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Gedichte - Arno Holz


Ecce homo

         
  An das klopfende    
        Herz ihres
Volkes        
    Legen die Dichter  
&nb
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Dafnis - Sein Qwodlibet geföllt ihr so außdermah

... daß er ihr sofort noch-eins
drillert Qwodlibet. Neptun / den
grünen Greiß / ümbzwänckt sein
Hauß auß Eyß / itzt sizzt es sich so
rächt geheuer üm
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Dafnis - Es macht ihn durchauß vergnügt

... daß es schon Lätare ist Ode
Jambica. Das Eyß hat auß gekracht
/ Printz Febus wihder lacht. Der
Tau-besprüzzte Anger geht wihder
Blühmcken-schwanger.
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Dafnis - Er sizzt mit seinen Kompanen

... im Sauff-Hauß und solmisirt ihnen /
wofor er sie frey-hält Ode
Jambica. Itzt / bitte / basst mahl
Acht. Itzt zupff ich euch ein Zötgen
/ und hindter jedem Nöt
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Dafnis- Er nimbt Abscheyd vom Leser

... indehme er sich darbey defendirt /
deß er kein Sauer-Topff gewesen Ode
Jambica. Willstu mir hadern / daß
ich so sang? daß mir auß allen
Adern das starc
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Dafnis - Ihr ümmer ümbs Bändel zu seyn

... ist ihm nicht müglich Ode
Jambo-Trochaica. Tausendschöne
Margaris / deine Brüste / gantz gewiß
/ sind zwo Zokker-Ballen. Lächelstu /
so kan man sehn
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Dafnis - Nachstehente schlächte Versche

... schrieb er for Die / an die er sein
Hertz gehänckt Ode
Jambo-Trochaica. Liebstes
Seelchen! For dein Kälchen / hebstu
deines Stimmleins Schall / fleucht d
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Dafnis - Er ist in sie noch hefftiger verlihbt

...alß in Amaryll Ode
Jambica. Arsinoe / du schöner
Dokk im gelb und Himmel-blauen Rokk
/ gläubstu / daß macht mich nach dir
kranck / blohß weil dein Leib
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Dafnis - Er rastet mit seinen Gesöllen

...an einem schönen May-Morgen in einem
Bircken-Hayn Ode
Trochaica. Brüder / ümb vergnügt
zu seyn / bräucht es keiner
Schäzze! Dihser junge Bircken-Hayn /
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Dafnis - Er gedänckt seiner Lieben

...und daß sie ihme alle gestorben
sind Ode
Jambica. Vergänglichkeit! In deinen
irren Garten verlihrt sich ümmer
tieffer mir mein Fuhß / lengst starb
des lezzten
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Literarische Liebenswürdigkeiten

1. Ballade. Kennt ihr das Lied, das
alte Lied Vom heilgen Hain zu
Singapur? Dort sitzt ein alter
Eremit Und kaut an seiner
Nabelschnur. Er kaut tagaus, er kaut
tagein
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Literarische Liebenswürdigkeiten

1. BalladeKennt ihr das Lied, das alte
LiedVom heilgen Hain zu Singapur?Dort
sitzt ein alter EremitUnd kaut an seiner
Nabelschnur.Er kaut tagaus, er kaut
tagein
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Arme Lieder

1. Meine Nachbarschaft Mein Fenster
schaut auf einen düstern Hof, Auf
schmutzge Dächer und auf russge
Mauern, Doch wer wie ich ein Stückchen
Philosoph, Lässt darum sich n
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Arme Lieder

1. Meine Nachbarschaft Mein Fenster
schaut auf einen düstern Hof, Auf
schmutzge Dächer und auf russge
Mauern, Doch wer wie ich ein Stückchen
Philosoph, Lässt darum sich
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Einem Gartenlaubendichter

Ach, lieber Emil, hab Erbarmen, Pust
aus dein kleines Dreierlicht! Denn die
schwarzweißrothen
Gelegenheitscarmen Haben wir endlich
dick gekriegt. Du bist und bleibst
ein blo
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In memoriam!

Alte Burschenherrlichkeit, Weh, man hat
dich längst begraben, Denn nur noch an
Soll und Haben Denkt die Menschheit
dieser Zeit! Ihre Räder wühlen
Schaum, Funken spr
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Ecce homo

An das klopfende Herz ihres
Volkes Legen die Dichter
Ihr lauschendes Ohr
Und hören sie rauschen Von
Ferne
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Have anima candida!

Armer Freund! Nicht hinter jedem
Tempelvorhang verbirgt sich eine nackte
Venus: dein Herz war mehr als groß,
dein Herz war rein! O, daß jetzt der
Todtenwurm um dein leuchtendes Loc
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Dafnis Daß es bald Oculi ist drukkt ihme nicht da

Arno Holz: Dafnis / Daß es bald Oculi
ist / drukkt ihme nicht das Hertz
ab Ode Jambica. Schon rasen ümb
die Erde Herrn Febi Feuer-Pferde
/ schon bohrt sich durch de
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Ein Bild

Aus Sandstein ist das gelbliche
Portal, Die rothen Säulen aus Granit
gehauen, Und seitwärts in ein weißes
Piedestal Vergräbt ein Löwe seine
Marmorklauen. Doch schwarz verhängt
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Schwarz in Schwarz

Beim Dulderherzen des Don
Quixote! Jetzt streich ich`s dick mit
Rothstift an: Der bibelgeborne
Christengott Ist nie und nimmermehr
mein Mann! Die Schöpfung war einst
sein er
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Dafnis - Er bokulirt im Hirschen

bokulirt im Hirschen Ode
Trochaica. Lustig-seyn und nicht
studiren / durch die Gassen kreutz und
krumm nach den Mägdgens scharmutziren
/ lustig-seyn und nicht
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Erfüllung

Dann losch das Licht, und durch die
Stille, fiebernd, verlangend,
erwartungsbang, nur noch: unser
zitternder Herzschlag! Trunken ...
stammelnd, meine Lippen
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Donner und Doria!

Das ist so heute der Herren Manier: Man
setzt sich ans Schreibpult wie an ein
Klavier; Vor sich drei Bogen gelbes
Concept Und kommt sich vor wie ein
alter Adept. Dann taucht
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Ausgepfiffen!

Das Leben ist eine Komödie Und geht
oft über den Spaß Und gleicht dann
jener Tragödie, In der Einer den
Andern fraß. Und wenn wir`s auch
nicht wollen, Wir kommen
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An gewisse „Naturforscher“

Das Licht wird leuchten, weil es leuchten muß,
Drum knurrt nur immer: Ignorabimus!
Transcendental ist nichts in der Natur,
Transcendental ist eure Dummheit nur!
Richard Wagner als „Dichter“

Das urigste Poetastergenie, Das unser
Jahrhundert geboren; Schon beim
Anhören seiner
Hotthüpoesie Verlängern sich unsre
Ohren! Der deutschen Sprache spie
dreist ins Gesich
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Ich zeigte dir den Mond - V.

Das emsigst, hurtigst,
eiligst ruhelose, flinke, geschäftig
schnippische
Rokokostutzührchen, das hinter uns
tickerte, holte schuckruckend unter
seiner Glasglocke
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Einem Fortschrittsleugner

Dein Hypothesenungeheuer Hat mich noch
niemals recht erbaut. Der Weltgeist ist
ein Wiederkäuer, Der ewig frißt und
nie verdaut? Still, still, mein Lieber;
also spricht Nur E
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Für kleine Kinder

Der alte Flötenspieler Pan, Der lehrte
mich das Dichten: Ein Volk und ein
Stückchen Marzipan Bestehn aus
zweierlei Schichten. Die eine
schlürft Austern und baut sich Kohl
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Auf alle Fälle

Der große Kanzler Otto spricht, Ob`s
wahr, je nun, das weiß ich nicht: `Der
vielgesuchte Stein der Weisen Ist ein
Gemisch aus Blut und Eisen.` Zwar
Standrecht giebt`s und F
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Fragezeichen

Der Peter spricht zum Bruder Paul: `Der
Zeitgeist ist ein alter Sünder Und
stopfen können ihm sein Maul Nur
Krupp`sche
Vierundzwanzigpfünder!` Doch Paul
kann Peter nicht b
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Einstweilen!

Die alte Welt ist ein altes Haus Und
furchtbar ungemüthlich, Der Nordwind
pustet die Lichter aus - Ich wollte,
wir lägen mehr südlich! Ich
wollte....Puh Teufel, wie das zi
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Initiale

Die deutsche Sprache war einst in alter
Zeit Ein blondes Vollweib, das durch
die Wälder strich;     Doch
heut ist längst ihr schlotternder
Busen         Plat
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Al Fresco

Die Menschheit flucht in ihr ewiges
Licht, Stündlich dräut ihr das
Weltgericht Und sie schaudert bleich,
im Herzen den Tod, Ins blutig
verlodernde Abendroth. Die Zeit ist m
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Unser Wortschatz

Die Philologen, die sich
stritten, Rechneten Wort für Wort
zurück Und sahn: der Schatz des
großen Britten Umfaßte 15,000
Stück! Doch heut im neunzehnten
Jahrhundert
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Nicht wahr?

Die Völker sind wie große Kinder
Und ihre Könige sind`s nicht minder,
Lachen und weinen im selben Nu,
Spielen mitunter auch Blindekuh
Und ihre Fibel
Benennt sich Bibel!
An Gottfried Keller

Die Weisheit lieh dir ihre Huld, Die
Schönheit steht in deiner
Schuld. Durch deine Verse blitzt und
rollt Goethe`sches Gold! Ich möchte
dich bis in den Himmel heben,
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Ich zeigte dir den Mond - VII.

Die blanken, zitterigen, hurtigen,
eiligen, hastigen Wellchen vor
mir um unser anmutig, lauschig,
einladend smaragdgrünes, hainbuchenbeschattetes,
maserb
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Die Kritik als Epilog

Dies schrieb ein Antihofpoet, Halb
Kakerlake, halb Prophet. Er sang zu
wenig mir piano Und roch verteufelt
nach Guano. Zwar Mancher wird ihm
Beifall hageln, Doch darf`s mir ni
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Draußen...die...Düne

Draußen...die...Düne. Einsam...das
Haus, eintönig, ans Fenster...der
Regen. Hinter mir...tiktak...eine
Uhr, meine
Stirn gegen...die...Scheibe!
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Einem „Tondichter“

Du bist, ein Jeder nimmt drauf
Gift, Das Theekind aller alten
Vetteln Und auch, was deine Kunst
betrifft, Gerecht in allen
Modesätteln. Uns fascinirt nicht nur
dein Name,
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Du gingst. Die Blätter fallen

Du
gingst. Die Blätter...fallen. In blaue Dämmerung sinkt...das...Tal. Ich starre
in...die...steigenden Nebel.
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Schwere Trennung

Du gingst. Die Blätter ... fallen. In
blaue ... Dämmerung ... sinkt das
Tal. Ich starre in ... die ...
steigenden Nebel. ...............
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Winter

Du lieber Frühling! Wohin bist du
gegangen? Noch schlägt mein Herz, was
deine Vögel sangen. Die ganze Welt war
wie ein Blumenstrauß, längst ist das
aus! Die ganze Welt ist jetzt
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Winter

Du lieber Frühling! Wohin bist du
gegangen? Noch schlägt mein Herz, was
deine Vögel sangen. Die ganze Welt war
wie ein Blumenstrauß, längst ist das
aus! Die ganze Welt ist jetzt, o
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An Friedrich Rückert

Du warst im Leben Unterthan und
Christ Und mehr als einmal auch ein
Erzphilister, Drum trauern, daß du
schon gestorben bist, Noch heute alle
Unterrichtsminister. Denn lebtes
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Ich zeigte dir den Mond - III.

Durch raschelndes...Herbstlaub...im
Sonnenschein, hinter jenem versteckten
Rotdornwäldchen, aus dem
einmal an einem
frühen, unvergessenen, blendend
sonnenblauen Junit
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Die achte Todsünde

Ein Dichter darf mit seinen Sachen Uns
wüthend, darf uns rasend machen, Wir
stecken`s schließlich ruhig ein, Wer
wird denn immer: `Kreuzigt!`
schrein? Nur Eins wird man ihm nie ver
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Zum Ausgang

Ein Stück von meinem Selbst ist dieses
Buch Und roth von meinem Herzblut jedes
Lied, Mit ihm stell ich mich kühn in
Reih und Glied - Der Dichtkunst Segen
ward in mir zum Fluch!
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Jähes Erwachen

Ein Tag ... ohne dich ist ... kein
Tag! Die Stunden ... kriechen. Alles
... öde ... alles leer! Noch ...
nachts, mitten zwischen zwei Träumen,
die mich in dei
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Ein Tag...ohne dich ist...kein Tag

Ein Tag...ohne dich ist...kein
Tag! Die Stunden...kriechen. Alles...öde...alles
leer! Noch...nachts, mitten zwischen
zwei Träumen, die mich in deine
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Ich zeigte dir den Mond - II.

Ein großer,
ernster, mystisch dunkelpurpurbrauner Trauermantel, mit schlanken,
spielerischen, tastsuchenden
Psychefühlern, zartem, tupfendem,
spaßdrolligem Rollrüss
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Stoßgebet!

Eins ist Noth, ach Herr, dies
Eine Lehre mich vollbringen hier, Und
mein Schutzpatron, der Heine, Schärfe
meine Klingen mir; Gürt mein Herz mit
Siegfriedsleder, Gieß ins Hi
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Dafnis - Er bethrent ihre ohngemeine Härtigkeit n

Er bethrent ihre ohngemeine Härtigkeit
/ nachdäme er sie / wie Actäon die
Dianam / beym Baden Splinter-fasel-nakkt
gesehn Ode Trochaica. Augen /
schwartze Feuer-Ballen /
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Dafnis - Er bluhstert sich auff alß ob er der Dar

Er bluhstert sich auff / alß ob er der
Daradiridatumtarides wäre Ode
Jambica. Petrarcha schlich zu Lauren
/ Rosander küßt Rosauren / mich kan
man stäts nach Zehn
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Dafnis - Er bringt ihr eine Nacht-Musikgen

Er bringt ihr eine Nacht-Musikgen Ode
Dactylo-Trochaica. Titan schloß sein
Wogen-Hauß / Morfeus sät die Sterne
auß / die wir kleine göldne
Flekken gantz d
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Dafnis - Er brohbt erst sein Säyten-Spihl.

Er brohbt erst sein
Säyten-Spihl. Qwodlibet. 
    Dreyssig Jahre / Krieg /
dein Grauß – Gott sey Danck / die
Zeit ging auß / Teutschland pflantzt
sich wihder Aeh
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Dafnis - Er dänckt an die hoch-fliegenten Adler

Er dänckt an die hoch-fliegenten Adler
ädler Teutscher Boesie / so schon vor
ihme gesungen Ode
Trochaica Pärlen-Glantz und
Ambra-Zihr schufen dihse Lider mir
/ wen
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Ein Andres

Fünf wurmzernagte Stiegen geht`s
hinauf Ins letzte Stockwerk einer
Miethskaserne; Hier hält der Nordwind
sich am liebsten auf Und durch das
Dachwerk schaun des Himmels Sterne. Was

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Abziehendes Gewitter

Gegen eine dunkele, dumpf verrollende,
schrägschwarz
abziehende Wetterwand, aus der mich
noch die letzten
schweren, stürzenden Schlossen
treffen,
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Abziehendes Gewitter

Gegen eine dunkele, dumpf verrollende,
schrägschwarz
abziehende Wetterwand, aus der mich
noch die letzten schweren, stürzenden
Schlossen treffen, plötzli
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Dafnis - Er bespricht sich fasst die gantze lihbe

Gleichsamb ein Duo-Quodlibet. Er
sälbst:    Der Regen dropfft
auffs Dach / Vor Jammer lihg ich
wach. Ich bün so gantz allein! Mein
Gott / warümb die Pein?
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Als Wegzehrung

Gott weiß, du bist ein braver
Junge, Noch neune solcher machen
zehn, Dein Herz ist rein wie deine
Zunge Und schwerlich wirst du
untergehn. Du wogst noch niemals eine
Lanze
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Bibelbiereifrig!

Hier Genie und dort Talent! Jeder
Mensch hat sein Pläsirchen - So ein
armer Recensent Ist das ärmste aller
Thierchen. Wenn es pfaucht und wenn
es zischt, Laß es, la
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Variatio delectat

Himmel, das halte ein Anderer aus! Die
Welt ist wirklich ein Narrenhaus. Ewig
sich selbst bleibt ihr uralter
Schwindel, Manchmal nur wechselt sie
schlau seine Windel; Den Teufel verl
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Hinter blühenden Apfelbaumzweigen

Hinter blühenden
Apfelbaumzweigen steigt der Mond
auf. Zarte Ranken...blasse
Schatten zackt sein Schimmer...in den
Kies. Lautlos...fliegt ein...Falter.
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Ich bin der reichste Mann der Welt

Ich bin der reichste Mann der Welt! //
Meine silber- nen Yachten / schwimmen
auf allen Meeren. // Gold- ne Villen
glitzern durch meine Wälder in Japan, /
in himmelhohen Alpenseeen spiegeln si
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Dreierlei!

Ich bin ein Dichter und kein
Papagei Und lieb es drum, in unsre Zeit
zu schauen, Und doch mißfällt an ihr
mir Dreierlei, Und dieses Factum kann
ich nicht verdauen: Die jung
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Dito

Ich bin mein eigner Kritikus, Drum
spart euch eure klugen Reden, Sagt doch
ein alter Pfiffikus: Nicht jede Formel
paßt auf Jeden. Mir hätt es so, mir
so behagt, Scho
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An gewisse Quidams

Ich weiß, ihr wünscht mir die Pest an
den Hals, Ihr geberdet euch täglich
entzückter; Drum flucht nur, er ist
uns nichts weiter, als Ein verrückt
gewordner Verrückter!
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Von freier Höhe

Ich weiß. Oft wars nur ein Lachen,
ein Handdruck von dir, oder ein
Härchen, ein bloßes Härchen, das dir
der Wind ins Genick geweht, und all
mein Blut gähr
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Ich bin...ein Stern

Ich bin...ein Stern. Ich ...
glänze
... Traurig...flehend, tränenbleich, hebst
du...zu mir
dein...Gesicht. Deine Hände..
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Ich zeigte dir den Mond - I.

Ich zeigte dir den Mond durch einen
Frühlingsbaum. Jede Blüte,
jedes Blättchen hob sich aus seinem
Glanz. Jede Blüte, jedes
Blättchen
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Verschiedenen Collegen

Ihr armen Dichter, die ihr
`Philomele` In jedem Lenz noch
rhythmisch angeschwärmt, O, wenn ihr
wüßtet, wie sich meine Seele Um ihre
gottverlassnen Schwestern
härmt! Dreht
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An die Conventionellen

Ihr habt genug mein armes Hirn
gebüttelt, Ich käu nicht wieder wie
das liebe Vieh; Längst hab ich von den
Schuhen ihn geschüttelt, Den grauen
Schulstaub eurer Poesie! Ich
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An die Conventionellen

Ihr habt genug mein armes Hirn
gebüttelt, Ich käu nicht wieder wie
das liebe Vieh; Längst hab ich von den
Schuhen ihn geschüttelt, Den grauen
Schulstaub eurer Poesie! Ich hab
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An Neunundneunzig von Hundert!

Ihr schwatzt befrackt hoch vom
Katheder Von alter und von neuer
Kunst, Von Fleischgenuß und
Sinnenbrunst, Und gerbt nur Leder,
altes Leder! Ihr laßt um jede
Attitüde
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An Neunundneunzig von Hundert!

Ihr schwatzt befrackt hoch vom
Katheder Von alter und von neuer
Kunst, Von Fleischgenuß und
Sinnenbrunst, Und gerbt nur Leder, altes
Leder! Ihr laßt um jede Attitüde Ein
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Frommer Wunsch

Immer noch halten die uralten
Fragen Nächtlich an unserm Lager
Wacht, Denn das griechische Herz hat
vergeblich geschlagen Und der
griechische Geist hat umsonst
gedacht. Die
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Ich zeigte dir den Mond - IV.

In den violetten
Winternachmittag, durch einen in allen
Edelsteinfarben wie tropisch,
kaleidoskopisch, utopisch pracht- und
prunk- funkelnden Eispalmenwald,
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In graues Grün

In graues Grün verdämmern
Riesenstämme Von greisen Aesten
hängt in langen Bärten Moos.
Irgendwo.. hämmernd.. ein Specht.
Kommt der Wolf? Wäc
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In einem Garten, unter alten Bäumen

In einem Garten, unter alten
Bäumen, auf dunkeler...Moosbank...Hand
in Hand, sinnend,
zwiesam, schweigend, erwarten
wir...die Frühlingsnacht. Noch
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Unsre Zeit

Ja, unsre Zeit ist eine Dirne, Die sich
als `Mistreß` produzirt, Mit
Simpelfransen vor der Stirne Und
schauderhaft decolletirt. Sie raubt
uns alle Illusionen, Sie tur
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Schließlich!

Jawohl, das Ding ist ärgerlich! Das
Volk hat lange, graue Ohren, Und seine
Treiber nennen sich Rabbiner, Pfarrer
und Pastoren. Verhaßt ist mir der
Schwindelbau Der j
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Schließlich

Jawohl, das Ding ist ärgerlich! Das
Volk hat lange, graue Ohren, Und seine
Treiber nennen sich Rabbiner, Pfarrer
und Pastoren. Verhasst ist mir der
Schwindelbau Der jesuite
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Jüngst sah ich den Wind

Jüngst sah ich den Wind, das himmlische
Kind, als ich träumend im Walde
gelegen, und hinter ihm schritt mit
trippelndem Tritt sein Bruder, der
Sommerregen. In den Wi
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Offener Brief

Laßt euch begraben, ihr
Philologen, Bei mir habt ihr den
Kürzern gezogen! Drei winzige
Jährchen erst ist es her, Da habt ihr
geflucht die Kreuz und Quer: Der
Kerl,
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So einer war auch er!

Liegt ein Dörflein mitten im
Walde, überdeckt vom Sonnenschein, und
vor dem letzten Haus an der Halde sitzt
ein steinalt Mütterlein. Sie
läßt den Faden gleiten
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Ein dunkles Blatt

Lisch aus, du Gluth auf meinem Herd! In
Nacht und Frost will ich verenden - Oft
scheint das Leben mir nicht werth, Nur
einen Vers dran zu verschwenden. Ihr
aber fragt mich ni
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Felix Dahn

Lyrisch hat er geasathort Schon als ein
Jüngling mit lockigen Haaren; Achtung,
in seinem Schädel rumort Ledern die
Weisheit von tausend Jahren! Aber,
verbrach er auch manch
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Paysage intime

Ma pauvre Muse, hélas qu`as-tu donc
ce matin? Charles
Baudelaire Sternklar über seinem
Filz Wölbte sich der
Winterhimmel Und, die Dächer dick
verschneit, L
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Paysage intime

Ma pauvre Muse, hélas qu`as-tu donc ce
matin? Charles Baudelaire Sternklar
über seinem Filz Wölbte sich der
Winterhimmel Und, die Dächer dick
verschneit, Lag das
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Unanjenehm

Mein Volk die Bestie, die Mich
füttert, staatsbefehlfeiert Meinen Geburtstag.
Von Turm zu Turm, durch Stadt und
Land, von Gau zu
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Unanjenehm

Mein Volk die Bestie, die Mich
füttert, staatsbefehlfeiert Meinen Geburtstag.
Von Turm zu Turm, durch Stadt und
Land, von Gau zu Gau,
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Sanft hinverschmelzendes Largo

Mein... Glück? ...Mein
Glück? Mein Glück ist ein spielendes
Blatt im
Sommerwind, der leichte, flüchtige,
zierliche Schatten, mit dem mich
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Noch Eins!

Mit dem Volke soll der Dichter
gehen, Also les` ich meinen Schiller
heut! Ferdinand Freiligrath. Noch
Eins! Beim Leibe des Brots und beim
Blute des Weins!
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Phantasus (Heft 1)

Nacht. Der Ahorn vor meinem Fenster
rauscht, von seinen Blättern funkelt
der Thau ins Gras, und mein
Herz schlägt. Nacht. Ein Hund
.. bellt
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Phantasus Heft 1

Nacht. Der Ahorn vor meinem Fenster
rauscht, von seinen Blättern funkelt
der Thau ins Gras, und mein
Herz schlägt. Nacht. Ein Hund ..
bellt, ... ein
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Chanson

Noch immer baumelt der alte Zopf Der
alten Welt ins Genick, Noch immer
schmort ihr kein Huhn im Topf, Drum:
Vive la République! Drum: Vive la
République, blique, blique,
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An die Wölfflinge

Noch immer währt die Aventiurenplage
- Allwöchentlich ein Buch von zwanzig
Bogen! Wir aber thun stets unsre alte
Frage: Habt ihr euch immer noch nicht
ausgelogen? Seht, eur
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An meine Freunde

Noch immer, ihr Freunde, florirt der
Leim, An dem die Dummen sich
leimen; Die Dichter reimen und
reimen Und noch immer erscheint das
`Dichterheim`! Drum schaart euch
zusammen
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Ich zeigte dir den Mond - VI.

Noch gestern, als ich nach qualvollen
Wochen, nach mir an dir fremden, mir
nicht mehr faßbaren, mir an
dir völlig unverständlichen Dingen, nach beinahe
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Frühlingszauber

Nun muß sich wieder alles wenden, Ich
fühl`s an meines Herzens Schlag, Und
schöner wird`s an allen Enden Und
lieblicher mit jedem Tag. Die Liebe
schnürt ihr rothes Mieder
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Lied

Nun stimmt sie wieder mir den
Psalter Die liedervolle Maienzeit Und
gaukelnd schwebt um mich der
Falter, Das Sinnbild der
Unsterblichkeit. Drum lebt mir wohl,
ihr Pergamente
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Selbstporträt

Nur Wenigen bin ich sympathisch, Denn
ach, mein Blut rollt demokratisch Und
meine Flagge wallt und weht: Ich bin
nur ein Tendenzpoet! Auf Reime bin
ich wie versessen -
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An Adolf Friedrich Graf von Schack

O Gott, wie ledern respective
blechern Ist doch der Quark von all den
Versverbrechern, Die heut mit
selbstgefälligem Behagen Das Tretrad
schwingen und das Tamtam schlagen! N
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Noch ein Stoßseufzer!

O hieß es endlich doch: `All
right!` Die Welt ist blaß, blaß wie
Louise, Das Grundgesetz der neuen
Zeit Sei drum das Buch von Adam
Riese. Denn wenn die Völker nicht
mehr
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Den Franzosenfressern

O Land der blauäugigen Menschen, Der
Rhein bot dir Gold, Bernstein das
baltische Meer! Musik ist dein
Odem, Deine Seele Harmonie und
Weihrauch; Sie läßt in m
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Chorus der Lyriker

O Mainacht, Mond und Mandoline! Wer
schwärmte früher für Lassalle? Heut
gellt der Pfiff der Dampfmaschine Ins
Hohelied der Nachtigall! Man schimpft
uns `ewge Sekundaner`,
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Chorus der Lyriker

O Mainacht, Mond und Mandoline! wer
schwärmte früher für Lassalle? Heut
gellt der Pfiff der Dampfmaschine Ins
Hohelied der Nachtigall! Man schimpft
uns `ewge Sekundaner`
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Dafnis - Er drohstet sich wihder

Ode Jambica. An schon getretnen
Hännen mag ich mich nicht verbrännen
/ ich bün kein Cortisan und nicht
kein Kokkel-Hahn! Die mehrsten schihlen
oder hincken /
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Dafnis - Er pirscht bey ihr auff den Cupidinem

Ode Jambica. Cupido / süsses
Söhngen / auff deinem
Athlaß-Tröhngen / der Chloens Busen
ist / versuch ich / dich zu haschen
/ gleich wuttschstu durch die Maschen /
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Dafnis - Er freut sich, daß es Herbst ist

Ode Jambica. Der flekkichte
Oktober hat alles bundt vermahlt / mit
Oepffeln auß Zinober die reiffe Ceres
brahlt. Sylvan füllt seine Schläuche
/ Mercur mänck
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Dafnis - Er wartet auff sie in einem Lust-Wäldgen

Ode Jambica. Der mehr alß Winter
wich / die Täubgens schnäbeln sich
/ der Hahn / der Hühner-Mann / tukkt
seine Klokk-Hän rann. Das Späzzgen
drukkt sich schlau
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Dafnis - Er erwacht in den spähten Herbst-Morgen

Ode Jambica. Der trühbe Morgen
dunckelt / der Dag bricht kaum schon
für / mein Lämpgen sprüht und
funckelt ich fühls / noch horcht wer
vor der Dhür. Noch ist er
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Dafnis - Er lihgt mit ihr im Grünen

Ode Jambica. Der vor bereiffte
Wald steht wihder wohl gestalt / der
gantze grüne Grund lacht wihder
Bluhmen-bundt. Schon pärlt auß ihrer
Kehle die köstlichs
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Dafnis - Er passirt an ihrer Thür vorbey

Ode Jambica. Der Winter stirbt im
Wald / deß freuen sich die Faunen und
blahsen / daß es schallt / auff ihren
Feld-Bosaunen. Die trühbe Zeit ist hin
/ der Ve
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Dafnis - Er verlustirt sich über die kleine Klori

Ode Jambica. Die kleine Kloris
wollte        
oho! daß ich sie küssen sollte
/         soso. Das
Mihder stund ihr offen / &nb
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Dafnis - Er will sich nicht mit andern in sie dhei

Ode Jambica. Dorillgen / kleines
Ringel-Schwein auß planck polirtem
Helffen-Bein / wie man auß Mäntschen
Färckel macht / hat Circe sälbst dir
bey-gebracht!
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Dafnis - Er bekröhnt ihn mit einem Hirsch-Geweih

Ode Jambica. Dorillgen / wie das
pfeifft! Zur Nacht hat es
gereift. Itzt heizz for deinen lihben
Mann den schwartzen Kachel-Ofen
an. Ihn blagt schon arg die Gicht /
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Dafnis - Er spazzirt durch den Morgen

Ode Jambica. Gott Eol lihß sein
Blahsen / auff neu bedhautem
Wahsen Aurora dantzt und lacht / im
Pusch auff sihben Röhren kunt man ein
Singen hören die gantz
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Dafnis - Er sagt sich ab däm Cupidini

Ode Jambica. Ich hatte mich
verwichen zu Chloen
hingeschlichen; wen kunt ich bey ihr
sehn? Den geulen Strunck Glükkander
/ verschränckt und ineynander – es
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Dafnis - Er siht einen Hahr-Stern

Ode Jambica. Ja / ja / er wakkelt mit
dem Schwantze / es ist ein
würcklichter Komeht! Itzt nuzzt es
nichts mehr / daß ich dantze / weil
bald die Welt in Stükker geht!
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Dafnis - Er freut sich, daß es Frühling ist

Ode Jambica. Mein Bauch ist nicht vor
Völlerey. Doch dihß so muß ich
sagen: der göldne Monahts-König
Mey fegt mir nicht blohß die Leber
frey / er stärckt mir au
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Dafnis - Er lobt sich sein Purschen-Leben!

Ode Jambica. Mich sah so Leipzig /
Wien / wie Prag / so Rostock /
Königsberg / wie Jene; doch wo ich
auch zu drällern pflag / es ging mir
überall höchst bene. Noch
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Dafnis - Er perstringirt seine Gesöllen

Ode Jambica. Noch gestern / wenn ich
es bedäncke / saß ich mit Melio in
der Schäncke. Damöt drihb weiter
nichts wie Bossen / Trax war mit
Hasen-Schrot geschossen.
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Dafnis - Er bereut nichts, er wüntscht nur daß i

Ode Jambica. O göldner
Vorjahrs-Schein /   brächstu doch
bald herein!   Noch Ein-mahl
möcht ich sehn   die Kindgens
Kräntze drehn!   Itzt pfeif
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Dafnis - Er singt ihr ein Morgen-Ständgen

Ode Jambica. Vorüber ist die
schwartze Nacht / die bundte Flora
wihder lacht / der Döbber lokkt sein
Weibgen; schon schafft sich mancher
Schmetterling an manchem sü
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Dafnis - Er läßt nie sein Maul hängen!

Ode Jambica. Worzu
melancholiren? Schnell läufft die
süsse Zeit. Die Amsteln
drompettiren des Majus Libligkeit. Die
bundten Gräsgens blincken / still
lauscht
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Dafnis - Er freut sich, daß es Winter ist

Ode Jambo-Dactylica. Der Ofen singt /
es schneyt. Du lihbe
Weihnachts-Zeit! Rükk her / du
Traute. Bey Frost und Feuer-Schein
/ zu Moßkateller Wein / klingt s
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Dafnis - Er verlihbt sich in Amaryllis

Ode Jambo-Trochaica. All dein Glantz
der jungen Jahre / deine mehr alß
göldnen Hahre haben mich mit Hertz und
Hand dir zugewandt! Pallas lih dir
ihre Lippen
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Dafnis - Er hört mit ihr den Gukguk schreyn

Ode Jambo-Trochaica. Grisillgen /
weistu waß? Kom mit mir in das
Graß. Im Hayn blüht lengst der
Flihder / die Fröschgens hupffen
wihder. Venus und ihr kleines Söh
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Dafnis - Er hält sich vor mehr alß die Übrigen

Ode Jambo-Trochaica. Itzt in
Teutschland reymen leider sälbst die
Schühster und die Schneider / und
nicht einer ahnt zur Frist / waß er
for ein Delpel ist. Alß ein
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Dafnis - Er siht sich am andern Morgen im Spihgel

Ode Jambo-Trochaica. Pärle aller
Sauff-Studenten / da / bekükk dir
deinen Flauß! Seine göldnen
Posamenten herbergt lengst das
Jüden-Hauß. Ab-gedreten die Kalösc
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Dafnis - Er stellt sich den lezzten Gerichts- und

Ode Jambo-Trochaica. So schön war
noch kein Tag: Marieen-Würmgens
fliegen / itzt kan wer will und mag in
nichts wie Bluhmen ligen. Der Himmel
gläntzt gantz blau /
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Dafnis - Er belauscht die Venerem mitsambt däme M

Ode Jambo-Trochaica. Wie so lihb ists
auff der Welt unter einem Baum-Gezelt
/ wenn man wihder sich
entpeltzt mitten unter Bluhmen
weltzt! Horch / wie sich die
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Dafnis - Er verlöffelt sich in seine Kammer-Magd

Ode Trochaica. Augen / ihr verbuhlte
Sonnen / zwingt noch immer euer
Glantz mit durchauß ambrirten
Wonnen mich in seinen
Zirckel-Dantz? Zwischen Büchern und
Bostille
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Dafnis - Er lädt seine Gesöllen auff einen Göld

Ode Trochaica. Brüder / sizzt euch
ümb den Disch! Bachus plinckt schon
Heben. Sein Gesicht ist roht und frisch
/ ihre Biehtzgens beben. Blanckes Zinn
und Borzellan
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Dafnis - Er will mit ihr spazziren gehn

Ode Trochaica. He / Dorinde / auff
die Thür! Febus lokkt die Kräutter
für. Florens jeder eintzge
Schritt itzt auff nichts alß Sterne
dritt. Pallas mit dem
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Dafnis - Er freut sich, daß es Sommer ist

Ode Trochaica. Itzt / da alle Rohsen
blühn / dafelt man blohß noch im
Grün / wo drey wunder-nette
Bircken eine Wasen-Banck
ümbzircken. Kleine Bluhmen blau und
wei
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Dafnis - Er klagt , daß der Frühling so kortz bl

Ode Trochaica. Kleine Bluhmen wie
auß Glaß seh ich gar zu gerne
/ durch das tunckel-grüne
Graß kukken sie wie Sterne. Gelb
und rosa / roht und blau /
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Dafnis - Er fühlt sich fast den Sternen nah

Ode Trochaica. Mitten zwischen Nil
und Indus sizz ich drällernd auff dem
Pindus; Ronsard / Rist und Aretin siht
man mir zu Füßen knien. Selbst
Eurydice / di
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Dafnis - Er lauscht einem Vögelgin

Ode Trochaica. Nun ein blendend
blauer Himmel wihder über Tellus
hängt / dran in frölichem
Gewimmel Schäffgen sich an Schäffgen
drängt / unter dikk vermänckten
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Dafnis - Er drohstet sich über sie

Ode Trochaica. Ohnvergleichliche
Salene / ja / ich war dein Cawallir
/ deine zwo mahl sechzehn
Zehne blüzzten bläncker alß
Porfir. Doch du weilst an frembden
Flüss
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Dafnis - Er sizzt auff dem Parnaß

Ode Trochaica. Unter Blühten tieff
im Graß sizz ich hihr auff dem Parnass
/ Febus und die Drey-mahl-drey dantzen
ümb mich mit Geschrey. Bachus / der
mir vor behagt
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Dafnis - Er spazzirt mit ihr durch einen schönen

Ode Trochaica. Weil die schönen
Sommer-Wochen wihderümb herfür
gekrochen / bün ich gleichsahm wie
entzükkt / wenn betaut von
Pärlen-Kräntzen der saffirnen Felde
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Dafnis - Er will nicht heurathen!

Ode Trochaica. Weisse Venus / nakkt
und blohß / Amor sizzt auff deinem
Schooß; seine Äuglein lustig glizzen
/ deine Brüste Flammen
sprizzen! Trunckner bün
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Er klagt, daß der Frühling so kortz blüht

Ode Trochaica Kleine Bluhmen wie auß
Glaß seh ich gar zu gerne / durch das
tunckel-grüne Graß kukken sie wie
Sterne. Gelb und rosa / roht und blau
/
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Es verdreußt ihm!

Ode Trochaica Tulpen blühen und
Narzissen / Tellus stikkt ihr
Hochzeits-Kissen. Kleine blaue Veilgens
drin machen / daß ich frölig
bin. Klükkernd mit den g
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Er klagt / daß der Frühling so kortz blüht

Ode Trochaica Kleine Bluhmen wie auß
Glaß seh ich gar zu gerne / durch das
tunckel-grüne Graß kukken sie wie
Sterne. Gelb und rosa / roht und blau
/
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Es verdreußt ihm!

Ode Trochaica Tulpen blühen und
Narzissen / Tellus stikkt ihr
Hochzeits-Kissen. Kleine blaue Veilgens
drin machen / daß ich frölig
bin. Klükkernd mit den g
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Amerika

Oft frag ich lachend mich, weswegen Mit
Lanzen, Schwertern, Spießen,
Keulen Dies todesfrohe Kämpfen
gegen Concessionirte
Eiterbeulen? Wie lang noch, und das
Dunkel frißt
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Die Dichterin/ Fragment aus der Blechschmiede

Powrer noch als Zink und Zinn ist die
deutsche Dichterin. Vor der ersten
gelben Primel leiert sie ihr
Lenzgeschwimel. Lilien, Heliotropen,
Rosen wiegen sie in Duftnar
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Dafnis - Er drillert ihr ein Qwodlibet

Quodlibet. Wie das hagelt / wie das
schneyt! O du angenähme Zeit / Der
Ofen bufft und knallt / das Feuer in
ihm tukkert / itzt steht der gantze
Wald mit Eyß b
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Dafnis - Er durchhechelt auch die Weibrichins

Qwodlibet. Amor / du verflixter Bube
/ kömbstu mir schon auff die Stube
/ sälbst wenn ich beym Ocksen
bin? Marsch! Ich kann dich itzt nicht
bräuchen / scheer dich d
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Dafnis - Er schüttelt sein Hertz auß

Qwodlibet. Das Feld steht
Kräutter-leer / Frau Flora lacht nicht
mehr / der Wald hat allbereit sein
bundtes Stärbe-Kleid / ein schönes
Schau-Gerüst / das ba
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Dafnis - Er vergnügt sich mit ihr

Qwodlibet. Der Tag lihgt lengst zur
Ruh / Nocturna däkkt ihn zu / Cupido
schleicht von Hauß zu Hauß und lescht
die lezzten Lichtgens auß. Die
Zeisgens / Amstelgens
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Dafnis - Er verdingt sich dem Apollini

Qwodlibet. Däglich grimmer bläst
der Ost / Glaß-Eyß glüzzt und
Zukker-Frost / die Kindgens schon
drompeten auff kleinen
Zinn-Corneten. Lebküchene Soldaten /
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Dafnis - Er spricht noch auß dem Grabe

Qwodlibet. Ich war / itzt ligt das
weit / der Flaccus meiner Zeit. Ich
war ein Mäntsch wie du / itzt däkkt
der Sand mich zu. Kein Blühmckens blau
und blaß b
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Dafnis - Er durchsaufft mit seinen Gesöllen die g

Qwodlibet. Printz Hesper kam gegangen
/ sein Silber spihlt im Kolck; lengst
traumt auff seinen Stangen das prawe
Hühner-Volck. In den geschwärtzten
Gassen geh
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Dafnis - Der Hunds-Stern verbrännt ihn fast

Qwodlibet. Titan sich mit Tellus
druckt / das sind die blauen Tage; ich
bin ausser mir / verzuckkt / ich weiß
nicht / waß ich sage. Itzt ist die
gantze Welt e
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Dafnis - Er verföllt wihder in seine alte Draurig

Qwodlibet. Verschlossen schweigt die
Dhür / die fünstre Nacht bricht
führ; ein blasser Mohnd giesst seinen
Schein / ich bün so gantz mit mir
allein! Auff d
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Dafnis - Er verlustihrt sich zur Sions-Zitter

Qwodlibet. Wars
Melindgen? Klarimindgen? Olorindgen?
Solime? Marzimillgen? Philurillgen? Lisilillgen?
Dorile? Nichts mehr weiß ich / doch
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Dafnis, Er freut sich, daß es wihder Winter wird

Qwodlibet. Wihder ob der Flüssgens
Rükken baut der Winter blancke
Brükken / rund ümb den
Marieen-Thurm wettert schon sein
Schlossen-Sturm. Ümb die dikk
verschneyt
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An die Autoritätsklauber

Schon immer hat uns der Magen
gebellt, Auch ohne den modischen
Materialismus, So alt wie diese alte
Welt Ist ergo auch Zolas
Zolaismus. Drum poltert nur, poltert:
Bezuckerter
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Mählich durchbrechende Sonne

Schönes, grünes,
weiches Gras. Drin liege
ich. Inmitten
goldgelber Butterblumen! Über mir
... warm ... der Himmel: Ein
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Mählich durchbrechende Sonne

Schönes, grünes,
weiches Gras. Drin liege ich. Inmitten
goldgelber Butterblumen! Über mir ...
warm ... der Himmel: Ein weites
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Russisch!

Sei doch kein Tropf, mein süsses Söhnchen!
Steck ein das lumpige Milliönchen!
Du kennst ja die Moral der Zeit:
Der Himmel ist hoch und der Czar ist weit!
Phantasus (Heft 2)

Sieben Billionen Jahre vor meiner
Geburt war ich eine Schwertlilie.
Meine Wurzeln saugten sich in einen
Stern. Auf seinem dunklen
Wasser schwamm
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Phantasus Heft 2

Sieben Billionen Jahre vor meiner
Geburt war ich eine Schwertlilie.
Meine Wurzeln saugten sich in einen
Stern. Auf seinem dunklen
Wasser schwamm meine b
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So süß...wob...die Nacht

So süß...wob...die Nacht! Unter den
dunkelen Kastanien...gegen die mondhelle
Wand, lehntest du mit
geschlossenen...Augen im Schatten. Wi
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Aus weissen Wolken baut sich ein Schloss...

Spiegelnde Seen, selige
Wiesen, singende Brunnen aus tiefstem
Smaragd! In seinen schimmernden
Hallen wohnen die alten
Götter. Noch immer, abends,
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Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln...

Und wieder nun lässt aus dem
Dunkeln Die Weihnacht ihre Sterne
funkeln! Die Engel im Himmel hört man
sich küssen Und die ganze Welt riecht
nach Pfeffernüssen ... So heimlich w
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An die „Obern Zehntausend“

Und wieder rollt nun sterbend ein
Jahrhundert Dem Abgrund zu, drin uns
die Zeit verschlingt, Und ihr seid
immer noch nicht abgeplundert, Nicht
hinter die Coulissen abgehinkt?
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Schmerz

Vergeben ? Ich ? Dir ? Längst. Ich
tat`s, noch eh ich`s wusste. Aber
vergessen ? Vergessen ? . . . Ach, wenn
ich`s könnte ! Oft, mitten im hellsten
Sonnenschein, wen
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Schmerz

Vergeben ?    Ich ? 
  Dir ? Längst. Ich tat`s, noch
eh ich`s wusste. Aber vergessen ? 
Vergessen ?  . . .  Ach,
wenn ich`s könnte ! O
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Vergeben?

Vergeben? ...Ich?...dir?
... Längst. Ich tat`s...noch ehe
ich...es wußte. Aber ...
vergessen?...vergessen?? ... Ach! Wenn
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Strophen

Vita nostra brevis est! War der Vorzeit
weise Lehre - Doch man haßt das
Miserere, Heut ist sie schon längst
verwest! Rollt die Zeit, rollt auch
das Blut, Heute leben
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Lied eines Vogels

Vor meinem Fenster singt ein
Vogel. Still höre ich zu. Mein Herz
vergeht, Erinnerung klingt, Abendrot
winkt, Dämmerung schwingt. Er singt,
was ich als Kind So
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Vor meinem Fenster

Vor meinem Fenster
singt ein Vogel.

Still hör ich zu; mein Herz vergeht.

Er singt,
was ich als Kind besass,
und dann - vergessen.
Der Dichter

Was Hermelin und Diademe! Ich bin ein
Dichter und kein Hund! Ich bin ein
freier Mann und nehme Kein Feigenblatt
vor meinen Mund. Ich seh die Welt im
Dunkeln tappen, Ic
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Die letzten Zehn

Was heulst du wie die römische
Sibylle In unsre altarkadische
Idylle Dein dreimal disharmonisches:
`Mehr Licht!`? Schon immer war das
Wappenthier der Dichter Ein Bandwurm
und ein N
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Die letzten Zehn

Was heulst du wie die römische
Sibylle In unsre altarkadische
Idylle Dein dreimal disharmonisches:
`Mehr Licht!`? Schon immer war das
Wappenthier der Dichter Ein Bandwurm und
ein Nüren
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En passant

Was soll uns heut lyrisches
Mondscheingewimmer? So seid doch
endlich still davon! Ihr ändert`s ja
doch nicht, die Zeit ist noch immer Die
alte Hure von Babylon! Das Eisen de
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Tres faciunt Collegium

Weh, ein Morast ist unsre Zeit! Drin
machen sich ekelerregend breit Kröte,
Basilisk und Unke; Und wöchentlich
schon - juchheideldidum - Predgen vor
ihrem Publikum Herr Most,
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Pro Domo

Weh, unser Zeitgeist liegt noch in den
Windeln: Die Juden schachern und die
Pfaffen schwindeln! Den Freund
erschießt man im Duell Und sucht die
Liebe im Bordell. Die deutsche Sprach
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Kusch dich!

Willst du wohl fort mit deinen
Pfötchen Von meinem lieben
Kaviarbrödchen! Für dich den
Schweiß, für mich das Gold! Der liebe
Gott hat`s so gewollt! Drum begnüge
dich, Kerl, den
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Erste Lerche

Zwischen Gräben und grauen
Hecken, den Rockkragen hoch, beide
Hände in den Taschen, schlendere
ich durch den
frühen Märzmorgen. Falbes Gras, b
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Erste Lerche

Zwischen Gräben und grauen Hecken, den
Rockkragen hoch, beide Hände in den
Taschen, schlendere ich durch den
frühen Märzmorgen. Falbes
Gras, blinkende
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Een Boot is noch buten!

`Ahoi! Klas Nielsen und Peter Jehann!
Kiekt nach, ob wi noch nich to Mus
sind!Ji hewt doch gesehn den
Klabautermann?Gottlob, dat wi wedder to
Hus sind!`Die Fischer riefen`s und
stießen
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Videant consules...!

`Die Zeit der Juden, Römer und der
Kelten Kam, Gottseidank, schon längst
aus der Balance! Wie unsre Welt die
beste aller Welten, Ist unsre Zeit, die
Zeit par excellence.` W
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Ein garstig Lied...

`Ein garstig Lied, pfui ein politisch
Lied!` So schrieb einst der Geheimrath,
Herr von Goethe, Und wenn mein Grips
nicht um die Ecke sieht, Tanzt auch die
Welt noch heut nach dieser Flöte.
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An Rudolf Baumbach

`Mondschein, Zuckerwasser und
Flieder` Waren dir schon von je
zuwider; `Besser blinkender
Sonnenschein, Rauschende Tannen und
alter Wein!` Ja, das ist deine ganze
Devise,
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Lehrfreiheit!

`Pst! Pst! sonst wackeln die
Kronen, Ihr Herrn Professoren, seid
still! Schon lauschen euch vierzig
Millionen, Wahrhaftig, ihr schreit zu
schrill.` So lispeln sie heute von `
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