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Gedichte - Ludwig Storch

Der finstere Waffenschmied

  Auf dem Ambos frisch und hell
  Hammerklang mit frohem Liede.
  Tritt ein finsterer Gesell
  Trotzig in die Waffenschmiede,
  Spricht den ... weiterlesen
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Der Blumenbote

  Der erste Frühling hielt die Welt
  Im prächtigen Feierkleid umschlossen.
  Die Sonne hat als junger Held
  Ihr neue Reize ausgegossen.
  ... weiterlesen Die Geburt des Kusses

  Stolz zu der Sonnenrosse Bahnen
  Durch Eos` rosenfarbnes Thor
  Stieg des Prometheus Muth empor;
  Dort raubt der kühnste der Titanen
  ... weiterlesen Sonst und jetzt

Als ich noch ein Knabe war,
Sucht` ich frohe Tanze,
Flocht in`s goldgelockte Haar
Frische Blumenkränze.
Munter hüpfend war ich bald
Auf den grünen Matten,
... weiterlesen Empor!

An Amaden

Rasch auf meinen Flügelwagen`.
Fasse dich zum kühnen Sprung!
Laß das Weinen, laß das Klagen
Irdischer Erinnerung!
Unser harren schon die ... weiterlesen Herbstblüthe

An Amaden

Woher, woher tief im Gemüthe
Mir dieser wunderbare Keim,
Der noch einmal zur Purpurblüthe
Entfaltet sich in Vers und Reim?

Welch ... weiterlesen Trennung

An Doris

Leb` wohl! — O laß es mich noch einmal sagen!
Auf ewig wohl! — Vor meiner Thüre harrt
Ein morgenrother, schwanbespannter Wagen,
Der wird mich aus ... weiterlesen Bitte

An Elise.

Kennst du der Liebe trunknes Verlangen?
Kennst du der Geister glühend Umfangen?
Kennst du das seligste Hoffen und Bangen,
Selbst sich im Andern ... weiterlesen Abschied aus der Ferne

Auf dem Berge steh` ich einsam,
In die Ferne schau` ich aus.
Unter mir im grünen Thale
Leuchtet manches helle Haus.

Aber meiner Sehnsucht Flamme
Grüßt ... weiterlesen Oben und unten

Auf dem Berge wandelt sacht
Noch der Abendstrahl.
Fest im Arme hält die Nacht
Schon das weite Thal.

Stünd` ich auf des Berges Firn
Selig und allein.
... weiterlesen Berglied

Bergeslust
Haucht um unsre Glieder;
Waldesduft
Strömt auf uns hernieder.
Felsenleiter
Führt uns weiter
Unverzagt
Nach dem Gipfel.
Der die ... weiterlesen Das Lied

Das Aug` von Wonnethränen feucht,
Entläßt sein Kind der Dichter,
Das er in hehrer Glut gezeugt,
Und liebend zu ihm spricht er:
`Tritt ein mit hellem Worte
... weiterlesen Die Unerträglichen

Das Leben war mein harter Lehrer,
Und seine Ruthe fühlt` ich schwerer,
Als mancher liebe Muttersohn.
Es schlug mich oft wie nur zum Holm.

Es hat mich schon als ... weiterlesen Abendregenbogen

Der Abend senkt sich zu Thale,
Die Berge spiegeln im Teich.
Mir wird mit einemmale
So unaussprechlich weich.

Es wölbt ein Regenbogen
Sich über das Thal in ... weiterlesen Dienstag

Der erste Kuss

Auf der Waldbucht morgenfrische Matten
Hatt` ich meine Taube mir bestellt.
In des Waldpfad`s golddurchwirkten Schatten
Wollten wir vergessen alle ... weiterlesen O lasst mich schlafen, lasst mich träumen!

Der Friede weht aus diesen Bäumen
Um meinen Busen sauft und kühl.
O laß mich schlafen, laß mich träumen,
Mein Wald, auf deinem duftigen Pfühl!

O laß mich ... weiterlesen Abends auf dem Berge

Der Tag ist wieder vergangen,
Und Wehmuth umflort mir den Blick
Mich treibt ein glühend Verlangen
Zu deinem Kreise zurück.

Zwar liegst du alle Stunden
Des ... weiterlesen Der alte Zecher

Die jungen Zecher.

Wir sitzen hier und singen
Beim kühlen Traubenblut.
Es mischt vor allen Dingen
Das helle Becherklingen
Sich zum Gesänge gut,
Und ... weiterlesen Mittwoch

Die Kapelle

Wenn über waldige Hügel
Des Mondes Silber quillt,
Führt der Erinn‘rung Flügel
Mir zu dein holdes Bild.
Dann denk` ich jener Stelle,
... weiterlesen Donnerstag

Die Mondnacht

Welch eine Nacht war über uns gegossen!
Des reinsten Glückes junger Liebe froh,
Vom Zauberborn der Schönheit wir genossen,
Der mit des Mondlichts ... weiterlesen Freitag

Die Waldbucht

Träumerisch in deinen Frieden
Tret` ich, stille Waldbucht, ein.
Deine grünen Schatten bieten
Süße Labe, holder Hain;
Für zwei trunk`ne ... weiterlesen Das Würfelspiel

Drei junge und reiche Grafen frein
Wohl um des Herzogs Töchterlein.

Sind alle drei von altem Blut.
Sind alle drei von tapferm Muth.

Benno, dem Feuerberge ... weiterlesen Früherer Schwur

Du sagst: du habest dir geschworen,
Der Pflicht nun ewig treu zu sein.
So wärst du immer mir verloren,
Nie mehr auf Erden selig mein?

Du wolltest stets mir ... weiterlesen Sternenmilch

Du wundertbätige Amme,
Die mit der Hand von Duft
Die Dioskurenflamme
Aus meinem Haupte ruft,
Die mit dem Jugendborne
Aus ihrer Brust mich tränkt,
Und aus ... weiterlesen Süße Seele

Ein Frühlingsgewitter
Warf wallend vom Himmel
Die segnende Spur.
Ein goldner Ritter
Auf getigertem Schimmel
Durchsprengt` es die Flur.
Wir gingen durch das ... weiterlesen Vom Knaben, der nach der Jugend zagte

Ein Knabe trug Verlangen —
Wonach? das wüßt` er kaum.
Mit Zweigen schier umfangen
Hielt ihn ein Blüthenbaum.

Er freute sich mit nichten
Der ... weiterlesen Die gewonnene Schlacht

Emmerich, der Ungarkönig, und sein Bruder Andreas
Sind in bösen Zwist gerathen. Liebe kehrte sich in Haß.
„Ha! so wagt es dieser Knabe gegen mich sich zu empören,
Wider ... weiterlesen Die Notwendigkeit

Erhabne Herrscherin der Welten,
Du eiserne Notwendigkeit,
Du Mutter aller wahren Helden,
Du Schöpfrin jeder großen Zeit!
Du wandelst ernst im hehren Schweigen
Von ... weiterlesen Stromfahrt

Es braust ein Strom voll edelm Naß
Durch alle Erdenzonen.
Gefüllt davon wird manches Faß,
Getrunken draus wird manches Glas
Bei allen Nationen.
Soll ich des ... weiterlesen Deutsche Pflanze

Es wächst in deutschen Städten
Ein schlimmes Wucherkraut,
Das ist nicht auszujäten;
Es wird mit Fleiß gebaut.
Auf diesem dürren Stengel
Liegt lastend Gottes ... weiterlesen Fernes

Ferne Wolken seh` ich ziehen,
Goldgesäumt vom Abendroth.
Und der Tag im letzten Glühen
Stirbt den süßen Flammentod,
In den Trauerschleier
Hüllt sich still die ... weiterlesen Am Waldrain

Gegrüßt, mein Rain, zu kühler Rast,
Der du in stiller Hut
Des Knaben Herz beseligt hast,
Wenn er an dir geruht!

Wie schließt sich ringsum Baum an Baum
... weiterlesen An der Quelle

Gieb mir den keuschen Kuß,
Sprudelnde Quelle!
Netz` mir den müden Fuß,
Hüpfende Welle!

Letze mich, labender Trank,
Köstlicher Bronnen!
Nimm ... weiterlesen Mittwoch

Gutenacht!

    Gute Nacht!
Wenn am nahen Hügelhaine
Heint vorbei das Wetter zieht,
In der Blitze fahlem Scheine
Droben die Kapelle glüht,
... weiterlesen Zum Park!

Ha! die neun ersehnten Schläge
Tönen von dem Thurme mir.
Und schon bin ich auf dem Wege
Nach dem blühenden Revier,
Nach dem düftevollen Garten,
Wo viel tausend ... weiterlesen Heimath und Jugend

Heimath, friedenvolles Land,
Thal, wo meine Wiege stand,
Hohe, wipfelstolze Bäume,
Die ihr mich in Schlummer sangt,
Ach! mein krankes Herz verlangt
Stets in eure ... weiterlesen Geistiger Besuch

Heute ging ich stille Wege
Durch der Gärten grün Gehege,
Durch den Hain und durch das Feld.
Meiner Sehnsucht Lichtgedanken
Brachen durch des Raumes Schranken
... weiterlesen Tanzlied

Ich bin dem Gleichen gar zu gut,
Weiß selber nicht warum.
Und wenn sie auch oft böse thut,
Und spricht, ich wäre dumm:
So muß sie doch, bei meiner Ehr`.
Und ... weiterlesen Die Saite

Ich trat in eines Saitenspinners Haus
Und sucht` für meine Laute Saiten aus.

Und eine Weile sah ich dort mit Ruh`
Dem freundlichen Geschäft des Mannes zu.

... weiterlesen Astronomie

Ihr Sterne grüßt hernieder
Aus euerm blauen Zelt,
Und habt auch heute wieder
Mein dunkles Herz erhellt.
Wie in der Erde Räumen.
So war es in mir Nacht:
... weiterlesen Vogelsang - I. Die Vöglein im Walde.

Im stillen Walde draußen
Weit von der lauten Stadt
Die, lieben Vöglein hausen
Wohl unter grünem Blatt.

Da spielen sie Verstecken,
Ein froher ... weiterlesen Wald und Meer

Im Waldgeheg, von grüner Nacht durchdüstert,
Erwacht ein Lied, von Blättern leis geflüstert.
Von Zweigen und von Wipfeln laut gerauscht,
Dem tief entzückt des Meeres Welle ... weiterlesen Sehnsucht nach Mitgefühl

Ist denn kein Aug` in diesem Kreis,
In das ich blicken könnte,
Aus dem der Liebe Zauber heiß
Mir noch entgegen brennte?

Kein treues Auge, dessen Rand
Das ... weiterlesen Erstes Begegnen

Ist es Wahrheit, oder weben
Träume meinem trunk`nen Aug`
Schattenbilder, die entschweben
Vor des Lebens kühlem Hauch?

Aus den blauen Augensonnen
Jener ... weiterlesen Unterschied

Jenseit des Marksteins, den die Pflicht gesehet,
Und den als heilig fromm beschränkter Wahn
Zum Wohl des Staats und Hauses nicht verletzet,
Da geht der Liebe schönstes Reich ... weiterlesen Sankt Johannistag - II. Johannisschlüssel

Johannistag, der sonnenwarme,
Hat alle Blumen aufgeküßt.
O sei in deines Jünglings Arme
Du schönste Blume, mir gegrüßt!

Der Schlüssel blüht heut wenig ... weiterlesen Die Wangen-Grübchen

Kind, deiner Wangen Tellchen
Sind süßer Scherze Schaukeln
Und neckischer Launen Quellchen,
Die Grazien umgaukeln.

Herz, deiner Wangen Tellchen
Sind holde ... weiterlesen Amadea Königin

Laß mich deine Füße küssen,
Weib von hohem edeln Sinn!
Denn du sollst es heute wissen,
Daß dein Eigenhold ich bin.
Laß mich deine Füße küssen,
Meine ... weiterlesen Die werthvolle Stunde

Liebe Freunde, setzt euch nieder
In der Freude Kreis!
Singt ihr lebensfrische Lieder,
Lieder lebensheiß!

Bangt nicht, daß den lauten Zecher
Uebermuth ... weiterlesen David und Goliath

Lies`t von einem wackern jungen
Hirten, der im heißen Streit
Einen Riesen kühn bezwungen
Und das Vaterland befreit.

David, kleiner Hirtenknabe!
Großer ... weiterlesen In der Thalhütte

Längst ist schon der Tag verglommen,
Und vom Berg` der Hirtenknabe
Ist in`s Thal herabgekommen
Mit dem Horne, mit dem Stabe.

Seiner Mutter kahle Wände
... weiterlesen Die Gaben der Begleiterin

Mein Weg ging nicht durch weiche
Und blüthenreiche Au`n.
Von rauhem Felsensteige
Nur durft` ich sie beschaun.
Von Sturm und Graus umschnoben,
Gequält von ... weiterlesen Ein Stübchen

Mich locket eine Zelle,
Ein dämmersüßer Raum.
Vor`m Fenster dämpft die Helle
Ein mächtiger Eschenbaum.

Das ist ein köstlich Düster,
In dem ich Nacht ... weiterlesen Neue Jugend

Mit besorgtem Mutterlächeln
Ueber mir die Nacht sich beugt.
Ihre duftigen Hüllen fächeln
Um die Brust mir thauig feucht.
Mit des Tages letzten Strahlen
Hat sie ... weiterlesen Geschlossener Kranz

Mit Blumen geschmückt,
Die im Wald ich gepflückt,
Zog aus dem Vaterhaus
Ich keck in die Welt hinaus.

Bedächtig und kalt
Heimkehr` ich zum Wald,
... weiterlesen Montag

Nach einem Gewitter

Aus tiefdunkeln Wolkenmassen
Rasch der Blitz die Nacht erhellt.
Rasch mußt du das Glück erfassen,
Das vom Himmel niederfällt.
Alles ... weiterlesen Die Alrnne

Nacht, ernste zauberische Träumerin,
Erschaffrin wonneseliger Gestalten,
Dein bin ich ganz; ich fühle Herz und Sinn
Von deinen Zauberkräften festgehalten.

... weiterlesen Das Abendgeläute

Nah an des Hochgebirges Flucht,
Wo jäh die Berge niedersinken,
In eines Thales grüner Bucht
Seh` ich ein einsam‘ Dörfchen winken.

Und von dem nächsten Berge ... weiterlesen Unsere Trennung

Nun hab` ich`s sonnenklar erkannt.
Was uns hat trennen müssen,
War glühend auch dein Herz entbrannt
Von meinen Flammenküssen. —

Noch blitzte keines Sternes ... weiterlesen Dichterzorn

O kann ein Herz wohl heißer lieben,
Als dich mein Dichterberz geliebt?
O kann ein Herz wohl mehr betrüben,
Als mich dein Frauenherz betrübt?

Jetzt möcht` ich ... weiterlesen Die All-Mutter

O Nacht! du dunkle Mohrenkönigin,
Des Alls Gebärerin und Nährerin,
Du Isisbild in ewigen Schleiern!
Von Liedern laß, die ich mit dir gezeugt,
Die du mit deiner ... weiterlesen Täuschung

Oft schon im dunkeln Kreis
Schweigender Nacht
Bin ich wie fieberheiß
Plötzlich erwacht.

Ach! da umgaukelt mich
Blühend dein Bild,
Tändelt und ... weiterlesen Erinnerungstraum

Oft wenn ich einsam wandle meine Pfade
Und meine Stirn in Abendlüften bade,
Gesandt mir von des Berges Oreade,

Versink` ich still in dämmernde Gesichte,
Und ... weiterlesen Verdammt die Philisterei!

Philister geh`n uns gar nichts an.
Wir baben uns der Leute
Mit Zopf und Puder abgethan,
Und leben fröhlich heute.
Ihr dürft nicht auf sie hören,
Daß sie die ... weiterlesen Aus der beglückten Erde Mutterschooß

Ringt sich, geschmückt mit goldnen Sonnenstrahlen,
Ibr schönstes Kind, der bunte Frühling, los,
Um Berg und Thal mit Farbenpracht zu malen.
Die Erde glänzt im grünen- ... weiterlesen Nachts auf dem Berge

Sanft senkt die Nacht sich zu der Erde nieder.
Und ihres Hauches Zepbyrschwingen weh`n.
Der Abendröthe goldenes Gefieder
Küßt meiner Heimath waldbekränzte Höh`n.

... weiterlesen Die Abendwolke

Sanft starb der Sommertag; die Nacht ummantelt
Mit goldumwirktem Schleier seine Neste.
Als dunkle Leichenfrau die Wolke wandelt
Still weinend durch des Abendhimmels Beste,
... weiterlesen Herbst

Schwermüthig geh` ich unter fahlen Linden
Und suche, was ich nimmer werde finden;
Des Lebens letzte Hoffnungssterne schwinden.
Den schönsten Namen geb` ich mit den Winden;
... weiterlesen Die Brautnacht

Seht das Schloß am Meeresufer,
Dessen Fuß die Welle feuchtet!
Laue Nacht wogt um die Zinnen,
Doch die Fenster sind erleuchtet.

In dem Schlosse halten Hochzeit
... weiterlesen Die Bekehrung

Strahlenfunkelnd war der schöne
Stern der Liebe aufgegangen,
Und die Nacht kam vom Gebirge,
Mit dem schwarzen Flor umhangen.

Auf der Veja von Granada
Ritt ... weiterlesen An Amadea

Tadelt man, daß wir uns lieben,
Dürfen wir uns nicht detrüben;
Tadel ist von keiner Kraft.
Andern Dingen mag das gelten;
Kein Mißbilligen, kein Schelten
Macht ... weiterlesen Rückschau

Tage gehen, Tage kommen
Und mein Auge ficht dich nicht.
So entzündet und verglommen
Ist schon manches Mondes Licht.

Immer ruf` ich nun dem Glücke,
Als ... weiterlesen Der Reisegefährte

Ueber wilde Rauschebäche
Schreit` ich auf dem Felsensteg,
Durch das Thal und durch die Fläche.
Immer weiter meinen Weg.

Und ich wandre still und heiter,
... weiterlesen Der alte Friede

Und die Welt hat sie vergessen
Dieses Friedens Seligkeit,
Weiß nicht, daß sie einst besessen
Eine marterlose Zeit. —
Welch ein nimmermüdes Ringen
Hat das ... weiterlesen Verwandlung

Und nun verschmelzen die Gestalten
Zu einer göttlichen Gestalt,
Wie duftige Blttthen sich entfalten
Zu einem prächtigen Blüthenwald.
Nur eine Göttin ist es eben,
... weiterlesen Nacht und Poesie

Unzertrennbar mir und eins,
Nacht und Poesie, du Hohe!
Mit der Spende deines Weins
Zündest du des Liedes Lohe
In der Brust, der qualgedrückten,
Dann von deinem ... weiterlesen Vogelsang - III. Das Vöglein im Sprenkel

Verborgen unter grünem Blatt
War aufgestellt die Schlinge;
Mein Herz daran gehängt ich hatt`
Das sich ein Vöglein singe.

Eins dachte wohl im nahen Wald:
... weiterlesen Das gelobte Land

Vom Land, wo Milch und Honig fleußt,
Hat Jeder schon vernommen.
Wir wissen nicht, wie`s weiter heißt,
Wir sind nicht hingekommen.
Auch liegt uns wahrlich wenig dran.
... weiterlesen Fünf Jahre später

Von einem Grabe bin ich heimgekehrt,
Auf dessen Hügel sich schon Gräser heben;
Ein Grab, gleichgültig mir und doch so werth!
O Widerspruch, wie unser ganzes Leben!

... weiterlesen Zum Abschied

Was du mir schwurst, wirst du nicht halten.
Bald wird die flüchtige Liebesglut
In dir verlöschen und erkalten.
Und für uns beide ist es gut.

Ich gebe dir den ... weiterlesen Was zürnst du?

Was zürnst du mir, du Schöne?
Was hab` ich dir gethan?
Ach, meines Liedes Töne
Weh`n dich von fern nur an!
Oft bringt das Abendläuten
Dir schlummersüßen ... weiterlesen Zur Rosenzeit

Wenn sonst die Rosen blühten,
Saß ich an deiner Seite
Des Abends still und traut,
Da haben uns Küssemüden
Die Sterne aus Himmelsweiten
Grüße herabgethaut.
... weiterlesen Die weiße Stute

Wer kennt am Frat nicht Rabeks weiße Stute,
Das schönste Pferd, das je dem reinen Blute
Entsprang der edeln Nace Kahillan?
Wer sah el Rabek wohl auf ihrem Rücken
Und ... weiterlesen Das erste Lied

Wie die Nacht, von Sternen mild beäugelt,
Und von Düfteküssen süß geschmeichelt,
Auf den Bergen ruht und auf der Flur —
Zartbeschwingte Geisterlaute tragen
Dunkle ... weiterlesen Täuschung

Wie kann dein Herz mir Liebe schwören,
Wenn du nach fernen Ländern ziehst?
Magst du nicht selber dich betbören:
Du könnest mir nur angehören,
Wenn ohne Leid dumir ... weiterlesen Der Träumer

Wie war ich doch als Knabe
Ein wunderlicher Held!
Ich zog am grünen Stabe
Träumend durch Wald und Feld.

Ich lag im Schattendüster
Oft unter einem ... weiterlesen Die Nasentaufe

Wir freuen uns mit Herz und Mund,
Und hassen alles Eifern;
Das macht: wir sind ein Tugendbund
Von frohen Nasentäufern.
Wer will von unserm Bunde sein,
Der nehme ... weiterlesen Weinlied

Wir lieben wohl den grünen Wald,
Doch nur auf Bergen traun!
Die viel zu hoch und viel zu kalt,
Um Wein darauf zu baun.
Am Bergeshang im Sonnenschein,
Da blüh` die ... weiterlesen Doppelkuß

Zephyr und mein Lieb verlangen
Stets zu küssen mich im Bund;
Jener küßt mich auf die Wangen,
Diese küßt mich auf den Mund.

Kühl des Zephyrs Küsse wehen;
... weiterlesen Des Jägers Lieb

Zu Schönau in dem Hage,
Da steht ein edler Hirsch,
Dorthin geht alle Tage
Ein Jäger auf die Pirsch.
Die grünen Waldesfahnen,
Von Reis und Laub gemacht,
... weiterlesen Sonnabend

Zum Abschied

Der letzte Tag! — Ernst tritt das Scheiden
An unsre stille Seligkeit.
Ach, wer empfindet von uns beiden
Ob dieser Trennung herbres Leid!
Dich ... weiterlesen Herbstschmerzen

Zum Fenster schau` ich trüb` hinaus
Und starre gegenüber
An das ergraute Gotteshaus.
Mein Herz pocht wie im Fieber.

Dort an der alten Kirche stehn
Drei ... weiterlesen

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