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Gedichte - Anna Esser


Die faule Spinnerin

(Altdeutsch) Sag`, Mädchen, was hat
dir der Rocken gethan? Still steht er
im Kämmerlein drinnen. Du schauest ihn
über die Achsel an, Du magst nicht
mehr sitzen und spinnen
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Das bessere Land

(Nach dem Englischen der Mrs.
Hemans.) Ich höre dich sprechen vom
bessern Land, Du hast seine Kinder
glücklich genannt. O Mutter, wo ist
das Gefilde, so hehr? Laß suchen e
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Wenn du wach bist

(Nach dem Englischen) Wenn du wach
bist, weck` mich frühe, weck` mich
früh, lieb Mütterlein, Möchte seh`n
am Neujahrsmorgen gern der Sonne ersten
Schein. Ach, zum letzten Mal er
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Ich stehe vor der Thür und klopfe an

(Off, 3, 20.) Ich steh` vor deiner
Thür und poche, O Seele, mach mir auf
geschwind! `Ach, Herr, `s ist spät zu
nächt`ger Stunde Und draußen
streichet kalt der Wind.
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Einen Falken möcht ich züchten mir

1. Einen Falken möcht` ich züchten
mir, Einen Edelfalken wild; Er horstet
einsam auf felsiger Höh`, Der freien
Mannheit Bild. Sein Blick ist scharf,
sein Au
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Das Wort, das ist gesprochen

10.

Das Wort, das ist gesprochen,
Das Schweigen hat ein End`.
Nun stehe Gott uns Beiden bei!
Wir fahren in`s Elend.
Sahst du das Meer, wenn jäh zur Mitternacht

10. Sahst du das Meer, wenn jäh zur
Mitternacht Aus dunklen Wolken hell das
Mondlicht bricht? Wie es erzittert,
wenn in goldner Pracht Auf seine Fluth
sich senkt das Himmels
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Mein Lieb ist tief und dunkel

11. Mein Lieb` ist tief und
dunkel, Wie rothe Rubinenpracht, Sie
glüht mit verborgenem Gefunkel In
meines Herzens Nacht. In meinem
einsamen Herzen Die
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Mit deinem goldnen Lockenhaar

14. Mit deinem gold`nen
Lockenhaar, O sprich, was schlingt
deine Hand? `Mit meinen gold`nen Locken
fürwahr, Ei, schling` ich ein festes
Band.` Mit deines Auge
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Im dunklen Walde schreit ich allein

17. Im dunklen Walde schreit` ich
allein; Es brauset der Sturm, und der
Regen fällt, Die Nebel ziehen ob Wies`
und Rain, In fröstelndem Schweigen
ringsum die Welt.
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An deiner Seite durch die stille Nacht

18. An deiner Seite durch die stille
Nacht Schreit` ich dahin — und fühl`
ein leises Beben. Ob unsern Häuptern
in geheimem Weben Glüht stumm des
Sternenheeres ew`ge Prac
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In Winterstill und Einsamkeit

19. In Winterstill` und
Einsamkeit Hin durch den stillen,
weißen Wald Strich ich mit dir zur
Abendzeit; Im Dunkel unser Tritt
verhallt`. Weit ab vom lauten St
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Dein Aug ist wie ein Blitzesstrahl

20. Dein Aug` ist wie ein
Blitzesstrahl, Der jäh die Luft
erschüttert; Es macht, daß in
geheimer Qual Die Seele mir
erzittert. Dein Aug` ist wie die
Flamme
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Schaust du mich glücklich lächelnd an

20. Schaust du mich glücklich
lächelnd an, Wie macht`s  mich
doch so froh und reich, Füllt mir das
Herz mit sel`gem Stolz, Mit süßem
Glücke auch zugleich.
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Ich kann sie nicht vergessen

21. Ich kann sie nicht vergessen Die
eine, eine Stund`, Da ich vor dir
gesessen Bebend im Herzensgrund. Mir
war`s, als müßt` ich fliehen Vor dir
und m
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Ich weint alleine in tiefer Nacht

22. Ich weint` alleine in tiefer
Nacht, Befangen von Leid und
Schmerz, Da fiel aus der Höhe ein
lichter Stern Und sank hinab in mein
Herz. Ich stand alleine i
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Es flüstern die Wipfel hoch über mir

23. Es flüstern die Wipfel hoch
über mir, Sie rauschen gar liebliche
Weise, Sie singen viel Süßes und
Liebes von dir, Doch singen sie`s
heimlich und leise.
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Ich hab deinen Namen, den stolzen

24. Ich hab` deinen Namen, den
stolzen, Gerufen weit über das
Meer, Daß über die Wellen, die
trotz`gen, Er zöge siegend
daher. Die Wellen, die wilden, sie
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Ich, wär ich eines Königs Kind

25. Ich, wär` ich eines Königs
Kind Und trüge eine Krone, Ich nähm
den gold`nen Reif geschwind Und führte
dich zum Throne, Und schmückte froh
die Stirne dein;
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Ach, sage nicht, die Liebe mein

28. Ach, sage nicht, die Liebe
mein Sei glühend wie die Rosen; Es
welkt ihr lichter Purpurschein Wohl mit
des Sommers Kosen. Sie blüh`n in
frischem, duft`gem
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Grüß Gott dich, Herzgeliebter mein

30. Grüß` Gott dich, Herzgeliebter
mein, Im hellen, frischen
Morgenstrahle; Schon flog der Lenznacht
süßer Traum Fort aus dem
thaubenetzten Thale. Wie Geis
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Bächlein im Waldesgrund

31. Bächlein im Waldesgrund, Sag`
an mir, sag` an, Was eilst dn zu dieser
Stund` So schnell voran? `Ich eile zum
Wiesengrün, Wo holde Blaublümlein
blüh`n,
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Das war ein fröhlich Schweifen

34. Das war ein fröhlich
Schweifen In heller Sommerlich, Ein
frohgemuthes Streifen Durch Grün und
Rosenblust. Der erste
Frührothschimmer Traf uns auf
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Nun, da ich mich von dir gebannt

36. Nun, da ich mich von dir
gebannt, Wie es gewollt mein starrer
Wille, Nun hab` ich dich erst recht
erkannt In deiner Hoheit reichster
Fülle. Nun, da an dir
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Um des Burgbaus graue Trümmer

40. Um des Burgbau`s graue
Trümmer Spielt in silberklarem
Schimmer Voll und sanft der
Mondenschein. Wilde Röslein purpurn
schwanken, Und die grünen Ephenranken
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Wie sonst spielt durch das Laub das Sonnenlicht

40. Wie sonst spielt durch das Laub
das Sonnenlicht Und in den Blättern
laue Lüfte kosen, Wie sonst lauscht
aus dem Kranz von dunklen Rosen Der
Marmor-Nymphe lächelnd Ange
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Viel Sterne hier und dorten ...

41. Viel Sterne hier und dorten um
mich glüh`n, Sie leuchten lächelnd
mir mit gold`nem Schein; Es freut sich
kindisch dran das Herze mein, Wie es
sich freut am ersten Lenze
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Allein Herz ist wild, viel wilder noch

44. Allein Herz ist wild, viel wilder
noch Als dort des Bergstroms
Welle, Der tosend stürzt vom
Felsenjoch Aus eis`ger
Gletscherquelle. Er braust und
zischt In
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Ach, keine Lieder mehr für seinen Schmerz

45. Ach, keine Lieder mehr für
seinen Schmerz Findet mein Herz
— Und keine Stätte mehr zu seiner
Rast Mein Fuß erfaßt. Dein Denken
lichtet den verwirrten
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Hin starb der Tag im langsamen Verbluten

9. Hin starb der Tag im langsamen
Verbluten, Des Winters erster Hauch zog
durch den Hain, Der buntgefärbt, im
letzten Abendschein Taucht` seine
Wipfel hoch in Purpurgluthen.
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Jung Harald

Ach Mutter, Mutter, ich trag`s nicht
mehr, Laß ziehen mich fort mit Schild
und Speer Nach der Väter heil`ger
Sitte; Nicht länger läßt`s mich im
einsamen Hans, Laß ziehen mich f
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Auf dürrer Haide

Ach, Haide, rothes Haidekraut, Im
dunklen Tannenwald, Wie blühtest
frisch und lustig du, Und bist nun welk
so bald! Ach, Haide roth, ach, Haide
wild, Wie hatt` ich di
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Die bleiche Braut

Ach, schling` nicht in die Locken
mir Den frischen, grünen
Myrthenzweig. Was soll mir all` die
frohe Zier Zur Wange bleich, zur Wange
bleich? Was soll am dunklen
Friedhofsha
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Ach, Vögelein im blühnden Reis

Ach, Vögelein im blüh`nden
Reis, Halt` ein mit deinem
Singen; Roth` Röslein ihr, ihr Lilien
weiß, Wollt mir nicht Düfte
bringen! Ihr Lüftchen, säuselnd durch
das Grün
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Psalm 103

Auf, meine Seele, lobe deinen
Herrn, Sein Kleid ist Licht und seine
Flügel Winde, Er fährt aus Wolken
hoch von Fern` zu Fern`, Und
Feuerflamm` und Sturm ist sein
Gesinde. Er ließ
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Berg Carmel

Berg Carmel, du, weit über`m Meer, Wie
zieht`s mich hin zu dir! Ein Stern im
Osten, strahlest du Aus weiter Ferne
mir. Du, der Propheten altes
Heim, Vom Weltgetriebe
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Der Nonne Lilien

Blühe, du mein Lilienreis, In dem
Klostergarten; Stille will ich und mit
Fleiß Deiner liebend warten. Blühe,
blühe leis` und lind, Draußen wehet
scharf der Wind.
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Charfreitag

Charfreitag ist`s! — Auf Golgatha
erhebet Hinan zum Himmel sich ein
Kreuzesstamm. Die Felsen zittern, und
die Erde bebet; Denn an dem Kreuze
stirbt das Gotteslamm. Noch hallt se
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Das Buch des Lebens

Das Buch der Bücher ist das Buch des
Lebens. Nicht schließt und wieder
öffnest du`s nach deiner Wahl, Du
kannst es lesen nur ein einzig Mal. Es
blättert selbst sich um. — Wohl
kehrtes
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Trost am Bischofsgrabe

Das ist ein banges Läuten Zu Linz, der
Bischofsstadt — Es legt` sein Haupt
zur Ruhe Der Bischof todesmatt. Der
sanften Hand entsunken, Ach, ist der
Hirtenstab; Der H
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Ohne Heim

Das Vöglein schlüpft von Zweig zu
Zweig Und findet bald sein Nest, Das
grüne Schilf am dunklen Teich Findet
der laue West; Die Nachtigall den
Rosenstrauch, Drin ihre Klag`
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Gotteslob

Dein Lob, Herr, will ich immer
singen, Mit jedem Tage wieder neu; Es
soll mein Lied allein erklingen Von
deiner großen Huld und Treu. Dir sei
mein erster Gruß am Morgen, Der
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Dem Lichte zu

Dem Lichte zu die Sonnenblume hebet Der
Strahlenblüthe goldgeschmückten
Saum, Und aus des Erdenschooßes
dunklem Raum Den jungen Keim das
Samenkörnlein webet. Dem lichte z
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Ostern

Der Herr ist erstanden! Es singt`s in
den Lüften, Die morgenstill
schlummern, der Engelein Chor; Aus
knospenden Wäldern, von Felsen und
Klüften Wogt`s laut wie ein
brausender Hymnus e
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Liebessommer

Der Sommer ist kommen mit leuchtendem
Schein, Roth blühen die Rosen, die
Rosen, Und spielend durchziehen rings
Felder und Hain Die Lüftchen, die
neckischen, losen. Und unte
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Hohenstaufen

Der Tag versank in dämmernd
Schweigen. Ich schritt hinan den
Waldeshang; Leis` klagend rauscht` es
in den Zweigen, Wie alter Barden
Trauersang. Ein Schauer rührt` die
laub`
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Den Wissensstolzen

Die ihr des Wissens Höchstes nennt eu`r
eigen, Und eitel brüstet euch auf
eurem Thron, Und keck euch selbst
schmückt mit der Götterkron`, Den
Himmel stürmen wollt in stolzem Reigen

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So gehts

Du brachst mir die Rose vom blühenden
Strauch: Die Rose, sie welkte schon
lange; Du schwurest mir Lieb`, und sie
welkte auch, Und welken auch that meine
Wange. Einst träumt` ich vo
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Schloß Wäldershausen

Du einsam Waldeshaus, Nicht kann ich
dein vergessen, Wie auch zur Welt
hinaus Mein Flug mich trieb
indessen. Des Bronnens
Wellensang, Das Rauschen deiner Bäume

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Geh hin

Du sprichst zu mir von kaltem
Hauch, Von Blüthen, die der Sturm
geknicket, Und weg wirfst du, was du
gepflücket, Nun wohl — das ist so
Wandrers Brauch. Geh`, zieh` mit Go
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Frage und Antwort

Du Wetternacht, dort auf der Felswand
sitzend, Sag` an, was brütest du in
finst`rem Grimme? `Ich sende Schrecken
mit des Donners Stimme, Verderben
bringend, schnaub` ich nieder, blitzend
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Frohnleichnam

Dunkler Mächte
Flügelschläge Rauschen draußen durch
die Welt, Wie im dichten Forstgehege
Sturmeskraft die Wipfel fällt.
Tausend bange Zukunftsfragen Drängt
inan unge
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Abendwanderung

Durch den Wald, den stillen,
düstern, Zieh` ich hin mit laffem
Schritt. Kaum, daß leis` die Blätter
flüstern, Nur im Dickicht hallt mein
Tritt. Farrenkraut und Ginster ne
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Sein Name

Ein Name ist, den ich mit heil`gen
Lettern Geschrieben sind` im Buche der
Natur; Gewaltig sprühet er aus
schwarzen Wettern, Im Säuseln sanft
weht er ob grüner Flur. Er gr
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Einsamkeit

Einsam über meinem Haupte Kreist der
Aar in blauer Höh`, Einsam schifft der
Schwan, der wilde, Auf der Fluth im
dunklen See. Einsam steigt empor zur
Wolke Dort des Berges Za
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Psalm 17

Ertön`, mein Saitenspiel, zu meines
Gottes Ehre, Er, der mein Fels, mein
Hort und mein Erretter, Ich rief ihn
an, und meiner Feinde Heere Sie
stürzten, als der Herr im dunklen
Wetter
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Campanella

Es blüht eine blaue Blume Aus felsigem
Gestein, Im düstern
Waldesdickicht Verlassen blüht sie
allein. Nicht Sonne, nicht Mond,
nicht Sterne Je küßten ihr Angesic
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Das Pfingstwunder

Es harrte des Trösters in heil`gem
Gebet Die Schaar der Apostel im
Saale, Und sieh, wie der Sturmwind
hernieder weht, So kam im flammenden
Strahle Der heilige Geist vom
himmlischen
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Es ist vollbracht

Es ist vollbracht!` — vom Kreuze
schallt`s Laut aus des Heilands
bleichem Munde, Und weithin durch die
Himmel hallt`s, Erlösung ruft`s herab
zum Grunde. `Es ist vollbracht!` D
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Die fünf Röslein

Es lag die Welt verschmachtet in banger,
dürrer Nacht, Und rings in allen
Landen kein Thau Erquickung
bracht`. Aus sehnsuchtschwerem Herzen
nur laut der Schrei sich  rang
`Erretter
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Pfingsten

Es läuten die Glocken das Pfingstfest
ein, Nun schmücken mit Kränzen sich
Felder und Hain, Es flicht sich die
Aehre in`s goldene Haar, Des Mohns
rothe Blüthe, die Kornblume klar.
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Der letzte Skalde

Es rauscht am Felsgestade In wildem
Drang das Meer Am Ufer steht der
Skalde, Sein Aug` blickt trüb und
schwer. Er hat ihn
ausgesungen, Einsam den letzten Sang,
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Burgzauber

Es rauscht der Wald, das Haid`kraut
wogt Im rothen Purpurglanz; Es
schlingt durch Zweige, Blüth` und
Blatt Der Wind den lust`gen
Tanz. Hoch oben auf des Schlosses
Thurm
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Frau Gode

Es tost in den Lüften mit Macht, mit
Macht, Wild jagen die Wolken, und
schwarz ist die Nacht, Laut heulen die
Winde um`s einsame Haus; Sie sitzen
still drinnen und schau`n nicht heraus.
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Gottesbewußtsein

Es wohnt ein ew`ger Drang in unserm
Wesen, Das Knie zn beugen vor dem
höchsten sein; Und wie ich schaue
durch der Zeiten Reih`n, Kann ich in
mächt`ger Schrift sein Walten lesen.
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Widmung

Fast will im Aug` sich eine Thräne
regen, Und tief will mir`s ergreifen
das Gemüth, Dir aus der alten Zeit ein
neues Lied In deine treuen Hände heut`
zu legen; Nun, da mic
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Müde

Ferne Aeolsharfenklänge Zittern leis`
in; Myrtenhaine, Seiner Lieder erst und
letztes Singt der Schwan im
Abendscheine, Aufgelöst in
Purpurgluthen Spielt die Sonn` auf
Meere
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Liebespost

Flamöne, du schöne, Mein artiger
Hund, Genug nun der Sprünge. Komm`,
ernstere Dinge Sollst hören zur
Stund`! Die Heilige, im Fluge Nun
kommt sie gerannt.
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IV. Den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast

Gegrüßt feist du, Maria! — Dem
Altare Nahst du, o Jungfrau, mit dem
Kind, dem süßen; Zur Sühne, wo doch
keine Schuld zu büßen, Löst du dein
Knäblein mit dem Taubenpaare.
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II. Der in den Himmel aufgefahren ist!

Gegrüßt seist du, Maria! Wieder
rauschen Die Bäume auf des Oelbergs
grünen Höhen, Doch wie Triumphlied
nun die Zweige wehen, Indeß die
Jünger stumm dem Meister lauschen.
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II. Der für uns ist gegeißelt worden!

Gegrüßt seist du, Maria! —
Aufgegangen Ob Sions Stadt ist nun der
Tag der schrecken; Sie ließ von keinem
Retterwort sich wecken; Vom König
träumt sie, und sie läßt ihn fangen.
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IV. Der für uns das schwere Kreuz getragen hat!

Gegrüßt seist du, Maria! — Finster
stehen Die Zinnen Sions über Salems
Mauern; Wie? — schwankten sie in
bangen Todesschauern? Was hat ihr
steinern Angesicht gesehen? E
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III. Der uns den heiligen Geist gesandt hat!

Gegrüßt seist du, Maria! — Lange
harrten Die Zwölf auf ihren Tröster
in Gebeten, Da braust es durch die
Lust, und nieder wehten Des heil`gen
Geistes flammende Standarten.
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II. Den du, o Jungfrau, Zur Elisabeth getragen has

Gegrüßt seist du, Maria! — Laß die
Krone, O Libanon, nun deine Cedern
neigen; Demüthig rausche heut` ihr
stolzer Reigen: Vorüber wallt die
Mutter mit dem Sohne. Steigt
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V. Der für uns ist gekreuziget worden!

Gegrüßt seist du, Maria! — Licht der
Sonnen, Erlösche bang an diesen: Tag
der Schmerzen! Gedrungen ist das
Schwert zum Mutterherzen, Das Leben
meines Gottes ist verronnen!
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I. Den du, o Jungfrau, vom hl. Geist empfangen has

Gegrüßt seist du, Maria! —
Lilienreine! Kein Erdenlied kann deine
Größe singen, Der Himmel selbst naht
dir auf Engelschwingen, Zu grüßen
dich, wie noch gegrüßt ward Keine.
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V. Den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden ha

Gegrüßt seist du, Maria! — Längst
entschwunden Ist schon die Sonne von
Judäa`s Höhen, Und mit der Mutter
still die Sternlein gehen, Zu suchen
den verlor`nen bange Stunden.
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III. Der für uns ist mit Dornen gelrönet worden!

Gegrüßt seist du, Maria! — Machtlos
stöhnet Jerusalem im Druck der
Cäsars-Rechte: Die stolzen Söhne
Juda`s nied`re Knechte, Die Burg des
Herrn dem Römeraar verfröhnet!
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I. Der für uns im Garten Blut geschwitzet hat!

Gegrüßt seist du, Maria! —
Nächt`ges Schweigen Ruht
ahnungsschauernd auf des Oelbergs
Hange, Das bleiche Mondenlicht
erzittert bange, Und traurig schluchzt
der Nachtwind in den Zweigen
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I. Der von den Todten auferstanden ist!

Gegrüßt seist du, Maria! — Purpurn
wallen Des Frühroths erste Schimmer in
den Lüften, Das Leben hebet sich ans
Todesgrüften, Laß, Mutter, nun die
Trauerschleier fallen.
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III. Den du, o Jungfrau, zu Bethlehem geboren hast

Gegrüßt seist du, Maria! —
Traumumfangen, Im nächt`gen Schweigen
ruh`n Moria`s Höhen, Im lauen
Nachtwind leis` die Palmen wehen, Die
Welt erseufzt in sehnendem Verlangen.
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IV. Der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenomme

Gegrüßt seist du, Maria! — Wer ist
Jene, Die wie das Frühroth aus der
Wüste schwebet, Schön, wie die Palme
sich in Cades hebet, Wie die Cypresse
an der Bergeslehne? De
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Psalm 89

Herr, du bist uns`re Zuflucht allezeit.
Eh` du zum Weltall sprachest: `Werde!`
Eh` du gebildet die Gestalt der Erde,
Warst du von Ewigkeit zu
Ewigkeit. So wie die kurze Wa
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Psalm 138

Herr, du erforschest mich und kennest
mich, Du weißt inein Aufsteh`n und
mein Niederlegen. Mein Denken selbst
kann nicht verbergen sich, Es sieht
dein Auge mich anf allen Wegen.
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Hoch in den dunklen Wolken schifft

Hoch in den dunklen Wolken
schifft Einsam ein weißer Schwan, Und
in der schwarzen Wetternacht Glänzt er
in strahlend heller Pracht Und zieht
still seine Bahn. Mein e
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Carmelitenchor

Horch, die Vesperglocke läutet Durch
des Klosters stille Hallen! Aus den
Zellen leise betend Zum Altar die
Mönche wallen. Bleich von Opfer und
Entsagung, Ernste, sch
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Christnacht

Hörst du die Schalmeien schallen Durch
die stille Mitternacht? Fromme Hirten
sind`s; sie wallen Dorthin, wo die
Mutter wacht An der armen, kleinen
Krippe, Die das heil der We
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Im Moor

Hörst dumpf du es rauschen am trüben
Sumpf Bei sinkender Nacht um den
weidenstumpf? Es stöhnet die Dommel im
Zitternden Rohr, Es rufen die Unken im
traurigen Chor.     I
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Die Näherin

Ich führe ruh`los die Nadel Beim
flackernden Lampenschein; In meinem
Schooße das Linnen Ist naß von den
Thränen mein. Ach, nähe, Nadel,
nähe, Dich jaget die hungernde No
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Mein Heim

Ich hab` ein Heim gefunden Wohl auf der
weiten Welt, Das treu zu allen
Stunden Mich warm geborgen hält. Dort
blühen ew`ge Rosen, Grüßt lichter
Frühlingsschein; Mag
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Die Bosniakenbraut

Ich hab` meinen Liebsten verloren, Den
Herzallerliebsten mein, Ich wanderte,
ihn zu suchen, Zur Welt, Zur weiten
hinein. Ich suchte ihn sonder
Rasten Bei Tag` und bei
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Das Bild des Gekreuzigten

Ich weiß ein Bild, das schauet mild
Mich an zu jeder Stunde; Es glühet
rein im gold`nen Schrein Auf meines
Herzens Grunde. Ich kniee still in
Liebesfüll` Vor di
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Gegrüßt seist du, Maria!

Ich wollt`, ich könnt` ein Vöglein
sein, Dann flöge ich zum
Waldesrain, Wo aus dem Kirchlein lieb
und traut Das Bild der Mutter Gottes
schaut, Dort schwang ich mich auf Zweig
und
... weiterlesen


Nach der hl. Communion

Ihr Engel wallt nieder Im
Strahlengefieder, Und stimmt eure
Harfen dem Höchsten zum Preis. Singt
Ruhm ihm und Ehre, Ihr seligen
Heere, Da nimmer ich würdig zu danken
... weiterlesen


Charfreitagsvigilie

Im Abendschatten liegt Gethsemane, Der
Nachtwind schluchzt in den
Olivenzweigen, Es ruht die Flur in
schwermuthsvollem Schweigen, Nur ferne
klaget in verhalt`nem Weh Des Kidron`s
Wel
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Die Lauscherin

Im Holderbusch saß ich versteckt Zur
Maienabendzeit; Da gingen Muhm` und Ohm
vorbei Und plauschten lang und
breit. Verleihen dies, beriethen
das, Und kamen überein, D
... weiterlesen


Golgatha

Jerusalem, welch` Schauspiel harret
dein, Schau` hin auf Golgatha, zur
Schädelstätte! Aus blutbenetztem,
felsigem Gestein Erhebt sich dort ein
schaurig Sterbebette. Er, der dei
... weiterlesen


Laßt mich allein!

Laßt mich allein! Ich mag nicht mit
euch gehen In eures müß`gen Marktes
lautem Schwall; Und wie ihr sprechet
auch mein Urtheil all`, Ich mag nicht
mit euch auf den Gassen stehen.
... weiterlesen


Die Lerche

Lerche, los vom Erdenstaube Schwingst
du dich zum Aetherblau, Tränkest dort
mit Himmelslüften Deine Brust, benetzt
vom Thau. Lenkst du dann zur Erde
nieder Deinen Fi
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Herbst

Nach Süden zieht der Schwalben
Chor, Die Sonne sinkt zur Fluth; Des
Waldes grüner Hoffnungsflor Nun welk
am Boden ruht. Die Blümlein
wiegt Zum Schlummer ein
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Meiner Heimath

Nun grüße dich Gott viel tausend
Mal, Mein theures Heimathland, Deine
Wiesen so grün, deine Bronnen so
klar, Dein helläugig Volk mit dem
flachsenen Haar, Dem treuen Gemüth und
d
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Die Nacht

Nun läuten die Abendglocken Den Tag
zur Ruhe ein, Es flicht in die
schwarzen Locken Die Nacht den
Sternenschein. Es wallet im thauigen
Wehen Der Schleier um`s dunkle Gewand,
... weiterlesen


Ewigkeit

O Ewigkeit, du mächtiger Gedanke, Du
treibst das Herz auf deinen Wogen fort,
Daß irre suchend auf und ab es
schwanke, Vergebens spähend wohl nach
Zeit und Ort. Du, ohne Anfang
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Gib Frieden!

O Herr, gib Frieden meinem Herzen, Dem
ruhberaubten, kampfesmatten; Gebiete
Stille seinen Schmerzen, Laß rasten
mich in deinem 5chatten. Wie David`s
Harfenklänge schallten,
... weiterlesen


Verzage nicht!

O Herz, was zagst du gleich so bange,
Wenn Angst und Noth dich
niederdrückt! Des Herren Hand, sie
schlägt nicht lange, Und nicht zu
schwer ist, was sie schickt. Er, der
... weiterlesen


Der Königin des Rosenkranzes

O Königin, du auf dem
Himmelsthrone, Bei dem des guten Hirten
Schäflein weiden, Einst hast du selbst
gelehrt in Worte kleiden, Was
wohlgefällig dir und deinem
Sohne. Nun l
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Wach auf, Mütterlein

O Mütterlein, sprich, was liegst du so
bleich, So still in Cypressen und
Rosengezweig? Sie haben gesagt, du
schliefest nur ein, Ich dürft` dich
nicht wecken, müßt` stille sein.
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Großmütterlein schläft

Rasch kreiset mein Rädchen, Es
glänzet das Fädchen Wie Silber so
hell. Mein Kätzchen, es lauschet, Das
Mühlrad, das rauschet In schäumender
Well`.     G
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Dornen und Rosen

Röslein mit der Purpurblüthe, Schau`
ich dich, wie malst du mild Mir in`s
innerste Gemüthe Meines Heilands
Schmerzensbild. Dornen um das Haupt,
das bleiche, Rö
... weiterlesen


Ein Blumenstrauß für die heilige Jungfrau

Schöne Dahlia, Stolz blüht dein Reich
und doch neigt er voll Demuth Der Einen
sich und grüßt: `Ave
Maria!` Schimmernde Lilie, Dir nur
gebührt`s, in keuscher Pracht zu ha
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Meines Kindes Nachtgebet

Sie hatten mein Weib mir hinaus
getragen Dort drunten zum grünenden
Friedhof hin; Ich folgte ihr stumm und
konnte nicht klagen, Mein Auge war
trocken, und trüb war mein Sinn.
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Sie sagen, du seiest verschlossen und kalt

Sie sagen, du seiest verschlossen und
kalt, Kalt, wie ein Marmorbild
grüßet, — Doch kümmert mich nicht,
was ihr Mund mir spricht, Sie alle, sie
kennen das `Sesam` nicht, Das `Se
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Dort

Siehst dort in der Ferne die Hütte
klein? Aus Grün hell lugend am
buschigen Rain, Wo nickend im Winde das
Reblaub schwankt, Der Rosenstrauch
kühn bis zum Giebel sich rankt, — Do
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Das frage nicht

Siehst du den See nicht im blitzenden
Kleid Von starrendem Eis, wie ein
silbern Geschmeid`? Glänzenden Auges
winkt er von ferne, Spiegelt dir
leuchtend Sonne und Sterne. — Doch in
... weiterlesen


Frühlingsnacht

Süß duften die Rosen in thauiger
Nacht, Es flüstern und rauschen die
Wellen, Es tanzen auf ihnen in
silberner Pracht Die Strahlen des
Mondes, die hellen. Leis` säuselt`s
... weiterlesen


Die trauernde Tanne

Tanne, wie so ernst und düster Und wie
trauernd stehst du hier, Warum
schweigst du im Geflüster Deiner
Schwestern neben dir? Sprach die
Tann` mit leiser Klagen `Raus
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Trag deinen Schmerz hinaus nicht auf die Gassen

Trag` deinen Schmerz hinaus nicht auf
die Gassen, Laß deine Thräne vor der
Welt nicht sehen; Sie gafft dich an und
wird vorübergehen, Und sonder Trost
dich endlich doch verlassen.
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Moorlandschaft

Trüb und traurig durch das Moor Rinnt
die dunkle Welle, Zitternd liegt auf
Ried und Rohr Bleiche
Mondeshelle. Müde, wie in tiefem
Leid, Busch und Strauch sich neigen
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Herbstbild

Ueberm Wald, dem
blätterlosen, Tropfenschwer die Wolken
streichen, Ob des Feldes dürren
Stoppeln Graue Nebelbilder
schleichen. Trüb, in dumpfem Schweigen
ruhend Ringsum Ber
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Unterm Goldregenbaum

Unter`m Goldregenbaum im laubigen
Grund Da hab` ich geträumet als
Knabe; Er wob in die dunklen Locken
hinein Aus den Zweigen mir goldene
Gabe. Unter`m Goldregenbaum im laubi
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Rosa mystica

Viel Rosen bring` ich, o Jungfrau mild,
Sie sollen dir schmücken dein
heiliges Bild, Sie sollen sich
schlingen zum duftigen Kranz Und
blühen dir, Reine, mit purpurnein
Glanz.
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Vorüber

Vorüber zog der Wolke Flug, Vorüber
strich der Kranichzug Und dort die
Well` mit Schäumen, Vorüber rauscht`
der Harfenklang, Vorüber du mit Spiel
und Sang, O jugendfrohes
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Maiengrüße

Was blüht ihr Rosen auf der Au Mit
holder Pracht im Maien? `Wir blühen
uns`rer lieben Frau, Sie hoch zu
benedeien. All uns`re Pracht und bunte
Zier, Sie blüht zu Lob u
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Himmelblau, Sonnengold, Wiesengrün

Was ist so blau, so blau, sag` an, Des
Himmels weiter Raum, So weit ich
ringsum schauen kann? `Blau ist der
Sehnsucht Traum; Drum sollst du bei des
Himmels Blau`n Stets sehnen
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Was thuts!

Was thut`s, wenn du die Ros`
gepflücket, Daß dich dabei der Dorn
auch stach? — Wenn dich die
Himmelskrone schmücket, Was thut`s,
wenn hier dir Lust gebrach? Was thut`
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Italia!

Was winkst du mir so großen
Sonnenauges In meine Traumesrast, o
Tand Italia? Wie steht dein Bild
goldfluthend, strahlumwoben Vor meiner
Seele trunk`nem Blicke da! Im blauen
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Verzug

Wenn die Schwalbe singt, wenn die
Schwalbe singt, Wenn die Rose blüht`
und der Flieder, Wenn zum Kirmesreihen
die Fiedel klingt, Dann kehret der
Liebste ia wieder. Ach, die
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Wenn matt der Sonne Gluthen

Wenn matt der Sonne Gluthen, In Eise
geh`n die Fluthen, Froststarr der Erde
Schooß, Wenn still in
Winterträume Versunken steh`n die
Bäume: Blüht unter schnee`ger Hülle
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Psalm 90

Wer unter dem Schutze des Höchsten ruht
Und von des Allmächtigen Schatten
nicht weichet, Den schrecket nicht
heimlicher Feinde Wuth Und nicht die
Gefahr, die im Finstern schleichet.
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Herr, wie du es machst, so ist es gut.

Wie dunkel, Herr, ach sind die Wege,
Die du mich führst, dein schwaches
Kind; Ich schreite zag auf schwankem
Stege, Und unter mir wild tosend rinnt
Der Wasser zorngeschwoll`ne F
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Mein erstes Lied

Wie einst am Nil in purpurnen:
Gewande Der Sonne Frühstrahl drang zum
Wüstensande Und zwang zum Lied des
Memmon`s stumme Jungen So trat zu mir
der Schmerz in dunklem Schleier Und s
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Wie grüßt mich deiner Stimme Klang

Wie grüßt mich deiner Stimme
Klang Gleich einer Mär aus alter Zeit,
— Gleich Windessäuseln,
Quellgesang In waldesgrüner
Einsamkeit! Ich weiß nicht, wie mir
worden ist
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Der Sturm

Wie hab` ich gern den raschen
Sturm, Den übermüth`gen Pfeifer! Um
Fels und Berg und Burg und Thurm Dreht
er den wilden Schleifer. Erbebend Chor
und Angel klirrt, Laut prasse
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Der Mutter Genesung

Wie lieget ihre bleiche Hand Welk auf
des Kissens weißem Lein`, Wie pulst
ihr Herz im Fieberbrand, Wie glüht die
Stirn im Purpurschein! Erlöschend
blickt` ihr Aug` auf mic
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Blumengruß aus Nizza

Wie mich deine Blumen
grüßen Zaub`risch süß und weich und
lind, Wie ein selig Frühlingsahnen,
— Möchte weinen wie ein Kind. Und
ich denke jenes Morgens, Da ich
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Nachtlied

Wie so stille ist es worden, Wie so
einsam Berg und Thal! Leis` im Haag die
Blätter fallen, Tief im Grund die
Nebel wallen, Müde schied der
Sonnenstrahl, — Müde.
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Rückkehr

Wie so weit, mein guter Hirte, Ach so
weit floh ich von dir! Fern von dir ich
einsam irrte, Suchend and`re Wege
mir. Wähnt`, auf selbst gewählten
Bahnen Werde Ruhe mir und G
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Das Evangelium der drei Personen

Willst du des Schöpfers Allmacht sehen,
So geh` hinaus zur Maienzeit, Laß
dich von Lenzesluft umwehen Und sieh`
der Erde bräutlich Kleid. Es rauscht
der Wald mit grünen Zweig
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Gesang der Sterne

Wir blinken Und winken Aus
nächtlicher Höh`, Und schimmern Und
flimmern Ob Lust und ob Weh`. Die
Thräne, die einsam der Wimper
entrinnt, Die Klage, die seufze
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Drüben

Wohin, o kühner Schiffer, Das Steuer
richtest du? Was schweifst du durch die
Meere Jahrein, jahraus ohn` Ruh`? `Ich
suche ein ewig blühendes Land Mit
schimmernden Auen und g
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Trost

Wolke im Aether, ach, sprich, wohin
ziehst du Flüchtigen Fußes ob Berg
und ob Thal?     `Fern in der
`üste schmachtet ein Palmbaum,  
  Will ihn benetzen mit tränken
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Verlassen

Zu lieben hab` ich Keinen mehr Auf
weiter, weiter Welt; Kein Herz, wohin
ich sehnend schau`, Das sich zu mir
gesellt. Kein Aug`, das froh das
meine grüßt, Zum Willko
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Psalm 120

Zum Berg des Herrn will ich mein Auge
wenden, Der Erd` und Himmel schuf, der
wird mir Hülfe sende! Er führet
meinen Fnß auf schwankem Stege Und
schläft nicht, wenn ich wall` au
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Ave Maria!

`Ave Maria!` — Durch die
Abendlüfte Trägt es der Glocken
ferner Klang zu mir, Und von den Fluren
steigt`s wie Weihrauchdüfte Als Opfer
auf, du Heilige, zu dir. Es steht der
Wald
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Wo find ich Ruh?

`Für dich hast du uns erschaffen, und
unser Herz ist unruhig, bis daß es
ruht in dir, o Gott!` St.
Augustin. Wo find` ich Ruh`? Ich zog
im Frühroth durch der Hei
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Die verlassenen Gräber

`s ist Allerseelentag! Am fernen
Strande Rauscht dumpf das Meer ein
todestraurig Lied; Viel Gräber ruh`n
im stillen Dünensande, Drauf blinkt
kein Kreuzlein, keine Blume blüht. Und
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Die Geheimnisse des Leidens.

`Und ein Schwert wird deine Seele
durchdringen.` Luc. 2, 35. O Leiden
meines Herrn, du
Schmerzensrose, Getaucht in seines
Blutes Purpurfarben! Die
Hosiannaklänge all` ersta
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