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Märchen - August von Löwis of Menar: Finnische und estnische Märchen

Die Krähe und der Fuchs

Die Heumacher hatten auf der Wiese eine Heugabel aufrecht in den Boden gesteckt vergessen.

Es kam der Frühling. Eine Krähe fand die Gabel und baute zwischen deren Zinken ihr Nest.

Der Fuchs sah es und dachte nach, wie er die Krähenjungen aus dem Nest herauskriegen könne.

Er begann, der Krähe Furcht einzujagen: »Das ist meine Gabel. Gib mir ein Kind aus dem Neste ... weiterlesen


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Geld macht nicht reich, wenn Gott nicht hilft

Mitten im Walde lag eine Hütte, die gehörte einem alten Mann. Da die Hütte nicht weit von der Stadt war, so kehrten dort drei Jäger auf der Jagd ein. Der Alte drehte Seile, immer bloß Seile, was anderes machte er gar nicht. Da sprachen die Jäger zu dem Alten: »Laß das Seildrehen!« Sie gaben ihm jeder drei Goldstücke und sagten: »Davon kannst du leben.« Nun, der Alte nahm die ... weiterlesen


Der Hausgeist

Ein Gutsherr hieß seinen Koch ein leckeres Gericht zubereiten. Da ward denn gleich ein großer Kessel aufs Feuer gesetzt, der sott allerlei Lammfleisch.

Vor dem Kessel saß der Koch und schürte das Feuer.

Plötzlich kam unter dem Ofen aus dem Boden ein kleines Männchen hervor und bat den Koch: »Lieber Freund, laß mich ein wenig von der schönen Speise kosten! Ich bin so ... weiterlesen


Das Werwolfsfell

Es war einmal ein König, der hatte zwei Bräute. Die eine heiratete er, die andere ließ er sitzen. Aber dieses andere Mädchen, dem er einen solchen Kummer bereitet hatte, schwor ihm lebenslängliche Rache.

Der König hielt Hochzeit, und nach einem Jahr wurde ihm ein schöner Knabe geboren. Da bekam der König aber die Nachricht, daß er in den Krieg ziehen müsse. Seine kranke Gemahlin ... weiterlesen


Gut und schlecht

Zwei Männer unterhalten sich.

»Ist bei euch dieses Jahr der Kohl gut gewachsen?« – »Jawohl! Die Kohlköpfe waren so groß wie breitkrempige Filzhüte.«

»Das war doch gut!«

»Wieso gut? Eine Ziege kam in den Garten und fraß alles ab.«

»Das war doch schlecht!«

»Wieso schlecht? Ich schlachtete die Ziege und bekam eine Bütte voll ... weiterlesen


Der geizige König

Es war einmal ein König. Das war solch ein Geizhals – keinem Bettler gab er jemals etwas, sondern sagte nur immer, die Bettler sollten arbeiten gehn und sich Geld verdienen.

Neben seinem Schloß befand sich ein großer Park, und dahin verirrte sich einmal ein großer Hirsch. Der König wollte den Hirsch erlegen und begann auf ihn zu schießen, traf ihn aber nicht, und der Hirsch ... weiterlesen


Der Bräutigam mit der goldenen Nase

Es war einmal ein sehr schönes und stolzes Mädchen. Jeden Tag kamen Freier, die sie haben wollten, aber keiner gefiel ihr, denn jeder hatte ja eine natürliche Fleischnase, und das Mädchen wollte einen Mann, der eine goldene Nase hatte.

Als sie nun genug Freier heimgeschickt hatte, ohne die gewünschte Goldnase zu finden, zog sie selbst in die Welt, um sich einen Bräutigam zu suchen. ... weiterlesen


Der Lohn der Stieftochter und der Haustochter

Es war einmal eine Mutter, die hatte eine eigne Tochter und eine Stieftochter. Die Mutter der Stieftochter war gestorben, das Waisenkind aber wurde von Mutter und Tochter gehaßt und sehr geplagt.

Einmal schickte die Stiefmutter das Waisenmädchen aus, am Brunnenrande zu spinnen. Beim Spinnen fiel aber des Mädchens Spinnrocken in den Brunnen. Das Mädchen sprang ihm nach, aber sie fand ... weiterlesen


Die Färber des Mondes

Altvater hatte schon die ganze Welt erschaffen, aber noch war sein Werk nicht vollkommen, wie es wohl sein sollte, denn noch mangelte es der Welt an reichlichem Licht. Des Tages wandelte die Sonne ihre Bahn am himmlischen Zelt, aber wenn sie abends unterging, so deckte tiefe Finsternis Himmel und Erde. Alles, was geschah, verbarg die Nacht in ihrem Schoße.

Gar bald ersah der Schöpfer ... weiterlesen


Warum der Hase eine gespaltene Lippe hat

Einst versammelten sich alle Hasen unter einer großen Kiefer, um Rat zu halten, wie ihr Leben gebessert werden könne. Jeder klagte über seine Not.

»Seht, ihr lieben Hasen!« sagte der allergrößte unter ihnen. »Wir müssen uns alle fürchten, aber niemand fürchtet sich vor uns! Wir müssen die Katzen und Hunde fürchten und wissen nicht, wo wir unsere Nester bauen und wo wir mit ... weiterlesen


Die drei guten Worte

Es war einmal ein fauler, alter Mann. Seine Frau webte schöne Decken und schickte den Mann, sie zu verkaufen. Eine Werst von der Stadt kam ihm aus dem Walde ein fremder Mann entgegen und bat: »Peter, gib deine Decke mir.« Peter wollte sie nicht hergeben, der andere aber bat: »Gib, gib, ich sage dir ein gutes Wort dafür.« Nun, Peter war auch damit zufrieden und gab die Decke ab; und der ... weiterlesen


Die wunderbare Flöte

Ein junger Schweinehirt hatte eine so gute Flöte, daß, wenn er sie blies, alles geschah, was er nur wünschte. Einmal war er mit seiner Schweineherde an der Landstraße; er blies die Flöte, und die Schweine tanzten. Da ging eine reiche Kaufmannstochter des Wegs vorbei. Sie war sehr verwundert darüber, daß die Schweine tanzten, und wollte dem Burschen ein Schwein abkaufen. Der Bursche war ... weiterlesen


Der Bösen Tochter und das Waisenmädchen

Eine Mutter hatte eine Tochter. Sie lebten und lebten und gingen einmal zu Gast; und da geschah es, daß sie vom Wege abirrten. Die Böse gesellte sich zu ihnen; sie schleppte die Mutter, sie schleppte auch die Tochter hinweg. Sie lebten bei der Bösen; da tötete die Böse die Mutter, kochte sie in einem Kessel und verzehrte sie. Die Tochter weinte und weinte, die Mutter rief: »Kindlein, weine ... weiterlesen


Der Lohn für die Rettung des Teufels

Es ging einmal ein Mann nach Schützenart mit einer Flinte in den Wald. Er kam an einen Fluß. Was sieht er aber da am Flußufer? Ein graues Männchen hat sich dort schlafend lang hingestreckt und scheint weder von der Erde noch vom Himmel etwas zu wissen.

Der Mann bleibt stehen und denkt nach, wo solch ein Männchen hergekommen sein könne.

Plötzlich sieht er aber, daß ein ... weiterlesen


Die Geldmühle

Es war einmal ein alter Mann, der hatte eine Bohne. Er wollte die Bohne verspeisen, die Bohne aber bat ihn, er solle sie nicht essen – lieber solle er sie in die Erde pflanzen. Also pflanzte der Mann sie in einen Topf und stellte ihn auf das Fenster seiner Hütte. Eines Tages sah er nach, wie hoch die Bohne schon gewachsen sei – da reichte sie bis zur Zimmerdecke; er sah am ... weiterlesen


Das kluge Weib

Es war einmal ein reicher Mann und ein armer Mann. Der Reiche hatte ein großes Stück Land und der Arme ein kleines, dafür aber viele Kinder. Nun grub der Arme um sein eigenes Land einen tiefen Graben, damit seine Kinder nicht aufs Land des Reichen gehen sollten. Einmal ließ der Reiche seine Kuh weiden. Die Kuh ging in den Graben, um Wasser zu trinken, und brach sich ein Bein. Der Reiche ging ... weiterlesen


Die Stiefmutter

Einem Manne starb seine Frau. Zwei Kinder blieben übrig. Die Kinder waren noch klein, und deshalb nahm der Mann sich eine zweite Frau. Die ging aber mit den Kindern sehr hart um und gab ihnen mehr Prügel als Essen.

Das Weib bekam schließlich auch selbst ein paar Kinder, und das machte das Leben der Waisen noch schlechter. Besonders schlimm ging es dem jüngeren Kinde, denn es konnte ... weiterlesen


Der Tod auf dem Apfelbaum

Es war einmal ein alter Mann, der hatte ein kleines Haus. Eines Abends kamen drei Männer und gingen durchs Dorf, und da sie nirgends ein Nachtlager erhielten, so kamen sie auch zu jenem alten Mann. Sie baten ihn um ein Nachtlager, und der Alte antwortete ihnen, sie sollten sich nur hinlegen, aber ein Bett könne er ihnen nicht anbieten. Die Männer waren's zufrieden und legten sich dort hin. ... weiterlesen


Das Pferd und der Wolf

Einmal weidete auf einem Felde ein Pferd. Plötzlich kam aus dem Walde der alte Strauchwilhelm herangeschlichen. Als er das Pferd sah, bekam er gleich starke Lust, es zu fressen. Das Pferd aber bat den Wolf: »Lieber Nachbar, laß mich noch dieses Mal leben, denn du siehst ja selbst, daß ich sehr mager bin. Mein Fleisch taugt noch nicht zum Essen. Erlaube mir noch ein paar Tage, mich zu ... weiterlesen


Wie ein Waisenknabe unverhofft sein Glück fand

Einmal lebte ein armer Tagelöhner, der sich mit seiner Frau kümmerlich von einem Tage zum andern durchbrachte. Von drei Kindern war ihnen das jüngste, ein Sohn, geblieben, der neun Jahre alt war, als man erst den Vater und dann die Mutter begrub. Dem Knaben blieb nichts übrig, als vor den Türen guter Menschen sein Brot zu suchen. Nach Jahresfrist geriet er auf den Hof eines wohlhabenden ... weiterlesen


Des Nebelberges König

Es waren einmal Dorfkinder auf Nachthütung im Walde, die Nacht war kalt und neblicht, so daß auch am Feuer die erstarrte Hand nicht mehr warm werden wollte. Da sagte eins der Mädchen, das einen aufgeweckten Geist hatte: »Ich will lieber ein Stück Weges laufen, das wird mir mehr Wärme geben als das Sitzen am Feuer.« Mit diesen Worten sprang es auf und lief davon. Die andern lachten hinter ... weiterlesen


Das Gesicht in der Neujahrsnacht

Einmal ging ein Mädchen, ohne daß die andern es wußten, in der Neujahrsnacht in eine leere Stube, stellte einen Spiegel vor sich auf, stellte zwei Schnapsflaschen rechts und links vom Spiegel hin, setzte sich vor den Spiegel und schaute starr hinein, um ihren zukünftigen Bräutigam zu erblicken.

Plötzlich tauchte vor dem Mädchen ein Soldat auf, der einen blanken Degen in der Hand ... weiterlesen


Das Zauberroß

Es war einmal ein Vater, der hatte drei Söhne. Zwei von ihnen waren klug, aber der dritte war sehr dumm, er konnte weiter nichts als Kuchen aus Asche backen. Nun wurde eines Tages bekanntgemacht, daß der König seine Tochter verheiraten wolle. Er ließ mitten im Lande eine drei Klafter hohe Diele aufrichten und darauf ein kleines Häuschen bauen. Hier hinein setzte er seine Tochter, und wer ... weiterlesen


Die Tiere gehen zur Beichte

Es war einmal eine Frau, die hatte eine Katze. Die Frau sammelte Milch und sammelte so lange, bis sie einen großen Topf gefüllt hatte. Die Katze kam und stieß den Topf um mitsamt der Milch. »Ich Ärmste«, jammerte die Katze, »was soll ich nun anfangen, wie soll ich Verzeihung erlangen für diese Sünde? Was wird da andres helfen, ich will gehn, meine Sünden wieder gut zu ... weiterlesen


Des Krähenmännchens Heirat

Einmal flog ein Krähenmann aus Järwen nach Harrien1 auf die Freite. Er erzählte der Braut und deren Eltern, er sei ein reicher Mann, habe große Felder und ganze Haufen von Getreide. Er könne mit seiner Frau ohne Sorgen leben. Den Brautvater und die Brautmutter lud er zu sich ein, seinen Reichtum zu sehen. Sie flogen hin. Der Krähenmann zeigte ihnen alle Kornschober in der Nähe seines ... weiterlesen


Pikkers Dudelsack

Im Jahre achtzehnhundertsechsundsechzig gab es einen trockenen Sommer. Warum war er wohl so trocken? Waaske, ein Zauberer, erklärte diesen trockenen Sommer folgendermaßen.

An einem warmen Frühlingstage legte sich Pikker1 in den Sonnenschein schlafen; den Dudelsack legte er an seine Seite und seinen Arm auf den Dudelsack, damit niemand ihm diesen stehlen könne.

Vanapagan2 ging ... weiterlesen


Der gehörnte Pastor

Zur katholischen Zeit lebte einmal ein Vater mit seinen Söhnen in einer verfallenen Hütte am Rande des Pastoratsfeldes. Anderes Getier hatten sie nicht als einen roten Hahn und einen schwarzen Kater. Eines Abends kamen die Söhne von der Arbeit nach Hause zurück. An der Schwelle kam ihnen der Kater mit kläglichem Miauen entgegen und lief vor den Söhnen her zum Lager des Vaters. Die Söhne ... weiterlesen


Der Fuchs und der Krebs

Einst stritt der Fuchs mit dem Krebs, daß dieser mit ihm nicht um die Wette laufen könne. Der Krebs aber blieb hartnäckig dabei, daß er den Fuchs noch überholen werde.

Endlich beschlossen sie, eine Probe zu veranstalten, und bestimmten einen Berg zum Ziel.

Der Fuchs rannte davon, was er konnte, der Krebs aber hatte sich in seinem Schwanz festgekniffen, und der Fuchs trug ihn ... weiterlesen


Die drei genasführten Freier

Es war einmal eine sehr reiche und schöne Witwe, deren Mann schon vor ein paar Jahren gestorben war. Zu ihr kamen viele Freier, die sie zur Ehefrau wünschten; sie wollte aber vom Heiraten überhaupt nichts mehr wissen.

Da kamen nun einmal wieder drei junge Männer, die nacheinander ihre Werbung vorbrachten, die Witwe schickte sie jedoch ebenso heim wie die andern.

Die Männer ... weiterlesen


Zwei Leichen und ein schwanzloses Pferd

Es waren einmal zwei Bauernwirte: der eine war reich, der andere war arm. Der Arme ging zum Reichen und bat ihn um ein Pferd, damit er Holz führen könne; er bekam das Pferd auch, aber ohne den Schlitten. Der Arme nahm es nun, ging in den Wald und band das Holzfuder mit einem Strick an den Schwanz des Pferdes; aber auf der Heimfahrt riß der Pferdeschwanz ab. Der Arme brachte das Pferd wieder ... weiterlesen


Der Fuchs, der Wolf und der Bär

Die Festtage kamen heran. Der Fuchs, der Wolf und der Bär hielten Rat: sie wollten Butter stehlen gehn. Sie gingen zum Keller, scharrten ein Loch aus und trugen zwei Bütten voll Butter davon. Die eine schleckten sie gleich aus, die andere sparten sie sich für die Festtage auf. Dann gingen sie in ihre Waldhöhle zurück.

Am ersten Tage sprach der Fuchs: »Man hat mich heute zu einem ... weiterlesen


Kalevipoeg

Der Sagenkranz, der sich um den »Sohn des Kalev« windet, ist das einzige, aber bedeutende epische Erzeugnis der estnischen Volkspoesie. Es sind zwar nur Einzelgedichte, die durch die Gestalt des Helden lose zusammengehalten werden, kein Epos also von einem Guß, aber sie sind reich an spannenden Situationen, an feinen lyrischen Stimmungsbildern, reich vor allem aber an märchenhaften ... weiterlesen


Warum das Elentier weiße Streifen unter dem Bauch

Es war einmal ein Mann, der konnte es nicht vertragen, zu arbeiten. Er spazierte nur zwecklos im Walde umher und schlief. Endlich mußte er Hunger leiden; er hatte nichts mehr zu beißen und zu brechen.

In dieser Lage kam zu ihm ein alter Mann und gab ihm den Rat: »Stell eine Falle auf und bet zu Gott, dann wirst du schon ein Tier fangen!«

Der Mann dachte: ›Sieh mal an, ... weiterlesen


Die schnellfüßige Königstochter

Es war einmal eine sehr schöne Königstochter, die allerorten berühmt war, denn es kamen gar viele Freier zu ihr, von Morgen und Abend, von Mittag und Mitternacht her, so daß oftmals die ganze Woche durch der Hof von den Pferden der Bewerber nicht leer wurde. Aber das Freien ward den Männern nicht so leicht wie unseren Zeitgenossen, die, wenn sie auch manchmal an einem Morgen vor sieben ... weiterlesen


Wie der Gutsbesitzer in den Himmel kam

Es war einmal ein Gutsbesitzer. Als sein Stündlein gekommen war, machte er sich auf den Weg nach dem Himmel. Er war schon mehrere Tage unterwegs, da kam er endlich zum Himmelstor; dort klopfte er mit zitternder Hand an. Gleich fragte Petrus: »Wer ist da?« Der Gutsbesitzer erwiderte: »Ich bin ein Gutsbesitzer, komme aus der sündigen Welt und bitte, mich in den Himmel ... weiterlesen


Der Schlangenkamm

Es ging einmal ein Jäger in den Wald. Dort traf er eine Schlange, die auf dem Kopf einen Kamm hatte. Der Jäger schoß auf sie mit der Flinte. Die Schlange begann zu schreien. Auf ihr Geschrei strömte eine Menge kleiner Schlangen herbei. Wohl schlug der Jäger mit einem Knüttel nach ihnen, das half aber nichts. Endlich warf der Jäger seine eigenen Kleider ihnen zu. Da blieben die Schlangen ... weiterlesen


Der Diebslehrling

Es waren einmal zwei Brüder. Der eine war ein Landmann, der andre aber ein Dieb. Der Landmann war verheiratet und Vater dreier Söhne, der Dieb dagegen hatte weder Frau noch Kind und wünschte deshalb, einen Neffen als Pflegsohn aufzunehmen, wobei er versprach, ihn sein Handwerk zu lehren.

Zuallererst nahm er seinen ältesten Neffen mit, um zu erproben, ob er zu seinem Pflegsohn tauge. Er ... weiterlesen


Der Bettler und die reiche Bäuerin

Es kam einmal auf einen Bauernhof ein Bettler und bat um ein Nachtlager. Die Bäuerin jagte aber den Bettler kreischend und schimpfend davon. Der Bettler machte, daß er davonkam, denn die Bäuerin drohte, die Hunde auf ihn zu hetzen.

Der Bettler ging zu einer armseligen Hütte und bat auch dort die Hausfrau um ein Nachtlager. Die Frau sprach: »Wohin wirst du Armer gehn! Komm nur ... weiterlesen


Der Hund und die Katze

Der Hund und die Katze wollten dem Hausherrn nicht anders dienen als um Fleischkost. Der Hausherr war freilich zuerst dagegen, als er aber schließlich einsah, daß der Handel sonst nicht zustande kommen werde, gab er nach und unterzeichnete mit ihnen einen Kontrakt, worin er sich verpflichtete, dem Hunde und der Katze einmal täglich Fleisch zu geben.

Die Katze nahm den Kontrakt an sich, ... weiterlesen


Der Glückliche und der Unglückliche

Es waren einmal zwei Bauern, die lebten nicht weit voneinander. Der eine war reich, der andre war arm. Der Arme war freilich auch ein fleißiger Arbeiter, aber dennoch wurde er nicht reicher, als er war.

Einmal ging er in der Nacht aufs Feld, um dort nachzuschauen, aber o Wunder – was sah er da! Er sah, wie ein Mann auf dem Felde des Reichen Roggen säte.

»Was tust du hier?« ... weiterlesen


Der Reiche drischt

Als Jesus noch auf Erden wandelte, kam er eines Abends mit seinen Jüngern zu einem reichen Bauern und bat ihn um ein Nachtlager. Der Bauer gab ihnen aber keins, sondern sagte, er habe dafür keinen Raum.

Darauf ging Jesus zu einem armen Bauern, um ihn um ein Nachtlager zu bitten. Der Arme antwortete, ein Nachtlager möchte er ihnen wohl um Gottes willen gewähren, er könne aber dennoch ... weiterlesen


Die kämpfenden Brüder

Es lebte ein Mann mit seiner Frau, die hatten drei Söhne und eine Tochter. Die Frau starb, der Mann nahm sich eine andere Frau – das war eine Hexe.

Und so lebten sie nun miteinander. Einstmals fuhr der Mann mit der Frau zur Kirche. Die Söhne sagten: »Wie, sind sie in die Kirche gefahren?« Ein jeder ging, um sich ein Pferd auszusuchen; ein jeder aber wollte das beste haben, so ... weiterlesen



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Märchen vom Autor August von Löwis of Menar: Finnische und estnische Märchen

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