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Gedichte - Karl Gerok

Osterklänge - Osterlied

    Osternacht, Osternacht,
    Hast der Welt das Licht gebracht!
Da aus blut`gen Grabgewanden
In der Früh der Herr erstanden
Glühst du auf in ... weiterlesen


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Des Sängers letzter Frühling

    Stellt den Stuhl mir unters offne Fenster,
Wo der Apfelbaum von Blüten duftet,
Wo durch Wälder blühnder Obstgelände
Über helle, frischbegrünte Matten
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Golgatha

(Karfreitag)

Durch manche Länderstrecke trug ich den Wanderstab,
von mancher Felsenecke schaut ich ins Tal hinab;
doch über alle Berge, die ich auf Erden sah,
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Die Bekehrung der Angelsachsen.

(Um 600 n. Chr.)

Durch die bunten Sklavenhaufen,
Ausgestellt am Markt zu Rom,
Wogt, zu schauen und zu kaufen,
Auf und ab der Menschenstrom,
Musternd ... weiterlesen


„Gott wills!“

(Zur Missionarsweihe.)

Marc. 16, 13.

Gott will es! so rufen die Ritter,
Entflammt von der Predigt Gewalt,
Dass der Schwur wie ein himmlisch Gewitter
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„Wehe mir, ich bin unreiner Lippen“

(Zur Predigerweihe.)

„Heilig, heilig, heilig“, singen
Ihrem Herrn die Seraphim,
Hüllen in die Silberschwingen
Bebend ihr Gesicht vor ihm;
Ihre ... weiterlesen


Osterklänge - Wer feiert die fröhlichsten Ostern

1 Kor. 15, 55.
Der Tod ist verschlungen in den Sieg.

Willkommen, o fröhlicher Ostertag!
Nun klingt es wie Psalmen in Lüften,
Nun lebet, was welk und erstorben ... weiterlesen


Krankenwacht.

1 Kor. 18, 7. 8.
Sie verträget alles, sie glaubet alles
sie hoffet alles, sie duldet alles, Die
Liebe höret nimmer auf.

    Die Glock schlägt zehn;
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Es reut mich nicht.

1 Kor. 3, 22. 23.

Alles ist euer, ihr aber seid Christi
Christus aber ist Gottes.

Viel reut mich einst an meines Grabes Pforte
Im Blick auf meinen irren ... weiterlesen


Horeb

1 Kön. 19, 11-13.

Heraus aus des Horeb felsiger Kluft,
Heraus, vor den Herren zu treten!
Erheb dich, Elia, der Meister beruft
Den grollend verborgnen ... weiterlesen


Die ersten Eltern

1 Mos. 1, 27.

Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde,
zum Bilde Gottes schuf er ihn.

`Punktum nun und weg die Fibel!`
Und mein kleiner Knabe seht
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Dämmerstunden.

1 Mos. 3, 8.
Und sie hörten die Stimme Gottes des
Herrn, der im Garten ging, da der
Tag kühl geworden war.

Lasst mir die Lampe aus im Zimmer,
Noch ... weiterlesen


Das tote Meer.

1 Mose 19, 21.

Komm, Pilger, steig auf diese Felsenhöh
Und schau hinab in jenen düstern See.

Wie traurig hängt, gewitterschwül und schwer,
Ein grauer ... weiterlesen


Die Paradiesesströme.

1 Mose 2, 10-14.

Vier Ströme trugen einst von Edens Schwellen
Die süße Flut hinaus ins weite Land:
Der Pison führte Gold in seinen Wellen,
Der Gihon wars, der ... weiterlesen


Morija.

1 Mose 20.

Zwei Pilger gehn im Dämmergrau
Geheimnisvoll durch Feld und Au.

Am Himmel glänzt der Morgenstern,
Noch schweigt die Erde nah und fern.
... weiterlesen


Hagars Quell.

1 Mose 21, 19.
Und Gott tät ihr die Augen auf, dass sie
einen Wasserbrunnen sahe. Da ging sie
hin und füllet die Flasche mit Wasser
und tränkete den Knaben.

... weiterlesen


Des treuen Knechts Heimfahrt

1 Mose 21, 56.

Da sprach Eliser zu ihnen: Haltet mich nicht
auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben.
Lasset mich, daß ich zu meinem Herrn ziehe.

... weiterlesen


Rahels Brunnen.

1 Mose 23.

Purpurn glüht das Abendrot über Harans grünen
                        Triften,
Und ein ... weiterlesen


Einem Prediger zum Willkommen

1 Mose 24, 31,
Apostelgeschichte 10, 83.

Komm, du teurer Gottesmann,
Sei mit Freuden aufgenommen;
Siehe, du hast wohlgethan,
Daß du bist zu uns ... weiterlesen


Des treuen Knechts Heimfahrt.

1 Mose 24, 58.

Da sprach Elieser zu ihnen: Haltet mich nicht
auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner
Reise gegeben. Lasset emich, dass ich
zu meinem Herrn ziehe.
... weiterlesen


Morgenlied.

1 Mose 28, 17.

Und Jakob fürchtete sich und sprach: wie
heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts
anders denn Gottes Haus und hier ist
die Pforte des Himmels!
... weiterlesen


Herbstlich blickt die Sonne her.

1 Mose 31, 2.

Und Jakob sahe das Angesicht Labans,
und siehe, es war nicht gegen ihn wie
gestern und ehegestern.

Herbstlich blickt die Sonne her,
... weiterlesen


Ararat.

1 Mose 8

Die Gewässer sind verlaufen,
Die Gerichte sind erfüllt,
Durch der Wolken sanftres Traufen
Blaut der Himmel halb enthüllt,
Aus der weiten ... weiterlesen


Friedhofstimmen.

1 Petr. 1, 24.
Denn alles Fleisch ist wie Gras und
alle Herrlichkeit des Menschen wie des
Grases Blume.

Nur wie im Traum, in Fantasie’n verloren,
Beirrt ... weiterlesen


Albumsprüche

1. Der liebste Name
Was soll auf diesen Blättern
Der erste Name sein?
Bald schreibt mit seinen lettern
manch liebe Hand sich ein,
Bald füllt sich bis zum Ende
... weiterlesen


Drei Lieder vom Christbaum - I.

1. Heiliger Baum!

Heiliger Baum, paradiesischem Boden entsprossen,
Hast du denn wieder die flammenden Blüten erschlossen?
      Haben bei Nacht
... weiterlesen


Jakobs Traum.

1.

Ein Stein ist sein Kissen, der Himmel sein Zelt,
So schlummert der Pilger auf offenem Feld.

Das Land ist so fremd und so sauer der Gang,
Sein Haupt ist ... weiterlesen


Die Todesreise

13. Sept. 1879.
Psalm 39, 5.

Herr, lehre mich, daß es ein Ende
will mit mir haben und mein
Leben ein Ziel hat und ich davon muß.


Wie von ... weiterlesen


Frühlingsanfang.

2 Kor. 5, 17.
Das Alte ist vergangen,
siehe, es ist alles neu worden.

Vergebens kämpf‘ ich
Den heißen Kampf,
Nicht länger dämpf‘ ich
Des ... weiterlesen


Das rote Meer.

2 Mose 15, 1-21.

Was braust so gewaltig das Schilfmeer entlang?
Ists Sturmesgetön, ists der Wogen Klang?

Nicht Sturmesgetön ists, nicht Wogenklang:
Der ... weiterlesen


Mara.

2 Mose 15, 23-25.

„Mara, Mara“, sprach das Volk, „wer kann dieses Wasser trinken?
Sollen wir so hart am Quell noch verschmachtend niedersinken?“
Aber Mose schrie ... weiterlesen


Des Kranken Trost

2 Mose 15, 26.

Ich bin der Held, dein Arzt.

Was Heilkraut, Freund, wonach du fragst,
Es sei dir unverhohlen:
Im Süden wie im Nord es wächst
Und ... weiterlesen


Des Kranken Trost.

2 Mose 16, 28

Ich bin der Herr, dein Arzt.

Das Heilkraut, Freund, wonach du frägst,
Es sei dir unverholen:
Im Süden, wie im Nord es wächst
Und ... weiterlesen


Sinai.

2 Mose 19, 20.

Kennst du dies Felsgerüste
Voll finstrer Majestät,
In unermessner Wüste
Zum Predigtstuhl erhöht?
Zeuch aus, zeuch aus die Schuhe
... weiterlesen


Mose im Nil.

2 Mose 2, 2 – 10.

Matt hängt die Sykomore
Ihr Laub herab zum Nil,
Und schläfrig ruht im More
Das träge Krokodil;
Am schattigen Gestade
Schleicht ... weiterlesen


Berge Gilboa.

2 Sam. 1.

„Israels Edle
Liegen erschlagen
Lasst euch beklagen,
Helden im Streit;
Hoch auf den Bergen
Seid ihr gefallen,
Fernhin ... weiterlesen


Du bist der Mann!

2 Sam. 12, 7.
Da sprach Nathan zu David:
Du bist der Mann!

Du bist der Mann – du hast dich selbst gerichtet!
Spricht Nathan, der Prophet,
Zum ... weiterlesen


Osterlied

2 Tim 2, 8.

Halt im Gedächtnis Jesum Christum, wel-
cher auferstanden ist von den Toten.

Osternacht, Osternacht,
Hast der Welt das Licht gebracht!
... weiterlesen


Drei Lieder vom Christbaum - II.

2. Der schönste Baum

Joh. 3, 16.

Also hat Gott die Welt geliebt.

Sag an, wie heißt der schönste Baum
Auf weitem Erdenrund,
Seit einst im ... weiterlesen


Die neue Christoterpe - II.

2. Schlußakkord

1880.

Eilig mit beschwingten Schritten
Kommt sie just vor Thoresschluß,
Noch ein Blatt sich zu erbitten,
Sei`s auch nur zum ... weiterlesen


Mit den Palmblättern - III.

3. Der Freifrau Olga von Wöllwarth,

geb. Gräsin v. Taubenheim, zur Vermählung.

Tapfre Ritter, edle Damen zogen einst zum heil`gen Grab,
Sei`s bewehrt mit ... weiterlesen


Drei Lieder vom Christbaum - III.

3. Des armen Knaben Christbaum

Apostelgesch, 20, 25,

Was für ein fröhlich Thun und Treiben
Am Weihnachtsmarkt bis in die Nacht,
Wie funkelt durch ... weiterlesen


Wasser aus dem Felsen.

4 Mose 20, 1-12

Zwischen bleichem Felsgesteine,
Heiß geglüht vom Sonnenscheine,
Lagerte die Volksgemeine
Murrend in der Wüste „Zin“.

Lechzend ... weiterlesen


Nebo.

5 Mose 34, 1-7.

Auf des Nebo Felsenrücken
Steht ein Greis gebückt am Stab,
Schaut mit tiefen Feuerblicken
Auf das weite Land hinab.
Rückwärts im ... weiterlesen


Konfirmation.

Abschieds-Gruß.

Seid eingedenk! – o teure Kinderschar,
Vergiss die Stunde nicht,
Wo du gekniet am festlichen Altar
Im heilgen Morgenlicht,
Wo fromm ... weiterlesen


Verfrühte Veilchen

Am Bahnhof beutst du Veilchen aus,
Verblühtes Blumenmädchen,
Und zierlich rundet sich dein Strauß,
Gewunden um das Drähtchen;
Doch ist es jetzt nicht Veilchenzeit,
... weiterlesen


Der Gustav-Adolfsbecher

Am württembergischen Gustav-Adolfstag 1872.

Denn sonst ein alter Ehrenbecher,
Ein Silberkelch, ein Goldpokal,
Die Runde macht im Kreis der Zecher
Beim Tauffest ... weiterlesen


Philippus und der Kämmerer.

Ap.-Gesch. 8, 26 ff.

Philippus schritt am Wanderstab
Dem alten Gaza zu,
Rings schwieg die Wüste wie ein Grab,
Er zog den öden Weg hinab
In stiller ... weiterlesen


Paule, du rasest!

Apostelgeschichte 26, 24. 25.

Da er aber solches zur Verantwortung
gab, sprach Jesus mit lauter Stimme:
Paule, du rasest; die große Kunst macht
dich rasend. Er ... weiterlesen


8. Lydia

Apostelgeschichte. 16, 13-15.

Welcher that der Herr das Herz auf.

Lydia — ein edler Name!
Schönes Kind, verdien` ihn fein;
Weg das Herz vom ... weiterlesen


Wie Graf Erbach lutherisch ward

April 1518.

Graf Erbach stand auf hohem Schloß,
Von Kopf zu Fuß in Stahl,
Im Hofe hält sein Knappentroß,
Da naht ihm sein Gemahl:
`Und muß denn heut` ... weiterlesen


18. Der Tochter eines Dichters

aufs letzte Blatt ihres Albums.

`Nehmt hin die Welt, rief Zeus
Schiller.

Nehmt hin dies Buch, so sprach zu den Poeten
Ein schönes Kind, `nehmt, es soll ... weiterlesen


Zur Einweihung der evangelischen Kirche in Reichen

August 1881.

O Reichenhall, in aller Welt gepriesen,
Mit deines Salzwerks unerschöpftem Schacht;
Mit deiner Berge stolzen Felsenriesen,
Erglühend in der ... weiterlesen


Die neue Helena.

Aus der Gymnasialzeit.
Schweigend saßen wir da, die weisheitsdurstigen Knaben,
Über die Bücher gebückt, lauschend Homers Gesang;
Draußen jauchzen die Spatzen in sonniger ... weiterlesen


„Wehe, wehe, welche Töne!“

Bei einem alten Lied

Wehe, wehe mir, welche Töne!
Wie verführen sie mein Ohr!
Schiller

O weg mit diesen Zaubertönen,
O still, du süßer ... weiterlesen


Zum Hammerschlag

bei Grundsteinlegung einer Kirche.

1.

Um Namen des, der mit allmächt`gem `Werde`
Den Weltbau schuf und seine Säulen trägt;
Im Namen des, der selbst sich ... weiterlesen


Des Gottesknechts Klage und Trost

beim Jahreswechsel 1879.

Wiederum ein Jahr verronnen,
Ach, ein Jahr voll Sorg und Leid!
Wiederum ein Jahr begonnen,
Ach, ein Jahr voll Kampf und Streit!
... weiterlesen


Sommerfahrt.

Blase, mein Postillon,
Schmettre den hellsten Ton,
Schüttle, du Rossepaar,
Mutig dein Mähnenhaar!

Führt mich im Sonnenschein
Fröhlich ins Land ... weiterlesen


Einem lieben Knaben. (3)

Blumenspenden

Dank den Freunden, die mit vollen Händen
All die reichen Blumengaben spenden;
Wo der Tod so schöne Blüte brach,
Folgen billig tausend andre ... weiterlesen


Blühendes Karoffelkraut

Blühendes Kartoffelkraut,
sanft vom Sommerwind umkost,
immer, wenn ich dich geschaut
warst du mir ein Augentrost,
mit der Büsche Laubgezelt,
mit der Blüte ... weiterlesen


Osterklänge - Osterpsalm

Christ ist erstanden!
Schallt es in Lüften,
Christ ist erstanden!
Hallt es in Grüften,
Lauernde Feinde,
Zittert und bebt!
Trauernde Freunde,
Glaubet ... weiterlesen


Abschiedsgruß an den alten Christenboten

Christian Burk
von seinen dankbaren Lesern.
4. Juli 1869.

So schließt um diese Sonnenwende,
Getreuer Knecht, dein Botenlauf,
Du giebst den Stab in andre ... weiterlesen


Einer entschlafenen Mutter

Christiane Kapf geb. Rapp.
Offenb, Joh, 14, 13,

Was war der letzte Hauch — und nun im Frieden,
In deines Gottes Frieden liegst du da:
O solch ein Scheiden sei ... weiterlesen


12. Morgenländischer Denkspruch

Da du einst geboren warst ans Licht,
Weintest du, es freuten sich die Deinen;

Lebe so, daß wenn dein Auge bricht,
Du dich freust, die Menschen aber weinen.


Des Kranken Liebe.

Da kommt sie, die holdselige Gestalt,
Da kommt mein rosig Wunderkind gegangen,
Dass mir in süßem Schreck das Herze wallt,
Und fiebrisch glühen meine bleichen Wangen.
... weiterlesen


Gruß an Stuttgart

Da liegst du nun im Sonnenglanz,
Schön wie ich je dich sah,
In deiner Berge grünem Kranz,
Mein Stuttgart, wieder da.
Liegst da, vom Abendgold umflammt,
Im Tale ... weiterlesen


Daniels Fenster.

Daniel 6, 10.

Er hatte aber an seinem Sommerhause
offene Fenster gegen Jerusalem.

In dem heitern Sommerhause
An den Wassern Babylons,
Wo der ... weiterlesen


Herein

Das Glöcklein erklingt: Ihr Kinder, herein!
Kommt alle, die Türe ist offen!
Da steh’n sie, geblendet vom goldigen Schein,
von Staunen und Freude betroffen.
Wie ... weiterlesen


Vergißmeinnicht

Das Kindlein schleicht am Wiesenbach
Den Blumen nach,
Da winkt ein Blümlein himmelblau,
Beperlt von Tau.
Fünf Blättchen steh`n gereiht als Stern
Mit goldnem ... weiterlesen


Einem lieben Knaben. (5)

Das Vermissen

Nun kommt in den Garten der Frühling mit Macht,
Der Himmel verklärt sich so sonnig,
Der Apfelbaum blühet in rosiger Pracht,
[?]busch duftet so ... weiterlesen


Herbstgefühl

Das Wesen dieser Welt vergeht

Müder Glanz der Sonne!
Blasses Himmelblau!
Von verklungner Wonne
Träumet still die Au.

An der letzten Rose
... weiterlesen


Osterklänge - Der Kirchgang

Den Kindern.

Horch! die Osterglocken hallen
Von den Türmen nah und fern,
Schau! die frohen Gäste wallen
Festlich hin zum Hans des Herrn,
Denn der Heiland ... weiterlesen


Des Fuhrmanns Rosse

Der Fuhrmann sitzt bei Wein und Karten
Am Wirtshaustische wohlgemut,
Lässt Ross und Wagen draußen warten
In Straßenstaub und Sonnenglut.

Die braven Gäule stehn ... weiterlesen


Tannhäuser.

Der Knabe stürmt in die Welt hinaus:
Ade, du stilles Vaterhaus!

Wir dampfen die Täler, wie leuchten die Höhn,
Die Welt ist so weit und das Leben so schön! –
... weiterlesen


Zum fünfzigjährigen Jubelfeste

des Gustav-Abolf-Vereins.

Lützen, 15. Sept. 1882.

`Du Herr hast selbst in Händen
Die ganze weite Welt,
Kannst Menschenherzen wenden
Wie es dir ... weiterlesen


Zum fünfundzwanzigsten Jubelfeste

des Prälaten Kapff.

28. Mai 1877.

Heute fünfundzwanzig Jahr,
Daß er uns geschenket war,
Als ersehnter Stiftsprälat
Auf die goldne Kanzel ... weiterlesen


Der alte König.

Die Kerzen glühn, die Harfe rauscht
Und festlich prangt das Mahl,
Der alte König sitzt und lauscht
Wie träumend durch den Saal.

Der Ritter tafeln rings ... weiterlesen


Vor Weihnachten

Die Kindlein sitzen im Zimmer
- Weihnachten ist nicht mehr weit -
bei traulichem Lampenschimmer
und jubeln: `Es schneit, es schneit!`

Das leichte ... weiterlesen


Die Uhr schlägt zehn

Die Uhr schlägt zehn;
wer müde, darf zu Bette gehen.
Die Mutter nicht. Die Mutter wacht
beim kranken Kind die ganze Nacht.
Bekümmert sitzt sie an der Wiege
und ... weiterlesen


Wetterregel

Du sollst den Tag nicht vor dem Abend loben:
So hell der Morgen und so schön der Tag,
Oft hat noch spät sich schwül Gewölk erhoben,
Der Abend schloß mit Sturm und ... weiterlesen


Auf nächtlicher Fahrt

Durch die Nacht der Heimat zu
Rollt mein Reisewagen,
Eingewieget in gute Ruh
Lass ich fort mich tragen.

Hügelauf und hügelab
Widerhallt die Erde
... weiterlesen


9. Charlotte

Ein frommes Herz, ein freundliches Gesicht,
Beim Spiele froh und munter bei der Pflicht,
Des Vaters Lust, der Mutter Hilf im Hans,
Im Guten den Geschwistern stets voraus, -
... weiterlesen


Ein jeder ist seines Glückes Schmied

Ein jeder ist seines Glückes Schmied,
wo bleibt da Gottes Ehre?
Was seine Schickung mir beschied,
wer bin ich, daß ich´s wehre?
Und doch, was dir es Höchsten Rat
... weiterlesen


5. Maria

Ein schöner Name wurde dir verliehen,
Erwäg ihn wohl, Marie;
Denk an die drei begnadigten Marieen,
Und diene Gott, wie sie.

Denk was beim Engelsgruß aus ... weiterlesen


Ein Vaterherz, ein Mutterherz!

Ein Vaterherz, ein Mutterherz!
Ein Vaterherz, ein Mutterherz,
Kein treuers hat geschlagen,
Nun hat man sie in Einem Jahr
Zu Grabe mir getragen!

O Vaterherz, ... weiterlesen


Augentrost

Einem augenkranken schönen Kind.

Psalm 121,1.

Ich hebe meine Augen auf zu den
Bergen, von welchen mir Hilfe kommt.

Wandelst hin auf stillen ... weiterlesen


Hochzeitlied.

Einem Kaufmann gesungen.

Ein Kaufmann zog durch Meer und Land,
Ihr Alle habts gelesen,
Bis dass er Eine Perle fand,
Wie keine noch gewesen;
Sie war der ... weiterlesen


Hochzeitslied

Einem Kaufmann gesungen.
Spr. 20, 15.  Matth. 19,43.

Ein Kaufmann zog durch Meer und Land,
Ihr alle habt`s gelesen,
Bis daß er Eine Perle fand,

... weiterlesen


Das Missionsschiff

Einer Missionarsbraut zum
Abschied im Frühling 1860.

Seht das Schiff! – auf blauen Wogen
Schneeweiß kommts einhergezogen,
Majestätisch wie ein Schwan,
... weiterlesen


Der öde Garten

Einsamer Garten,
Öde und leer,
Grämt dich das Warten?
Kommt sie nicht mehr?
Stehst so verstummet,
Sonneverbrannt,
Bienchen nur summet
Müde durchs ... weiterlesen


Am Bache Krith.

Elias haust als stiller Eremit
Am Bache Krith,
Hier birgt er sich am frischen Waldesborn
Vor Ahabs Zorn,
Hier spottet er am kühlen Wüstenquell
Des heißen Grimms ... weiterlesen


Kindergottesdienst

Es läuten zur Kirche die Glocken,
Die Eltern sie gingen schon aus,
Drei Kindlein in goldenen Locken
Die sitzen noch unter dem Haus.

Die muntern unmüßigen ... weiterlesen


Paulus im Sturm

Es stürmt die wilde Adria,
Das Schifflein wird nicht flügg,
Nur einer steht am Borde da
Mit hellem Adlerblick,
Schaut fest in die empörte Flut,
Und spricht zum ... weiterlesen


Morgenrot

Es war ein trüber Morgen,
Dass ich am Fenster lag
Und sah voll düstrer Sorgen
Hinaus in den grauenden Tag.

Noch schlief die dunkle Erde
Im schweren ... weiterlesen


Karwoche

Es war ein wunderlicher Krieg
Da Tod und Leben rungen
                                    ... weiterlesen


Ezechiels Strom.

Ez. 47.

Ezechiel sah Gottes Haus
Und maß die Tempelschwellen,
Da floss ein heilger Strom heraus
Mit immer tiefern Wellen;
Erst an die Knöchel, dann ans ... weiterlesen


Osterklänge - Ein neues Fest

Für die Kleinen.

Der Winter ist vergangen,
Es dünkt uns wie ein Traum,
Die Schlüsselblumen prangen,
Schon knospen Busch und Baum;
Verklungen sind die ... weiterlesen


Neujahrsgruß

für einen deutschen Rittersitz.

Gott segne dich zum neuen Jahr,
Vielteures hohes Haus,
Uud gieße jetzt und immerdar
Den Frieden auf dich aus!

... weiterlesen


11. Gabriele

Gabriele, Gabriele,
Holder Name, süßer Ton,
Wie ein Lied aus Engelskehle,
Wie ein Gruß von Gottes Thron.

Gabriele, Gabriele,
Mög` auf deiner ... weiterlesen


Jonas zu Ninive

Gottes Zorn verkündet Jonas in der stolzen Ninive,
Und vom König bis zum Bettler durch die Herzen zuckt ein Weh,
Und in Sack und Asche büßend liegt vor Gott die große Stadt,
... weiterlesen


Friedhof im Winter

Grab an Grab liegt weißbedeckt,
Schuhtief unterm Schnee versteckt.

Jedes Kreuz und jeden Stein
Hüllt ein weißer Teppich ein.

Selbst der Fichte dunkler ... weiterlesen


10. Margarete

Gretchen ruft man dich bei Namen, aber ob du wohl auch weißt,
Was der traute Ruf bedeutet, was der schöne Name heißt?
Margareta heißt die Perle: eine Perle hold und rein,
... weiterlesen


„Ave Cäsar, morituri te salutant!“

Hebr. 12,1-4

„Heil Cäsar dir! dich grüßen die da sterben!“
So ruft der Gladiatoren rauher Chor;
Gleich wird der Sand mit ihrem Blut sich färben,
Im Tod ... weiterlesen


Ich möchte heim!

Hebr. 13, 14.
Wir haben hier keine bleibende Stadt,
Sondern die zukünftige suchen wir.

Ich möchte heim, mich ziehts dem Vaterhause,
Dem Vaterherzen zu;
... weiterlesen


Heiliger Baum

Heiliger Baum, paradiesischem Boden entsprossen,
Hast du denn wieder die flammenden Blüten erschlossen?
Haben bei Nacht Engel dich wiedergebracht
Sündigen Erdengenossen?
... weiterlesen


Die Rosse von Gravelotte

Heiß war der Tag und blutig die Schlacht,
Kühl wird der Abend und ruhig die Nacht.

Droben vom Waldsaum nieder ins Thal
Dreimal schmettert Trompetensignal;

... weiterlesen


Novembersonne.

Herbstlich sonnige Tage,
Mir beschieden zur Lust:
Geibel

Herbstlich niedere Sonne,
Blickst so freundlich und mild,
Zauberst Träume von Wonne
Noch ... weiterlesen


Gruß an Stuttgart.

Herrlich steht sie und hält den Rebenstab
und die Tanne
hoch in die purpurnen seligen Wolken empor.
Hölderlin

Da liegst du nun im Sonnenglanz,
Schön wie ... weiterlesen


Noch nicht.

Heut nur lasset mich, ach! am geliebten Harme noch zehren,
Durstig bis auf den Grund leeren den Becher des Leids!

Morgen ja will ich, ein Mann, zum tapferen Busen die Tränen
... weiterlesen


Hiobs Freunde

Hiob 19, 1. 2.

Des Freunds Besuch am Krankenbett, sein Trost in trüben Stunden
Ist Sonnenblick am Regentag, ist Balsam auf die Wunden.

Nur, Freund, eh` du mich ... weiterlesen


Junker Georg.

Hoch ragt in Sachsens Gauen
Ein altes Grafenschloss,
Da hausten Herrn und Frauen
Dereinst mit buntem Tross,
Da wallten edle Gäste
Zum heitern Ritterfeste
... weiterlesen


Aschenbrödel

Horch, wie drüben in der Küche
Hell das Mägdelein singt,
Dass es durch die abendliche
Sonntagsstille klingt!

Scheint durch die vergilbten Scheiben
Dir ... weiterlesen


Das Meer

Ich hab dich gesehen,
O heilige See,
Ich fühlte dein Wehen
Auf nordischer Höh;
Im Walde der Herda
Vom Strande empor
Klang hohl mir das „Werde?“
... weiterlesen


Abendglocke

Ich wandre in der Fremde,
Der Abend dunkelt sehr,
Mich schmerzen meine Füße,
Das Herze wird mir schwer.

So finster diese Berge,
So düster dieses Thal,
... weiterlesen


Winterlied

In dieser strengen Winterzeit
Wie traurig liegt das Land,
Wie schläft die Welt so tief verschneit,
Als wie im Sterbgewand!

Kein Vöglein singt den Frühgesang
... weiterlesen


Die Lusthäuser einer Königin

In ein Album mit Abbildungen von Armenhäusern und
Erziehungsanstalten.

Da siehst du sie, die rings in unfern Gauen
In Berg und Thal, in Stadt und Dorf zerstreut,
... weiterlesen


Zu spät.

Ja nun lächelt das Land und der lange verdüsterte Himmel
Leuchtet in sonnigem Blau wieder herab auf die Welt;

Aber er spiegelt nicht mehr sich in dem geliebtesten Auge,
... weiterlesen


Das Kind des Steuermanns.

Jeh. 8, 29.

Der Vater lässt mich nicht alleine.

„Die Segel eingezogen,
Und alle Mann aufs Deck!“
Aus finstrem Versteck,
Die Wogen wälzen ... weiterlesen


Libanon.

Jes. 10, 18.
Und die Herrlichkeit seines Waldes und
seines Feldes soll zu nichts werden.

Heilige Zedern in Libanons Hain,
Nehmt in die duftenden Schatten mich ... weiterlesen


Einer Braut mit dem Brautschleier

Jes. 2, 32.

Vergißt doch eine Jungfrau ihres
Schmuckes nicht, noch eine Braut
Ihres Schleiers; aber mein Volk
vergißt meiner ewiglich.


... weiterlesen


Ewige Jugend.

Jes. 40, 31.
Die auf den Herren harren, kriegen neue
Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln
wie Adler, dass sie laufen und nicht
matt werden, dass sie wandeln und
... weiterlesen


Glockentöne.

Jes. 6, 3.
Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth:
alle Lande sind seiner Ehre voll.

Augen und Herze mir labend,
Hoch von der seligen Wand,
Schaut‘ ... weiterlesen


Erntefreude

Jes. 9, 3.

Die Sonne versinket in goldener Pracht,
Sein fröhliches Werk hat der Schnitter vollbracht,
Nun hebet die Garben und sammelt euch all,
Zieht heim in die ... weiterlesen


Nazareth

Joh, 1, 46.

Sage, was kann Gutes kommen
Vom geringen Nazareth?
Kann der Welt ein König frommen,
Der im Bettlerkleide geht?
Wird der Knecht mit ... weiterlesen


Golgatha

Joh. 11, 16.

Nimm, Herr, mich mit auf deinem Todesgange,
Daß ich den letzten Segen noch empfange,
Den du im Dulden, Bluten und Erblassen
Der Welt gelassen.
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Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben

Joh. 13, 1-11.

`Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben,
Bleibet in mir, und ich bleibe in euch;
Ohne mich könnt ihr nicht wachsen und leben,
Reift nur fürs ... weiterlesen


Abschiedsstunden des Herrn

Joh. 13, 31,

Nun ist des Menschen Sohn verkläret
und Gott ist verkläret in ihm.

Du göttlich Herz, wer hat dir nachempfunden,
Was du beim letzten Mahle ... weiterlesen


Die Abschiedsstunden des Herrn.

Joh. 13, 31.

Nun ist des Menschen Sohn ver-
kläret und Gott ist verklärt in
ihm.

Du göttlich Herz, wer hat dir nachempfunden,
Was du beim letzten ... weiterlesen


Ich habe euch noch so viel zu sagen.

Joh. 16, 12. 13

    „Viel noch hab ich euch zu sagen,
    Doch ihr könnts nicht ertragen,
    Lasst mich heim zum Vater gehen,
... weiterlesen


Ueber ein kleines

Joh. 16, 16.

`Ueber ein kleines, so seht ihr mich nicht;
Schauet noch einmal dem Freund ins Gesicht,
Schon ist mein Leib mir gesalbt für das Grab,
Ueber ein ... weiterlesen


Über ein Kleines.

Joh. 16, 16.

„Über ein Kleines, so seht ihr mich nicht;
Schauet noch einmal dem Freund ins Gesicht,
Schon ist mein Leib mir gesalbt für das Grab,
Über ein ... weiterlesen


Es ist euch gut!

Joh. 16, 7.
Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist
euch gut, dass ich hingehe.

Es ist euch gut, dass ich von hinnen geh;
Zwar euer Herz ist ob dem Wort voller ... weiterlesen


Josefs Garten.

Joh. 19, 41. 42.

Es war aber an der Stätte da er ge-
kreuzigt ward, ein Garten, und im
Garten ein neu[es] Grab, in welches
Niemand je gelegt war. Dahin ... weiterlesen


Maria – Rabbuni!

Joh. 20, 16.
Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da
wandte sie sich um und spricht zu
ihm: Rabbuni! das heißt Meister

„Maria!“

Maria! ganz ... weiterlesen


Der neue Thomas

Joh. 20, 25.

Da sagten die andern Jünger zu ihm: wir haben
den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen:
es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die
Nägelmale ... weiterlesen


Hast du mich lieb?

Joh. 21, 17.
Spricht er zum drittenmal zu ihm:
Simon Johanna, hast du mich lieb?

Hast du mich lieb? Simon Johanna höre,
Dein Heiland fragt am See Tiberias;
... weiterlesen


Er stirbet nicht!

Joh. 21, 23.

Da ging eine Rede unter den
Brüdern: Dieser Jünger stirbet
nicht

Er stirbet nicht, der Jünger, den ich liebe,
Johannes stirbet ... weiterlesen


Es ist der Herr!

Joh. 21, 7.
Da spricht der Jünger, welchen Jesus
lieb hatte, zu Petro: „Es ist der
Herr!“

Es ist der Herr, hört ihr das Glaubenswort
Vom See ... weiterlesen


Der schönste Baum

Joh. 3, 13.
Also hat Gott die Welt geliebt.

Sag an, wie heißt der schönste Baum
Auf diesem Erdenrund,
Seit einst im Paradiesesraum
Der Baum des Lebens ... weiterlesen


Der Jakobsbrunnen.

Joh. 5, 6 ff.

Brennend flammt die Sonnenglut über Sichems goldnen Matten,
Müde ruht ein Wandersmann in der Terebinthen Schatten,
Einsam in der Mittagsstille sitzt er an ... weiterlesen


Bethesda.

Joh. 5,2-14.

Im Bethesdas wunderbaren,
Gnadenvollen Teich
Lagern in gedrängten Scharen
Kranke, matt und bleich,
Harren, bis des Engels Flügel
Leis ... weiterlesen


Abendmahl.

Joh. 6, 55.
Mein Fleisch ist die rechte Speise und
mein Blut ist der rechte Trank.

Reicher König, Wirt voll Gnaden,
Mich verlangt nach deinem Mahl;
Deine ... weiterlesen


Pfingstlied

Joh. 6, 63.

Der Geist ists, der lebendig macht.

Pfingsten ist kommen, nun schmückt sich der Wald und die Heide,
Garten und Wiese, sie prangen im festlichen ... weiterlesen


Pfingstlied

Joh. 6, 68.
Der Geist ist`s, der lebendig macht.


Pfingsten ist kommen, nun schmückt sich der Wald und die Heide,
Garten und Wiese, sie prangen im festlichen ... weiterlesen


Siloah.

Joh. 9, 17.

Geh zum Siloah, blinde Seele,
Da bade dich im lautern Quell,
Da wirst du rein von deinem Fehle,
Da wird dein blödes Auge hell;
Ob Nächte ... weiterlesen


Der Bach Kidron.

Johannes 18, 1.

Da Jesus solches geredet hatte, ging er
hinaus mit seinen Jüngern über den
Bach Kidron, da war ein Garten, darein
ging Jesus und seine ... weiterlesen


Junisonne

Junisonne,
Sommersonne
Stehn auf ihrer Höhe schon;
Deiner Fahnen
Leises Mahnen
Wohl vernehm ich’s, bunter Mohn.

Sinnend steh’ ich,
... weiterlesen


Verschiedene Naturen.

Kaiserkronen und Rosen und purpurne würzige Nelken
Hol ich vom Garten mir jetzt täglich zum prächtigen Strauß,

Dass sie am Fenster im Topf mit lieblichen Düften und ... weiterlesen


Frühlingsglaube.

Klagl. 3, 22.

Die Güte des Herrn ists, dass wir nicht
gar aus sind, und seine Barmherzig-
keit hat noch kein Ende.

Und schau ich Gottes Bild im ... weiterlesen


Zion

Klagl. Jerem. 1.

        Führt mich ein zu Zions Toren,
        In des großen Königs Stadt,
        Die ... weiterlesen


Winterandacht.

Kol. 3, 2.
Trachtet nach dem, das droben ist, nicht
nach dem das auf Erden ist.

Auf stiller Bergeshöh, umwoben
Von heitrer, kalter Winterluft,
Wall‘ ich, ... weiterlesen


Ein Fremdling auf Erden.

Kol. 3, 8.
Denn ihr seid gestorben, und euer Leben
ist verborgen mit Christo in Gott.

Hoher Fremdling, der zur Erden,
Aus des Vaters Schoße kam,
Und der ... weiterlesen


Karmel.

Komm her, mein Volk, auf Karmels Zinne,
Heut gilt es eine Königswahl,
Heut wirst du noch vor Abend inne,
Wer Gott: Jehovah oder Baal;
Du hinkst so lang auf beiden ... weiterlesen


Abschied von der Klosterkammer

Leb wohl, du stille klösterliche Kammer,
Wo, schwelgend in der Jugend Lust und Jammer,
Der Rose gleich in schwüler Mainacht Schoß,
Mein Jünglingsherz den Blütenkelch ... weiterlesen


Die heilige Nacht.

Luc, 2, 1-14.

Bethlehem, due kleine,
Was färbt um Mitternacht
Dein altergrau Gesteine
Für wunderhelle Pracht?
Die Hirten draußen auf dem Feld
Sie ... weiterlesen


Bethania.

Luc. 10, 38.  Joh. 11, 1.  Matth. 26, 6.

Stilles Dörflein, wo gern als Gast
Mein müder Heiland fand süße Rast,
Mit Granatengärten und grünen Matten
... weiterlesen


Der Berg der Tränen.

Luc. 18, 41.

Und als er nahe zu sie kam, sahe er die
Stadt an und weinte über sie.

Dein Heiland weint, merk auf, Jerusalem,
Er weint um dich von deines ... weiterlesen


„Siehe, ich bin des Herrn Magd.“

Luk. 1, 83.

Maria aber sprach: siehe ich bin des
Herrn Magd; mir geschehe, wie du
gesagt hast.

Noch wogts von Liliendüften
Im stillen Betgemach,
... weiterlesen


Ring des Polykrates

Luk. 16, 9.

Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon.


Wer glückliche Polykrates,
Bang vor der Götter Neid,
Hat seinen besten Fingerring
... weiterlesen


Hinauf nach Jerusalem

Luk. 18, 31.

Jesus aber nahm zu sich die Zwölfe
und sprach zu ihnen: Sehet, wir
gehen hinauf gen Jerusalem, und
es wird alles vollendet, daß ge-
schrieben ... weiterlesen


Bethlehem

Luk. 2,15.

Kommet nach Bethlehem, kommet und lasset uns sehen,
Welche Geschichte, welch seliges Wunder geschehen;
    Was uns der Mund
    ... weiterlesen


Kennst ihn nicht?

Luk. 22, 61.

Und der Herr wandte sich und sahe Petrum an.

Du kennst ihn nicht, den Mann der Schmach und Schande
Vor Kaiphas` Blutgericht,
Dem drinnen jetzt ... weiterlesen


Petri Thränen

Luk. 22, 62.

Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.

`Weinen laßt mich, bitter weinen,
Hier auf diesen kalten Steinen
Lieg` ich, bis der Tag ... weiterlesen


Petri Tränen.

Luk. 22, 62.
Und Petrus ging hinaus und
weinete bitterlich.

„Weinen lasst mich, bitter weinen,
Hier auf diesen kalten Steinen
Lieg ich, bis der Tag ... weiterlesen


Im Jüngerkreis

Luk. 22.

Herzlich hat sich verlanget,
Mit euch allein zu sein;
Der Sterne des Abends pranget,
Bald bricht die Nacht herein;
So setzt euch denn, ihr ... weiterlesen


Der Berg der Himmelfahrt.

Luk. 24, 50 – 53.

Wie festlich steigt ins helle Himmelblau
Mein Ölberg heut in goldnen Lichtes Fülle!
Noch streift kein Fuß vom Gras den frühen Tau,
Noch ... weiterlesen


Der Berg des Gebets.

Luk. 6, 12.
Es begab sich aber zu der Zeit, dass er
ging auf einen Berg zu beten und er
blieb über Nacht in dem Gebet zu Gott.

Weil das Tagwerk nun getan,
... weiterlesen


Lob der Tränen

Luk. 6, 21.
Selig seid ihr, die ihr hier weinet,
denn ihr werdet lachen.

Kennst du die wunderbare Quelle,
Sie strömt nicht aus der Wolken Schoß,
Doch ist ... weiterlesen


Auch du mein Sohn?

Lukas 22, 61.

Und er wandte sich und sahe Petrum an.

Auch du, mein Sohn? – so klang aus Cäsars Munde
Der tiefe Schmerzenston,
Eh aus der ... weiterlesen


„Wer nicht wider uns ist, der ist für uns.“

Lukas 9, 49. 50.

Da antwortete Johannes und sprach:
Meister, wir sahen einen, der trieb
die Teufel aus in deinem Namen
und wir wehreten ihm, denn er folgte
... weiterlesen


Jordan.

Marc. 1, 9.

Durch der Erde weit Gefilde
Rauschet manch erlauchter Strom;
Herrlich spiegelt sich im Rheine
Rebenhügel, Burg und Dom;
Als des Tiber gelben ... weiterlesen


Lasset sie mit Frieden.

Marc. 14, 6.
Jesus aber sprach: Lasst sie mit Frie-
den; was bekümmert ihr sie? Sie
hat ein gutes Werk an mir getan.

Lasset sie mit Frieden,
Kümmert nicht ... weiterlesen


Zum Jahresschluß

Mark, 7, 57.

Er hat alles wohl gemacht.

Auf dunkeln Schwingen senkt sich wieder
So ahnungsvoll, so tröstlichmild
Des Jahres letzter Abend nieder
... weiterlesen


Jesus in der Wüste

Mark. 1, 3.
Und er war allda in der Wüste vierzig
Tage – und war bei den Tieren.

O seht in düstrer Wildnis
Die göttliche Gestalt:
Der Glanz von diesem ... weiterlesen


Jesus, der Kinderfreund

Mark. 10, 13-16.

O seht, umjauchzt vom Kindervölkchen,
Wie leuchtet Jesu Angesicht!
So strahlt, umschwebt von Rosenwölkchen,
Der Abendsonne goldnes Licht.
... weiterlesen


Gethsemane

Mark. 14, 82.

Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane.
Und er sprach zu seinen Jüngern: Setzet euch hier,
bis ich hingehe und bete.

Jetzt mein ... weiterlesen


Portia

Matth, 27, 19.

Und da er auf dem Richtstuhl saß, schick sein Weib
zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu
schaffen mit diesem Gerechten, denn ich habe heute
... weiterlesen


Auferstehung und Himmelfahrt

Matth, 28, 5, 6.

Aber der Engel antwortete und sprach zu den Wei-
bern: Fürchtet euch nicht, ich weiß, daß ihr Jesum,
den Gekreuzigten, suchet, Er ist nicht hier, er ... weiterlesen


Ich sende euch!

Matth. 10, 16-20.

Ich sende euch; geht hin, ihr meine Zwölfe,
Erobert mir die Welt;
Ich sende euch wie Schafe unter Wölfe,
Wehrlos zieht ihr ins Feld;
... weiterlesen


Tabor.

Matth. 17, 1-9.

Auf Tabors Höhn, welch überird’scher Glanz
Umleuchtet mich zumal!
In Purpur flammt des Berges Felsenkranz
Und Schatten deckt das Tal;
... weiterlesen


Am Hochzeitmorgen.

Matth. 18, 20.
Wo zwei oder drei versammelt sind in
meinem Namen, da bin ich mitten
unter ihnen.

Zwei Hände wollen heute sich
An heil’ger Stätte ... weiterlesen


Erscheinungsfest.

Matth. 2, 1-12.

Durch Bethlems alte Pforte
Welch könglicher Zug!
So sah man nichts am Orte,
Seit David Krone trug;
Drei Fürsten sieht man schreiten
... weiterlesen


Kindergottesdienst.

Matth. 21, 16.
Aus dem Munde der Unmündigen
hast du dir ein Lob zugerichtet.

Es läuten zur Kirche die Glocken,
Die Eltern, sie gingen schon aus,
Drei ... weiterlesen


Palmtag

Matth. 21, 9.

Das Volk aber das vorging und nach-
folgte, schrie und sprach: Hosianna
dem Sohne Davids; gelobt sei der da
kommt in dem Namen des Herrn!
... weiterlesen


Zwei Söhne

Matth. 21,20 ff.

`Auf, geh mir in den Weinberg, Sohn, die Arbeit wartet dein!`
Der Sohn der zieht ein schief Gesicht und spricht ein trotzig Nein;
Doch als der gute Alte ... weiterlesen


Für alle Tage

Matth. 23, 20.
Siehe ich bin bei euch alle Tage/i>
bis an der Welt Ende.

Jeder Tag hat seine Last, jede Woche ihre Plage,
Doch ein Blick zum Herrn hinauf gibt dir ... weiterlesen


Jerusalem

Matth. 23, 37.

Jerusalem, Jerusalem! die du tötest die Propheten
und steinigest, die zu mir gesandt sind! wie oft
habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie
... weiterlesen


Auf Martini.

Matth. 25, 43.
Ich bin nackend gewesen und ihr habt
mich bekleidet.

Wenn dem ersten Frost zum Raub
Sinkt vom Baum das rote Laub,
Herbstesnebel kalt und ... weiterlesen


Gethsemane

Matth. 26, 30 – 46.

Sag an, wie heißt die Richtstatt heil’ger Schrecken,
Wo ganz allein in sternenloser Nacht,
Den Kelch des Zorns bis auf den Grund zu schmecken,
... weiterlesen


Galiläa

Matth. 4, 23.

Komm mit auf Galiläas Fluren,
Da zeig` ich dir ein Paradies,
Da folgen nur den heil`gen Spuren,
Die Gottes Sohn auf Erden ließ;
Da laß den ... weiterlesen


Der Predigtberg.

Matth. 5, 1. 2.

Da er aber das Volk sahe, ging er auf einen
Berg und setzte sich, und seine Jünger
traten zu ihm. Und er tat seinen Mund
auf und lehrte sie.
... weiterlesen


6. Klara

Matth. 5, 8,

Min klarer Himmel, blau und sonnenhelle,
Drin Gottes Güte lieblich anzuschau`n;
Ein klares Auge, das zur Lichtesquelle,
Nach oben blickt mit ... weiterlesen


14. Desgleichen

Matth. 7,1-12.

Sei mild bei deines Nächsten Fehle,
Doch strenge deiner eignen Seele;
Verschließ dein Herz dem Weltgetümmel
Und halt` es offen für den Himmel.


Der Sturm im Meer.

Matth. 8, 23-27.

Es braust der See Tiberias,
Es schwankt das leichte Boot,
Die Jünger kämpfen schreckensblass
Mit schwerer Sturmesnot,
Er aber schläft ... weiterlesen


Das Mägdlein schläft.

Matth. 9, 24.

Das Mägdlein schläft, ihr Eltern jammert nicht,
Gönnt ihm die süße Ruh;
Aus Blumen blickt ein friedevoll Gesicht
Und spricht euch fröhlich ... weiterlesen


Mein Engel

Mein Engel hat mir zugewinkt: so tu!
Drum, Freunde, setzet mir nicht weiter zu;
Wohl manchem Mann vergönn ich alle Ehr,
Kann doch nicht fühlen, denken, tun wie er;
Nicht ... weiterlesen


Zur silbernen Hochzeit

mit einem Jelängerjelieber-Kranz.
1 Kor. 13, 8.

Dem teuren, dem fröhlich umjubelten Paar,
Im Kreise glückwünschender Gäste,
Wer brächte nicht gerne sein ... weiterlesen


Einem verstorbenen Knaben.

Nach Peter Kornelius in den Wandgemälden
der Glyptothek zu München

Glücklicher Knabe, dir trug nur Rosen das flüchtige Leben,
Selber der bittere Tod hat dir den ... weiterlesen


Die schlimmste Stunde.

Nach schweren Leide

Gramvoll jetzt und verhasst ist mir jegliche Stunde,
Grell und stechend am Tage die leuchtende Sonne,
Traurig des Mondes Zauberglanz in den ... weiterlesen


Einem lieben Knaben.

Nach seinem Erblassen.

Nun liegst du da mit ernstem Angesicht,
Den letzten Schweiß noch in den wirren Haaren;
Das ist das Kind, das um uns spielte, nicht,
Ist ... weiterlesen


Die ausgeschüttete Narde.

Nachruf an eine Frühvollendete.
Da kam ein Weib, die hatte ein Glas
mit ungefälschtem und köstlichem Narden-
wasser, und sie zerbrach das Glas
und goss es auf sein ... weiterlesen


Palmblätter

Neue Folge.

Palmblätter sind`s; - so viel ich schon gepflückt:
Noch tausend seh ich mir zu Häupten prangen,
Fand immer neu den Palmenhain geschmückt,
So oft ... weiterlesen


Lass mich nicht in Menschenhände fallen.

Nicht in Menschenhände lass mich fallen,
Herr, ich weiß, wie Menschentücke tut,
Wie die Taube in des Geiers Krallen,
Wie das Lamm in Tigertatzen ruht;
Lass mich fallen, ... weiterlesen


An Albert Knapp

Nicht `knapp`, wie einst gewitzelt Doktor Strauß, *)
Erblühn uns noch der heil`gen Dichtung Spenden,
Du ladest uns zu königlichem Schmaus
Und streust Juwelen aus mit vollen ... weiterlesen


Trauerstunden

Nie im Jubel heller Freude
Hab` ich je ein Lied erdacht,
Nie den holden Lenz besungen
Mitten in des Lenzes Pracht,
Schüchtern schwieg der Dichtung Stimme
Vor des ... weiterlesen


Hochsommer.

Nun glüht der Sommer in der vollsten Pracht,
Sieh, wie auf dieses Rasens dichten Sammet
Durch der Platanen dunkelgrüne nacht
Das warme Gold der Abendsonn flammet!
Und ... weiterlesen


Frühlingsklage.

Nun lebet und webet die junge Natur
An allen Enden und Ecken,
Es knospet der Wald und es grünet die Flur,
Es blühen die Gärten und Hecken;
Die Veilchen sprossen ... weiterlesen


O heiliger Abend

O heiliger Abend,
mit Sternen besät,
wie lieblich und labend
dein Hauch mich umweht!
Vom Kindergetümmel,
vom Lichtergewimmel
auf schau ich zum Himmel
... weiterlesen


Am heiligen Abend.

O heiliger Abend,
mit Sternen besät,
wie lieblich und labend
dein Hauch mich umweht!
Vom Kindergetümmel,
vom Lichtergewimmel
aufschau ich zum Himmel
... weiterlesen


Das letzte Stündlein.

Offenb. 14, 13.
Selig sind die Toten, die in dem Herrn
sterben.

In einer seltnen Kirche war ich heut,
Da sah ich bebend Gottes Herrlichkeit.

Von ... weiterlesen


Advent.

Offenb. 3, 20.

Siehe, ich stehe vor der Tür und
klopfe an.

Ich klopfe an zum heiligen Advent
Und stehe vor der Tür!
O selig, wer des Hirten Stimme ... weiterlesen


Die apokalyptischen Reiter.

Offenb. 6, 2-8.
Offenb. 19, 11-16.

Über dieser Erde Breiten
Sah ein Seher alter Zeiten
Vier gewalt’ge Reiter reiten.

Ein Gekrönter mit dem ... weiterlesen


Das Meer gibt seine Toten wieder

Offenbarung 20, 13.

Auch das Meer gibt seine Toten wieder,
Wenn der Fürst des Lebens ruft,
Sie, die ohne Glockenklang und Lieder
Sanken in die nasse Gruft,
... weiterlesen


Das himmlische Jerusalem.

Offenbarung Johannes 21.

Wer weißt mir den Weg in die obere Stadt?
Das Treiben hier unten, ich hab es so satt,
Die Gassen befleckt nur blutiger Streit,
In Mauern ... weiterlesen


Palmblätter.

Palmblätter sinds, im Morgenland gepflückt,
Wo gern mein Geist gewandelt unter Palmen,
Und fernher oft im Windeshauch entzückt
Der Widerhall vernahm von Davids Psalmen.
... weiterlesen


Des Nachbars Fenster

Phil. 2, 4.
Ein jeglicher sehe nicht auf das
Seine, sondern auf das des
Nächsten ist.

Wie küsste die Sonne, die holde,
Heut frühe so freundlich mich ... weiterlesen


Genesung.

Psalm 103, Vers 1 – 5.

Säuselt ihr wieder,
Lüfte des Frühlings,
Um des Genesenden
Bleiches Gesicht?
Wärmest du wieder,
Goldene Sonne,
... weiterlesen


Ernte- und Herbst-Dankfest.

Psalm 106, 1.
Danket dem Herrn, denn er ist freund-
lich und seine Güte währet ewiglich.

Danket dem Schöpfer und preist den Erhalter,
Dessen Barmherzigkeit ... weiterlesen


Friedhof im Spätherbst

Psalm 108, 15. 16.

Ein Menschen ist in seinem Leben wie
Gras, er blühet wie eine Blume
auf dem Felde; wenn der Wind
darüber geht, so ist sie nimmer da,
... weiterlesen


Soli deo gloria!

Psalm 118, 14.

Der Herr ist meine Macht und mein
Psalm und mein Heil!

Was da schön, besingt es immer: Herr, du bist alleine groß!
Dieser Psalm verklinget ... weiterlesen


Die Berge Gottes.

Psalm 121, 1.
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen
von welchen mir Hilfe kommt.

Ihr Berge der Erde,
Altäre des Höchsten,
Dampfend am Morgen
Von ... weiterlesen


Trost zur Nacht

Psalm 121, 4.
Siehe der Hüter Israels
schläft noch schlummert nicht.

Von dem Pfühle muss ich lauschen,
Halb vom Schlaf erwacht,
Höre nur den Brunnen ... weiterlesen


Behüt dich Gott!

Psalm 121.
Der Herr behüte deinen Ausgang und
Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Behüt dich Gott, geliebtes Kind,
In deinen Locken spielt der Wind,
Das ... weiterlesen


Saat und Ernte

Psalm 126, 5.

Die mit Tränen säen,
werden mit Freuden ernten.

Ja Mann, geh in Gottes Namen
Und bestell` dein Ackerfeld;
Streu` auf Hoffnung deinen ... weiterlesen


Des Kranken Klage

Psalm 130, 6,
Meine Seele wartet auf den Herrn
von einer Morgenwache bis zur andern.


Sagt, wo wird das Kraut gefunden,
Sagt mir`s doch, ihr Meister, an,
... weiterlesen


Des Kranken Klage.

Psalm 130, 6.
Meine Seele wartet auf den Herrn
von einer Morgenwache bis zur
andern.

Sagt, wo wird das Kraut gefunden,
Sagt mirs doch, ihr Meister, an,
... weiterlesen


An den Wassern Babylon.

Psalm 137.

„An den Wassern Babylon
Sitzen wir uns müssen weinen,
Unsrer Seufzer Klageton
Mit der Wellen Lied vereinen,
Gramvoll muss sich unser Blick,
... weiterlesen


Mondesblick.

Psalm 139, 12.
Denn auch Finsternis nicht finster ist bei
dir und die Nacht leuchtet wie der
Tag. Finsternis ist wie das Licht.

Kam ich heut am frühen ... weiterlesen


Gewitter.

Psalm 18, 10 ff
Er neigte den Himmel und fuhr herab
und Dunkel war unter seinen Füßen.
Und er fuhr auf dem Cherub und flog
daher, er schwebte auf den Fittigen
... weiterlesen


Heilige Zeiten.

Psalm 19 ,3.

Ein Tag sagt es dem andern und eine
Nacht tut es kund der andern.

Die „heiligen Zeiten“ wollt ich gern
Mit Saitenspiel besingen,
... weiterlesen


„Du hast gesiegt, Galiläer!“

Psalm 2, 10-12.

„Du Galiläer, hast gesiegt!“
So tönt verzweiflungsvoll der Ruf
Des Kaisers, der am Boden liegt,
Umstäubt von wilder Rosse Huf;
Ihn ... weiterlesen


Die Säge.

Psalm 39, 6.
Siehe, meine Tage sind einer Hand breit
bei dir und mein Leben ist wie nichts
vor dir.

Es war ein eisiggrimmer,
Schneeweißer Wintertag,
... weiterlesen


Für alle Stunden

Psalm 63,7

Der Du am frühen Morgen
Verklärt vom Grabe kamst,
Mit holdem Gruß die Sorgen
Aon bangen Herzen nahmst —
O gönn` in stiller Frühe
... weiterlesen


Gottes Brünnlein.

Psalm 65, 10.

Du suchst das Land heim und wässerst
es und machst es sehr reich, Gottes
Brünnlein hat Wassers die Fülle.

„Das Edelste aber ist ... weiterlesen


Abendregen.

Psalm 68, 10.
Nun aber gibst Du, Gott, einen gnädigen
Regen, und dein Erbe, das dürre ist,
erquickest du.

Horch, was klopft auf Busch und Baum?
Fenster ... weiterlesen


Der stille Garten

Psalm 77, 6.
Ich denke der alten Zeit,
der vorigen Jahre.

Mir blüht ein stiller Garten
Im schattiggrünen Grund,
Der Blumen da zu warten,
Vergnügt ... weiterlesen


Krankenbesuch.

Psalm 80, 4.
Lass leuchten dein Antlitz, so genesen wir.

Frühwinter wars, erstorben Busch und Baum,
Da pilgert‘ ich zu eines Kranken Hütte,
Fern lag sie an der ... weiterlesen


Sonntagmorgen.

Psalm 84, 2. 3.

Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr
Zebaoth! Meine Seele verlanget und
sehnet sich nach den Vorhöfen des
Herrn; mein Leib und Seele freuen
... weiterlesen


Jephtas Tochter im Gebirge.

Richter 11, 37. 38.

Mädchen, schlingt um mich den Reigen,
Schmückt mich zum letzten Mal,
Auf die Berge lasst uns steigen
In des Abends goldnem Strahl,
... weiterlesen


Brautlied.

Ruth 1, 16. 17.
Wo du hingehst, da will ich auch hin-
gehen, wo du bleibest, da bleibe ich
auch. Dein Volk ist mein Volk und
dein Gott ist mein Gott. Wo du
stirbst, ... weiterlesen


„Grüß Gott!“

Röm. 16, 19.
Grüßet euch unter einander mit dem
heiligen Kuss

Grüß Gott! aus deutschem Munde
Wie herzig klingt der Gruß!
Auf heimatlichem Grunde
... weiterlesen


Abendrot.

Sach. 14, 7.
Und um den Abend wird es lichte sein.

Schau hin, im Westen wird es helle,
Und um den Abend wird es licht,
Wo noch des Spätrots Feuerwelle
Den ... weiterlesen


Paulus auf dem Areopag.

Schau, was läuft und rennt die Menge?
Was gibt’s Neues in Athen,
Dass die Hörer im Gedränge
Um den fremden Redner stehn?
Lehret dort mit mildem Witze
Tiefe ... weiterlesen


Sommers Neige.

Schon sind die längsten Tage
Voll Duft und Glanz verglüht,
Schon am bestaubten Hage
Die Rosen abgeblüht,
Auch dieses Sommers Wonnen,
Im Flug gekostet kaum,
... weiterlesen


Einem lieben Knaben. (4)

Sein Grab

Großmütterlein, Du tatst im wohl im Leben,
Dich sah er sterbend um sein Bette schweben,
So nimm denn auch im letzten Kämmerlein
Ihn liebevoll in deine Obhut ein!


Sonntagnachmittagheimweh.

Selig sind, die da Heimweh haben, denn
sie sollen nach Hause kommen.
Heinrich Stilling

Was ists doch für ein Sehnen
Am Sonntag Nachmittag,
Das fast mich ... weiterlesen


Nachtgedanken.

Sirach 40, 5.
Und wenn einer des Nachts auf seinem
Bette ruhen und schlafen soll, wallen
ihm mancherlei Gedanken vor.

Um Mitternacht in diesen Finsternissen
... weiterlesen


7. Olga

Spr, 3, 6.

Ob durch Blumen, ob durch Dorngehege:
Laß dich leiten von des Höchsten Hand;
Geh mit Gott; wie dunkel seine Wege; —
Alle führen sie ins Vaterland.


4. Sophia

Spr, 8, 11. Jak. 3,17.

Sophia heißest du, den Namen muß ich loben,
Die Weisheit zeigt er an, die Weisheit die von oben,
Gott nennt sie selbst sein Kind und schenkt den ... weiterlesen


Lutherbaum bei Pfiffligheim

Steh, Wandrer, still in diesem Raum,
Du stehest vor dem Lutherbaum.
Zwar bin ich nicht mehr was ich war,
Gegrünet hab` ich tausend Jahr,
Ein Ulmbaum war ich, hoch und ... weiterlesen


Blumen und Sterne

Sterne sind Blumen am Himmelsazur,
Blumen sind Sterne der irdischen Flur,
Sterne am Himmel und Blumen im Land,
Beide gesät von allmächtiger Hand.

Blumen im ... weiterlesen


Regenbogen.

Tob. 3, 23.
Denn nach dem Ungewitter lässest du
die Sonne wieder scheinen und nach
dem Heulen und Weinen überschüttest
du uns mit Freuden

Das Wetter ... weiterlesen


1. Als Vorwort

Um schmuckes Buch voll weißer Blätter!
Doch bald erblühn in diesem Band
Wie Blumenflor im Frühlingswetter
Viel‘ Sprüche von geliebter Hand;
In Vers und Prosa wird ... weiterlesen


Frühlingsidylle.

Unter des Apfelbaums vollblühenden Ästen gelagert,
Wie durch Rosengezweig schau ich ins himmlische
                        ... weiterlesen


„Unverzagt und ohne Grauen“

Unverzagt und ohne Grauen
Soll ein Christ,
Wo er ist,
Stets sich lassen schauen,`
Kirchenlied.

So hielten sie`s in alter Zeit,
Die Helden in des ... weiterlesen


3. Vergißmeinnicht

Vergißmeinnicht! so mahnt in diesem Band
Mit Gruß und Spruch dich manche liebe Hand;
So schreibt auch hier ein guter Freund sich ein
Und bittet dich: gedenk` in Liebe mein!
... weiterlesen


13. Fürs Leben

Verleugne dich! So sprach der hohe Meister,
    Und Gold ist was er sprach:
Er kennt die Herzen und er prüft die Geister,
    Ihm folgt` ich gerne nach;
... weiterlesen


Ein Weihnachtsgruß

Von daheim.

Von daheim ein Weihnachtsgruß!
Welch ein Fest im fremden Lande!
Ueber Berg und Thal und Fluß;
Fühlt man süße Liebesbande,
Wenn der Mutter ... weiterlesen


Sommerfriede.

Von dieser Feldhöh in des Birnbaums Schatten,
Wie schaut sichs schön hinaus ins heitre Land!
Wie friedlich sonnen sich die grünen Matten,
Die falben Saaten in des Mittags ... weiterlesen


Des armen Knaben Christbaum

Was für ein fröhlich Tun und Treiben
Am Weihnachtsmarkt bis in die Nacht,
Wie funkelt durch erhellte Scheiben
Der schönen Waren bunte Pracht!
Wer kaufen will, muss heut ... weiterlesen


Welkende Blätter

Was ist`s, oh ihr welkende Blätter,
Was flüstert ihr in mein Ohr?
Es ist mir als hört ich das Echo
Von einem herrlichen Chor.

Ein Lied voll Hoffnung und ... weiterlesen


Ostergruß.

Was weinst du? o süßer Ostergruß,
O selige Maria Magdalene!
Dies Wort erquickt gleich einer Mutter Kuss
Und küsst vom Auge jede bittre Träne;
Auch mir wie dir tönts ... weiterlesen


Nach dem Regen

Welch frischer Hauch, welch süßer Duft,
Der ans der Erde quillt,
Die weiche, feuchte, laue Luft
Mit Wohlgerüchen füllt!

Es fiel ein warmes Regelein,
Hat ... weiterlesen


Ich bin ein Christ!

Welches Glaubens bist du? – Ich bin
ein Christ. (Katechismus)

Ich bin ein Christ; so sprichst du keck, mein Kind,
Blickst frisch und froh dabei hinauf zum Lehrer;
... weiterlesen


Nachgefühl.

Wenn die Reben wieder blühen,
rühret sich der Wein im Fasse,
Wenn die Rosen wieder glühen,
Weiß ich nicht, wie mir geschieht,
Goethe

Den Knaben.
... weiterlesen


Auf einsamen Gängen

Wenn ich auf einsamen Gängen,
Wandelnd im Thale am Bach,
KIetternd an Felsengehängen,
Blumen am Wege mir brach —
Wie sie sich kunstlos gefüget
Unter der Hand ... weiterlesen


Vor Weihnachten II

Willkommen, holde Wochen,
Der nah`nden Weihnachtszeit,
Wo tausend Herzen pochen
In stiller Seligkeit;
O bringt mir euer Glück
Voll heimlichem Behagen
Aus ... weiterlesen


Wer feiert die fröhlichsten Ostern?

Willkommen, o fröhlicher Ostertag!
Nun klingt es wie Psalmen in Lüften,
Nun lebet was welk und erstorben lag,
Nun grünt es auf Gräbern und Grüften;
Du Erde so sonnig, ... weiterlesen


Zieh, Schwalbe zieh!

Zieh, Schwalbe zieh!
    Herbst schon ist in Flur und Wald geworden,
    Durch die Stoppeln fährt der Wind aus Norgen,
    Nach des Südens milden ... weiterlesen


Der Wanderbursch beim Tischgebet

Zu einem Bild im Daheim.

`Herr Jesu, komm, sei unser Gast,
Segn` uns was du bescheret hast!`

So beten sie zu Tische dort,
Der alte Vater führt das ... weiterlesen


Sankt Christophorus.

Zu einem Bild.

Schau an, den Strom durchschreitet ein starker Mann am Stab,
Auf seinen Schultern reitet ein wunderholder Knab,
Rings ragen schroffe Berge ins Abendgold ... weiterlesen


Ein Weihnachtsbesuch

Zu einem Bilde im Daheim.

Wer hält am Haus, wer klopft am Thor?
Was trippelt ans der Gasse?
Ein schöner Engel steht davor
Und Kindervolk die Masse;
Sie ... weiterlesen


Verfolgte Christen

Zu einem Bilde.
Luk. 12, 32.

Fürchte dich nicht, du kleine Herde,
denn es ist eures Vaters Wohl-
gefallen, euch das Reich zu geben.

Bleiche Frauen ... weiterlesen


Ruth

Zu einem Bilde.
Ruth 1, 5, 6.


Und Boas sprach zu seinem Knaben, der
über die Schnitter gestellt war: Wes ist
die Dirne? Der Knabe antwortete und
... weiterlesen


Kindleins Himmelfahrt

Zu Kaulbachs Bild.
Baruch 4,19. 23.

Ziehet hin, ihr lieben Kinder, ziehet
hin, ich aber bin verlassen einsam.
- Ich habe euch ziehen lassen
mit Trauern und ... weiterlesen


Abschied vom großväterlichen Pfarrgarten

zu Ofterdingen.
So geht es denn ans Scheiden,
Mein Jugendparadies,
Das mir so viele Freuden
Als Blumen blühen ließ,
Mit deinen Rosen allen
... weiterlesen


Dem Christenboten

zum Antritt seines einundfünfzigsten Jahrgangs

Luk. 14, 22.


Ein halb Jahrhundert gab der Herr dir Gnade,
Den Botengang in seinem Dienst zu thun;
... weiterlesen


Dem Daheim

Zum fünfundzwanzigsten Jahrgang.

`Daheim, Daheim` — das waren gute Worte,
Mit denen einst sich uns dies Heim erschloß.
Die Klingel klang, aufging des Hauses ... weiterlesen


Zum neuen Jahr

Zum neuen Jahr ein neues Herze,
ein frisches Blatt im Lebensbuch.
Die alte Schuld sei ausgestrichen
und ausgetilgt der alte Fluch.
Zum neuen Jahr ein neues Herze,
... weiterlesen


Ein Friedensgruß

Zum Neujahrsmorgen 1878

Es war Neujahr ums Morgenrot
Als ich im Fenster lag,
Die heiße Stirn zur Kühlung bot
Dem jungen, frischen Tag.

Gen Himmel ... weiterlesen


Demselben

zur 50jährigen Amtsjubelfeier und zur Verleihung
des Friedrichsordens.

Das Kreuz des Herrn, des Opferblut
Die Sünderwelt entsündigt,
Du hast`s mit frohem ... weiterlesen


Einem Geistlichen

zur goldenen Amtsjubelfeier.

Der gute Hirte, dem seit fünfzig Jahren
Du deine Herde treulich zugeführt;
Des Gnade du im Amt und Haus erfahren,
Des Güte du an ... weiterlesen


Einem lieben Knaben. (2)

Zwei Totenkränze

Den weißen schlingt ihn um die Haare,
Dem blassen Dulder, nach dem heißen Krieg;
Den roten legt ihm auf die Bahre,
Dem seligen Kämpfer, nach ... weiterlesen


Großmutter

`Es war einmal `, so hebt sie an,
und alle Kinder lauschten,
im Hüttchen flammt der Kienholzspan,
die Bäume draußen rauschten.

Es war einmal! O lieber Mund
... weiterlesen


Martha und Maria

`Siehe doch, da sitzt die Schwester
Träumerisch in guter Ruh;
Sag` ihr, Meister, liebster, bester,
Daß sie auch das Ihre thu`!

`Froh durcheil` ich Haus und ... weiterlesen


Nachspiel.

„Und wie nun verklungen mein Saitengespiel,
So wird’s in den Lüften verhallen;
Es klimpern und stümpern die Dichter so viel,
Und Lieder von Meistern erschallen:
... weiterlesen



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