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Gedichte - Georg Heym

Der weiten Buchen Tanzsaal...

(Aus Thüringen II)

Der weiten Buchen Tanzsaal zieht zu Tal
Auf Silbersäulen von der Waldung Kamm.
Im toten Laube glüht die Sonne fahl
Aus Regenwolken fort, auf ... weiterlesen


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Sommernachmittag

(Berlin IV)

Das Wasser schwindet schnell auf dem Asphalt.
Warm steigt sein Dunst zum Himmel, dem verblaßten.
Aus Käsekellern quillt`s, und aus den Kasten
Der ... weiterlesen


Vorortbahnhof

(Berlin VI)

Auf grüner Böschung glüht des Abends Schein.
Die Streckenlichter glänzen an den Strängen,
Die fern in einen Streifen sich verengen
- Da braust von ... weiterlesen


Letzte Wache

(Dritte Fassung)

Wie dunkel sind deine Schläfen.
Und deine Hände so schwer.
Bist du schon weit von dannen,
Und hörst mich nicht mehr.

Unter dem ... weiterlesen


Mitte des Winters

(Entwurf)

Das Jahr geht zornig aus. Und kleine Tage
Sind viel verstreut wie Hütten in den Winter.
Und Nächte, ohne Leuchte, ohne Stunden,
Und grauer Morgen ... weiterlesen


Der Park

(Letzte Fassung)

Blinde Scheiben sind im toten Hause,
Die sich halb verbergen in den Büschen.
Trübe Wege, wo die Winde wischen.

Jeder Pfad ist voll mit ... weiterlesen


Luna II

(Letzte Fassung)

Schon hungert ihn nach Blut. In roter Tracht
Steht er, ein Henker, vor der Wolken Block
Und einer Pfauenfeder blaue Pracht
Trägt er am Dreispitz ... weiterlesen


MARATHON

(Sonett VI / Letzte Fassung)

In ernster Strenge angeborener Zucht
Ziehn die Hopliten, die zur Walstatt steigen,
Wie Mauern stumm. Kein Paian bricht das Schweigen.
... weiterlesen


Den Wolken

(Wolken / Erste Fassung)

Der Toten Geister seid ihr, die zum Flusse
Zum überladnen Kahn der Wesenlosen
Der Bote führt; eur Rufen hallt im Tosen
Des Sturms und in ... weiterlesen


Der Tag liegt schon auf seinem Totenbette...

(Zweite Fassung)

Der Tag liegt schon auf seinem Totenbette,
Auf goldnem Teppich und der sanften Glätte
Des Purpurvlieses. Doch er reißt die Binden
Von seiner ... weiterlesen


Im kurzen Abend...

(Zweite Fassung)

Im kurzen Abend - voll Wind ist die Stunde,
Und die Röte so tief und winterlich klein.
Unsere Hand, die sich zagend gefunden,
Bald wird sie ... weiterlesen


Heroische Landschaft

(Zweite Fassung)

Mit Türmen schwankend im roten Bangen
Stiegen die Städte mit Dächern und Hörnerschall
Mit den Straßen hinauf, die gen Himmel sprangen.
Aber ... weiterlesen


Die Heimat der Toten

1.

Der Wintermorgen dämmert spät herauf.
Sein gelber Turban hebt sich auf den Rand
Durch dünne Pappeln, die im schnellen Lauf
Vor seinem Haupte ziehn ein schwarzes ... weiterlesen


Das Fieberspital

1.

Die bleiche Leinwand in den vielen Betten
Verschwimmt in kahler Wand im Krankensaal.
Die Krankheiten alle, dünne Marionetten,
Spazieren in den Gängen. Eine Zahl
... weiterlesen


Styx

1.

Die Nebel graun, die keinem Winde weichen.
Die giftigen Dünste schwängern weit das Tal.
Ein blasses Licht scheint in der Toten Reichen,
Wie eines Totenkopfes Auge ... weiterlesen


Das infernalische Abendmahl

1.

Ihr, denen ward das Blut vor Trauer bleich,
Ihr, die der Sturm der Qualen stets durchrast,
Ihr, deren Stirn der Lasten weites Reich,
Ihr, deren Auge Kummer schon ... weiterlesen


Ophelia

1.

Im Haar ein Nest von jungen Wasserratten,
Und die beringten Hände auf der Flut
Wie Flossen, also treibt sie durch den Schatten
Des großen Urwalds, der im Wasser ... weiterlesen


Der fliegende Holländer

1.

Wie Feuerregen füllt den Ozean
Der schwarze Gram. Die großen Wogen türmt
Der Südwind auf, der in die Segel stürmt,
Die schwarz und riesig flattern im Orkan.
... weiterlesen


Marathon

1.

Zehntausend steigen von den Bergen nieder,
Die Blüte Hellas`, sich dem Tod zu weihen.
Durch Morgendämmrung ziehen ihre Reihen.
Ein Wall von Erz ziehn hin des ... weiterlesen


Columbus

12. Oktober 1492

Nicht mehr die Salzluft, nicht die öden Meere,
Drauf Winde stürmen hin mit schwarzem Schall.
Nicht mehr der großen Horizonte Leere,
Draus ... weiterlesen


Frühjahr

2. Hälfte Oktober 1911

Die Winde bringen einen schwarzen Abend.
Die Wege zittern mit den kalten Bäumen
Und in der leeren Flächen später Öde
Die Wolken rollen ... weiterlesen


Le Tiers État

20. Juni 1789

Auf welken Blumen von dem letzten Ball,
In Spiegeln, Kerzen, weichlichem Gestühl,
Steht der Stiefel der Bürger. Ihr Gewühl
Brennt wie die Flamme. ... weiterlesen


Eifersucht

28.10.1910

Die Straße wird zu einem breiten Strich.
Die Häuser werden weiß wie eine Wand.
Die Sonne wird ein Mond. Und unbekannt,
Gleichgültig, fremd, ein ... weiterlesen


Tiefster Schmerz


I

O solche Schmerzen, die wir müssen dulden,
Daß wir zu klagen Worte nicht erfinden,
Und selbst die Tränen, die dem Leid wir schulden,
Glanzlos und ... weiterlesen


Alles ist eitel

Ach, ich kann dich nicht verwinden.
Ach, nicht kann der Dichtergriffel
Dich aus meiner Seele merzen.
Ach, ich seh auf Buchenrinden
Glänzen eingeschnittne Herzen.
... weiterlesen


Träumerei in Hellblau

Alle (...) haben
Sich mit Blau gefüllt.
Alle Büsche und Bäume des Stromes,
Der weit in den Norden schwillt.

Blaue Länder der Wolken,
Weiße Segel ... weiterlesen


Alle Landschaften haben

Alle Landschaften haben
Sich mit Blau erfüllt.
Alle Büsche und Bäume des Stromes,
Der weit in den Norden schwillt.

Leichte Geschwader, Wolken,
Weiße Segel ... weiterlesen


Träumerei in Hellblau

Alle Landschaften haben
Sich mit Blau gefüllt.
Alle Büsche und Bäume des Stromes,
Der weit in den Norden schwillt.

Blaue Länder der Wolken,
Weiße Segel ... weiterlesen


Die Schlösser

Alt von Blute, und manches im toten Munde
Kauen sie Dunkel - wo große Schwerter geblitzt.
Trübe Gelage zur Nacht in der Könige Runde -
Draußen die Sonne die späten Pfeile ... weiterlesen


Wanderung

Am Scheideweg. Von ihrer Wandrung ruht
Die Zeit für einen Tag. Denn abwärts neigen
Die Bahnen nun des rollnden Jahrs. Die Flut
Des Lichts fließt spärlicher. An allen ... weiterlesen


Der Baum

Am Wassergraben, im Wiesenland
Steht ein Eichbaum, alt und zerrissen.
Vom Blitze hohl, und vom Sturm zerbissen.
Nesseln und Dorn umstehn ihn in schwarzer Wand.

Ein ... weiterlesen


Dionysos

Am Wege sitzt er. An der Felder Schwelle.
Die Winde, die im weißen Korne spielen,
Sie tragen ihm des Landes Würze zu.

Des Ölbaums grüner Schatten folgt der Sonne.
... weiterlesen


Schwarze Visionen

An eine imaginäre Geliebte

I

Du ruhst im Dunkel trauriger Askesen
In deinem weißen Tuch, ein Eremit,
Und deine Locken, die in Nacht verwesen,
... weiterlesen


Schwarze Visionen

An eine imaginäre Geliebte


1.

Du ruhst im Dunkel trauriger Askesen
In deinem weißen Tuch, ein Eremit,
Und deine Locken, die in Nacht verwesen,
... weiterlesen


An eines Eichbaums Fuß...

An eines Eichbaums Fuß, am Waldesrand,
Am Weg der Menge spielt ein Leiermann
Sein altgewohntes Lied, nur dann und wann
Erlahmt des blinden Greises müde Hand.

Das ... weiterlesen


Du fragst, warum ich dir nicht nah ...

An Else M., Die ich liebe, wie keine

Du fragst, warum ich dir nicht nah,
Wo du doch für mich blühen willst?
Ich habe Furcht vor dir,
Weil du zu schön bist.
... weiterlesen


Glauben

An Else M.

Ich wollte schreiben
Von dem Leuchten in deinen Augen
Das die Blitze weckten.
Von deinem Jauchzen in dem Sturm
Wie ich und du,
Wir beide ... weiterlesen


Du bist so dunkel, als die Nacht ...

An Emma R.

Du bist so dunkel, als die Nacht,
Wenn sternenlos sie ihren schwarzen Mantel breitet.
Das letzte Licht ertränkt in tiefstem Schacht;
Nein, dunkler ... weiterlesen


Noch aber hüten die Götter mich...

An Goldelse

Noch aber hüten die Götter mich
Und nicht zum leeren Himmel empor
Steigen umsonst des Leidgebeugten
Abend um Abend verlorne Bitten.

... weiterlesen


Einsamkeit

An H. E.

Worte nennen den Kummer nicht,
Den der Sang nicht betäubt in der schweigenden Nacht,
Den der Becher nicht bannet im Freundeskreis,
Den der traumlose ... weiterlesen


Deine Wimpern, die langen...

An Hildegard K.

Deine Wimpern, die langen,
Deiner Augen dunkele Wasser,
Laß mich tauchen darein,
Laß mich zur Tiefe gehn.

Steigt der Bergmann zum ... weiterlesen


An mein Herz...

An mein Herz! Auf daß es ruhig werde.
Daß es lerne, wieder ruhig schlagen.
Ruhlos ward`s, ein Schiff, das Stürme jagen,
Nacht und Tag umwandert es die Erde.

... weiterlesen


Dir auf der Schulter flattert ...

An N. P.

Dir auf der Schulter
Flattert ein Schmetterling,
Ein Frühlingslüftchen trug ihn her
Aus einem dunkeln Wald.

Das ist der Falter Glück,
... weiterlesen


Ich trag am Finger ein Ringelein ...

An Toni

Ich trag am Finger ein Ringelein.
Ist wohl aus Silberfiligran.
Ein kleines Herze hängt daran,
Das Herz ist ganz aus kaltem Stein.


O welche ungeheure Schönheit ...

An?

O welche ungeheure Schönheit ward
In diesen Leib gefaßt,
Daß dieses leicht entflammte Herz
So tiefen Schmerz noch fühlen muß.

Ja, wie ein ... weiterlesen


Einem toten Freunde

Auf die verlaßne Heide kriecht
Langsam der trübe Mond herauf,
Torkelt an einen Wolkenberg
Und setzt sich mürrisch hinter ihn.

Im ungewissen Lichte scheinet
... weiterlesen


Der Gott der Stadt

Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
Die letzten Häuser in das Land verirrn.

... weiterlesen


Der Gott der Stadt

Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
Die letzten Häuser in das Land verirrn.

... weiterlesen


Auf einmal aber kommt ein großes Sterben...

Auf einmal aber kommt ein großes Sterben.
Die Wälder rauschen wie ein Feuermeer
Und geben alle ihre Blätter her
Die in dem leeren Luftreich blind verderben.

Die ... weiterlesen


Die Nacht II

Auf Schlangenhälsen die feurigen Sterne
Hängen herunter auf schwankende Türme,
Die Dächer gegeißelt. Und Feuer springet,
Wie ein Gespenst durch die Gasse der Stürme.
... weiterlesen


Die Nacht

Auf Schlangenhälsen die feurigen Sterne
hängen herunter auf schwankende Türme,
die Dächer gegeißelt. Und Feuer springet,
wie ein Gespenst durch die Gasse der Stürme.

... weiterlesen


Der Krieg

Aufgestanden ist er, welcher lange schlief,
Aufgestanden unten aus Gewölben tief.
In der Dämmrung steht er, groß und unerkannt,
Und den Mond zerdrückt er in der schwarzen ... weiterlesen


Der Krieg I

Aufgestanden ist er, welcher lange schlief,
Aufgestanden unten aus Gewölben tief.
In der Dämmrung steht er, groß und unerkannt,
Und den Mond zerdrückt er in der schwarzen ... weiterlesen


Der Krieg

Aufgestanden ist er, welcher lange schlief,
Aufgestanden unten aus Gewölben tief.
In der Dämmrung steht er, groß und unerkannt,
Und den Mond zerdrückt er in der schwarzen ... weiterlesen


März

Aus der Erde quollen Kräfte,
Die in dunkler Enge schliefen,
In den Wolken gingen Stürme,
Graue Wogen in den Tiefen.

Lange Tage fuhren Winde
Regenschwer ... weiterlesen


Die Quelle

Aus der Quelle
Rinnet helle
Eines Bächleins klare Flut.

Es ergießt sich,
Überschießt sich
In der heißen Sonnenglut.

Niemals weilend,
... weiterlesen


Der Wald

Aus grüner Waldnacht ruft Gegurr der Tauben
Bald nah bald fern. Der Sonne Lichter irren
Ins Blätterdunkel. Kleine Vögel schwirren
Durch das Geranke und die Hopfentrauben.
... weiterlesen


Die Messe

Bei dreier Kerzen mildem Lichte
Die Leiche schläft. Und hohe Mönche gehen
Um sie herum, und legen ihre Finger
Manchmal über ihr Angesicht.

Froh sind die Toten, ... weiterlesen


Die Messe

Bei dreier Kerzen mildem Lichte
Die Leiche schläft. Und hohe Mönche gehen
Um sie herum, und legen ihre Finger
Manchmal über ihr Angesicht.

Froh sind die Toten, die ... weiterlesen


Berlin 2

Beteerte Fässer rollten von den Schwellen
Der dunklen Speicher auf die hohen Kähne.
Die Schlepper zogen an. Des Rauches Mähne
Hing rußig nieder auf die öligen Wellen.
... weiterlesen


Bezwing ich dich...

Bezwing ich dich? Dein Sturm durchbraust mich wild
An diesem Wintertag, da vor dem Licht
Die Wolke stehet wie ein blauer Schild,
Und Schatten in die grüne Landschaft flicht.
... weiterlesen


Absolution

Bin der Liebsten nachgeschlichen
Durch die dunkle Kirchenpforte.
War sonst selten, ach recht selten
An dem düstren, heilgen Orte.

Im Stuhle saß ein alter ... weiterlesen


Bist du nun tot?...

Bist du nun tot? Da hebt die Brust sich noch,
Es war ein Schatten, der darüber fegt,
Der in der ungewissen Dämmrung kroch
Vom Vorhang, der im Nachtwind Falten schlägt.
... weiterlesen


November

Blinde stehen im Weg. Ihre großen Lider
Sind wie kleine Felle heruntergehängt,
Eine Sonntagsglocke hinten, die über den Feldern
In der Turmspitze sanft sich schaukelt und ... weiterlesen


Brennt eine Flamme...

Brennt eine Flamme wohl in dem Gefäße,
Daraus die Luft man zog, und mögen Früchte reifen
Wo Winters Stürme Nacht und Tage streifen?
Wer ist, der dies zu glauben sich ... weiterlesen


Bruder, im Wein...

Bruder, im Wein sind Geister vergraben
Tief in des Bechers tiefestem Schlund,
Die locken und rufen den törichten Knaben,
Folg nicht der lüsternen Stimme zum Grund.

... weiterlesen


Da sank der Abend und der Tag...

Da sank der Abend und der Tag entschlief,
Der kurze, in der Inseln dünnem Wald.
Des Eises Ton war auf dem See verhallt
Und nur der Wind im trocknen Schilfe lief.

... weiterlesen


Marathon. (13)

Da stürzt ein Wächter mit Geschrei herein
In Lagers Ruhe. »Zu den Waffen, auf.«
Und alle sehn erschreckt auf seinen Lauf,
Der schreiend eilt schon fern durch ihre Reihn.
... weiterlesen


Trost

Das aber bleibet ewig uns fürchterlich
Und ewig tief verschlossen, ihr Freunde, uns,
Warum der Geist, der allumfasset,
Einmal zerreißet und blind zerschellet

Ein ... weiterlesen


April

Das erste Grün der Saat, von Regen feucht,
Zieht weit sich hin an niedrer Hügel Flucht.
Zwei große Krähen flattern aufgescheucht
Zu braunem Dorngebüsch in grüner ... weiterlesen


Die Hölle III

Das Erwachen

Gewölke gleich, das stirbt in dürrer Stille
Im götterlosen Herbst auf kahler Flur,
Zerflossen alle Träume. Und wir lagen
Bei Krügen, schal und ... weiterlesen


Der alte Kirchhof

Das ist die Stadt der Toten, wo sie wohnen
In schmalen Straßen, Gruft an Gruft gebaut,
Ein grüner Teppich breitet sich darüber
Von Grab zu Grab. Von Jahr zu Jahr umspinnt
... weiterlesen


Deiner schmalen Schläfe Bogen...

Deiner schmalen Schläfe Bogen
Hält der Adern Netz durchzogen,
Das die Blässe dunkel trennt.

Welches gleichet edlen Steinen,
Die zu Mosaik sich einen,
Das ... weiterlesen


Abende im Vorfrühling

Dem Bettler stahlen Kinder seine Krücken.
Nun sitzt er schimpfend am Laternenpfahl.
Den Blick lockt an ein großes rotes Mal,
Das wuchernd zieht vom Halse zu dem Rücken.
... weiterlesen


Luna 1

Den blutrot dort der Horizont gebiert,
Der aus der Hölle großen Schlünden steigt,
Sein Purpurhaupt mit Wolken schwarz verziert,
Wie um der Götter Stirn Akanthus schweigt,
... weiterlesen


Die Gefangenen II

Den harten Weg entlang im kurzen Trab
Zieht sich der Sträflingstrupp, der heim marschiert
Durch kahle Felder in das große Grab,
Das wie ein Schlächterblock ins Graue ... weiterlesen


Der alte Krug

Den letzten Becher trank ich aus,
Bis daß mein Herze ruhiger schlug.
Da schloß ich zu das öde Haus
Und nahm hervor den alten Krug.

Nun lag die Stadt in tiefem ... weiterlesen


Der Abend kam...

Der Abend kam. Wir zogen
Ohn Ruder auf den Wogen
Des kühlen Abendwindes Spiel.

Es blich des Stroms Gefunkel
Und auf uns schwer das Dunkel,
Ein dichter ... weiterlesen


Der Abend sinkt...

Der Abend sinkt, und von dem Wiesengrund
Steigt Nebel auf, hängt sich an Busch und Strauch.
Ein später Schnitter mäht noch in dem Gras,
Gespenstisch groß im ziehnden ... weiterlesen


Der Winter I

Der blaue Schnee liegt auf dem ebenen Land,
Das Winter dehnt. Und die Wegweiser zeigen
Einander mit der ausgestreckten Hand
Der Horizonte violettes Schweigen.

Hier ... weiterlesen


Die Städte

Der dunkelnden Städte holprige Straßen
Im Abend geduckt, eine Hundeschar
Im Hohlen bellend. Und über den Brücken
Wurden wir große Wagen gewahr,

Zitterten ... weiterlesen


An einem Abend

Der Freund saß am Klavier.
Und Schatten glitten ins Gemach
In mattem Dämmerdunkel.
Auf seinem Haare glühte noch
Der Tag nach
In rötlichem Gefunkel
Ein ... weiterlesen


Nacht

Der graue Himmel hängt mit Wolken tief,
Darin ein kurzer, gelber Schein so tot
Hinirrt und stirbt, am trüben Ufer hin
Lehnen die alten Häuser, schwarz und schief

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Marathon. (8)

Der Griechen Mitte wankt schon in der Schlacht,
Die schwache Tiefe weicht vor den Barbaren,
Die, einem Sturmbock gleich, mit allen Scharen
Im Keile stürmen, riesger ... weiterlesen


Unter dem Hundsstern

Der Himmel wurde grau und bleich.
Das weiße Korn hing voll hinab
Und beugte sich im Winde weich
In langen Wellen auf und ab.

Wir waren lange stillgelegen
... weiterlesen


Berlin II

Der hohe Straßenrand, auf dem wir lagen,
War weiß von Staub. Wir sahen in der Enge
Unzählig: Menschenströme und Gedränge,
Und sahn die Weltstadt fern im Abend ragen.
... weiterlesen


Berlin 1

Der hohe Straßenrand, auf dem wir lagen,
War weiß von Staub. Wir sahen in der Enge
Unzählig: Menschenströme und Gedränge,
Und sahn die Weltstadt fern im Abend ragen.
... weiterlesen


Juni-Nachmittag

Der Juniregen rauscht im Blätterwald.
Vom stillen Flusse an der Insel steigt
Des Wassers warmer Rauch auf. Ringsum schweigt
Der Vögel Stimme. Nur der Kuckuck ruft

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Marathon. (16)

Der Lager Tore fassen nicht die Menge.
Die Fliehnden pressen sich an Tores Schwellen.
Die Leiber türmen auf sich zu den Wällen,
Wie eine Woge brausend durch die Enge.
... weiterlesen


Der Mond verbarg sich...

Der Mond verbarg sich, dunkel ward das Land.
Die Schatten sprangen aus der Büsche Wand.
Die Wiesen wuchsen grenzenlos und weit
In tiefe Nacht hinaus und ferne Dunkelheit.
... weiterlesen


Der Garten

Der Mund ist feucht. Und wie bei Fischen breit
Und leuchtet rot in dem toten Garten.
Sein Fuß ist glatt und über den Wegen breit.
Winde gehen hervor aus dem faltigen Kleid.
... weiterlesen


Der Garten

Der Mund ist feucht. Und wie bei Fischen breit
Und leuchtet rot in dem toten Garten.
Sein Fuß ist glatt und über den Wegen breit.
Winde gehen hervor aus dem faltigen Kleid.
... weiterlesen


Der Nebelstädte winzige Wintersonne

Der Nebelstädte
Winzige Wintersonne
Leuchtet mir mitten ins gläserne Herz.
Das ist voll vertrockneter Blumen
Gleich einem gestorbenen Garten.

Alles, was ... weiterlesen


Marathon. (7)

Der Pfeile Wolken fliegen mit dem Winde,
Die runden Schilde von den Pfeilen starren.
Die Steine sausen, alle Schleudern knarren
Und der Ballisten ächzende Gewinde.

... weiterlesen


Die Wiesen des Todes

Der Schnitter stampft das Gras mit schwerem Tritt,
Das welk wird unter seines Fußes Brand.
Und rauschend geht der weißen Sense Schnitt,
Die sengend frißt der hohen Halme ... weiterlesen


Autumnus

Der Schwäne Schneeweiß. Glanz der blauen Flut.
Des breiten Strandes Gelb, das flach verläuft.
Gelärm der Badenden und Freude laut
Der braunen schlanken Leiber, die mit ... weiterlesen


Der schöne Herbst naht wieder...

Der schöne Herbst naht wieder, wie ein zweiter
Doch dämmrig stiller Frühling. Ungewisses
Ist viel in Tal und Luft. Wir wissen nicht,
Will sich`s gestalten oder schnell ... weiterlesen


Kopernikus

Der Sonnenball sank riesenhaft. Gleich einem
Glutberg hob er sich einmal noch aufglühend
Über den schwarzen Wolkenbänken hoch.
Dann sank er tief. Lang schaute einer nach ,
... weiterlesen


Der herbstliche Garten

Der Ströme Seelen, der Winde Wesen
Gehet rein in den Abend hinunter,
In den schilfigen Buchten, wo herber und bunter
Die brennenden Wälder im Herbste verwesen.

... weiterlesen


Georg Heym

Der Sturm heult immer laut in den Kaminen,
Und jede Nacht ist blutigrot und dunkel,
Die Häuser recken sich mit leeren Mienen.

Nun wohnen wir in rings umbauter Enge
... weiterlesen


Der Winter

Der Sturm heult immer laut in den Kaminen
Und jede Nacht ist blutig-rot und dunkel.
Die Häuser recken sich mit leeren Mienen.

Nun wohnen wir in rings umbauter Enge,
... weiterlesen


Der Winter

Der Sturm heult immer laut in den Kaminen
Und jede Nacht ist blutig-rot und dunkel.
Die Häuser recken sich mit leeren Mienen.

Nun wohnen wir in rings umbauter Enge,
... weiterlesen


Das Geschenk des Dichters

Der Syrernarde Duft,
Den Balsam von den Syrten,
Aus Glanzarabias Schoß
Gewürzt von lauer Luft
Die düftereichen Myrrhen,
Damaskus` schwellnde Ros
... weiterlesen


Lebensfrage

Der Tag erhebt das schwere Lid
Und sieht sich steinern um und um.
Und alles ist wie gestern noch,
Seit er aus meiner Kammer schied.

Das Volk beginnt den gleichen ... weiterlesen


Marathon. (21)

Der Tag flieht westwärts, und der Abend sinkt.
Von Osten naht die Nacht. Die Sterne steigen
Von Meer und Inseln in dem kühlen Reigen.
Des Meeres Welle leis am Ufer singt.
... weiterlesen


Die Irren (2)

Der Tod zeigt seine weiße Leichenhaut
Vor ihrer Kerkerfenster Arsenal.
Das schwarze Dunkel schleicht in trübem Laut
Geborstner Flöten durch der Nächte Qual.

... weiterlesen


Wolken

Der Toten Geister seid ihr, die zum Flusse,
Zum überladnen Kahn der Wesenlosen
Der Bote führt. Euer Rufen hallt im Tosen
Des Sturms und in des Regens wildem Gusse.

... weiterlesen


Wolken

Der Toten Geister seid ihr, die zum Flusse,
Zum überladnen Kahn der Wesenlosen
Der Bote führt. Euer Rufen hallt im Tosen
Des Sturms und in des Regens wildem Gusse.

... weiterlesen


Der Traum des ersten Zwielichts...

Der Traum des ersten Zwielichts auf dem Tale.
Des Grases Zittern, drauf die Kälte taut.
Die Wolken ziehen an dem Himmelssaale
In Farben, wie sie nie der Tag geschaut.

... weiterlesen


Allreihen

Der Traum ist schwer:
Ferne die grauen Himmel verbleichen.
Über das rauchende Moor
Schatten schleichen.

Auf feuchtem Sumpf
Tanzen grüne Flammen.
... weiterlesen


Des Ackers Furchen waren regenschwer...

Des Ackers Furchen waren regenschwer
Vom Märzgewitter, dessen Wolken zogen
Am Horizonte unterm Regenbogen.
Vom Walde kam ein feiner Nebel her.

Ein Reh, das suchte ... weiterlesen


An das Meer

Dich grüßet noch das Land der Hesperiden
Im Untergang, mit Wäldern, rot betaut,
Wenn von den Bergen weit auf deinen Frieden
Des stillen Herbstes großes Auge schaut,
... weiterlesen


Chryseis

Dich liebt der Gott,
Und seine Strahlen wohnen
In deinem goldnen Haar,

Wen er aber liebt,
Der weiß es nicht,
Doch ist er glücklich.

Doch ... weiterlesen


Die Bienen fallen in den dünnen Röcken...

Die Bienen fallen in den dünnen Röcken
Im Rauhreif tot aus den verblaßten Lüften
Die nicht mehr kehren rückwärts zu den Stöcken.

Die Blumen hängen auf den braunen ... weiterlesen


Die Bienen fallen in den dünnen Röcken

Die Bienen fallen in den dünnen Röcken
Im Raufreif tot aus den verblaßten Lüften
Die nicht mehr kehren rückwärts zu den Stöcken.

Die Blumen hängen auf den braunen ... weiterlesen


Einklang

Die Birken flüstern mittagsstill.
Die Lüfte flimmern am Gesteine.
Kein Windhauch sich erheben will.
Die Grillen zirpen an dem Raine.

Durch unsre Seelen geht ein ... weiterlesen


Die blinden Frauen

Die Blinden gehn mit ihren Wärterinnen,
Schwarze Kolosse, Moloche aus Ton,
Die Sklaven vorwärts ziehn. Und sie beginnen
Ein Blindenlied mit lang gezogenem Ton.

... weiterlesen


Gegen Norden

Die braunen Segel blähen an den Trossen,
Die Kähne furchen silbergrau das Meer.
Der Borde schwarze Netze hangen schwer
Von Schuppenleibern und von roten Flossen.

... weiterlesen


Novembertag

Die Bäume auf der Höhe entlaubt,
Die Felder öd und kahl,
Die Matten ihres Schmucks beraubt,
Er Himmel bleiern und fahl.

Ein Moderdunst steigt aus dem Tal,
... weiterlesen


Herbst

Die Faune treten aus den Wäldern alle,
Des Herbstes Chor. Ein ungeheurer Kranz.
Die Hände haltend, springen sie zum Schalle
Der Widderhörner froh zu Tal im Tanz.

... weiterlesen


Herbstnachmittag

Die Felder liegen weit im blassen Schein
Der Spätherbstsonne, grün und gelb in Reihn
Raps und die Wintersaat, dahinter weit
Dehnt sich die Heide in dem roten Kleid.

... weiterlesen


Halber Schlaf

Die Finsternis raschelt wie ein Gewand,
Die Bäume torkeln am Himmelsrand.

Rette dich in das Herz der Nacht,
Grabe dich schnell in das Dunkele ein,
Wie in Waben. ... weiterlesen


Die ganze Nacht...

Die ganze Nacht,
Die ich verwacht,
Ein Brunnen rann,
Ein Vogel sang,
Und dann und wann
Im stillen Raum
Der Nachtwind klang
Im hohen Baum.

... weiterlesen


Die grauen Wolken fliehn...

Die grauen Wolken fliehn in großen Heeren,
Es hallt der Schlachtruf in den lauten Winden,
Zahlloses Kriegsvolk ziehn sie aus dem Leeren.
Doch auch wie Tote, die nicht Ruhe ... weiterlesen


Marathon. (20)

Die Griechen halten am befreiten Strand.
Sie sehn die Fahrt der Schiffe vor den Winden,
Sie sehn sie langsam in das Graue schwinden,
Wo Meer und Himmel läuft in eine Wand.
... weiterlesen


Die hohe Nacht...

Die hohe Nacht
Ruht auf dem Land,
Auf Wald und Tale.
Zu blauer Schale
Und dunklem Rand
Des Himmels Pracht
Sich wölbet rund,
Von Hang zu Hang.
... weiterlesen


Die hohen Glockenstühle...

Die hohen Glockenstühle
Vor gelbem Himmel
Läuten noch immer.

Und unten die Ströme
Im Lärme der Städte
Ziehen hinaus
In goldenem Schimmer
... weiterlesen


Gruft

Die in der großen Gruft des Todes ruhen,
Wie schlafen sie so stumm im hohlen Sarg.
Des Todes Auge schaut auf stumme Truhen
Aus schwarzem Marmorhaupte hohl und karg.

... weiterlesen


Die Kühle wehte aus den stillen Gärten ...

Die Kühle wehte aus den stillen Gärten,
Die eng den schmalen, dunklen Fluß umsäumten,
Den umgesunkne Stämme oft versperrten,
Wo leis die trüben Wasser klagend ... weiterlesen


Die Kähne fuhren zu Berge mit halbem Wind...

Die Kähne fuhren zu Berge mit halbem Wind,
Seit Mitternacht zogen sie über die Seen,
Das Wasser lief vor ihnen her mit leichtem Wehen,
Die Frühlingsluft kam von den Wäldern ... weiterlesen


Judas

Die Locke der Qual springt über der Stirne
Drin wispern Winde, und viele Stimmen
Die wie Wasser vorüberschwimmen.

Doch er rennet bei Ihm gleich einem Hunde
Und ... weiterlesen


Die Tote im Wasser

Die Masten ragen an dem grauen Wall
Wie ein verbrannter Wald ins frühe Rot,
So schwarz wie Schlacke. Wo das Wasser tot
Zu Speichern stiert, die morsch und im Verfall.

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Die Tote im Wasser

Die Masten ragen an dem grauen Wall
Wie ein verbrannter Wald ins frühe Rot,
So schwarz wie Schlacke. Wo das Wasser tot
Zu Speichern stiert, die morsch und im Verfall.

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Die Menschen stehen vorwärts in den Straßen ...

Die Menschen stehen vorwärts in den Straßen
Und sehen auf die großen Himmelszeichen,
Wo die Kometen mit den Feuernasen
Um die gezackten Türme drohend schleichen.

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Umbra vitae

Die Menschen stehen vorwärts in den Straßen
Und sehen auf die großen Himmelszeichen,
Wo die Kometen mit den Feuernasen
Um die gezackten Türme drohend schleichen

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Umbra Vitae

Die Menschen stehen vorwärts in den Straßen
Und sehen auf die großen Himmelszeichen,
Wo die Kometen mit den Feuernasen
um die gezackten Türme drohend schleichen.

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Die Menschen stehen vorwärts in den Straßen

Die Menschen stehen vorwärts in den Straßen
Und sehen auf die großen Himmelszeichen,
Wo die Kometen mit den Feuernasen
Um die gezackten Türme drohend schleichen.

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Die Muschel schließt...

Die Muschel schließt die offnen Silberschalen,
Wenn Kinder grausam sie zerstören wollen,
In sich zurück die zarten Häute rollen,
Tief in sich krümmt das Tier sich vor den ... weiterlesen


Gedanken der Frühe

Die Nacht stieg aus der tiefen Gruft.
Sie sehnte sich dem Morgen zu.
In dünner, blasser Dämmerluft
Stand noch zitternd ein Stern.
Die Morgenglocken sangen fern
... weiterlesen


Die nahen Donner schallten...

Die nahen Donner schallten von dem Fluß.
Der Wind ergriff der Inselpappel Laub,
Und warf`s dem Ufer zu als Herbstes Gruß.
Die Straße lang erhob sich grauer Staub.

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Die niedren Himmel hingen auf dem Rand...

Die niedren Himmel hingen auf dem Rand
Der toten Welt, ein Bahrtuch, grau und kalt.
Vom Horizonte nur, aus schmalem Spalt
Fiel noch des Mittags Fackel auf das Land.

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Die Opferschale zittert...

Die Opferschale zittert in den Wänden
Mit leisem Ton, wenn mit dem heilgen Brande
Die Priesterin sich neigt zu ihrem Rande,
Das Öl zu zünden mit geweihten Händen.

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Nova Vita

Die Orgeln schollen in des Domes Hallen
Mit Pfeifenton und lauter Tuba Dröhnen,
Darein der Silberschellen schnelles Schallen,
Und tiefgebeugten Volkes dumpfes Stöhnen.
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Marathon. (12)

Die Perser, die den Sieg erstritten meinen,
Ruhn in der Ebne nach des Kampfes Toben.
Kein Feind vor ihnen, alle sind zerstoben.
Tot sind sie alle, tot in Sand und Steinen.
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Bastille

Die scharfen Sensen ragen wie ein Wald.
Die Straße Antoine ist blau und rot
Von Menschenmassen. Von den Stirnen loht
Der weiße Zorn. Die Fäuste sind geballt.

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Marathon. (17)

Die Schiffe gleiten rauschend in die Bucht,
Von hundert Schultern in das Meer geschoben.
Die Menge drängt sich an den Borden oben.
Die Schiffe sinken tief von Last und Wucht.
... weiterlesen


Marathon. (18)

Die Schiffe schwanken vor der Wilden Stoß.
Das Wasser tritt durch Löcher, die sie schlugen.
Die Schiffe krachen schon in allen Fugen.
Die Bänke liegen ihren Stößen bloß.
... weiterlesen


Marathon. (19)

Die Schiffe schwimmen durch der Riesen Leichen
Aufs Meer hinaus. Die Segel faßt der Wind.
Sie blähen auf sich, und die Rudrer sind
Im Raum geschäftig, durch die Flut zu ... weiterlesen


Später Morgen

Die Schollen dampften in den grauen Dunst.
Aus ihnen rang der Erde dumpfe Brunst
Zum Licht.
Ein Allvergessen und ein Ruhn
Nach langen Kämpfen legte sich
Auf mich. ... weiterlesen


Die Schwäne kennen...

Die Schwäne kennen, nahn der Wandrung Tage,
Nicht Ruhe mehr. An dem gewohnten Hügel
Versammelt sich der Schwarm. Die schweren Flügel
Erheben sich und prüfen sich zum ... weiterlesen


Das Totenschiff

Die Sonne sank weit hinten ins Meer
Ein fahler Schimmer umsäumet die bleiche Stirn des Alls.
Ich steh auf einem Nachen morsch und leer
Ich steh und treib in die Nacht.
... weiterlesen


Die Seefahrer

Die Stirnen der Länder, rot und edel wie Kronen
Sahen wir schwinden dahin im versinkenden Tag
Und die rauschenden Kränze der Wälder thronen
Unter des Feuers dröhnendem ... weiterlesen


Die Stunden gingen...

Die Stunden gingen. Westwärts floh die Nacht.
Zu Häupten ward der grüne Himmelssaal
Dir aufgetan in unentweihter Pracht,
Noch dunkel lag zu Füßen dir das Tal.

... weiterlesen


Gesang der Toten

Die Toten treten vor und bilden
einen Kreis um den Frager.
Die Toten singen:)

Aus den Meeren kommen wir,
Aus den Wolken, aus den Schlünden.
Angelockt von ... weiterlesen


Louis Capet

Die Trommeln schallen am Schafott im Kreis,
Das wie ein Sarg steht, schwarz mit Tuch verschlagen.
Darauf steht der Block. Dabei der offene Schragen
Für seinen Leib. Das Fallbeil ... weiterlesen


Die Hässlichen

Die Verstoßnen hören die Götter nicht
Und voll Ekel wendet der Gott sich ab,
Wenn der Kinder der Nacht
Eines wimmert im Jammerlaut.

Denn die Götter hören die ... weiterlesen


Die Mühlen

Die vielen Mühlen gehen und treiben schwer.
Das Wasser fällt über die Räder her
Und die moosigen Speichen knarren im Wehr.

Und die Müller sitzen tagein, tagaus
... weiterlesen


Die weißen Wolken...

Die weißen Wolken zogen übers Land,
Das weit durchsichtge. In lautlosem Flug
Glitt Schatten bald, bald Licht zum klaren Zug
Der fernen Hügel an der Landschaft Rand.

... weiterlesen


Herbststurm

Die Winde stürzen auf das satte Grün
Der dichten Büsche, die sich schauernd neigen
Und wieder aufschnelln, doch erneuet blühn
Des toten Sommers letzte Blumen an den schwanken ... weiterlesen


Die Wolke hängt noch auf dem grauen Wald...

Die Wolke hängt noch auf dem grauen Wald,
Der in dem Wind und Hagel schauernd steht.
Doch frei ist schon das Land und wieder geht
Der Pflug den Gang. Die schwere Peitsche ... weiterlesen


In der Öde

Die Wolken standen, schwarze Türme,
Ragende Berge in der Runde.
Der bleiche Himmel barg die Stürme
Schwer lastend auf dem düstren Grunde.

Was ließ mich in der ... weiterlesen


Die Morgue

Die Wärter schleichen auf den Sohlen leise,
Wo durch das Tuch es weiß von Schädeln blinkt.
Wir, Tote, sammeln uns zur letzten Reise
Durch Wüsten weit und Meer und ... weiterlesen


Die Morgue

Die Wärter schleichen auf den Sohlen leise,
Wo durch das Tuch es weiß von Schädeln blinkt.
Wir, Tote, sammeln uns zur letzten Reise
Durch Wüsten weit und Meer und Winterwind.
... weiterlesen


Doch kommen in dem späten Mond...

Doch kommen in dem späten Mond noch Tage,
Da langsam uns die Schar der Stunden rollt,
Da wir genießen noch der Sonne Gold,
Und gleicher Höhe schwebt des Jahres Waage.
... weiterlesen


Der Wahnsinn des Herostrat

Dramatische Szene

Wer ist der Größte! Ich, der seinen Namen
Vom Schemel in der dunklen Werkstatt warf
Herauf zum Äther: der die Goldschmiedsbrille,
Die sonst in ... weiterlesen


Drück mir nur die Dornenkrone ...

Drück mir nur die Dornenkrone
Fester in die bleiche Schläfe,
Meine blonde Königin.
Um dich will ich alles leiden.
Alle Schmerzen, alle Freuden,
Sind ja gleiches ... weiterlesen


Ein Herbst-Abend

Du bist in einem alten Park geboren
Des Düfte, schwarz von Ulmen und Zypressen,
In deine Tage frühe Schatten warfen.

Warum sind sonst so traurig deine Wimpern
... weiterlesen


Auf eine Verlobung

Du bist so bleich geworden
Seit ich dich nicht mehr sah.
So nah ist dir`s gegangen, daß ich ferne war?
Sieh, heut nacht wolln wir
Unter dem Silbermond
An unserer ... weiterlesen


Trinklied

Du gehst? Nun ich geh auch.
Was solln wir länger traurig sein.
Uns lud ein lauer Frühlingshauch
Zu einer kurzen Liebe ein.

Nein, daß wir liebten, ist kein ... weiterlesen


An Chryseis

Du heißt Chryseis, denn dich umwallt
Sonnengeborenes Gold.
Flutendes Meer
Wallenden Feuers
Wallt`s um dich her.
Wie wenn der Sonnenball
Über die Wogen ... weiterlesen


Die Widmung

Du liebst die Schönheit schon von Jugend auf,
Und bebst oft unter ihr in den geweihten Stunden,
Und zögerst nicht, für sie dich zu verwunden
Mit eignen Schwertes goldgewundnem ... weiterlesen


Pfingsten

Durch den nächtlichen Wald ein Raunen zieht.
In blütenschweren Düften.
Es säuselt der Wind im schlafenden Ried
Es wallt und wogt in den Lüften.

Hell hebt sich ... weiterlesen


Durch herbstliche Alleen...

Durch herbstliche Alleen
Geht nun dein später Schritt
Und tote Blätter wehen
Auf unter deinem Tritt.

Du wendest dich im Schreiten
Am Tore zögernd um,
... weiterlesen


Der Tod der Liebenden

Durch hohe Tore wird das Meer gezogen
Und goldne Wolkensäulen, wo noch säumt
Der späte Tag am hellen Himmelsbogen
Und fern hinab des Meeres Weite träumt.

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Winterwärts

Eben noch goldiger Maienglanz
Heute schon fallender Blätter Tanz.
Müde senkt sich der welke Mohn
Leise taumeln die Flocken schon.

Und ein großes Schweigen
... weiterlesen


Winterwärts

Eben noch goldiger Maienglanz
Heute schon fallender Blätter Tanz.
Müde senkt sich der welke Mohn
Leise taumeln die Flocken schon.
Und ein großes Schweigen
Hüllt die ... weiterlesen


Nachtfahrt

Ein blasser Wetterleuchteschein
Fuhr durch die laue Frühlingsnacht,
Mein Rößlein trabte müd und sacht
Bergauf, bergab, waldaus, waldein.

An meiner Schulter ... weiterlesen


Printemps

Ein Feldweg, der in weißen Bäumen träumt,
In Kirschenblüten, zieht fern über Feld.
Die hellen Zweige, feierlich erhellt,
Zittern im Abend, wo die Wolke säumt,

... weiterlesen


Ein Frühlingstag hat sich im Herbst...

Ein Frühlingstag hat sich im Herbst verirrt.
Noch einmal fühlt die Hand die warme Luft,
Und einen Sonnenstrahl, der zitternd schwirrt,
Mit Gold verbrämt des dunklen Jahres ... weiterlesen


Der Kondor

Ein Kondor, grau vor Alter, sitzt allein
Und unbeweglich auf den kahlen Stangen
Des engen Käfigs, wärmt sich in dem Schein
Der blassen Sonne. Einsam und gefangen
Seit ... weiterlesen


Pilatus

Ein Lächeln schiefen Grames, das verschwindet
Hinein in seiner Stirne weißes Tor.
Er sitzt auf seinem Stuhl. Seine Hände erhoben
Brechen den Stab und fallen von oben.
... weiterlesen


Kata

Ein roter Donner. Und die Sonne tost,
Ein Purpurdrachen. Sein gezackter Schwanz
Peitscht hoch herauf der weiten Himmel Glanz,
Der Eichen Horizont, drin Flamme glost.

... weiterlesen


Ein stiller Wald...

Ein stiller Wald. Ein blasses Königreich
Mit grünen Schluchten voll und Dorngerank.
Ein Wasser singt. Am Himmel fein und schlank,
Wie eine Kerze, brennt die Sonne bleich.
... weiterlesen


Ein Vogel flog in meine dunklen Zimmer...

Ein Vogel flog in meine dunklen Zimmer.
Er irrte flatternd durch die Zimmerflucht
Und stieß sich irgendwo am Sims
Und fiel dann schwer herab.
Der blutge Rumpf hüpfte am ... weiterlesen


Die Abendwolken

Ein Wolkenzug am dunkeln Himmelsrand,
Wie rote Reiter, die auf Rappen reiten,
Wie weißer Leiber tanzgelöstes Band,
Wie altersgrauer Toten traurig Gleiten.

Und ... weiterlesen


Der Dichter

Einem Dichter müssen spenden
Alle, die sich ihm gesellen,
Daß ihm aus gefüllten Händen
Wiedrum wunderbar entquellen
Die Gesänge sonder Zahl.

Und er ... weiterlesen


Spielmanns Grab

Einen Spielmann haben sie verscharrt
Hinten an der Kirchhofsecke,
An des Schinders Anger hart,
Daß er keinen Bürger wecke.

Abendwind streicht übers Grab,
... weiterlesen


Winterwaldnacht

Einsam wandle ich
Unter dem Fittich der Nacht
Durchs Dickicht des verschneiten Walds
Und leise Flocken taumeln sacht
Und hüllen die dunkelnde Erde ein.

... weiterlesen


Sommerabend

Einsam über Hügel ging ich
Durch den lichten, blauen Abend.
Sah im West die Sonne sinken,
Hinter Hügeln untergehe
Und ich dacht an Hölderlin.

Als ich so ... weiterlesen


Die Wanderer

Endloser Zug, wie eine schwarze Mauer,
Die durch die Himmel läuft, durch Wüstenei
Der winterlichen Städte in der Trauer
Verschneiter Himmel, und dem Einerlei

... weiterlesen


Enteilt der Sommer...

Enteilt der Sommer? Wo im vollen Laub
Vor Tagen noch der Blüten Fülle hing,
Schwillt schon die Frucht in dieser Hecken Ring
Und manches Blatt wird schon des Windes Raub.
... weiterlesen


Der Hunger

Er fuhr in einen Hund, dem groß er sperrt
Das rote Maul. Die blaue Zunge wirft
Sich lang heraus. Er wälzt im Staub. Er schlürft
Verwelktes Gras, das er dem Sand entzerrt.
... weiterlesen


Der Hunger

Er fuhr in einen Hund, dem groß er sperrt
Das rote Maul. Die blaue Zunge wirft
Sich lang heraus. Er wälzt im Staub. Er schlürft
Verwelktes Gras, das er dem Sand entzerrt.
... weiterlesen


Robespierre

Er meckert vor sich hin. Die Augen starren
Ins Wagenstroh. Der Mund kaut weißen Schleim.
Er zieht ihn schluckend durch die Backen ein.
Sein Fuß hängt nackt heraus durch zwei ... weiterlesen


Robespierre

Er meckert vor sich hin. Die Augen starren
Ins Wagenstroh. Der Mund kaut weißen Schleim.
Er zieht ihn schluckend durch die Backen ein.
Sein Fuß hängt nackt heraus durch zwei der ... weiterlesen


Der Frühling V

Er stirbt am Waldrand. Mit verhaltnem Laut
Klagt schon sein Schatten an des Hades Tor.
Der Kranz von Lattich, den sein Haupt verlor,
Fiel unter Disteln und das ... weiterlesen


Die Ruhigen

Ernst Balcke gewidmet

Ein altes Boot, das in dem stillen Hafen
Am Nachmittag an seiner Kette wiegt.
Die Liebenden, die nach den Küssen schlafen.
Ein Stein, der ... weiterlesen


Das Märchen

Es brandet die Nacht um den schweigenden Wald.
Sie umkost die Wiesen vom Mond betauet.
Ein Raunen und Rauschen und Singen erschallt,
Da hat das Märchen die Welt erschauet.
... weiterlesen


De profundis

Es fallen drunten Hammerschläge
In schwerem Zorn auf Felsen nieder.
Aufknirscht im Dampf der Stahl der Säge,
Und zucket gierig hin und wieder,
Schwer winden kreischend ... weiterlesen


Es hallt vom schwarzen Turm herab...

Es hallt vom schwarzen Turm herab
In ehern Schlägen Mitternacht.
Erschrocken ist das bange Herz
Von diesem harten Klang erwacht.

Die Nacht ist tief, so ... weiterlesen


Fröhlichkeit

Es rauscht und saust von großen Karussellen
Wie Sonnen flammend in den Nachmittagen.
Und tausend Leute sehen mit Behagen,
Wie sich Kamele drehn und Rosse schnelle,

... weiterlesen


Fröhlichkeit

Es rauscht und saust von großen Karussellen
Wie Sonnen flammend in den Nachmittagen.
Und tausend Leute sehen mit Behagen,
Wie sich Kamele drehn und Rosse schnelle,

... weiterlesen


Sonnenwendtag

Es war am Sommersonnwendtag,
Dein braunes Haar im Nacken lag
Wie Gold und schwere Seiden.

Da nahmst du mir die feine Hand.
Und hinter dir stob auf der Sand
... weiterlesen


Sonnwendtag

Es war am Sommersonnwendtag,
Dein braunes Haar im Nacken lag
Wie Gold und schwere Seiden.

Da nahmst du mir die feine Hand.
Und hinter dir stob auf der Sand
... weiterlesen


Frühling....

Frühling.
Ein erstes Blühen
In zartem Frühen,
Vom Himmelssaum
Ein Stern noch schaut.
Ein Lerchenschlag
Im stillen Raum,
Weit vor Tag
Und ... weiterlesen


Wir lagen tief in einer Dünenschlucht...

Für Mary aus Ahlbeck

Wir lagen tief in einer Dünenschlucht,
Beim Himbeersträuchern, sahn die Kämme nur
Der hohen Dünen, und der Sonne Spur,
Der Mittagsstunden ... weiterlesen


Hora Mortis

Gebannt in die Trauer der endlosen Horizonte,
Wo nur ein Baum sich wand unter Schmerz,
Sanken wir, Bergleuten gleich, in das Schweigen der Grube
Unserer Qual. Und von Leere ... weiterlesen


Allerseelen I

Geht ein Tag ferne aus, kommt ein Abend.
Brennt ein Stern in der Höhe zur Nacht.
Wehet das Gras. Und die Wege alle
Werden in Dämmrung zusammengebracht.

Viele ... weiterlesen


Madrigal

Geht hin, ihr meines tiefsten Schlafes Träume,
Geht hin ihr Schönen, leget reiche Seiden
Von Indiens Scharlach an, wie für die Räume

Der Königin sich`s wohl ansteht. ... weiterlesen


Meine Seele

Golo Gangi gewidmet

Meine Seele ist eine Schlange,
Die ist schon lange tot,
Nur manchmal in Herbstesmorgen,
Entblättertem Abendrot
Wachse ich steil aus dem ... weiterlesen


Meine Seele

Golo Gangi gewidmet


Meine Seele ist eine Schlange,
Die ist schon lange tot,
Nur manchmal in Herbstesmorgen,
Entblättertem Abendrot
Wachse ich steil aus ... weiterlesen


Wunsch

Grau verhangen ist der Himmel
Und die wehnden Todesschleier
Stürmen hin im Windgewimmel
Und sie spiegeln sich im Weiher.

Ich, ich lieg an seinen Fluten
... weiterlesen


Grausame Zeit...

Grausame Zeit, da in des Krebses furchtbarem Zeichen
Des müden Jahres Zug am Ende der Wüste ruht,
Hohlwangig, Lybiern gleich, von Mithras` Glut
Gedörrt die Tage durch den ... weiterlesen


Guineas Wälder...

Guineas Wälder, oft denket eurer noch
Mein krankes Herz, es denket der Einsamkeit,
Da monatelang durch das furchtbare Dunkel weit
Die Karawane durch Sümpfe und Urwälder ... weiterlesen


Heimat

Heilig ist die Nacht hernieder
Auf die Waldung tief gesunken,
Schwarze, wetterdrohnde Wolken
Sich an düstren Bergen ballen.
Bang der Hirsch im Dickicht stöhnet,
... weiterlesen


Die stille Musik

Hekates Boot versank. Doch um die Zinnen
Der schwarzen Felsen glänzte noch sein Schimmer
Lange herauf, in sanftem Schleir zu spinnen
Ein zauberhaftes Leuchten durch die ... weiterlesen


Enzio

Henker, kürz ihm seine Locken.
Was solln dir die goldnen Haare,
Den kein Mädchen mehr wird küssen,
Der einsam der Jugend Jahre

Wird in ewger Nacht ... weiterlesen


Am Springbrunnen

Heute wollt das Elschen kommen
Meine liebe, zarte Else.
Wo das Schilf in feuchten Kränzchen
Sich ums Marmorbecken schmiegt
Und der Springbrunn heimlich perlt.

... weiterlesen


Unter dem Pfluge

Hier in den Gründen liege ich
Wie eine Scholle schweren Lands,
Vom Pflug zerwühlt und samenschwer.

Geschlechter lang war ich
Noch dumpf und eng
Im Schoß ... weiterlesen


Der Krieg II

Hingeworfen weit in das brennende Land
Über Schluchten und Hügel die Leiber gemäht
In verlassener Felder Furchen gesät
Unter regnenden Himmeln und dunkelndem Brand,
... weiterlesen


Der Asket

Hinsterbend Haupt, das in der bleichen Pracht
Dem Monde gleicht in sternenloser Nacht,
Des schwarzes Haar der Winde Jagen streicht,
Daß Wolken gleich zur schneeigen Stirn es ... weiterlesen


Hinten fällt ein Tier im Herdenzuge ...

Hinten fällt ein Tier im Herdenzuge.
O es kennt sein Los. Es will sich heben.
Doch es stürzt aufs neu. Die Flanken beben,
Aus dem Äther naht ein Gei`r im Fluge.

... weiterlesen


Die Sklavin

Hinter Capri steht der Vollmond.
Um die blauen Wasser webt
Er ein breites Silberband.
Rosenduft die Nacht durchschwebt.

An dem Maste lehnt die Sklavin.
... weiterlesen


Abend am Meer

Hinter der grauen Wolkenwand
Taucht in verglühenden
Die Sonn in rauschende Wogen hinab,
Und Abendwinde wehn mit Fächeln mit gelinden.

Das alte Meer braust über ... weiterlesen


Resignation

Hoch ragt der Neubau in den Abendwind
Der sacht vom Flusse kommt gezogen.
Welle um Welle verrauschet sind.
In die Dämmerung fließen die Wogen.

Siehe, ein ... weiterlesen


Im Tanz

Hörst du die Geigen,
Sie rufen zum Reigen,
Sie rufen zum Tanz.

O dich im Arme, im Arme zu wiegen,
Daß dir die Locken nackenwärts fliegen,
Die langen ... weiterlesen


Am Rand der Flut, auf dem Korallenriff...

I

Am Rand der Flut, auf dem Korallenriff
Lag der Taifun. Mit Basiliskenblick,
Aus kleinen Lidern, wog er das Geschick
Der Dschunken, langsam zählend Schiff bei ... weiterlesen


Die Heimat der Toten

I

Der Wintermorgen dämmert spät herauf.
Sein gelber Turban hebt sich auf den Rand
Durch dünne Pappeln, die im schnellen Lauf
Vor seinem Haupte ziehn ein ... weiterlesen


Epitaph

I

Des Herbstes blasser Hauch liegt auf den Wäldern,
Die weit entrückt sind in das Land hinaus,
Ein Krähenvolk liegt auf den kahlen Feldern,
Der Hagedorn glänzt ... weiterlesen


Das Fieberspital

I

Die bleiche Leinwand in den vielen Betten
Verschwimmt in kahler Wand im Krankensaal.
Die Krankheiten alle, dünne Marionetten,
Spazieren in den Gängen. Eine ... weiterlesen


Styx

I

Die Nebel graun, die keinem Winde weichen.
Die giftigen Dünste schwängern weit das Tal.
Ein blasses Licht scheint in der Toten Reichen,
Wie eines Totenkopfes ... weiterlesen


Die Nacht

I

Die niedre Mitternacht ist regengelb.
Der schwarze Strom wächst unter Wolken fort
Und an den Ufern, schwankend und verwelkt,
Die sonderbaren Häuser gehen ... weiterlesen


Der Affe

I

Er zittert oben hoch auf dem Kamel
In einem roten Rock auf seinem Brette.
Er klettert schnell herab auf den Befehl
Und schleift am Fuße nach die dünne ... weiterlesen


Das infernalische Abendmahl

I

Ihr, denen ward das Blut vor Trauer bleich,
Ihr, die der Sturm der Qualen stets durchrast,
Ihr, deren Stirn der Lasten weites Reich,
Ihr, deren Auge Kummer schon ... weiterlesen


Ophelia

I

Im Haar ein Nest von jungen Wasserratten,
Und die beringten Hände auf der Flut
Wie Flossen, also treibt sie durch den Schatten
Des großen Urwalds, der im ... weiterlesen


Die Irren (I)

I

Papierne Kronen zieren sie. Sie tragen
Holzstöcke aufrecht auf den spitzen Knien.
Und ihre langen, weißen Hemden schlagen
Um ihren Bauch wie ... weiterlesen


Der Blick

I

Sahst du den Blick schon, der vom Auge flieht,
Wenn Liebe hart getroffen bis ins Mark,
Mit Hohn verstoßen, in ihr Innres flieht?
Wie hell war sonst dies Auge, ... weiterlesen


Der fliegende Holländer

I

Wie Feuerregen füllt den Ozean
Der schwarze Gram. Die großen Wogen türmt
Der Südwind auf, der in die Segel stürmt,
Die schwarz und riesig flattern im ... weiterlesen


Der Glaube des Dichters

Ich aber weiß des Schönen vieles. Tönet
Mir in der Brust doch immerfort das Lied.
Ich schaue nicht, wohin es gehen mag
Und wo es herzieht, daß es in mir immer
Nun ... weiterlesen


Klage

Ich kann nicht mehr singen
Mir ist so bang.
Ein leises Verklingen
Nur zu mir drang

Von einem Kuß,
Den sie mir hingehaucht,
Ein Duft von ihrem ... weiterlesen


Im Halbschlaf

Ich lag die Nacht in halbem Traum
Zwischen Schlafen und Wachen
Und wußt es kaum.
Vor meinen Augen ging ein Tanz
Seltsamer Bilder auf und ab,
Und längst Verstorbne ... weiterlesen


Drohung ans Liebchen

Ich liebe dich, du.
Ich laß dir nicht Ruh
Als bis du mir heut noch
Dein Herzchen weist zu.

Du nimm dich in acht,
Denn eh du`s gedacht,
Was gilt`s, ... weiterlesen


Endlich Licht

Ich rang einst mir die Hände wund
Nach Wahrheit
Und ging ein Blinder unter Blinden,
Die qualvoll suchen, daß sie finden
Und Dogmen klauben
Und verwerfen,
... weiterlesen


Lied des Gefangenen

Ich steh auf der Spitze des Turms,
Der Qualm und Lärm der Gasse bleibt zurück,
Weit hinten seh ich meine Heimatsberge blauen,
Wenn in die Ferne schweift mein Blick.

... weiterlesen


Gebet

Ich träum mich oft auf fernen Stern zurück,
Ich bin von fremden Welten herverschlagen,
Oft in die stillen Himmel schweift mein Blick,
Wenn aus den Tiefen hell die Sterne ... weiterlesen


Hymnus

Ihr brausenden Lichter
Ich saus euch entgegen,
Unendlicher Kosmos,
Ihr heiligen Weiten,
Meine Seele schwingt sich zu euch, zu euch empor,
Das Stäubchen Erde bleibt ... weiterlesen


Verfluchung der Städte V

Ihr seid verflucht. Doch eure Süße blüht
Wie eines herben Kusses dunkle Frucht,
Wenn Abend warm um eure Türme sprüht,
Und weit hinab der langen Gassen Flucht.

... weiterlesen


Verfluchung der Städte

Ihr seid verflucht. Doch eure Süße blüht
Wie eines herben Kusses dunkle Frucht,
Wenn Abend warm um eure Türme sprüht,
Und weit hinab der langen Gassen Flucht.

Dann ... weiterlesen


Die Pflanzenesser

Ihr, deren Blut von trüber Leidenschaft
Und von dem niedren Fleisch der Tiere rein,
Euch rollt in euren Stirnen heller Saft
Durch blaue Adern wie ein leichter Wein.

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Arabeske

Im Feld, das dunkelt unter fahlem Zorn
Des wetterschwarzen Himmels, tanzet bleich
Ein Irrer durch der Schatten-Träume Reich,
Wie eine Flamme in dem stummen Korn.

... weiterlesen


Römische Nacht

Im Garten lagen wir. Um die Zisterne
Grasten die Mäuler. Und Gesang erscholl
Zum Klang der Mandolinen süß und voll.
Ein Lichtstumpf stand im Fenster der Taberne.

... weiterlesen


Die neuen Häuser

Im grünen Himmel, der manchmal knallt
Vor Frost im rostigen Westen,
Wo noch ein Baum mit den Ästen
Schreit in den Abend, stehen sie plötzlich, frierend und kalt,
Wie ... weiterlesen


Im kurzen Abend

Im kurzen Abend. Voll Wind ist die Stunde,
Und die Röte so tief und so winterlich klein.
Unsere Hand, die sich zagend gefunden,
Bald wird sie frieren und einsam sein.

... weiterlesen


Im kurzen Abend

Im kurzen Abend. Voll Wind ist die Stunde,
Und die Röte so tief und so winterlich klein.
Unsere Hand, die sich zagend gefunden,
Bald wird sie frieren und einsam sein.

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Das tote Haus

Im Osten war die Nacht und harrte,
Daß im West der Tag verglimme.
Der Mond blaß in die Gassen starrte.
Da rief mich eine leise Stimme:

Zu treten auf den ... weiterlesen


Die Tauben I

In Büschen, die wie große Feuer brennen,
Im Mittagswinde der verlassenen Heiden
Liegen sie lauschend mit den offnen Leiden,
Ob nicht der Sturm in ihre Ohren renne,

... weiterlesen


Die Selbstmörder I

In Bäumen irrend, wo die Äste knacken,
Erschrecken sie bei jedem feuchten Schritte,
Zerhöhlt und morsch. Und ihrer Stirnen Mitte
In Schrecken wie ein weißes Feuer ... weiterlesen


Feiertag

In dunklen Gründen
Schimmern grüne Seen,
In denen Buchenhänge spiegeln,
Die der Herbst schon goldrot malte.

Ein Nachen fähret leise
Uns auf den tiefen ... weiterlesen


Der Bucklige

In ebner Höhe mit dem Tisch, der kippt
Von seinem Höcker vorn, und von der Last
Des breiten Leibes, kauert er und wippt
Die große Nase schwarz auf dem Damast.

... weiterlesen


Marathon. (6)

In ernster Strenge angeborner Zucht
Die Männer von Athen zur Walstatt steigen.
Wie auf dem Ringplatz stumm zum Todesreigen,
Doch hallt der Grund von der Sandalen Wucht.
... weiterlesen


Abende im Vorfrühling III

In großen Höhen zieht ein Wölkchen kaum.
Das Land liegt rings in zarter Helligkeit.
Am Horizonte in den Bergen weit
Ruht grün und rot der Abendwolken Saum.

... weiterlesen


Der Frühling II

In großen Wäldern, unter Riesenbäumen
Darunter ewig blaues Dunkel ruht,
Dort schlafen Städte in verborgnen Träumen,
Den Inseln gleich, in grüner Meere Flut.

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Die Vorstadt

In ihrem Viertel, in dem Gassenkot,
Wo sich der große Mond durch Dünste drängt,
Und sinkend an dem niedern Himmel hängt,
Ein ungeheurer Schädel, weiß und tot,

... weiterlesen


Simson

In leeren Sälen, die so weit
Wie leerer Atem, im Abende tot
Stehet er breit mit dem Feierkleid
Und der türmenden Mütze rot.

Die Mauern flohen von ihm hinweg,
... weiterlesen


Nach der Schlacht

In Maiensaaten liegen eng die Leichen,
Im grünen Rain, auf Blumen, ihren Betten.
Verlorne Waffen, Räder ohne Speichen,
Und umgestürzt die eisernen Lafetten.

Aus ... weiterlesen


In meinem Herzen steht ein Tempel ...

In meinem Herzen steht ein Tempel.
Der Schönheit hab ich ihn geweiht,
Der Göttertochter, die erhaben
Gebietet der Unendlichkeit.

Ihn deckten Staub und ... weiterlesen


Mondaufgang

In mir ist was zerbrochen,
Und etwas Neues gärt in mir.
Ich weiß nicht was, ich fühl es nur,
Gedanken stehen vor mir
Und schwanken
In seltsam ungewissem ... weiterlesen


Ist das, das Glück?

Ist das, das Glück,
Ich wag es kaum zu fassen,
Damit ich`s nicht zerbrech !
Und doch ich kann mich gar nicht lassen
Nach dir, vor wilder Freud.

Ein ... weiterlesen


Die Schläfer

Jakob von Hoddis gewidmet

Es schattet dunkler noch des Wassers Schoß,
Tief unten brennt ein Licht, ein rotes Mal
Am schwarzen Leib der Nacht, wo bodenlos
Die ... weiterlesen


Erste Liebe

Kaum glitt die Sonne durch das Grün
Der weißstämmigen, kühlen Buchen.
Über das bräunlich vermodernde Laub
Rieselndes Wasser tropfte.
Ein Buntspecht klopfte.
... weiterlesen


Kennst du die Stunden, wenn der Abend naht...

Kennst du die Stunden, wenn der Abend naht,
Der regnerische, und der Vorstadt Straßen
Im trüben Nebel lang sich ziehn, verlassen
Von allem Leben, wie des Todes Pfad.

... weiterlesen


Sonett

Kämpf du nur weiter, Mensch, um hohe Ziele.
Mit schwankem Kahne stoße in die Nacht
Und denk, daß Einer über Sternen wacht,
Der Sturm und Blitze bändigt deinem Kiele,
... weiterlesen


Marathon. (3)

Langbärtge Perser ziehn in Heeres Mitten
Mit kurzen Schwertern und mit großen Bogen,
Die durch Ägyptens Wüstenein gezogen,
Die gegen Krösus einst am Halys stritten.
... weiterlesen


Winterabend

Lange hatt ich zugesehen
Wie das Dunkel kam geschlichen
Von den winterlichen Höhen,
Zögernd war der Tag entwichen
Blaß verblühnd am Himmelssaum.

In den ... weiterlesen


Tausch

Laß mich. Nicht immer Bettlern gleich
An Froher Türen stehen, Schicksal!
Nicht immer mit der flehnden Hand
Die harte Erd um Mitleid greifen,
Daß meiner ewgen Sehnsucht ... weiterlesen


Marathon. (9)

Laß reißen. Denn die Flügel fassen Bahn,
Wie Adler klafternd über dunklem Grunde.
Hör. Hör. Sie stimmen an mit lautem Munde
Den Kriegsgesang, den hallenden Päan.
... weiterlesen


Abend am See

Leis kommt die Nacht auf Dämmerwegen.
Du fühlst im Waldsee ein heimliches Regen.
Der Abendwind rauscht durch das Rohr so eigen
In des Sternengeflimmers tanzenden Reigen.
... weiterlesen


Nebelschauer

Letztes Herbstestrauern
In rotem Abendscheine.
Und tot die alten Mauern.
Ich weine, weine, weine.

Leise Nebel schleichen
Wohl um den finstern Tann
... weiterlesen


An meinen Totenknopf

Lieber, einst werd ich, wie du vor Jahrhunderten einstens,
In die Stille des Grabs zu langem Schlafe gelegt.
Nicht mehr schau ich das Licht und nimmer hör ich die Lieder,
Die ... weiterlesen


Der Blinde

Man setzt ihn hinter einen Gartenzaun.
Da stört er nicht mit seinen Quälerein.
`Sieh dir den Himmel an!` Er ist allein.
Und seine Augen fangen an zu schaun.

Die ... weiterlesen


Der Blinde

Man setzt ihn hinter einen Gartenzaun.
Da stört er nicht mit seinen Quälerein.
`Sieh dir den Himmel an!` Er ist allein.
Und seine Augen fangen an zu schaun.

Die toten ... weiterlesen


Man sollte die Brust mit Ketten...

Man sollte die Brust mit Ketten von Erz umschnüren
Und einen Panzer von Stahl um die Rippen legen,
In der Erde Schoß ruhn, ein Wurm, ohne Bewegen
Tief im Grund, hinter Felsen ... weiterlesen


Manche laufen blindlings ...

Manche laufen blindlings
Mit geschloßnen Augen
Losgelöst vom Staub der Erde
Ganz nur Seele
Über hochgetürmte Zinnen,
Biegen fessellos die Glieder
Schlank ... weiterlesen


Manchem Menschen

Manchem Menschen meißeln die Parzen
Schon in der dämmernden Wiege
Den harten Spruch auf die kindliche Stirne,
Wenn die behütende Mutter zu Häupten des Säuglings
Die ... weiterlesen


Wenn der Wind singt

Manchmal klingt`s mir im Ohr,
Als trüg mir der Wind über einsame Heide
Das Lächeln der Seligen ferne herüber.

Manchmal streift ein Klang über mich
Und rührt ... weiterlesen


Infelices

Meines Unglücks Gewand,
Prächtige Augenweide,
Streif ich dich nie von der Hand?
Steige ich nie aus dem Leide?

Ach es gab`s uns zum Kleide
Eines Nessos ... weiterlesen


Echo im Dunklen

Melancholisch tönt ein Waldhorn,
Ach, so melancholisch traurig
In das stille Bergtal.
Und die matten Klänge stoßen sich im Dunkel an den Bergen,
Und zerbrochen wanken ... weiterlesen


Das Lob der Reben

Mhden allo juteushV troteron devdrion ampella.

Aufwachsen aus der Erde schon verschlungen
Die braunen Reben und an den Geländern
Wuchern sie hoch, Gezweig in Zweig ... weiterlesen


Marathon. (14)

Minuten gehn. Es schaut der Steppensohn
Ins Rauchmeer weit, das ihm das Land verhüllt.
Da blinkt es auf. Da: Waffen. Speer und Schild.
»Die Griechen sind`s. Sie sind am Lager ... weiterlesen


Mit den fahrenden Schiffen...

Mit den fahrenden Schiffen
Sind wir vorübergeschweift,
Die wir ewig herunter
Durch glänzende Winter gestreift.
Ferner kamen wir immer
Und tanzten im insligen ... weiterlesen


Mit den fahrenden Schiffen...

Mit den fahrenden Schiffen
Sind wir vorübergeschweift,
Die wir ewig herunter
Durch glänzende Winter gestreift.
Ferner kamen wir immer
Und tanzten im insligen Meer,
... weiterlesen


Die Meerstädte

Mit den segelnden Schiffen fuhren wir quer herein
In die Städte voll Nacht und frierender Häfen Schein.
Tausend Treppen leere hingen zum Meere breit,
Dunkel die Schiffer ... weiterlesen


Die gefangenen Tiere

Mit schweren Fellen behangen,
Mit riesigen Hörnern dumpf
Kommen sie langsam im Dunkel
Gekrochen auf zottigem Rumpf.

Sie reiben sich an den Stäben,
Ihr ... weiterlesen


Nachtgesang

Mit spitzem Dolche in dem Bratenrocke
Die Mörder humpeln jetzt auf ihren Zehen.
In allen Winkeln sitzen sie und stehen,
Und ihre Augen werfen böse Blocke.

Von ... weiterlesen


Mit weißem Haar...

Mit weißem Haar, in den verrufnen Orten,
Noch hinter Werchojansk, in öden Steppen,
Da schmachten sie, die ihre Ketten schleppen
Tagaus-tagein, die düsteren Kohorten.
... weiterlesen


Wintersonnenwend

Nach den Winterregen kamen
Tage, Inseln gleich im Meer,
In des Winters Graun verschlagen
Mit dem Südwind ungefähr.

Wie ein Kind vom Grund der Truhe
Eine ... weiterlesen


An das Schicksal

Nach einer Stunde höchsten Glücks
In Grabesnächte sicher schreiten
Und ausgelöscht sein in der Zeiten
Vergilbtem Buch. So spurlos gehn,
Wie Atemhauch am ... weiterlesen


Wunsch II

Nach einer Stunde höchsten Glücks
In Grabesnächte sicher schreiten
Und ausgelöscht sein in der Zeiten
Vergilbtem Buch. So spurlos gehn,
Wie Atemhauch am ... weiterlesen


Mitternacht

Nacht ist`s. Die schwarzen Wolken jagen
Vom Sturm gepeitscht hin vor dem blassen Monde.
Und schwere Tropfen niederschlagen.

Ach, ich kann sie nicht durchdringen,
... weiterlesen


Läuterung

Nein, heut nicht! Übers Jahr
Darfst du mir deinen Segen spenden.
Übers Jahr darf ich um deine
Ach, so wunderschlanken Lenden
Meine beiden Arme legen.

... weiterlesen


Noch einmal treten nun wir in die Sonne...

Noch einmal treten nun wir in die Sonne,
Aus goldnem Park und den verschwiegnen Treppen,
Wo Silberwind die hohen Wipfel reißet.

Und stehen an der Brunnen trocknen ... weiterlesen


Maienabend

Noch tropft der Hag vom Maienregen.
Lieblicher blüht die duftge Au.
Rings steht das Land im Blütensegen,
Das Abendwinde streicheln lau.

Vom dunklen Tale ... weiterlesen


Marathon. (4)

Noch trunkne Thraker stürzen aus dem Zelt,
Dem Liber singen sie und dem Priap.
Streitwagen ziehen an dem Heer hinab,
Die Sicheln blinken wie im Erntefeld.

Der ... weiterlesen


Gina

Noch weht um dich der Duft der großen Steppen,
Der Sommer Polens, und der Wogengang
Der Weizenfelder, wenn den Fluß entlang
Der Treidler Schultern große Flöße schleppen.
... weiterlesen


Gina

Noch weht um dich der Duft der großen Steppen,
Der Sommer Polens, und der Wogengang
Der Weizenfelder, wenn den Fluß entlang
Der Treidler Schultern große Flöße schleppen.
... weiterlesen


Marathon. (11)

Nun stirbt auch er, vom bittren Los bezwungen.
Auf seine Beute stürzt ihn Todes Macht.
Verliebten gleich in süßer Liebesnacht,
Im Tode halten sie sich eng umschlungen.
... weiterlesen


Die Freunde

Nur wenigen vernehmbar redest du
Mit uns, den Traurigen, du schöner Abend,
Wenn wir uns flüchten aus den vollen Städten
Und unsre Tränen nicht mehr bergen können.
... weiterlesen


Der Tag der Liebe

O Eros` Fest und Feste der Sommerzeit!
Zu meinen Häupten rauschte die Waldung kaum.
Ich sah den hohen Wolkenbergen
Wünschelos nach in der grünen Dämmrung.

... weiterlesen


O hoffnungslose tiefe Traurigkeit...

O hoffnungslose tiefe Traurigkeit,
Die in dem Herzen aufwacht, wenn erklingen
Die frohen Becher in der Freunde Hand,
Und dann von fern auf Windes leisen Schwingen
Das Ohr ... weiterlesen


Sommers Ende

O jammervolle Tage. Untergang,
Bestürzter Bruch mit allem, was da war,
Nichts ist mehr, einem hohlen Fasse gleich
Bist du. Drin schallt es leer und dumpf, als schlüge
... weiterlesen


Seufzer

O Jesu, wollest du dich unsrer erbarmen!
Denn in Rostock soffen wir wie die Ortsarmen,
Und in der Bahnhöfe blauer Stille
Erhoben wir unser furchtbares Schafsgebrülle.
... weiterlesen


O meine Seele ist in Angst gefangen ...

O meine Seele ist in Angst gefangen,
Daß sie die großen Höhen nie erreiche,
Und ewig fern und ferner nur entweiche
Der Jugendtraum dem heißen Herzverlangen.

... weiterlesen


O weiter, weiter Abend...

O weiter, weiter Abend. Da verglühen
Die langen Hügel an dem Horizont,
Wie klare Träume Landschaft bunt besonnt.
O weiter Abend, wo die Saaten sprühen

Des ... weiterlesen


Fronleichnamsprozession

O weites Land des Sommers und der Winde,
Der reinen Wolken, die dem Wind sich bieten.
Wo goldener Weizen reift und die Gebinde
Des gelben Roggens trocknen in den Mieten.
... weiterlesen


Fronleichnamsprozession

O weites Land des Sommers und der Winde,
Der reinen Wolken, die dem Wind sich bieten.
Wo goldener Weizen reift und die Gebinde
Des gelben Roggens trocknen in den Mieten.

... weiterlesen


O Wolkenland...

O Wolkenland, zu dessen Küsten fliehen
Stets die Gedanken, suchen sie Vergessen.
O Wolken, die am Himmel einsam ziehen,
Ihr könnt allein die Einsamkeit ermessen.

... weiterlesen


Das Lettehaus

Oder: Die Ballade vom zerbrochenen Herzen

Das Lettehaus, ein stolzer Sandsteinbau,
In der Bayreuther Straße, rot und grau.
Balkone viel, die vor den Fenstern ziehn.
... weiterlesen


Die Feuergeister

Oft, wenn wir am Abend gehen
Durch die Gasse in dem Dämmer,
Bleiben wir entzücket stehen,
Wo der losen Hämmer
Lautes Klingen nimmer ruht.

Wo ein ... weiterlesen


Die Bienen fallen in den dünnen Röcken ...

Oktober 1911

Die Bienen fallen in den dünnen Röcken
Im Rauhreif tot aus den verblaßten Lüften
Die nicht mehr kehren rückwärts zu den Stöcken.

Die ... weiterlesen


Marathon. (5)

Orgie des Bunten. Pracht der Morgenländer.
Stets wechselnd wogt es an des Meeres Strande,
In Rot und Weiß und Gold im Sonnenbrande.
Der Krieger Panzer, Leiber, und ... weiterlesen


Der Tag

Palmyras Tempelstaub bläst auf der Wind,
Der durch die Hallen säuselt in der Zeit
Des leeren Mittags, wo die Sonne weit
Im Blauen rast. Der goldene Atem spinnt,

... weiterlesen


Die Irren (1)

Papierne Kronen zieren sie. Sie tragen
Holzstöcke aufrecht auf den spitzen Knien.
Und ihre langen, weißen Hemden schlagen
Um ihren Bauch wie Königshermelin.

Ein ... weiterlesen


Polen

Polen, schönes Land
Wo die Trauer wohnt,
Wo die Frauen weinen,
Wenn der weiße Mond
Auf Polens Seen glänzt.

Wenn der alte Dom,
Wo Polens Fürsten ... weiterlesen


Die Züge

Rauchwolken, rosa, wie ein Frühlingstag,
Die schnell der Züge schwarze Lunge stößt,
Ziehn auf dem Strom hinab, der riesig flößt
Eisschollen breit mit Stoß und lautem ... weiterlesen


Reicher Sommer, da die Sicheln blinken...

Reicher Sommer, da die Sicheln blinken
Auf der Flur, und schon die goldnen Garben
Von der Schnitter Schlag in Schwaden sinken,
Und des Sommers bunte Blumen starben,

... weiterlesen


Die Irren

Rein ist das Licht um unsere Tage
Wie ein bleicherer Sonnenschein.
Und wie reife Blumen stehn wir und ragen
In das fröhliche Licht voller Bläue hinein.

Früher ... weiterlesen


Roten Mohnes Blüten...

Roten Mohnes Blüten nahmst du viele,
Schöne Blumen, die der Sommer gab.
Brachst mit feiner Hand die feinen Stiele
Aus der Woge grüner Garben ab.

In die ... weiterlesen


Die Somnambulen

Schon braust die Mitternacht. Mit langem Haar
In weiße Tücher feierlich gehüllt
Zieht schwankend auf der Somnambulen Schar,
Wie Rauch so weiß, der weit den Himmel füllt.
... weiterlesen


Laubenfest

Schon hängen die Lampions wie bunte Trauben
An langen Schnüren über kleinen Beeten,
Den grünen Zäunen, und von den Staketen
Der hohen Bohnen leuchtend in die Lauben.
... weiterlesen


Berlin III

Schornsteine stehn in großem Zwischenraum
Im Wintertag, und tragen seine Last,
Des schwarzen Himmels dunkelnden Palast.
Wie goldne Stufe brennt sein niedrer Saum.

... weiterlesen


Marengo

Schwarzblau der Alpen, und der kahlen Flur,
Die Südsturm drohn. Mit Wolken tief verhangen
Ist grau das Feld. Ein ungeheures Bangen
Beengt den Tag. Den Atem der Natur

... weiterlesen


Marengo

Schwarzblau der Alpen, und der kahlen Flur,
Die Südsturm drohn. Mit Wolken tief verhangen
Ist grau das Feld. Ein ungeheures Bangen
Beengt den Tag. Den Atem der Natur

... weiterlesen


Die Stadt

Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein
Zerreißet vor des Mondes Untergang.
Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang
Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein.
... weiterlesen


Der Schläfer im Walde

Seit Morgen ruht er. Da die Sonne rot
Durch Regenwolken seine Wunde traf.
Das Laub tropft langsam noch. Der Wald liegt tot.
Im Baume ruft ein Vögelchen im Schlaf.

... weiterlesen


Frühlingsabend

Seit vielen Tagen ging der Regen nieder,
Der Frühlingsregen, der den Schnee zerschmolz
Und erstes Grün trieb aus dem glatten Holz.
Da er noch fiel, rief schon ein Vogel ... weiterlesen


Morituri

Selbstmörder gehen, wenn sie sterben wollen,
Nicht weit von Straßen ab und vollen Wegen,
Daß nicht zu fern des Lebens Wogen rollen,
Wenn sie zum Tod bereit sich ... weiterlesen


Die Seiltänzer

Sie gehen über den gespannten Seilen
Und schwanken manchmal fast, als wenn sie fallen.
Und ihre Hände schweben über allen,
Die flatternd in dem leeren Raum verweilen.
... weiterlesen


Das Gerippe

Sie stießen im Gemäur auf einen Toten.
Dunkler als Ebenholz ein schwarz Gerippe.
Tief in den düstren Augenhöhlen lohten
Augäpfel zwei, von Steinen, blutigroten.

... weiterlesen


Die Gefangenen I

Sie trampeln um den Hof im engen Kreis.
Ihr Blick schweift hin und her im kahlen Raum.
Er sucht nach einem Feld, nach einem Baum,
Und prallt zurück von kahler Mauern Weiß.
... weiterlesen


Der Gang der Liebenden

Sie wandeln Hand in Hand auf den verschlungnen toten Wegen
Des späten Sommers blasser Sonne nach,
Und treten sich wie in der Mainacht einst zu kurzem Spiel entgegen,
Doch ruft ... weiterlesen


Die Dämonen der Stadt

Sie wandern durch die Nacht der Städte hin,
Die schwarz sich ducken unter ihrem Fuß.
Wie Schifferbärte stehen um ihr Kinn
Die Wolken schwarz vom Rauch und Kohlenruß.
... weiterlesen


Die Dämonen der Städte

Sie wandern durch die Nacht der Städte hin,
Die schwarz sich ducken unter ihrem Fuß.
Wie Schifferbärte stehen um ihr Kinn
Die Wolken schwarz vom Rauch und Kohlenruß.

... weiterlesen


Der Totenkranz

So flechten wir die Rosen in den Kranz
Und weben mancher Stund Erinnrung ein,
An ferner Tage schon verklärten Glanz,
Dem wir noch gern ein letzt Gedenken weiten.

... weiterlesen


Der Baum II

Sonne hat ihn gesotten,
Wind hat ihn dürr gemacht,
Kein Baum wollte ihn haben,
Überall fiel er ab.

Nur eine Eberesche
Mit roten Beeren bespickt
Wie ... weiterlesen


Der Baum

Sonne hat ihn gesotten,
Wind hat ihn dürr gemacht,
Kein Baum wollte ihn haben,
Überall fiel er ab.

Nur eine Eberesche
Mit roten Beeren bespickt
Wie mit ... weiterlesen


Spitzköpfig kommt er...

Spitzköpfig kommt er über die Dächer hoch
Und schleppt seine gelben Haare nach,
Der Zauberer, der still in die Himmelszimmer steigt
In vieler Gestirne gewundenem ... weiterlesen


Spitzköpfig kommt er...

Spitzköpfig kommt er über die Dächer hoch
Und schleppt seine gelben Haare nach,
Der Zauberer, der still in die Himmelszimmer steigt
In vieler Gestirne gewundenem Blumenpfad.
... weiterlesen


Frühling

Spürst du das Wehen der Winde der Nacht?
Siehst du in Wolken den flammenden Schein?
Hörst du in Lüften das Dröhnen der Schlacht?
Der große Pan führt heute den Reihn.
... weiterlesen


Finnischer Hirte

Steht ein Hirte, am Ufer des Meers,
Das breit ans Land der weißen Nächte rauscht,
Und träumt und lauscht
Auf das herbstliche Gießen
Des Regens.
Er steht auf ... weiterlesen


Nordlicht

Stille, Grabesstille über der weißen Fläche -
In den Lüften einsam ein Adler zieht.
Unter dem Eise schlafen die Bäche
Nachtwinde singen dem Jahre das Sterbelied.

... weiterlesen


Der Armenkirchhof

Stiller Ort, um deine Mauern
Schleicht ein müdes, süßes Trauern,
Das mich immer zieht zu dir.

Deine Kreuze still und schlicht
Färbt goldig doch das ... weiterlesen


Johannisnacht

Tief drin im alten Walde
Am Fuß der blumigen Halde
Schläft ein alter Tempel der Heiden,
Über ihn weg die Herden weiden.

Um den alten Steinaltar
Der ... weiterlesen


Der Ruhm

Um die blanken Panzer webet,
Um der Griechen Helme schwebet,
Hell in ihren Augen stehet,
Hoch in ihren Fahnen wehet,
Göttlich glänzt der hohe Ruhm.

Heiß ... weiterlesen


Und die Hörner des Sommers verstummten...

Und die Hörner des Sommers verstummten im Tode der Fluren,
In das Dunkel flog Wolke auf Wolke dahin.
Aber am Rande schrumpften die Wälder verloren,
Wie Gefolge der Särge in ... weiterlesen


Und die Hörner des Sommers verstummten

Und die Hörner des Sommers verstummten im Tode der Fluren,
In das Dunkel flog Wolke auf Wolke dahin.
Aber am Rande schrumpften die Wälder verloren,
Wie Gefolge der Särge in ... weiterlesen


Der Mensch

Und die Nacht graute sich
Vor sich selbst.
Da warf die Kraft
Einen aus, der hieß Mensch,
Der zwang die Nacht.

Mit Riesenflügeln
Als Urkeim fliegt ... weiterlesen


An Holderlin

Und du starbst auch, du Sohn des Frühlings?
Du, dessen Leben war wie lauter
Strahlende Flammen in Nachtgewölben,
Aus denen die Menschen stets vergeblich
Nach Ausweg und ... weiterlesen


Herbsttag

Und noch gehn nicht zur Rüste unsre Tage
Im schönen Herbst. Noch streift das goldne Licht
Die bunten Berge warm herauf.
Noch tanzen in dem Licht den schnellen Reigen
Die ... weiterlesen


Der Modedichter

Und nun ist Herbst.
Schon schleicht der Herbstpoet
Durchs rote Land,
Gehüllt in einem Kragenmantel,
Des Faltenwurf ein malerisch Gedicht.
Und mit tottraurigem ... weiterlesen


Die hellen Nächte

Und wieder sind die Wundernächte schimmernd
Heraufgetaucht, wo letztes Abendleuchten
Und blasser Morgenglanz geheim verwoben
Am blauen nächtgen Himmel sich vermählen.
... weiterlesen


Hymne

Unendliche Wasser rollen über die Berge,
Unendliche Meere kränzen die währende Erde,
Unendliche Nächte kommen wie dunkele Heere
Mit Stürmen herauf, die oberen Wolken zu ... weiterlesen


Der Sonntag

Unter den bauchigen Himmeln, die schwer
Über den Totenacker der Felder gelegt,
Auf hohen Gebirgen aus Schutte bewegt
Sich die Wandrung von Menschen langsam einher.

... weiterlesen


Die Irren.

Variation

Ein Königreich. Provinzen roter Wiesen.
Ein Wärter, eine Peitsche, eine Kette.
So klappern wir in Nessel, Dorn und Klette
Durch wilder Himmel ... weiterlesen


Der Abend

Versunken ist der Tag in Purpurrot,
Der Strom schwimmt weiß in ungeheurer Glätte.
Ein Segel kommt. Es hebt sich aus dem Boot
Am Steuer groß des Schiffers Silhouette.
... weiterlesen


Der Abend

Versunken ist der Tag in Purpurrot,
Der Strom schwimmt weiß in ungeheurer Glätte.
Ein Segel kommt. Es hebt sich aus dem Boot
Am Steuer groß des Schiffers Silhouette.

... weiterlesen


Die seidene Weste

Verwelkt der Kranz
Die Ampel lischt
Und aus der Tanz.
Die Upmann zischt
Im Rest von Wein
Aus zerbrochnem Pokal,
Der rot hin über den Estrich fließt.
... weiterlesen


Marathon. (22)

Viel Kammern, Gänge, Nester, dunkle Orte,
Dem Bienenstock in hohlem Baume gleich,
Sind in der Finsternis, in Hades` Reich.
Die Welle führt sie durch die dunklen Porte.
... weiterlesen


Viel runde Städte liegen an dem Strom...

Viel runde Städte liegen an dem Strom
An Türmen reich, und manchem grauen Dom
Und schmalen Brücken, darauf segnend thront
Der Heilige. Doch sind wie unbewohnt
Und stumm ... weiterlesen


Viel Tage werden kommen...

Viel Tage werden kommen und gehen,
Viel lange Stunden werden uns schlagen,
Da wir uns rufen und doch nicht sehen,
Da uns die Winde nur Antwort sagen.

Mit vielen ... weiterlesen


Viel Türme ragen...

Viel Türme ragen aus dem grauen Meer,
Die hochbedachten Häuser stehn gedrängt,
Schmalbrüstig, eins vom andern eingeengt,
Und Gaß und Gäßchen irren kreuz und quer.
... weiterlesen


Der Herbst

Viele Drachen stehen in dem Winde,
Tanzend in der weiten Lüfte Reich.
Kinder stehn im Feld in dünnen Kleidern,
Sommersprossig, und mit Stirnen bleich.

In dem ... weiterlesen


Marathon. (2)

Voll brauner Zelte liegt der ganze Strand
Heuschrecken gleich, die auf die Felder fielen.
Und tausend Schiffe mit den schwarzen Kielen
Stehn, hochgezogen auf den Ufersand.
... weiterlesen


Zweiter Gesang an die Lettemädchen

Vom Verfasser der Ballade vom gebrochenen Herzen

Wiederum hüpfe ich auf wollnen Socken
Vor euer Haus. Jetzt blas ich den Posaun,
Ich läute meines Herzens ... weiterlesen


Die Meerfahrt

Von Neapels Lustgestaden
Fuhren wir hinaus ins Weite,
Uns ein schönes Festgeleite
Kamen durch die goldnen Wogen
Die Delphinen nachgezogen.
O, für Frohen und ihr ... weiterlesen


Märzabend

Von spitzen Dächern stieg der Rauch
Auf in den blassen Frühlingshimmel.
Die untre Gasse füllte sich,
Von Vieh und Mensch ein eng Gewimmel,
Ein Volk, das ohne Sehnsucht ... weiterlesen


Von toten Städten...

Von toten Städten ist das Land bedecket,
(Wie) Kränze hängt der Efeu von den Zinnen.
Und manchmal eine Glocke rufet innen.
Und trüber Fluß rundum die Mauer lecket.
... weiterlesen


Vorfrühlingsabend...

Vorfrühlingsabend. lichter Wolken Reihn
Ziehn übers Land mit zarter Helligkeit.
In allen Dingen ist ein blasser Schein,
Der seltne Reize den Gewohnten leiht.

... weiterlesen


Der Goldreif

Wann festlich Gewand mir die Glieder umfließt,
Wann weinlaubumkränzt mir der Trank leuchtet klar,
Wann mich beim Scheiden die Rhodierin küßt,
Dann will ich tragen den ... weiterlesen


War ein Knab...

War ein Knab mit schwarzem Haar,
Seidenschwarzen Augen,
Und sein voller, roter Mund
Mocht zum Küssen taugen.

Wenn der Mond am Himmel stand,
Küßt` er hier ... weiterlesen


Helena

Was ruht der Wind auf dem bleiernen Meer?
Was hangen die Segel so schlaff ins Schiff?
Was treibt der Albatros einsam her
Am düster ragenden Felsenriff?

Nebel ... weiterlesen


Werbung

Was schauderst du, wenn unser Blick entflammt?
Es krampft sich deine Hand dir unbewußt.
Sind wir denn, ich und du, verdammt,
Den Brand zu wühlen in die Brust?

... weiterlesen


Was wir froh empfangen...

Was wir froh empfangen, sollen wieder
Abgeklärt die frohen, reinen Lieder
Weiterklingen, in des Liedes Tönen
Soll sich läutern, soll sich krönen,
Was noch dunkel blieb ... weiterlesen


Nach dem Sommer

Wehender Schnee
Im Sterbegewand
`S fliegen die Krähen
Er deckt das Land.

Müde einher
Mit wankendem Tritt,
Schreitet ein Wandrer
Schritt für ... weiterlesen


An den schönen Gott

Wenige nur lieben dich noch
Seit dich verstieß das verächtliche Volk.
Ihre Seelen tragen darum
Kummer und Haß und Hohn.

Doch in ihr Herz senketest du,
... weiterlesen


Wenn dir der Abend auf die Bücher scheint...

Wenn dir der Abend auf die Bücher scheint,
In denen du nach längst versunknen Zeiten
Den Tag geforscht, hebst du dein Haupt empor.
Ins Fenster lehnst du es, und siehst sich ... weiterlesen


Sehnsucht nach Paris

Wenn durch den Abend Frankreichs, der der Weiße
Der Königslilien ihres Wappens gleicht,
Wie Honig süß, der Sonnentag, der heiße,
In honiggelbe Himmel ferne weicht,
... weiterlesen


Wenn im Saal die Schatten gehen...

Wenn im Saal die Schatten gehen,
Die auf leisen Sohlen liefen,
Oft verlangt`s dich dann, zu spähen
In der dunklen Spiegel Tiefen,
Dir vertraut und wieder fremd.
... weiterlesen


Wenn zu der Dämmerungen trüber Stunde...

Wenn zu der Dämmerungen trüber Stunde,
Da noch die bleichen Träume dich umstehen,
Du aufwachst, und sie langsam von dir wehen,
Wie Weihrauch zieht aus hohler Ampeln Spunde,
... weiterlesen


An den Tod

Wer bist du wunderlicher Tod, du harter,
Wer bist du, der du trittst in Fetzen
Jedwedes Menschenrecht. Gesetzen
Sprichst du nur Hohn. Zur blutgen Marter

Klirrt an ... weiterlesen


An meine kleine Freundin

Wer hätte das gedacht!
Das kam wohl über Nacht.
Denn als ich aufgewacht,
Da warst auf einmal du
Mein kleiner Herztyrann.
Sieh doch mal einer an,
Was Amor alles ... weiterlesen


An meine kleine Freundin

Wer hätte das gedacht
Das kam wohl über Nacht.
Denn als ich aufgewacht,
Da warst auf einmal du
Mein kleiner Herztyrann.
Sieh doch mal einer an,
Was Amor ... weiterlesen


Allerseelen

Wie der Wind an eurem Kleide reißt
Daß er die roten Blätter entführ.
Wie ihr frierend duldet die Ungebühr.
Kahl seid ihr bald, und bald verwaist.

Ein ... weiterlesen


Marathon. (10)

Wie dichte Wolken liegen Dunst und Hauch
Des heißen Mittags auf der Ebnen Weiten.
Die Sonnenstrahlen wie durch Nebel gleiten,
Schwarz wälzt sich hin verbrannter Felder ... weiterlesen


Letzte Wache

Wie dunkel sind deine Schläfen.
Und deine Hände so schwer.
Bist du schon weit von dannen,
Und hörst mich nicht mehr.

Unter dem flackenden Lichte
Bist du so ... weiterlesen


Savonarola

Wie eine Lilie durch das Dunkel brennt,
So brennt sein weißer Kopf in Weihrauchs Lauge
Und blauer Finsternis. Sein hohles Auge
Starrt wie ein Loch aus weißem Pergament.
... weiterlesen


Sehnsucht

Wie glänzend die Höhen sich dehnen
Weit in die blaue Ferne.
Zu ihnen fliegt mein Sehnen
Hin zu dem Morgensterne.

Wohl hinter ihnen sich breitet
Der ... weiterlesen


Wie ist wohl mein wahr Gesicht...

Wie ist wohl mein wahr Gesicht,
Also frage ich mich oft,
Weiß es vielleicht selber nicht.

Scheint`s mir fast, als wär mein Geist
Meines ganzen Wesens Seele
... weiterlesen


Die Vögel

Wie trübe Morgen langsamer Tage
Über den Seen und Sümpfen voll Klage
Über dem schillernden Schilf ruht die Nacht
Regen (beginnt). In den Bäumen erwacht

Ein ... weiterlesen


Stimme aus der Tiefe

Willst du denn, daß ich ganz zu Grunde geh?
Du weißt, du schlugst mich oft schon,
Wenn ich dich bat um einen Strahl der Höh.
Ich trug`s, denn endlich hofft ich Lohn.
... weiterlesen


Wir haben die roten Segel gespannt...

Wir haben die roten Segel gespannt.
Wir haben die roten Banner gehißt.
Jedes Schiff trägt am Kiel den lodernden Brand,
Den Göttern entwandt des Titanen List.
Nur ... weiterlesen


Für Mary aus Ahlbeck

Wir lagen tief in einer Dünenschlucht,
Bei Himbeersträuchern, sahn die Kämme nur
Der hohen Dünen, und der Sonne Spur,
Der Mittagsstunden langsam ziehnde Flucht.

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Im Herbst

Wir lieben das Vergehende und Müde,
Den letzten Glanz im Abendlande,
Den Traurigen und Schönen,
Als verschiede
Mit ihm auch unsre Jugend ewig.

Und manche ... weiterlesen


An Helios

Wir müssen leiden,
Vater Helios,
Daß wir dich lieben.
Und dennoch freuen wir uns
Der Stunde, die du noch wandelst,
Im heiligen Äther.

Dankbar hebt ... weiterlesen


Der Winterzug

Wir sammeln froh die Früchte in den Körben,
Die grünen Birnen und die blauen Trauben.
Wir wandeln spielend durch des Weinstocks Lauben,
Ein freudger Festzug bei des Sommers ... weiterlesen


Wo eben rauschten noch die Karusselle...

Wo eben rauschten noch die Karusselle
In weißem Licht zum Lärme der Musik,
Die Wolke Dampfs beglänzt ins Dunkel stieg,
Und hoch sich schwang des Riesenrades Welle,

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Tod eines Hirten

Wo Herbstes Leier süß in Einsamkeit
Durch blauer Felder Sonnenschatten tönt
An rote Wolken, und die Wälder weit
Im Glanze stehn, der ihren Tod versöhnt,

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Wär ich berühmt

Wär ich berühmt, der Liebe würd ich rüsten
Ein Meer der Feste, mich den Gluten betten,
Wie Möwen ruhen mit den weißen Brüsten,
Wenn sich der Brandung hohe Wogen ... weiterlesen


Marathon. (1)

Zehntausend steigen von den Bergen nieder,
Die Blüte Hellas`, sich dem Tod zu weihen.
Durch Morgendämmrung ziehen ihre Reihen.
Ein Wall von Erz ziehn hin des Heeres Glieder.
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Marathon. (15)

Zu spät. Die Griechen schlachten sie wie Schafe.
Wie Wasser springt aus den geborstnen Schläuchen,
So stürzt ihr Blut aus Hals und Kopf und Bäuchen.
Sie sinken reihenweis zum ... weiterlesen


Die Professoren

Zu vieren sitzen sie am grünen Tische,
Verschanzt in seines Daches hohe Kanten.
Kahlköpfig hocken sie in den Folianten,
Wie auf dem Aas die alten Tintenfische.

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Zu zartem Faden ausgestanzter Stahl...

Zu zartem Faden ausgestanzter Stahl,
Ein dünnes Gitter von des Meisters Hand,
War gegen Abend vor dem weiten Tal
Spärlicher Bäume grau Geäst gespannt,

Ein ... weiterlesen


Letzte Fahrt

`Ave imperator, morituri te salutant!`

`Seht der Kaiser reicht die Hand dem Fahrer.
Zarte Händchen klatschen Beifall.`
Rote Rosen, von der Brust gerissen,
Decken ... weiterlesen


Schwarzer Tag

`Ha, nun der Banden frei,
Und frei auf höchstem Turm
Ihr Arme dehnt euch frei.
Mein Bruder, Sturm, nun küsse meine Schläfen
Ein einzig Mal, eh ich in Kerkernacht
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Die Alte vom Berge

`Siehst du die dunkelrote Scheibe, dort,
Die auf dem schwarzen Grunde schwimmt,
Das ist der Mars !
Der zog mich schon von ferner Jugend an.
Gewaltige Geschlechter wirken ... weiterlesen


Antwort an einen Freund

`Warum bist du so traurig nun
Und schaust immer in schweigender Nacht
Zu den einsamen Sternen herauf?
Warum stützt du so oft grübelnd
Das Haupt in die Hand,
Das ... weiterlesen


Das Gebet der Seelen

`Wohin gehst du nächtlich, Seele?`
`Durch das stille Sternenfeuer,
Daß das große All uns stähle
Zu dem Kampfe mit dem Tode.

Dorten find ich deiner Liebe ... weiterlesen


Danton

»Mich töten? Herrscht der Wahnsinn im Konvent?
Die Schafe dulden es?« Und wütend greift
Ans Gitter seine Hand, das schneebereift.
Er schlägt die Stirn sich, die vom Wachen ... weiterlesen



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