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Märchen - August Leskien und K. Brugman: Litauische Volkslieder und Märchen

Von dem Burschen, der seine todte Braut heirathete

Damit hauptsächlich zu vergleichen: Trudy II, 113, 400 »Von dem Manne und seiner Frau dem Engel.« Ferner Af. VII, 4, 38; für die Fahrt nach der Hölle: Af. VII, 22, S. 194–196, VIII, 3a, S. 30 u. 31, Rudč. I. 45, S. 39; II, 34, S. 153. Für den Auftrag des Vaters, vgl. Af. V, S. 218 und die zweite Hälfte von Drag. 11, S. 290. Betreffs Menschen, die in der Hölle Wasser oder ... weiterlesen


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Von Mariechen und der heiligen Jungfrau

Es war einmal ein Mann, der hatte eine Frau, und die Frau brachte immer Mädchen zur Welt, und sie hatten schon acht Mädchen. Nun bekamen sie das neunte Mädchen, und da trug es der Vater fort und wollt es in einem See ertränken. Unterwegs kam ein altes Mütterchen auf ihn zu, und das Mütterchen frug ihn ›Wohin gehst du, Alterchen?‹ ›Ei ich gehe nach dem See und will dort ... weiterlesen


Von dem jungen Burschen, der keine Furcht hatte

Es war ein Vater, der hatte einen Sohn, und der Sohn hatte noch nie Furcht gehabt. Da gab ihn der Vater zum Pfarrer und dachte, der könnte ihm vielleicht das Fürchten beibringen. Der Pfarrer behielt ihn bei sich, und er schickte ihn jede Nacht um die zwölfte Stunde in die Stadt Bier zu holen. Und er steckte seine Magd in weisse Kleider und sagte ihr, sie solle sich ins Hofthor stellen, und ... weiterlesen


Von dem Fischerssohn, den ein Teufel davontrug

Ein König hatte einen Fischer, und der Fischer schrieb auf ein Papier ›Ich lebe ohne Sorgen‹, setzte seinen Namen dazu und schlug das Papier an einem Pfahl an. Der Pfahl stand an dem Weg, wo der König immer spazieren ging, und so erblickte der König das Papier und las es. Er sprach ›Ich, der König, lebe mit Sorgen, er ist nur mein Fischer und lebt ohne Sorgen!‹ und ... weiterlesen


Von dem Fischerssohn den ein Teufel davontrug

Dieses Märchen handelt im ersten Theil von dem, einem Teufel versprochenen Kinde, im zweiten von der Erlösung einer schwarzen Prinzessin, vgl. Grimm II, 137 (wo die Erlösung gestört wird). Vgl. Afanas'ev's Anm. zu VII, 16. Von slavischen Märchen gehören hierher: čechisch, Němc. II, S. 68; Rad. II, S. 24; slovenisch, Podšavn., S. 10 und Erben, S. 297; vgl. auch russisch Af. ... weiterlesen


Von dem Armen

Einst hatte ein Mann nichts zu essen, und er ging fort in die Welt hinein. Wie er so ging, begegnete ihm ein altes Männchen, das Männchen fragte ihn ›Wohin geht die Reise?‹ Der arme Mann antwortete ›Ich weiss es selber nicht. Ich habe nichts zu essen, und ich weiss nicht, wo ich hingehn, wo ich mir was zu essen suchen soll.‹ Da sprach das Männchen ›Komm mit auf ... weiterlesen


Von den drei Brüdern und der alten Hexe

Es waren einmal drei Brüder, die ritten des Wegs und wollten zu einem König, der Krieg führte. Sie kamen des Abends an eine Schenke und gingen in die Schenke und wollten da nächtigen. Die Wirtin war aber eine alte Hexe, und die Hexe sagte ›Ihr könnt bei mir Herberge haben, und ich will euch für die Nacht auch drei Mädchen geben.‹ Sie blieben also über Nacht in der Schenke. Am ... weiterlesen


Von dem reichen und dem armen Bruder

Es waren zwei Brüder, der eine war reich und hatte keine Frau, der andre aber war arm und verheiratet. Jetzt wollte auch der reiche Hochzeit machen, und er ladete den armen dazu ein. Aber der hatte nichts, was er dem Bruder zur Hochzeit schenken konnte, und da sagte er seiner Frau, sie solle Plinsen von Buchweizenmehl backen und solle sich dann zur Hochzeit fertig machen. Sie machten sich nun ... weiterlesen


Von einem Knecht und seinem Hund, Kater und Zauber

Bei einem Herrn diente ein Knecht, der kriegte das Jahr drei (polnische) Groschen Lohn. Wenn das Jahr zu Ende war, bekam er die drei Groschen vom Herrn ausgezahlt, und da warf er sie in einen Brunnen. Drei Jahre diente der Knecht, da war seine Zeit um, und er sah jetzt, wie in dem Brunnen seine neun Groschen oben auf dem Wasser schwammen. Er nahm das Geld weg und wanderte nach seiner Heimat. ... weiterlesen


Von der Ratte, die den Königssohn zum Mann bekam

Es war ein König, der hatte eine schöne Frau und eine schöne Tochter. Seine Frau starb. Da fuhr er in allen Landen umher, sich wieder eine Frau zu suchen, aber er fand nirgends eine, die so schön war wie seine Frau oder seine Tochter. Da sagte er zu seiner Tochter ›Liebe Tochter, wir wollen Mann und Frau werden!‹ Die Prinzessin aber antwortete ›Wie können wir Mann und Frau ... weiterlesen


Von der heiligen Margareta

Es war eine Jungfrau, die hiess Margareta, und sie war gottesfürchtig und besuchte die Kranken und Armen. Ihr Bruder war Herzog, und sie hatten eine böse Stiefmutter. Wie nun einmal der Herzog in andre Länder auszog, liess er seiner Schwester all sein Hab und Gut zurück, der Stiefmutter aber sagte er, sie könne sichs mit Essen und Trinken wol sein lassen, nur solle sie sich nicht weiter um ... weiterlesen


Von dem Prinzen der bei dem Satan in Diensten stan

Dieses Märchen gehört zu dem Kreise von Erzählungen, bei welchen der Held im Dienste eines Zauberers (oder des Teufels) ein Ross findet, mit dessen Hülfe er seinem Herrn entflieht und auf dessen Rath er, nachdem er sich unkenntlich gemacht hat, sich in die Dienste eines Königs begiebt, dessen Tochter heirathet und ihm gegen seine Feinde hilft, wobei er schliesslich erkannt wird und zu der ... weiterlesen


Von dem Burschen, der seine todte Braut heiratete

Bei einem Bauerwirt diente ein junger Bursche und ein Mädchen, die hatten einander sehr lieb. Sie lebten züchtig, und als etliche Jahre ihrer Dienstzeit um waren, wollten sie Hochzeit machen. Sie gingen zum Pfarrer, um sich aufbieten zu lassen, und wie das Aufgebot grad im Gang war, da starb das Mädchen. Und der Bursche weinte sehr. Eines Nachts nun erschien sie ihm im Traum und sagte ... weiterlesen


Von dem alten Mann, der Herrgott werden wollte

Es war ein alter Mann, der ging einst durch den Wald und hatte Bastschuhe an, und da blieb er mit dem einen Schuhschnabel an einen Baumstumpf hängen und fiel hin. Zornig drehte er sich um und prügelte mit dem Stock auf den Stubben los. Da fing mein Stubben an zu reden und sagte ›Wozu schlägst du mich?‹ Der Alte sagte ›Schon den dritten Tag hab ich nichts zu essen gekriegt, ... weiterlesen


Von der Ratte die den Königssohn zum Mann bekam

Kreis der »Allerleirauh«, vgl. Grimm, Anm. zu 65, III, S. 115; Hahn I, S. 58, Formel 36 u. Anm. zu 27, II, S. 224; Köhler, Anm. zu Campbell, 14, Or. u. Occ. II, S. 298; Anm. zu Gonzenbach 38, II, S. 229 und Anm. zu Vuk, dod. 8. Archiv f. sl. Phil. S. 624. – Vgl. die litauische Var. Schleicher, S. 10 und folgende slavische: russisch, Af. II, 31, S. 283 (Tambov) und Anm. II, S. 393; Af. ... weiterlesen


Vom weissen Wolf

Es war ein König, der hatte drei Töchter; eine war immer schöner wie die andre, die jüngste aber war die schönste. Einst wollte der Vater in Geschäften nach Wilna fahren und wollte dort eine Magd dingen, die sollte im Hauswesen zum Rechten sehn, alles fegen und rein halten und die Schweine füttern. Da sprach die jüngste ›Vater, ich will selbst die Wirtschaft führen und brauche ... weiterlesen


Von dem Prinzen, der bei dem Satan in Diensten sta

Es war ein König, der hatte drei Söhne, die gingen einmal in den Wald jagen, und da verirrte sich der eine und nur die zwei andern kamen wieder heim. Der Wald war gross, und der Prinz, der sich verirrt hatte, streifte in dem Wald umher und hatte nichts zu essen; hungrig und bekümmerten Herzens dachte er, wie werde ich noch aus dem grossen Wald herauskommen? Endlich nach fünf Tagen erblickte ... weiterlesen


Vom armen Mann, der seinen Sohn, noch eh er zur We

Es war einmal ein Mann, der war gar arm, und wie er einst in den Wald fuhr Holz zu holen, da verirrte er sich. Er fing an zu fluchen und sagte ›Wenn nur der Teufel käme und mich aus dem Wald herausbrächte!‹ Da erschien auch ein Teufel, der fragte ihn ›Was begehrst du, Mensch? Hast du dich verirrt?‹ ›Ja‹, sagte er. Drauf sprach der Teufel ›Versprich ... weiterlesen


Von dem Dummbart

Vgl. R. Köhler, zu v.d. Hagen, Gesammtabenteuer N. 63, Germania XIV, (N.R. II) S. 269. Aus dem Slavischen ist mir augenblicklich nur ein sloven. Märchen, Valj. P. 11, S. 35 bekannt.


Von den zwei Waisenkindern

Es war einmal ein alter Mann und eine alte Frau, die hatten einen Sohn und eine Tochter. Und die beiden Alten starben. Der Jüngling und seine Schwester gingen nun von Hause fort und kamen in einen Wald, und da fanden sie keinen Ausweg daraus. Wie sie so im Walde hingingen, begegnete ihnen ein altes Männchen, und das alte Männchen sprach zu dem Jüngling ›Gib mir ein Stückchen Brod, ... weiterlesen


Von dem alten Soldaten, der die drei Königstöcht

Ein König hatte drei Töchter, und jede von ihnen hatte im Garten ein Blumenbeet. Eines Tags nun gingen sie in den Garten nach ihren Blumen schauen, da kam ein Drache und verschlang sie alle drei. Danach sprach der König ›Die drei, die mir meine Töchter wiederfinden, die sollen sie zur Frau haben.‹ Da zogen drei Generäle aus sie zu suchen, und der König gab jedem vierhundert ... weiterlesen


Vom ausgedienten Soldaten und den Teufeln

Einst kam ein ausgedienter Soldat auf dem Weg nach der Heimat in eine Schenke und fand da einen Säufer sitzen. Der Säufer bat den Soldat, er solle ihm doch Schnaps geben lassen, ihm sei das Geld ausgegangen. Da sagte der Soldat ›Ich habe selbst nicht viel, drei Pfennige sind meine ganze Baarschaft.‹ ›So kauf mir wenigstens für die drei Pfennige Schnaps‹, antwortete ... weiterlesen


Vom armen Mann

Litauische Variante Schleicher S. 75. Im Slavischen Märchen sehr verbreitet. Grossrussisch, Chud. III, 101, S. 95 (corrumpirte Version: statt des Räubers ein Kaufmann, statt des gepflanzten Knüttels, Holz, das drei Jahre lang brennt) kleinrussisch, Drag. S. 131 u. 406, (Räuber namenlos); polnisch Lud, VIII, 49, S. 122 (Name Madej); Wojc. I, S. 195 (Madej), Baj. IV, 1, 5 (Madej); Kaschub., ... weiterlesen


Von dem Mädchen, das eine Hexe zur Stiefmutter ha

Es war eine Witwe, die war eine Hexe. Sie hatte drei Töchter, die eine hatte ein Auge, die zweite zwei, die dritte drei Augen. Die Witwe heiratete einen Witwer, der hatte nur ein Töchterchen. Das Mädchen hatte es bei seiner Stiefmutter gar nicht gut: Tag für Tag trieb es das Vieh aus, und eines Tags verlangte die Hexe auch noch, dass es jeden Tag einen Sack voll Flachs spänne und aufwebte ... weiterlesen


Vom Königssohn und seinen Thieren

Es war einmal ein König, der hatte einen Sohn und eine Tochter. Sie wohnten mitten in Wäldern hinterm Meer und hatten noch nie die Welt gesehn. Wie der Sohn und die Tochter zu Jahren gekommen waren, zogen sie aus und gingen durch die Wälder die Welt zu suchen. Sie kamen aus dem Wald heraus, und da sprach der Prinz ›Siehst du, liebe Schwester, das Spanlicht dort?‹ ›Ja, ich ... weiterlesen


Von dem Tagedieb und Lügner und seinem Kamerad

Es war ein Tagedieb, der bummelte einst am Strand, und da begegnete ihm einer, den fragte er ›Hast du schon einmal einen Stein schwimmen sehn?‹ Der andre sagte ›Ja, ich hab einen gesehn; er sitzt jetzt in einer Mühle und muss dort klopfen.‹1 ›Ei, das ist schön!‹ versetzte der Tagedieb, ›da müssen wir zwei Kameraden werden.‹ Und dann sprach er zu ... weiterlesen


Eine gute That wird immer mit bösem vergolten

Ein Bauerwirt ging auf einem Waldweg und fand da einen Drachen, der lag unter einem Stamm1 eingepresst. Da bat der Drache den Menschen, dass er ihn los mache. Der Mensch aber sprach ›Was willst du mir dafür geben?‹ ›Ich werde dir eine schöne Belohnung geben‹, antwortete der Drache, und da machte ihn der Mensch los. Der Drache aber sagte jetzt ›Ich werde dich ... weiterlesen


Von dem Oheim, der ein Zauberer war

Es war ein Schneider, der war sehr reich und hatte einen Sohn. Der Schneider starb und seine Frau konnte das Geschäft auf die Dauer nicht weiterführen, weil der Sohn sie an allen Ecken bestahl und trank, und ohne was zu verdienen immer nur verthat. Da machten sie denn Bankrott.

Der Junge ging nun eines Tags in der Stadt herum und besuchte einen Kaufmann, da kam ein Herr und liess ihn ... weiterlesen


Vom Igel, der die Königstochter zur Frau bekam

Es war einmal ein Mann, der hatte keine Kinder, und da ging er einst in den Wald und fand dort einen Igel und nahm sich den Igel mit nach Haus. Eines Tags sprach der Igel zu ihm ›Ich will doch unsere Sau in den Wald austreiben und hüten.‹ Der Alte versetzte ›Was kannst du austreiben! Du kommst ja selbst kaum von der Stelle.‹ Aber der Igel trieb die Sau doch in den Wald ... weiterlesen


Von einem Knecht und seinem Hund

Vgl. russ., Af. V, 32, S. 155, (Archangel); VI, 58, S. 283 (Kursk); VIII, 20 S. 179; Erl. 20, S. 98 (Tula), Anfang; ebenso Drag. 11, S. 290; Trudy I, 12, S. 52 (Poltava); vgl. I, 13, S. 59 (Grodno); poln., Gliński II, 4, S. 108; Lud. III, 12, S. 139; Anfang von Töppen S. 147; mähr., Kulda I, 31, S. 128; II, 116, S. 197, Anfang; serb., Vuk 7, S. 40; sloven., Valj. 23, S. 186.


Vom klugen Hans der es bis zum König brachte

Diese, in zwei Varianten vorhandene, Soldatengeschichte ist weniger Märchen, als Novelle mit einigen märchenhaften, resp. anekdotischen Zügen. Zu den letztern gehört z.B. der Passus, wie Hans sich von seinem Vater grosse Geldsummen schicken lässt, um Offizier, General und König zu werden; es giebt bekanntlich eine ganze Reihe von Anekdoten, in denen Väter ihren Söhnen, auf ähnliche ... weiterlesen


Vom Dümmling und seinem Schimmelchen

Es war einmal ein Mann, der hatte drei Söhne, zwei waren gescheit, der jüngste aber einfältig. Und er kaufte jedem von ihnen zwei Pferde. Aber eines Tags da kam man dahinter, dass in der Nacht immer von ihrer Gerste gefressen wurde. Die erste Nacht nun schickte der Vater den ältesten Sohn hin, um auf die Gerste acht zu geben. Aber der schlief ein und sah nichts, und als er am nächsten Tag ... weiterlesen


Uebersetzung

Die folgende Uebersetzung der S. 157–269 mitgetheilten litauischen Märchen hat den Zweck, diese Märchen auch denen zugänglich zu machen, die der litauischen Sprache nicht kundig sind und sich für Märchenforschung interessieren.

Im allgemeinen war mein Bestreben möglichst getreu zu übersetzen. Doch glaubte ich mir öfters eine etwas freiere Bewegung gestatten zu müssen. Die ... weiterlesen


Von dem Dummbart und dem Wolf, der sein Freund war

Es war ein König, der hatte drei Söhne, und hatte einen Apfelbaum, dessen Stamm war von Silber, die Blätter aber von Gold und die Äpfel von Diamant. Jede Nacht kam aus einem andern Königreich ein Falke angeflogen und stahl drei Äpfel. Da ging der älteste Sohn in den Garten, um die Nacht bei dem Baum acht zu geben, aber er schlief ein, und der Falke kam geflogen und trug drei Äpfel davon. ... weiterlesen


Vom Juden und Petrus

Es war ein Jude, der wollte gern reich sein. Er hörte einmal, wie der Pfarrer sprach ›Wer einem Armen Geld gibt, dem wird es Gott hundertfältig lohnen.‹ Und da sagte er ›Da geb ich einem doch hundert Rubel, das trägt mir dann hundert mal so viel ein!‹ Und er schenkte unterwegs einem Armen hundert Rubel und wartete darauf, ob er ihm das Geld brächte, aber er wartete ... weiterlesen


Vom Herzen des Einsiedlers

In einem Wald lebte ein Einsiedler. Er wohnte in einer Erdhöhle und hatte sonst keine Wohnung über der Erde. Da erschien einst ein Engel bei ihm und sprach ›Halt Reinigung! denn Gott der Herr will heute zu dir kommen.‹ Da fegte der Einsiedler seine Höhle rein, streute sie mit Gras aus und wartete, dass Gott käme. Nach zwei Stunden erschien auch der Herr vor seiner Höhle und ... weiterlesen


Von der Edelmannstochter, die Soldat wurde

Ein Edelmann hatte neun Töchter und keinen Sohn. Er musste einen Soldaten zum Heer stellen, aber er hatte keinen; und wenn er keinen stellte, gings ihm schlimm. Das machte ihm nun vielen Kummer, und wie er einmal wieder seufzend und weinend auf seinem Hof umherging, da fragt' ihn eine seiner Töchter ›Lieber Vater, weshalb bis du so traurig?‹ Der Vater antwortete ›Wie sollt ... weiterlesen


Wie sich der Mond vor einem Stern verneigte

Ein Bauerwirt hatte einen Sohn, den liess er in der Stadt die Schule besuchen, und als der Junge genug gelernt hatte, kam er wieder heim. Da hatte nun eines Nachts der Vater einen merkwürdigen Traum: er träumte, der Mond hätte sich vor den Sternen verneigt. Am Morgen, wie er aufwachte, ging ihm der Traum im Kopf herum, und er dachte, den Traum will ich doch nachher meinem Jungen erzählen, ... weiterlesen


Vom dummen Hans

Es war einmal eine Mutter und ein Sohn, und der Sohn hiess Hans. Hans war dumm und konnte immer keine Braut kriegen. Jetzt war er wieder auf ein Mädchen aus, das hiess Marie. Und er geht zu dem Mädchen hin und stellt sich an die Thür. Sie frag ›Was stehst du hier? Hast du mir was zu sagen?‹ ›Ich bin zu dir hergekommen, dass du mir was schenkst‹, antwortet Hans, und ... weiterlesen


Von den zwei Fischerssöhnen

Es war einmal ein Fischer, der fing beim Fischen ein Fischchen. Das Fischchen bat ihn, dass er es doch wieder frei lasse. Aber er sagte ›Ich lasse dich nicht frei.‹ Und da sprach das Fischchen ›So iss du mich wenigstens nicht; nimm mich mit nach Haus und zerschneid mich in sechs Stücke: zwei Stücke gib einem Hund, zwei einer Stute und zwei deiner Frau zu essen.‹ Der ... weiterlesen


Von der Hexe, die dem Mädchen den Kopf abbiss

Ein Bauerwirt hatte drei Töchter, die sassen eines Abends bei der Arbeit; die eine webte, die andre spann und die dritte spulte Seide. Da ging ihnen das Licht aus, und da hiess es, es solle im Nachbarhaus Licht geholt werden. Aber keine wollte gehn, und die Webende sprach ›Mir leuchtet mein Schiffchen!‹ und die Spinnende ›Mir leuchtet mein Rädchen!‹ und die Spulende ... weiterlesen


Von den drei Königssöhnen

Es war einmal ein König, der hatte drei Söhne: zwei waren gescheit, und der dritte, der jüngste, war einfältig. Und einst fiel der König in eine schwere Krankheit, und er wusste von einem Vogel: wenn er dessen Stimme zu hören und ihn zu sehn bekam, so ward er wieder gesund. Und da wollte er, dass jemand auszöge und ihm den Vogel holte.

Eines Tags ritt der älteste Königssohn fort ... weiterlesen


Wie ein Mädchen gegen den König das Spiel gewann

Ein König hatte ein Rätsel, das lautete: was ist einem das liebste? was ist das geschwindeste? und was ist das fetteste? Und er bot 6000 Rubel, wer das Rätsel riete. Er berief allerhand Senatoren zu sich, sie sollten's raten, aber keiner bracht' es heraus. Nun war da ein armer Mann, dessen Tochter war ein kluges Mädchen. Die sprach zu ihrem Vater ›Geh hin zum König, Vater, und sag dem ... weiterlesen


Von dem Dummbart, der seine klugen Brüder im Njem

Es waren drei Brüder, zwei waren klug, der dritte aber ein Dummbart. Die zwei klugen gingen einst ins Thal und wollten jagen, aber sie fanden nichts und sagten, wie sie heimkamen, zu ihrem Vater ›Wir haben nichts gefunden, Vater.‹ Da sprach der Dummbart zum Vater ›Väterchen, lass mich einmal auf die Jagd gehn!‹ Dem Vater war's recht, und der Dummbart ging ins Thal ... weiterlesen


Vom verzauberten Schloss

Es stand einmal unter der Erde ein Schloss, das war gradeso wie heutzutag die Schlösser über der Erde sind. Bei dem Schloss war ein Garten, und in einer Ecke des Gartens war eine Treppe, die führte aus dem Schlossgarten in die Höhe. In dem Schloss wohnte ein König, und der König hatte etliche Nachbarn, davon war einer der König Blaubart. Eines Tags nun kam der König Blaubart herüber und ... weiterlesen


Vom klugen Hans, der es bis zum König brachte

Es war einmal ein Mann und eine Frau, die waren sehr reich, und sie hatten einen Sohn, der hiess Hans. Hans war klug und lernte in der Schule viele Sprachen. Wie er aber auf die Universität kam, da wurde er ein Bummler und Trunkenbold. Und das wurde nicht besser, als er danach unter die Soldaten musste. Da lebte er, gradeso wie er es als Student gewohnt gewesen war, in Saus und Braus, liess ... weiterlesen


Von einem Dieb

In der Nähe eines Herrenhofs wohnte ein Bojar, der hatte einen Sohn. Der Sohn zog in die Welt, um das Stehlen zu lernen, und nachdem er ausgelernt hatte, kam er nach seiner Heimat zurück. Der Herr fragte seinen Nachbar ›Ist dein Sohn wiedergekommen? Man spricht davon.‹ ›Ja‹, antwortete der Bojar, und da sprach der Herr ›Da mag er doch morgen einmal zu mir ... weiterlesen


Vom Nachschrapselchen

Es war einmal ein Mann und ein Weib, die hatten keine Kinder. Der Mann ging einst in den Wald Holz holen, und da erblickte er auf einem Baum ein Nest. Er kletterte auf den Baum, nahm das Nest weg, da waren zwölf Eier drin, und trug sie nach Haus. Und er sprach zu seiner Frau ›Jetzt setz dich, Alte, auf die Eier und bleib drauf sitzen, bis sie ausgebrütet sind.‹ Das Weib sass vier ... weiterlesen


Von des Flachses Qual

Bei einem Bauerwirt waren einmal ein Knecht und ein Mädchen in Diensten. Sie hatten sich gern und wollten Mann und Frau werden. Aber er starb. Da weinte das Mädchen lange Zeit um ihn. Und sie studierte viel in Büchern.1 Eines Nachts nun erschien er ihr im Traum und sprach ›Erwarte mich am Samstag Abend, da komm ich auf einem Schimmel zu dir geritten. Putz dich wie zur Kirche und nimm ... weiterlesen


Von dem Menschen und dem Fuchs

Einst pflügte ein Mensch am Rand eines Waldes, im Gebüsch aber lag ein Bär. Der Bär rief ›Mensch, Mensch, ich werde deine Ochsen zerreissen!‹ Da kam ein Fuchs zu dem Menschen gelaufen und sprach ›Was gibst du mir? so will ich deine Ochsen retten.‹ ›Ich will dir einen Sack voll Hühner bringen‹, antwortete der Mensch. Der Fuchs wars zufrieden und lief in ... weiterlesen


Von dem Dummbart, der gegen die Königstochter das

Es waren einmal drei Brüder, denen kam zu Ohren, es gäbe eine Königstochter, wer gegen die das letzte Wort behielte, der kriegte sie zur Frau. Von den drei Brüdern waren die zwei älteren gescheit, der jüngste aber ein Dummbart, und die zwei gescheiten machten sich zu Pferd nach dem Schloss der Königstochter auf, und sie wollten den Dummbart nicht mitlassen. Der lief ihnen aber nach und ... weiterlesen


Vom Dummbart und dem Wolf, der sein Freund war

Es war ein alter blinder König, der hatte drei Söhne, zwei davon waren gescheit, der dritte aber einfältig. Und der König hatte einen grossen Garten, darin stand ein schöner Apfelbaum mit schönen Äpfeln. Eines Tags bemerkte ein Diener, dass einer von den Äpfeln nicht mehr da war. Da schickte der König die nächste Nacht seinen ältesten Sohn in den Garten, der sollte acht geben. Aber ... weiterlesen


Von dem Königssohn, der auszog

Es war ein König, der hatte drei Töchter und einen Sohn, und er starb. Danach war der Sohn eines Tags auf die Jagd gegangen, da kam ein Windbraus auf das Schloss zu, und da sass ein Bettler an der Thür und betete. Die eine von den Königstöchtern brachte dem alten Mann Brod heraus, und der Mann packte sie und trug sie davon. Am nächsten Tag ging der Königssohn wieder jagen, und er wollte ... weiterlesen


Von den drei Brüdern und ihren Thieren

Es waren drei Brüder, und sie hatten eine Schwester. Sie gingen einst mit ihr auf die Jagd. Da sahen sie einen Wolf und wollten ihn schiessen. Da sprach der Wolf ›Schiesst mich nicht, ich will auch jedem von euch dreien ein Junges schenken.‹ So geschah's. Danach sahen sie einen Eber, auch der schenkte allen dreien ein Junges, und ebenso schenkten dann auch noch ein Fuchs, ein Löwe, ... weiterlesen



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Märchen vom Autor August Leskien und K. Brugman: Litauische Volkslieder und Märchen

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