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Gedichte - Heinrich Leuthold


Episteln - I. Deutsches Dichterloos

(An einen jungen Poeten.) Hoch
träumst du von den Kränzen des
Ruhms Einer glänzenden Carriere, Du
Kandidat des Märtyrthums Der deutschen
Dichtermisere. An
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Lenzlied

(Mignon.) Buntbeblümte Wiesen
dehnen Fernhin sich, die Luft weht
lind; Auf besonnten Wolkenkähnen Kam
der Lenz in`s Land
geschwind Buntbeblümte Wiesen dehnen
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Mein Hausverstand

(Todesanzeige) Freunde, da dem
Nimmersatten Tod der Zwerg verfiel als
Beute, Der mir stets gefolgt bis
heute Wie mein Schatten. Kommt, damit
wir ihn bestatten!
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Im Kloster

1. Hier scheidet die
Klosterpforte Dich ab vom
Weltgewühl, An diesem gottseligen
Orte Wie ist es schattig und
kühl! In diesen wölbigen
Hallen Wie ist
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Zeitgedichte

1. Ihr, die ihr tapfer zogt vom
Leder Und die ihr nach geschlagenen
Schlachten So artig seid, nicht zu
verachten, Was ich geleistet mit der
Heder, Verlangt nic
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Hin!

Als der Sommersonne Gluthen Noch auf
den Gefilden ruhten, Fühlt` von Poesie
und Liebe Ich den Busen
überfluthen. Um die Mauer gelb und
traurig Seh` ich nun die Rebe
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Waldfrieden

An einem hellen Frühlingstag, In einer
stillen Morgenstunde Tönt mir der
Lerche froher Schlag Wie eine süße
Liebeskunde. Der Himmel blau, die
Luft weht lind Und bu
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Episteln - II. Einem Freunde

Bilder von dem heutigen Stande Der
Kultur im deutschen Lande, Winke
wünschest du mitunter ... Danke
schön! es steht recht munter. Seit
die Literarfabriken Unsern Sch
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Mignon

Buntbeblümte Wiesen dehnen Fernhin
sich, die Luft weht lind; Auf umsonnten
Wolkenkähnen Kam der Lenz ins Land
geschwind . . . Buntbeblümte Wiesen
dehnen Fernhin sich, die L
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Roman

Da liegt im Schatten der Linden Einsam
das Gotteshaus; Glockenklang mit den
Winden Zittert in`s Land hinaus. Es
sprudeln und plätschern die
Bronnen Wohl um die alte A
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Waldeinsamkeit

Deine süßen, süßen Schauer. O
Waldesruh`. In meine Seele hauche Und
träufle du! Laß mich träumen die
Träume Der Jugendzeit! O Frieden, o
Ruh`! komm` über mich!
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An einem Grabe

Dem Armen, der gebeugt vom Jammer, Dem
Reichen in der goldenen Kammer, Uns
Allen naht der Tod und schwingt  
  Den Hammer, Und was im Herzen
klagt und singt,  
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Aufforderung

Dem Pulte, den
Bücherschränken Enteil`
geschwind! Laß alles Grübeln und
Denken, Als das, wo unter den
Schenken     Die besten
sind! Die Frühlingswinde,
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Aus den Alpen

Der Frühling ist auferstanden, Hoch
steh` ich über den Banden: Ob mir die
Kuppen von Eise, Hier zackige
Felsenfluh Und unten blühen die
Matten; Die Sennerin ruht im Schatte
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VII. Am Strand

Der Hauch, der die
schäumende Meerfluth erregt. O wie er
das träumende Herz mir bewegt! Es
wälzen sich Hügel Von Wogen daher; O
wüchsen mir Flügel, Ich flo
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Liederfrühling

Der Lenz ist da Und fern und
nah Gibt`s neue Weisen und Lieder; Wie
einst Merlin, So lausch ich hin Und
Alles schreib` ich nieder. Hoch in
der Luft Was d
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III. Carpe diem!

Der Rose gleich, die noch im Sammt Der
Knospe gestern lag verschlossen, Und
heut` schon hoch emporgeflammt, Ist uns
die Liebe aufgeschossen. Heut` blüht
sie noch; drum nimm
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Meines Kindes Abendgebet

Der Tag ist um, Und wiederum Hat deine
Macht Dein Kind bewacht! Und fort und
fort Bet` ich zu dir: O Herr, mein
Hort, Sei du mit mir! In deiner Hu
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Nacht

Der Westwind streichelt die
Locken Schauernder Bäume; wie
Schnee Hallen die
Blüthenflocken... Klänge der
Abendglocken Zittern über den
See. Oben im Wolkenlosen
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Tanzlied

Des Goldbauern Hiesel Dem gieng es
recht schlecht, Er liebte die
Liesel, Die Liefel den Knecht. Des
Goldbauern Kiesel Hatt` Thaler, die
ächt; Er gab sie der Li
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Die deutsche Sprache

Dich vor allem, heilige
Muttersprache, Preis ich hoch; denn war
mir an Reiz des Lebens Je gewährt ein
karges Geschick, ich hab es Dir zu
verdanken. Spröde schilt der Stümp
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Die alten Schweizer

Die alten Schweizerbauern, Die schlugen
tapfer darein, Sie rissen die stolzen
Mauern Der Zwingherrnburgen ein. Es
schloß kein Thor so gut, Sie haben es
aufgeriegelt, U
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Abschied

Die Blume bricht des Nordwinds
Hauch, Der Schmerz an meinein Herzen
frißt; Ob glänzender dein Elend
auch Ich weiß, daß du doch elend
bist. Mein Herz, das heiß für dich
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XI. Des Meeres und der Liebe Wellen

Die Frühlingsstürme pflügen Und
furchen durch`s Meer sich Pfad; In
großen Athemzügen Brandet die Fluth
an`s Gestad`. Die Planken sind
ausgehoben, Die Pfähle sind
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Herbstgefühl

Die ganze Schöpfung steht in
Trauer; Das Laub der Bäume färbt sich
gelber, Und ach! mir ist, als fühlt`
ich selber Im Herzen kalte
Winterschauer. Wie ringsum Alles
stirbt
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Evoe!

Dieser Geist des neuen Weines Löst die
Zunge wunderbar; Nüchtern ist die
Zeit, doch Eines Evoe ...  ist
Allen klar: Das die Blume dieses
Weines Zeugte, war ein gutes Ja
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Bei Ragatz

Dort, wo der Rheinstrom breit und trag
hinfluthet     durch`s
Markgrafenland, Dort knüpften wir ein
inniges, ein engumschlingend-  
  festes Band. Hier, wo er
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Fröhliche Botschaft

Dort, wo die Wellen schäumen Am
äußersten Seeesend`. Dort liegt
zwischen Apfelbäumen Ein Haus und ein
freundlich Gelände Ein Mädchen mit
blonden Haaren Wird weil
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Zum Engel

Drei rüstige Burschen, frisch und
jung, Durchzogen wir Dörfchen und
Städtchen; Wir fanden der blühenden
Freuden genung, Viel rosige Frauen und
Mädchen. Viel rosige Frau`
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Aufschluß

Du hältst die Dichter, liebes
Kind, Für schnöde Atheisten; Doch
viele unter ihnen sind Ganz gut
katholische Christen. Sie wissen
nicht bloß die Mutter Marie In ihr
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Eine muntere Alternative

Du Mann der doktrinären
Zunft! Entscheide dich ... klar steh`n
die Dinge: Hier brennt die Säckel der
Vernunft Dort sind die dreißig
Silberlinge. Dort dräut der Bann des
V
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Auf Melchior Meyr

Du spannst an der Gedankenspule Und
keinem Wurme thatst du weh; Noch
stammte aus der alten Schule Dein
philosophisch A-B-C. Die
schreiendsten Konflikte gütlich Zu sch
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Ufenau

Ein Lüftchen spielt, ein lindes Gekos
des Abendwindes, Wie Flüstern eines
Kindes Um deine grüne Au. An deinen
Busen schwellen Wie sanfte
Spielgesellen Des Seees lei
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XVI. Im Sturm

Ein unsichtbares Ungethüm Herblies der
Mistral schneidend scharf, Der Schaum
und Fluth mit Ungestüm An Corsica`s
Gestade warf. In dunkeln Wirbeln
schnob der Dampf Oh
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Stimmungsbilder

Es brennet heiß des Mittags Gluth; Der
Weih sich hoch im Aether wiegt, Und
über blauer Wellen Fluth Die
leichtbeschwingte Schwalbe
fliegt. Und schüchtern aus dem
Schilfroh
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XIV. Erinnerung

Es flüstert in den Cypressen Am
verfallenen Gartenthor; Wie kann, wer
einst dich besessen,    
Vergessen, Was er an dir verlor! Es
weht um die Lauben, die d
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Entsagung

Fast ward mit jedem Tag, den ich
erlebte, Ein Wunsch, ein Hoffen von mir
abgetrennt; Die Seele, die melodisch
einst erbebte, Ward ein verstimmt,
entsaitet Instrument. Doch wie der Gr
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Schwermuth

Fraget nicht, was mich so eigen Oft -
selbst im Genuß des Schönen
- Aufschreckt, was bei frohen
Tönen,     Tanz und
Reigen Mich versenkt in jähes
Schweigen!
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Trinkspruch

Freiheit, unter deinem Flügel Wird das
deutsche Volk gedeihen! Halte du die
Wacht am Rhein, Schütze seine
Rebenhügel! Preise jeder die
Erkorne! ... Lieblich, rosend
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An...

Freund, in allzuhohem Stile Dichtest du
nun schon seit Jahren; Ach, du
könntest dir ersparen Diese schönen
Hochgefühle! Die Gedanken
auszureifen, Widerspricht der h
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Trinklied

Greift zum Becher und laßt das
Schelten!     Die Welt ist
blind ... Sie fragt, was die Menschen
gelten.     Nicht, was sie
sind. Uns aber laßt zechen ..
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Greift zum Becher

Greift zum Becher und laßt das
Schelten! Die Welt ist blind. Sie
frägt, was die Menschen gelten, Nicht,
was sie sind! Uns aber laßt zechen und
krönen Mit Laubgewind
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Auf eine Todte

Ha! dieser Reize reicher Ueberfluß Ist
schon so frühe in den Staub
gesunken! Es hat der kalte Tod mit
seinem Kuß Schon deiner Seele heißen
Wein getrunken! Noch ein Mal se
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Feudaler Jammer

Hans Rechberg trank ennetbirgischen
Wein, War munter und guter Dinge; Er
sprach zu Thomas von Falkenstein: `Du
schlägst eine gute Klinge! Du
schlägst eine Klinge ... im gan
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Heinrich von Toggenburg

Herr Heinrich, Graf von
Toggenburg, Macht manchen scharfen
Ritt; Doch wie ein Schatten reitet
stets Des Herzens Unrast mit. `Ich
verstieß mein Gemahl, ich erschlug im
Zorn
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Wanderrast

Hier ruht sich`- gut, hier halt` ich
Rast, Der Wind spielt in den
Bäumen; Da mag manch
blüthenbehangener Ast Von künftigen
Früchten träumen. Es lispelt ein
hüpfend Lenz
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Warum?

Holde braune Augensterne Mit dem Zauber
unergründet, O, ich früg` euch gar zu
gerne, Was ihr Mund mir nie
verkündet! Wenn ihr blicket in die
meinen Wie die Augen sa
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Auf den Tod eines jungen Dichters

I. Fünf Treppen hoch, fünf Treppen
hoch, O Volk, da wohnet dein Poet! Der
Sturmwind nur ist sein Gesell, Der rauh
durch die Mansarde weht. Ein
schlechtes Bet
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Triolette

I. Jetzt, da der Lenz in`s Land
gekommen, Besingt die Liebe und den
Wein! Die Gluth der Rosen ist
entglommen Jetzt, da der Lenz in`s Land
gekommen; Und finden wir —
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Spielmannsweisen

I. O Frühlingshauch, o
Liederlust, Wie liegt ihr mir im
Gemüthe! Kaum prangen Busch und Baum
im Blust, Steht auch mein Herz in
Blüthe. Mein Herz ist wie ein
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Bitte

Ich bin so müd`, als gieng`s mit mir
zur Neige; Der Herbsthauch deiner Seele
hat entblättert Die einst so üppig
frühlingsgrünen Zweige, Durch die die
Lerche Poesie geschmettert.
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An die Eine

Ich habe Land und Leute, Ein
Königreich ist mein; Ich liebe dich,
du Holde! Willst du nicht Königin
sein? Meine Phantasie und
Dichtung Das ist mein Königthum,
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Südlicher Ueberdruß

Ihr Helden, rühm- und thatenreich, Ihr
Normannenfürsten, ihr kecken, Als ihr
gründetet dieses sicilische Reich, Was
war`t ihr für herrliche Recken! Und
du, o gefürchtste
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Die zerfallene Vigne - III.

III. Wo blühender Gärten
Teppich Umsäumte des Rasens Sammt, Da
üben jetzt Schlingkraut und Eppich Ihr
Todtengräberamt. Ihr Marmorleiber,
ihr schlanken,
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Lied

Im Schmuck des Lenzes stehen die
Au`n, Es trieft die Welt von
Maienlust, Und Sträuße winden holde
Frau`n Und Mädchen sich aus Blatt und
Blust. Und auch in meiner Brust ers
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VI. Bei Nervi

In diesen Silberhainen von Oliven Hab`
ich die Heilung aller meiner Wunden Und
auch die heitere Lösung nun
gefunden Von meines Lebens ernsten
Hieroglyphen. Unstät und finst
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In der Maifrühe

Lang seufzt ich vergebens, es war mir
im Drang und Unmut des
Lebens verstummt der Gesang. Nun
bauen die Sänger des Waldes ihr
Nest, nun halten mich länger
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Heureka!

Lang` sucht` ich den Pfad zum höchsten
Ziel     Und konnt` ihn nicht
erkunden: Der Wahn zerfloß, der
Schleier fiel ...     Ich
hab` das Asyl Einer trefflichen S
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XV. Abschied

Leb` wohl, zerfallene Vigne, Einst
rosen- und weinumlaubt! Was schüttelst
du, greise Pinie, Zum Abschied so trüb
das Haupt? Ein Schwarm von wilden
Bienen Zieht summe
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Blätterfall

Leise, windverwehte Lieder, Mögt ihr
fallen in den Sand! Blätter seid ihr
eines Baumes, Welcher nie in Blüthe
stand. Welke, windverwehte
Blätter, Boten naher Winte
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An Thais

Liebliches Mädchen, das gleich der
Libelle Immer von Stengel zu Stengel
sich wiegt, Das, wie vom Busen der
Welle die Welle, Treulos sich trennt
und an and`re sich schmiegt.
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Lerchen und Unken

Maienthau, im Frühlicht
schillernd, Blitzt auf Wiesen und
Gehegen, Und die Lerche wirft sich
trillernd Dem Gestirn des Tags
entgegen.     Hörst du ihre
Melodie? &n
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XIII. Ligurisches Volkslied

Mein Liebster keck ist ein Matros`; Er
kämpft mit Wind und Wasserhos` Und
knüpft, was uns`re Herzen band, Gleich
seinem Schiffstau los. Ich zöge gern
mit Herz und Hand
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VIII. Ave Maria

Mit ihren Wonneschauern naht sie
sacht, Auf leichten Sohlen wandelt sie
einher, Die sanfte Zauberkönigin, die
Nacht, Und ihres Sternenmantels stille
Pracht Ausspannt sie langsam üb
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IV. Mittagsruhe

Mit schattigem Kastanienwalde Senkt
sich vom Apennin die Schlucht; Oliven
schmücken reich die Halde, Limonen
reifen an der Bucht; Ein dunkles
Kloster ragt zur Seite Des Wegs,
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Einer Italienerin

Nach dem Takte fremder Lieder Schwebst
du lieblich hin im Tanz; Dieser
Rhythmus deiner Glieder Fesselt meine
Sinne ganz; Diese Locken, diese
dunkeln, Dieser Ausdruck,
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In der Schenke

Nicht auf den Schülerbänken. Hier
hören wir Holleg, Als führt allein
durch Schenken Zur Wissenschaft der
Weg. Vom Professorenstuhle Ist jede
Lehre blaß... Hier ist
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Lebewohl

Noch einmal laß, du holde Fei, In
meinem Arm dich wiegen! Das war ein
wundersamer Mai, So süß und so
verschwiegen. Ich kann es nicht; doch
könnt` ich`s auch, Ich m
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Im Süden

Nun bringt mir Wein im Griechenkrug. Im
ird`nen Kruge,
schöngehenkelt, Geschmückt mit dem
Trojanerzug: Quadriga, Rosse
schlankgeschenkelt, Ein heidnisch Bild,
von keinem Zug
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Trost im Leide

Nun laß das Lamentiren Und halte
Maß! Man kann nicht mehr
verlieren Als man besaß. Wer einst
mit vollen Armen So reiches
Glück Umschloß, kann nie verarmen,
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Aus Neapel

O schöne Tage! - da geschmückt mit
Kränzen Dies Winzervolk sich drängt
in bunten Letten Beim Ton von Tamburin
und Castagnetten Zu wildbewegten
Tarantellatänzen. O süße
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Wilde Rosen

Ob dieses Waldbachs lautem Tosen Weit
überhangend ragt ein Ast, Hinstreuend
seine duft`ge Last Von aufgeblühten
Heckenrosen. Mir ist, vor meiner
Seele stünde Die Ju
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Morituri te salutant

Richte dich empor, in strammer Haltung
schlage deine Klinge! Kämpfe, tobe . .
. aber singe Nicht in solchem
Katzenjammer? Hast du allzutief die
Sorgen Und die Noth de
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IX. Serenade

Schweigen rings; im Garten der Villa
plaudert Nur der Springquell; zwischen
verschlafenen Büschen Lauschen
Marmorgötter, und auf dem Meere  
  Zittert das Mondlicht.
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Den Moralisten

Seht! schon kam der Frühling wieder
- Knosp` und Blüthen seid mir
sittlich, Hört nicht auf verbuhlte
Lieder, Laßt mir unenthüllt die
Glieder! Doch sie öffnen ihre Mieder,
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Klage

Seit ich ein Mal dich umfangen, Bin ich
nur noch mehr verwaist;    
Ach! vergebens     In des
Lebens Wirbel stürz` ich, denn
gefangen Hält dein Zauber me
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X. Sei getrost!

Späte Reue schreckt dich vielleicht vom
Pfühl auf, Mein gedenkend bebt dir das
Herz und über Deiner strengen,
edelgewölbten Stirne Lagert ein
Schatten. Sei getrost? kein
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Trinklieder

Trinklied eines fahrenden
Landsknechts Das Land in hellen
Haufen Durchzieh`n wir wohlgemuth Mit
Balgen und mit Raufen; Nach beidem
schmeckt das Saufen,   Saufen,
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Nach dem Sonderbundskampf

Und wieder fließen die Adern der
Schweiz, Die im Froste des Winters
erstarret; Es hat Europa, es hat die
Welt Auf den Ausgang des Kampfes
geharret. Ihr wißt, wer ihn focht,
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Wanderlied

Und wieder jagt mich der
Reisetrieb, Und wandern möcht` ich von
Pol zu Pol; Drum, liebliches Kind,
vielsüßes Lieb, Vielsüßes Lieb,
leb` wohl! Noch einmal, gestützt auf

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Heimkehr

Und wiederum die reine Luft Von deinen
Bergen athm` ich ein. Und wiederum, o
Schweizerland, O süße Heimat, bist du
mein! Ein Alphorn klagt
gedämpften Herüber von d
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Heimkehr

Und wiederum die reine Luft von deinen
Bergen atm’ ich ein, und wiederum, o
Schweizerland, o süße Heimat, bist du
mein! Ein Alphorn klagt gedämpften
Tons herüber
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Aus Genua

Von diesen braunen, trotzigen
Kastellen Siehst du die stolze,
prächtige Stadt sich dehnen; Der Hafen
wimmelt, wie von Riesenschwänen, Von
Schiffen, deren weiße Segel
schwellen.
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Vor Cremona

Vor Cremona wälzt die Schlacht sich,
die kein Cäsar hat geboten, Legt, ein
Leichentuch, die Nacht sich auf die
Sterbenden und Toten, Hüllt die
Kämpfer, daß im Dunkeln Freund und
Hemd erliegt
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Im Süden

Was Großes hier dem Geist gelang zu
bauen, Und was dem Fleiße, Dauerndes
zu stiften, Hüllt mehr als alle
Weisheit trockener Schriften Die Seele
mir mit Muth und Selbstvertrauen.
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Sehnsucht

Was weckst du mich auf in der thauigen
Nacht, Du sehnsuchtflötende
Nachtigall? Nun ist mit deinem
melodischen Schall     Auch
ein Widerhall     Vergangenen
Glüc
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II. Für Musik

Wenn des Leuchtthurms milde
Helle Ueberströmt die
Meereswelle, Wehn der Sterne schimmernd
Heer Ausstellt seine ersten
Wachen, Dann, o Leben! treibt mein
Nachen Heiter über`s
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Der Waldsee

Wie bist du schön, du tiefer blauer
See? Es zagt der laue West, dich
anzuhauchen, Und nur der Wasserlilie
reiner Schnee Wagt schüchtern aus der
stillen Fluth zu tauchen. Hi
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Eglantine

Wie der Sturmwind, der über die Haide
pfeift Ohne Rast, ohne Ruh`, ohne
sichere Statt. So mein heißer Sinn
über die Erde schweift, So mein Herz,
das keinen Freund, keine Heimat hat.
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Am Meere

Wie süß ist`s, von wonnigen Lüften
umhaucht, Den Blick in den
sonnigen Aether getaucht, Entflohen
dem eiligen, Hastigen Thun, Am Busen
des heiligen Me
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Auf Gegenseitigkeit

Wir leben in einer praktischen
Zeit, Und alles treibt sich
gewerblich, Vermittels
Gegenseitigkeit Wird jeder Lump
unsterblich. rum wenn du meinem Stern
vertraust, So w
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Auf Gegenseitigkeit

Wir leben in einer praktischen Zeit Und
Alles treibt sich
gewerblich, Vermittelst
Gegenseitigkeit Wird jeder Lump
unsterblich. D`rum, wenn du meinem
Stern vertraust, S
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Fragment aus Italien

Wo der azurnen Woge Sich bricht am
Apenningeklipp`, Begrüßt ich jüngst
ans leichtem Dein Grab, Virgil, Am
grottenkühlen Posilipp! Und Platens
Gruft besucht` ich he
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Ghaselen XXXVI.

XXXVI. Seine steilen Pfade giengst
du Andere gieng ich unterdessen; Was
das Leben beut an Wonne, Das empfieng
ich unterdessen. Ob bestaubten
Folianten H
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Ersatz

Zwar ich lernte früh ertragen, Was mir
Bitteres widerfuhr; Denn ein
schmerzliches Entsagen Ist dies kurze
Dasein nur. Alle Sehnsucht ruft
vergebens Wie ein Ach, Wenn
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Wir und sie

Zwar meinen die Heuchler und
Frommen Und ziehen ein scheel`
Gesicht, Daß sie in den Himmel
kommen, Wir aber nicht. Wir sind mit
dem Diesseits zufrieden, Ich und mein
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V. Katechetisches

`O du glaubst wohl nicht an
Heilige! Denn auf deiner Stirn, der
bleichen, Zuckt ein Zug hier, wie ein
dunkel, Gottesläugnend
Fragezeichen. Glaubst wohl auch
nicht, daß der
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