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Gedichte - Arno Holz

Ecce homo

            An das klopfende
            Herz ihres Volkes
            Legen die Dichter
... weiterlesen
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Dafnis - Sein Qwodlibet geföllt ihr so außdermah

... daß er ihr sofort noch-eins drillert

Qwodlibet.

Neptun / den grünen Greiß /
ümbzwänckt sein Hauß auß Eyß /
itzt sizzt es sich so rächt ... weiterlesen Dafnis - Es macht ihn durchauß vergnügt

... daß es schon Lätare ist

Ode Jambica.

Das Eyß hat auß gekracht /
Printz Febus wihder lacht.
Der Tau-besprüzzte Anger
geht wihder ... weiterlesen Dafnis - Er sizzt mit seinen Kompanen

... im Sauff-Hauß und solmisirt ihnen / wofor er sie frey-hält

Ode Jambica.

Itzt / bitte / basst mahl Acht.
Itzt zupff ich euch ein Zötgen /
und hindter ... weiterlesen Dafnis- Er nimbt Abscheyd vom Leser

... indehme er sich darbey defendirt / deß er kein Sauer-Topff gewesen

Ode Jambica.

Willstu mir hadern /
daß ich so sang?
daß mir auß allen Adern
... weiterlesen Dafnis - Ihr ümmer ümbs Bändel zu seyn

... ist ihm nicht müglich

Ode Jambo-Trochaica.

Tausendschöne Margaris /
deine Brüste / gantz gewiß /
sind zwo Zokker-Ballen.
Lächelstu / so kan ... weiterlesen Dafnis - Nachstehente schlächte Versche

... schrieb er for Die / an die er sein Hertz gehänckt

Ode Jambo-Trochaica.

Liebstes Seelchen!
For dein Kälchen /
hebstu deines Stimmleins Schall /
... weiterlesen Dafnis - Er ist in sie noch hefftiger verlihbt

...alß in Amaryll

Ode Jambica.

Arsinoe / du schöner Dokk
im gelb und Himmel-blauen Rokk /
gläubstu / daß macht mich nach dir kranck /
blohß ... weiterlesen Dafnis - Er rastet mit seinen Gesöllen

...an einem schönen May-Morgen in einem Bircken-Hayn

Ode Trochaica.

Brüder / ümb vergnügt zu seyn /
bräucht es keiner Schäzze!
Dihser junge ... weiterlesen Dafnis - Er gedänckt seiner Lieben

...und daß sie ihme alle gestorben sind

Ode Jambica.

Vergänglichkeit! In deinen irren Garten
verlihrt sich ümmer tieffer mir mein Fuhß /
lengst starb ... weiterlesen Literarische Liebenswürdigkeiten

1. Ballade.
Kennt ihr das Lied, das alte Lied
Vom heilgen Hain zu Singapur?
Dort sitzt ein alter Eremit
Und kaut an seiner Nabelschnur.

Er kaut tagaus, er ... weiterlesen Literarische Liebenswürdigkeiten

1. Ballade


Kennt ihr das Lied, das alte Lied
Vom heilgen Hain zu Singapur?
Dort sitzt ein alter Eremit
Und kaut an seiner Nabelschnur.

Er kaut tagaus, er ... weiterlesen Arme Lieder

1. Meine Nachbarschaft

Mein Fenster schaut auf einen düstern Hof,
Auf schmutzge Dächer und auf russge Mauern,
Doch wer wie ich ein Stückchen Philosoph,
Lässt ... weiterlesen Arme Lieder

1. Meine Nachbarschaft


Mein Fenster schaut auf einen düstern Hof,
Auf schmutzge Dächer und auf russge Mauern,
Doch wer wie ich ein Stückchen Philosoph,
Lässt ... weiterlesen Einem Gartenlaubendichter

Ach, lieber Emil, hab Erbarmen,
Pust aus dein kleines Dreierlicht!
Denn die schwarzweißrothen Gelegenheitscarmen
Haben wir endlich dick gekriegt.

Du bist und ... weiterlesen In memoriam!

Alte Burschenherrlichkeit,
Weh, man hat dich längst begraben,
Denn nur noch an Soll und Haben
Denkt die Menschheit dieser Zeit!

Ihre Räder wühlen Schaum,
... weiterlesen Ecce homo

An das klopfende
Herz ihres Volkes
Legen die Dichter
Ihr lauschendes Ohr
Und hören sie rauschen
Von Ferne
... weiterlesen Have anima candida!

Armer Freund!
Nicht hinter jedem Tempelvorhang verbirgt sich eine
nackte Venus: dein Herz war mehr als groß, dein Herz war
rein!
O, daß jetzt der Todtenwurm um dein ... weiterlesen Dafnis Daß es bald Oculi ist drukkt ihme nicht da

Arno Holz: Dafnis / Daß es bald Oculi ist / drukkt ihme nicht das Hertz ab

Ode Jambica.

Schon rasen ümb die Erde
Herrn Febi Feuer-Pferde /
schon bohrt ... weiterlesen Ein Bild

Aus Sandstein ist das gelbliche Portal,
Die rothen Säulen aus Granit gehauen,
Und seitwärts in ein weißes Piedestal
Vergräbt ein Löwe seine Marmorklauen.
Doch schwarz ... weiterlesen Schwarz in Schwarz

Beim Dulderherzen des Don Quixote!
Jetzt streich ich`s dick mit Rothstift an:
Der bibelgeborne Christengott
Ist nie und nimmermehr mein Mann!

Die Schöpfung war ... weiterlesen Dafnis - Er bokulirt im Hirschen

bokulirt im Hirschen

Ode Trochaica.

Lustig-seyn und nicht studiren /
durch die Gassen kreutz und krumm
nach den Mägdgens scharmutziren /
... weiterlesen Erfüllung

Dann
losch das Licht,
und
durch die Stille,
fiebernd, verlangend, erwartungsbang,
nur noch:
unser zitternder Herzschlag!
Trunken ... stammelnd,
... weiterlesen Donner und Doria!

Das ist so heute der Herren Manier:
Man setzt sich ans Schreibpult wie an ein Klavier;
Vor sich drei Bogen gelbes Concept
Und kommt sich vor wie ein alter Adept.

... weiterlesen Ausgepfiffen!

Das Leben ist eine Komödie
Und geht oft über den Spaß
Und gleicht dann jener Tragödie,
In der Einer den Andern fraß.

Und wenn wir`s auch nicht wollen,
... weiterlesen An gewisse „Naturforscher“

Das Licht wird leuchten, weil es leuchten muß,
Drum knurrt nur immer: Ignorabimus!
Transcendental ist nichts in der Natur,
Transcendental ist eure Dummheit nur! Richard Wagner als „Dichter“

Das urigste Poetastergenie,
Das unser Jahrhundert geboren;
Schon beim Anhören seiner Hotthüpoesie
Verlängern sich unsre Ohren!

Der deutschen Sprache spie dreist ... weiterlesen Ich zeigte dir den Mond - V.

Das
emsigst, hurtigst, eiligst
ruhelose, flinke,
geschäftig schnippische Rokokostutzührchen,
das
hinter uns tickerte,
holte schuckruckend unter seiner ... weiterlesen Einem Fortschrittsleugner

Dein Hypothesenungeheuer
Hat mich noch niemals recht erbaut.
Der Weltgeist ist ein Wiederkäuer,
Der ewig frißt und nie verdaut?
Still, still, mein Lieber; also ... weiterlesen Für kleine Kinder

Der alte Flötenspieler Pan,
Der lehrte mich das Dichten:
Ein Volk und ein Stückchen Marzipan
Bestehn aus zweierlei Schichten.

Die eine schlürft Austern und baut ... weiterlesen Auf alle Fälle

Der große Kanzler Otto spricht,
Ob`s wahr, je nun, das weiß ich nicht:
`Der vielgesuchte Stein der Weisen
Ist ein Gemisch aus Blut und Eisen.`

Zwar Standrecht ... weiterlesen Fragezeichen

Der Peter spricht zum Bruder Paul:
`Der Zeitgeist ist ein alter Sünder
Und stopfen können ihm sein Maul
Nur Krupp`sche Vierundzwanzigpfünder!`

Doch Paul kann ... weiterlesen Einstweilen!

Die alte Welt ist ein altes Haus
Und furchtbar ungemüthlich,
Der Nordwind pustet die Lichter aus -
Ich wollte, wir lägen mehr südlich!

Ich wollte....Puh Teufel, ... weiterlesen Initiale

Die deutsche Sprache war einst in alter Zeit
Ein blondes Vollweib, das durch die Wälder strich;
    Doch heut ist längst ihr schlotternder Busen
      ... weiterlesen Al Fresco

Die Menschheit flucht in ihr ewiges Licht,
Stündlich dräut ihr das Weltgericht
Und sie schaudert bleich, im Herzen den Tod,
Ins blutig verlodernde Abendroth.

Die ... weiterlesen Unser Wortschatz

Die Philologen, die sich stritten,
Rechneten Wort für Wort zurück
Und sahn: der Schatz des großen Britten
Umfaßte 15,000 Stück!

Doch heut im neunzehnten ... weiterlesen Nicht wahr?

Die Völker sind wie große Kinder
Und ihre Könige sind`s nicht minder,
Lachen und weinen im selben Nu,
Spielen mitunter auch Blindekuh
Und ihre Fibel
Benennt sich Bibel! An Gottfried Keller

Die Weisheit lieh dir ihre Huld,
Die Schönheit steht in deiner Schuld.
Durch deine Verse blitzt und rollt
Goethe`sches Gold!

Ich möchte dich bis in den Himmel ... weiterlesen Ich zeigte dir den Mond - VII.

Die
blanken, zitterigen,
hurtigen, eiligen, hastigen
Wellchen vor mir
um
unser
anmutig, lauschig, einladend
smaragdgrünes,
... weiterlesen Die Kritik als Epilog

Dies schrieb ein Antihofpoet,
Halb Kakerlake, halb Prophet.
Er sang zu wenig mir piano
Und roch verteufelt nach Guano.
Zwar Mancher wird ihm Beifall hageln,
Doch ... weiterlesen Draußen...die...Düne

Draußen...die...Düne.

Einsam...das Haus,
eintönig,
ans Fenster...der Regen.

Hinter mir...tiktak...eine Uhr,
meine Stirn
... weiterlesen Einem „Tondichter“

Du bist, ein Jeder nimmt drauf Gift,
Das Theekind aller alten Vetteln
Und auch, was deine Kunst betrifft,
Gerecht in allen Modesätteln.

Uns fascinirt nicht nur ... weiterlesen Du gingst. Die Blätter fallen

Du gingst.

Die
Blätter...fallen.

In
blaue
Dämmerung
sinkt...das...Tal.

Ich
starre in...die...steigenden
... weiterlesen Schwere Trennung

Du gingst.

Die
Blätter ... fallen.

In blaue ... Dämmerung ... sinkt das Tal.

Ich
starre in ... die ... steigenden
Nebel.

... weiterlesen Winter

Du lieber Frühling! Wohin bist du gegangen?
Noch schlägt mein Herz, was deine Vögel sangen.
Die ganze Welt war wie ein Blumenstrauß,
längst ist das aus!
Die ganze ... weiterlesen Winter

Du lieber Frühling! Wohin bist du gegangen?
Noch schlägt mein Herz, was deine Vögel sangen.
Die ganze Welt war wie ein Blumenstrauß,
längst ist das aus!
Die ganze Welt ... weiterlesen An Friedrich Rückert

Du warst im Leben Unterthan und Christ
Und mehr als einmal auch ein Erzphilister,
Drum trauern, daß du schon gestorben bist,
Noch heute alle Unterrichtsminister.

... weiterlesen Ich zeigte dir den Mond - III.

Durch raschelndes...Herbstlaub...im Sonnenschein,
hinter jenem versteckten Rotdornwäldchen,
aus dem einmal
an
einem frühen,
unvergessenen, blendend ... weiterlesen Die achte Todsünde

Ein Dichter darf mit seinen Sachen
Uns wüthend, darf uns rasend machen,
Wir stecken`s schließlich ruhig ein,
Wer wird denn immer: `Kreuzigt!` schrein?
Nur Eins wird man ... weiterlesen Zum Ausgang

Ein Stück von meinem Selbst ist dieses Buch
Und roth von meinem Herzblut jedes Lied,
Mit ihm stell ich mich kühn in Reih und Glied -
Der Dichtkunst Segen ward in mir zum ... weiterlesen Jähes Erwachen

Ein Tag ... ohne dich ist ... kein Tag!

Die
Stunden ... kriechen.
Alles ... öde ... alles
leer!

Noch ... nachts,
mitten zwischen zwei Träumen, die ... weiterlesen Ein Tag...ohne dich ist...kein Tag

Ein Tag...ohne dich ist...kein Tag!

Die
Stunden...kriechen.

Alles...öde...alles leer!

Noch...nachts,
mitten zwischen zwei Träumen, die ... weiterlesen Ich zeigte dir den Mond - II.

Ein
großer, ernster,
mystisch
dunkelpurpurbrauner
Trauermantel,
mit
schlanken, spielerischen, tastsuchenden Psychefühlern, zartem, tupfendem, ... weiterlesen Stoßgebet!

Eins ist Noth, ach Herr, dies Eine
Lehre mich vollbringen hier,
Und mein Schutzpatron, der Heine,
Schärfe meine Klingen mir;
Gürt mein Herz mit Siegfriedsleder,
... weiterlesen Dafnis - Er bethrent ihre ohngemeine Härtigkeit n

Er bethrent ihre ohngemeine Härtigkeit / nachdäme er sie / wie Actäon die Dianam / beym Baden Splinter-fasel-nakkt gesehn

Ode Trochaica.

Augen / schwartze ... weiterlesen Dafnis - Er bluhstert sich auff alß ob er der Dar

Er bluhstert sich auff / alß ob er der Daradiridatumtarides wäre

Ode Jambica.

Petrarcha schlich zu Lauren /
Rosander küßt Rosauren /
mich kan man ... weiterlesen Dafnis - Er bringt ihr eine Nacht-Musikgen

Er bringt ihr eine Nacht-Musikgen

Ode Dactylo-Trochaica.

Titan schloß sein Wogen-Hauß /
Morfeus sät die Sterne auß /
die wir kleine göldne Flekken
... weiterlesen Dafnis - Er brohbt erst sein Säyten-Spihl.

Er brohbt erst sein Säyten-Spihl.

Qwodlibet.      Dreyssig Jahre / Krieg / dein Grauß –
Gott sey Danck / die Zeit ging auß /
Teutschland pflantzt sich ... weiterlesen Dafnis - Er dänckt an die hoch-fliegenten Adler

Er dänckt an die hoch-fliegenten Adler ädler Teutscher Boesie / so schon vor ihme gesungen

Ode Trochaica

Pärlen-Glantz und Ambra-Zihr
schufen dihse Lider mir ... weiterlesen Ein Andres

Fünf wurmzernagte Stiegen geht`s hinauf
Ins letzte Stockwerk einer Miethskaserne;
Hier hält der Nordwind sich am liebsten auf
Und durch das Dachwerk schaun des Himmels ... weiterlesen Abziehendes Gewitter

Gegen
eine dunkele,
dumpf verrollende, schrägschwarz abziehende
Wetterwand,
aus
der mich noch
die
letzten schweren,
stürzenden Schlossen ... weiterlesen Abziehendes Gewitter

Gegen
eine dunkele,
dumpf verrollende, schrägschwarz abziehende
Wetterwand,
aus
der mich noch
die
letzten schweren,
stürzenden Schlossen treffen,
... weiterlesen Dafnis - Er bespricht sich fasst die gantze lihbe

Gleichsamb ein Duo-Quodlibet.

Er sälbst:    Der Regen dropfft auffs Dach /
Vor Jammer lihg ich wach.
Ich bün so gantz allein!
Mein Gott / warümb die ... weiterlesen Als Wegzehrung

Gott weiß, du bist ein braver Junge,
Noch neune solcher machen zehn,
Dein Herz ist rein wie deine Zunge
Und schwerlich wirst du untergehn.

Du wogst noch niemals ... weiterlesen Bibelbiereifrig!

Hier Genie und dort Talent!
Jeder Mensch hat sein Pläsirchen -
So ein armer Recensent
Ist das ärmste aller Thierchen.

Wenn es pfaucht und wenn es zischt,
... weiterlesen Variatio delectat

Himmel, das halte ein Anderer aus!
Die Welt ist wirklich ein Narrenhaus.
Ewig sich selbst bleibt ihr uralter Schwindel,
Manchmal nur wechselt sie schlau seine Windel;
Den ... weiterlesen Hinter blühenden Apfelbaumzweigen

Hinter blühenden Apfelbaumzweigen
steigt
der Mond auf.

Zarte Ranken...blasse Schatten
zackt
sein Schimmer...in den Kies.

Lautlos...fliegt ... weiterlesen Ich bin der reichste Mann der Welt

Ich bin der reichste Mann der Welt! // Meine silber-
nen Yachten / schwimmen auf allen Meeren. // Gold-
ne Villen glitzern durch meine Wälder in Japan, / in
himmelhohen Alpenseeen ... weiterlesen Dreierlei!

Ich bin ein Dichter und kein Papagei
Und lieb es drum, in unsre Zeit zu schauen,
Und doch mißfällt an ihr mir Dreierlei,
Und dieses Factum kann ich nicht verdauen:

... weiterlesen Dito

Ich bin mein eigner Kritikus,
Drum spart euch eure klugen Reden,
Sagt doch ein alter Pfiffikus:
Nicht jede Formel paßt auf Jeden.

Mir hätt es so, mir so ... weiterlesen An gewisse Quidams

Ich weiß, ihr wünscht mir die Pest an den Hals,
Ihr geberdet euch täglich entzückter;
Drum flucht nur, er ist uns nichts weiter, als
Ein verrückt gewordner Verrückter!
... weiterlesen Von freier Höhe

Ich weiß.

Oft
wars nur ein Lachen, ein Handdruck von dir,
oder ein Härchen, ein bloßes Härchen,
das dir der Wind ins Genick geweht,
und all mein ... weiterlesen Ich bin...ein Stern

Ich
bin...ein
Stern.

Ich
... glänze ...

Traurig...flehend,
tränenbleich,
hebst du...zu mir dein...Gesicht.

Deine
... weiterlesen Ich zeigte dir den Mond - I.

Ich
zeigte dir den Mond
durch einen Frühlingsbaum.

Jede Blüte, jedes
Blättchen
hob sich aus seinem Glanz.

Jede
Blüte, jedes ... weiterlesen Verschiedenen Collegen

Ihr armen Dichter, die ihr `Philomele`
In jedem Lenz noch rhythmisch angeschwärmt,
O, wenn ihr wüßtet, wie sich meine Seele
Um ihre gottverlassnen Schwestern härmt!
... weiterlesen An die Conventionellen

Ihr habt genug mein armes Hirn gebüttelt,
Ich käu nicht wieder wie das liebe Vieh;
Längst hab ich von den Schuhen ihn geschüttelt,
Den grauen Schulstaub eurer Poesie!
... weiterlesen An die Conventionellen

Ihr habt genug mein armes Hirn gebüttelt,
Ich käu nicht wieder wie das liebe Vieh;
Längst hab ich von den Schuhen ihn geschüttelt,
Den grauen Schulstaub eurer Poesie!

... weiterlesen An Neunundneunzig von Hundert!

Ihr schwatzt befrackt hoch vom Katheder
Von alter und von neuer Kunst,
Von Fleischgenuß und Sinnenbrunst,
Und gerbt nur Leder, altes Leder!

Ihr laßt um jede ... weiterlesen An Neunundneunzig von Hundert!

Ihr schwatzt befrackt hoch vom Katheder
Von alter und von neuer Kunst,
Von Fleischgenuß und Sinnenbrunst,
Und gerbt nur Leder, altes Leder!

Ihr laßt um jede ... weiterlesen Frommer Wunsch

Immer noch halten die uralten Fragen
Nächtlich an unserm Lager Wacht,
Denn das griechische Herz hat vergeblich geschlagen
Und der griechische Geist hat umsonst gedacht.
... weiterlesen Ich zeigte dir den Mond - IV.

In den
violetten Winternachmittag,
durch
einen in allen Edelsteinfarben
wie tropisch, kaleidoskopisch, utopisch
pracht- und prunk-
funkelnden
... weiterlesen In graues Grün

In graues Grün
verdämmern Riesenstämme

Von greisen Aesten
hängt
in langen Bärten Moos.

Irgendwo.. hämmernd.. ein Specht.

Kommt der ... weiterlesen In einem Garten, unter alten Bäumen

In
einem Garten, unter alten Bäumen,
auf
dunkeler...Moosbank...Hand in Hand,
sinnend, zwiesam,
schweigend,
erwarten wir...die Frühlingsnacht.

... weiterlesen Unsre Zeit

Ja, unsre Zeit ist eine Dirne,
Die sich als `Mistreß` produzirt,
Mit Simpelfransen vor der Stirne
Und schauderhaft decolletirt.

Sie raubt uns alle Illusionen,
... weiterlesen Schließlich!

Jawohl, das Ding ist ärgerlich!
Das Volk hat lange, graue Ohren,
Und seine Treiber nennen sich
Rabbiner, Pfarrer und Pastoren.

Verhaßt ist mir der ... weiterlesen Schließlich

Jawohl, das Ding ist ärgerlich!
Das Volk hat lange, graue Ohren,
Und seine Treiber nennen sich
Rabbiner, Pfarrer und Pastoren.

Verhasst ist mir der Schwindelbau
... weiterlesen Jüngst sah ich den Wind

Jüngst sah ich den Wind,
das himmlische Kind,
als ich träumend im Walde gelegen,
und hinter ihm schritt
mit trippelndem Tritt
sein Bruder, der Sommerregen.

... weiterlesen Offener Brief

Laßt euch begraben, ihr Philologen,
Bei mir habt ihr den Kürzern gezogen!

Drei winzige Jährchen erst ist es her,
Da habt ihr geflucht die Kreuz und Quer:

... weiterlesen So einer war auch er!

Liegt ein Dörflein mitten im Walde,
überdeckt vom Sonnenschein,
und vor dem letzten Haus an der Halde
sitzt ein steinalt Mütterlein.
Sie läßt den Faden gleiten
... weiterlesen Ein dunkles Blatt

Lisch aus, du Gluth auf meinem Herd!
In Nacht und Frost will ich verenden -
Oft scheint das Leben mir nicht werth,
Nur einen Vers dran zu verschwenden.

Ihr aber ... weiterlesen Felix Dahn

Lyrisch hat er geasathort
Schon als ein Jüngling mit lockigen Haaren;
Achtung, in seinem Schädel rumort
Ledern die Weisheit von tausend Jahren!

Aber, verbrach er ... weiterlesen Paysage intime

Ma pauvre Muse,
hélas qu`as-tu donc ce matin?
Charles Baudelaire

Sternklar über seinem Filz
Wölbte sich der Winterhimmel
Und, die Dächer dick ... weiterlesen Paysage intime

Ma pauvre Muse, hélas qu`as-tu donc ce matin?
Charles Baudelaire


Sternklar über seinem Filz
Wölbte sich der Winterhimmel
Und, die Dächer dick verschneit,
... weiterlesen Unanjenehm

Mein Volk
die
Bestie, die Mich füttert,
staatsbefehlfeiert
Meinen
Geburtstag.


Von
Turm zu Turm,
durch
Stadt und Land, ... weiterlesen Unanjenehm

Mein Volk
die
Bestie, die Mich füttert,
staatsbefehlfeiert
Meinen
Geburtstag.


Von
Turm zu Turm,
durch
Stadt und Land, von Gau zu ... weiterlesen Sanft hinverschmelzendes Largo

Mein... Glück? ...Mein
Glück?

Mein Glück
ist ein spielendes Blatt im Sommerwind,
der
leichte,
flüchtige, zierliche
Schatten,
mit
... weiterlesen Noch Eins!

Mit dem Volke soll der Dichter gehen,
Also les` ich meinen Schiller heut!
Ferdinand Freiligrath.


Noch Eins!

Beim Leibe des Brots und beim Blute des ... weiterlesen Phantasus (Heft 1)

Nacht.

Der Ahorn vor meinem Fenster rauscht,
von seinen Blättern funkelt der Thau ins Gras,
und mein Herz
schlägt.

Nacht.

Ein ... weiterlesen Phantasus Heft 1

Nacht.

Der Ahorn vor meinem Fenster rauscht,
von seinen Blättern funkelt der Thau ins Gras,
und mein Herz
schlägt.

Nacht.

Ein Hund .. ... weiterlesen Chanson

Noch immer baumelt der alte Zopf
Der alten Welt ins Genick,
Noch immer schmort ihr kein Huhn im Topf,
Drum: Vive la République!

Drum: Vive la République, blique, ... weiterlesen An die Wölfflinge

Noch immer währt die Aventiurenplage -
Allwöchentlich ein Buch von zwanzig Bogen!
Wir aber thun stets unsre alte Frage:
Habt ihr euch immer noch nicht ausgelogen?

... weiterlesen An meine Freunde

Noch immer, ihr Freunde, florirt der Leim,
An dem die Dummen sich leimen;
Die Dichter reimen und reimen
Und noch immer erscheint das `Dichterheim`!

Drum schaart ... weiterlesen Ich zeigte dir den Mond - VI.

Noch
gestern, als ich
nach qualvollen Wochen, nach
mir an dir fremden, mir nicht mehr faßbaren, mir an dir
völlig
unverständlichen
Dingen,
nach
... weiterlesen Frühlingszauber

Nun muß sich wieder alles wenden,
Ich fühl`s an meines Herzens Schlag,
Und schöner wird`s an allen Enden
Und lieblicher mit jedem Tag.

Die Liebe schnürt ihr ... weiterlesen Lied

Nun stimmt sie wieder mir den Psalter
Die liedervolle Maienzeit
Und gaukelnd schwebt um mich der Falter,
Das Sinnbild der Unsterblichkeit.

Drum lebt mir wohl, ihr ... weiterlesen Selbstporträt

Nur Wenigen bin ich sympathisch,
Denn ach, mein Blut rollt demokratisch
Und meine Flagge wallt und weht:
Ich bin nur ein Tendenzpoet!

Auf Reime bin ich wie ... weiterlesen An Adolf Friedrich Graf von Schack

O Gott, wie ledern respective blechern
Ist doch der Quark von all den Versverbrechern,
Die heut mit selbstgefälligem Behagen
Das Tretrad schwingen und das Tamtam schlagen!
... weiterlesen Noch ein Stoßseufzer!

O hieß es endlich doch: `All right!`
Die Welt ist blaß, blaß wie Louise,
Das Grundgesetz der neuen Zeit
Sei drum das Buch von Adam Riese.

Denn wenn die Völker ... weiterlesen Den Franzosenfressern

O Land der blauäugigen Menschen,

Der Rhein bot dir Gold,
Bernstein das baltische Meer!
Musik ist dein Odem,
Deine Seele
Harmonie und Weihrauch;
Sie ... weiterlesen Chorus der Lyriker

O Mainacht, Mond und Mandoline!
Wer schwärmte früher für Lassalle?
Heut gellt der Pfiff der Dampfmaschine
Ins Hohelied der Nachtigall!

Man schimpft uns `ewge ... weiterlesen Chorus der Lyriker

O Mainacht, Mond und Mandoline!
wer schwärmte früher für Lassalle?
Heut gellt der Pfiff der Dampfmaschine
Ins Hohelied der Nachtigall!

Man schimpft uns `ewge ... weiterlesen Dafnis - Er drohstet sich wihder

Ode Jambica.

An schon getretnen Hännen
mag ich mich nicht verbrännen /
ich bün kein Cortisan
und nicht kein Kokkel-Hahn!
Die mehrsten schihlen oder ... weiterlesen Dafnis - Er pirscht bey ihr auff den Cupidinem

Ode Jambica.

Cupido / süsses Söhngen /
auff deinem Athlaß-Tröhngen /
der Chloens Busen ist /
versuch ich / dich zu haschen /
gleich wuttschstu durch die ... weiterlesen Dafnis - Er freut sich, daß es Herbst ist

Ode Jambica.

Der flekkichte Oktober
hat alles bundt vermahlt /
mit Oepffeln auß Zinober
die reiffe Ceres brahlt.
Sylvan füllt seine Schläuche /
... weiterlesen Dafnis - Er wartet auff sie in einem Lust-Wäldgen

Ode Jambica.

Der mehr alß Winter wich /
die Täubgens schnäbeln sich /
der Hahn / der Hühner-Mann /
tukkt seine Klokk-Hän rann.
Das Späzzgen drukkt ... weiterlesen Dafnis - Er erwacht in den spähten Herbst-Morgen

Ode Jambica.

Der trühbe Morgen dunckelt /
der Dag bricht kaum schon für /
mein Lämpgen sprüht und funckelt
ich fühls / noch horcht wer vor der Dhür.
... weiterlesen Dafnis - Er lihgt mit ihr im Grünen

Ode Jambica.

Der vor bereiffte Wald
steht wihder wohl gestalt /
der gantze grüne Grund
lacht wihder Bluhmen-bundt.
Schon pärlt auß ihrer Kehle
die ... weiterlesen Dafnis - Er passirt an ihrer Thür vorbey

Ode Jambica.

Der Winter stirbt im Wald /
deß freuen sich die Faunen
und blahsen / daß es schallt /
auff ihren Feld-Bosaunen.
Die trühbe Zeit ist hin /
... weiterlesen Dafnis - Er verlustirt sich über die kleine Klori

Ode Jambica.

Die kleine Kloris wollte
        oho!
daß ich sie küssen sollte /
        soso. Das Mihder stund ihr offen ... weiterlesen Dafnis - Er will sich nicht mit andern in sie dhei

Ode Jambica.

Dorillgen / kleines Ringel-Schwein
auß planck polirtem Helffen-Bein /
wie man auß Mäntschen Färckel macht /
hat Circe sälbst dir bey-gebracht!
... weiterlesen Dafnis - Er bekröhnt ihn mit einem Hirsch-Geweih

Ode Jambica.

Dorillgen / wie das pfeifft!
Zur Nacht hat es gereift.
Itzt heizz for deinen lihben Mann
den schwartzen Kachel-Ofen an.
Ihn blagt schon arg die ... weiterlesen Dafnis - Er spazzirt durch den Morgen

Ode Jambica.

Gott Eol lihß sein Blahsen /
auff neu bedhautem Wahsen
Aurora dantzt und lacht /
im Pusch auff sihben Röhren
kunt man ein Singen hören
... weiterlesen Dafnis - Er sagt sich ab däm Cupidini

Ode Jambica.

Ich hatte mich verwichen
zu Chloen hingeschlichen;
wen kunt ich bey ihr sehn?
Den geulen Strunck Glükkander /
verschränckt und ineynander ... weiterlesen Dafnis - Er siht einen Hahr-Stern

Ode Jambica.

Ja / ja / er wakkelt mit dem Schwantze /
es ist ein würcklichter Komeht!
Itzt nuzzt es nichts mehr / daß ich dantze /
weil bald die Welt in Stükker ... weiterlesen Dafnis - Er freut sich, daß es Frühling ist

Ode Jambica.

Mein Bauch ist nicht vor Völlerey.
Doch dihß so muß ich sagen:
der göldne Monahts-König Mey
fegt mir nicht blohß die Leber frey /
... weiterlesen Dafnis - Er lobt sich sein Purschen-Leben!

Ode Jambica.

Mich sah so Leipzig / Wien / wie Prag /
so Rostock / Königsberg / wie Jene;
doch wo ich auch zu drällern pflag /
es ging mir überall höchst ... weiterlesen Dafnis - Er perstringirt seine Gesöllen

Ode Jambica.

Noch gestern / wenn ich es bedäncke /
saß ich mit Melio in der Schäncke.
Damöt drihb weiter nichts wie Bossen /
Trax war mit Hasen-Schrot ... weiterlesen Dafnis - Er bereut nichts, er wüntscht nur daß i

Ode Jambica.

O göldner Vorjahrs-Schein /
  brächstu doch bald herein!
  Noch Ein-mahl möcht ich sehn
  die Kindgens Kräntze drehn!
  ... weiterlesen Dafnis - Er singt ihr ein Morgen-Ständgen

Ode Jambica.

Vorüber ist die schwartze Nacht /
die bundte Flora wihder lacht /
der Döbber lokkt sein Weibgen;
schon schafft sich mancher Schmetterling
... weiterlesen Dafnis - Er läßt nie sein Maul hängen!

Ode Jambica.

Worzu melancholiren?
Schnell läufft die süsse Zeit.
Die Amsteln drompettiren
des Majus Libligkeit.
Die bundten Gräsgens blincken /
... weiterlesen Dafnis - Er freut sich, daß es Winter ist

Ode Jambo-Dactylica.

Der Ofen singt / es schneyt.
Du lihbe Weihnachts-Zeit!
Rükk her / du Traute.
Bey Frost und Feuer-Schein /
zu Moßkateller Wein /
... weiterlesen Dafnis - Er verlihbt sich in Amaryllis

Ode Jambo-Trochaica.

All dein Glantz der jungen Jahre /
deine mehr alß göldnen Hahre
haben mich mit Hertz und Hand
dir zugewandt!

Pallas lih dir ... weiterlesen Dafnis - Er hört mit ihr den Gukguk schreyn

Ode Jambo-Trochaica.

Grisillgen / weistu waß?
Kom mit mir in das Graß.
Im Hayn blüht lengst der Flihder /
die Fröschgens hupffen wihder.
Venus und ihr ... weiterlesen Dafnis - Er hält sich vor mehr alß die Übrigen

Ode Jambo-Trochaica.

Itzt in Teutschland reymen leider
sälbst die Schühster und die Schneider /
und nicht einer ahnt zur Frist /
waß er for ein Delpel ist.
... weiterlesen Dafnis - Er siht sich am andern Morgen im Spihgel

Ode Jambo-Trochaica.

Pärle aller Sauff-Studenten /
da / bekükk dir deinen Flauß!
Seine göldnen Posamenten
herbergt lengst das Jüden-Hauß.
Ab-gedreten ... weiterlesen Dafnis - Er stellt sich den lezzten Gerichts- und

Ode Jambo-Trochaica.

So schön war noch kein Tag:
Marieen-Würmgens fliegen /
itzt kan wer will und mag
in nichts wie Bluhmen ligen.
Der Himmel gläntzt ... weiterlesen Dafnis - Er belauscht die Venerem mitsambt däme M

Ode Jambo-Trochaica.

Wie so lihb ists auff der Welt
unter einem Baum-Gezelt /
wenn man wihder sich entpeltzt
mitten unter Bluhmen weltzt!

Horch / ... weiterlesen Dafnis - Er verlöffelt sich in seine Kammer-Magd

Ode Trochaica.

Augen / ihr verbuhlte Sonnen /
zwingt noch immer euer Glantz
mit durchauß ambrirten Wonnen
mich in seinen Zirckel-Dantz?
Zwischen Büchern ... weiterlesen Dafnis - Er lädt seine Gesöllen auff einen Göld

Ode Trochaica.

Brüder / sizzt euch ümb den Disch!
Bachus plinckt schon Heben.
Sein Gesicht ist roht und frisch /
ihre Biehtzgens beben.
Blanckes Zinn und ... weiterlesen Dafnis - Er will mit ihr spazziren gehn

Ode Trochaica.

He / Dorinde / auff die Thür!
Febus lokkt die Kräutter für.
Florens jeder eintzge Schritt
itzt auff nichts alß Sterne dritt.

... weiterlesen Dafnis - Er freut sich, daß es Sommer ist

Ode Trochaica.

Itzt / da alle Rohsen blühn /
dafelt man blohß noch im Grün /
wo drey wunder-nette Bircken
eine Wasen-Banck ümbzircken.
Kleine Bluhmen ... weiterlesen Dafnis - Er klagt , daß der Frühling so kortz bl

Ode Trochaica.

Kleine Bluhmen wie auß Glaß
seh ich gar zu gerne /
durch das tunckel-grüne Graß
kukken sie wie Sterne.

Gelb und rosa / roht und ... weiterlesen Dafnis - Er fühlt sich fast den Sternen nah

Ode Trochaica.

Mitten zwischen Nil und Indus
sizz ich drällernd auff dem Pindus;
Ronsard / Rist und Aretin
siht man mir zu Füßen knien.

Selbst ... weiterlesen Dafnis - Er lauscht einem Vögelgin

Ode Trochaica.

Nun ein blendend blauer Himmel
wihder über Tellus hängt /
dran in frölichem Gewimmel
Schäffgen sich an Schäffgen drängt /
unter dikk ... weiterlesen Dafnis - Er drohstet sich über sie

Ode Trochaica.

Ohnvergleichliche Salene /
ja / ich war dein Cawallir /
deine zwo mahl sechzehn Zehne
blüzzten bläncker alß Porfir.
Doch du weilst an ... weiterlesen Dafnis - Er sizzt auff dem Parnaß

Ode Trochaica.

Unter Blühten tieff im Graß
sizz ich hihr auff dem Parnass /
Febus und die Drey-mahl-drey
dantzen ümb mich mit Geschrey.
Bachus / der mir ... weiterlesen Dafnis - Er spazzirt mit ihr durch einen schönen

Ode Trochaica.

Weil die schönen Sommer-Wochen
wihderümb herfür gekrochen /
bün ich gleichsahm wie entzükkt /
wenn betaut von Pärlen-Kräntzen
der ... weiterlesen Dafnis - Er will nicht heurathen!

Ode Trochaica.

Weisse Venus / nakkt und blohß /
Amor sizzt auff deinem Schooß;
seine Äuglein lustig glizzen /
deine Brüste Flammen sprizzen!

... weiterlesen Er klagt, daß der Frühling so kortz blüht

Ode Trochaica

Kleine Bluhmen wie auß Glaß
seh ich gar zu gerne /
durch das tunckel-grüne Graß
kukken sie wie Sterne.

Gelb und rosa / roht und ... weiterlesen Es verdreußt ihm!

Ode Trochaica

Tulpen blühen und Narzissen /
Tellus stikkt ihr Hochzeits-Kissen.
Kleine blaue Veilgens drin
machen / daß ich frölig bin.

... weiterlesen Er klagt / daß der Frühling so kortz blüht

Ode Trochaica


Kleine Bluhmen wie auß Glaß
seh ich gar zu gerne /
durch das tunckel-grüne Graß
kukken sie wie Sterne.

Gelb und rosa / roht und ... weiterlesen Es verdreußt ihm!

Ode Trochaica


Tulpen blühen und Narzissen /
Tellus stikkt ihr Hochzeits-Kissen.
Kleine blaue Veilgens drin
machen / daß ich frölig bin.

... weiterlesen Amerika

Oft frag ich lachend mich, weswegen
Mit Lanzen, Schwertern, Spießen, Keulen
Dies todesfrohe Kämpfen gegen
Concessionirte Eiterbeulen?

Wie lang noch, und das ... weiterlesen Die Dichterin/ Fragment aus der Blechschmiede

Powrer noch als Zink und Zinn
ist die deutsche Dichterin.

Vor der ersten gelben Primel
leiert sie ihr Lenzgeschwimel.

Lilien, Heliotropen, Rosen
wiegen sie ... weiterlesen Dafnis - Er drillert ihr ein Qwodlibet

Quodlibet.

Wie das hagelt / wie das schneyt!
O du angenähme Zeit /
Der Ofen bufft und knallt /
das Feuer in ihm tukkert /
itzt steht der gantze Wald
... weiterlesen Dafnis - Er durchhechelt auch die Weibrichins

Qwodlibet.

Amor / du verflixter Bube /
kömbstu mir schon auff die Stube /
sälbst wenn ich beym Ocksen bin?
Marsch! Ich kann dich itzt nicht bräuchen /
... weiterlesen Dafnis - Er schüttelt sein Hertz auß

Qwodlibet.

Das Feld steht Kräutter-leer /
Frau Flora lacht nicht mehr /
der Wald hat allbereit
sein bundtes Stärbe-Kleid /
ein schönes Schau-Gerüst /
... weiterlesen Dafnis - Er vergnügt sich mit ihr

Qwodlibet.

Der Tag lihgt lengst zur Ruh /
Nocturna däkkt ihn zu /
Cupido schleicht von Hauß zu Hauß
und lescht die lezzten Lichtgens auß.
Die Zeisgens / ... weiterlesen Dafnis - Er verdingt sich dem Apollini

Qwodlibet.

Däglich grimmer bläst der Ost /
Glaß-Eyß glüzzt und Zukker-Frost /
die Kindgens schon drompeten
auff kleinen Zinn-Corneten.
Lebküchene ... weiterlesen Dafnis - Er spricht noch auß dem Grabe

Qwodlibet.

Ich war / itzt ligt das weit /
der Flaccus meiner Zeit.
Ich war ein Mäntsch wie du /
itzt däkkt der Sand mich zu.
Kein Blühmckens blau und ... weiterlesen Dafnis - Er durchsaufft mit seinen Gesöllen die g

Qwodlibet.

Printz Hesper kam gegangen /
sein Silber spihlt im Kolck;
lengst traumt auff seinen Stangen
das prawe Hühner-Volck.
In den geschwärtzten ... weiterlesen Dafnis - Der Hunds-Stern verbrännt ihn fast

Qwodlibet.

Titan sich mit Tellus druckt /
das sind die blauen Tage;
ich bin ausser mir / verzuckkt /
ich weiß nicht / waß ich sage.
Itzt ist die gantze ... weiterlesen Dafnis - Er verföllt wihder in seine alte Draurig

Qwodlibet.

Verschlossen schweigt die Dhür /
die fünstre Nacht bricht führ;
ein blasser Mohnd giesst seinen Schein /
ich bün so gantz mit mir allein!

... weiterlesen Dafnis - Er verlustihrt sich zur Sions-Zitter

Qwodlibet.

Wars Melindgen?
Klarimindgen?
Olorindgen? Solime?
Marzimillgen?
Philurillgen?
Lisilillgen? Dorile?

Nichts mehr weiß ich ... weiterlesen Dafnis, Er freut sich, daß es wihder Winter wird

Qwodlibet.

Wihder ob der Flüssgens Rükken
baut der Winter blancke Brükken /
rund ümb den Marieen-Thurm
wettert schon sein Schlossen-Sturm.
Ümb die dikk ... weiterlesen An die Autoritätsklauber

Schon immer hat uns der Magen gebellt,
Auch ohne den modischen Materialismus,
So alt wie diese alte Welt
Ist ergo auch Zolas Zolaismus.

Drum poltert nur, poltert: ... weiterlesen Mählich durchbrechende Sonne

Schönes,
grünes, weiches
Gras.

Drin
liege ich.

Inmitten goldgelber
Butterblumen!

Über mir ... warm ... der Himmel:
... weiterlesen Mählich durchbrechende Sonne

Schönes,
grünes, weiches
Gras.

Drin
liege ich.

Inmitten goldgelber
Butterblumen!

Über mir ... warm ... der Himmel:

... weiterlesen Russisch!

Sei doch kein Tropf, mein süsses Söhnchen!
Steck ein das lumpige Milliönchen!
Du kennst ja die Moral der Zeit:
Der Himmel ist hoch und der Czar ist weit! Phantasus (Heft 2)

Sieben Billionen Jahre vor meiner Geburt
war ich eine Schwertlilie.

Meine Wurzeln
saugten sich
in einen Stern.

Auf seinem dunklen Wasser
... weiterlesen Phantasus Heft 2

Sieben Billionen Jahre vor meiner Geburt
war ich eine Schwertlilie.

Meine Wurzeln
saugten sich
in einen Stern.

Auf seinem dunklen Wasser
schwamm
... weiterlesen So süß...wob...die Nacht

So
süß...wob...die
Nacht!

Unter
den dunkelen Kastanien...gegen die mondhelle Wand,
lehntest
du
mit geschlossenen...Augen im Schatten.
... weiterlesen Aus weissen Wolken baut sich ein Schloss...

Spiegelnde Seen, selige Wiesen,
singende Brunnen aus tiefstem Smaragd!

In seinen schimmernden Hallen
wohnen
die alten Götter.

Noch immer,
... weiterlesen Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln...

Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln
Die Weihnacht ihre Sterne funkeln!
Die Engel im Himmel hört man sich küssen
Und die ganze Welt riecht nach Pfeffernüssen ...

... weiterlesen An die „Obern Zehntausend“

Und wieder rollt nun sterbend ein Jahrhundert
Dem Abgrund zu, drin uns die Zeit verschlingt,
Und ihr seid immer noch nicht abgeplundert,
Nicht hinter die Coulissen abgehinkt?
... weiterlesen Schmerz

Vergeben ? Ich ? Dir ?
Längst.
Ich tat`s, noch eh ich`s wusste.
Aber vergessen ? Vergessen ? . . . Ach, wenn ich`s könnte !

Oft,
mitten im hellsten ... weiterlesen Schmerz

Vergeben ?    Ich ?    Dir ?
Längst.
Ich tat`s, noch eh ich`s wusste.
Aber vergessen ?  Vergessen ?  . . .  Ach, wenn ich`s könnte !
... weiterlesen Vergeben?

Vergeben?

...Ich?...dir? ...

Längst.
Ich
tat`s...noch ehe ich...es
wußte.

Aber
... vergessen?...vergessen?? ...
... weiterlesen Strophen

Vita nostra brevis est!
War der Vorzeit weise Lehre -
Doch man haßt das Miserere,
Heut ist sie schon längst verwest!

Rollt die Zeit, rollt auch das Blut,
... weiterlesen Lied eines Vogels

Vor meinem Fenster singt ein Vogel.
Still höre ich zu.
Mein Herz vergeht,
Erinnerung klingt,
Abendrot winkt, Dämmerung schwingt.

Er singt, was ich als ... weiterlesen Vor meinem Fenster

Vor meinem Fenster
singt ein Vogel.

Still hör ich zu; mein Herz vergeht.

Er singt,
was ich als Kind besass,
und dann - vergessen. Der Dichter

Was Hermelin und Diademe!
Ich bin ein Dichter und kein Hund!
Ich bin ein freier Mann und nehme
Kein Feigenblatt vor meinen Mund.

Ich seh die Welt im Dunkeln ... weiterlesen Die letzten Zehn

Was heulst du wie die römische Sibylle
In unsre altarkadische Idylle
Dein dreimal disharmonisches: `Mehr Licht!`?
Schon immer war das Wappenthier der Dichter
Ein Bandwurm ... weiterlesen Die letzten Zehn

Was heulst du wie die römische Sibylle
In unsre altarkadische Idylle
Dein dreimal disharmonisches: `Mehr Licht!`?
Schon immer war das Wappenthier der Dichter
Ein Bandwurm und ... weiterlesen En passant

Was soll uns heut lyrisches Mondscheingewimmer?
So seid doch endlich still davon!
Ihr ändert`s ja doch nicht, die Zeit ist noch immer
Die alte Hure von Babylon!

... weiterlesen Tres faciunt Collegium

Weh, ein Morast ist unsre Zeit!
Drin machen sich ekelerregend breit
Kröte, Basilisk und Unke;
Und wöchentlich schon - juchheideldidum -
Predgen vor ihrem Publikum
... weiterlesen Pro Domo

Weh, unser Zeitgeist liegt noch in den Windeln:
Die Juden schachern und die Pfaffen schwindeln!
Den Freund erschießt man im Duell
Und sucht die Liebe im Bordell.
Die ... weiterlesen Kusch dich!

Willst du wohl fort mit deinen Pfötchen
Von meinem lieben Kaviarbrödchen!
Für dich den Schweiß, für mich das Gold!
Der liebe Gott hat`s so gewollt!
Drum begnüge ... weiterlesen Erste Lerche

Zwischen
Gräben und grauen Hecken,
den Rockkragen hoch,
beide Hände in den Taschen,
schlendere ich
durch den frühen
Märzmorgen.

Falbes ... weiterlesen Erste Lerche

Zwischen
Gräben und grauen Hecken,
den Rockkragen hoch,
beide Hände in den Taschen,
schlendere ich
durch den frühen
Märzmorgen.

Falbes Gras,
... weiterlesen Een Boot is noch buten!

`Ahoi! Klas Nielsen und Peter Jehann!
Kiekt nach, ob wi noch nich to Mus sind!
Ji hewt doch gesehn den Klabautermann?
Gottlob, dat wi wedder to Hus sind!`
Die Fischer riefen`s ... weiterlesen Videant consules...!

`Die Zeit der Juden, Römer und der Kelten
Kam, Gottseidank, schon längst aus der Balance!
Wie unsre Welt die beste aller Welten,
Ist unsre Zeit, die Zeit par excellence.`
... weiterlesen Ein garstig Lied...

`Ein garstig Lied, pfui ein politisch Lied!`
So schrieb einst der Geheimrath, Herr von Goethe,
Und wenn mein Grips nicht um die Ecke sieht,
Tanzt auch die Welt noch heut nach ... weiterlesen An Rudolf Baumbach

`Mondschein, Zuckerwasser und Flieder`
Waren dir schon von je zuwider;
`Besser blinkender Sonnenschein,
Rauschende Tannen und alter Wein!`

Ja, das ist deine ganze ... weiterlesen Lehrfreiheit!

`Pst! Pst! sonst wackeln die Kronen,
Ihr Herrn Professoren, seid still!
Schon lauschen euch vierzig Millionen,
Wahrhaftig, ihr schreit zu schrill.`

So lispeln sie ... weiterlesen

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