650 bis 1800 eingegrenzt. Betroffen waren hauptsächlich die Länder England, Frankreich, Niederlande und Deutschland. Später schwappte das Gedankengut auch nach Nordamerika. Ein wichtiges Ereignis in der Zeit der Aufklärung ist die Amerikanische Revolution im Jahr 1776. Diese Revolution war für die Durchsetzung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika verantwortlich. Es fand der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg statt, welcher am 4.07.1776 mit der Niederschrift der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten endete. Diese Erklärung war ein Meilenstein in der Geschichte, da hier erstmals Menschenrechte niedergeschrieben und staatlich verankert wurden.

Ein weiterer Meilenstein der Geschichte ist die Französische Revolution. Diese zog sich über den Zeitraum von 1789 bis 1799. Die Ziele der Revolution waren die Abschaffung des absolutistischen Staates und die Umsetzung der Ideen aus der Aufklärung, insbesondere der Menschenrechte. Diese Zeit hatte einen direkten Einfluss auf das heutige Demokratieverständnis.

Die Epoche der Aufklärung dauerte bis zu den Anfängen des 19. Jahrhunderts und wurde nicht zuletzt durch die Französische Revolution beendet. Viele Leitbilder und Fragestellungen konnten aber nie ganz verdrängt werden und existieren noch heute in den Köpfen vieler Menschen.

Repräsentanten der Epoche

Ein wichtiger Vertreter dieser Zeit ist René Descartes. Er prägte Aussagen wie "Ich denke, also bin ich." Auch Immanuel Kant bleibt mit seiner Aussage "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" nachhaltig in den Köpfen der Menschen. Immanuel Kant ist auch derjenige gewesen, der den Begriff Aufklärung definierte. Im Jahr 1784 schrieb er "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen!" Die Literatur der Aufklärung ist dabei aber auch eng verknüpft mit den Epochen der Empfindsamkeit und des Sturm und Drangs.

Kultur in der Zeit der Aufklärung

Die Dichter und Schriftsteller dieser Zeit versuchten Ihre Ideen und Ansichten über die Literatur der breiten Masse mitzuteilen. Von nun an gab es freie Schriftsteller, die sich auch an die Bürgerlichen wandten. Es entstanden vermehrt wissenschaftliche Schriften mit dem Schwerpunkt Forschung. Eine der wichtigsten Gattungen dieser Zeit war das Drama, dessen Umsetzung über das Theater erfolgte. Gotthold Ephraim Lessing revolutionierte das Theater dahingehend, dass von nun an auch das Bürgertum vertreten war. Dabei wurde sowohl das bürgerliche Trauerspiel als auch das bürgerliche Drama dargestellt. Besonders häufig wurden hier die Herrschaftsformen kritisiert und bürgerliche Themen behandelt.

Daneben fand sich die Fabel. Fabeln und Parabeln wurden dazu genutzt, den Bürger moralisch zu belehren. Mithilfe von Tieren als Darsteller in der Fabel oder Gleichnissen in der Parabel sollte der Zuschauer zum Nachdenken angeregt werden.

Im Theater waren vor allem die Oper und die Komödie beliebt. Epische Romane befassten sich mehr und mehr mit bürgerlichen Themen. So auch "Agathon" von Christoph Martin Wieland.

Die Lyrik in der Aufklärung war besonders vielfältig. Hier fanden sich Hymnen und Oden wieder mit besonders gefühlsstarkem Ausdruck sowie Lehrgedichte mit aufklärerischem Tenor und Gedankenlyrik. Auf sozialkritischer Ebene entstanden Genres wie die Satire. Diese wurden mit Aphorismen gespickt, also lehrreichen Sinnsprüchen.

Von 1740 bis 1790 kam die Strömung der Empfindsamkeit hinzu, welche deutlich gefühlsbetontere Inhalte und Ausdrucksweisen hervorbrachte. Hier kamen Themen wie Gott, Freundschaft und die Natur mit ins Spiel. Die von 1767 bis 1790 dauernde Epoche des Sturm und Drangs verfeinerte die Werke mit Protesten gegen eine reine Vernunft, Geniedenken, einem besonderen Verhältnis zur Natur sowie einem idealistischen Lebensgefühl.

Zu den bekanntesten Literaten der Epoche der Aufklärung gehören

- Gotthold Ephraim Lessing

- Christoph Martin Wieland

- Karl Phillip Moritz

- Christian Fürchtegott Gellert

- Johann Christoph Gottsched und

- Georg Christoph Lichtenberg

Diese brachten Werke wie

-"Nathan der Weise"

- "Emilia Galotti"

- "Mediationes de prima philosophia"

- "Leben der schwedischen Gräfin G"

- "Sterbender Cato"

- "Candide, ou l´optimisme"

- "Insel Felsenburg"

- "Leben und Meinungen des Herrn Magister Sebaldus Nothanker"

- "Emile oder über die Erziehung"

sowie diverse philosophische Schriften von Kant, Voltaire, Rousseau und Montesquieu. Das Prosa wurde gesellschaftskritisch verfasst und zum Teil als Briefroman verfasst. Hierfür stehen stellvertretend Montesquieu und Goethe. Auch Enzyklopädien hatten hier ihren Ursprung.Die Wissenswerke und -sammlungen verkörperten das pure Wissen und damit den Schlüssel zur Aufklärung. Weitere wichtige Werke von Immanuel Kant waren die "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?" oder "Zum ewigen Frieden". Dies bedingte unter anderem auch die Besetzung neuer Führungspositionen durch Persönlichkeiten wie Freiherr vom Stein, Karl August von Hardenberg oder Wilhelm von Humboldt. Ein liberales und aufgeklärtes Beamtentum etablierte sich immer mehr als "weltliche Funktionselite".

Auch für die Kunst begann eine neue Zeit des Ausdrucks. Die Künstler gewannen an Selbstbewusstsein. Wissenschaft und Kunst wurden zunehmend verbunden. Der Begriff Künstler stand in engem Zusammenhang mit dem Begriff Schöpfer. Werke dieser Zeit wurden als Zeitzeugen gesehen mit einer bleibenden Existenz. Die Interpretation eines Kunstwerkes konnte von nun an in die subjektive Wahrnehmung des Einzelnen gestellt werden. Emmanuel Kant betitelte dies als "Zweckmäßigkeit ohne Zweck". Kunst sollte dem reinen Wohlgefallen dienen, frei von jeglicher Moral. Bevormundung und Zensur wurden abgelehnt. Der Rationalismus wurde vertreten durch René Descartes. Dies führte dazu, dass die Menschen von nun an die Dinge in Frage stellten und sie nicht mehr als gegeben hinnahmen. John Locke vertrat daneben den Empirismus. Wissen konnte nach dieser Position durch den Einsatz der menschlichen Sinne erweitert werden und die Erkenntnis mittels Erleben.

Überblick über die einzelnen Epochen:

+ Epoche Renaissance

+ Epoche Barock

+ Epoche Aufklärung

+ Epoche Sturm und Drang

+ Epoche Klassik

+ Epoche Romantik

+ Epoche Biedermeier

+ Epoche Realismus

+ Epoche Moderne

+ Epoche Naturalismus

+ Epoche Expressionismus

+ Epoche Postmoderne
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