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Gedichte - Franz Stelzhamer


Märchen

(31. Mai 1855) Die Welle kennt nur
Wanderlust Und kann daheim nicht
bleiben. Sie reißt sich von der Mutter
Brust Und strebt hinaus ins
Treiben. Hei, hei, wie
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Kosmischer Zirkel

18. April 1821 Die Abendsonne mischt
ihr rotes Gold ins Blau. Das fällt,
wenn sie erlischt, herab als
Abendtau; Den saugt die Knospe ein und
schafft draus über Nacht, Weiß
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Innviertl und Innviertler

Alle Welt han i gern recht von Herzen,
mit áfgröckten Fingern Trau i márs
z’schwöm; aber oan Stri is má liabá
weitaus! Vader und Muadá hat glöbt
dráf’ iazt hamts drunter eahn Ruasta
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Alls in Ehrn

Alls in Ehrn Hat Gott gern: Mit der
Zung und mitn Händn Sollst alls áso
wendn, Dáß er’s sehn därf und
hörn. Á Gsang in Ehrn Hört Gott
gern;
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Nur a kurze Zeit

Alls währt nur an Eichtl, Steigt af
und fallt ab, Mit oan’ Fuaß noh in
Wiagerl, Mitn andern in Grab. Aber
während der Zeit Hat dár ’s Lebm a
Schönheit,
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Wer nöt ausroast, kimmt nöt hoam

Bei Gelegenheit der Zurückkunft des
oberösterreichischen Regimentes Richter
von Binnental (Baron Hrabowsky) aus
Italien Je, grüaß enk Gott, Manná!
Seids dert ámal da Na, wia
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Winterwanderung

Da liegt sie, die große Pastete, Die
weite Landschaft vor mir, Herr Winter,
der wack’re Konditor, Versah sie mit
Schmuck und Zier. Daß er so viel
Zucker streute,
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D’Stern

Dal obn, wo da Man steht und
d’Sterndl voll Glanz, dal zoichts mi
halt affi wia d’Buama zun Tanz. O
war i wia ’s Gwölkat so lüfti und
leicht, glei floigat i aff
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’s Christkindl

Du himmlisch schens Kindl, Du bleibst
halt nöt aus, Suachst üns hoam olli
Jahr Und kehrst ein Haus für
Haus. Bringst allerhand Gaben, Dö
guat sán und schen;
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Freud und Load

D’Freud is so gschami   und
flugs is s’dahi,   wiar a
Bissen, schen pflami,   wann i
hungeri bi. Awa ’s Load is a
Brockar,   und wann an oans
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Frank und Frei

Gott sei Lob und sei Dank, Ih bin
frei, ih bin frank, Ih bin frank, ih
bin frei Wia der Stoan, den ih kei,
Wia der Stoan, den ih kei, Wia der
Schroa, den ih schrei,
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’s Hoamatland

Hoamatland, Hoamatland! han dih so
gern Wiar a Kinderl sein
Muader, A’Hünderl sein’Herrn.
Durih’s Tal bin i glaffn, A’fn
Hechl bin ih glegn Und dein S
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Jugend

Ich bin der Erde gleich Im
Frühlingsauferwachen; Ich bin dem
Himmel gleich Im ersten Morgenlachen.
Ich bin der Sonne gleich, Die
alles glühend herzet; I
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Rätsel

Ich kenne ein Antlitz das ist so klar
Als wär’s von Nichts der Kommentar
Draus blicken Augen, groß und klein
Die könnten auch wahrlich nicht
klarer sein
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’s Gläut

Is Prámingá Gläut Hat bei weitn nöt
den Klang Ázwia d’ Glocken vo
Zell Odá dö z’ Ámpflwang.’s
Kirerl is kloan, Wiar á Mensch mit
vier Schua, Da is d’Ausstimm
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’s Gottsnam

Mein Muader is frumm Und ihr Wunsch
wár halt das, Dáß ih endling ámal
Von mein’ leichtn Lebn laß.
Jung hat sie’s net gspart, Hat
alls Mögliche tan,
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O Hoamat

O Hoamat, Hoamat   voll Frucht und
Bloamat,   voll Bründl und
Bacherl,   voll Hölzer und
Schacherl,   sei mein, sein
mein   in Load und Freud,
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Wie’s Bacherl so gscheid

Oft wills da nöt krea gehn, Das is a
Pein! Do so gscheid, azwies
Bacherl Wirst denna wohl sein?! Das
windt sö und boigt sö, Das schlingt
sö und schmoigt sö,
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Frühlings Aufgebot

Und es erging das Aufgebot An Blümlein
blau und gelb und roth: Sie sollten
blüh’n mit voller Macht, Zu mehren
all’ des Frühlings Pracht. Und es
erging der Tagsbefehl
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Praevenienz

Wann ih lang nimmer bi, Geht noh ’s
Gfragát um mih, Und á Gfragát wird
sein, Eijá mein, eijá mein! Und á
Gfragát wird sein Und á Blangár um
mih; Aber
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Himmel und Höll

`Franz, denk áfn Himmel!` Soat d’
Áhnl so gern, `Wannst eftá dran
denkátst, Du müatst aners wern.
Wias hoaßt, wirds in Himmel Voll
Herrlikeit sein,
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’s Löbensgwand

’s Löbn hängt als á Gwand Übern
Menschen herab, Und währt, wanns á
oft schlecht wird, An Jeden bis ans
Grab. Viel tragn á prächtigs Und
häufti á schlecht
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Ain Parl für häufti

’s Mensch hat an kritschatn
Kratschatn Gsang! Da Kund hat an
hitschatn Hatschatn Gang. ’s
mecht ain’n, der springa Kunnt,
wiera Böckl. Er aine, dö
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