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Gedichte - Friedrich Stoltze


Fragment

        Ich schlief
und wie ich schlafend lag,  
  Kam mir ein Traum vom jüngsten
Tag. Der Herr fuhr auf von feinem
Throne Und rief ergrimmt: Nun ist`
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Es ist Mai!

    Es ist Mai! es ist
Mai! Komm, mein Liebchen,
Frühlingsluft Trink` in vollen
Zügen! Lasse dich von Klang und
Duft Durch die Fluren wiegen.  
  Es ist
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Die politische Befangne

(Anna Stolze) Im Thurme, hinter`m
gothischen Erker, So stark vergittert
ganz und gar, Saß eine Taube in dem
Kerker, Weil sie gedacht hat wie ein
Aar. Gefangen
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Auf die Gräber meiner Kinder

(Christianchen) I. Ein Bübchen
liegt in diesem Räumchen, Auf
Weihnacht starb`s, der heil`gen
Nacht; Es hat ihm, statt der
Tannenbäumchen, Christkindlein ein
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Das Frankfurter Wunder

(Nach bekannter Melodie) Es steht ein
Zollhaus an dem Main, Da kehren alle
Kisten ein, Und dicke Ballen
Wollen, Und Fässer Oel und Fässer
Wein, Die lassen sich verzo
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Der Winter

(Zu einem Tableau) Ich, sprach der
Lenz, bin Herr alleine, Mein ist die
Krone und das Reich! Im Nimbus meiner
Sonnenscheine Tret` ich hervor, — wer
ist mir gleich? O
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Triumphzug einer silbernen Hochzeit

(zu einem wandelnden Tableau) Hurrah!
es naht ein Siegeszug! Nun macht euch
auf die Socken, Und lass`t uns läuten
laut genug Die Lust mit allen
Glocken! Da ta
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Grab eines Freischärlers

An einer stillen Stelle. Im grünen
kühlen Wald, Da schläft ein braver
Geselle, Der wacht nicht auf so
bald. Er schläft in seinen
Waffen, Im Freisoldatenkleid;
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Das Volksblatt für Rhein und Main

an seine Leser. Zum Neujahr 1852. Sei
die Manneshand geboten Allen Stolzen
allerwegen, Die im Licht, im
morgenrothen, Noch die Stirne tragen
mögen! Die noch heben sto
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Biene

Auch ein Räuber ist die Biene, Und ein
Dolch ist ihre Wehr; Vor sich hin ein
Liedchen summend Streift sie in dem
Land umher. Wehe allen
Blumenkindern, Die auf ihrer S
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Deutsche Hymne

Auf, Brüder, auf! das Schwert zur
Hand! Im Sturmschritt vor das
Vaterland! Ein Volk! Ein Heer! Ein
Wetterschlag! Nun kommt der Freiheit
großer Tag, Nun Deutschland sollst du
strahl
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Bergwacht

Das ist ein lustig Wachtrevier, Hoch
auf den Bergesspitzen! Hinaus in die
Lande lassen wir Die blanken Waffen
blitzen. Die Sonn`, ein guter
Kamerad Des allerfreisten S
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Das Kind, dem alle Dichter singen

Das Kind, dem alle Dichter singen, Der
kleine Gott bleibt lächelnd
steh`n, Und schlägt vergnügt in seine
Schwingen Ein liebend Paar vereint zu
seh`n; Doch trifft der Gott auf sein
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Dem Volke sei der Sieg gebracht

Dem Volke sei der Sieg gebracht Und
obenan sein Sitz! Daß walte Gott mit
aller Macht, Bis auf den letzten
Blitz! Daß walte unsres Schwertes
Kraft Bis auf den letzten Streich
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Kronthal

Der Abend senkt in`s Thal die sanften
Schatten Und es verglüht der Tag am
Felsengipfel; Die Amsel singt ihr
letztes Lied im Wipfel, Und heimwärts
treibt der Hirte von den Matten; D
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Gebet

Der du im Mittelpunkt der
Himmelsferne Der Sonne Nacken trittst
mit ew`gen Siegen, Du, welchen
demutvoll Myriaden Sterne Mit ihren
stolzen Frühlingen umstiegen: Herr!
hast du keinen
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Eppstein

Der Frühling sank in seiner ganzen
Hehre, Mit allen seinen Zaubern auf die
Flur; Des Eises Perle schmolz zur
Freudenzähre Und zittert in dem Auge
der Natur; Und Alles ward zur Blum
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Prolog zur Terpsichore

Der Sommer ist dahingegangen Und Blatt
um Blatt entfiel dem Baum, Und was
vordem die Vögel sangen, Das dünkt
uns alles wie ein Traum. Doch soll
darum das Herz verzagen
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Deutsches Landsturmlied

Deutschland Hurrah! Deutschland
Hurrah! Mann an Mann, Bann an
Bann, Was die Waffen tragen
kann! Blankes Wort! blanke Wehr! Stolz
die Fahne drüber her! Weit und breit
kampfber
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Krönung

Du alte Krönungsstadt am
Main, Bekränze deine Gassen! Es zieht
ein alter Freier ein, Der will sich
krönen lassen. Du Mädchen, dem die
Liebe flammt Im Aug` und auf
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Du bist ein Bursch mit krausem Haar

Du bist ein Bursch mit krausem
Haar, Dir mag die Liebe taugen, Du
hast ein frisches Lippenpaar Und rechte
blaue Augen. Gewachsen bist du wie
ein Rohr, Nur noch ein wen
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Du bist so schön, du bist so milde

Du bist so schön, du bist so
milde, Daß du zugleich entzückst und
rührst, Und mit dem hohen
Gnadenbilde Mit Recht den gleichen
Namen führst. Auch du hast Engel im
Geleit
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Sonette - II.

Du junger Lieutenant mit den blanken
Litzen, Nun darf sich Deutschland ruhig
schlafen legen, Du trägst da einen
funkel neuen Degen Und wirst damit das
Vaterland beschützen.
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Einem scheidenden Sänger

Durch unsre frohen Lieder zieht ein
Klang, Die Wehmut ist`s mit dem
gedämpften Tone, Denn einer unsrer
Brüder im Gesang Zieht von dem trauten
Main zur fernen Rhone. Wenn man zu dir
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Lorsbach

Dörfchen, wie malerisch Liegst du im
Pfad! Mühle, wie prahlerisch Rauscht
dir`s vom Rad! Kirchlein, wie
bäuerlich Bist du gebaut! Glöckchen,
wie feierlich Kl
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Bruderlied

Ein ein`ger Himmel überspannt Die
weite Welt; Es ist nur eine
Vaterhand, Die alles hält; Mit
gleicher Liebe, gleicher Lust Nimmt
Gott uns All an sein Brust; Wer es au
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Rösleins Geburtstag

Ein Röslein feiert in dem Thal Sein
Wiegenfest, den Mai; Auf weißen
Blüthen prangt das Mahl, Das Veilchen
ist Lakai. Und in Kristallen,
himmelblau, Hellschimmer
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Einen Gruß aus dem Getümmel

Einen Gruß aus dem Getümmel, Aus der
Stadt voll Stolz und Pein, Unter deinem
stillen Himmel, In dein sanftes Herz
hinein! Aus den Tücken und den
Ränken, Aus dem Pr
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Die weißen Rosen

Er hatte Weib und Kind zu Haus Und zog
in alle Welt hinaus, Hinaus auf
Nimmerwiedersehn, Daheim die mögen
betteln gehn. Die wurden bleich vor
Noth und Gram, Wie er so
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Sonnenuntergang im Berner Oberland

Es brennt im Berner Oberland! Es bläst
das Schreckhorn Sturm, Es steht im
lichterlohen Brand, Der Alpendomes
Thurm. Die Thürmerin. die Jungfrau,
harrt Hoch oben, glu
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(Frankfurt-Gedicht von Friedrich Stoltze)

Es is kaa Stadt uff der weite Welt, die
so merr wie mei Frankfort gefällt, un
es will merr net in mein Kopp enei, wie
kann nor e Mensch net von Frankfort
sei! Un wär´sch e
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Es ist schon späte Mitternacht

Es ist schon späte Mitternacht; Das
Mägdlein sitzt im Bett und wacht, Da
hört es auf der Straßen    
Ein Blasen.        
Ade! Wie Mä
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Der Rezensent

Es saß in seinem Stübchen der
Poete Und sah sich just die neu`ste
Zeitung an, Da pötzlich überdeckte
Zornesröthe Sein Antlitz bis zur hohen
Stirn hinan. Und zornig fuhr
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Märchen aus einer Julinacht

Es waren `mal der Bursche vier, Gar
wacker Sängerblut; Und weit und breit
war kein Gesell, Der trank so schnell
und sang so hell Und war so
wohlgemut. Ein erster Baß
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Aus dem Dachkämmerchen

Es wiesen ihm die Dichterloose Ein
kleines Bodenstübchen an; Im ersten
Stocke wohnt die Prose, Weil die nicht
höher steigen kann. Er aber stieg,
mit stolzen Mienen,
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Nur ein paar Thränen sind‘s

Es wohnt Polyp im Ozean, Sein Schloß
ist von Kristall`n, Die Strudel sind
die Säulen dran, Das Dach ist von
Korall`n. In eines großen Parkes
Grün Liegt das kristall`ne Hau
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Ein freier Mann

Euch neid` ich nicht, ihr armen
Thoren, Die ihr vor einem Throne
kreucht! Ich bin ein freier Mann
geboren Und habe nie mein Haupt
gebeugt. Mögt ihr auch Band und
Würden tragen,
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Freiheit du, mein Losungswort

Freiheit, du mein Losungswort, Vollen
Drang`s und Schalles! Deutschland, du
mein Heimathport! Du mein Schwert, mein
letzter Hort! Ihr mein Ein, mein
Alles! Nasch die Banner au
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Nur machen kann ich selbst kein Lied

Geh` ich im Frühling draus, im
schönen, O wie das duftet, strahlt und
blüht! Ich höre tausend Lieder
tönen, Nur machen kann ich selbst kein
Lied. Doch Winters, hinter`m warmen O
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Pfälzischer Vorposten am Rhein

Gelehnt auf die Flinte Mit trotzigem
Muth, Die Feder im Winde Hoch oben am
Hut, Die Klinge zur Seite Die Blouse
gebläht, So hat er ins weite Gethäle
gespäht.
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Zu den Skizzen aus der Pfalz

Gezeichnet von E. Schalck. 1849.
Ludwigshafen. (Aufwerfung der
Schanzen) Zu Ludwigshafen also
schallt`s: O fröhlich Pfalz! o Gott
erhalt`s! Und hilf dem Volk zum Sieg
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Frühlingslied

Guck! guck! Flink! flink! Es blüht! es
blüht! Ruft Guckuck, Fink und
Nachtigall. O nun hinaus zu Feld und
Ried, Zu Berg und Thal ihr Menschen
all! O seht die Veilche
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Angesichts der Jungfrau in der Schweiz

Ha, ich schau` dich, hohe Jungfrau,
Kön`gin auf dem Gletscherthrone! Und
von Zacken Eis ist deine ew`ge
diamant`ne Krone, Und dein Baldachin
der Himmel, den krystall`ne Säulen
stützen,
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Gottvertrauen

Halt fest an Gott von Jugend an Und sei
voll Zuversicht! Geh` still und treue
deine Bahn Und laß` dich selber
nicht. Ist auch dein Herz betrübt zu
todt, Dein Glück
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Christus

Herr! Strahlenwerfender! in
Bangen Umschweif` ich schüchtern deine
Bahn; O dürfte ich mich, von Nacht
umfangen, Dem Lichtglanz deiner Stirne
nah`n! Dürft` ich aus meinen Finsterni
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Auf dem Staufen

Hoch auf dem Staufen steh` ich hier In
dem Kristall der Luft, Und unten liegt
das Thalrevier Gleich wie in lauter
Duft. Und durch des Schleiers dünnen
Flor Erspäh` ich Dorf
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Frühlingsliedchen

I. Hinauf bis zum Gipfel Ist Alles
so grün, Sind Buschwerk und
Wipfel Ein Duften und Blühn! Und bis
zu den Dünen Hinab an den Seen, Ist
alles ein Grü
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Bergkönig

Ich bin der König, der auf Bergen
schreitet, Mein Purpur ist aus
Morgenroth bereitet, Die Sonne glänzt
als Kron` auf meinem Haar; Es steht
mein Thronstuhl auf dem höchsten Firne,

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Ich hab sie einsam weinen sehn

Ich hab` sie einsam weinen sehn, So
recht allein im Leid, O Thränen! in
des Windes Wehn Und in den Sand
gestreut. O Herz`, das so im Stillen,
bricht, So einsam weint
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Bivuaque zu Kaiserslautern

Ich trag` das Freisoldatenkleid Und
nehm` nit Fürstensold, Hab` abgelegt
den Fahneneid Auf`s Banner
Schwarz-Roth-Gold. Und häng`, so
lang mein Odem haucht, An Volk u
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(Ernstchen.)

III. Lieb Mutter sitzt im
Stübchen, Weint sich die Augen
trüb, Was gingst du auch, mein
Bübchen? Wir hatten dich so
lieb! Hätt`st bei uns bleibm sollen,
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Einem scheidenden Lehrer

Im Namen seiner Schülerinnen. Zum
fernen Norden lenkst du nun die
Schritte Und um die Newa tauschest du
den Main; O laß noch einen Gruß, noch
eine Bitte Zum Lebewohl dir n
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Zum Erscheinen der Krebbelzeitung

Im Sommer 1858. Es strahlt die Welt !
in tausend Bächen Stürzt aus der
Sonne Licht darauf! O Fülle Glanz !
die Knospen brechen Zu Kelchen und
Pokalen auf; Die Weste
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Der Schiffer

Im Uferschilf am Binsenstrang, da liegt
ein Kahn im Rhein, Der Weide grüner
Ueberhang hüllt ihn in Schalten
ein. Da sitzt ein junger Schiffersmann
der sich ein Ruder schnitzt, Dem auf
die
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Der Pfingstdienstag in Frankfurt a.M.

In unserm Volkesfestkalender Mit
goldner Schrift prangt dieser Tag! Den
Geizhals macht er zum
Verschwender Durch seines Namens
Zauberschlag; Den Misanthrop macht er
gesellig,
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Zwei Freunden

In wilder Nacht, voll grauser
Dunkelheit, Gepeitscht vom
Schneesturm, auf verwehtem Pfade,
Stiegt ihr herauf vom fernen
Maingestade Und habt den armen kranken
Freund befreit.
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Sonette - III.

Ja wohl! im Wirthshaus hinter Krug und
Würsten, Da schwatzt ihr viel von
heil`gen Völkerrechten, Da seid ihr
Helden, die mit Gabeln fechten Und
löscht in bairisch Bier das
Rachedürsten.
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Phantasus

Kannst du folgen nicht dem Fluge, Auf
des Dichtergeistes Flügeln, Bin ich
dir gleich einem Buche Unter`m Schluß
von sieben Siegeln; Doch vermagst du
mitzuschweifen Küh
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Champagnerliedchen

Komm Fläschchen, Fläschchen! hopp!
hopp! hopp! Wir wollen einmal
tanzen! Wir wollen einmal lustig
sein, Du liebes Fläschchen
Wein!     Leg` ab dein
Häubchen silberweiß
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Käm mich doch ein Gähnen an

Käm` mich doch ein Gähnen an, Blaßer
Mond, als dein Gefährte! Immerfort
dieselbe Bahn, Immerfort dieselbe
Erde! Mit derselben Erde dann Immer um
dieselbe Sonne! O d
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Freischaarenlied

Langes Schwert und kurzer Stutz, Blick
und Haltung: Stolz und Trutz! Kurze
Blouse, langer Bart, Das ist
Freisoldaten Art!      
Hurrah! Tag und Nacht mi
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Laß dich ihren Neid nicht grämen

Laß` dich ihren Neid nicht
grämen, Küsse, Kind, und sei
geküßt! Willst du dich zu küssen
schämen Weil dein Mund so blühend
ist? Alte Jungfern, böse Zungen, We
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Zur Einweihung einer Kleinkinderschule

Mai 1842 Wir haben uns zu einem Fest
verbunden, Zu einem Feste der
Gemütlichkeit; Es wird in diesen
feierlichen Stunden Der zarten Kindheit
ein Asyl geweiht. Wol mag`
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Waffenruf an Deutschlands Künstlerschaft

Mai 1849. Nun werfet Stift und
Stichel fort Und Meisel, Kiel und
Kohle! Das Schwert ist nun das
Losungswort Die Freiheit die
Parole! Frisch auf, du deutsche
Künstlers
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Mein Kind ich habe keinen Batzen

Mein Kind ich habe keinen Batzen, Bin
arm wie eine Kirchenmaus! Doch Gott der
Herr ernährt die Spatzen Und hilft wol
auch dem Dichter aus. Man braucht so
wenig für das Lebe
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Sonette - I.

Mein theurer Freund! dir fehlts an
Qualitäten, Sonst hättest du wohl
längst schon Brot und Amt. Ach, dein
Talent! gleichgültig ganz
verdammt Ist`s den Ministern und
Geheimeräthen.
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Ruine Königstein

Mich ruft zu trüben Bildern Die
Burgruine hier, Doch Lenz und Frieden
mildern Die Wehmuth sanft in mir. Denn
was die Zeit verheerte, Nur nicht des
Herzens Ruh, Das dec
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Zug nach Landau

Mit reisigen Trossn, In Blousen und
Gurten, Mit Mannen und Rossen Durch
Schluchten und Furten! Auf felsigen
Bahnen Mit schwerem Geschütze, Mit
Federn und Fahne
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Wein und Liebe

Mit Rosen kränz` ich den Pokal, Und
schenke fröhlich ein; Hoch ! dreimal
hoch! hoch abermal! Die Liebe und der
Wein! Ein goldner Wein, ein holder
Blick Und meine Jugend noch
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Nimm mir die Rose von der Brust

Nimm mir die Rose von der Brust, Das
grüne Band vom Hut! Ich hab` es ja
voraus gewußt, Es thut nicht lange
gut. Wenn sie so saß an meiner
Seit`, Und sie mein Arm um
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Improvisation auf der Wanderung

O diese frische Morgenluft! Diese
Höhen mit Forsten und Quellen! O
Wogenschwall! o Wälderduft! O Rauschen
von Wipfeln und Wellen! So im Gebirge
schreit` ich hier, Di
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Morgenlied

O du, dem seine Schöpfung glüht, Den
alles Leben preist, Empor zu dir mit
Herz und Lied Du großer, guter
Geist! Du schütztest mich, der ich
wie todt In Nacht und D
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Unter einer Abbildung des väterlichen Hauses

O Häuschen, theuer mir auf immer, Wo
gute Menschen einst gelebt, Und meiner
Kindheit Rosenschimmer Um deinen alten
Giebel webt! Du bist dahin! und nur die
Bäume, Die ich im
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Am Recheneigraben zu Frankfurt a.M.

O Maiennacht! aus
Nachtigallenklang, Aus Duft und West
und Vollmondschein gewoben! Du süßes
Moll im lyrischen Gesang, Du zu der
Nächte Königin erhoben! Sei mir
gegrüßt hier, wo
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Unsrer Wirthin

O preist sie, unsre Lieder, Die Maid so
zaubermild, Die uns im knappen
Mieder Mit Wein den Becher füllt! Die
mit dem Thau der Rebe Die durstige
Zunge netzt, Und an dem
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Auf dem Feldberg

O Rundgemälde ! Einblick in die
Gau`n! O Städte, Dörfer, Strom,
Gebirg und Warten! O Wälder, Wiesen,
Saatgefield und Au`n! Weit aufgerollte
deutsche Ländercharten! Wer zählt di
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Auf dem Falkenstein

O Zeit der Burgen und der Ritter! O du
der Abenteuer Zeit! O Zeit des
Schwertes und der Zither, Romantische
Vergangenheit! O Zeit, wo noch vom
Heimatherde Nach Palästina zog
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Kapuziner Predigt

Paulus, der schrieb den
Ephesern: Trinket nie aus leeren
Gläsern! Sintemal und
alldieweil Dieses ist dem Herrn ein
Greul. Den Galathern thät er
schreiben: Laßt das
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Schifferlied

Rollt ihr Wogen, rollt heran! Blaset
zu, Orkane! Mitten durch, mein braver
Kahn, Ueber Bank und
Klippenzahn, Stolz gleich einem
Schwane. Schwarz-Roth-Golden
aufgehißt,
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Horch! Horch!

Schon hebt es an im Wald umher Gelinde
zu sausen! Ein leichter Windstoß
bringt vom Meer Ein dumpfes
Brausen. Es zieht Gewölk dem Ost
entlang Mit hellen Säumen, Die S
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Sie naht, sie naht, die süße holde Braut!

Sie naht, sie naht, die süße holde
Braut! Wie pocht das Herz mir in der
Brust so laut! Mein Auge schwimmt und
meine Wange glüht, Und meine Lippen
überströmt ein Lied. Si
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Christfest

Still sank die Nacht in Bethlehems
Gefilde Und heil`ge Ruhe athmete die
Welt; Der Himmel strahlte im besternten
Bilde, Sanft war die Flur vom Monde
aufgehellt; Und angelockt von dies
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Sonette - IV.

Tief im Gebirge, in der Wildniß
Graus, Beschnapst der Schwager und
entzwei ein Rad, Indeß die Nacht mit
Blitz und Donner naht, Mit Regengüssen
und mit Sturmgebraus. Kein K
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Nacht und Sonnenaufgang

Tief in Schatten eingewoben, Stille,
stille, Land und Meer! Nur ein Schauer
weht von Oben, Von den goldnen Sternen
her. Flur und Wald sind
eingeschlafen, Alle Berge bis zum Sa
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Und eine schlanke Tanne steht

Und eine schlanke Tanne steht Am fernen
Strand der Saale, Ein junger Eichbaum
aber weht Im grünen
Mainesthale. Wie Sehnsucht flüsterts
hier und dort Und rauscht ein
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Zur Weihnachtsbescheerung der Frankfurter Turner

Und wenn die erste Lerche singet, Da
wird es Frühling nach und nach; Doch
wenn das Weihnachtsglöckchen
klinget Wird`s schön auf Einen
Zauberschlag. Da blüht`s und sprosst`s
mit E
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Gesellschaftliche Zustände

Uns theilt die Aristokratie der
Rente, In Gulden-, Kreuzer- und in
Hellerstände. Der harte Gulden
schaut, gleich einem Prinzen, Auf
neunundfünfzig Kreuzer kleiner
Münzen.
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Poetenfahrt

Vom Sinn ein wenig lose, So zieh` ich
wohlgemuth, Im Knopfloch eine Rose,
Ein grünes Band am Hut, Ein Ränzel
auf dem Rücken, Das mir so niedlich
steht, Das wir
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Auf dem Rossert

Von dem Rossert, dichtbewaldet, Schaue
ich in`s Land hinab, Und das Bild, das
sich entfaltet, Lockt mir neuen Jubel
ab. Wem den ersten Gruß der
Lieder? Tausend Augen
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Zur Eröffnung eines Liebhabertheaters

Von Einer Mutter stammen die
Eamönen, Es zeugte sie die Schönheit
mit dem Geist; Sie sind bestimmt das
Leben zu verschonen, Und Jedem Heil!
der sie willkommen heißt. Wo ihre
Zaube
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Einer Frühverstorbenen

Was bist du heimgegangen vor der
Zeit? Bist du schon müd der
Jugendseligkeit, Bist du schon müd des
Lebens süßer Last Und hast dein Haupt
so früh gelegt zur Rast? Noch hat kein

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Wenn ich durch den Frühling geh

Wenn ich durch den Frühling
geh`, Mehrt sich nur mein
Schmerz, Jede Rose, die ich
seh`, Fällt mir schwer auf`s
Herz. Wenn`s mit Liedern
minniglich Aus den Büschen k
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Naturrecht

Wer bist du denn? was sollen diese
Waffen? Vertrittst den Weg? hast du ein
Recht dazu? Ich bin doch aus demselben
Stoff geschaffen Und hab` doch auch ein
Herz im Leib, wie du!
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Wer hat im Mai die Schaaren

Wer hat im Mai die Schaaren Der Blumen
je gezählt? Man wird es nicht
gewahren, Wenn eine Rose
fehlt. Nicht minder schön und
wärmer Wird`s auf dem Erdenball,
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Wie bleich sind nun die Sterne

Wie bleich sind nun die Sterne, Wie
meine Augen trüb! Es ist in weiter
Ferne Gestorben mir mein Lieb. Die
lieben, blauen Augen Hab` ich nicht
zugedrückt; Die
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Einem jungen Maler aufs Grab

Wie ihn die Religion führte zur Kunst,
einen Edlen, Also führte die Kunst
edler ihn wieder zu Gott; Thränen
benetzten sein Grab, Thränen der
Freundschaft und Liebe; Ein gerathner
Sohn w
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Landmanns Morgen- und Abendlied

Wir haben, Herr gelitten viel! O setze
du dem Leid ein Ziel Und gib es nun nit
weiter zu Daß Jemand uns ein Unrecht
thu! Sieh unsere Thäler unsre
Höh`n! Das Volk so
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Zwei Auswandernden

Wir sitzen hier beisammen um den
Tisch Als gäbe es kein Scheiden und
kein Trennen! Das Lied ist helle und
der Wein ist frisch Und hundert frohe
Augensterne brennen. Doch ach ! um ei
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Wohin?

Wo will dein Herz, noch unverdorben,
Nun hin mit seinem vollen Schlag? Du
weißt, die Freiheit ist gestorben Und
steht nicht auf am dritten Tag. Und
ach, um sie dein reinstes Seh
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Zum Hüttlein bergunter

Zum Hüttlein bergunter, Zum
Schlößlein bergauf, Ein Mägdlein
schaut runter Ein Bürschlein
hinauf. Sie schaun eine Weile, Es
wird ihnen weh, Dem Bursch ist`
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Im Hochgefühle einer freien Seele

Zum Lichte sei dein Angesicht
gekehrt Und Hoheit leuchte Stirne und
Geberde! So tritt einher in deinem
Menschenwerth, Der frei geborne Sohn
der grünen Erde. Ob auch kein Purpur
dir
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Bundeslied des deutschen Sängervereins

„Cäcilia` in Lyon. Was uns eint
als Deutsche wieder An der Rohne
grünem Strand, Das sind unsrer Heimat
Lieder, Und die Lust am
Vaterland. Laßt sie rauschen! laßt
... weiterlesen